Y. Növrm-eè __ _
litte Leichenschau statt. Die Verzerrungen der Muskulaiur in der L'iche lassen erkennen, welch entsetzlichen, schmerzhaften Tod der Unglückliche gehabt hat. Während er noch bei vollem Bewußtsein war, sind ganze Körper n r des Mannes von der wüt-nden Bestie taisâchllch ausgesrelsen worden. Der Tod ist dann infolge von Verblutung eilige« treten.
Hus alter Mell.
Selbst aertchiet- Der Stenerkaffenrendant Korth in Elbing, der im Mai d. I4. Defraudationen von 22 000 Mark beging, hat sich im Krankenhaus in einem unbewachten Augenblick an einem Türdrücker erhängt.
Rohlinge. Vor einem Ort der unteren Mosel hatte jemand, der sich an den schnellfahrenden Automobilen rächen wollte, einen Baum quer über die Straße gelegt. Ein Auto- mobil passierte die Strecke und rannte mit aller Heftigkeit gegen den Baum. Wenn auch der Autobesitzer selbst ohne Schaden davonkam, flog doch die Dame, die neben ihm saß, in weitem Bogen au« dem Auto. Sie trug hierbei erhebliche Verletzungen am Schlüsselbein und an der einen Hand davon, sodaß ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden mußte. Von dem Täter fehlt noch jede Spur.
Bon der Mâuseplage. Die Mänseplage ist in Ober- unb Untorfranken so groß, daß das Bezirksamt Forchheim bayrischen Blättern zufolge angeordnet hat, jeder Grundbesitzer habe 6 Wochen lang für jede Mark Grundsteuer, die er zahlt, 6 Mäuse zu fangen. Im Salzburgischen herrscht ebenfalls große Mäuseplage.
Ein Wurstskandal vor Gericht. Vor dem Stettiner Landgericht begann am Montag die Verhandlung gegen die Kaufleute Max Friedländer, Emil Krüger, Simon Karger, und den Werkmeister Geese. Die Angeklagten sind beschuldigt, verdorbene Wurst in den Handel gebracht zu haben. Der Wursthandel war ziemlich umfangreich und die Ab- Nehmer befanden sich nicht bloß in Stettin, sondern in ganz Pommern, in Westfalen, Berlin usw.
Wohnungen für kinderreiche Familien. Die Wohnungsfrage für kinderreiche Familien ist in Paris in anscheinend glücklicher Weise gelöst worden. Man weiß, daß die meisten Hauswirte keine Familien mit vielen Kindern haben wollen. Das hat in Paris den Ausweg gezeitigt, ein Haus nur für kinderreiche Familien zu errichten. Das Haus, das einer Gesellschaft gehört, hat nach der „Franks. Ztg." 94 Wohnungen, die von 620 Personen bewohnt werden; unter diesen sind nicht weniger als 427 Kinder, denn es werden nur solche Arbeiterfamilien ausgenommen, die mindestens drei Kinder haben! Die Wohnungen kosten 184 bis 424 Fr. Miete jährlich und sind so praktisch wie möglich eingerichtet.
Drahtnachrichten
Die Ministerkrisis in Oesterreich.
Wien, 5. Novbr. Einem Communiqus zufolge hielt der Leilungsausschuß der vereinigten deutschen Parteien eine Sitzung ab, in der die angeblich bevorstehende Ernennung des Abg. Pracek zum Ackerbauminister einer scharfen Kritik unterzogen und allgemein der Anschauung Ausdruck gegeben wurde, daß bei dem fetzigen Zustande eine merkwürdige Hintansetzung der deutschen Interessen stattfinde, wodurch die Schwierigkeiten der Situation nicht nur für die Deutschen, sondern auch für die Regierung vermehrt würden.
Wien, 5. Novbr. Einem Kommunique zufolge erschienen heute die Abgeordneten Peschka und Waldner beim Ministerpräsidenten und überreichten ihm eine in der Sitzung der deutschen Agrarpartei beschlossene Resolution, in der die deutsche Agrarpartei gegen die beabsichtigte Ernennung des Abgeordneten Pracek zum Ackerbauminister entschieden Stellung nimmt und die rücksichtslosesten Konsequenzen aus dieser Ernennung zu ziehen ankündigt. Sie verharrt auf ihrem wiederholt ausgesprochenen Standpunkte, daß der gegenwärtige Ackerbauminister Altersperg in seiner Stellung erhalten bleibt, und protestiert dagegen, daß daß Ackerbauministerium zu einem politischen Abfindungsobjekt gemacht werde.
Die Sa^e in Marokko.
Paris, 5. Nov. Ein Telegramm des Admirals Philibert meldet, daß die Ruhe völlig gesichert sei, insbesondere in Mogador und Mazagan. Gelderpressungen und Ernennungen von Beamten durch Muley Hafid halten einen Teil der Bevölkerung sehr unzufrieden gemacht. Die Hieb Fcrede seien jetzt gegen Muley Hafid und arbeiteten in gleicher Weise gegen ihn. Infolge dieser Sachlage würde die französische Regierung einige der in den marokkanischen Gewässern befindlichen Kriegsschiffe nach Frankreich zurückbeordern.
Deutschland und die holländisch-belgische Kommission.
Berlin, 5- Novbr. Wie der Brüsseler „Matin" berichtet, hat der Zusammentritt der holländisch-belgischen Kom- umsion in Deutschland Beunruhigungen hervorgerufen. DaS Blatt will wissen, daß die deutsche Regierung durch den deutschen Gesandten bei der belgischen Regierung das Ersuchen gestellt habe, der Kommission keinerlei offizielle Unterstützung zu gewähren, um ihrem Zusammentritt kein Relief zu verleihen. Einen gleichen Schritt habe die deutsche Regierung bei der holländischen Regierung unternommen. Von beiden Seiten sei geantwortet worden, daß die Kommission einen absolut privaten Charakter trage und keines der beiden Länder verpflichte. Der Empfindlichkeit der deutschen Regierung, behauptet der „Matin", sei dadurch Rechnung getragen worden, daß die belgische Regierung bei der gestrigen Plenarsitzung der Kommission durch kein Mitglied vertreten gewesen sei. — Notiz des „Wolff'schen Bureaus" : „Die deutsche Regierung hat keine Schritte in dem ihr vorstehend zugeschriebenen Sinne getan."
Zur holländischen Thronfolgefrage.
Haag, 5. Nov. Der frühere liberale Minister van Houten veröffentlicht einen scharfen Artikel über die Thron- jolgefrage. Er meint, eine Republik sei noch vorzuziehen
Mittwoch
dem Regiment eines fremden Prinzen au8 einem den Oraniern nicht ebenbürtigen regierenden Hau e. Die Kammern sollten im Augenblick der Verfassungsänderung zu Gunsten des neuen Wahlrechts darauf dringen, daß ihnen allein das Recht zugestanden werden müsse, die Frage der Nachfolge zu regeln, falls die Königin ohne Erben sterben sollte, und daß die Kammern lieber eine Republik errichten sollten, als eine Monarchie ausländischen Gepräges. In unmittelbarer Nähe der Königin ständen ja ohnehin zwei Persönlichkeiten, der Prinz-Regent und die Königin-Mutter, denen die Nation mit großer Freude lieber die Zügel der Regierung in die Hände geben würde, als einer fremden, zu sehr germano- philen Dynastie. Angesicht« de« großen Ansehen«, das van Houten genießt, macht der Artikel, in diesem Augenblick veröffentlicht, überall tiefen Eindruck.
Die Englandreise.
Berlin, 6. Novbr. Dem „Berl. Lokalanzeiger" zufolge hat König Eduard telegraphisch sein und des englischen Volkes Bedauern über die Aufgabe des Besuche« der Kaiserin ausgesprochen.
Ehrung.
Paris, 6. Novbr. Eine große Anzahl radikaler Deputierter und Senatoren beschloß, BnrqoiS zu Ehren ein Bankett zu veranstalten in dankbarer Anerkennung der Rolle, die er auf der Haager Friedenskonferenz gespielt hat.
Typhus.
Paris, 6. Novbr. Unter der Garnison der Festung Verdun, sowie in einer Kaserne in Clermont-Ferrand ist der Typhus ausgebrochen.
Erstochen.
Berlin, 6. Nov. Den Morgenblättern zufolge wurden in der Kruppschen Arbeiterkolonie Margaretenruh in Friemersheim 2 Arbeiter, die Gebrüder Quast, von einem anderen Arbeiter überfallen. Der ältere Bruder wurde durch einen Messerstich ins Herz getötet, der jüngere wurde am Kopfe verletzt.
Pari-, 6. Novbr. Der frühere Kriegsminister Andrs bewirbt sich um das durch den Tod des Senator« Hugot erledigte Senatßmandat des Departements Cote-d'Or. Er erklärte in einem an den Ausschuß der radikalen Partei gerichteten Schreiben, er stelle seine Kandidatur auf, weil die radikale und sozialistisch-radikale Partei im Senat im Gegensatz zu den reaktionären Parteien keinen einzigen General in ihren Reihen zähle; er tue dies, obwohl er befürchten müßte, daß er dadurch den wilden Haß, den er sich als Minister seitens der klerikalen und radikalen Sozialisten zugezogen habe, von neuem entfachen werde.
Paris, 6. Nov. Dem Marinepräfekten von Brest, Pepkau, der infolge seiner beständigen Zwistigkeiten mit den dortigen sozialistischen Arsenalarbeitern im Juli einen Urlaub bis Dezember verlangte, um dann in Pension gehen zu können, wurde vom Marineminister der Befehl erteilt, nach Brest zurückzukehren nnd seinen Posten wieder anzutreten. Der Vorfall wird in Marinekreisen lebhaft erörtert.
New-Pork, 5. Novbr. Schatzamtssekrelär Cortelye ist wieder in New-Uork; er deponierte 7 loO 000 Dollars in Gold in den hiesigen Banken und hatte eine Besprechung mit Pierpont Morgan und anderen leitenden Finanzleuten, die ihm sagten, daß sich die Lage in New-Dork infolge der Entwickelung in den letzten 24 Stunden rasch bessere.
Rochefori fnr Mer, 6. Novbr. Der Dampfer „Le- gouet", mit einer Ladung von Saint-Brieux nach Bordeaux unterwegs, scheiterte in der Nähe der Insel Oleron. Der Kapitän und 6 Malrosen, welche sich in einem Boot retten wollten, ertranken.
Schiffsberichte.
(Mitgeteilt von Agent Ad. Treusch-Hanau.')
Der Hamburger Dampfer „Hamburg" ist am 1. November wohlbehalten in New-Pork eingetroffen.
Hamburg, 4. Novbr. Der Dampfer „Niederwald" von der Hambnrg-Amerika-Linie ist gestern in St. Thomas und der Dampfer „Fürst Bismarck" vorgestern in Havana eingetroffen.
Bremen, 4. Novbr. Der Dampfer des Norddeutscheu Lloyd „Hohenzollern" ist gestern in Alexandrien eingetroffeu.
= Alle Inserate, — die für den „Hanauer Anzeiger" aufgegeben werden, erscheinen gleichzeitig, und zwar unentgeltlich, in den Nebeuansgaben des „Hanauer
Anzeigers", dem
„Statu SroM« ^liiitigtr" und dem „LlMsWtt Uns««" Amtliches Organ für den Amtsort Langenselbold.
Inserate in dem „Hanauer Anzeiger" sind daher von durcblcblagender Wirkung.
Sette 8
Abgang und Ankunft der Züge in Hanau
vom 1. Oktober 1807.
* bezeichnet Giftige ohne Zuschlag.
+
Schnellzuge mit Zuschlag.
L = Luxuszüge (1. Klasse und Zuschlag).
8 ----- fahrt nur an
Sonn- und Feiertagen.
SS ----- fährt nur an
Werktagen.
? ----- fährt nur Samstags und vor Feiertagen, o ----- fährt nur Montags und nach Feiertagen.
▼ — fährt nur Werktags außer SamstagS.
Frankfurt-)
Ostbahnhof.
Abgang von Hanau-West
Ankunft in Hanau-West
4.47 w
5.50]
6.2 t w
05.20 w
r 6.20'
6.50 w
5.31 w
7.15
7.43 w
§§5.4l w
8.10
8.42 w
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9.25
9.57 w
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2.58 w
3.47 w
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Q
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2.03 w
' 4.54
5.26 w
3.43 w
L
5.34
§§6.07 w
4.12 w
1 5.44
6.17 w
5.11 w
6.08
§§6.46 w
5.57 w
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6.27
7.02 w
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7.0V
7.35 w
8.19 w
7.34'
8.07 w
9.10
8.16
8.48 w
10.20 w
1 8.55
9.24 w
10.57 w
1 9.55
10.26 w
12.21 w
11.00
*11.26 w
11.55
12.27 w
Eberbach.
Abgang von Hanau-West 1
Ankunft in Hanau-West
5.32 bis Darmstadt
§§4.45 von Babenhausen
6.22
5.50 von Erbach t. O.
*8.02 von Ost
7.20 von Darmstadt
10.18
9.19
2.19
11.41
?5.17b.Wiebelsbach-H.
2.00
5.29
5.09
§§6.50 bis Darmstadt
7.09
7.37
*8.16
9.26 bis Erbach i. O.
12.18
§11.27 bis Babenhausen
Offenbach—Frankfurt-Hauptbahnhof.
Abgang von Hanau-Ost
Ankunft in Hanau-Ost
§4.15
8.38
L4.05
§§4.48
1 5.00
5.45
«5.28 b. Sachsenh.
1 6.05
.31
§§5.35
6.31
+7
.00
5.45
1 6.50
7.32
*6.11
a
7.27
*8.00
+6.21
[ 7.55
+8.19
6.32
8.10
8.51
7.06
es
1 8.54
*9.25
7.18
9.23
10.04
9.06
‘ 9.45
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in. 43
10.38
11.25
+11.31
12.13°
12.55
11.35
12.51
+1
.22
*12.49
1.151
*1.45
+12.57
° 1.371
2.19
1.12
2.07,
+2.38
2.41
2.40
+3.07
+3.33
° 3.13
3.57
+3.48
[ab Offenbar
4.37
+5.04
4.16
h 4.56
5.20
5.52
4.43
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*6.49
[ab Sachsen!
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[ab Sachsenh. 5.45
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*7.33
ab Sachsenh. 5.55
§§6.84
*8.08
r 6.20
§§7.08
§9.10
[ab Sachsen
). 6.42
▼ 7.21
9.27
6.42
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7.33
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+10.45
8.45'
9.28
+11.11
9.57
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L12.07
10.23
+10.52
12.11
11.06
*11.38
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::11.58
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+12.40
:: Sonn- u. Fe
ertagS
l0 Min. später.
Bebra.
Abgang von Hanau-Ost
Arrkunft in Hanau-O
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+6.19
*9.27
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♦10.18
9.03 von Flilda
11.37
11.27
*1.48
*12.48
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2.31
+3.10
+3.47
4.08
5.36
▼5.10 von Pulverfabrik b. Gelnh.
*6.40
von Gelnhausen
?5.27 bis Gelnhausen
*6.47
5.40
*7.31
§§6.18 bis Gelnhausen
§§8.00
von Gelnhalisen
§§6.40 b.Gelnb,Sstg.b.Fulda
§9.02
von Elm
§§7,13 bis Gelnhausen
9.18
7.39 b'8 Fulda, ? bis Bcbra
+10.05
^ Montags u.
9.35 bisElm.Sonntg.u.
+11.10
nach Feiertage«
+10.54 sFeiert.b. Fulda
12.08
von Bebra
:: 12.02 bis Gelnhausen
1 2 Soau- u. Feiert. 10 Mm. spät.