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ât-qshrlich 130 Mk„ monatlich 60 Wg- für ai* «artige Abonnent« mit dem betrefseuden Poftaufjchl^, Die einzelne Nummer kostet 10 Pfg.
a. Waisenhaus«» in Hanau.
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Erschemt tägNL mit Ausnahme der Sinn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Nr. 215 ^erHF|>re<f)<wiW)Il<ß Nr. 605.
Amtliches.
Stadtkreis Fjanau. Bekanntmachung.
Arbeitsuchende in der Zeit vom 7. bis 13-
September 1907:
2 Kausburschen, 1 Schlaffer, 1 Schuhmacher,
4 Tagelöhner.
Hanau den 14. September 1907.
Städtische Arbeitsvermittelungsstelle. 18665
Städtische Sparkasse
Wir haben in Hanau-Kesselstadt eine Sammelstelle für Spareinlagen zur städtischen Sparkaffe vom 18. Juli d. Js. ab eingerichtet. Mit der Geschäftsführung ist Herr Gemeindeeinnehmer Benz betraut worden. Diejenigen SparerinHanau-Keffelstadt,welchevondieser Einrichtung Gebrauch machen wollen, können ihre Einzahlungen gegen Vorlage der Einlagebücher im Amtszimmer des Herrn Benz während seiner Dienftstuuden machen. Zu beachten ist, daß in die Einlagebücher Marken im Nennwerte der Einlage eingeklebt werden und die Rückgabe der Bücher alsbald erfolgt.
Neu hinzutretenden Sparern werden von der Sammelstelle Einlagebücher kostenfrei ausgefertigt.
Hanau den 15. Juli 1907.
Der Vorstand. 14753
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Politische Rundschau.
Die Besprechungen mit dem Reichskanzler, zu denen sich die Minister v. Bethmann-Hollweg und von Moltke nach Norderney begeben haben, bezogen sich, nach der „Nordd. Allg. Ztg.", auf die Aufgaben der bevorstehenden parlamentarischen Session. Die Minister wurden alsbald nach ihrer Ankunft vom Fürsten v. Bülow zu einer mehrstündigen Unterredung empfangen.
Der Gesundheitszustand des Reichstagsabgeordneten Stöcker, der im Dezember das 72. Lebensjahr vollendet, ist kein günstiger. Hofprediger a. D. Stöcker hat das selbst in einem Briefe ausgesprochen, den er an den christlich-sozialen Parteitag richtete. „Gern wäre ich zu dem Parteitage gekommen," so sagt Stöcker darin, „aber der Arzt hat mir bei meinem Gesundheitszustände den Besuch großer Versammlungen streng verboten". Herr Stöcker hofft aber, nach der Zeit der Schonung und Erholung seine Kräfte wieder in den Dienst der christlich-sozialen Partei stellen zu können.
Pfarrer Naumauu — Chefredakteur deS „Berliner Tageblattes"? Die „Königsb. Allg. Ztg." behauptet, daß Rudolf Moffe wegen Uebernahme der Chefredaktion des „Berliner Tageblatt" mit — Pfarrer Naumann verhandelt. Die Verhandlungen würden dahin führen, daß Naumann die Leitung des Blattes übernimmt. Die einzige Schwierigkeit biete nur die Frage der Kompensation der Naumannschen Wochenschrift „Die Hilfe".
Wohnttngsgeldzuschuh für Beamte. Die Mitteilung der „K. Volksztg.", daß eine Erhöhung des Wohnungsgeldzuschusses um etwa 30 v. H. für die Beamten mit Familie vorgeschlagen werden würde, entspricht, wie von zuständiger Seite bemerkt wird, nicht den Tatsachen. Insbesondere sind Entschließungen darüber noch nicht gefaßt, ob den Beamten mit Familie ein höherer Wohnungsgeldzuschuß zu gewähren ist, als denen ohne Familie. Um wie viel der Wohnungsgeldzuschuß zu erhöhen ist, hängt von dem Ausfall der Ermittelungen über den tatsächlichen Wohnuncjsaufwand in den einzelnen Orten ab. Die hierüber erfolgten statistischen Erhebungen sind weder in Preußen, noch im Reiche bisher zum Abschluß gelangt. Infolge dessen konnte noch nicht einmal irgend ein Vorschlag über die Erhöhung des Wohnungsgeldzuschusses von maßgebender Seite gemacht werden. So viel steht aber jedenfalls schon heute fest, daß eine durchgängig gleichmäßige Erhöhung nicht in Frage kommen kann. Die Neuregelung wird vielmehr mit einer neuen Ortsklasseneinteilung verbunden werden müssen, und die Folge hiervon muß sein, daß die Erhöhung in den einzelnen Orten sich ganz verschieden gestaltet. Auch die weitere Mitteilung, daß Erziehungsbeihilfen für jedes Kind im Alter von 6—21 Jahren je nach 1/15 des Gehalts in Aussicht genommen seien, stellt sich, der „Kreuzztg." zufolge, lediglich als ein Fühler dar.
Der Verband Deutscher Poft- und Tele- graphen-Asftftenten ist am Donnerslag in Berlin zu seinem 17. Verbandstag zusammenLetreten. Es waren Dele
Sumsing den 14. September
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gierte aus sämtlichen 41 Oberpostbirektionen des Reichspostgebietes entsandt. Der vorgelegie Geschäftsbericht läßt das andauernde Wachsen und die überaus günstige Entwicklung des Verbandes erkennen. Bei einem Mitgliederzuwachs von 4129 in der Zeit vom 1. Januar bis Ende August beträgt die Mitgliederzahl heute 33 100. Dementsprechend ist auch daS Verbandsvermögen, das sich einer vorzüglichen Verwaltung erfreut, auf rund 990 000 Mark gestiegen; unter Hinzurechnung der Sondervermögen der Bezirks- und der Ortsvereine beläuft sich das Gesamtvermögen des Verbandes auf annähernd 1,1 Million Mark. Von diesem Vermögen entfallen auf die Sterbekasse 710000 Mark, auf die Fürsorgekasse 137 000 Mark. Bemerkenswert für den gesnnden sozialen Geist, der in der Mitgliederschaft herrscht, verdient hervorgehoben zu werden, daß eine aus Anlaß der diesjährigen Teuerungszulage veranstaltete Sammlung über 24000 Mark für die Fürsorgekasse ergeben hat.
Die Lage in Marokko.
Tanger, 18. Septbr. Die Zerstörung des Lagers bei Taddert scheint in Marokko und besonders im Gebiete des Schama-Stammes großen Eindruck gemacht zu haben. Von Kap Spartel und der Riffküste wird noch immer ziemlich lebhafter Waffenschmuggel gemeldet, der sogar an Hellen Tagen stattsinden soll.
Paris, 13. Septbr. Die Zerstörung des Lagers von Tabbert, deren moralische Wirkung auf die feindlichen Stämme hier zuerst etwas überschätzt worden war, scheint die Wirren keineswegs beendet zu haben. In den französischen offiziellen Kreisen in Tanger bält man noch mehrere solcher Vorstöße für notwendig, um die Stämme zur Unterwerfung zu zwingen. Wie der „Temps" heute mitteilt, erwägt man darum auch die Frage weiterer Verstärkungen. General Drude müßte in der Lage sein, sich der Kasbah von Mediana zu bemächtigen und bis Dar ber Rechib vorzudringen. Letzteres ist der Knotenpunkt aller wichtigen Straßen und beherrscht somit das ganze Gebiet der rebellischen Stämme. Der Ort liegt jedoch 36 Kilometer von Casablanca entfernt, und es fragt sich, ob General Drude sich mit seiner jetzigen Truppeuzahl so weit ins Innere wagen darf.
Paris, 13. Septbr. Admiral Philibert telegraphiert unter dem 12. d. M., daß das Kanonenboot „Donna de Molina" das Kanonenboot „Don Bazan" vor Casablanca abgelöst hat. — Die Verhandlungen mit den Stämmen der Schaujas und anderer sind in Casablanca wieder ausgenommen worden.
Paris, 13. Septbr. General Drude antwortete auf eine telegraphische Anfrage der französischen Regierung wegen .seines Gesundheitszustandes, daß er sich vollkommen wohl befinde.
Tanger, 13. Septbr. Die Schaujas haben an General Drude Bolen geschickt, die ihre Unterwerfung anbieten sollten. Drude bewilligte einen Waffenstillstand bis morgen Mittag. Wenn die Abgesandten der Schaujas bann nicht eingetroffen sein sollten, würden die Feindseligkeiten gegen sie wieder ausgenommen werden. Außerdem wurde verabredet, daß die Abgesandten von Vertretern der Duchallas, welche die Franzosen ebenfalls angegriffen hatten, begleitet sein sollten. Die einen und die anderen sollten sich nur einstellen, wenn sie die Bedingungen des Generals Drude ohne Einschränkung annehmen.
Tanger, 13. Septbr. Der Kaid Si Aiffa von Abda ist in Marrakesch angekommen, um mit 3000 Reitern zum Sultan Muley Hafid zu stoßen.
London, 13. Septbr. Wie bas Reuiersche Bureau aus Casablanca unter dem 12. ds. Mts. meldet, haben Nachzügler, die sich den Franzosen ergeben hatten, erklärt, die Verluste der Araber beliefen sich gestern auf 300 Tote und viele Verwundete, doch ist dies wahrscheinlich übertrieben. Weiter wird berichtet, daß sich noch zwei Araberlager in der Nähe von Casablanca befinden, gegen die sich wahrscheinlich die nächste Unternehmung richten wird.
Diner.
Angonleme, 12. Septbr. Bei einem Diner, das Kriegsminister P i e q u a r t zu Ehren der fremdländischen Offiziere gab, die an den Manövern teilgenommen hatten, gab er der Achtung der Regierung Ausdruck für die Offiziere und Armeen, welche sie vertreten, und seiner ehrerbietigen Eraebenheit für die hier vertretenen Souveräne und Staatsoberhäupter. Der belgische General Timmermans als Doyen der fremdländischen Offiziere rühmte die Eigenschaften der französischen Soldaten, das Wissen der Offiziere und die Vortrefflichkeit der Ausrüstung. Er dankte namens der fremdländischen Offiziere für den ihnen bereiteten Emvfana
Fernsprechanschlust Nr. 605. 1907
und schloß unter dem Beifalle der anwesenden Ausländ mit einem Toaste auf Kriegsminister Picquart, auf das französische Heer und auf den Präsidenten Fallières. Die Mustl spielte die belgische und die französische Nationalhymne.
Vereins- n. Bergnügnngsnachrichten
für SamStag den 14. September.
Tumgemcinde: Don 2'/.—3-/«Uhr: Knaben-, 8—9: Iugeudabteilung. Turnverein: Vereinsabend im Gasthaus „zur Karthaune".
Gesangverein „Eintracht": Vereinsamend in den „3 Schwanen". Evangelischer Arbeiterverein: Vereinsabend und Mitgliederaufnahm« hn VereinSlokale (Paradeplatz Nr. 1.)
Gesangverein „Fröhlichkeit": Verein? ab end im „Deutschen HauS". Gesangverein „Germania": Vereinsabend im „Löwengärtchen". Gesangverein „Melomania": Dereinsabend in der „Karthaune". Gesangverein „Sumset": Dereinsabend in der „Stadt Bremen". Gesangverein „Tonblütbe": Dereinsabend in der „Stadt Bremen". Evang. Männer- u. IünglingSverein: Unterhaltung (Ev. BereinshmM. Vergnügungs-Verein „Germania": Dereinsabend im „gr. Kurfürsten > Vergnügungsgesellschaft „Fidelio": Dereinsabend „zum Anker. Kasino „Eintracht": Vereinsabend „zum Brauüübll".
Verein „Einigkeit": Vereinsabend in der „grossen Krone". Verein „Fidelitas": Dereinsabend in der „Karthaune".
Klub „Eameratia": Klubabend im großen Kurfürsten". Gesellige Verbindung „Arminia": Klubabend in der „Stadt Bremen" Gesellige Verbindung „Hanovia": Klubabend im „Bernhardseck". Gejellige Verbindung „Melitta": */il0 Uhr: Versammlung im GasthMt» „zur goldmen Gerste".
Verein „Frohsinn 1903": Vereinsabend im „Grafen Philipp Ludwig" Erster Alhleten-Verei.r: Vereinsabend auf Beck's Felsenkeller. Fußballklub „Mrlitia": Klubabend im „Restaurant Weismantel". Radfahrer-Verein 1898: Dereinsabend „zur deutschen Eiche". Radsport „Adler": Dereinsabend im „Schützenhof". Radfahrer-Verein „Union": Vereinsabend im „Wilhelmseck". Kegelklub „Nachtschwärmer": Gasthaus „zur guten Quelle". Gesellig« Verbindung „Hasfonia": Dereinsabend im „großen Kurfürsten • Klub „Friendship": Klubabend im Restaurant „zum Neubau". Kegelklub „Neuntoter": Abends 9 Uhr: Kegeln im „Löwengärtchen". Klub „Concordia": Klubabend in der Brauerei Weismantel. Gesellige Verbindung „Patria": BerbindungSabend im „Ratskeller". Humoristischer Musikverein „Germania": Vereinsabend „zum Sandhoff. Gesellschaft „Lustig Kippe": Zusammenkunft „zur goldenen Rebe". Vergnügungsverein „Edelweiß": Vereinsabend im „goldenen Anker". Christl. Hilfsarbeiter-Verband: Abends 9 Uhr: Kassenabend im „Braustüb^ Akademieschüler-Vereinigung: Vereinsabend im „Löwengärtchen".
Fußballklub „Kickers 1907": Vereinsabend im „Nordend". für Sonntag den 15. September.
Tischgesellschaft im „Nürnberger Hof": Von 11—1 Uhr: UebungSstMlde, Lokomotivführer-Verein: Vormittags von 11—12 Uhr: Zusammenkunst im Vereinslokal („Centralhalle").
Gesellige Verbindung „Melitia": V»12 Uhr: Frühschoppen im GasthmE »zur goldenen Gerste".
Feuchtes-Eck: Gasthaus „zur guten Quelle".
Hanauer Fußballklub „Melitta": Nachmittags 2 Uhr: UebitnzSspiel auf dem Exerzierplatz.
Hanauer Fußballklub „Viktoria" 1894: Nachmittags 8 Uhr: Uebmtgs spiel auf seinem Sportplatz an der Leipzigerstraße.
Erster Hanauer Fußballklub 1893: Nachmittags 8 Uhr: UebuugSspiel auf seinem Sportplatz an der „Schönen Aussicht".
KornhauS Hanau: Nachmittags 8'/, Uhr: Generalversammlung im Gast haus „zur Sonne".
Guttempler-Loge zur Höhe, Paradeplatz 1: Abends: Freie Zusammenkimst. Gäste willkommen.
Kathol. Arbeiterverein: Abends 8 Uhr: Zusammenkunft im Bereiuslokal „zum Braustüb'l".
Barometerstand
12 Uhr am 18., 9. 14./9.
Sehr trocken
Beständig
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Veränderlich
Regen (Wind)
Viel Regen 7*0-°=^
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Patent-Erteilungen.
Nr. 189 903. Magnetinduktor mit Polanker. H -rk mann & Braun Äkt. - Ges. in Frankfurt q. M.- Bockenheim, vom 25. Oktober 1906 ab. — H. 89 059, Kl. 21b.
Nr. 190 136. Vorrichtung zum Behandeln vonTexiilgut mit Flüssigkeiten unter Verwendung einer Flüsfigkeitsvumpt und eines Steuerzylinders zur Umkehr des Flüssigkeitslaufch. Ernst Tobler in Hersfeld, vom 3. April 1906 ab. — 11 137. Kl. 8a.