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Samstag den 7. September 1907

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Die Verluste der deutschen Kolonie in Casablanca.

Als Vertreter der deutschen Kolonie von Casablanca waren die Herren Opitz, Mannesmann und Eicke am^ Mitt­woch im Auswärtigen Amt erschienen, um dem Staats­sekretär v. Tschirschky eine Denkschrift über die Vorgänge in Casablanca und die dabei erlittenen Schäden zu über­reichen. Nach der glaubwürdigen Darstellung unserer Lands­leute ist die Landung französischer Truppen am 5. August in Casablanca voreilig und unbesonnen ins Merk gesetzt worden.

Die maurischen Behörden hatten alsbald nach dem Mord an den französischen Bahnarbeitern eine Anzahl Verdächtiger verhaftet und Gesindel aus der Stadt entfernt. Infolge­dessen hatte sich die Lage insoweit beruhigt, daß die fremden Kaufleute wieder ihren Geschäften nachgehen sonnten; Des­halb protestierten auch die konsularischen Vertreter, mit Aus­nahme des französischen, gegen die Absicht des Komman­danten des kleinen Kreuzers Galilöe, eine kleine Truppen­macht zu landen. In der Nacht zum 5. August wurde je- boch angekündigt, daß ein Geschwader im Hafen erscheinen und imposante Kräfte an Land gehen sollten. Zu der fest­gesetzten LandungsZeit, früh 5 Uhr, war jedoch das Geschwader noch nicht da, und es wurden nur 75 Mann an Land gesetzt. Diese geringe Macht wirkte provokatorisch auf die einge­borene Bevölkerung, und deren Wut vergrößerte sich, als die gelandeten Mannschaften die maurischen Schutzwachen der Konsulate niedermachten. Dann ging das Morden und Plündern los. Casablanca zählt 4Ö0ÖÖ Einwohner. Hätte man bis zur Ankunft des Geschwaders gewartet und dann eine größere Truppenzahl gelandet, so wäre die Besetzung der Stadt wahrscheinlich ohne großes Blutvergießen und ohne Verwüstung der fremden Kaufhäuser vor sich gegangen.

Ebenso große Verluste wie die deutschen haben auch die englischen Kaufleute erlitten. Daß dafür Ersatz zu leisten ist, steht außer Zweifel. Nicht so klar liegt die Frage, wer Ersatz zu leisten hat, die Marokkaner oder die Franzosen. Denn das Einschreiten der letzteren, um für begangene Mord­taten Sühne zu erlangen, war an und für sich berechtigt, und ein Anspruch gegen Frankreich könnte sich nur auf die Art des Vorgehends gründen. Ob aber eine völkerrechtlich zulässige militärische Operation mehr oder weniger geschickt ausgeführt wird, kann nicht ohne weiteres einen Unterschied in der rechtlichen Verpflichtung begründen. Soweit der Schaden etwa durch Plündern französischer Fremdenlegionäre entstanden ist, liegt unzweifelhaft eine Haftbarkeit Frank­reichs vor.

Selbstverständlich wird von der deutschen Regierung alles geschehen müssen, um für den Schaden deutscher Staats­angehöriger Ersatz zu schaffen. Nach Pariser Zeitungsstimmen scheint die ftanzösifche Regierung bereit zu sein, Schadener­satz zu leisten. Dabei spielt jedoch das politische Motiv, mit als Verwalter marokkanischer Angelegenheiten aufzutreten, eine Rolle, die wir, solange die Algesirasakte besteht, nicht anerkennen. Ergibt sich bei genauer Prüfung ein Rechtsan- spruch gegen Frankreich, so wird dieser auch gellend gemacht werden. Andernfalls werden die Schäden unserer Landsleute auf das Konto unserer Ansprüche in und gegen Marokko zu setzen sein.

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Wochenbericht der Berliner Produktenbörse. Die am 4. September beendete Berichtswoche hat in ihrer letzten Hälfte wieder enorme Preissteigerungen unseres heimischen Getreides gebracht. Während in den ersten Tagen

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Dit tijitii Nachrichten ans HM Island sAdsee).

Zwischen den Sankt Matthias-Inseln und dem Nordkap von Neumecklenburg liegt, gleichfalls zu den deutschen Süd­seeschutzgebieten gehörend, Squally Island (Stürmische Insel), oder wie sie nach dem von ihrem Entdecker, dem englischen Leutnant King gegebenen Namen, der sie nach dem da­maligen Befehlshaber der englischen Marinesoldaten, Watkin Tench benannte, Tenchinsel heißt. Wohl als erstem Weißen ist es unserem bekannten Südseeforscher R. Parkinson ge­lungen, mit den Bewohnern der Tenchinsel in Verkehr zu treten. In seinem soeben erscheinenden WerkeDreißig Jahre in der Südsee" *) erzählt Parkinson ausführlich seinen ersten Besuch auf Squally Island (Tenchinsel) und gibt uns damit die ersten Nachrichten über das Land und seine Bewohner. Mit Erlaubnis der Verlagsbuchhandlung Strecker & Schröder in Stuttgart entnehmen wir die nachstehenden interessanten Ausführungen diesem Standard Work unserer Kolonial- literatur:

Das auf den Karten als Squally Island verzeichnete Land besteht in dieser Gestalt nicht. Die Insel liegt nach einer Ortsbestimmung unter 150° 38' östlicher Länge und 1° 48' südlicher Breite und ist eine kleine, gehobene Korallen­insel, nicht über 150 Hektar groß; sie ist auf allen Seiten von Riffen umgeben und mit Wald bedeckt, in welchem hie

Dreißig Jahre in der Südsee. Land und Leute, Sittenund Gebräuche im Bismarckarchipel und auf den deutschen Salomoinseln. Von R. Parkinson. Herausgegeben von Dr. B. Ankermann, Di­rektorialassistent am Königl. Museum für Völkerkunde zu Berlin. Mit 56 Tafeln, gegen 100 Textbildern und Uebersichtskarten. 28 zehn­tägige Lieferungen â 50 Pf. Verlag von Strecker u. Schröder in Stuttgart.

Besonders reich an Abbildungen und Kartenmaterial sind die uns jetzt vorliegenden Lieferungen 1015. Das Werk zeigt sich immer mehr als die erste allgemeine, wirllich grundlegende Beschreibung des Bismarckarchipels. Einem jeden Kolonialfreurde ist es unentbehrlich.

auf etwas günstigere Witterung und einige Zufuhr aus dem Zulande ein Nachlassen der Notierungen erfolgte, erfuhr der Wertstand des Weizens, Roggens und in minderem Grade derjenige des Hafers auf Grund des schlechten Wetters, der Aufwärtsbewegung an den ausländischen Märkten, infolge von Deckungen für eine zahlungsfähige Firma sowie wegen der außerordentlich geringen Bestände eine gewaltige Er­höhung. Der Preis guten lieferfähigen Weizens stellte sich am Berliner Markt im Durchschnitt der zwanzig Jahre von 1887 bis 1906 auf etwa 170 Mk. für die Tonne, der des Roggens auf etwa 140 Mk. Jetzt wird für Weizen 229 Mark und für Roggen 205 Mk. gezahlt. Die Preise unse­rer wichtigsten Brotfrüchte stellen sich also um 59 Mk. bezw. 65 Mk. über den Durchschnitt der letzten zwanzig Jahre. Die Gründe sind in erster Linie in den ganz außerordentlich ungünstigen Witterungsverhältnissen zu suchen. Von Weizen winterte in Deutschland ein erheblicher Teil aus, und die infolgedessen mehr angebaute und auch sich gut entwickelnde Sommerfrucht litt erheblich bei der Ernte durch übermäßige Regenfälle oder ist noch auf dem Felde dem verderblichen Einfluß der übermäßigen Feuchtigkeit ausgesetzt. Infolge der starken Verzögerung der Ernte und des dadurch bedingten Mangels an Zufuhr wurden die Vorräte fast gänzlich auf­gebraucht, während gleichzeitig im Auslande die Preise eben­falls wegen ungünstiger Ernteverhältnisse ganz bedeutend in die Höhe gingen. Bei dem diesjährigen starken Zufuhr­bedarf werden die Weizenpreise bei uns in stärkerem Grade als sonst vom Auslande abhängig sein. Auch in Roggen waren die inländischen Zufuhren lieferbarer Waren wegen der verspäteten Ernte und mangelhafter Beschaffenheit un­genügend, wobei noch als ein die Situation ganz besonders verschärfender Faktor der Umstand hinzu kam, daß vom Aus­lande, insbesondere Rußland, Roggen gar nicht oder nur zu ganz enorm hohen Preisen zu kaufen war. Zudem übten die bei der anhaltenden Nässe sich mehr und mehr verschlech­ternden Aussichten für die Kartoffelernte eine preissteigernde Wirkung aus. Hafer ging anfangs wegen vermehrter Zu­fuhren und Angebote aus dem Julande im Preise zurück, hob sich dann aber wieder noch über die Schlußpreise der vorigen Woche hinaus im Anschluß an Brotgetreide sowie wegen der großen Bestandsverminderuug, welche sich am 31. d. Mts. ergab. Mais war dem Markte reichlich zugeführt und stellte sich daher im Gegensatz zu der sonstigen Haltung des Marktes niedriger. Die Preise für Lieferung im Sep­tember waren schließlich die folgenden: Weizen 229,00 Mk., Roggen 204,50 Mk., Hafer 176,75 Mk., Mais 142,50 Mk.

Preise des städtischen Schlachtvieh-Marktes. T. Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlacht­wertes, höchstens 7 Jahre alt 81 bis 84 Mk., b) junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 70 bis 76 Mk., c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 65 bis 68 Mk., d) gering genährte jeden Alters 6064 Mk. II. Bullen: a) vollfleischige, höchsten Schlachtwertes 72 bis 75 Mk., b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 65 bis 71 Mk., c) gering genährte 60 bis 64 Mk. III. Kühe: a) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes, höchstens 7 Jahre alt, 70 bis 72 Mk., b) ältere ausgemästete Kühe und weniger gut entwickelte jüngere Kühe 66 bis 68 Mk., c) mäßig genährte Kühe 60 bis 65 Mk., d) gering genährte Kühe 55 bis 58 Mk. IV. Kälber: a) feinste Mastkälber und beste Saugkälber 83 bis 87 Mk., b) mittlere Mastkälber und gute Saugkälber 78 bis 82 Mk., und da einige Kokosnußpalmen sichtbar sind. Als wir uns der kleinen Insel näherten, kamen uns einige kleine, sehr primitiv gehaltene Kanoes entgegen; es gelang uns jedoch nicht, die Insassen zu bewegen, längsseits anzulegen. Ihre Habgier ließ sie aber so weit ihre Furcht vergessen, daß sie sich hinreichend weit näherten, um uns auf einer langen Stange einen geflochtenen Korb zu reichen, der die Bestim­mung hatte, etwaige Geschenke aufzunehmen. Dabei zitterten die Leute am ganzen Leibe und schienen ihre Furcht durch lautes Sprechen und Zurufen verbergen zu wollen. Leider war uns kein Wort verständlich; weder die Sankt Matthias- Leute noch die an Bord befindlichen Eingeborenen aus Neu­mecklenburg und Neuhannover verstanden auch nur eine Silbe von der Sprache. Dieselbe war sehr reich an Vokalen und fast jeder Satz endete mit einem langausgezogenen ma oder ha, welches meinen eingeborenen Begleitern eine Quelle großen Vergnügens zu sein schien. Wir mußten in der Nacht vor der Insel beidrehen und konnten erst am folgenden Morgen landen. Zahlreiche Fackeln auf dem Strandriff verrieten während der Nacht, daß die Eingeborenen eifrige Fischer sind. Am folgenden Morgen kamen uns abermals die Kanoes entgegen, als ich jedoch beide Boote zu Wasser ließ und dem Strande zuruderte, folgte man in einiger Ent­fernung. Am Strande hatte sich die ganze Bevölkerung ver­sammelt, im ganzen etwa 150 Seelen, und es war augen­scheinlich, daß man feindlich gestimmt war. Auf dem Riff stand eine ganze Reihe besonders kampfesmutiger Helden, die in der Hand lange Lanzen wurfbereit hielten, dahinter hatte sich die übrige Bevölkerung aufgestellt, teils mit Holzknütteln bewaffnet, teils Geröllstücke in den Händen haltend, sogar Weiber und Knaben hatten sich damit bewaffnet. Da es mir darum zu tun war, auf jeden Fall einen feindlichen Zu­sammenstoß zu vermeiden, so legte ich mich zunächst aufs Parlamentären. Solches ist nun nicht gerade eine leichte Sache, wenn beide Parteien auch nicht die geringste Kennt­nis der beiderseitigen Sprachen haben, aber ein vorgezeigtes Messer, eine bunte Perlenschnur oder ein Streifen rotes Baumwollenzeug ersetzt in solchen Fällen alle Sprachkennt­nis. Ueber eine Stunde lag dauerte dieser Annäherungs­versuch. Bald trieb die Habgier den einen, bald den anderen

c) geringe Saugkälber 58 bis 68 Mk., d) ältere, germa genährte Kälber 58 bis 63 Mk. V. Schafe: a) Mastlämme? und jüngere Masthammel 85 bis 88 Mk., b) ältere Mast« Hammel 78 bis 82 Mk., c) mäßig genährte Hammel und Schafe 59 bis 64 Mk. VI. Schweine: a) vollfleischige^ kernige Schweine feinerer Rassen und deren Kreuzungen von höchstens 11/4 Jahren 64 Mk., b) fleischige 61 bis 63 Mk., c) gering entwickelte 58 bis 60 Mk., d) Sauen 58 Mk.

Randel, Gewerbe und Verkehr.

Korrkursstatistik. Nach der vorläufigen Mitteilung des Kaiserlichen Statistischen Amts zur Konkursstatistik gelangten im 2. Vierteljahr 1907 im Deutschen Reich 2630 neue Kon­kurse zur Zählung, gegen 2305 im 2. Vierteljahr 1906. Es wurden 445 Anträge auf Konkurseröffnung wegen Mangels eines auch nur die Kosten des Verfahrens deckenden Masse- betrages abgewiesen und 2185 Konkursverfahren eröffnet; von letzteren hatte in 1362 Fällen ausschließlich der Gemein­schuldner die Konkurseröffnung beantragt. Beendet wurden im 2. Vierteljahr 1907: 1907 (im 2. Vierteljahr 1906: 1966) Konkursverfahren und zwar durch Schlußverteilung 1274, durch Zwangsvergleich 440, infolge allgemeiner Einwilligung 38 und wegen Massemangels 155. In 787 beendeten Kon­kursverfahren war ein Gläubigerausschuß bestellt.

Von den 2630 neuen und den 1907 beendeten

Konkursverfahren b etrafen : natürliche Personen . , 1936 1554

Nachlässe ...... 487 243 Handelsgesellschaften. . 114 81 Genossenschaften ... 24 6 and. Gemeinschuldner . 69 . 23

Hus aller Mell.

Werden Neiterattacken für die Kriege der Zukunft noch in Betracht kommen? Zu dieser seit längerer Zeit im Vordergrund des Interesses stehenden Frage nimmt in beachtenswerter Weise Hauptmann v. d. Planitz Stellung in seiner auf eingehenden geschichtlichen Forschungen aufgebauten Abhandlung über die Tiere im Dienste der Kriegführung, die einen hochinteressanten und an ausgesuchten Illustrationen reichen Abschnitt in dem Krämerschen illustrierten populär­wissenschaftlichen MonumentalwerkeDer Mensch und die Erde" (Deutsches Verlagshaus Bong & Co., Berlin W., Lieferung 60 Pfg.) bildet. Mit der tiefgreifenden Gründlich­keit und exakten Gewissenhaftigkeit, mit denen inDer Mensch und die Erde" alle einschlägigen Darstellungsgebiete behandelt werden, unterwirft auch v. d. Planitz jene Frage seiner Prüfung und kommt zu einem Resultat, das dem Pferde in der Kriegsführung trotz Automobil, Fahrrad und Luft­ballon eine hochwichtige Rolle für die Zukunft zuweist. Im übrigen bildet diese Abhandlung gewissermaßen den Abschluß eines bedeutsamen Kapitels in dem Krämerschen Werke: nachdem bisher in fesselnden Kapiteln die Verbreitung der Säugetiere, die Haustiere als menschlicher KulturerweiH, die Entwickelung der Jagd, die Tiere als Feinde der Kultur und die Tiere in Verkehr, Sport und Kriegführung geschildert worden sind, wendet sich der Darstellungsgang des Werkes nunmehr der wissenschaftlichen Erforschung des Tie^körpers und seiner Ausnutzung zu und leitet damit zu Stoffgebieten hinüber, die auf ein um so stärkeres Interesse rechnen dürfen, als hier Fragen berührt werden, die für jeden einzelnen von uns von einschneidendster Bedeutung sind. So erfüllt das Krämersche Werk auch nach dieser Richtung hin alle An­forderungen: von Stufe zu Stufe fortschreitend enthüllt es stets neue Gesichtspunkte und wirft neue Fragen auf, die BgssiswaBms^a^aaM!!!^ iniiittii««

an mein Boot heran, und jedevnal kehrte er mit einem Ge­schenk zurück, das allgemeine Bewunderung erregte. Schließ­lich konnte ich annehmen, daß man sich von unserer Unge- fährlichkeit überzeugt hatte und ließ nun beide Boote durch die Brandung an den Strand gehen. Sofort waren wir umringt und und die Habgier der einzelnen mußte befriedigt werden. Dadurch war man anscheinend friedfertiger ge­worden, die tapferen Lanzenträger legten ihre Waffen nieder, den Steinwerfern nahm ich ihre Geschosse ab, und allmählich wurde eine Art bewaffnete Neutralität hergestellt. Mit einer bewaffneten Bedeckung von vier Eingeborenen und einem Weißen konnte ich nun schon ein weiteres rochen; Ich hatte am Morgen beobachtet, daß die Eingeborenen alle aus einer Richtung kamen, und dort das Dors vermutend, schickte ich mich an, dasselbe aufzusuchett. Vorerst hielt ich es jedoch für geraten, den Insulanern eine kleine Schieß­probe vorzuführen, und feuerte einige Schüsse auf einen am Strande liegenden angetriebenen Baumstamm ab. Bei jedem Schuß duckte sich das ganze Volk wie auf Kommando, die Probe war jedoch von Erfolg, denn als ich nun nach dem Dorfe aufbrach, folgte mir der ganze Haufe in respektvoller Entfernung. Nach einem Marsch von etwa zehn Minuten erreichte ich das Dorf. Dieses liegt hinter einem Streifen von Gebüsch und Bäumen dicht am Strande und bildet eine lange Straße mit den Hütten der Eingeborenen an beiden Seiten. Die Hütten waren sehr primitiv und bestanden aus auf dem Boden ruhenden blattbedeckten Dächern, unter denen die Schlafpritschen der Eigentümer angebracht waren. Neben diesen Wohnhütten waren jedoch auch zahlreiche kleinere Ge­bäude vorhanden, welche zur Aufbewahrung von Nahrungs­mitteln dienten; diese waren auf vier mannshohen Pandanus­pfählen errichtet, etwa 2 bis 3 Meter lang und 1 bis IV» Meter breit. Die Dächer bestanden aus Pandanus­matten. Die Pfähle waren mit Pandanusblättern umwickelt, deren Glätte verhinderte, daß die auf der Insel zahlreich vorkommenden Ratten die Aufbewahrungsräume heimsuchen könnten. Aehnliche Hütten sind aus Matty und Durour wie aus den Palauinseln bekannt. Fisch gerät in ziemlicher Anzahl, Senknetze, Handnetze und Hamen waren in großer Anzahl vorhanden, sonst enthielten die Häuser