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Mittwoch den 4. September
M, 206 F<r«kprechanschl»k Nr. 605.
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Erscheint täglich mit Ausnahme der SZem- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Unter den Schweinen zu Marköbel ist die Schweineseuche erloschen.
Hanau den 2. September 1907.
Der Königliche Landrat.
9014 I. A.: Conrad, Kreissekretär.
Aerrrsprechanschkch Nr. 005t 1907
vez«âSprettr
«MchiihrNch 1,80 Mk., monatlich 60 Pfg., für vÄckgr Adonneuten mit dem betreffenden Poft«usicht«S- Sie chrzel» Nummer kostet 10 Wz.
Amtliches.
Eandkreis Fjanau. $t!mtiu$iigti des Liiißlißei Lnvlts«»ts.
Unter den Schweinen zu Ostheim ist die Schweineseuche erloschen.
Hanau den 2. September 1907.
Der Königliche Landrat.
V 8061 I. A.: Conrad, Kreissekretär.
Die Herren Bürgermeister ersuche ich, die Vorstände derjenigen Viehversicherungsvereine, deren Geschäftsjahr in die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni fällt, aufzufordern, den fälligen Jahresbericht in dreifacher Ausfertigung binnen 8 Tagen einzureichen.
Bei Aufstellung der Jahresberichte find meine Verfügung vom 19. Februar 1906 — V Nr. 981 — (Nr. 3 der Amtlichen Beilage) und die zu den vorjährigen Jahresberichten im Einzelfalle gemachten Bemerkungen genau zu berücksichtigen.
Hanau den 3. September 1907»
Der Königliche Landrat.
V 9025 I. A.: Conrad, Kreissekretär.
Zwangsversteigerung.
Zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft, die in Ansehung des in Hanau belegenen, im Grundbuche von da Band 6 Art. 339 a zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen der EhrfvNU des Keiten- fabrikanten Julius Stark, Bertha geb. Jeckel, daselbst eingetragenen Grundstücks:
Kartenblatt 0 Parz. 200, Gärtnerstraße Nr. 87, Wohnhaus mit kleinem Anbau links und Hofraum — 46 qm,
— Gebäudesteuernutzungswert 240 Mk. — — Grundsteuermutterrolle Art. 1674, Gebäudesteuerrolle Nr. 90 —
besteht, soll dieses Grundstück
am 8. November 1907, vormittags lO^i Uhr, durch das unterzeichnete Gericht — an der Gerichtsstelle — Zimmer Nr. 14 — versteigert werden.
Hanau den 27. August 1907.
Königliches Amtsgericht. 2
17985
Hus Hanau Stadt und Eand.
Hanau, 4. September.
L. Die Herbstübungen des 18. Armeekorps. Friedberg und seine Umgebung steht seit heute unter dem Zeichen des Mars, fast die ganze 49. Infanterie - Brigade mit der dazu gehörigen Kavallerie, Artillerie rc. liegt hier. In Friedberg selbst haben der Brigadekommandeur v. Hartmann , der Kommandeur der 25. Feldartillerie - Brigade v. Nieder und die Stäbe mehrerer Regimenter, bezw. Abteilungen Quartier bezogen und sie bleiben hier bis zum IL September. Dies ist gewiß ein Zeichen, daß sich daS Manöver hier abspielt. Zum Empfang des Großherzogs, der am 8. Septbr. in Friedberg eintrifft und auf eine Woche hier bleibt, werden int Schloß Vorbereitungen getroffen. Er wird von hier aus an dem Divisionsmanöver der hessischen Division teilnehmen, das sich zwischen Friedberg und Hungen abspielt. Friedberg und die umliegenden Orte erhalten in den nächsten Tagen Massenquartiere. Friedberg selbst erhält nächsten Samstag und Sonntag nahezu 8000 Mann, so z. B. das ganze Regiment Kaiser Wilhelm in Gießen und eine Abteilung 25er Artillerie, am Montag kommen nach Friedberg das ganze Regiment Nr. 115 aus Darmstadt, dazu die Stäbe der Brigade, 24er Dragoner und 25er Artillerie, rund 3000 Mann in Massenquartiere. Während der Divifionsmanöver finden zwischen Hungen, Nidda und Echzell große Biwacks statt. Die Infanterie-Regimenter 115 und 116 haben am 12. und 13. Septbr. Biwack, die 168er ebenfalls am 13. Septbr. Große Proviantämter sind deshalb errichtet bei Berstadt, Hungen, Ranstadt, Büdingen. Die 25. Feldartillerie-Brigade hatte verflossene Nacht von nachmittags bis heute früh 7 Uhr Nachtgefecht bei Assenheim, Ilbenstadt und Bruchenbrücken, es aalt die Uebergänge über die Wetter und
General-Anzeiger
MN Organ fit SUM* uiti Mittels Ina«.
Nidda zu verteidigen. Unter strömendem Regen wurde das Gefecht zu Ende geführt. Die 21. Feldartillerie - Brigade (27er und 63er Frankfurt) exerziert zwischen Gedern, Nieder» seemen, Hirzenhain, morgen beginnt ihr Scharfschießen am Hohle Berg, Petersberg und Orlesberg. Die 42. Infanterie- Brigade (80er, 81er und 166er) hatte heute Besichtigung durch General v. Eichhorn, zwischen Nidder- und Seemental, bei Lindheim und Stockheim. Das ganze Regiment Nr. 115 marschierte heute nach einem Gefecht mit den 116ern und 168ern am Galgenberg bei Steinfurth durch Friedberg, um in um Rodheim und Ilbenstadt Quartier zu beziehen. Die 116er rückten nach Butzbach, die 168er nach Friedberg, Hungen und Utphe. Auch die Kavallerie - Regimenter find im Manövergelände eingetroffen und am Freitag, wenn noch die 50. Infanterie-Brigade (117er und 118er) bei Büdesheim und Heldenbergen angekommen ist, wird das ganze 18. Armeekorps in der Wetterau und dem südwestlichen Vogelsberg konzentriert sein.
* Mark-nkonsumverein imd Bäckermeister. Der Vorstand des Markenkonsumvereins gibt bekannt, daß 13 Bäckermeister als Kontrahenten des Markenkonsumvereins angenommen worden sind und für ihn der Bäckcrstreik beendet ist.
* Vsm deutschen Turnfest. Unter dem Vorsitz von Direktor E. Keller tagte der Empfangs- und Verkehrsausschuß des deutschen Turnfestes in Frankfurt. Die Vorstandswahl ergab für dir Leitung des Fachausschusses außer dem bereits gewählten ersten Vorsitzenden als stellvertretenden Vorsitzenden Stadtrat Hin, als ersten und zweiten Schriftführer Direktor Maser - Leonhard und Ferd. Groß. Der Fachausschuß gliedert sich in drei Unterausschüsse, und zwar: 1. Empfang auf den Bahnhöfen, 2. Post und Telegraph, 3. Besuch der Sehenswürdigkeiten. Außerdem ist beabsichtigt, einige Auskunftsstellen in der Stadt zu errichten. Auch die Frage der Schaffung eines billigen Trambahnabonnements für die fremden Turner gehört zu den Aufgaben dieses Ausschusses. Für den Besuch der Sehenswürdigkeiten kommen in Betracht: Kaisersaal, Historisches Museum, Völkermuseum, Stadtbibliothek, Senckenbergianum, Städtisches Kunstinstitut, Goethe-Haus, Kunstverein, Zoologischer Garten, Palmengarten. Mit all diesen Instituten werden Verhandlungen angebahnt werden wegen freien Eintritts.
* Das neue Senckerrbsrgische Museum in Frankfurt wird am 13. Oktober mit einer größeren Festlichkeit eingeweiht. Vormittags 11 Uhr ist im Lichthofe des Museums, Viktoria-Allee 7, akademische Feier, bei der der Direktor des Museums, Dr. Römer, die Festrede hält. Den Schluß der Feier bildet ein Festmahl im Palmengarten.
* Komödianten-Eleud. Im Frankfurter Viktoria- Theater, einem kleinen Varietè in der Großen Gallusgasse, spielte seit zwei Monaten Direktor Henß aus Hanau. Er hat nun ausgespielt, nachdem er am Samstag seiner Truppe die Gage schuldig geblieben ist, die horrende Monatsgage von dreihundert Mark für acht Personen. Nach Schluß der Vor
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Vom städtischen Megehaits,
aus unserer gestrigen Notiz hervorgeht, fertiggestellt des Gebäudes folgen, was den in der Ferne woLneudv
und bezogen worden ist, haben wir eine Beschreibung der Interessenten gewiß recht willkommen sein wird.
das, wie
stellung, als sich Herr Direktor Henß für zahlungsunfähig erklärte, gab es sehr erregte Szenen. Mitleidig» Zuschauer veranstalteten für die armen Künstler eine Tellersammlung, so daß sie wenigstens ein paar Pfennig» hatten und der Wirt des Lokals, Herr Schott, gab ihnen bereitwilligst Unterkunft und stellte ihnen für die nächste Zeit sein Lokal zur Verfügung. Seit Sonntag spielt das direktor- und brotlose Personal nun auf eigene Rechnung, es hat sich noch um zwei Köpfe vermehrt. Der Herr Direktor hatte nämlich per 1. September ein Ehepaar aus München engagiert. DaS traf nun am Sonntag morgen mit einem Barbestand von zwei Pfennigen in Frankfurt ein und hörte da die traurige Kunde von dem Ende der Direktion Henß. Zu den Leidtragenden gehört noch eine Reihe kleiner Geschäftsleute, Tapezierer und Buchdrucker, dann der Wirt, der dem Direktor zweihundert Mark vorgeschossen hatte. Das Personal hat zwar beim Gewerbegericht Klage eingereicht, und auch sein Recht bekommen, aber kein Geld.
* Stiftuugsfest — Herrenabend. Die diesjährig» Wintersaison verspricht nach den Voranzeigen der einzelnen Gesangvereine zu urteilen in konzertlicher Beziehung quantitativ ebenso wie qualitativ überaus gut abzuschneiden. Mit der Veranstaltung eines Herrenabends tritt am 19. Oktober der Gesangverein „Fröhlichkeit" auf den Plan und sind wir überzeugt, daß auch dieser Abend seine Zugkraft nicht verfehlen wird, denn der Verein verfügt über gutgeschultes unter tüchtiger Leitung stehendes Stimmenmaterial, dessen beachtenswerte Leistungen wir des öfteren Gelegenheit hatten, an dieser Stelle zu registrieren. Neben gutgewählten volkstümlichen Chören wird sich die Sängerschar auch auf schwierigerem Gebiet versuchen. Der instrumentale Teil liegt in gutbewährten Händen. Ebenso wird auch auf humoristischem Gebiete, das an einem Herrenabend, nicht fehlen darf, nur Gutes geboten werden. Die Liste wird in den nächsten Tagen in Umlauf gesetzt werden.
* Blütenftor im Frankfurter Palmengarten. In schönem Schmuck zeigen sich dem Besucher stets die Schauräume des Palmengartens, immer neues Material wird herbeigebracht und in gefälliger Anordnung aufgestellt. Ueberall freundliche Bilder, sei es nun, daß die Häuser mit Blutenpflanzen oder mit Blattgewächsen besetzt sind, die in entsprechender Gruppierung ihre Reize darbieten. Schon ein flüchtiger Blick belehrt uns über die Mannigfaltigkeit des Bestandes, man sieht die reizenden gefleckten Sydaea, die angenehme Blüten der Drehfrucht, Streptocarpus in Haus 1, schön gezeichnete Sonerillen aus Bertolonien in Haus 2, die bunten Caladien aus Coleus in Haus 3. In dem Wasser- Pflanzenhaus nimmt neben der Victoria regia die herrliche blaue Nymphaea gigantea besonderes Interesse in Anspruch, auch die hochaufstrebenden Lotus, die Reispflanzen, die reichlich Frucht tragen, die schwertförmigen Schoten der tropischen Canavalia verdienen besonders hervorgehoben zu werden. Die Kakteensammlung in Haus 6 wird immer stark besucht, man freut sich der eigentümlichen Gestalten und Formen. Angenehm wirken die Blüten der Fuchsten in Haus 7, Lilien, Canna vervollständigen den Flor, an der Wand schlingt sich die violette Bougainvillea, ebenso farbenreich st das Bild in Haus 8, wo Gladiolen, Tuberrosen, Petunien
inneren Einrichtung gebracht, heute lassen wir eine Abbildung