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entlassen, der mittels Nachschlüssels 80 Mk.' aus der Armenfasse entwendet hatte. Nunmehr werden schon drei Stellen unserer städtischen Verwaltung durch Beamte der Kgl. Regierung kommissarisch verwaltet, und zwar die Bürgermeister- stelle, der Posten des Rentmeisters und nunmehr derjenige des Steuersekreturs. Bürgermeister Brüning hat vor etwa :; Wochen aus höhere Anordnung hin sein Pensionsgesuch eingereicht, das auch genehmigt wurde. Der Stadt erwachsen durch die vielen Vertretungs- und Revisionskosten ganz gewaltige Auslagen; dabei werden bereits 260 Prozent Kommunalzuschlag erhoben.
Pestverdächlige Ratten. Nach einer Mitteilung der Polizeibehörde in Hamburg wurden an Bord des von Rosario eingetroffenen englischen Dampfers „Ashmore" pestverdächtige Ratten gefunden. Tas Schiff wird der Ausgasung mit einem RattentötungZapparat unterzogen. Die Weiterlöschung wird demnächst unter den üblichen Vorsichtsmaßregeln gestattet. Menschen sind nicht erkrankt.
Unfall eines englischen Kriegsschiffes. Wie ein Telegramm aus Devonport meldet, traf dort das Linienschiff Commonwealth mit schwerem Leck ein. Das Schiff war beim Einlaufen in den Hafen non- Lamlash auf Grund geraten. Die Platten der Panzerung sind in beträchtlichem Umfange emgedrückk
Lustmord. In Erle-Mibdelich bei Gelsenkirchen wurde ■ in einem Neubau bei der Zeche Graf Bismarck die 40 Jahre alte Ehefrau Groth erdrosselt aufgefunden. Der Hals war mit einem Lederriemen umschnürt, die Kleidung zerrissen. Anscheinend liegt Lustmord vor. Mehrere Verdächtige wurden bereits verhaftet.
HaferdlebMhle. Das Landgericht Dresden verurteilte den Proviantamtsaufseher König vom Pimaer Artillerie- Regiment wegen im Verlaufe langer Jahre ausgeführter Haferdiebstähle zu 16 Monaten, den Wachtmeister Sachs« zu 10 Monaten Gefängnis und Degradation.
Beurteilung von Kurpfuschern.
Bochum. In den Jahren 1908 und 1904 bereiste der Manufakturist Theodor Prost als Wunderdoktor Westfalen und Rheinland. Er suchte kranke Frauen auf, denen er zu hohen Preisen ein „Medikament" aufschwätzte. Prost wurde dieserhalb wegen Betruges von dem Schöffengerichte Herne zu einem Jahre Ciesängnis verurteilt. Gegen das Urteil legte er Berufung ein, so daß sich die Strafkammer Bochum mit dem Schwindler Ku beschäftigen hatte. Der Angeklagte verbüßt gegenwärtig eine längere Gefängnisstrafe wegen Urkundenfälschung. Auf seinen Reisen suchte er kranke Frauen ausfindig zu machen, denen gegenüber er sich als Dr. Becker, Assistenzarzt des berühmten Professors N. N., ausgab, und als solcher Vertrauen fand. Prost verkaufte den Frauen Flaschen mit „heilkräftiger Flüssigkeit" für 4,50—8 M. und versprach ihnen volle Heilung in zwei Monaten und vierzehn Tagen. Die Flüssigkeit bestand aus Oel und Jerusalemer Balsam. Ein Dutzend Flaschen erstand der Schwindler in einer Essener Drogerie für 1,50—1,80 Mk. Wohl in den meisten Orten Westfalens und Rheinlands hat „Dr. Becker" seine Wunderkuren ausgeübt, bis er in Vaukau der Polizei in die Hände fiel Die Strafkammer hielt das von dem Schöffengerichte in Ansatz gebrachte Strafmaß für zu milde imb erkannte auf drei Jahre und drei Monate Gefängnis.
Der unter dem Namm „Knochendoktor" bekannte Naturheilkundige Friedr. Wilhelm Diekmann, welcher nach seiner Aussage sich über 40 Jahre mit der Heilung von Knochen- brüchen befaßt und über Tausende von Menschen geheilt haben will, ist im verflossenen Jahre bei der Ehefrau des Kolon Wüllner in Spradow, die ein Schlüsselbein gebrochen £a<te, und der von Dr. Fix in Bünde ein Verband angelegt war, erschienen, hat ohne langes Federlesen den Verband los- geriffen und der Frau einen anderen Verband angelegt, der flber nach bem Gutachten der beiden vernommenen Aerzte so töricht und toll angelegt worden war, daß er der Frau die heftigsten Schmerzen bereitete und den fundamentalsten Grundsätzen der Heilkunde widersprach. Gegen den Angeklagten, der schon zweimal wegen fahrlässiger Körperver- tetzung vorbestraft ist, war wiederum das Strafverfahren tvegen fahrlässiger Körperverletzung eröffnet worden. Er erhielt, da ein strafbares Verschulden festgestellt wurde, eine Geldstrafe von 100 M. eventl. 20 Tage Gefängnis.
Straßburg. Die vom hiesigen Schöffengerichte wegen Betrug» in drei Fällen zu 300 Mk. Geldstrafe verurteilte Heilkundige Ehefrau Dörflinger, geb. Venz in Neudorf hatte sich vor der hiesigen Strafkammer, als Berufungsgericht, zu verantworten. Die Staaatsanwaltschaft sah sich veranlaßt, <wegen des Strafmaßes ebenfalls Berufung gegen das schössen- gerichtliche Urteil einzulegen. Während" die Dörflinger in Kren früheren Zeitungsannoncen die Behauptung ausgestellt hatte, daß sie im Stande sei, alle Krankheiten, selbst veraltete, wo sonst nirgends mehr Hilfe möglich sei, zu heilen, war sie nach ihrer dieserhalb erfolgten Verurteilung dazu übergegangen, sich aus einzelne Krankheiten zu beschränken, und neuerdings hat sie es vermocht, den praktischen Arzt Dr. Rieger hier zur Stellung der Diagnose bei den Heilung suchenden Patienten zu gewinnen. Früher jedoch stellte sie weder eine Diagnose, wozu sie nach dem sachverständigen Gutachten des Prof. Dr. Ledderhose nnd des Dr. Belin hier überhaupt nicht imstande ist, noch nahm sie irgendwelche Untersuchung der Patienten vor. So erschien bei ihr die Tagnerin R. von hier, welche ein Geschwür hatte und wel- che» sie der Dörflinger bei der Konsultation zeigen wollte. Drese lehnte jedoch jede Besichtigung ab und gab der R. ohne weiteres cm Fläschchen, dessen Inhalt ein Extrakt von Drogen bildete, zum Einnehmen. Ebenso erging eS den Ehestauen K. und Z. von hier, welche der Dörflinger angaben, em geschwollenes Knie bezw. Rheumatismus zu haben. Beide erhielten ebenfalls ohne jede Untersuchung ein Fläschchen mit Kruutersaft, bessert Gebrauch vollständig wirkungslos blieb.
»erlangte die Dörflinger 5 Mk., und B? Summen ste von den offenbar zahlreich erschienenen Patienten zog, kann man daraus ersehen, daß sie dem von ihr gewonnenen Arzte ein fixes Gehalt von 5000 Mk. zu zahlen vermag. Die Strafkammer erblickte ebenfalls in dem Vorgehen der Dörflinger einen Betrug. Sie war mit der Staarsanwaltschast der Ansicht, daß nach den mehrfachen Vorstrafen eine empfindliche Strafe am Platze sei und ver- feilte die Dörflinger zu zwei Wochen Gefängnis sowie 600 M Geldstrafe. („Lothr. Bürgerztg.", Diedenhofen.j
Leipzig. Vom Landgerichte Straßburg t. E. ist der ^^ntechniker Karl Lehmann wegen unlauteren Wettbewerbs â versucht«, Betruges zu zwei Geldstrafe« von 1- 20 Mt.
_ Mittwoch
verurteilt worden. Im Niederbronner Zentralblatte empfahl er sich als, Heilmagnetiseur für das.Kuhbrunnenwasser und alle Heilwüsser: er versprach Heilung für alle Krankheiten und erklärte Mißerfolge für vollständig ausgeschlossen. Infolge des Strafantrages von Dr. med. Mühlheim-Niederbronn wurde das Verfahren wegen unlauteren Wettbewerbes gegen ben Angeklagten eingeleitet. Lehmann behauptete, er magnetisiere das Wasser und könne es dadurch heilkräftig machen. Er berief sich dafür auf die Professoren Nußbaum, Jäger und Ennemoser. Aber, so heißt es im Urteile, tierischer Magnetismus ist Unsinn. Magnetisieren kann nur durch einen Magneten geschehen. Die Wirkung geschieht durch Suggestion. Aber daß durch Magnetismus und Suggestion alle Krankheiten geheilt werden könnten, ist ausgeschlossen. Hätte der Angeklagte nur allgemein Heilung versprochen, so ließe sich dagegen nichts einwenden, aber wenn er alle Leiden zu heilen versprach, so ging er zu weit. In einer Wirtschaft traf er den gichtkranken H., dem er eine Probeflasche seines heilkräftigen Wassers zu schicken sich erbot. Er schickte ihm aber sogleich 20 Flaschen unter Nachnahme zu. H. wies diese aber zurück und wurde so vor Schaden bewahrt. Der Angeklagte, so heißt eS im Urteile, wußte, daß sein Wasser wertlos war und daß H. nicht so viel bestellt hatte. — In seiner Revision behauptete der Angeklagte, er habe in seinen Inseraten nur Krankheitserscheinungen" und leichtere Krankheiten zu heilen versprochen. H. habe erst nach Besserung seines Leidens zahlen sollen. Der Angeklagte beschwerte sich sodann darüber, daß sem Antrag, ein Gutachten des Prof. Dr. Gust. Jäger-Stuttgart einzuholen, abgelehnt worden ist. Das Gericht hatte diesen Antrag abgelehnt mit der Begründung, es würde doch nicht zu der Ueberzeugung kommen, daß mit dem Wasser des Angeklagten alle Krankheiten geheilt werden können. — Das Reichsgericht erkannte auf Verwerfung der Revision, da ein RechtSirttum nicht vorliege.
Kandel, Gewerbe und Verkehr.
Konkursverfahren. Ueber das Vermögen des Zigarrenfabrikanten Walter Granert in Pölzig, Gesellschafters des unter der nicht eingetragenen Firma T. Dix & Granert in Pölzig bei Ronneburg betriebenen Cigarrenfabrikations- und Handelsgeschäfts, ist das Konkursverfahren eröffnet worden.
Paris, 28. Aug. In hiesigen Finanzkreisen wird versichert, der russische Finanzminister Kokowzew habe auf seine Reise nach Paris verzichtet, weil die eingeholten Informationen durchweg der Aufnahme einer neuen russischen Anleihe- operation ungünstig seien.
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Drahtnachrichten
Die Lage in Marokko.
Paris, 28. Aug. Aus Fez wird gemeldet: Der Sultan sei außer Stande, die beabsichtigte Reise nach Rabat anzu- treten, da die unbotmäßigen Stämme auf der nach Rabat führenden Straße vereinbart hatten, ihm den Weg zu sperren. Der Sultan beorderte 2000 Reiter nach der 6 Stunden von Fez entfernten Stadt Sofru, die von zwei vereinigten Berberstämmen umlagert wird. Bei dem Versuch, auf dem Gebiet des Stammes Zrana Steuer einzuziehen, erlitten die scherifischen Truppen einen Verlust von 20 Toten.
Paris, 28. Sing. Im heutigen Kabinettsrat soll laut einer Blättermeldung beschlossen werden, wie die Mannschaften der in Rabat, Mazagan und Mogador 311 errichtenden reformierten Polizei beschaffen sein sollen, da man im Augenblick den Eingeborenen in Marokko nicht trauen könne. Die französischen Offiziere und Unteroffiziere für diese Posten sind aus Tunis und Oran schon unterwegs. — In Oran sind 150 für Casablanca bestimmte Spahls eingetroffen.
London, 28. Aug. Der Korrespondent der „Tribune" in Tanger meldet, es gehe da» Gerücht, daß der Sultan Abdul Aziz in seinem Palaste ermordet worden sei. Er gebe die Nachricht jedoch unter allem Vorbehalte wieder.
Nicht anerkannt.
London, 28. Aug. Die „Morning Post" meldet aus Schanghai: Der Waiwupu teilte dem japanischen und dem russischen Gesandten mit, daß er das Abkommen betreffend Mongolien nicht anerkenne.
Aufruhr.
Dublin, 28. Aug. Das Amtsblatt teilt mit, daß die Grafschafteu Clare, Galway, Kingscounty, Leitrim, Langford und Roscommon für im Aufruhr erklärt worden sind und der Verstärkung an Polizeimannschaften bedürfen.
Kriegsschiffe.
London, 28. Aug. „Marine Insurance" meldet, die brasilianische Regierung habe einen Auftrag gegeben für den Bau von drei neuen Schlachtschiffen, wovon zwei der Firma Armstrong und Witwerth und eines der Firma Wickers Sohn und Maxim übertragen worben sei. Als Höchstbetrag für jedes Schiff seien 1800 000 Pfund Sterling angesetzt. Zwei brasilianische Kreuzer, deren jeder auf 830 000 Pfund zu stehen kommt, sollen bei Armstrong gebaut und bei Wickers mit Maschinen versehen werden. Die nämlichen Firmen erhielten ben Auftrag, zwei argentinische Kanonenboote zum Preise von je 80000 Pfund zu bauen.
Dernburg.
Berlin, 28. August. Dem „Berl. Lokalanz." zufolge setzte der Staatssekretär des Reichskolonialamts Dernburg am 25. August vom Karawanenlager Salami aus seinen Marsch auf Tabora fort. Das Land ist infolge des großen Mangels an Regen vertrocknet. Wasser ist nur wenig und in schlechter Qualität vorhanden.
Zum türkisch-persischen Grenzkonflitt.
Konstantinopel, 27. Aug. Ein gestern erlassenes Prade ordnet an, daß die über die persische Grenze gegangenen türkischen Soldaten zurückgezogen werden. Zur- Aufklärung des Sachverhaltes wird gleichzeitig die Bildung einer Kommission mit dem Vali von Bitlis an der Spitze verfügt.
_________________________ D-itt 3
Budapest, 28. August. Bei einer Schießübung im Stuhlweißenburger Komitate gab ein Soldat deS 69. Infanterieregiments einen scharfen Schuß auf den wegen seiner Strenge sehr mißliebigen Regimentsobersten Weber ab. Der Schuß verfehlte sein Ziel. Eine strenge Untersuchung wurde eingeleitet. Der Täter ist bisher noch nicht ermittelt worden. Sämtlichen Soldaten wurden die scharfen Patron«! abgenommen.
Verunglückt
Düsseldorf, 28. August. Bei einer Automobilfahrt verunglückte bei Baden-Baden die Frau des Düsseldorfer Lotteriekollekteurs Schäfer. Die Frau ist tot; ihr Sohn und ihre Tochter wurden schwer verletzt.
Keine Verschwörung.
Lissabon, 28. August. Die Nachricht, daß bei bei Bombenexplosion in dem Arbeiterviertel zwei Personen getötet und zwei verletzt wurden, ist unrichtig. Es wurde keine Verschwörung gegen den König und den Ministerpräsidenten Franco entdeckt. Es wurde kein Republikaner an Bord deS „Adamastor" in Haft gebracht; die Polizei nahm nur anläßlich der Explosion, die sich am 2. August in der Straße Santo Antonio ereignete, Verhaftungen vor und zwar hauptsächlich von den Mietern des Hauses, wo die Explosion stattfand. Einige Verhaftete wurden bereits wieder in Freiheit gesetzt.
Entwichene Sträflinge»
Paris, 28. August. Aus dem Bagno von Guyana finß bem „Journal" zufolge 30 bewaffnete Sträflinge entkommen, nachdem sie den Polizeikommissar St. Laurent de Maroni getötet hatten.
Gerettet.
Berlin, 28. Aug. Den Morgenblättern zufolge rettete der Lübecker Dampfer „Primela" 4 russische Marineoffizier« und 11 Matrosen, deren Segelboot im Finnischen Meerbusen im Sturme gekentert war.
Erstochen.
Berlin, 28. Aug. Dem „Berl. Lokalanz." zufolge würd« in Körperich an der Saar im Streite ein junger Mann erstochen. Sein ihm zu Hilfe eilender Bruder wurde lebens« gefährlich verletzt.
KmefkaKeu.
Ein Sonbeeebtommeu mit einer aus Fachleuten deste»en»en vrg»»tsatl»n sichert t»-«r Hit frage «n» unserem Leserkreise faSgemSRe und kostenlos» Benntwortung »urÄ 6>e$iaTiften »et jeweilig berührten Gebiete». Es finden u. a. alle DtecbtSexgeTem* beiten seitens eines erfahrenen riechtSanwalte» Erledigung. Lutkunft in rechnisch*» Fragen erteilt ein erprobter Techniker. Das Feld bet Hygiene bearbeitet ein tüchtiger Sr»e. 8« Land- und Hauswirtschaft, Vieh» und Geflügel-, Rleiutter» Nil»! Bieuenjucht i« Garten-, Obst- und Weinbau, in Bl-raenzucht u. s. w. geben alte Praktiker ihr Gutachten ab. Für daS Bank» und Handel»!,csen steht eine erste Brest zur Verfügung. Die Sozialpolitik und UrLeitergefetzgebung bilden da» 6 es »aber« Sagtet einer hierin kompetenten Persönlichkeit.
M. W. Krankenkaffenmitglieder, die bei dem Erlernt« deS MdfahrenS einen Unfall erleiden, haben Anspruch auf statutenmäßig« Unterstützung seitens der Krankenkaffe, vorausgesetzt, daß sie den Unfall nicht vorsätzlich oder durch Trunkfälligkeit sich zugezogen haben.
Nr. 100, Aus den angegebenen Gründen können Gi« nicht ohne weiteres die Wohnung räumen. ES steht Ihn«» nur baS Recht zu. dieselbe unter Einhalt der verttagS- oder gesetzmäßigen Fristen zu kündigen.
A. B. 600, Ihr Gläubiger ist berechtigt, Sie zu oer- klagett. Die Forderung wäre längst verjähtt, wenn Sie Me Verjährung nicht durch das Schuldanerkenntnißschreiben unterbrochen hätten.
O Sch. 14, Vor allen Dingen müssen Sie für die Reinigung Ihres Blutes sorgen, * indem Sie z. D. länger« Zeit Blutreinigungstee trinken. Dann sind alle scharfen Speisen und Würzen zu vermeiden. Bei den Pickeln kommt noch in Frage, ob dieselben nicht etwa eine Folge der Verstopfung der Talgdrüsen sind. Ist dies der Fall, so wären letztere durch häufige Waschungen mit lauwarmem Wasser und Seife vorab zu öffnen und dann auszudrücken. Mu« hierdurch sich ergebende Entzündung wäre mit Bleiwaffer zu behandeln.
Z. V. 15, Die Eisenbahn haftet auf alle Fälle, wenn Sie nachweisen können, daß der Schaden durch Verschulden der Eisenbahn entstanden ist. 2. Sie oder Ihr Vater als Absender müssen den Schaden sofort bei der Eisenbahn an« melden und Ihre Entschädigungsansprüche geltend machen. Lehnt dieselbe Ihre Ansprüche ab, so müssen Sie Klage ev» heben.
J. G. Sie brauchen von dem Zeitpunkte an, wo bie Wohnung anderweitig vermietet wurde, keinen Mietzin» an Len Vermieter zu entrichten.
Fr. L. Der Kaufverttag ist ungültig. Kaufverträg», über Grundstücke müssen notariell abgeschlaffen sein.
BielgeplagLer. Ein gutes Vertilgungsmittel für Ratten ist folgendes Präparat: 150 Gramm Phosphor gelöst und in 4,5 Liter kochendes Wasser gebracht. 6—7 Ko. MaH werden mit der Phosphorlösung übergossen und in einery Kessel über gelindes Feuer gebracht, 1200 Gr. Mehl, 1,5 Ko. Zucker zugesetzt und das ganze 15 Min. über dem Jeu« stehen gelassen, sodaß eine dicke Masse entsteht. Auf dieses Präparat gehen Ratten unb Mäuse ungemein gern
Frau M. in S. Auch verheiratete Frauen sind vsr- sicherungspflichtig. Wenn Sie daher noch gegen Lohn odev Gehalt beschäftigt sind, müssen für Sie auch als EheftaU Beitragsmarken zur Jnvalidenverstcherunc; verwendet werdeü. Haben Sie dagegen Ihre frühere Beschäftigung aufgegeben, so können Sie sich freiwillig weiter versichern.
Junge Hausfrau in L. Den Flecken können Si« auf folgende Weise entfernen. Der Stoff wird naß gemacht; bet; Fleck einigemal mit einem in Benzin getauchten EchwauM überstrichen, ein Stiick Filtrierpapier aufgelegt und bie be» fleckte Stelle mit einem heißen Bügeleisen überfahren.
Rechtsstreit. Die Berufung gegen die Urteile d« Schöffengerichte muß bei dem Gericht erster Instanz binnen einer Woche nach Verkündung des Urteils entweder zu Prtp tokoll des Gerichtsschreibers oder schriftlich eingereicht werben.
L. L 3. Um eine Stellung als Schiffsjunge in bet Handelsflotte zu erhalten, wenden Sie sich schriftlich — M besten persönlich — unter Beifügung deS Rückporto» usp mit der ausdrücklichen Bitte um Zuweisung einer Stell« auf; einem See-Segelschiffe an den Hamburger Verein Seefahrt das Heuerbureau des Verbandes Hamburger Rhedereien, ob« an große Segelschiff-Rhedereien, wie Laeüi Wenke, Knöhr und Buchard, Hamburg, oder an die SchiMjungmuMds» stellen im Seemannsheim Bremen usw.