Einzelbild herunterladen
 

«MM

M MMB F

Bezugspreis»

LtzcichShrllH 1,80 M^ monatlich 60 $f&, für nur« »artiE« Wonnmtm mit dem betreffenden PostapffGaA,

Gekeral-AKzeiger

Amtliches Orgsv fit Md sah Mkreis KmL

Erscheint täglich mit Ausnahme der S-un-- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Nr. 181 Fernsprechanschlrch Nr. 605. ^E»«- III«»»UI»IEI««I»I» " ,«1»»«»«^

Dienstag deu 6. August gmfmdjAnwus Nr. «»s. 1907

LSMWLMLW?SWâ^WÄW8LS2WAW^^WLiâÄLi-S«S;LWL^WTWWM^kLM^E^M^»gâMMi2I7^! ' 7 r,V!lt> ?i / ^^^gBBasar. iraa&fSM^^lsma^MaiaraBB^^

Amtliches.

Landkreis Banau.

Dek«Wtmch«Ueil ins Kömglichen Mkitsâ

Ich mache auf die in Nr. 31 des Regierungs-Amtsblatts unter laufender Nr. 641 veröffentlichten Bestimmungen über die Ausbildung als Lehrerin der weiblichen Handarbeiten und über die Ausbildung als Lehrerin der Hauswirtschaftskunde aufmerksam.

Hanau den 2. August 1907.

Der Königliche Landrat.

V 5230 I. V.: Siemon, Reg.-Assessor.__

Handelsregister.

Firma Döring & Huning in Hanau.

Der Fabrikant Alexander Huning aus Hanau, jetzt in Berlin, ist aus der Gesellschaft ausgeschieden/ Gleichzeitig ist der Kaufmann Ernst Döring in Hanau in die Gesellschaft als persönlich haftender Ge­sellschafter eingetreten und wird dieselbe von dem seit­herigen Mitinhaber Kaufmann Karl Döring in Hanau unter unveränderter Firma als offene Handels­gesellschaft fortgeführt.

Hanau den 25. Juli 1907.

___Königliches Amtsgericht 5 16061 Gefundene und verlorene Gegenstände rc.

Gefunden: 1 schwarze Taschenstah'luhr, 1 schwarzer Kinderschuh.

Verloren: 1 silbergrauer Gummigürtel (von Kessel­stadt bis Fasaneriestraße), 1 goldene Schlüffeldamenuhr, 1 silberne Damenuhr (vom Johanneskirchplatz nach Annastr.), 1 goldener Trauring (gez. Gretchen 31. 10. 04).

Zugelaufen: 1 Bernhardinerhund gelbweiß, 1 schwarzer Spitz m. Geschl.

Entlaufen: 1 grauer Pintscher m. Geschl.

Hanau den 6. August 1907.

Hus Ban au Stadt und fand.

Hanau, 6. August.

* Verliehen. Dem Oberlehrer Dr. Hermann Arendt von der Oberrealschule in Hanau wurde der Charakter als Professor und gleichzeitig der Rang eines Rates 4. Klaffe «erlichen.

* Zur Erhöhung der Sicherheit in Eisenbahn- zügen sind verschiedene Vorschläge der vom preußischen Eisenbahnminister eingesetzten Prüfungskommission probeweise eingeführt worden. Hauptsächlich handelt es sich um Ab­änderung der Zwischenwände und Zwischentüren, damit die Abteile besser übersehen werden können und der Reisende im Notfalle leichter aus einem Abteil ins andere gelangen kann. Versuche werden auch über eine anderweitige Anbringung der Notbremsgriffe angestellt. An Verbesserungen sind zu ver- zeichnen: die Raucherabteile in den V-Zügen können auf zwei Drittel aller Wagen vermehrt werden. Bei den Abteil­wagen 1. bis 3. Klasse und den dreiachsigen Abteilwagen 4. Klasse sollen oie Wagenkasten und Türen etwas verbrei­tert werden. Ferner ist eine praktischere Anordnung zum Aufhängen der Fenstergardinen gewählt worden, auch für die 4. Klasse.

* Berichönerungsverein. In den letzten Tagen hat der hiesig« Verschönerungsverein eine Reihe von Arbeiten ausführen lassen, die sicherlich allseitig mit Genugtuung auf- genommen werden. In der Leipzigerstraße, an der Stelle, wo die Lamboystraße einmündet, wurde eine Bank aufgestellt, in der sogen. Scheuer, auf dem Wege nach dem Bulaustege, gelangten zwei Bänke, in der Bulau, vom Steg nach der Lamboybrücke zu, weitere zwei Bänke zur Ausstellung. An der Fasanerie wurde die durch Frevlerhände ruinierte Bank wieder ersetzt und hinter der Fasanerie, am Eingänge zum Walde, an der Stelle, wo die Wiese aufhört, eine neue Bank, sowie an der bei nassem Wetter schlecht zu passierenden Stelle zwei Brücken aufgestellt bezw. errichtet. Auch die drei Wetterhäuschen in der Stadt wurden einer gründ­lichen Renovation unterzogen.

* Die Obstpreise stellen sich nach den Mitteilungen der Frankfurter Obstnachweisstelle folgendermaßen: Kirschen 1220 Mark der Zentner, Sauerkirschen 1620 Mark, Stachelbeeren 1011 Mark, Heidelbeeren 1115 Mark, Johannisbeeren 1012 Mark, Himbeeren 2535 Mark, Reineklauden au Konservezwecken 12 Mark, Frühäpfel 16

bis 20 Mark, Frühbirnen 17-22 Mark. Die Preise ver- ischieben sich je nach Schönheit und Größe des Obstes und der Menge des abzunehmenden Quantums sowie der Fracht- verhältnisse. Ein Einheitspreis ist deshalb und auch wegen den oft und schnell vorkommenden Preisschwankungen nicht unbedingt sicher festzustellen.

* AusterLurssehung der Eintalerstücke deutschen Gepräges. Der Bundesrat hat die nachfolgenden Be­stimmungen getroffen: Die Eintalerstücke deutschen Gepräges gelten vom 1. Okiobcr 1907 ab nicht mehr als gesetzliches Zahlungsmittel. Es ist von diesem Zeitpunkt ab außer den mit der Einlösung beauftragten Kassen niemand verpflichtet, diese Münzen in Zahlung zu nehmen. Die Taler vorstehend bezeichneter Gattung werden bis zum 30. September 1908 bei den Reichs- und Landeskassen zu dem Wertverhältnisse von drei Mark gleich einem Taler sowohl in Zahlung als auch zur Umwechselung angenommen. Die Verpflichtung zur Annahme und zum Umtausche findet auf durchlöcherte und anders als durch den gewöhnlichen Umlauf im Ge­wichte verringerte sowie auf verfälschte Münzstücke keine An­wendung.

* Butzbacher Zuchiviehmarkt. In einer am 29. Juli in Butzbach abgehaltenen gemeinsamen Sitzung, an der einige Vertreter des Landwirtschaftskammerausschuffes für Oberhessen, Züchter des Kreises Friedberg und der gesamte Stadtvorstand von Butzbach teilnahmen, wurde die Abhal­tung eines Zuchtviehmarktes am 26. September d. Js. be­schlossen. Unternehmer des Marktes wird der Landwirt- schaflskammerausschuß für Oberhessen sein, der zur Durch­führung desselben die erforderlichen Geldmittel zur Verfügung gestellt hat, die Stadt Butzbach gewährt dank ihrem bereit­willigen Entgegenkommen durch Ueberlassung der städtischen Markthalle und Einrichtung des Marktplatzes dem Unter­nehmen eine selten schöne Heimstätte und die Züchter der Kreise Friedberg, Gießen und Büdingen werden mit ihren Zuchtprodukten dafür zu sorgen haben, daß den Käufern eine gute und reichliche Auswahl von Zuchttieren geboten wird; da im Bereich des Zulassungsbezirks sehr leistungs­fähige Zuchtvereine bestehen, ist zu erwarten, daß die Sim­mentaler Lokalzuchtvereine in Nieder-Weisel, Reichelsheim, Burg-Gräfenrode, Rodheim, Ober-Hörgern, Langsdorf, die bekannten Schweinezuchtvereine Lang-Göns und Nieder-Weisel, sowie die rührigen Kreisziegenzuchtvereine Friedberg, Gießen und Büdingen werden ein Zuchtmaterial liefern, dessen sich die Gemeinde, Vereine und Private ohne Bedenken bedienen können. Es ist eine erfreuliche Erscheinung, daß man den Käufern von Zuchtvieh das Ankaufsgeschäft in dieser Weise erleichtert und verbilligt. Sache derselben wird es sein, von dieser günstigen Gelegenheit ausgiebigen Gebrauch zu machen.

* DieDeutsche Goldschmiede-Zeitung" (Wil­helm Diebener, Leipzig) veranstaltet auch zu dem vom 10. bis 14. August in Kiel stattfindenden Verbandstage des Verbandes deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede eine Festnummer , von der uns ein Exemplar durch die Redaktion zugesandt wurde. Der Umschlag der Zeitung entspricht dem Seecharakter der Fest­stadt Kiel. Außer einem neuen Wappen von Kiel und der schwarz-weiß-roten Fahne finden wir noch in künstlerischer Weise das Flaggen-SignalWillkommen" angebracht. Die äußere, vornehm ausgestattete Hülle birgt einen ebenso ge­diegenen Inhalt mit vielen wertvollen Illustrationen, darunter die Wappen von Schleswig-Holstein, Goldschmiede-Arbeiten von Schleswig-Holsteiner Goldschmieden und vieles andere mehr. Wir stehen nicht an, die Nummer als hervorragendes Denkmal deutscher Goldschmiedekunst zu bezeichnen.

* II. Abonnements - Konzert im Deutschen Haus. Auf das heute abend imDeutschen Haus" statt­findende II. Abonnements-Konzert unserer Ülancnkapelle weisen wir hiermit nochmals empfehlend hin. Herr Musik- dirigent Urbach hat zu demselben ein nettes Programm zu­sammengestellt, welches an der Abendkasse verausgabt wird. Dasselbe wird bei den gediegenen Leistungen der Kapelle (auf dem Gebiet der Blasmusik) seine Wirkung nicht verfehlen. Die Ulanenkapelle kann sich mit Blasmusik, ohne dem Ohr des Besuchers lästig zu werden, bei eintretendem Unwetter auch im Saale hören lassen; die Mitglieder derselben ver­stehen es in ganz vollendeter Weise, aus ihrem Instrument einen weichen zarten Ton zu ziehen. Der Beginn des Kon­zertes ist, mehrfachen Wünschen entsprechend, auf präzis 8^/2 Uhr festgesetzt. Abonnementskarten sind bei Frau Ulsamer imDeutschen Haus" erhältlich. Nichtabonnenten _ erhalten Karten zu jedem einzelnen Konzert an der Abendkasse.

* Der Alpenverein veranstaltet heute abend von 9 uhr ab im Garten desBürgervereins" eine Zusammen­kunft.

* Die 87er Landwehr. Beim 1. Nass. Infanterie- Regiment Nr. 87 zu Mainz übte kürzlich eine größere An­zahl Landwehrleute, die, wie derM. Anz." schreibt, ebenso wie diejenigen, die vor einigen Wochen zu einer Uebung bei dem Regiment eingezogen waren, voll des Lobes über die ihnen während der Uebung bewiesene humane, liebenswürdig« Behandlung der Offiziere sind. Der diesmalige Führer bei Landwehrkompanie war Hauptmann Kepler, ein Afrikakrieger, der länger als sechs Jahre in Südwestafrika gedient hat.' Bei der Besichtigung seiner Landwehrkompanie auf dem Große« Sande durch den Regimentskommandeur, Oberst v. Bredou^ war dieser des Lobes voll über die Haltung und Leistung«« der Leute, die nur sieben Tage die Waffe in der Hand hatte» und sich trotzdem beim Exerzieren und dem Parademarsch so stramm zeigten, wie es strammer auch die besten Stamm- Mannschaften nicht fertig bringen. Ueber das Lob des Re­gimentskommandeurs war Hauptmann Kepler so erfreut, dH er der ganzen Kompanie am Abend vor dem Entlaffungsta« in den Rheintorbaracken ein Fest veranstaltete, an dem säm^ liche Kompanieoffiziere teilnahmen und das einen großartige» Verlauf nahm.

* Das 100jährige Negimentsjubilämn der 88 er soll im nächsten Jahre glanzvoll gefeiert werden. Schon je$ werden Vorbereitungen dazu getroffen, an denen auch ehv^ malige Angehörige deS Regiments lebhaften Anteil nehmen.

* Jubiläum. Am 4. d. Mts. konnte der Vorarbeiter- Herr Heinrich Köller aus Rückingen auf eine SSjährigH Dienstzeit bei der Kgl. Pulverfabrik zurückblicken. Dem Jubilar wurden von feiten der Direktion sowie von seinem Mitarbeitern erfreuliche Beweise der Wertschätzung zu Teil.'

* Gewitter. Nach der tropischen Hitze des gestrigen Tages entlud sich hier am Abend ein schweres Gewitter, bei dem der Blitz, ein sogen, kalter Blitzstrahl, in den Schom- stein desKaiserhofes" schlug, diesen zum Teil demolierte und auch in einem Zimmer der 2. Etage Verwüstungen anrichtete^ Ein an der Tür stehender Mann wurde durch den Luftdruck zur Seite geschleudert. Kurz vor Mitternacht stellte sich noch ein zweites Gewitter ein, das sich hier aber auch nur zum Teil entlud.

*Bescheidenheit ist eine Zier" - usw. Vor einiger Zeit wurden in Höchst a. M. von zwei Pferde­knechten ein paar Pferde gestohlen. Die Täter wurden be­kanntlich sehr bald in Groß-Auheim ermisst und abgeurteilt,! und der eine der beiden, der infolge der warmen Fürsprach« seiner Herrin mit drei Monaten Gefängnis davoagekommea war, ist jetzt nach verbüßter Haft entlassen worden. Dieses Tage kam er in Höchst a. M. an seine frühere Arbeitsstelle, um sich seine Papiere zu holen, die ihm bereitwillig über­geben wurden. Er nahm sie in Empfang, blieb aber erwar­tungsvoll stehen, sodaß man ihn fragte, was er noch wolle." Ei, ich krieg' doch noch 'n Tag bezahlt" meinte er.Was für 'n Tag?" fragte man ihn,Sie haben doch Ihren Lohn bis zum letzten Tag bekommen."Gott bewahr!" meinte er,den Tag, wo wir Ihnen die Gäul' gestohlen haben,, hab' ich noch nicht bezahlt kriegt, dafür verlange ich noch meinen Lohn, und wenn ich ihn nicht gutwillig kriege," dann geht's an's Gewerbegericht l" Jawohl^ Ordnung muß sein, und jeder Arbeiter ist seines Lohnes wert."

* Städtische Badeanstalt. Im Monat JulL 1907 wurden an Bädern abgegeben: Kl. I: 38, Kl. 203, Kl. III: 953, Douchebäder 3, Römisch-Irische Bäder 30; zusammen 1200 Bäder. Die größte Zahl der abge­gebenen Bäder betrug 96 am 20. Juli, die kleinste Zahl 10 am 11. Juli.

* Kurort Wilhelmsbad. Morgen nachmittag von 4 Uhr ad findet zu Wilhelmsbad großes Militär-Konzert der Kapelle des Jnf.-Regts. Hessen-Homburg Nr. 166 statt.

* Mainwafferwärme gestern abend 18 Grab.

* Die Grimmschule hat heute zugleich mit den anbme^ höheren Schulen den Unterricht wieder ausgenommen. Im Zusammenhang damit sei darauf verwiesen, daß Schüler t» die Anstalt jederzeit ausgenommen werden können. Dies be- zieht sich auch auf die der Anstalt überwiesenen Nachhüf^ schiller (Schüler der öffentlichen höheren Schulen), deren schnelle Förderung seit Jahren das spezielle Ziel des Leiters der Grimmschule gewesen ist. Im übrigen sei auf bit a« anderer Stelle stehende Anzeige verwiesen.

)( Langendiebach, 5. August. (Bund der Land> wirte.) Am Sonntag den 4. August war dahier auf nach­mittags 3 Uhr eine Versammlung des Bundes der Land­wirte einberufen, zu der sich eine ansehnliche Zahl reichstreu« Bauern und Handwerker im Dückhardtschen Saale einge­funden hatte. Herr Lind-Niederissigheim behandelte in l1/* stündigem Vortrage die wirtschaftspolitischen und nationale»