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«MtchicheMh I3O M., monatlich 60 Pfg., für m* selige Pd-nnnNe« mit dem betreffenden Postaugchtag, Di« einzelne Nummer kostet 10 Pfg.

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General-Anzeiger

Amtliches Organ für Stadt- and Landkreis Kanan.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

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Al. 166 Fernspr«ch»nschl»b Nr. 605.

Amtlicher.

Eandhreis kjanau.

BekmtmchiWn des Kömglichen LmdratsamtS.

Nachstehende Bestimmungen, betreffend die Nachsuchung der Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienste, werden hierdurch wiederholt bekannt gemacht:

Die Berechttgung zum einjährig-freiwilligen Dienste darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahre nachgesucht werden. Der Nachweis derselben ist bei Verlust des Anrechtes spätestens bis zum 1. April des ersten Militärpflichtjahres zu erbringen.

Wer die Berechttgung nachsuchen will, hat sich bei der Prüfungskommission, in deren Bezirk der Wehrpflichtige ge- stellungspflichttg ist, spätestens bis zum 1. Februar des ersten Militärpflichtjahres schriftlich zu melden.

Alljährlich finden zwei Prüfungen statt, die eine im Früh­jahr, die andere im Herbst.

Das Gesuch um Zulassung zur Prüfung muß für die Frühjahrsprüfung spätestens bis zum 1. Februar, für die Herbstprüfung spätestens bis zum 1. August angebracht werden.

Hanau den 9. Juli 1907.

Der Königliche Landrat.

M 2712 I. V.: Siemon, Reg.-Assessor.

Zugelaufen r ein schottischer Schäferhund (Hündin), gelb und weiß, weiter ein sogen. Leonberger, schwarz mit gelben Pfoten.

_______Bürgermeisterei Ravolzhausen. 14927

Gefundene und verlorene Gegenstände re.

Gefunden: 1 goldener Manschettenknopf mit Mono­gramm L H, 1 Wagenlaterne, 1 Buch (Bibliothek der Unter­haltung und des Wissens), 1 kleine Zange, 1 altes leeres Portemonnaie mit 1 Arbeiter-Wochenfahrkarte Langenselbold- Hanau (Kleinbahn).

Verloren: 1 geschloffener Briefumschlag mit Firmen­aufdruck Ochs u. Bonn, 1 Double-Brosche mit Sergeanten- Kopf, 1 Portemonnaie mit 68 Mk. Inhalt, 1 Kinder- rrgenschirm, 1 Manschettenknopf (Kugel mit Blutstein mit goldenem Knebel), 1 Portemonnaie mit ungefähr 2 Mk., einige Motorradschlüssel.

Zugelaufen: 1 brauner Pinscher.

Eingefangen: 1 grüner sprechender Papagei.

Hanau den 18. Juli 1907.

Aus Bana« Stadt und Fand.

Hanau, den 19. Juli.

Beamt-n-Personalnachrtchtsn.

Beauftragt: der Generalsuperintendent Möller in Cassel mit Versehung der durch den Tod des Superinten­denten Kröner erledigten Superintendentur der Diözese Cassel (Stadt).

U e b e r t r a g e n: dem Oberförster Müller-Hille­brand zu Montjoie vom 1. August d. Js. ab die Ober­försterstelle Lautenhausen mit dem Amtssitz zu Philippsthal bei Vacha.

Versetzt: der Gerichtsassessor P a e h l e r in den Ober« landesgerichtsbezirk Düsseldorf, der Regierungsbaumeister Selig zu Fulda an die Wasserbauinspektion in Tilsit.

In den Ruhe st and versetzt: der Meliorations- ^auinspektor, Baurat Müller, bisher ix Cassel, zum 1.

Entlassen: der Regierungsreferendar v. Burchard auf Antrag aus dem Staatsdienste, der Schutzmann Beyerl! bei der Polizeiverwaltung zu Hanau auf Antrag.

G e st 0 r b e n: der Amtsgerichtsrat S e b 0 l d in Cassel.

* Pfarrstelle. Bewerber um die infolge Versetzung ihres seitherigen Inhabers zur Erledigung gekommene Pfarr-

Zu Allnd 0 rf a. d. Werra, Klasse gleichen Namens, haben ihre Meldungsgesuche durch Vermittelung ihres zu­ständigen Metropolitan und Superintendenten an Königliches Konsistorium in Cassel einzureichen.

* Or-ensauszeichnung. Dem Oberstleutnant z. D. Freiherrn von Glaubitz undAltengabelzuHanau, bisherigem Kommandeur des Thüring. Ulanen-Regts. Nr. 6, wurde der König!. Kronenorden dritter Klasse verliehen.

* Die Schwälmer vor der Kaiserin. Wie das Ziegenhainer Krsbl." von zuständiger Seite hört, wird Ihre Majestät die Kaiserin und Königin gelegentlich Ihres dies­jährigen Sommeraufenthalts auf Schloß Wilhelmshöhe die Vorführung des Schwälmer Tanzes entgegenzunehmen ge-

Freitag den 19. Juli

Fernfprechanschlutz Nr. 6«5. 1907

ruhen. Ueber Ort und Zeitpunkt sind Bestimmungen noch nicht getroffen.

* Landespolizetltche Anordnung. Die durch landespolizeiliche Anordnung vom 4. Februar d. J. über den Kreis Gelnhausen verhängte Hundesperre ist aufgehoben, nachdem in den letzten 3 Monaten ein Fall von Tollwut oder Tollwut-Verdacht bei Hunden, die frei umhergelaufen sind, nicht mehr bekannt geworden ist. '

* Verstorben. In Hamm i. W. verstarb nach länge­rem Leiden Herr Oberlandesgerichtsrat Dr. Hermann v. S p i n d l e r , der bekanntlich längere Zeit hindurch als Amtsrichter in Langenselbold und später als Landrichter in Hanau tätig war.

* In der hiesigen Berpstegungsstatton, zu deren Unterhaltung die Stadt Hanau 3/s und der Landkreis 2/s der Kosten tragen, waren im Jahre 1906 2988 Wanderer unter« gebracht. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 2392.90 Mark.

* Anzeigepflicht bei Altertumsfunden. Im

8 6 der Hessischen Verordnung vom 22. Dezember 1780 ist bestimmt, daß derjenige, welcher Münzen oder sonstige Alter­tümer findet, dieses dem nächsten Beamten anzuzeigen hat. Diese Vorschrift ist zu dem Zwecke erlassen worden, um dem Museum Friedericianum in Cassel ein gesetzliches Vorkaufs­recht bezüglich aller im Lande aufgefundenen Altertümer ein­zuräumen. Dieses Recht besteht auch heute noch nach Artikel 109 des Einführungsgesetzes zum B. G. B. fort. Dem­gemäß unterliegen Altertumsfunde vor wie nach der Anzeige­pflicht. Der Herr Regierungspräsident bestimmt nunmehr in einer Bekanntmachung im Amtsblatt, daß derartige Anzeigen fortan in den Landkreisen bei dem Landrate, in den Stadt­kreisen bei der OrtLpolizeibehörde anzubringen sind.

* Die Landes-Versicherungsanstalt Hesien- Nasiau veröffentlicht ihren Rechnungsabschluß für 1906. Eingenommen wurden an Beiträgen 5 616 546 Mk., an Zinsen 1 471 757 Mk., für Heilverfahren 126 643 Mk., für Ver­mögensanlagen 746 447 Mark. Ausgegeben wurden für Renten 2 849 351 Mk., für Heilverfahren 554 766 Mk., für die Allgemeine Verwaltung 284 205 Mk., für Vermögens­anlagen 3 966 604 Mk. Die Einnahmen betrugen insgesamt 9 127 284 Mk., die Ausgaben 8 224 440 Mk., mithin ist ein Bestand vorhanden von 902 843 Mark. Das Gesamt­vermögen der Landesverstcherungsanstalt betrug Ende 1906: 46 002 006 Mk., davon 940 497 Mk. Grundvermögen, 87 888 Mk. Mobiliar und Inventar-Gegenstände, 43 904 538 Mark Kapitalvermögen in angekauften Wertpapieren und sonstigen Kapitalsanlagen und 902 843 Mk. Kaffenbestand.

* Vom Ladenschluß. Darf man die Kunden, die vor Ladenschluß gekommen sind, nachher noch zu Ende be­dienen, also den Laden noch so lange offen haben oder nicht? Mit dieser Frage hatte sich das Schöffengericht Leipzig zu beschäftigen, da ein Leipziger Kaufmann, dem ein polizeiliches Strafmandat in Höhe von 5 Mark zugestellt war, weil er seinen Laden, in dem sich noch Kunden befanden, erst 10 Minuten nach 8 Uhr geschloffen hatte, gegen diesen Straf­befehl richterliche Entscheidung beantragt hatte. Er brachte den Einwand vor, daß die Kunden, die noch in seinem Laden anwesend gewesen seien, vor 8 Uhr gekommen seien, um ihre Einkäufe zu machen, nach 8 Uhr habe niemand mehr den Laden betreten. Nun könne von einem Kaufmann aber doch gewiß nicht gut verlangt werden, daß er mit dem Glockenschlage seine Kunden aufforderte, das Lokal zu ver­lassen, da er seinen Laden schließen müsse, vielmehr müsse es dem Ladeninhaber erlaubt sein, die vor Ladenschluß er­schienenen Kunden zu Ende bedienen zu dürfen und dann erst den Laden zu schließen. Das Schöffengericht war dieser Ansicht aber nicht, es bestätigte den Strafbefehl als zu Recht erlassen im vollem Umfange, denn die gesetzliche Bestimmung besage, um 8 Uhr sei Ladenschluß und da müsse der Laden eben zugemacht werden.

* Der nächste Gesangswettstreit vor dem Kaiser findet nach einer in Frankfurt a. M. eingegangenen Meldung des Unterrichtsministers voraussichtlich kommendes Jahr in Frankfurt a. M. statt.

* Zum Sommerfest des Steigerkorps. In dem Schaufenster der Firma C. Bieg, Bangertstraße beider, find die Preise für das Preiskegeln und Preisschießen anläßlich des nächsten Sonntag stattfindenden Sommerfestes des Steigerkorps der freiwilligen Feuerwehr ^*^Aus dem Mittelrhein-Turnkreis. Nach dem vor kurzem herausgegebenen Rechenschaftsbericht des Mrtte!- rheinkreises zeigt dieser auch im verflossenen Jahr ein erfreu­liches Wachstum. Es bestehen in 858 Vereinsorten 96^ Turnvereine (48 mehr als im Vorjahr) mit 96 285 Mit- Mitgliedern über 14 Jahren (mehr 6975), darunter sind 1

Zöglinge 16 327 (mehr 1335). An den Turnübungen nehmen teil 34 789 (mehr 1766) Mitglieder, die zusammen an 84 828 Abenden (mehr 7434) mit zusammen 1 719 997 Besuchen (mehr 80 051) turnten unter der Leitung von 3608 Turnwarten und Vorturnern. Die Frauenabteilungen zählen 1813 Mitglieder (mehr 408). Dieselben brachten es auf 2786 Turnabende (mehr 335) mit insgesamt 55 737 Be­suchen (mehr 13 223). Ein großer Teil der Vereine pflegt auch das Kinderturnen, und zwar gleichfalls mit wachsendem Erfolg. Es turnten im abgelaufenen Jahre 3712 Knaben (mehr 330) und 1369 Mädchen (mehr 275). Was die Zahl der vereinseigenen Turnplätze und Turnhallen anbe­langt, so steht der Mittelrheinkreis in der ganzen Deutschen Turnerschaft bei weitem oben an. Es besitzen eigene Plätze nicht weniger denn 293 (mehr 59) und eigene Turnhallen 157 (mehr 18) Vereine. An der Spitze der Gaue steht der Gau Rheinhessen mit 1444 Vereinen und 15 957 Mitgliedern. Er ist einer der größten in der ganzen Deutschen Turner­schaft und übertrifft an Stärke manche Kreise. Ihm folgt in gewaltigem Abstand der Gau Hessen mit 67 Vereinen und 7942 Mitgliedern. Am kleinsten ist der Saargau mit 20 Vereinen und 1338 Mitgliedern. Die meisten turnenden Frauen und Mädchen besitzen der Gau Frankfurt mit 571 und der Gau Hessen mit 300 Mitgliedern. In 9 Gaum bestehen noch keine Frauenabteilungen. Im Kinderturnen weist Rheinhessen die meisten Knaben (697) auf, Frankfurt und Wiesbaden haben die größte Zahl Mädchen (375). Nur 6 Gaue von den 24 des Kreises pflegen das Kinderturnen noch nicht. Trotzdem manche Vereine von uns abgefallen sind, da ihnen der Grundsatz der Deutschen Turnerschaft: Pflege deutschen Volksbewußtseins und vaterländischer Ge­sinnung" nicht mehr gefällt, und trotzdem noch manche Kreis» unseren Bestrebungen gleichgültig gegenüberstehen, zeigt der Kreis doch eine solche Zunahme wie in keinem früheren Jahr. Darin erblicken die vielen treuen Mitarbeiter ihren schönsten Lohn für ihre uneigennützige Tätigkeit und neuen Anspom im Dienste der deutschen Turnerei zum Segen der Heran­wachsenden Geschlechtes und zum Heil unseres Vaterlandes!

* Käthchen Paulus wird am nächsten Sonntag wieder im Zoologischen Garten eine Auffahrt mit ihrem neuen Luftballon ohne Gondel unternehmen; sie wird sich als Fahrzeug des Adlers bedienen, der von mehreren Ver­letzungen, die er bei Fahrten im vorigen Jahr davontrug, wieder hergestellt ist und nun seine Gebieterin wieder stolz durch die Lüfte tragen kann. Wenn es auch mit seiner Folgsamkeit in Bezug auf die Flugrichtung erfahrungsgemäß nicht weit her ist, so nimmt es sich doch sehr imposant aus, wenn man ihn flügelschlagend aufsteigen und mit seiner Herrin davonfliegen sieht. Da dieser Sonntag der regel­mäßige Juli-5O-Pfennig-Tag des Zoologischen Gartens ist, so werden gewiß viele den Tag wählen, um neben den Tieren des Gartens auch dieses eigenartige Schauspiel mit anzusehen.

* Drittes Spicherer Bergfest. Von Saarbrücken aus ergeht an die Vereine der Deutschen Turnerschaft die Einladung zum 3. Spichererberg-Turn- und Spielfest. Es ist ein einzigartiges, weihevolles Fest, das dort an historisch denkwürdiger Stelle gefeiert wird, und zwar diesmal auf dem kleinen Exerzierplatz, dicht bei der Stadt, jenem Ort, von wo aus die Beschießung Saarbrückens in den ersten Augusttagen 1870 erfolgte. Für den Vierkampf sind be­stimmt : 1) Für die Turner: Laufen über 100 Meter von 16 bis 12 Sekunden; Stabhochsprung; Weithochsprung und Steinstoßen, nach deutscher Wetturnordnung. 2) Für die erste Jugendgruppe (Schüler und Zöglinge, die in der Zeit vom 1. Juli 1890 bis 1. Januar 1893 geboren find): Laufen über 100 Meter von 1713 Sekunden; Stabhochsprung von 1,40 bis 2,40 Meter; Freiweitsprung von 35 Meter; Weitwurf mit dem 100 Gramm schweren Wurfball von 45 Meter bis 65 Meter. 3) Für die zweite Jugendgruppe (Schüler, die nach dem 1. Januar 1893 geboren sind): Laufen über 100 Meter von 1814 Sekunden; Hochsprung von 90 Zentimeter bis 1,40 Meter vom Boden aus gerech­net; Freiweitsprung von 3 Meter bis 4,50 Meter (je 15 Zentimeter gleich 1 Punkt); Weitwurf mit dem 100 Gramm schweren Wurfball von 3555 Meter. Meldeschluß ist der 22. Juli. Der Festbeitrag beträgt für Turner 1.50 Mark, für Schüler und Zöglinge 0.50 Mk. Alle Anmeldungen, auch für Wohnungen, gehen an Verwaltungssekretär Gg. Stützer, Saarbrücken. Der Wettkampf der Turner und bet ersten Jugendgruppe ist am Vormittag, derjenige der zweiten Jugendgruppe Nachmittags, nachdem im Ehrental eine Ge­denkfeier stattgefunden hat, ebenso finden am Nachmittag die Spiele statt. Möchten auch die Turner des Mittelrheinkreises ä wiederum zahlreich an jene Statte eilen, wo der MU«