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âtchâhrKch 1^0 Mk., monatlich 60 Pfg., für «* âürtr-r ecfottaart« mit dem betrefferwen Pvstaugcht««,

Änliches Orgliil für Stadt- und Landkreis Hanan.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Simn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

MarückmegSgüS-a^

vi««f gespalten« Peüt^ile oder der« Naam ® M^ * SktklammlÄ die Zelle 36 U»

Mx 152 Fernsprechanschlntz Nr. 605.

Mittwoch dc» 3. Juli

Fernsprechanschlntz Nr. 605. 1907

Amtliche«.

Bekanntmachung.

Der Heuankauf muß wegen Erschöpfung deS Lagerraumes bi- auf weiteres ausgesetzt werden.

Der freihändige Ankauf von Roggenstroh wird zu den gangbaren Tagespreisen fortgesetzt. Die (Anlieferung des Strohs kann ohne vorherige Anmeldung und an jedem Wochentage von 812 Uhr vormittags sowie von 24 Uhr nachmittags erfolgen.

Hanau den 1. Juli 1907.

Königliches Proviant-Amt. V 4662

Migliche Lehmstalt für Wein-, Ast- n. tot*n.

Wir bringen hiermit zur Kenntnis, daß an der hiesigen Lehranstalt

1. ein Obstverwertungskursus für Männer in der Zeit vom 12. bis 24. August d. Js,

2. ein Obstverwertungskursus für Frauen in der Zeit vom 26. bis 31. August d. Js.

abgehalten werden. Die Kurse beginnen an den zuerst ge­nannten Tagen vormittags 9 Uhr. Der Unterricht wird theoretisch und praktisch erteilt, sodaß die Teilnehmer Gelegen­heit haben, die verschiedenen Verwertungsmethoden einzuüben. Der Unterricht umfaßt: Obstweinbereitung und Behand­lung desselben im Keller, sowie Behandlung kranker Weine; Bereitung von Essig, Branntwein, Beerenwein, Schaumwein und alkoholfreien Getränken, Untersuchung von Reinhefen, Kahmhefen und Schimmelpilzen, ferner des Mostes auf Zucker und Saure. Bereitung von Mus, Gelee, Marmelade und Pasten; Herstellung und Aufbewahrung von Konserven und Obstsäften, Dörren des Kern- und Steinobstes und des Ge­müses. Obsternte, Sortierung, Aufbewahrung und Ver­packung deS frischen Obstes, Gurken-, Kraut- ünd Bohnen- Huerung.

Das Honorar beträgt 6 Mark, für Nichtpreußen 9 Mark. Unterkunft für die Frauen besorgt die Direktion, an welche auch die Anmeldungen zu den Kursen bis spätestens 14 Tage vor Beginn derselben zu richten sind.

Geisenheim a. Rh. den 16. Mai 1907.

Die Direktion. V 3962

Gefundene und verlorene Gegenstände rc.

Gefunden: 1 Kneifer, 1 fast neuer Mülleimer, 1 Stempelmarke zu 1,50 Mk., etwas bares Geld, 1 goldene Damenuhr mit Kette, 2 Schlüsselbunde. Auf dem Wochen­markt stehen geblieben ca. 2 Pfd. Heidelbeeren, abzuholen bei der Armenverwaltung.

Verloren: 1 Postquittungsbuch mit 2 Etnhundert- markscheinen, 1 goldene Damenuhr ohne Kette.

Zugeflogen: 1 Kanarienvogel.

Zugelaufen: 1 junger gelber Hund (Bastard). Hanau den 3. Juli 1907.

Hus Hanau Stadt und Cand.

Hana«, den 3. Juli.

* Dffene Stelle. Die Rentmeisterstelle bei der König­lichen Kreiskasse in Witzenhausen, Regierungsbezirk Cassel, zu besetzen.

* Kreiswanderbibliotheken. Die vorhandenen Bibliotheken, wurden im verflossenen Jahre durch Neuan­schaffungen ergänzt und, soweit erforderlich, ausgebeffert; es bestehen: Diei m Kreisausschußbureau ausgestellte Standbiblio- thek aus 235 Bänden, 16 Wanderbibliotheken aus je 80 und 10 aus je 82 Bänden, zusammen 2100 Bänden, überhaupt 2335 Bände. Aus Kreismitteln wurden im R.-J. 1906 187.20 Mk. aufgewendet und aus Staatsfonds ein Zuschuß von 100 Mk. bewilligt.

* Sammelwafenmeistevei. Nach dem Verwaltungs­berichte des Kreisausschusses verarbeitete die Anstalt im 4. Betriebsjahr vom 1. Juli 1905 bis 30. Juni 1906 103 Pferde, 7 Ponys und Fohlen, 215 Ochsen und Kühe, 60 Rinder über 3 Monate bis 1 Jahr, 289 Kälber unter 3 Monaten, 172 Ziegen, 10 Schafe, 211 Schweine, 32 v^rkel, 11 Hunde. An die Viehbesitzer wurden im Rech­nungsjahr 1905 vom Pächter der Anstalt als Entschädigung für die mit den Kadavern abgelieferten verwertbaren Häute 1538 Mark ausgezahlt, dagegen erhob der Pächter Schmoll als Entschädigung und für besondere Fuhrleistungen 527 Mk. von den Viehbesitzern. An Zuschüssen wurden gezahlt von der Stadt Hanau 1071.50 Mk., von dem Landkreis 1785.82 Mark, zusammen 2857.32 Mk. (2925.52 i. V.).

* Das Stipendium der Wille'schen Stiftung in Windelen ist z. Zt. frei. Dasselbe beträgt 400 Mk. und ist für junge Leute aus Windecken oder Kilianstädten bestimmt, welche in der Ausbildung für einen akademischen Beruf begriffen find. Bewerbungen find an den Königl. Landrat in Hanau zu richten.

* Turngemeinde. Wir verweisen auch an dieser Stelle nochmals auf die heute Mittwoch abends halb 9 Uhr im Vereinshause stattfindende außerordentliche Hauptversamm­lung der Turngemeinde Hanau. Die Tagesordnung ist eine überaus wichtige. Zwei Punkte derselbenVer­längerung des Mietvertrages mit dem Turn- und Fechtklub und ev. Vereinigung beider Vereine" sind von ganz besonderer Tragweite für die Weiterentwickelung des Vereins, sodaß es Pflicht aller Mitglieder ist, heute abend zu erscheinen, um ihre Ansichten in weitgehendstem Maße zum Ausdruck zu bringen.

* 38. Maingarttrirttfest. Die Vorarbeiten für das in den Mauern Fechenheims abzuhaltende 38. Main­gauturnfest sind nunmehr zum Abschluß gelangt und ver­spricht das Fest, gutes Wetter vorausgesetzt, ein in allen Teilen gelungenes zu werden. Wir geben in nachstehendem das Festprogramm in Kürze wieder: Samstag den 20. Juli, abends 8 Uhr: Kampfrichtersitzung im Saale des Gasthauses Zum Engel", 9 Uhr: Fcstkommers auf dem Festplatz, Sonntag den 21. Juli, früh 5 Uhr: Weckruf, halb 7 Uhr: Beginn des Einzelwetturnens, vormittags von 1112 Uhr: Frühkonzert auf dem Festplatz. Von 11 Uhr ab Empfang der auswärtigen Vereine, nachmittags halb 2 Uhr: Auf­stellung des Festzuges, 2 Uhr: Abmarsch desselben nach dem Festplatz. Hier allgemeine Freiübungen, Sonderwetturnen, Turnspiele, 6 Uhr: Sonderausführung des Turi^ und Fecht­klubs Hanau. Montag den 22. Juli, von 912 Uhr: Frühschoppen mit Konzert auf dem Festplatze. Nachmittags 3 Uhr: Festzug nach dem Festplatz. Hier Volksfest, Schüler­aufführungen, Kinderspiele und Reigenfahren des Radfahrer­vereinsGermania", Konzert, Tanz. Die Festmusik haben die Kapellen des 1. Leib-Dragoner-Regiments Nr. 23 aus Darmstadt und die Fechenheimer Feuerwehrkapelle über­nommen.

* Zigermerkonzert. Ueber das hier am Freitag den 5. Juli im Saalbauzum deutschen Haus" stattfindende Zigeunerkonzert schreibt derMünster-Westf.-Merkur": Das Konzert des österr.-ungar. Orchester bietet allen, auch den verwöhntesten Musikliebhabern einen Genuß ersten Ranges. Es ist ein eigenartiger Reiz, welcher die bald elegischen und klagend, bald zum feurigsten Rhythmus hinaufsteigend und wohltuend auf das Ohr wirkenden ungar. Weisen umgibt. Das aus Damen und Herren bestehende Orchester ist seiner Aufgabe vollständig gewachsen, die Mitglieder führten als vollen­dete Künstler das Programm, auf dem nur berühmte Tonkünstler ihres Heimatlandes standen, glanzvoll durch. Frl. Sadonie ist eine vortreffliche Sängerin und der Direktor Urbany geradezu ein Virtuose auf seinem Instrument. Die Auf­führungEin Märchen aus 1000. und eine Nacht" ist durch seine Farbenpracht überraschend und wurde hier noch nicht in solcher Vollendung gezeigt, so daß das Auge nicht müde wurde, den herrlichen Verwandlungen zu folgen. Man kam aus dem Sehen, Hören und Staunen nicht heraus. Wir empfehlen hiermit aufs wärmste den Besuch des Rakoczi- Konzerts.

* Luft- rmd Sonnenbad. Der VereinPrießnitz" errichtet auf den Wiesen an der Adam'schen Badeanstalt ein Luft- und Sonnenbad. Mitte Juli soll es eröffnet werden. Es wird einen Flächenraum von 1000 qm umfassen und jedermann Gelegenheit bieten, sich nach Herzenslust in Licht und Luft zu tummeln, die Gesundheit zu pflegen und den Körper durch Spiel und gymnastische Uebungen zu kräftigen.

* JttbilättM. Morgen Donnerstag den 4. d. Mts. blickt Herr Alois Peter aus Oberrodenbach auf eine 25- jährige Tätigkeit bei der Firma Jakob Schnitzer, Hof- Schlossermeister, Hirschstraße 30, zurück, gewiß ein Zeichen für das zwischen Meister und Arbeiter bestehende gute Ver­hältnis. Möge es dem Jubilar noch recht lange vergönnt sein, in Gesundheit seinen Platz auszufüllen.

* Von einem Schwindler heimgefttcht und um einige hundert Mark erleichtert wurde dieser Tage ein leicht­gläubiger Metzgermeister und Gastwirt in Gelnhausen. Der Schwindler, vermutlich ein Metzgergeselle Knopp, wie aus einer in seinem Zimmer nachträglich gefundenen Juvaliden- karte hervorgeht, stellte sich als Beamter einer dänischen Vieh­handelsgesellschaft vor, logierte sich ein und lebte auf Kosten des Gastgebers Wochen lang herrlich und in Freuden. Um sich die Abendstunden zu versüßen, unterhielt er ein Verhält­nis mit einem Dienstmädchen. Als er sich angeblich in Geld-

Verlegenheit befand, half der Gastwirt mit einigen hundert Mark bereitwilligst aus. Ein Ochsenkauf, den letzterer ge­legentlich mit seinem Gaste abschloß, wurde nicht perfekt, weil der Ochse trotz alles Wartens absolut nicht eintreffen wollte. Gegen ein weiteres Darlehen von 100 Mk. gab der splendide Däne schließlich eine Bankanweisung auf 1000 Mk. Doch die Freude des Gastwirts war nur kurz. Als er dasWertpapier" nämlich in Bargeld umsetzen wollte, teilte man ihm mit, daß die Anweisung gänzlich wertlos sei schon aus dem einfachen Grunde, weil die Unterschrift fehlte. Der angebliche dänische Viehagent war inzwischen verschwunden. Der Gastwirt machte sich auf die Suche nach seinemteuren" Gaste und hatte Glück. Auf der Rückreise von Frankfurt nach Gelnhausen sah er den Schwindler in den gleichen Zug einsteigen. In Langenselbold, wo dieser wieder ausstieg, wurde er gestellt, ließ sich aber nicht ver­blüffen, wunderte sich, daß der Ochse noch nicht eingetroffen sei und fuhr mit weiter nach Gelnhausen. In Meerholz wollte er entwischen, doch sein Begleiter hielt nunmehr die Augen offen. In Gelnhausen wurde der Schwindler von Herrn Gendarmeriewachtmeister Cassel, der inzwischen tele­graphisch benachrichtigt worden war, am Bahnhof erwartet und, nachdem er noch weitere Ausflüchte versucht, schließlich im Hause des geprellten Gastwirtes verhaftet. Von dem Gelde waren nur noch wenige Mark vorhanden.

* Empfindlicher Verlust. Der Lehrling eines kauf­männischen Geschäfts erhielt vor einigen Tagen von bekannter Seite einen Betrag von 381 Mk. zur Einzahlung in der Postanstalt. Zwei Hundertmarkscheine legte er in das auf ein Metzgergeschäft lautende Posteinzahlungsbuch und setzte sich auf das Fahrrad. Nach vorheriger Erledigung einer anderen Angelegenheit wollte er sich zur Post begeben, wurde / aber gewahr, daß er inzwischen das Posteinzahlungsbuch mit / den beiden Einhundertmarkscheinen verloren hatte. Bis \t^y hat sich der Finder noch nicht gemeldet, was insofern re bedauerlich ist, als der entstandene Schaden von Perso

zirksverein Hanau. In vergangener Woche erri Frankfurter Verein einen Bezirksverein, dem bereits glieder angehören. Das Vereinslokal befindet si

e« der

Mit- n de ttwo

fonb/te

Brauerei Orschler, Langstraße 27, woselbst jede abend Sitzungen stattfinden. Bereits am 3. I rtrlew/iur erste Vereinsversammlung statt, in der GehilU D., & Diskussion standen. Demnächst wird neben stehenden Geschäftsstelle für die Krankenk männischen Vereins auch eine solche für die lung errichtet werden. n

* Festkommers des 1. Hanauer/^^.^

1893 (c. V.). Als eine würdige Feier/« s-m-r Sn°lg« am vergangenen Samstagabend statte^ Aussicht" nahm bezeichnen. Im großen Saalezur fd/«1 Sem Will- derselbe um halb 9 Uhr seinen An^^ M Eend-n tanden hat, in letzter

Saison wieder viele Verehrer und /runderer des Futzb sportes dauernd zu seinen Anl/^ru zu mach - ,.

H* W ""Klausener u Kage wurden beifällig Glückwunschtelegramm- zu de W' " ^ 93

ausgenommen und ließen erken,-' v .

sich in ganz Deutschland -llg-?n°r Belât Meut und zu den erfolgreichsten Vereinsisiezadlt wird. D e Fi z> g, non den Äitgli-dern H-/?°lk-S und L Baum °-r> fertigt, muß in ^djnerif^n^ all.

Ebre/ Sie 'gab Anlaß / T^/fS^^ Abwechselnd kamen längs und kürzere Reden, vLv r musikalische Vorträge z - Vortrag. ^ufmerkiame Zuh fand das Mitglied y Hagemann, der ^nMefdduch einige herrliche Violin/rtrage ver chonerte > denen reichn B fall folate. In a^echlungsreichen Stunden nahm oer Kommers den schi/ten Verlauf und zeigte, ^^

- - f, Feste zu feiern, die Nicht so omo aa»

dem Gedächtnis finden werden.

Lkamilien^snd. Der Volksverein für das 'athot. Deutschland ne stattete am »ergangenen Sonntag M bet Centralhalle ei^n Familienabend, der sich «J j J g mmss.«

erweckte das/ebhafteste Interesse der Zuhörerschaft.

* Warauna. In den letzten Tagen sind von einem roeniq bestirnten Hause in Budapest bei Pforzheimer und Mengen Bijouteriefabrikanten Waren m sehr hohen Beträgen bestellt worden. Nach bem vorliegenden Auskimftsmaterial muß aber vor jeder Verbindung dringend gewarnt werden. Nähere Auskunft erteilt die hiesige Gefchäftsstelle des Creditorenvereins.

* Marnwasterwärme gestern abend 15 Grad.

kommengruß des 1. Vorsitzenden

Worten der 1. Mannschaft, die es

1. H. F.-K. 93 ver

gelungen bezeichnet werde

des Kauf- ellenvermitt-

getragen werden muß, denen es sehr schwer fallen dürft * Kaufmännischer Verein Frankfurt a. M.