.^aglV,J_,' TU__-UT2 f Hühnerei, und deckten wie 'eine Schneedecke den Boden, die Feldfrüchte sind stellenweise klein geschlagen wie Häcksel, die ältesten Leute erinnern sich nicht eines solchen Wetters. Glücklicherweise zog das Hagelwetter nur strichweise. Auch Blitzschläge richteten Schäden an. In Ober-Gleen traf ein Blitzstrahl eine Hofraite, die vollständig niederbrannte. In Gedern wurde eine Scheune eingeäschert und das Pfarrhaus getroffen. Im ganzen Vogelsberg hausten furchtbare Gk^vitterstürme, die in den Waldungen großen Schaden verursachten.
O Butzbach, 30. Juni. Vom Herzschlag getötet wurde gestern hier ein Kurgast ans Bad-Nauheim, der per Automobil nach Laubach zu Verwandten fahren wollte. Der Herr ist aus München.
§8 Lauterbach, 29. Juni. Im Lagerraum des Kaufmanns Boren brach Feuer aus. Das große Spirituslager war gefährdet und nur mit größter Mühe gelang es, dieses zu retten und so eine furchbare Katastrophe zu verhüten. Die Feuerwehr mußte eingreifen.
88 Londorf, 29. Juni. Ein furchtbares Unglück traf den jungen Zimmermann Theiß, der in die Kreissäge fiel und dem dabei der rechte Arm abgeschnitten wurde.
Muri, 28. Juni. Zu dem Liebesdrama, das sich item hiesigen Hotel abspielte, wirb noch mitgeteilt, daß stch daS Paar, der Schutzmann Ph. Huf und bas Dienstmädchen Kätchen Schmittel, als Ehepaar aus Flörsheim ins Fremdenbuch eingetragen hatte. Es ist wahrscheinlich, daß die S. mit ihrem Einverständnis getötet worden ist. Der junge Schutzmann hatte dieser Tage einen Urlaub angetreten, weil er sich mit einem Mädchen, das längere Zeit mit ihm verkehrte, verheiraten wollte. Nebenbei unterhielt H. das Verhältnis mit der S. Als die rechtmäßige Braut, ein Fräulein Klotz, die bereits alles für die Hochzeit vorbereitet hatte, davon hörte, machte sie ihre Rechte geltend und ließ daS Paar, das nach Amerika flüchten wollte, in Hamburg anhalten. Die beiden kehrten dann nach Frankfurt zurück, wo sie von der Braut erwartet würben. Hier kam es zu Auseinandersetzungen, die wohl den Anlaß zu dem Drama boten. H. stammt aus Flörsheim. Die verlassene Braut hat sich jetzt noch bereit erklärt, die Beerdigungskosten für ihn zu tragen.
Viernheim, 28. Juni. Die Blattern forderten hier schon das dritte Opfer. Vorige Woche nahm noch die 45 Jahre alte Frau Anna Filbeck am Begräbnis ihres an den Blattern verstorbenen Vaters teil und am Dienstag erlag sie nun selbst der Seuche.
Leb. Aus der Rhön, 28. Juni, Gerade noch recht hat sich die Hitze eingestellt, sonst wäre viel verregnetes Heu, das schon acht Tage lang sonnenlos daliegt, minderwertig geworden, wenn nicht ganz verdorben. Heute bei einer sengenden Sonnenglut (85°) kann noch ziemlich gerettet werden. Die Winterfrüchte stehen bald dünn, bald befriedigend, gut seltener. Das Sömmerige hat sich schön entwickelt; Gersten- unb Haferäcker sind vom Unkraut überwuchert, eine Folge vieler Nässe. Die Kartoffeln machen sich prächtig, dem üppigen Kraut nach zu urteilen. „Sehr gut" allein kann man nur von den Futtergewächsen notieren. Der Klee steht kniehoch und ist recht ausgiebig. Die Aussichten auf Obst berechtigen zur Hoffnung auf eine mittlere Ernte. Die Obst- schadlinge sind in geschäftiger Unrast. Die Heidelbeere, mit deren Sammeln jetzt begonnen wird, bringt den armen Leuten auch heuer wieder guten Verdienst ein.
Tiefenort, 29. Juni. Das gestern abend über unsern Brt und Umgegend niedergegangeno schwere Gewitter, begleitet mit wolkenbruchartigen Regen, hat mannigfachen Schaden angerichtet. Ein Blitzstrahl traf im sog. „Jungholz" eine Eiche. Der Schäfer Stiebel, der sich mit seiner Herde in der Nähe befand, wurde vom Blitz betäubt; er erholte sich aber wieder. Von den Schafen wurden 5 Stück getötet, während 4 nur betäubt waren.
V Seligenstadt, 29. Juni. Gestern nachmittag durchzogen mehrere schwere Gewitter mit heftigen Regengüssen und teilweisen Hagelschlageu unsere Gegend. Der Blitz schlug mehrmals in Telephonständer und Bäume, um größeres Unheil zu verursachen. Der kräftige Regen unterbrach zwar die
Heuerntearbeiten, kam aber den lechzenden Fluren vortrefflich zu statten. — Einen Kapitalsransch holte sich dieser Tage hier ein junger Unteroffizier aus einer benachbarten Garnison. In vorgerückter Abendstunde trat der Marsjünger per Stahlroß die Heimreise an. Schon am Stadtende glaubte er sich in seinem Quartier, entkleidete sich im freien Felde und verfiel bei „Mutter Grün" bald in tiefen Schlaf. Beim Morgengrauen suchte er vergeblich nach senken abgelegten Uniformstücken und feinem Rade und schließlich retirierte der wackere Kriegsmann nur mit dem allerintimsten Kleidungsstücke angetan, in den Abort eines benachbarten Geschäftshauses, wo ihn die erstaunten Bewohner um 6 Uhr morgens entdeckten. Nach längerem Suchen wurden die im Felde zerstreuten Uniformierungsstücke nebst dem Stahlrosse anfge- funden, worauf der gute Vaterlandsverteidiger mit bedeutender Verspätung der Garnison entgegenradeln konnte.
Frankfurter Tbcater.
Opernhaus. Vom Sonntag 16. Juni, bis incl. Samstag, 13. Juli, bleibt das Opernhaus geschlossen.
Schauspielhaus. Montag, 1. July abends 7 Uhr. Vorstellung bei kleinen Preisen. „Husarenfieber." Im Abonn. — Dienstag, 2. Juli, abends 7 Uhr. Gastspiel von Josef Kainz. „Romeo und Julia". Außer Abonn. Große Preise. — Mittwoch, 3. Juli, abends 7 Uhr. Gastspiel von Josef Kainz. „Der G'wissenswurm". Außer Abonn. Große Preise. — Donnerstag, 4. Juli, abends 7 Uhr. Gastspiel von Josef Kainz. „Rosenmontag". Außer Abonn. Große Preise. — Freitag, 5. Juli, abends halb 7 Uhr. Letzte Vorstellung vor den Ferien. Gastspiel von Josef Kainz. „Faust". 1. Teil. Außer Abonn. Große Preise.
Oeffentlicher Wetterdienst.
(Beobachtungen des Physikalischen Vereins, Frankfurt.) Voraussichtliche Witterung für die Zeit vom Abend des l. Juli bis zum nächsten Abend.
Nach Aufheiterung des Wetters morgen veränderlich; mehrfach regnerisch.
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Drahtnachrichten
Der Kaiser in Travemünde.
Travemünde, 30. Juni. Die „Hamburg" mit dem Kaiser an Bord wurde kurz nach 3 Uhr nachmittags ein- geschleppt. Der Kaiser verweilte noch einige Zeit an Bord und begab sich dann kurze Zeit an Bord des „Meteor". Der Kaiser stattete endlich der amerikanischen Lustyacht „v. Utewarae" einen längeren Besuch ab; nachher begab sich der Kaiser an Bord der „Hohenzollern". Prinz Heinrich segelte die Regatta an Bord der „Navahoe" mit. Die Ergebnisse der heutigen Regatta sind die folgenden: Unter den Rennyachtcn der Klasse 1 gewann „Orion" den ersten Preis und den Herausforderungspreis. In Klasse 4 gewann „Grunau" den ersten Preis, den Heraussorderungspreis der Lübeck-Büchener Eisenbahngesellschaft, den letzteren definitiv. „Freiheit" erhielt den zweiten Preis. Unter den Kreuzeryachten der Klasse A errang der Schooner „Hamburg" den Ehrenpreis des Lübecker Senats mit 2 Stunden 25 Minuten 50 Sekunden Segelzeit, während „Meteor" zwei Stunden 29 Minuten 21 Sekunden gesegelt hatte. In der Klasse B war „Clara" nicht gestartet. Ter Kutter „Favahoe" gewann hier den ersten Preis. In Klasse 1 (Schoner) gewann „Susanne" den ersten, „Commodore" den ersten Preis für Kutter. In Klasse 2 (Kreuzeryachten) errang „Carola" den ersten Preis, „Schneewittchen" den zweiten Preis. In Klasse 3 „Tai Pang" den ersten, in Klasse 4 „Glückauf". Um den zweiten Preis ergab sich ein totes Rennen zwischen „Isa" und „Ette 3". „Skeaf" hatte das Rennen aufge- geben. — Am Nachmittag trafen der Kriegsminister, Generalleutnant von Einem, und der Stellvertreter des Chefs des Zivilkabincits, von Eisenhardt-Rothe, hier ein und begaben sich an Bord der „Hohenzollern".
Prèrrz Keirrrich-Torirenfahri.
Berlin, 1. Juli. Jin nächsten Jahre soll anstelle des Herkomer-Nennens eine Prinz Heinrich-Touren-- fahrt veranstaltet werben, zu der Prinz Heinrich eine Trophäe zu stiften beabsichtigt.
Gewitter.
München, 1. Juli. Schwere Gewitter mit Hagelschlag verursachten am Sonntag abend großen Schaden in München und Umgegend.
Die Vorgänge in Frankreich.
Parah le Monial, (Dep. Saone et Loire), 30. Juni. Der Abgeordnete Sarrien (republikanischer Radikaler) hielt hier eine Rede, in der er fein Bedauern aussprach über die Ereignisse im Süden. Er meine aber, es sei ein eigentümliches Mittel, wenn man durch Aufreizung zu Empörung und Anarchie die Ordnung und den Ruhestand herzustellen suche. Redner versprach seine Kräfte daran zu setzen, daß der Gesetzentwurf, betreffend die Einkommensteuer, verbessert werde dadurch, daß ihm jeder inquisitatorische Charakter genommen werde. Er sagte der Regierung seine loyale Unterstützung zu und richtete die dringende Aufforderung an alle Republikaner, bei den nächsten Kantonalwahlen ihre Pflicht zu tun. Er rechne darauf, daß dann die Angriffe der Reaktionäre vergebliche sein werden.
Paris, 1. Juli. Eine in Böziers zirkulierende Petition, in der die Zurückberufung des 17. Infanterieregiments verlangt wird, erhielt viele tausend Unterschriften.
Paris, I.Juli. Mehrere Blätter sprechen die Erwartung aus, daß die Pariser Anwesenheit des aus Narbonne gè- fommenen Stadtkommandanten Gerard dazu beitragen werde, eine gewisse Milderung der politisch-militärischen Maßnahmen wie in Narbonne, so auch in Montpellier eintreten zu lassen. Bezüglich letzterer Stadt bestehen nur noch Bedenken wegen der zwischen der Studentenschaft und der Kavallerigarnison bestehenden Spannung.
Paris, 1. Juli. Das Gerücht von einem Zusammenstoß eines Panzerkreuzers mir i inern Unterseeboot, das gestern hier so große Beunruhigung hervorrief, beschränkt sich nach dem „Petit Parisien" de ! , daß bei der Landung deS Geschwaders in Mer iebir ein Matrose des Panzers „RepW- bliquo" infolge eines falschen Manövers verwundet wurde.
Die Vorgänge in Rußland.
Batnm, 1. Juli. Eine Bombe, die sich in einem auf der Post aufgegebenen Paket befand, explodierte. Die Decke, der Fußboden und sämtliche Möbel im Bureau wurden yr» triimmert. Ein Beamter wurde verwundet.
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Detmold, 30. Juni. Hier fand die feierliche Enthüllung des Denkmals für den Grasrcgenten Ernst statt. Geheimer Justizrat Kahl-Berlin hielt die Festrede, die in ein Hoch auf den Fürsten und das Fürstenhaus ausklang. Fürst Leopold gab in bewegten Worten feinem Danke dafür Ausdruck, daß des Volkes Liebe ihm ein Bild seines erlauchten Vaters geschenkt habe.
Köln, 28. Juni. Das Schwurgericht sprach das Dienstmädchen Blumenrats, bas ihr dreijähriges uneheliches Kind in der Erde vergraben hatte, frei. Das'Kind wurde damals noch lebend von einem Hunde aufgespürt und konnte «nt Leben erhalten werden. Das Gericht nahm an, daß sich die BlumenratS bei Begehung der Tat nicht im Besitze ihres freien Willens befunden habe.
Sport.
W. Bad (»ms, 30. Juni. Bei der heutigen Kaiser- Re g n t r n erhielt den StaatSpreis der Junior-Achter von der Germania-Frankfurt a. M. Der Ehrenpreis Kaiser Wilhelms I. wurde von dem Vierer btt Rudergesellschast Sachsenhausen errungen.
sprechen.
Sandeldamm 13.
Wieder täglich zu
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Santi Teutsch. MM-Mumter! »i-I>Sta, »CB 2. Juli stoss. 8'/, Uhr:!
Versammlung im Elefanten.
Tagesordnung r
1. Mitgliederbewegung.
2. Anstellungsgrundsätze.
3. Bundestag.
4. Abführen der Beträge f. d, Sterbelasse.
5. Tanzuuterricht.
6. Bestellung von Kehlen.
7. Spareinlagen.
8. Verschiedenes. 13757c
Zahlreiches Erscheinen erwartet
Der Vorstand.
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Dienstag, den Ä. Juli abeuds
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Tagesordnung r Verschiedenes.
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