Einzelbild herunterladen
 

mue

vezu-^reNr

«ertchLhrSch 1,80 DL, mouaürch 60 Pfg., für «O »LrtrZ« Nbounentm mit dem betresfeudra PsstaufjchlsA»

Die tiuMe Nummer lostet 10 Pfg.

General-Allzciger

èLâârck »ad Verlag der Buchdrucker« dM «rede, a. »aisachausir in H«r«r.

AuMHes Organ für Stadt- und Fandkreis Kanan.

Erscheint täglich mit AuZnaLme der Smn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

EisrSckrmgsgeüLyr v

Die fâafgrspaÜW« Prat^ir »s« der« Lr»^ A P^ im Srcklameateil die Küe » Pk,.

BrraâsiÄ. RüLLeur: S. Schrecker m Oms.

Ar. 147 Fernsp»«cha«schlich Nr. 605.

Donnerstag den 27. Juni

Mernsprech«»sihl«sr Nr. 605. 1907

Amtliches.

Bekanntmachung.

Die Inspektion der Infanterie-Schulen hat noch einen erheblichen Bedarf an Unteroffizierschüleru.

Die Einzustellenden in eine Unteroffizierschule müssen mindestens 17 Jahre alt sein, dürfen aber das 20. Jahr nicht vollendet haben. Der Aufenthalt dauert in der Schule im allgemeinen 3 Jahre. Die Ausbildung findet unentgelt­lich statt. Nähere Bestimmungen sind beim untenstehenden Kommando kostenfrei zu haben. Alsbaldige Anmeldungen sind erwünscht.

_ Bezirkstkommaudo Hanau.________

Frühjahrsversammlung

des Hanauer KreLsobstbauvereins zu Hanau im Gasthauszum goldenen Löwen" (Vorstadt), am Sonntag den 7. Juli 1907, nachmittags 31/» Uhr. 13429

Tagesordnung:

1. Jahresbericht, Rechnungslegung, Anträge, Vorstands­wahl.

2. Vortrag des Herrn Dr. von Peter, Direktor der Großh. Obstbauschule zu Friedberg:Neuere Maßnahmen zur Hebung des deutschen Obstbaus." Besprechung.

Der Vorstand des Kreisobstbauvereins.

[] Sus Kan au Stadt und Eand.

Hanau, 27. Juni.

Veamtsn-Personalnachrichten.

Beauftragt: der Katasterzeichner Frieling mit der Verwaltung der Katasterzeichnerstelle des Katasteramtes Cassel I, der Katasterzeichner Moritz mit der Verwaltung der Katasterzeichnerstelle des Katateramtes Ziegenhain vom 1. Juli 1907 ab.

Uebertragen: dem Forstmeister Z a i S zu Forsthaus Chausseehaus bei Wiesbaden die Oberförsterstelle in Hom­bressen vom 1. Juli 1907 ab, dem Regierungsassessor Dr. Daniels die Verwaltung des Landratsamtes im Kreise Biedenkopf, dem Förster o. R. Bernhardt zu Bengen- darf, Oberförsterei Heringen, vom 1. Juli d. I. ab die ! Försterstelle Kassel, Oberförsterei Kassel, dem Förster o. R. Sippel zu Hauswurz, Oberförsterei Neuhof, vom 1. Juli 1907 ab die Försterstelle Ahl, Oberförsterei Salmünster. U e b e r w i e s e n : der Regierungsassessor R i e d e s e l Freiherr z u E i s e n b a ch der Regierung in Cassel zur weiteren dienstlichen Verwendung.

Versetzt: der Förster Z i m m e r m a n n zu Kassel, Oberförsterei Kassel, vom 1. Juli d. J. ab auf die Förster­stelle Bischofferode, Oberförsterei Stölzingen.

Verliehen: dem Regierungssekretär Sucker in Essen vom 1. Juli 1907 ab die Rentmeisterstelle bei der Kreiskasse zu Ziegenhain.

In den Ruhestand versetzt: der Forstmeister Runge zu Hombressen vom 1. Juli 1907 ab, der Förster Gundelach in Hausen, Oberförsterei Salmünster, vom 1- Juli d. J. ab.

Gestorben: der Pfarrer Schütte zu Münchhausen.

* Wechsel im Oberpräsidium von Hessen- Nassau. Wie bereits gestern gemeldet wurde, wird der Oberpräsident der Provinz Hessen-Nassau, v. Wind heim, als Nachfolger des zum Staaisminister und Minister des Innern ernannten bisherigen Oberpräsidenten der Provinz Ostpreußen, v. Moltke, ferner der Unterstaatssekretär im Staatsministerium v. Hengstenberg zum Oberpräsidenten der Provinz Hessen-Nassau ernannt werden. Oberpräsident v. Windheim verwaltet das Casseler Oberpräsidium seit August 1903 als Nachfolger des damals nach Schlesien versetzten 'Grafen v. Zedlitz-Trützschler. Vorher war er seit Januar 1903 Regierungspräsident in Frankfurt a. O. und von 1895 bis Ende 1902 Polizeipräsident von Berlin. Ueber seinen Lebenslauf seien im übrigen noch folgende Daten in Er­innerung gebracht: Am 27. Juni 1857 geboren, trat Herr v. Windheim am 13. Januar 1879 als Referendar im Appella- tionsgerichtsbezirk Halberstadt in den Staasdienst, ging dann zur allgemeinen Staatsverwaltung über und wurde 1884 zum Regierungsassessor ernannt. Nachdem er bei der Re­gierung in Königsberg gearbeitet hatte, wurde er 1886 Land- rat der Kreises Ragnit, 1892 war er Teilnehmer an einem der Kurse, die die preußische Regierung zur Unterweisung °

von Verwaltungsbeamten und Geistlichen auf dem Gebiete der Sozialpolitik und der inneren Mission eingerichtet hatte. Im März 1894 wurde er als Hilfsarbeiter in das Ministe­rium des Innern berufen, und im April des folgenden Jah­res zum Polizeipräsidenten in Stettin ernannt. Kaum aber hatte er dieses Amt angetreten, als durch den Tod des Berliner Polizeipräsidenten Frhrn. v. Richthofen am 6. Juni 1895 der Berliner Posten frei wurde, auf den Herr v. Wind­heim berufen wurde. In seinem bisherigen Wirkungskreise in Cassel hat Herr v. Windheim sich manche Sympathien erworben. Der neue Oberpräsident von Hessen-Nassau, Hengstenberg, kennt seinen neuen Wirkungskreis bereits aus einer gut zweijährigen Tätigkeit als Regierungspräsident in Wiesbaden, auf welchen Posten er int Oktober 1902 als Nachfolger des zum Oberpräsidenten von Hannover ernannten Dr. Wentzel berufen wurde. Wilhelm Leopold Hengstenberg wurde am 24. November 1853 als Sohn des Konsistorial- rats Hengstenberg in Brandenburg a. H. geboren. Am 23. Januar 1878 zum Referendar beim Appellationsgerichte in Wiesbaden ernannt, trat er am 1. Oktober desselben Jahres in das Departement des Kammergerichts über und wurde am 10. Februar 1881 bei der Regierung in Potsdam zum Regierungsreferendar ernannt. Am 30. April 1884 wurde er der Regierung in Frankfurt a. O. als Regierungsassessor überwiesen und durch Erlaß vom 9. März 1887 mit der kommissarischen Verwaltung des Landratsamtes Lauban be­auftragt. Seine Ernennung zum Landrat erfolgte durch Be­stallung vom 26. Oktober 1887. Im April 1899 wurde er als Nachfolger des Frhr. Dr. v. Schorlemer zum Ober­präsidialrat ernannt, Oktober 1902 zum Regierungspräsidenten in Wiesbaden und 1905 wurde er als Unterstaatssekretär in das Staatsministcrium berufen. Seiner militärischen Dienst­pflicht genügte Hengstenberg als Einjahrig-Freiwilliger vom 1. Oktober 1878 bis dahin 1879 im 1. Brandenburgischen Dragoner-Regiment Nr. 2; 1886 wurde ihm der Rote Adlerorden 4. Klasse, 1890 der Kronenorden 3. Klasse ver­liehen. Den Kreis Lauban hat er 12 Jahre lang geleitet und sich besonders während der schweren Ueberschwemmungen von 1888 und 1897 große Verdienste erworben, indem er mit Erfolg bemüht war, die ungeheuren Schäden 311 beseitigen oder wenigstens zu lindern.

* Landwege im Landkreise Hanan. Nach dem Verwaltungsberichte des Kreisausschusses des Landkreises Hanau für 1906 wurden neu ausgebaut und in den Land­wegebauverband ausgenommen: 538 Meter von Hirzbach nach Rüdigheim und 160 Meter von Großkrotzenburg nach der Mainfähre, außerdem wurde der Landweg Hochstadt- Bischofsheim verlegt und hierdurch um 407 Meter abgekürzt. Nach dem Ausscheiden der Gemeinde Kesselstadt aus dem Kreisverband sind der Landweg 31 (Salisweg) mit 1450 Meter Länge und von dem Landweg 32 (Kesselstadt-Dörnig­heim) eine Teilstrecke von 600 Meter Länge an die Stadt Hanau übergegangen. Dem Landkreise Hanau verbleiben 164 646 Meter ausgebaute und 1080 Meter unausgcbaute Landwege (Gronau-Dortelweil) zur ferneren Unterhaltung.

Im Rechnungsjahr 1906 standen für Unterhaltungszwecke 84 320. Mk. zur Verfügung. Verausgabt wurden 88 964.34 Mk., mehr 4 644.34 Mk. Diesen Mehrausgaben, welche zum Teil durch außerordentliche Umbauten an den Landwegen in Bruchköbel, Großkrotzenburg und Windecken entstanden sind, stehen Kostenbeiträge dieser Gemeinden von zusammen 3200 Mk. als Mehreinnahme gegenüber. Nach Abzug der Beiträge ist eine Etatsüberschreitung von 1444.34 Mk. zu verzeichnen, welcher bei dem Extra- ordinarium eine Ersparnis von 3000 Mk. gegenübersteht. Aus Mitteln des Bezirksverbands wurde }ur Wegeunter­haltung eine Unterstützung in Höhe von 18 645 Mk. über­wiesen, wovon die Gemeinde Langenselbold für Neupflaste­rungen 971.94 Mk. erhielt. Auf Grund des Gesetzes vom 18. August 1902 wurden 24 Betriebsunternehmer zu Wege- baubeiträgen herangezogen, welche 1675 Mk. (1645 Mk.) einbrachten. Die Einnahmen von Grasnutzungen an den Landwegen betrugen 618.50 Mk.

* Verhaftet wurde in Luxemburg der von hier nach Verübung mannigfacher Straftaten flüchtig gegangene Tag­löhner Franz Peschel. Er wurde bereits nach Hanau eingeliefert.

* Misthaudkung. Der Invalide H. mißhandelte gestern auf einem Grundstück an der Lamboystraße einen älteren Mann, dem er mit einem Knüppel einen Schlag auf den Kopf versetzte. Der Verletzte mußte sich ins Land­krankenhaus begeben.

* Viehseuchen. Im Regierungsbezirk sind zur Zeit folgende Ortschaften verseucht: Tollwut: Kreis Gelli­hausen: Gelnhausen, Wächtersbach, Waldensberg; Landkreis

Hanau: Enkheim; Kreis Marburg: Marburg (Verdacht); Kreis Schlüchtern: Schlüchtern, Altengronau, Vollmerz, Bellings, Steinau, Jossa (Verdacht), Züntersbach, Kloster­höfe (Hof Raith); Schweineseuche (Schweinepest): Stadtkreis Cassel: Cassel; Landkreis Cassel: Niederzwehren, Wilhelmshausen, Oberkaufungen, Ihringshausen, Ochshausen, Helsa, Waldau; Kreis Eschwege: Wanfried, Niddawitzhausen; Kreis Fritzlar: Metze, Obervorschütz; Kreis Frankenberg: Rosenthal; Kreis Gelnhausen: Hettersroth; Landkreis H a* nau: Langenselbold, Niederrodenbach, Ostheim, Hochstadt, Kinzigheimerhof, Kilianstädten, Roßdorf, Eichen, Groß­auheim; Kreis Hersfeld: Niederaula, Hersfeld, Gershausen; Kreis Hofgeismar: Immenhausen; Kreis Homberg: Borken, Homberg, Holzhausen; Kreis Hünfeld: Hünfeld, Rückers, Burghaun; Kreis Melsungen: Altenburg, Spangenberg; Kreis Rotenburg: Lindenau; Kreis Grafschaft Schaumburg: Hessendorf; Kreis Witzenhausen: Fürstenhagen, Rittergut Hasselbach; Geflügelcholera: Kreis Witzenhausen: Laudenbach, Rommerode; Influenza der Pferde: Stadtkreis Cassel: Cassel; Landkreis Cassel: Ochshausen.

* Heimarbeit-Ausstellung zu Frankfurt a. M. Am 20. d. Mts. fand in Frankfurt a. M. unter dem Vor­sitz des Geh. Regierungsrats Bürgermeisters Varrentrapp eine Sitzung des Hauptaüsschusses der Heimarbeit-Ausstellung statt. ES wurden verschiedene geschäftliche Angelegenheiten, namentlich die Aufstellung des Finanzplanes, erledigt. Die Gesamtkosten des Unternehmens wurden auf 62,000 Mark veranschlagt; auf die wissenschaftlichen Arbeiten entfallen hiervon 32,000 Mk. An Einnahmen stehen den Ausgaben bis jetzt nur ein fester Beitrag des Freien Deutschen Hoch- stifts und der Polytechnischen Gesellschaft von je 500 Mark und ein fester Beitrag der Frankfurter Stadtverwaltung von 15,000 Mark gegenüber. Es wurde beschlossen, sich auch an auswärtige Stadtverwaltungen zu wenden, um sie ebenfalls zu festen Beiträgen zu bewegen. Die in Betracht kommenden auswärtigen Städte haben an dem Zustandekommen der Ausstellung dasselbe soziale Interesse, wie Frankfurt, da auch die in ihren Bezirken vorkommenden Heimindustrien Gegen­stand der Untersuchungen bilden. Für den Rest der unge­deckten Ausgaben ist ein Garantiefonds eingerichtet worden. Ueber den Stand der sehr umfangreichen wissenschaftlichen Vorarbeiten erstattete der Vorsitzende des wissenschaftlicher« Ausschusses, Professor Arndt, einen eingehenden Bericht. Es sind ungefähr 50 Sonder-Ausschüsse zur Untersuchung der einzelnen Zweige der Heimarbeit im Bezirke der Ausstellung gebildet worden. Zahlreiche freiwillige Hilfskräfte aus Unter­nehmer und Arbeiterkreisen haben sich zur Verfügung gestellt. Im Interesse der ®r;nblid)!eit der Untersuchungen, die ein möglichst vollständiges Bild der Hausindustrie des Bezirkes geben sollen, ist die Verschiebung der Ausstellung vom Herbst d. Js. auf das Frühjahr 1908 beschlossen worden. Die hygienischen Verhältnisse der Hausindustrie sollen Gegenstand genauerer Untersuchungen bilden; ein hauptsächlich aus Aerzten bestehender besonderer hygienischer Ausschuß wird diese Arbeiten organisieren. Es ist' erfreulich, daß das Aus­stellungs-Unternehmen in den sozial denkenden Kreisen der Bevölkerung die reichste Unterstützung findet.

* Ausgestellt. Eine silberne Vase, Stil Ludwig XV., 80 Ctm. hoch und 10 Kilo schwer, ist Donnerstag den 27. und Freitag den 28. Juni in dem Schaufenster der Firma Heinrich S p 0 n s e l ausgestellt. Dieses imposante Erzeug­nis unserer hiesigen Edelmetall-Industrie wurde in dec Silberwarenfabrik K. Kurz, Hanau-Kesselstadl angefertigt und ist für das Ausland bestimmt.

* Neues aus dem Aquarium des Frankfurter Zoologischen Gartens. Die Zoologische Station in Rovigno übersandte dem Garten vor kurzem eine größere Kollektion interessanter Seetiere, so einige ansehnliche ^Exem­plare ves Zitterrochen oder Acktischen Rochen der bekanntlich durch ein besonderes Organ befähigt ist elektrische Schläge von bedeutender Stärke auszuteilen, so daß sie selbst dem Menschen gefährlich werden können. Als weitere bemerkenswerte Seefische sind zu nennen die zu den Drachenfischen gehörigen Sterngucker, mit stark ver­dicktem unförmlichen Kopf, scheitelrecht geöffneter Mundspalte und auswärts gerichteten Augen, ferner die farbenschönen Goldstrich - undZebra -Brassen sowie verschiedene L i p p f i s ch a r t e n. Auch die Süßwasser-Abteilung ist um verschiedentlich«; kleinere einheimische Fischtypen, wie Ell­ritzen, Schmerlen, Gründlinge rc. erweitert worden. Von den Neuankömmlingen des Reptilienhauses fesseln am meisten zwei muntere lebhaft, gefärbte Eidechsen- Arten, die für das Mittelmeer-Gebiet charakteristisch sind, nämlich die Stachelfinger Äran 1h 0 d acty lus, Im Jnsektenhause sind europäische Scorpione, Maul- w u r f § g r i l l e n und interessante Käfer, so z. B. P u p p e n« räuber, Hirschkäfer, Heldböcke und andere zur Ausstellung gelangt

* Käthchen Paulus wird am kommenden S 0 n n t a g ihre zweite diesjährige Luftballon-Auffahrt ur Z 0 0l0gischen Garten unternehmen. Sie wird sich »wieder des geflügelten Pfeils als Fahrzeug bedienm, mit