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Olnctetjâhrlich 1,80 Mk., monatlich 60 Pfg., für
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G»kti*â»ck und Verlag der Buchdruckers di »<rer». r». Waiseichauser in Hanau.
General-Anzeiger
Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Hanau.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sann- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Die fünf ges-altem Petitzeile oder der« Rava» W U^
•erentwetti. Redakteur: •. Schrecker tat 0«m
Nr. 116 ff^,,sprecha»schl»tz R». 605
Dienstag den 21. Mai
Aernsprechauschlutz Nr. 605* 1907
Amtliches.
Candkreis F)anau. tMiiinitmiiiljMiKn des.Amsliße» LndeatsamtS. Unter den Schweinen zu Ravolzhausen ist die Schweine- seuche erloschen.
Hanau den 17. Mai 1907.
V 3461
Der Königliche Landrat.
J. A.: Conrad, Kreissekretâr.
Die diesjährige Körung und Revision der Zuchtbullen im Landkreise Hanau findet an nachverzeichneten Terminen und Orten statt.
Im I. Bezirk (Hanan).
Körungs-Kommisstonsmitglieder: Domänenpächter Kimmel- Rüdigheimerhof, Bürgermeister Köppe l-Mittelbuchen und Kreisiierarzt Wittling er.
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Mai, vormittags 7 Uhr in Rüdigheim,
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Oberissigheim, Niederissigheim, Bruchköbel, Mittelbuchen, Wachenbuchen, Keffelstadt, Großauheim, Großkrotzenburg.
Im II. Bezirk (Bergen).
Körungs-Kommisstonsmitglieder: Oekonom Wilhelm Karl- Fechenhcim, Landwirt Wilhelm Rcuhl 7r - Bischofsheim, Kreistierarzt W i t t l i n g e r.
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III* Bezirk (Langenselbold)
Dörnigheim, Fechenheim, Bergen, Gronau, Niederdorfelden, Bischofsheim.
Körungs-Kommissionsmitglieder: Landwirt Friedr. Wilh. Fuchs-Langenselbold, Bürgermeister Clauß-Ravolzhausen
und
Kreistierarzt W i t t l i n g e r.
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IV» Bezirk (Windecken)
Ravolzhausen Hüttengesäß Neuwiedermuß Langenselbold Oberrodenbach Niederrodenbach Rückingen.
Körungs-Kommissionsmitglieder: Bürgermeister B r o d t- Ostheim, Bürgermeister Stroh- Marköbel und Kreistierarzt W i t t l i n g e r.
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Juni, vormittags T1/^ Uhr, in Erbstadt
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Eichen Ostheim Windecken Kilianstädten Oberdorfelden Marköbel Butterstadt Roßdorf.
Die Herren Bürgermeister
wollen die
Vullenhalter hier
von in Kenntnis setzen und auweisen, die Kommission angegebenen Zeit zu erwarten.
Hanau den 18. Mai 1907.
V 3576
Der Königliche Landrat. v. Beckerath.
zu der
Gefundene und verlorene Gevenstände re.
Zugelaufen: Vor dem Kanaltor 1 ein weißer Hund mit braungelbem Kopf (schottischer Schäferhund).
Hanau den 21. Mai 1907.
Aus Ran au Stadt und Tand.
Hanau, 21. Mai.
* Ernannt. Der Oberlehrer am Königl. Gymnasium dahier Herr Professor Dr. Gustav Vomberg ist zum Gymnasialdirektor ernannt worden. Vom 1. Juli d. J. ab wurde ihm die Leitung des Königs. Gymnasiums in Dillenburg übertragen. Das Weggehen dieses hervorragend tüchti-
gen Lehrers und Erziehers bedeutet für das hiesige Gymnasium einen empfindlichen Verlust.
* Verseht. Lazarett-Verwaltungs-Jnspektor Schneider vom hiesigen Garnison-Lazarett als Lazarett-Oberinspektor nach Bockenheim und Lazarett-Inspektor Böhm von Metz als Lazarett-Verwaltungs-Jnspektor nach Hanau.
* Turnerisches. Die Knaben- und Mädchenabteilungen der Turngemeinde werden morgen nachmittag das Forsthaus besuchen, um dort bei Gesang und Turnspielen einige vergnügte Stunden zu verbringen. Der Abmarsch erfolgt um halb 3 Uhr von der Turnhalle aus.
* Nâucherungsversuche gegen die Frostgefahr. In dem jetzt erschienenen Bericht des Versnchsgartenvereins Sachsenhausen wird über die im Frühjahre 1906 vorge- nommeuen Versuche, das Erfrieren der Baumblüten durch die Frühjahrsfröste zu verhindern, folgendes berichtet: Als in der letzten Aprilwoche unsere zahlreichen Birnbäume in schönster Blüte standen, trat in der Nacht vom 24. zum 25. scharfer Frost mit Reif ein, der auch die Fruchtansätze der Birnen völlig zu vernichten drohte. Wir suchten der Gefahr durch Räucherung zu steuern. Ueber diesen Versuch kann folgendes berichtet werden: 35 Räucherpfannen (gewöhnliche Küchenpfannen, die vor Jahren zu diesem Zivecke angeschafft worden sind) nebst 2 Räucherapparaten von Karl Waas in Geisenheim waren schon einige Tage vorher im Garten verteilt und mit Räuchermasse beschickt worden. Als die Temperatur gegen Mitternacht auf + ^a0 R. gesunken war, wurde angezündet. In 3/i Stunden hatte sich soviel Rauch entwickelt, daß der mit Bäumen besetzte Teil des Gartens in eine Rauchdccke wie in einen Nebel eingehüllt war. Während nun ringsum das Thermometer immer tiefer sank und schließlich — 5° R. zeigte, hielt sich die Temperatur in dem Nauchgebiet auf ^0 N. Wärme bis um 4’/* Uhr morgens. Um diese Zeit zerteilte sich die Rauchdccke, und gar bald hatten wir auch im Garten — ^0 R. Kälte. Der größte Teil der Blüten war, wie sich bald zeigte erfroren. Bei diesem Versuch erwies sich eine Räuchermasse aus der Chemischen Fabrik von Dr. Nördlinger in Flörsheim als recht brauchbar. Sie entwickelte in kurzer Zeit verhältnismäßig viel Rauch und brannte doch nur langsam weg. Nach Ansicht unseres Obergärtners wäre der Versuch völlig gelungen, wenn wir statt der immerhin ungeeigneten Kücheiipfannen mit einer genügenden Zahl Räucherapparate hätten arbeiten können.
* Pfingsten. Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben — und die Wettermacher nicht, bevor sie ein anständiges Pfingstwetter geliefert haben. In ihrer Freude über die endliche Besserung der Witterung hatten die Menschen rasch allen Winterärger vergessen und dem „prächtigen Mai" manches Loblied gesungen. Sogar auf die „gestrengen Herren" hatte das gute Beispiel ansteckend gewirkt, indem sie sich so manierlich verhielten, daß sie nicht nur nicht als „Eismänner" verwüstend durch das Land gezogen sind, sondern sogar der Menschheit ganz gehörig eingeheizt hatten. In all die eitel Freude und Wonne, die schon für Pfingsten die kühnsten Ausflugsprojekte entstehen ließ, fiel ein düsterer Schatten, aus vielen Gegenden wurde Schneefall gemeldet und Ueberüeher und Regenschirme kamen plötzlich wieder zu ganz besonderen Ehren — mehr als recht und gut war. Statt des „festlich heiter glänzenden Himmels" sah man ein Stimmungsbild, das unwillkürlich an das bekannte schöne Lied von der „häßlichen Einrichtung" erinnerte: „Die Wolken flieh'n, der Wind saust durch die Blätter, ein Regenschauer geht durch Wald und Feld!" Kurz gesagt, das „Pfingstwettcr" hat manchem einen Strich durch die Rechnung gemacht, mancher schöne Plan von einem Pfingst-Aus- fliig wurde lieber unausgeführt gelassen oder erfuhr eine erhebliche Einschränkung. Die so schön hergerichteten Gartenlokale blieben verwaist, schon der Gedanke daran rief ein gelindes Frösteln hervor. Auf dem Feldberg tanzten am 1. Feiertag verschiedentlich Schneeflocken hernieder, auch von Ausflüglern nach dem Rheingau mirb berichtet, daß dort Züge einliefen, die mit Schnee bedeckt waren. Konstatiert muß jedoch werden, daß trotz dieser Ungunst der Witterung das „lieblichste der Feste" eine Unmasse Leute hinausgelockt hatte und der Bahnverkehr nach den beliebtesten Ausflugsorten, wie Rhein, Taunus, Spessart usw. ein ganz gewaltiger war und die Züge vielfach erhebliche Verspätung hatten.
* Sparkafiep-Berband. Die neugegründete ftäbth sche Sparkasse in Biebrich a. RH. ist dem ,.Sparkasfenverbano für die Provinz Hessen-Nassau und das Fürstentum Waldeck" als Mitglied beigetreten. Dem Sparkassenverband gehören nunmehr sämtliche öffentlichen Sparkassen, m den Regierungsbezirken Cassel und Wiesbaden, sowie im Fürstentum Waldeck am '
* Kurort Wilhelmsbad. Morgen nachmittag von 4 Uhr ab, findet zu Wilhelmsbad großes Militär-Konzert der Kapelle des Inf.-Regts. Hesien-Homburg Nr. 166 statt.
* Kaiserhof. Trotz des ungünstigen Wetters entwickelte sich gestern hier ein reges Leben. Geschützt durch die großen Hallen konnten die Besucher des schönen Gartens bis in späte Stunden verweilen und wird er auch heute wieder das Ziel vieler sein.
X Niederissigheim, 19. Mai. Die hiesige Gemeindebehörde faßte einstimmig den Beschluß, die Alters- zutage des Lehrers vom 1. April d. Js. an auf 180 Mk. zu erhöhen.
Für Errichtung eines Anssichtsturmes aus dem Buchberge bei Langenselbold gingen ein:
Hch- Pf. - .
Voriger Betrag.
2.- „
1536.— „
Zusammen bis jetzt 1538.— Mk.
Weitere Spenden nimmt gerne entgegen die Redaktion des „Hanauer Anzeigers"
JiMchMlsfeier und GesauMicWrcit.
? Langendiebach, 20. Mai 1907.
Unser Ort hatte ein hübsches Festgewand angelegt, die Häuser waren mit Blumen, Guirlanden und Fahnen reichlich geschmückt, galt es doch am 19., 20. und 21. Mai das 25jährige Jubiläum des Gesangvereins „Sängerlust", verbunden mit Gesangswettstreit festlich zu begehen. Am ersten Festtage den 19. vollzog der Gesangverein „Sängerlust" zunächst einen Akt der Pietät für seine verstorbenen Mitglieder. Nachmittags 4 Uhr begab sich der Verein in corpore mit Fahne nach dem Friedhofe. Hierselbst angelangt, intonierte die Musik den Choral „Was Gott tut, das ist wohlgetan", hierauf hielt Herr Pfarrer He rchen röther eine ergreifende Ansprache, worauf durch schwarz gekleidete Jungfrauen die Schmückung der Gräber der elf verstorbenen Mitglieder erfolgte, während die Musik einen Trauermarsch spielte. Nachdem der Gesangverein „Sängerlust" den Choral „Wie sie so sanft ru^n" gesungen und die Musikkapelle nochmals einen Choral intoniert hatte, war die ernste und erhebende Feier zu Ende. Ein überaus zahlreiches Publikum hatte sich zu dieser Gedächtnisfeier eingefundep. Unter den Klängen eines Marsches der Ulanenkapelle wurde der Rückmarsch nach dem Vereinslokal angetreten.
Abends 6‘/2 Uhr versammelten sich die hiesigen Vereine und marschierten mit Musik nach dem Festplatz, hier angelangt, trug der festgebende Verein den Chor „Ehre sei Gott in der Höhe" vor, worauf der Vorsitzende des Vereins Herr August L i ß m a u n eine herzliche Begrüßungsansprache hielt und dabei erivähnte, daß zwei Mitglieder, die Herren Wilhelm Wörner und Jean F u ck e r , auf eine 25jährige ununterbrochene Gesangstätigkeit zurückblicken können. Die beiden Jubilare sollen durch eine spätere Feier noch besonders geehrt werden. Daß dem Gesangverein „Sängerlust" auch von auswärtigen Vereinen große Sympathie entgegeugebracht wurde, bewiesen die überreichten Ehrengaben. So überreichte mit einer kernigen Ansprache Herr Paul im Namen des Gesangvereins „Fröhlichkeit" - Hanau ein in Rahmen gehaltenes Ehrendivlom, die gleiche Ehrengabe übergab der Gesangverein „Eintracht"-Rückingen. Frl. Gönner hier überreichte im Namen der Jungfrauen Langendiebachs einen kostbaren silbernen Kranz, ferner widmete der Mannerchor Bruchköbel eine hübsche Fahnenschleife, der Gesangverein „Lyra" zu Bad Kreuznach einen silbernen Fahnennagel und der Männergesangverein Dieburg einen silbernen Lorbeerkranz. Hieraus erfolgten Gesangsvorträge des Gesangvereins „Lieder- kranz"-Langepdiebach. Die hiesige Turngesellschaft stellte prächtige Pyramiden. So verlief der Kommers, der auch von den Nachbarorten zahlreich besucht war, in angenehmer Speise, nur durch die kühle Witterung konnte so eine rechte Feststimmung nicht zur Geltung kommen. Die Manenkapelle unter der, persönlichen Leitung des Herrn Musikdirigenten ll r b a ch leistete Vorzügliches. Am heutigen zweiten Festtag machte wiederum der Himmel ein trübes Gesicht und bald stellte sich auch ein leichter Regen ein, der ar er später wieder nachließ, sodaß die weitere Feier programmgemäß abgewickelt werden konnte.
Das Wettfingen
i begann pünktlich. um 9^2 Uhr vormittags.
, _......^_. In beiden Sälen
sana der Gesangverein LiederkranL"-Lanaendiebach den De-