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Seit- 11

28. April.

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Handel, Gewerbe und Verkehr.

âMverke-AktrenaeseÜschasL vorm. Hem & Stenger, Aschaffenburg. DaS Unternehmen ergehe einschließlich der Filiale Hanau im Berichtsjahr in Kalk einen Mehrumsatz non 108 Waggonen und in Bauarnkeln von 241 Waggonen. Die Verkaufspreise waren im allgemeinen cm wenig besser als in den Vorjahren. Das Ziegeleigeschüsr ging auch in diesem Jahre befriedigend weiter. Die Verluste waren ge­ringer als im Vorjahre. Die Seilbahnanlage bewahrte sich fortgesetzt. Die SackumLerechnung beim Kalke wurde ganz durchgeführt. Die Gesellschaft besorgt auch für 1907 u. ff. als Verkaufsstelle der Schwarzlaikwerre den Verkauf für die Firmen: Kahlgrund-Eisenbahn-AktiengeseUschnft Schöllkrippen, P. Roßmüller & Sohn zu Steinau und Johann Lorenz Michel zu Hanau. Die Aussichten pro 1907 sind soweit be­friedigende ; trotzdem die schlechte Witterung in den ersten Monaten dieses Jahres naturgemäß Ausfall in der Pro­duktion brachte. Die Verkaufspreise sind gegen das Vorjahr gebessert, doch stehen dem teilweise Mehrausgaben für Löhne und teurere Kohlen gegenüber. Aus dem nach 38 4o< Mk. (i. V. 36157 Mark) Abschreibungen auf Anlagen verbleiben­den Reingewinn von 88 378 Mark (80 323 Marl) gelangt, wie bereits gemeldet, eine Dividende von 8 Proz. (7'st Proz.) zur Verteilung. In der Bilanz werden 259 044 Mark (274 364 Mk.) Kreditoren ausgewiesen, denen in bar, Wechseln und Bankguthaben 33 126 Mark (15 466 Mark) gegenüber stehen während bei Debitoren 350 305 Ämrk (358 Ob7 Mk.) ausstânden. Vorräte sind mit 77 412 Mark (68 928 Mark) bewertet. Die Anlagen flehen mit 763 900 Mark (782 o32 Mark) zu Buch. Bei 800 000 Mark Aktienkapital beträgt die Reserve 54 700 Mk., die Reserve II 8000 Mk., der Delkredere 7500 Mark.

Hus aller Mell.

Gin Steckbrief Dev alten Griechen ist kürzlich bei den Ausgrabungen von Milet gefunden und von Direktor Dr. Wiegand der Berliner Akademie der Wissenschaften mit­geteilt worden. Die Urkunde steht, wie die „Umschau" mit­teilt, auf dem großen Nordmarkt von Milet am Löwenhafen, sie stammt aus dem Jahr -149 vor Christo und richtet sich gegen die Mitglieder des Nelidengeschlechtes. Nach blutigen Bürgerkämpfen war dieses Geschlecht für immer aus Milet verbannt worden ; nun werden in diefem Steckbrief Geld­prämien auf die Ergreifung und Tötung jedes Mitgliedes bis zu 100 Sicherer (etwa 2500 Mk.) ausgesetzt. Die städtischen Organe werden angewiesen, bei Androhung einer Strafe von 50 Stateren für' das Kollegium und 100 Sta- teren für dessen Präsidenten, jeden Neliden sofort hinzu­richten. Der Steckbrief soll dauernde Gültigkeit haben, so­lange es noch NeUden gibt . . .

ÄinDmnunD« In der „Köln. Zeitung" ist zu lesen: Müllers — so wollen wir sie nennen — sind eine rheinische Familie, die von jeher anch mit den rheinischen National­tugenden aus gestattet war: dem Musiksinn, der Sangeslust und einem erheblichen Maß von Mutterwitz. Großvater, Vater, sämtliche Onkels, Neffen, Tochter und Nichten, musi­zieren. Ist es da verwunderlich, wenn Vater Müller sich gewissermaßen in seiner Familien- und Standesehre verkürzt iah, daß sein Jüngster, Franz, zu den anscheinend ganz un­musikalischen Menschenkindern zählt? Fränzchen kam zur Schule und vor kurzem konnte der vielgeprüfte Nater wieder mal eines jener gefährlichen Dokumente in Händen halten, die Schulzeugnis heißen. Er überflog den sonst nicht üblen Befähigungsnachweis seines Films und sah mit Schmerzen alsbald den wundert Punkt. Mit gerunzelter Stirn fragte er: „Sag' mal, Franz, wie kommt das, daß Du im Singen nur „genügend" hast?" Fränzchen denkt einen Augenblick nach, dann macht er ein Schmollmündchen und sagt unver­zagt: „Was kann ich denn dafür, daß der Lehrer immer anders singt, als ich?" • — , Na, Gott sei Dank!" platzt der Vater los,' wenigstens den Mutterwitz hat er doch geerbt!"

SchwaLbenliebe. Ueber eine eifersüchtige Schwalben- gattin wird dem „Franks. Gen.-Anz." folgende reizende kleine Beobachtung mitgeteilt : Im Sommer des Jahres 1887 hatten wir Gelegenheir, ein Schwalbenehepaar in der Inti­mität zu beobachten. Es erschien im Anfang des Sommers in unserem Schlafzimmer mit der deutlich zutage tretenden Absicht, sich dort anzusiedeln. Nach heftigen Familien- kämpfen für und wider wurde es vertrieben und zog ins Eßzimmer, wo es sich den Platz auf der Hängelampe als hübschesten Nistplatz erkor. Auch von hier wurde es unbarm­herzig verscheucht, blieb uns aber trotzdem immer noch treu und begann nun emsig ein Nest auf der Saibinenstange des­selben Eßzimmers zu bauen. Dort ließen wir es unbehindert und beobachteten das innige Zusammenleben des Schwalben­paares, das Brüten und Auskriechen der Jungen, ihr Wachs­tum und ihr endliches Ausstiegen aus dem heimatlichen Nest. Das Paar war wieder auf seine gegenseitige Unter­haltung angewiesen und der alte Schwälberich schien Lange­weile zu empfinden, die ja bekanntlich die beste Brutstätte für dumme Gedanken ist. Eines Abends blieb er fehr lange fort — seine Gattin saß mit unruhig blinkenden Augen auf ihrem Nestrand, flog hin und wieder nach der offen ge­bliebenen, in den Garten hinaus führenden Glastür und verriet eine deutliche Unruhe. Wir ließen die Tür offen und warteten. Endlich erschien der unpünktliche Ehemann, und zwar in Begleitung einer zierlichen kleinen Schwalbendame, mit der er sich etwas verlegen auf die Stange über dem zweiten Fenster niederließ. Unsere Schwalbenfrau saß un= bewealich und erzürnt auf ihrem Nest; sie verwandte keinen Blick von ihrem Manne, der nach einer Weile, beunruhigt und mit allen Zeichen der Angst vor ihrem Zorn, seine Ge­fährtin zurücklassend, zum Nest hinüberflog. Mit großer Spannung beobachteten wir den sich nun entspinnenden Streit. Unter heftigem Geschrei verteidigte die beleidigte Frau ihr Nest gegen ihn, sie tobte ihn förmlich an und er blieb, immer kleinlauter und geduckter in Haltung und Ge- berden, eine gute Strecke von ihr entfernt sitzen. Nach einer geraumen Zeit, als die Hausfrau, wieder beruhigt in ge­rechtem Zorn, ihm verachtungsvoll den Rücken gewandt hatte, flatterte er zu der Freundin auf dem zweiten Gardinenbrett und versuchte ihr auf jede Weise, durch Tat und Wort, be­greiflich zu machen, daß sie gehen müsse; als sie sich allzu energisch sträubte und er in natürlicher Wohlerzogenheit es nicht über sich vermochte, sich mit ihr in ein Handgemenge eingulaffen, erschien plötzlich seine Frau und wiederholte vor dem Eindringling noch einmal den ganzen zornigen Auftritt mm vorhin, Mit vereinten Kräften beförderte das Ehepaar

DontteröLaü

a^r»^.d— ;1«£1» ff-s ^.-—««.-^ ^ir*<«»»-g3OCTreji.éa^ .^^«,»^. uiutMiMUIMOTfi tiTÄDMJU» ^tMaMaMöeÄ» die Fremde hinaus; triumphierend lehrte die Schwalben­gattin in ihr Nest zurück, in dem sie üch recht nufgeplusterL und bequem zur Rube fetzte, al? aber ihr Manu, immer noch zerknirscht, sich ihr nahte, um ebenfalls sein Lager auszu- fndien, wies sie ihn mit heftigen Strichen und Stößen ihres Köpfchens fort und er mußte die ganze Nacht aus der Stange sitzend zubringcu. Erst nur folgenden Tage willigte sie in eine endgültige Versöhnung.

Die Feuer»bvt»Nft im Unglückshttfe« zu Toulon hat schrecklich gewütet. Alsbald waren mehrere Magazine zerstört. Vergebens suchte man die Schule der Torpedo- Offiziere zu retten. Auch diese? Gebültde mit seinem Inhalt wichtiger Modelle tvar im Zeiträume einer halben Stunde verloren. Mehrere Soldaten mib Matrosen wurden infolge von Gasen die vom Brandherde ausströmten, ohnmächtig. Unmöglich war es, in? Innere des Unterseeboot-Pavillons einzudringen. Auch dieser wichtige Bau ist eingeüschert. Alle Dokumente der „Jena"-Kommission berauben sich in diesem Lokal, das als Sitzungssaal diente. Die Aufregung in Toulon, dessen Bevölkerung durch die Alarmschüsse nm Mitternacht auf die Straße getrieben wurde, ist unbeschreib­lich. Von den 20 beschäftigten Soldaten gilt einer als ver­loren. Ueber die Ursachen des Brandes lausen in Toulon die wildesten Gerüchte um. Amtlich verlautet noch nichts darüber. Doch sind in der Nähe der Brandstelle zwei Stücke Zünder von einer Sorte, wie sie in der Marine nicht im Gebrauch sind, gefunden und beschlagnahmt worden. Auch geht das Gerücht, daß das Feuer im Arsenal an mehreren Stellen des Werg- und Holzrauines gleichzeitig ausgebrochen sei. Ueber die am Brandorte aufgefundene Lunte wird be­richtet, daß dieselbe aus Hanf gedreht war und vor einem . Gebäude lag, in welchem sich bedeutende Mengen von Pe­troleum, Oel, Kerzen und andere, leicht entzündbare Gegen­stände befanden. Die Zahl der Verwundeten wird auf mehr als 40 angegeben, 17 davon liegen im Spital. Im gleichen Augenblich als das Feuer im Arsenal ausbrach, entstand eine große Feuersbrunst am anderen Ende der Stadt im Viertel Maison neuve. (Alle diese merkwürdigen Umstände, lassen darauf schließen, daß recht viel faul im Unglückshasen Frankreichs ist.)

3itr DampferkatasLrophe bei Hoek van Hol­land. Der in London erfolgte Spruch des Seeamtes in bezug auf die Strandung des Dampfers „Berlin" besagt, daß das Schiff beim Verlassen des Ausgangshafens in gutem Zustande und mit den erforderlichen Rettungsvorrich- tungen ausgerüstet gewesen sei. Der Grund der Strandung liege in einem Irrtum des verunglückten Schiffsführers beim Versuch, in den neuen Kanal unter den herrschenden Wetter- verhältnissen cinzulaufen, und der Unterschätzung der Flut­stärke. Die schwere See habe es den Reiturlngsmannschaften unmöglich gemacht, an das Schiff heran'zukoinmen; jedenfalls fei aber alles, was möglich sei, in dieser Richtung geschehen. Das Schiff sei nicht zu allen in Betracht kommenden Zeilen mit der erforderlichen seemännischen Umsicht navigiert und geführt worden.

Die Berhaftttttst eines Slnsreitzers, des Hoch­staplers Czapeck, der auf dem Transport aus einer Irrenan­stalt entsprang, ist der Polizei in Wien gelungen. Nach seiner Flucht fand man in seinem Nachlaß die Phoiographien zweier jungen Mädchen, die ermittelt wurden. Czapeck korre­spondierte mit ihnen unter „kck§. 33 Hauptpostlagernd Wien." Zuletzt schrieb er, daß er am Montag nach Wien zurück­kehren werde. Als er das Hauptpostamt anfsnchte, wurde er auf der Stelle festgenommen.

Ein Hans im BelagerungsMftanb. Tolle Zu­stände herrfchen, wie aus Tondern geschrieben wird, in einem Hause am dortigen Marschbahnhof. Der Bahnfiskus hat die Bewohner des Hauses von jeder Verbindung mit der Außenwelt abgefchniiten, indem er vor dem Hause eine Bret­terplanke äussreren ließ, weil der Besitzer sich weigerte, die von der Bahn verlangte Summe für daS Zugangsrechl nach der bahnfiskali'chen Straße zu zahlen. Nachdem sich die Bewohner zlmächst dadurch zu helfen gesucht, daß sie über die Planke hinwegstiegen, um auf die Straße zu gelangen, ist auch dies ihnen jetzt unmöglich gemacht worden, da ein von der Bahn dort aufgestellter Posten jeden derartigen Versuch hindert. Die Post hat die Bestellung der Postsachen einge­stellt. Brot und sonstige Nahrnngsnlittel werden den Haus bewohnern in Paketen über die Planke zugeworfen. Die im Hause wohnenden Geschästsleute können ihrem Beruf nicht nachgehen, benn nur die Bahnbeamten, die darin ihr Domizil haben, besitzen das Recht zum Verlassen des Hanses, um ihren Dienst versehen zu können; doch auch sie müssen den Weg über die Planke nehmen. Nur die schulpflichtigen Kinder sind mit dem gegenwärtigen Zustand äußerst zufrieden, denn sie brauchen keine Schule zu besuchen.

Lebensversicherung. Seir 1891 hat die Victoria Jahr für Jahr in der großen Lebensversicherung — also die Volks-Versicherung nicht eingerechnet — von allen deutschen Gesellschaften stets den größten Reinpiwachs im Bersicherungsbestand erzieln Dieser Reinzuwachs ist stets größer geworden und hat für das Jahr 1906 die in Deutschland noch nicht dagewesene Höhr von 65 Millionen Mark erreicht, das sind rund 80 Millionen Mark mehr, als die nächste Gesellschaft ver­zeichnen kann. Diese Erfolge verdankt die Gesellschast ihrer Rührigkeit, der umfangreichen Beteiligung der Versicherten am Gewinn und ihren unübertroffenen Versicherungs-Bedingungen. Die Police der Victoria gilt für die ganze Erde, ist nach einem Jahre in den gesetzlichen Grenzen absolut unanfechtbar und nach drei Jahren bedingungSgemäß unverfallbar. Für den Kriegsfall bleibt sie voll in Kraft; hierfür haben nur Berufssoldaten eine besondere Prämie zu zahlen Gegen eine geringe Zuschlagsprämie wird im Jnvaliditätsfall die Police beitragssrei, und es kann daneben eine Jnvaliditätsrente bis zu 15*7» der Versicherungssumme versichert werden, ohne daß das Recht auf die Versicherungssumme dadurch irgendwie geschmälert wird. Es hat wahrlich seinen guten Grund, daß der Löwenanteil des deutschen

Lebensversicherungs-Geschäftes der Victoria zufällt.

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Schrffsberichte.

(Milgeteil! von Agem Ad. Treus ch-Hcmau.z

Hamburg, 22. April. Der Dampfer „Antonia" von der Hamburg-Amerika-Linie ist gestern in Oporto ringe- troffen.

Bremen, 23. April. Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd „Aachen" ist gestern in Bahia eingetroffen.

Gnsksimmflsfner im HesWtn Dia!«

0 Cassel, 22. April.

Die Feier begann mit den. Festgottesdienst, der um 5 Uhr nachmittags in der Wehl heider Kirche sta^nand. Dre geräumige festlich geschmückte Kirche war von Freunden und Freundinnen des Diakonissenhauses aus Stadt und Land bis auf den letzten Platz gefüllt. Nachdem die Schwestern- schar unter Führung der Geistlichen und des VorNandeS in die Kirche eingetreten war, sang die Festgemeinde drei Verze des Liedes „O daß ich tausend Zungen hätte". Danach be­stieg Herr Pfarrer Correvon aus Frankfurt a. M. die Kanzel und hielt die Festpredigt, welcher er das apostolische Wort Galater 2, 19 und 20 zu Grunde legte. In gewaltiger packender Predigt legte der Festprediger Zeugnis ab von dem Kreuz, das der Mittelpunkt des Christenglauben? und da? Marr des Christenlebens ist. Nachdem nunmehr drei Verse des Liedes „Einer ist's, an dem wir hangen" gesungen worden waren, wandte sich der erste Hausgeistliche, Herr Pfarrer D. Sardemanu, an die 14 einzusegnenden Schwestern, die vor dem Altar Platz genommen hatten, mit einer An­sprache im Anschluß an Philipper Kap. 3, V. 13 und 14 und Kap. 1, D. 6, in welcher er den Schwestern anè Herz legte, allezeit in dem Bekenntnis der Demut zu bleiben „nicht daß ich es schon ergriffen hätte", aber auch festzuwerden in der gewissen Zuversicht, daß GotteS Gnade zum Ziele führt. Unter Assistenz der Herren Pfarrer Nordmann und Merlyn nahm sodann Pfarrer 0. Sardemann die Einsegnung der Schivestern zum Diakoniffenamte vor.

Die Namen der 14 Schwestern sind folgende:

' Schwester Käthe Becker aus Marburg.

' „ Marie Becker aus Eschwege.

„ Marie Belz aus NenwiedernruS.

„ Pauline Berger aus Geismar.

„ Marie Degenhardt aus Istha.

„ Emilie Hoffmann aus Kirchditmold.

„ Katharina Hofmann aus Langenschwarz.

„ Elise Munk aus Datterode.

„ Else Naue aus Göttingen.

„ Anna Pöhner aus Cassel.

„ Sophie Rohrberg aus Cassel.

„ Anna Schmidt aus Felsberg.

„ Philippine Schmidt aus Marburg.

Anna Weil aus Borken.

Nach der Einsegnung stimmte der Schwesternchor den Gs* betsvers au: „Herr laß sie von den Fünfen _ sein". Mit Schlußgebet und Schlußlied erreichte der Festgottesdienst

gegen ^«T Uhr sein Ende.

Nach der kirchlichen Feier versammelten sich die Ange» hörigen der Schwestern mit zahlreichen Freunden des Diako­nissenhauses zu einer Nachfeier in dem Mutterhause, welch« die Festgenossen noch einige Stunden in froher und gehobener Stimmung beisammen hielt. Die Nachfeier wurde eröffnet mit dem gemeinsamen Gesang deS Liedes: „Lobe den Herrn, den mächtigen König der Ehren". Der Anstaltsoorsteher begrüßte mit herzlichen Worten die Versammelten, über­brachte die Grüße des Vorsitzenden des Vorstandes, des Herrn Konsistorial-Präsident von Altenbockum, der von Cassel abwesend ist, und überreichte dem Rechnungsführ«r der Anstalt, Herrn Rechnungsrat Aufiarth, mit innigen Worten des Dankes und der Anerkennung für 25jährige, überaus sorgfältige und treue Führung der Kaffe des Dra» konissenhausès das Hofmann'sche Bild „Jesus in Bethanien". Gemeinsame Gesänge der Anwesenden und Ansprachen der Herren Generalsuperintendent Möller, Pfarrer Correvon, Pfarrer Fliedner aus Marburg und Landgerichtsrat Büff. sowie der Frau Oberin wechselten miteinander ab, bis gegen ^« 10 Uhr die schöne Einsegnungsfeier ihren Abschluß sand. Bemerkt sei, wie in einer der herrlichen Ansprachen deS Abends mitgeteilt wurde, daß die Zahl der Diakonissen» Mutterhäuser gegenwärtig 81 beträgt, die Zahl der Schwestern 18 128, die auf 6520 Arbeitsgebieten tätig sind; die jähr­lichen Ausgaben und Einnahmen sind in den letzten 40 Jahren um daS 22fache gewachsen, betragen zur Zeit 18 Millionen Mk.

Möge das große Diakonissenwerk, auf welches Gott der Herr in den 70 Jahren reichen Segen gelegt hat, auch ferner wachsen und viel Segen stiften, mib möge auch unser hei­matliches Hessisches Diakonissenhaus sich weiter glücklich ent­wickeln Gott zur Ehre und der Hessischen Kirche und Heimat zum Segen.

Verlosungeit.

Anleihe der Stadt Brüssel vom Jahre 1902«. Ziehung vom 15. April 1907. Auszahlung ab 1. Juli 1907. Gezogene Serien: 4940 9492 12077 16523 18097 24381 27054. Hauptpreise: Serie 16523 Nr. 16 zu 10 000 Fr. Serie 18097 Nr. 10 zu 1000 Fr. Serie 16523 Nr. 20 zu 500 Fr. Serie 4940 Nr. 16, Serie 16523 Nr. 11 je 250 Fres. Serie 4940 Nr. 2 3 5 7 15 22, Serie 9492 Nr. 19 22, Serie 1207 7 Nr. 14 16, Serie 16523 Nr. 1 8 19 23, Serie 24381 Nr. 6 16 18 25, Serie 27054 Nr. 6 12 je 200 Fres. Serie 4940 Nr. 6 10 11 14 17 19, Serie 9492 Nr. 14 17, Serie 1207 7 Nr. 2 7, Serie 16523 Nr. 3, Serie 24381 Nr. 1 5 7 11 12, Serie 27054 Nr. 7 11 15 25 je 150 Fres. Alle übrigen in obigen Serien enthaltenen Nummern sind mit je 110 Frcs. gt*

zogen.

(Ohne Gero.)

Für ^nid)tushl eines Ausstchtsturmes auf der« Buchberge bei Langenselbol- gingen ein:

Frau A. Helbig, Frankfurt

Alb. Berberich

Voriger Betrag.

2.- Mk

1- „

0.50 „

1503.— „

Zusammen bis jetzt 1506.60 Mk.

Weitere L-penden nimmt gerne entgegen die Redaktion des „Hanauer Anzeigers"

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