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Erstes und zweites Blatt.

veza-SprelSt

SiMUÄâhrffch 1.80 Mk.. Bwnadi^ 60 Wg.. F6r suS. ästige Abonnenten ant bau betteiienben pojiaHfic^^ Die einzelne Stummer kostet 10 Pfz.

imb Verlag bes Buchdruck«« bei emi«, ee. WaiialhauftS in Havau.

Fernfprechauschlutz Nr. 605.

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General-Allzeiger

AAtl'llhtS Grgllll für SUM= in) Fs^Krtis KsltSll.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Lsnn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Samstag beii 6. April

ElsrLikuagsgebL-r v de sLafgespâiu Peüt-eile »bet beten Dou» SD Utz, in Äeflamcnteil bi« Zeile 36 pfz,

dranheertL Rckaktarr: S. Schrecker in H««.

Ferrrsprechanschlust Nr. 665. 1907

Kit hciltigcNWmer «biW außer -.llaterhâiBlatt

14 Seiten.

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Tlmtliches.

Der Plan über die Errichtung unterirdischer Telegraphen- inien in der Leipzigerstraße, am Auheimerweg und in der '! lugustastraße ^t Hanau sowie an dem Landwege von Hanau mch Großauheim und in der Hauptstraße zu Großauheim iegt bei den Postämtern in Hanau und Großauheim vom ' L April ab 4 Wochen aus.

Cassel, 28. März 1907.

Kaiserliche Ober-Postdirektion. slj Stadtkreis Ranau.

Die über das Gehöft des Anton Haas, Lamboystraße iKr. 25 d hier verhängte Sperre ist aufgehoben.

Hanau den 5. April 1907. .

Königliche Polizei-Direktion.

* 2134 Z. D.: Siemon, Reg.-Assessor.

Eandkreis Ranau.

Belmtmachmiseii ks KSiiizlicheii Lluidratsaiilts.

Die Hebammen können ihre Tagebücher beim Herrn Kreisarzt abholen.

Hanau den 2. April 1907.

Der Königliche Landrat.

V 2258 I. A.: Conrad, Kreissekretär.

Stadtkreis Ranau.

I. Betmnttm« ffmiq.

Da am Ostermontag den 1. April b. J. die Pküsuug der ^eueralarmanlage nicht vorgenommen werden konnte, soll dieselbe am

Montag den 8. April d. J. in der Zeit von 10 bis 12 Uhr vormittags nachgeholt werden.

Die Direktion 7390 der städt. Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke Hanau.

Bekanntmachung.

Arbeitsuchende in der Zeit vom 30. März bis 5. April 1907:

1 Arbeiter, 1 Ba,Uchreiner, 4 Hans- burschen, 1 Polsterer, 7 Tagelöhner.

Am Monat März 1907 erhielten Stellen zugewiesen: 6 Arbeiter, 1 Eisendreher, 3 Fahrburschen, 4 Hausbur'chen, 1 Heizer, 3 Schlosser, 2 Schneider, 1 Schuhmacher, 1 Speng­ler, 23 Tagelöhner, 1 Wagner, 2 Schreiner, 1 Packer.

Hanau den 6. April 1907.

Städtische ArbeitsvermitLelurrgssielle. 7425

Schulnachricht

Höhere Mädchenschule.

Aufnahmeprüfung: Montag den 8. April, vor­mittags 10 Uhr.

Aufnahme der für die 9. Klaffe (l. Schuljahr) ange­meldeten Schülerinnen: Dienstag den 9. April, vor­mittags 10 Uhr.

Beginn des Unterrichts: Dienstag den 9. April, für die Klassen VIII u. VII vorm. um 8 Uhr, für die Klassen VI1 a vorn». UM 71/4 Uhr.

Hanau, 5. April 1907.

Der Direktor.

Bungenstab. 7516

An btt Merhardschille «ist btn Stjittsf^nlen findet die Ausnahme der für das 1. Schuljahr ange- meldelen Kinder am Montag den 8. April, vorm. t0 Uhr, statt.

Der Stadtschulinspektor.

I. V.: Bungenstab. 7515

Kreissparkaffe zu Hanau.

Durch Beschluß des Kreisausschusses vom 27. März d. J. wurde der Zinsfuß für Spareinlagen auf 33/s °/o mit Wir­kung vom 1. Mai d. J. ab erhöht.

Hanau den 30. März 1907.

Der Borstand der Kreissparkaffe. 6963

Hus Ranau Stadt und Eand.

Hanau 6. April.

Ajscutliche SiSono btt Ttadtmordnetkn-MsamIlW

vom 5. April 1907.

Anwesend waren die Herren: Vorst.-Stellvertr. Schroeter, Baader, Beyer, Kom.-Nat Brüning, Bernges, Daßbach, Förster, Dr. Heraeus, Hock, Hoch, Honsen, Holm, Jost, Kehl, Kreuter, Koburger, Loßberger, Ohl, Müller, Pcteler, Salomon, Sieinheuer, Stübing, Schwabe, Spatz, Justizrat Urh, Voltz, Dr. Wagner, Wohl­farth und Wolff. Vom Magistrat: Obei bürgermeister Dr. Gebescbus, Sanitätsrat Dr. Eisenach, Alberti, Dr. Lucanus, Böhm, Nicolay, Gauff, Glaser, Jung.

Vereidigung des besoldeten Beigeord­neten Hild.

Herr Oberbürgermeister Dr. G e b e s ch u s stellte den als besoldeten Beigeordneten unserer Stadt letzthin gewählten seitherigen Stadtrat in Nordhausen, Herrn Karl Hild, der Versammlung vor und warf bei dieser Gelegenheit einen Rückblick auf die Umstände, die die Anstellung eines besoldeten Beigeordneten nötig gemacht hatten. Es sei das erste Mal, daß wir einen besoldeten Beigeordneten anstellen, obwohl be­reits vor 7 Jahren ein besoldetes Magistratsmitglied ange­stellt wurde. Man habe sich damals für einen Techniker entschieden. Es habe sich aber gezeigt, daß unsere Stadt zu klein ist für die volle Beschäftigung eines nur in bautech­nischer Hinsicht gebildeten Herrn in einer solchen Stellung. Aus der Ueberzeugung heraus, daß es zweckmäßiger ist, einen Verwallungsbeamten anzustellen, der in allen Zweigen Hilfe leisten könne, habe man sich nunmehr an Stelle des ausge- schiedeuen früheren Baurats für einen Verwaltungsbeamten als besoldeten Beigeordneten entschieden. Das System der Magistratsassessoren, das in den letzten Jahren in Geltung war, sei deshalb nicht das richtige, weil diese Assessoren nicht aus dem Justizdienst ausscheiden, also nur vorübergehend die kommunale Tätiakeit ausüben und demgemäß natürlich nicht dasjenige Interesse an den städtischen Angelegenheiten nehmen könnten, das ein Beamter nimmt, der sich dieses Amt als Lebensstellung ausersehen hat. Herr Hild wurde einstimmig tum Beigeordneten gewählt und man habe das Zutrauen zu ihm, daß er nicht als Zugvogel zu uns kommt, sondern daß er lange Jahre unter uns weilen und arbeiten wird. Redner macht Mitteilung davon, daß Se. Maj. der Kaiser die Wahl des Herrn Karl Hild zum besoldeten Beigeordneten der Stadt Hanau unter dem 11. März auf 12 Jahre bestätigt habe, sowie davon, daß der Beigeordnete auch als.stellvertretender Vorsitzender des GewerbegerichtS verpflichtet worden sei.

Herr Beigeordneter Hild leistet hierauf den feierlichen Eid nach der vorgeschriebenen Eidesformel, worauf der stellvertretende Stadtverordneten-Vorsteher S ch r o e t e r das Wort ergreift, um den neuen Beamten auch im Namen der Versammlung zu begrüßen und dem Wunsche Ausdruck zu geben, daß man recht lange zusammenarbeiten möge.

Herr Beigeordneter Karl Hild dankt 'für das große Vertrauen, das man ihm durch die einstimmige Wah! ent- gegengebracht habe, sowie für die herzliche Begrüßung, die ihm zu teil geworden ist. Wenn jemand ein Amt über­nimmt, das ihm größere Aufgaben und größere Pflichten auferlegt, so glaube er, wird wohl niemand sein, den nicht im Anfang gewisse Zweifel beschleichen, ob es ihm auch mög­lich sein wird, die neuen Aufgaben voll zu erfüllen. Das ihm entgegengebrachte Vertrauen aber gebe ihm den Mut und die Freudigkeit, an das neue Amt heranzugehen und es so zu verwalten, daß er als der erste besoldete Beigeordnete der Stadt die allgemeine Zustimmung finden und das Vertrauen auch fernerhin verdienen werde. Es sei nicht seine Art, große Versprechungen zu machen, er wolle sich deshalb darauf beschränken, zu erklären, daß es sein eifrigstes Bestreben sein werde, seine Pflicht gewissenhaft zu erfüllen und sein Amt voll und ganz auszufüllen. Sein oberster Grundsatz werde sein, das Wohl der Stadt als höchstes Gesetz zu betrachten. Er hoffe, daß es ihm vergönnt sein möge, in treuer Arbeit zum Wohle unserer' lieben Stadt Hanau recht lange tätig zu sein.

Der Gemeindebezirk Kessel st ad t.

In dem Vertrag über die Eingemeindung Keffelstadts, der in­zwischen Gesetz geworden ist, wurde die Uebernahme der dortigen Gemeindebeamten in den Dienst der Stadt vorge­sehen. Demgemäß soll der seitherige Bürgermeister Geibel zum dortigen Bezirksvorsteher und der seitherige Gemeinde­rechner Benz zu seinem Stellvertreter ernannt worden. Die Gehaltsklasse dieser beiden sowie der anderen zu über­nehmenden Beamten ist in dem Vertrag genau festgelegt, so­

daß die Sache eigentlich nur eine Formsache ist. Der Wahl der beiden Beamten für die erwähnten Funktionen wird zu- gestimmt. Stadtv. Hoch fragt, wie es nunmehr mit dem Kesselstädter Gewerbegericht werde, worauf Herr Oberbürger­meister Dr. G e b e s ch u s erwidert, daß nach unserem bezügl. Ortsstatut neben dem Hanauer ein Keffelstädter Gewerbege­richt keinen Raum mehr habe. Die dortigen Beisitzer seien also, wenn man so sagen wolle, in Gnaden entlassen.

Auf eine weitere Anfrage Hochs, wie es sich mit unserem Etat zu dieser Sache verhält, erwidert der Herr Oberbürgermeister, daß für den Bezirk Kesselstadt ein neuer Etat aufgestellt werde, doch könne er jetzt schon verraten, daß wir voraussichtlich keinen Zuschuß zu leisten haben werden.

Wahl eines Finanz-Ausschußmitgliedes.

Herr Regierungsrat Dr. Wenke ist bekanntlich durch seine Versetzung nach Berlin aus der Stadtverordnetenver­sammlung ausgeschieden. Er gehörte u. a. auch der Finanz­kommission an, doch soll, weil dies die wichtigste, vorläufig nur für letztere eine Neuwahl vorgenommen werden. Stadtv. Hoch wünscht, daß man die Wahl vorläufig zurückstelle bis zum Eintritt der vertragsmäßig der Versammlung zuzuziehen­den neuen Mitglieder aus Kesselstadt. Denn es sei wohl ohne Zwesiel, daß man ein Kesselstädter Mitglied in den Finanzausschuß wählen müsse, der eine außerordentlich wichtige Kommission darstelle und deshalb in dem richtigen Verhältnis zur Zusammensetzung der Stadtverordnetenver­sammlung stehen müsse. Stadtv. Schwabe ist gleich­falls der Meinung, daß mit Rücksicht auf die voraussichtlich vielen zur Verhandlung kommenden, Kesselstädter Angelegen­heiten betreffenden Fragen die Zuziehung eines dortigen Mitgliedes in den Finanzausschuß nötig sein wird. Er be­antrage deshalb, wenn man die Wahl eines neuen Mitgliedes heute schon vornehme, durch die Wahl gleichzeitig zum Aus­druck zu bringen, daß der Finanzausschuß um ein Mitglied verstärkt werden soll, damit später doch noch ein Keffelstädter hineingewählt werden kann. Dieser Antrag wird ange­nommen und als Ersatzmitglied für Herrn Dr. Wenke Herr Kehl gewählt.

Herr Baurat Wohlfarth bemerkt hierbei, daß er durch Herrn Dr. Wenke in einem Privatbrief gebeten wurde, der Versammlung nochmals dessen Dank für die Aner­kennung seiner Tätigkeit auszusprechen und zugleich seiner Befriedigung, daß er S1^ Jahre in tätiger Weise an den Arbeiten der Körperschaft teilnehmen durfte.

Militärersatzkommission.

Einem Anträge des Magistrats entsprechend, werden an Stelle der Magistratsmitglieder Bracker und Gauff in die Militärersatzkommission Herr Beigeordneter Hild als Mitglied und Herr Beigeordneter B o d e als dessen Stell­vertreter gewählt.

* Koutrsllversnmmluug. Montag den 8. April, vormittags 9 Uhr in Wind ecken (Schloßberg): Sämtliche Mannschaften von Marköbel, Hirzbacherhof und Ostheim; vormittags 11 Uhr: sämtliche Mannschaften von Windecken, Oberdorelden, Butterstadt und Baiersröderhof; nachmittags 2 Uhr: sämtliche Mannschaften von Kilianstädten, Erbstadt und Eichen.

* Fohanniskirche. Von morgen Sonntag ab fällt der Nachmittags-Gottesdienst ^26 Uhr bis auf Weiteres aus und wird statt dessen der Frühgottesdienst vormittags 8 Uhr gehalten, der Hauptgottcsdienst findet wie seither um */2IO Uhr statt.

§ Verliehen. Dem Kanzlei-Inspektor Gustav Plamp bei dem Königl. Landgericht dahier wurde der TitelKanzlei- sekretär" verliehen.

4 Anstellung. Gelegentlich der letzten Etatsberatuna wurde Herr Landmesser H ö l t j e, hier, von den hiesigen fiâbtb schen Körperschafien auf Lebenszeit angestellt.

* Die Ausstellung des Kunstvereius bleibt bis zum 12. d. M. geöffnet. Hinzugekommen ist noch das Bild eines Künstlers Wagner-Deines, darstellendKühe am Wasser."

* Stipendium. Für das Schuljahr 1907/08 würd» aus dem auf Anregung der hiesigen Handelskammer gebilde, ien Stiftungsfonds von Firmen der Edelmetallwaren- und der chromolithographischen Branche für Schüler der Königl Zeichenakademie ein Stipendium von 600 Mk. dem Bijoutie- Georg L a n g h e l d zu Hanau gewährt, um ihm den Weiter- bk juch der hiesigen Königlichen Zeichenakademie zu erleichtern ba er seither schon Hervorragendes in seinem Fach, speziel im Zeichnen geleistet hat und bei entsprechender Weiterbildung es zu besonderer Tüchtigkeit zu bringen verspricht. Ein wer teres Stipendium wird in diesem Jahre nicht verteilt werben