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V I »«ieriShrÜch 1,80 Mk., monatlich 60 Pfz., für tn* eëxtigt ilbonneuten mit dem büreneaden PoßaufjchtSA, Lie eiuzelm Nummer kostet 10 Pfg.

lAyetiegl^m# unb Berlaq der Buchdrucker« werfe- o. Maijeuhauft» « H««i»

General-Anzeiger

ANllichts Organ für Mt- null FanNreis Hasan.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Elurâckaugsgebuyr , Cie fiktf gestalt«« Petitzate oder deren Ra« 89, im Rcflamentcil bie Zât« Ä Pfz.

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Freitag den 5. April

Fernsprechanschlutz Nr. 605» 1907

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Amtliches.

Bekanntmachnnft.

Einstellung von Dreijährig- und Vierjährig- Freiwilligen für die Matroienartillerie-Ab- teilung Kiautschou in Tsingtau (China).

Einstellung: Oftober 1907, Ausreise nach Tsingtau: Januar 1908, Heimreise: Frühjahr 1910 bezw. 1911. Bedingungen: Mindestens 1,65 Meier groß, kräftig, vor dem 1. Oktober 1888 geboren (jüngere Leute nur bei besonders guter körper­licher Entwickelung). Dauhandwerker (Maurer, Zimmer­leute, Dachdecker, Tischler, Glaser, Töpfer, Maler, Klempner iL s. w.) und andere Handwerker (Schuster, Schneider, ^Gärtner usw.) bevorzugt.

In Tsingtau wird außer Löhnung und Verpflegung täg­lich 0,50 Mark Teuerungszulage gewährt.

Meldungen mit genauer Adresse sind unter Beifügung reines Meldescheins zum freiwilligen Diensteintritt zu richten an Kommando der Siammabieilung M 1425 der Malrosenartillerie Kiautsckou, Curhaven.

8mMât BrtbilSiiiigßscknlt.

Das Sommerhalbjahr beginnt am 15. April 1907. Die Anmeldung neueittivetender Schüler hat in der Zeit vom 8.14» April, vormittags 10 12H Uhr, im Dienstzimmer des Unterzeichneten (Erbsengasse 1) persönlich j durchs den Schulpflichtigen zu erfolgen.

Schulpflichtig sind alle im Bezirke der Stadt Hanau (einschließlich des Stadtteiles Keffelstadt) sich nicht nur vor­übergehend au'haltknden, noch nicht 18 Jahre alten gewerb­lichen Arbeiter sämtlicher Handwerkszweige, auch die nur probeweise beschäftigten. Die Anmeldung durch den Arbeit­geber geschieht beim städtischen Meldeamt, die durch den schulpflichtigen Lehrling bei dem Unterzeichneten.

Die durch unterlassene oder nicht rechtzeitige Anmeldungen verursachten Entziehungen vom Schulbesuche werden nach § 8 des Ortsstatüts zur polizeilichen Bestrafung gebracht.

Hanau den 5. April 1907.

Der Direktor der gewerblichen Fortbildungsschule.

Geißler. 7305

Gefundene und verlorene Geoenstönde re.

Gefunden: I Remontoirnhr Nr. 215592 mit Kette, 1 gelbes Armband (Rei»), 1 silberne Damenuhr ohne Kette, 1 Heft Nr. 549 Westermanns Monatshefte, 1 Korallen­kette, 1 schwarzer seidener Damemchirm mit silbernem Griff mit Monogramm D. M. im Gemüseladen Römerstr. 11 stehen geblieben (Empfangnahme daselbst), 1 Schlüssel mit Lederfutteral, mehrere Schlüsselbunde und mehrere einzelne Schlüssel.

Verloren: 1 Schirmzeichen von Heinzinger Nr. 95, 1 goldenes Kettenarmband mit Anhänger (Herzchen), 1 Kneifer mit schwarzer Einfassung, 1 10-Markstück, 1 Portemonnaie mit 30 Mk. in Gold, einer Brosche und mit etwas öster­reichischem Geld, 1 seidener Damenschirm mit einem dünnen Stock und einem rundgebogenen Griff aus Gold, auf dem Wege HochstadtHanau.

Zugelaufen: 1 junger weißer Foxtenicr mit gelben Abzeichen.

Hanau, 5. April 1907.

Hus Hanau Stadt und Eand.

Hanau, 5. April.

Beamtstt-Perfonatnachrichten.

Ernannt: der Referendar Tiemann zum Gerichts­assessor, der Bausnpernumerar Odenwald in Cassel zum Ban'ekretär.

U e b e r t r a q e n : die durch die Pensionierung des - Försters Oertel erledigte Försterstelle zu Reinsen, Ober­försterei Obernkirchen, dem Förster v. Triller zu Minde­nerwald, Oberförsterei Minden, vom 1. Mai 1907 ab.

Uebernommen: der Referendar Schafft aus dem Oberlandesgerichtsbezirk Königsberg in den Oberlandesqerichts- > bezirk Cassel.

Beauftragt: der Gewerbeassessor Dr. v. F i n ckh in Cassel vom 1. April d. I. ab mit der Wahrnehmung einer Hilfsarbeiterstelle bei dem Arbeiteramt der Kaiserlichen Werft in Kiel, der Gewerbereferendar Perko in Berlin vom 1. April d. J. ab mit der Wahrnehmung der Geschäfte der unbesetzten Hilfsarbeiterstelle bei der Gewerbeinspektion in Cassel, der Regierungs - Zivilsupernumerar Delgmann

zu Marburg mit der kommissarischen Verwaltung der Kreis­sekretärstelle bei dem Landratsamte in Hünfeld, der Schutz­mann Haase mit der probeweiken Wahrnehmung der Ge­schäfte des Kreisboten bei dem Königlichen Landratsamie zu Witzenhausen.

Versetzt: der Polizei'ekretär Deutschmann von Danzig nach Fulda, der Gerichtsvollzieher Arnold in Netra an das Amtsgericht in Eitorf.

Entlassen auf Antrag: der Rechtsanwalt und Notar, Justizrat Gervinus aus dem Amte als Notar unter Derlei ung des Charakters alsGeheimer Justizrat." G e st o r b e n : der Gerichtsschreibergehilfe, Assistent Messerschmitt bei dem Amtsgericht in Fulda.

* Konirollverfammlunfl. Samstag den 6.. April, vormittags 9 Uhr in Großauheim (Schulhof): Sämtliche Ersatz-Reservisten der Jahresklassen 1894 bis 1906 von Großauheim und sämtliche Mannschaften von Großkrotzen­burg und Pulverfabrik; nachmittags P/* Uhr in Bruch­köbel (Schulhof): Sämtliche Diannschaften von Nieder­issigheim, Mitlelbuchen, Rüdigheim, Rüdigheimerhof und Oberissigheim; nachmittags 3'/« Uhr: sämtliche Mannschaften von Bruchköbel, Roßdorf und Kinzigheimerhof.

* Schul-Personalien. Ernannt: der Mittel­schullehrer G r â ß n e r zu Sagan, Reg.-Bez. Liegnitz, zum Lehrer an den städt. Mittelschulen zu Hanau, der Lehrer Dreyer an der Königs. Strafanstalt zu Görlitz zum Leh­rer an der ev. Schule zu Niederrodenbach. Bestätigt: die Wahl des Mittelschiillehrers Otto v. d. K a m in e r, bisher in Goslar, an den städt. Mittelschulen in Hanau. Endgültig angestelIt: die bisher einstweilig ange- stellten Lehrerinnen : technische Lehrerin Käthe Otto zu Hanau an der Mädchenmiltelschule daselbst, Turn und Hand- arbeitslehrerin S t r a n g h 5 n e r zu Hanau an den städt. Volksschulen daselbst und die Lehrerin Marie Kammer zu Hanau an den städt. Volksschulen das. Einstweilig angestellt: die Schulamtsbewerberin K r a m e r zu Groß­auheim an der kaih. Schule zu Bieber, Kr. Gelnhausen. Versetzt: die Lehrer Kaufmann zu Altenhaßlau an die ev. Schule zu Erbstadt, Weigand zu Weiterode, Kr. Rotenburg, an die städt. Volksschulen zu Hanau, Günther zu Niederrodenbach an die ev. Schule zu Bischofsheim, Kr. Hanau, Göbel zu Hochstadt, Landkreis Hanau, an die städt. Volksschulen zu Hanau, Günther zu Hanau an die städt. Bürgerschulen zu Cassel, Wagner zu Hanau desgl., A n d r é von Langenselbold an die ev. Stadtschule in Fulda, Schmitt von Amöneburg, Kr. Kirchhain, an die kathol. Schule zu Fechenheim, L e b e r k e zu Floh, Kr. Schmalkalden, an die ev. Schule zu Großauheim. I n den Ruhe­stand versetzt: Lehrer E m m e ri ch an der isr. Schule zu Wachenbuchen. Entlassen: die Lehrer N ü ck e l l zu Hanau zwecks Uebertritts in den Schuldienst der Stadt Frankfurt a. M., Euler zu Bischofsheim, Landkr. Hanau, desgl., Lindenau an der Knabenmittelschule zu Hanau infolge Berufung als Lehrer der Oberrealschule daselbst.

* Personalien. Durch Verfügung der Feldzeug­meisterei: Monden, Meister bei der Pulverfabrik bei Hanau, mit dem 1. April d. J. 311m etatsmäßigen Meister ernannt.

* Kahlgrund-Ci'enüah» - ALiien-Gesellschaft. Nach dem Bericht des Vorstandes hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahre der Eisenbahnbetrieb der Kleinbahn K ahl- Alzenau-Schöllkrippen in erfreulicher, gleich­mäßiger Weise weiter entwickelt. Es wurden im Betriebs- jahre befördert 262 164 Personen und 77 253 t Güter, gegen das Vorjahr mehr 17 771 Personen und 3397 t Güter. Die Betriebseinnahmen der Kleinbahn sind gegen das Vorjahr im Personenverkehr um 4246 91 Mk., im Güterverkehr um 3433.99 Mk. gestiegen. Der aus dem Kleinbahnbetrieb erzielte Reingewinn betrug 82 225.39 Mk. (i. V. 78 469.11 Mk.) und erhöhte sich demnach um 3756.28 Mk. Der Ringofenbetrieb in Blankenbach brachte gegen das Vorjahr einen Mehrreingewinn uon 5020.03, der Äeinbruchbeirieb im Hahnenkamm schloß ab mit einem Ver­lust von 495.95 Mk. (i. V. 2087.30 Mk.) Das Gesamt­ergebnis des Geschäftsjahres stellt sich einschließlich des Ge­winnertrages von 2190.62 Mk aus dem Vorjahre auf 117 795.72 Mk. Reingewinn, gegen 114 668.88 Mk. im Vorjahre, woraus wie im Vorjahre wiederum eine Dividende von 7^'2 °/o zur Verteilung gelangt.

* Mitteilung der Handelskammer. Der Handels­sachverständige beim Kaiserlichen Generalkonsulat in Kon­stantinopel, Jung, wird während seines Aufenthalts in Deutschland von Anfang April bis Mitte Mai ds. Js. für einige Zeit im Auswärtigen Amt Interessenten zur Erteilung

von Atiskünften über die einschlägigen Handelsverhältnisse zur Verfügung stehen.

* Steuerhinterziehung. Der s. Zt. weqen^ Gold­diebstähle verurteilte und noch jetzt in der Strafanstalt sich befindliche ehemalige Kabinkttmeister Louis H e r i g hat die Steuerbehörde dadurch um erhebliche Beträge geschädigt, daß er sein Einkommen beständig um über 1000 Mk. zu niedrig und ein Einkommen aus Kapitalvermögen überhaupt nie angab, während er in den letzten Jahren ein solches von über 100 000 Mk. besaß, wovon allerdings ein Teil, als nachweislich aus den Diebstählen herrührend, an die Firma zurückgegeben werden mußte. Bestrafung für die Steuer­hinterziehung kann allerdings nur für das Jahr 1903 er­folgen, da für die früheren Jahre bereits die Verjährungs­frist eingetreten ist. Es wurde gestern von der Strafkammer auf die in diesem Fall zulässige Höchststrafe von 800 Mark eventl. 6 Wochen Hast erkannt.

* Gesunkenes Kohlenschiff. Das für Aschaffen» bürg bestimmte, der Firma Wins «Hermann u. Co. ge­hörige eiserne KohlenschiffWestfalen", das mit ca. 15 000 Zentner Kohlen beladen war und von zwei Dampfern ge­schleppt wurde, ist vorgestern abend gegen 5 Uhr zwischen Rumpenheim und Mühlheim a. M. aufgefahren und infolge erlittenen Lecks gesunken. Die Ladung wird auf andere Schiffe umgeschlagen und nach Aschaffenburg verbracht. Das beschädigte Schiff kommt zur Reparatur auf die Werft.

* Urlaubsüberschreitung. Der in Homburg v.d.H. dienende Musketier Sch. von hier wurde gestern in Hanau festgenommen und dem Garnisonkommando zugeführt. Er hatte den ihm bewilligten Ostet urlaub überschritten.

* Mititarkonzert im deutsche» Haus. Viel­seitigen Wünschen entsprechend und ermutigt durch die zahl­reiche Beteiligung an dem Konzert am Ostersonntage wird Frau Ulsamer am nächsten Sonntag abend von 8 Uhr ab wiederum ein großes Konzert, ausgeführt von der gesamten Ulanenkapelle, veranstalten. Herr kgl. Musikdirigent Urbach hat zu demselben, wie gewohnt, ein gut gewähltes, denVer- häl'.nissen entsprechendes Programm zusammengestellt und wünschen wir der Veranstaltung einen guten Besuch.

* Im Zoologische» Garten zu Frankfurt a. M. ist am nächsten Sonntag der Eintrittspreis bis 1 Uhr auf 30 Pfg. (Kinder 20 Pfg.) und für das Aquarium mit Rep­tiliensaal auf 20 Pfg. für Alle ermäßigt. Um 1 Uhr wird der Garten für die Vormittagsbesucher geschlossen und von da an kostet es 1 Mk. (Kinder 50 Pfg.) für den Garten und 50 Pfg. (Kinder 20 Pfg.) für das Aquarium.

* Jubelfeier des Odenwaldklubs. Die glänzen» den Feierlichkeilen, die die Stadt Mannheim anläßlich ihres 300jährigen Bestehens in den ersten Tagen des Juni ver­anstalten wird, werden voraussichtlich auf nah und fern eine starke Anziehungskraft ausüben und insbesondere die Bewohner des Neckarlales und der Bergstraße veranlassen, sich in der gastlichen Fesistadt ein Stelldichein zu geben. Deshalb hat der Zentralausschuß des Odenwaldklubs, dem Wunsche des Zweigvereins des Odenwaldklllbs Mannheim- Ludwigshafen grne nachkommend, beschlossen, die Jubelfeier des Odenwaldklubs, welche am 1. und 2. Juni in Darm­stadt stattfinden sollte, auf den 8. und 9. Juni zu verlegen« Die Vorbereitungen zu einer schlichten, aber würdigen Feier des 25jährigen Bestehens des Klubs sind in vollem Gange.

Der falsche Feldwebel vor Gerichl. Vor der hiesigen Strafkammer hatte sich gestern der f. Zt. mehrere Wochen lang in der Uniform eines Feldwebels des 3. Garde­regiments hier umherstolzierende Schwindler zu verantworten, und zwar wegen Betrugs in 16 Fällen, versuchten Betrugs in 5 Fällen und schwerer Urkundenfälschung in 3 Fällen. Es ist der am 2. Januar 1883 in Basel geborene Musiker Erich Cassel, ein der ehrlichen Arbeit wenig geneigter Charakter, der schon längere Zeit wegen ähnlicher Delikte im Gefängnis zugebracht. Am 30. Oktober v. I. wurde er aus einem Gefängnis in Schleswig-Holstein entlassen und fast unmittelbar darauf begann er seine Feldwebelslaufbahn. Als erste Ausstattung dienten alte Uniformstücke, die er von früher her noch im Besitz hatte, eine elegantere und feiner« Ausslattung ließ er sich von einem hiesigen Schneidermeister unfertigen, natürlich auf Pump. Außerdein knöpfte er diesem noch 60 Mk. baren Geldes ab. Die übrigen zu einem flotten Leben benötigten Gelder verschaffte er sich teils durchDar­lehen" bei Gutgläubigen, teils durch andere Schwindelmanöver Sokaufte" er in einem Geschäft in Aachen ein Harmonium für .>50 Mk., ließ sich dieses in seine Wohnung bringen, um es unmittelbar darauf für 175 Mk. zu versetzen. Zu seinen öfteren Abstechern, die er von Hanau aus unter nnbm, 0 nach Luckenivalde, Berlin, Aachen usw., benutzt» er natürlich die billigere Militärsahrkarte, was Betrug dem