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Erstes Blä

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«strhährlich 1,80 Mk., monatlich 60 Pfg., Mr aus. »äettge Abonnmie« mit dem betreuenden Postaufjchtag, Die einzelne Nummer koslel 10 Pfz.

MattenSbiuJ und Verlag der Buchdruckerei deS »«eia.

General-Anzeiger

Amtliches Organ für Stadt- und FnndKreis Zanan.

Cie

«. Wailenhaul«» in Harum.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Einrückaugsgebâqe ^ fLofgespalterre Petttzeile »der der« Raum 20 Uz, im Nettameateil die Zeit« 35 Pfg,

Vrruntmortl. Redakteur: G. Schrecker tu Hau an.

Nr. 67 FernsprechanschluK Nr. 605

Bekanntmachung.

Der Herrairkau? ist geschlossen.

Hanau den 15. März 1907.

Königliches Proviantamt. V1948

: Gefundene uni) vcrlorciic Gtgenstöndt re.

Gesunden: 1 Double-Kneifer, 1 kleines Porte­monnaie mit etwas Anhalt (in einem Geschäft liegen ge­blieben), 1 Herren-Schirm mit dunkelbraunem gebogenen Griff (in einem Geschäft liegen geblieben).

Verloren: 1 Sack Mehl (auf dem Wege Hanau bis Klein-Stemheim), 1 Kiste mit 8 Paketen Stiste (auf dem Wege Hanau Marköbel).

Aus Hanau Stadt und £and.

Hanau, 20. März.

* Religiöse Versammlung. Heute abend 8*/2 Uhr spricht Herr Pfarrer Michaelis in der I o h a n n i s k i r ch e über das Thema:E i n W d r t f ü r s o l ch e, d i e d a s Lachen verlernt haben."

* Der Beamte. An vielen Tausenden von Beamten­familien wird die Erklärung des Reichsschatzsekretärs Frhrn. v. Stengel in der vorgestrigen Reu lagssitzung wie Musik geklungen haben. Der Reichskanzler will noch für dieses Jahr den Beamten die von der Budgetkommission geforderte Teuerungszulage bewilligen, die für die Unterbeamten auf 100 und für die mittleren Beamten bis zu einem Ein­kommen von 4200 Mk. auf 150 Mk. bemessen werden soll. Das bedeutet eine Zulage, auf die man in unseren Beamten­kreisen kaum nod) zu rechnen gewagt hatte. Aber darüber hinaus wird für das nächste Etatsjahr die organische Gehaltsaufbesserung der Reichsbeamten im Zu­sammenhänge mit der Regelung des Wohnungsgeld- Zuschusses zugesagt. Diese Neuregelung mußte ja einmal kommen; die Gehälter der Reichsbeamten entsprachen nicht mehr den wirtschaftlichen Verhältnissen der Gegenwart. Aber daß sie so bald kommen würde, das hatten die Reichsbeamten selbst nicht erwartet. Ihre Freude über diesen erheblichen Fortschritt zur Hebung ihrer materiellen Lage ist berechtigt. Und auch in jenen Schichten des Bürgertums, die unabhängig vom Wohlwollen des Staaies sind, und die selbst für die höchsten Gehälter ihre wirtschaftliche Selbstbestimmung nicht preisgeben würden, freut man sich über dieses Zugeständnis, das jetzt unseren Beamten gemacht worden ist.

* Reichsbankn ebenstelle. Am 8. April d. J. wird in Sw ine münde eine von der Reichsbankhauptstelle in Stettin abhängige Reichsbanknebenstelle mit Kasseneinrichtung Und beschränktem Giroverkehr eröffnet werden.

* Lehrlings-Preiskonkurrenz. Wie in den Vor­jahren, so veranstaltet auch dieses Jahr wieder dasJournal der Goldschmiedekunst" einen großen Wettbewerb für die Lehrlinge der Goldschmiede-Branche. Gegen die Vorjahre ist eine Erweiterung insofern eingetreten, als die Lehrlinge der Spezialbranchen an dem Wettbewerb zugelassen sind. Die Bedingungen für sämtliche Weltbewerbsstufen sind folgende: Sämtliche Arbeiten müssen in der unter jeder Abte lung näher bezeichneten Weise abgeliefert werden, es müssen alle Arbeiten nach einer selbst angefertigten Zeichnung montiert sein. Ganz oder teilweise auf maschinellem Wege hergestellte Arbeiten bleiben von der Konkurrenz ausgeschlossen. Jede Arbeit nebst Zeichnung ist ohne besonderes Kennzeichen unter An­gabe eines Mottos spätestens bis zum 31. Juli 1907 an den Verlag Herm. Schlag Nachf. (Journal der Goldschmiede- kunst), Leipzig, Reichsstr.' 1820, einzusenden. Den Arbeiten ist ein verschlossenes, mit gleichem Motto versehenes Kuvert beizufügen, in welchem die Adresse des Einsenders enthalten ist, ebenso eine Erklärung des Lehrherrn über die Dauer des Lehrganges und Bestätigung, daß der Lehrling ohne jegliche fremde Hilfe die Arbeit selbst gefertigt hat. Die eingelieferten Arbeiten' werden auf dem Verbandstag in Kiel urb im Turnus in verschiedenen Städten Deutschlands bezw. in den verschiedenen Kunstgewerbeschulen ausgestellt und gehen nach erfolgter Prämiierung an den Lehrherrn des Einsenders zurück. Die zuerkannten Prämien werden den Lehrlingen selbst übersandt. Arbeiten und Preise: 1. Stufe, offen für Goldschmiedelehrlinge vom dritten Lehrjahre an. Ver­langt wird nach freier Wahl : entweder ein als ausgefaßter Juwelenschmuck gedachterDamenanhänger" nach Zeichnung angefertigt, bei dem sämtliche Steine ä jour gesägt sein sollen (ungefaßt und unpoliert, also auch nur vom Goldschmüd fertig einzuliefern), oder ein Karmoisierungsring (ungefaßt und unpoliert) nach Zeichnung angefertigt, angelegt mit je einem Mittelkravven an den Randsteinen und eingejägten

Mittwoch den 20. Mörz

Krappen zu Mittelstein. (Ebenfalls nur fertig vom Gold­schmied einzuliefern.) 1. Preis 30 M. und Diplom, 2. Preis 20 M. und Diplom, 3. Preis 10 M. und Diplom und 3 Ehrenpreise. 2. Stufe, offen für Goldschmiede- lehrlinge im ersten und zweiten Lehrjahre. Verlangt wird die Einlieferung einesMedaillons" in Zeichnung und Ausführung nach freier Wahl. 1. Preis 20 M., 2. Preis 15 M., 3. Preis 10 Mk. und 3 Ehrenpreise. Die Arbeit ist roh, vom Goldschmied fertig, also unpoliert und ungefaßt einzuliefern. 3. Stufe, für Juwelierlehrlinge sämtlicher Lehrgänge. Eine selbst ausgeführte Fassung nach freier Wahl, mit mindestens 10 Steinen und möglichster Berück­sichtigung verschiedener Faß-Methoden. 1. Preis 30 M. und Diplom, 2. Preis 20 M. und Diplom, 3. Preis 10 M. und Diplom und 3 Ehrenpreise. 4. Stufe, für Silber­schmiedelehrlinge säimlichcr Lehrgänge. Entweder eine selbst- gefertigle Zeichnung nebst Ausführung eines Leuchters, oder eine selbstgefertigte Zeichnung nebst Ausführung eines Be­steckes, oder eine selbstgefertigte Zeichnung nebst Allsführung einer dreiteiligen Rauchgarnitur; sämtliche Arbeiten roh, vom Silberschmied fertig, nicht poliert usw. 1. Preis 30 M. und Diplom, 2. Preis 20 M. und Diploin, 3. Preis 10 M. und Diplom und 3 Ehrenpreise. Bei allen Arbeiten wird in erster Linie die prakti'che und vielseitige Ausbildung des Lehrlings prämiiert, selbstverständlich werden auch dessen zutage tretenden künstlerischen Anlagen mit in Betracht ge- zogen.

* Stavitheater. Auf die heute zum Benefiz für Herrn Ulrich Pu sta r neu einstudiert in Szene gehende Komödie Kean" oderGenie und Leidenschaft" sei noch­mals besonders hingewiesen. Am Freitag gelangt Halbes wundervolle SchöpfungI u g e n d" neu einstudiert zur Aufführung. Das tiefempfundene prächtige Werk des be­kannten Dichters dürfte sicher wieder ganz besonderes In­teresse erwecken. Am Sonntag geht als letztes Benefiz für Herrn Oberregisseur Steger das gewaltige Schauspiel GanghofersDie Hochzeit non Valen i" in Szene.

* Oratorien Verein. Die Generalprobe fiiidet heute abend in der Marienkirche statt und beginnt pünktlich u m 7 U h r.

* Frauenturnen. In der gestern stattgehablen Haupt­versammlung der Frauenabieilung hiesiger Turngemeinde er- stattele der Vorstand eingehenden Bericht über die Tätigkeit des verflossenen Jahres, aus dem ersichtlich, daß auch im Jahre 1906 fleißig geturnt wurde. Insgesamt fanden 135 Turnstunden statt, 98 von der Abteilung A, 37 von der Abtestung B. Ausgetreten sind 15, ringetreten 17, sodaß am Schluß des Jahres ein Mitgliederstand von 86 verbleibt. Es wurde beschlossen, in Gemeinschaft mit der Frauen­abteilung des Turiivereins A'chaffenburg am 29. Mai eine Tagesturnfahrt nach Klingenberg auszuführen, ferner am 20. April an der 70jährigen Jubiläumsfeier und am 2. Juni an dem geplanten Schauturnen sämtlicher Abteilungen der Turngemeinde teilzunehmen, außerdem im November ein Schauturnen zu veranstalten. Der seitherige Vorstand wurde wiedergewählt und besteht aus den Damen Frau Dora Jäger, Frl. Grete Zeh und Frl. Adele Arnold.

* Postvieustliches. Jeder Landbriefträger führt auf seinem Bestellgang ein Annahmebuch mit sich, in welches er die von ihm angenommenen Sendungen mit Wertangabe, Einschreibsendungen, Postanweisungen, gewöhnliche Pakete und Nachnahmesendungen einzvlragen hat. Gleiche Annahme­bücher werden auch von den Inhabern der an kleineren Land­orten errichteten Posthilfstellen geführt. Da dem Absender das Recht eingeräumt ist, die Eintragungen selbst vorzuneh­men, so kann ihm, um sich vor Weiterungen und Verlusten zu sichern, nicht genug empfohlen werden, die den Landbrief­trägern mitzugebenden oder bei den Posthilfstellen zur Weiter­gabe an den bestellenden Boten niederzulegenden Postan­weisungsbeträge, Wertsendungen rc. tunlichst eigenhändig in das Annahmebuch des Landbriefträgers oder der Posthilf­stelle einzutragen oder wenigstens sich von der Buchung durch den Landbriefträger oder Posthilfstellen - Inhaber zu über­zeugen.

* Gesellenprüfung im Schneidergewerbe. Die­jenigen Lehrlinge, welche ihre Gesellenprüfung ablegen wollen, werden aufgefordert, sich beim Vorsitzenden des Prüfungs­ausschusses, Herrn Schneidermeister Gg. Völker, Stein- Heimerstraße 47, zu melden.

* Oestentliches Aergernis. In den Anlagen un­serer Stadt und den Außenstraßen treibt sich in den letzten Tagen eine männliche Person umher, die beim Herannahen weiblicher Personen öffentliches Aergernis erregt. Sachdien­liche Mitteilungen, die zur Ermittelung des Unholdes führen können, wolle man auf Zimmer Nr. 1 der Königl. Polizei- direktion machen.

Fernsprechanschlus; Nr. 605. 1907

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* Hundert Mark Ordnungsstrafe wegen Nicht* erscheinens vor Gericht. Die Ehefrau des Geschäfts­führers W. in Kesselstadt hatte des öfteren mit ihrem in ihrem Hause wohnenden Bruder, dem Maurer Christian E., ernstere Differenzen. Am 5. Dezember machte sie ihm in seiner Wohnung wiederum Vorhaltungen, wurde aber von ihm ;ur Türe hinausgeschoben. Offenbar in dem Bestreben, ivieder hereinzukommen, brachte sie den Arm zwischen die Türe und erlitt so, als E. diese ungestüm zuwarf, eine erhebliche Quet'chung. Sie stellte durch ihren Mann Straf­antrag wegen Körperverletzung, das Schöffengericht, das sich gestern mit der Sache zu befassen hatte, hielt aber eine ab­sichtliche Verletzung seitens des E. nicht für erwiesen und erkannte auf Freisprechung. Auch von der Anklage der Be­drohung seiner Schwester und der Sachbeschädigung wurde er freigesprochen. Er hatte eine Tür in der eigenen Woh­nung, die durch seine Frau absichtlich für ihn verschlossen wurde, mit Meißel und Hammer geöffnet. Es liege hier eine strafbare Sachbeschädigung nicht vor, da man sich natür­lich in der eigenen Wohnung zu allen Räumen Zutritt ver­schaffen könne. Für den Angeklagten war sonach der Aus­gang recht günstig und gewiß nach Wunsch, für den Anzeiger aber doppelt unerwünscht. Die dem Schwager zugedachte Strafe trifft nämlich ihn, indem er wegen Nichterscheinens zur Verhandlung in eine Ordnungsstrafe von hundert Mark genommen wird. Er war am Montag abend, also unmittelbar vor der Verhandlung, abgereist und glaubte, durch Mitteilung dieses Faktums seiner Zeugenpflicht Genüge getan zu haben.

* Ausstand. An dem Ausstande der Gärtner und Gartenarbeiter sind etwa 30 Personen beteiligt. Dem Ver­nehmen nach hat eine Firma die Forderungen der Arbeiter bewilligt.

* Viehmarkt. Der heutige Viehmarkt war befahren mit 6 Ochsen, 420 Kühen und Rindern, 70 Kälbern und 3 Bullen. Der nächste Viebmarkt findet am 24. April statt.

* Grhättgt. Im Amtsgerichtsgefängnis zu Langen­selbold erhängte sich ein Insasse desselben.

* Geschäftsverlegnng. 'Das altrenommierte Zigarren- Import-Geschäft von W. Krack (vorm. Gottfr. Brög) ver­legte mit dem heutigen die Geschäftsräume nach seinem Neu­bau Marktstraße 15 (Altstadt). Die Eröffnung findet abends 6 Uhr statt. (Siehe Inserat).

* Burlesken-Ensemble. Gellern abend gab im Deutschen Haus" das Burlesken-Ensemble von Karl Blaß das erste seiner auf drei Vorstellungen berechneten Gastspiele. Wie schon die BezeichnungBurlesken" besagt, machen die vorgeführten Einakter keinen Anspruch auf literarischen Wert, sondern es ist bei ihnen nur auf die erheiternde Wirkung abgesehen und diest erfüllen sie im weitesten Maße. Be­sonders Herr Blaß entwickelt einen prächtigen rheinischen Humor und wer ein paar Stunden kräftig und andauernd lachen will, kann dem Ensemble einen Besuch machen,

* Die böse Sieben. Das Jahr 1907 erweist sich von Tag für Tag immer mehr als eine böse Sieben. Schon hinsichtlich der Witterung befriedigt das Jahr bisher nicht. Wir haben morgen den kalendermäßigen Frühlingsanfang zu verzeichnen und immer noch kein holder Sonnenschein und kein Veilchenduft. Die Höhen des Taunus sind noch mit fußhohem Schnee bedeckt und die Luft in der Ebene ist noch rauh und unwirtlich. Der Sturm peitscht den Regen gegen die Fenster und das Erdreich ist mit Wasser übersättigt. Tie ungünstige Witterung derbösen Sieben" hat auf die Gesundheitsoerhältnisse weiter Kreise verhängnisvoll gewirkt. Die Influenza peinigt die Leute, Scharlach und Masern gradieren unter den Kindern und das unheimliche Gespenst der Genickstarre tritt kühner auf denn je zuvor. Der Sturm, den dieböse Sieben" brachte, hat manches schwere Schiffs­unglück im Gefolge gehabt und zahlreich sind die Opfer, die es nach der Seite hin bisher kostete. Mit Grauen und Ent­setzen erfüllten die schrecklichen Grubenkatastrophen im Berg­werksrevier an der Saar unser Land. Und nun stehen wir erst im Anfang des bösen Jahres, dessen erstes Viertel nicht einmal zu Ende ist.

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MK. Hochsta-t, 19. März. (Ehrend.) Auf der

4. Großen allgemeinen Geflügelausstellung in Aschaffenburg wurden folgende Züchter in Hochstadt mit Preisen bedacht: Es erhielten Herr Wilhelm M a n k e l auf indische Lahore Ehren-, sowie 1., 2. und 3. Preis, auf böhmische Flügel­schecken 1. und Ehrenpreis, auf schwarze Perücken 2. Preis, Herr Peter Lind 2. einen Ehrenpreis auf Schautauben, Herr Wilh. Rauch einen 2. und 3. Preis auf rebhuhn­farbige Wyandotte, Herr Jakob Seng einen 3. Preis auf Andalusier, Herr Jakob Stein einen 1. Preis auf Pfauen,

Fechenheim, 20. März. (Das Lehrsche Fabrikats wesen.) Entgegen unserer gestrigen Nachricht, die Firm' PH. Mayfarlü und Co. habe die Vorschläge der diesige?