Einzelbild herunterladen
 

1«

........... ---"-« '" ^»--"^^^'^^*i, ui II I im Hili 7 j, ~m |_ I ......... wLkrend seiner Stellung be:m Verein statt leibten (Stauben?* wechsel gegen jedermann verschwiegen und auf gelegentliche? Befragen bei Feststellung seiner Personalien verkeim- licht bot.

Am Tage der (hitbecfimq des Driefdiebstakls hat noch in Gegenwart des Oskar Janke ein Gespräch ftattqefunben, ieffrn Inhalt dem Bay rischen Kurier, wie aus einer Notiz desselben unzweifelhaft hervorgeht, wenn auch in entstellter Weise, Hinterdracht ist. Es kann dies nur hilfst oder in­direkt durch Oskar Janke geschehen sein. Der Bayerische Kurier hat demnach nachweislich mit Oskar Janke noch nach dem Briefdiebstahl direkte oder indirekte Dez ehunaen unter­halten.

Oskar Janke, dessen Vater als pensionierter Eisenbahn­sekretär in sehr bescheidenen Verhältnissen lebt, war in früherer Zeit sehr bemüht, durch Ex-traar beiten einen kleinen Mebrverbienst sich zu erwerben. In den lebten Monaten legte er auf solchen Nebenverdienst kein Gewicht mehr.

Im einzelnen ist noch folgendes :u bemerken:

1. Der Vater der Gebrüder Janke war in früheren Jahren ka:holisch. Bei der Heirat seiner ersten Frau wurde er evang lisch. Nach dem Tode bleiben ehelichte er deren Schwester und trat im Jahre 1905 mit seinen Kindern wieder zum Katholizismus über.

2. Bereits am 15. Oktober 1906 brachte der Reichsbote gelegentlich der Wistuba-Affäre d e Mitteilung, daß demnächst seitens des Zenirums Enthüllungen über Reichs-Mar ncamt und Floiten-Verciu kommen würben.

3. Das Würzburger Journal schrieb unter dem 12. Februar 1907 folgendes:Die gestohlenen ©tiefe des Generalmajors Keim sollen, wie ein Münchener Korrespondent erfahren haben will, dem Redakteur Sieberts vom ©apnfcben Kurier nicht von den Dieben, sondern von einer bekannten geistlichen Persönlichkeit, die vermöge ihrer Stellung zurzeit immun 'st, zugegangen sein." Das müßie demnach ein geist­licher Neichslaqsabgeordneter sein."

Die Schivester des Eiseubaknftkretärs Janke, des Dalers der bei uns im Dienst gewesenen Brüder Janke, war längere Zeit im Hause eines Erzpriesters, der zugleich Reichstags- mirglied war, tätig.

4. Der Redakteur des Bayerischen Kuriers hat der Staaisanwallscha'l gegenüber sein Zeugnis über den Erwerb der uns rniwendeten Briefe verweigert.

Die Vm in NuMnd.

* Petersburg, 3. März. (Pelersb. Tel.-Ag.) Heute früh umzingelten etwa 1500 Polizisten das Polyiechnikurn und nahmen in mehreren Stuseatenivohngebäuden Haus­suchungen vor, wobei an verschiedenen Stellen etwa ein Dutzend Bomben, zehn Schnellfeuergewehr?, zwei Pfund Dynamii, Handgranaten und Pyroxylin entdeckt wurd-n. Die Haussuchungen dauerten bis zum Nachmittag. Fünfzehn nicht der Studentenschaft angehörige Personen, darunter mehrere Frauen, wurden verhaftet.

Hus aller Kielt.

Religiöser Wahnsinn. Die Familie eines Ober- zahlmeisters des 3. Gard^regiments, in der Reichenbergei­straße wohnhaft, wurde mit Ausnahme des Baiers plötzlich in der vergangenen Nacht religiös wahnsinnig. Die Ehe­frau mit den beiden Töchtern und den beiden Söhnen über­fielen den lungenleidenden und seit mehreren Tagen dienst­unfähigen Vater im Bett und mißhandelten ihn unter fort­währendem Beten. Die Hausbewohner horten um 2 Uhr nachts ein Stöhnen und hohen einen Schlosser, welcher die Türe öffnete. Der Vater der Familie entkam, diese ver­weigerte den Eintritt, verrammelte die Tür und wollte aus dem Fenster springen. Die von dem Vorfall verständigte Polizei holte den Kreisarzt, welcher die Familie für gemein­gefährlich geisteskrank erklärte. Heute ist ihre Ueberführung in eine Irrenanstalt erfolgt.

~CE»B3MttRMBmyjUB!rareMi!!^*!n*M^.«Ma.»^.^.~-r^^

daß seine Scharen mehr und mehr abnehmm. Das Nest bildet eine kleine Vertiefung im Erdboden an einer trockenen Stelle. Innen ist es mit wenigen feinen Wurzeln und Hälmchen aufgelegt. Es enthält vier birnförmige Eier, welche auf olivengrünlichem oder bräunlichen Grunde rot- graue oder dunkelbraune Fleck-n und Punkte tragen. Die Färbung harmoniert völlig mit dem umliegenden Moorboden, so daß die Eier trotz ihrer Größe leicht übersehen werben können. Zu seinen Eiern und Jungen hegt der Kiebitz große Liebe, und das Männchen sucht auf alle Wei'e eine drohende Gefahr abzumende». Kleinere Feinde greift es mutig an und schlägt sie durch Flügelschläge und Schnnbeb hiebe in die Flucht, größere futt es durch lautes Geschrei und Umfliegen zu e> schrecken. Sogar den Menschen umfliegt es in solcher Nähe, daß dieser jeden Augenblick glaubt, einen Flügeschlag oder <édviahslr'ieh m r Rahim.

FriikliiisiSsttuß.

Teurer Frühling, der du lächelnd, Wieder jetzt zu uns gekommen, Au erfreuen, zu beglücken: Sei von Herzen uns willkommen!

Unb nun sei auch Tröster wieder Allm, denen noch im Schmerze, Denen noch in tiefem Leiden Zuckt das schwer getroffne Herze k

Deren Auge voller Tränen, Wenn der erste Morgen grauet, Deven Auge voller Tränen In die Abendsonne schauet!

Frühling in Palast unb Hütte! Fühling allen Armen Kranke»! Frühling allen Schwergeprü ten, Allen joraenden Gedanken!

Dtn-staq

*^33GGXt39BdkJ333CZD^'" "?" '-" -,>"-- '»^'-'^'.nrr.'T^ - '-m»- w- <*»» -w T-_mmgjfr^^~;:'^s^l»^-LL'-3l77-H!>'^>-"1 ^1"1

^kra^enrattb- Das Oberkriegsgerichè in Slraß^'urg tm Elsaß verurteilte d'e Ulanen Kroll und Naumann des 11. Regime-''? in Saarburg wegm Straß nraubes zu sechs Jahren 14 Taren Zuchthaus und ^n'sernung aus dem Heere.

Bei keiner Verhaftn n? Se^b^msrÄ bestan-en bat ein Musketier des Hamburger Regiments, als in seinem Schrank bei einer plötzlichen Revision anarchistische Schritten gefunden würfen. In seiner Tasche wurde ein Brief ge­funden, in dem er dem Siehiitenofftver und dem Nekrulen- gefreiten für ante Behandlung dankt.

MörÄ^ritt Liebe! Mit einer Schußwunde in der Brust wurde in Berabausen (Rheinland) die 17jährige Speuglermeisterstochter Rebling tot auigefunden. Neben der Leiche stand jammernd ein junger Bursche, der Geliebte deß Mädchens, der erzählte, daß er dem Mädchen vorgeschlaaeu habe, gemeinsam mit ihm in den Tod zu geben. Das Mädchen habe sich erst geweigert, dann aber plötzlich den Revolver, den er bei sich trua, genommen und gegen die Brust abge­drückt. Der Liebhaber, ein isijähriger stellenloser Handlungs- gehi fe, wn^ vorläufig in Haft genommen.

lieber Branvnnglück in EunewalSe bei Zittau üKönigr. achsen) berichtet die Zittauer Morgenztg. noch fol­gende Einzelheiten: Das Unglück trug sich in einem dem Gast­wirt Kutschte gehörigen, mit Stroh gedeckten Nebenhause zu, das nur von dem Maurer Schütze. dessen Ehefrau und fünf Kindern bewohnt wurde. Nachdem die Familie am Sams­tag abend gegen halb 8 Uhr gemeinsam das Abendbrot ein­genommen hatte, begab sich der Mann in ein nahe gelegenes Lokal, um noch ein Glas Bier zu trinken, während die Frau mit vier Kindern, einem vierzehn Wochen alten Knäblein, einem 3-jährigen Söhnchen und zwei 4- und 5-jährigen Töch­tern, in das Obergeschoß des zwei Stockwerke hohen Ge­bäudes ging, um dort die Kleinen zu Bett zu bringen. DaS älteste Kind. das schon die Schule besucht, befand sich bei den Großeltern. Auf bisher noch nicht ermittelte Weise ent­stand gegen 9 Uhr, von niemand zunächst bemerkt, Feuer in einem anfto^enben Scheunenraum. Der Brand verbreitete sich mit riesiger Schnelligkeit und hatte bereits die Treppe ergriffen, als Frau Schlitze auf die Gefahr ammerkscnn wurde. Ein Abstieg ^u den unteren Räumen war absolut nicht mehr möglich. Es dauerte nur wenige Minuten, da drang auch in das Zimmer, in das sich die Mutter mit den Kindern ge­flüchtet hatte, dicker Qualm und machte das Atmen immöiv sich. Da $ih> nicht gleich zur Stelle war, warf Frau Schütze in ihrer Verzweiflung das 14 Wochen alte Söhnchen zum Fenster Hinatts. Das Kind brach bei dem Ausschlagen auf die hartgefrorene Erde einen Arm. Das 4jährige Mädchen hat noch im letzten Moment den Weg über die verqualmte Treppe gewagt und ist so dem Tode entkomme». Wahr­scheinlich hat der Qualm den noch oben befindlichen Per­sonen, also der Frau, dem 3jährigen Knaben und der 5- jährigen Tochter, plötzlich die Besinnung geraubt, denn sie sind alle drei in den Flammen umgefommen. Das Unglück spielte sich derart schnell ab, daß die Feuerwehr zur Rernmg zu spät kam. Das Haus brannte vollständig nieder. Die verkohlten Zeichen fand man gegen 10 Uhr auf; sie wurden in die Leichenhalle gebracht. Als der Ehemann, Heimkommend, das Unglück gewahr wurde. wollte er sich aus Verzweiflung das Leben nehmen. Er mußte mit Gewalt davon abgehalten werden. Frau Schütze stand in den dreißiger Jahre». Sie ivar eine fleißige und allgemein beliebte Frau, die viel zum Unterhalt in der Famile beitrug. Das Unglück hat die ganze Ortsbewohnerschaft auf? tiefste erschüttert.

Einbrecher im Vsarrhnuse. Einen hartnäckigen Kampf hatte in der Nacht der Pastor Peukert in dem Orte Bennungen bei Nordhausen mit einem Einbrecher zu bestehen. Der Verbrecher, der in das Pfarrhaus ein gestiegen w, batte bereits in der unteren und oberen Etage mehrere Kom »oben, Schränke und den Schreibtisch krochen unb »am Geld durchwühlt, unb war eben im Begrüß in die S-udierstube einzudriugeu, als Pastor P. erwachte unb den Einbrecher entdeckte. Er faßte den Dieb sofort beim Kragen. Der Ver­brecher setzte sich zur Wehr, und es entstand in der Dunkel­heit ein heftiges Ringen, wobei die Ringenden die Trevpe hinunterstürzten. Hierbei zog sich de Pastor eine Sehnen­zerrung des rechten Oberarmes zu, sodaß er den Einbrecher loslassen musste, der das Freie gewann. Ein im Scltzai- zimmer des Kindes liegen gelassener offener Doich bewies, daß der Kampf auch einen anderen Ausgang hätte nehmen aaawiB«»a««Maw!«®ei®ffl^2au^

Frühling dir auch, teurer Kaiser, Stolzer Sproß aus stolzem Stamme, Welchem unauslöschlich glühet Heilger Treue Goüesflamme!

Frühling unserm Vaterlande, Unfein teuren, unserm l eben ! Mög' es wachsen Koch und kenlich, Wie es immer noch geblieben!

Deutsches Land, du her lieb hohes, Land des Ruhmes, Land der Tugend, Blüh', o Hermanns heil g Erbe In der Vollkraft eivger Jugend!

Unb nun endlich allen, allen Frü'stiugsgiück und Früklingsfr.edcn! Friede, schönste Gottesgabe, Bleib uns immerbar befdueben!

Bleib' mit deinem milden Segen Alle Zeireu uns erhallen

Als der Bürge schönsten Glückes

Gott im Himmel woll' es walten !

Dietrich Hafner«

v

Humoristisches.

Ertappt. Frau (zu dem heimkehrenden Gatten):Jetzt ist's drei Uhr, und um zehn Uhr bist du weggegangen, weil du rasch einen Brief in den Lasten werfen wolltest!" Mann (in die Tas-.he gipsend): .Ach ja, der Brief da muß ich raich noch ^al hinun^- l"

Er w<!st Beschs'An einem Volr?''est tritt ein Ein- heimi-ch»' als chwar- 'malterWilder" auf und verzehrt mit scharten, fletschen^"" Zähnen rohe Tauben und Fische. Ein Knabe nähert sich demWilden". Da rief der Im­presario :Geh weg, der frißt dich !" Antwort deS Knaben: «Der frißt mi nit, des iicb mei Voaterl"

., 8. März

können. Eine goldene Damenuhr, einige Silbersachen, Ciaarren und ca. 10 Mark Bargeld sind dem Einbrecher in die Hand? getanen.

GewaMst große Attchzüge finD an der Ostsee ge­macht worden. An der Waterkant waren Heringe zu Spott­preisen angeboten. Die Eisenbahn konnte die Sendungen grüner Heringe kaum bewältigen. In Kiel und Eckernförde war die Beute so beträchtlich, daß die Netze nicht alls- reichten. Die Netze kamen bis an den Rand gefüllt an die Bollwerke.

Genickstarre. In den Ortschaften Taissingen und Öhningen am Bodensee ist je ein Fall von Genickstarre vorgekommen.

Hus hanau Stadt und fand.

Hanair, 5. März.

* Die Main^analifation. Ein eigenar iges Jubi­läum können die Anwohner des Mains in desem Jahre feiern, es sind, wie derNh. K." in Erinnerung bringt, 25 Jahre verstossen, seit bezüglich derMginkaualisation zwischen den beteiligten Rasieren ein Ncbereinkommen stattgefunden hat. Schon Mitte der siebziger Jahre war man sich darüber klar, daß eine Kanalisierung des Mains unbebinot nötig sei, unb der Frcmlfurter Magistrat tat das Se ue in der Ange­legenheit, um sie zu fördern. Auch die preußiiche Negierung widmete dem Projekt große Aufmerksamkeit und verhandelte eingehend mit Hessen, das ja an her Mamkanalisation eben­falls Interesse hatte. Im Frühjahr 1882 wurde zwischen beiden Staaten eine prinzipielle Einigung darüber erzielt, daß die Mainkanalisar on auegefübrt werben solle. 91 her erst am 7. Mai 1883 konnte d r Vertrag zwischen be ben Staaten abgeschlossen werben, nachdem auch die Fi anffurter Handels­kammer in w ederholten Eingaben au den Minister für Handel unb Gewerbe unb den Minister der öffentlichen Arbeiten ihr« Ansichten zu dem Projekt geäußert hatte. Schon am 15. Mai 1883 wurde mit den 93auarbeitnn begann n, die Regierung?-- und Baurat Cuno aus Wiesbaden leitete. Am 14. Sep­tember 1886 war das große Werk vollendet und es konnte gleichzeitig mit dem Frankiutter Hafen in feierlicher Weise seiner Bestimmung übergeben werben. Die Kosten für die yjhtnfanawaton betragen 5^2 Millionen Mark. Ueber die immense wiruchaftsiche Bedeutung dieses Projekts braucht heute fein Wort mehr verloren zu werden. Damals aller­dings hatten die beteiligten Faktoren unb Interessenten einen schweren Stand, bis sie an maßgebender Stelle die Erfül­lung ihrer Wünsche durchsetzen konnten. Es ging genau sv, wie heute mit der Frage der Schiffahrtsabgaben, und bffou- ders von beisischer Seile war man dem preußischen Plane nicht sehr geneigt. Schl-eßlich wurde das Werk g er zum (Segen des Handels unb der am Main wohnende!, ^i-oölke- rung durchgeh"! ert.

* Esperanto. In einem kürzlich erschienenen Artikel wurde mitoeteilf, daß die hiesige Esperantisten-Gruppe einen neuen Kurtzis eröffnen werde und möchten wir nicht ver­fehlen unsere Leser nochmals darauf aufmerksam zu machen. Die Esperanto-Bewegung hat in der letzten Zeit sehr an Boden gewonnen. Fast in allen größeren 'Städten bestehen Gruppen und neue werden täglich gebildet. Die Eßperants Grammatik ist jetzt bereits in 28 verschiedene Sprachen über« f^tzt wurden und nicht weniger als 36 Zeitschriften wirken für die Weiterverbrei^ungi Namhafte Gelehrte haben , die Sprache warm empfohlen und vorzügliche Zeugnisse von Sprachkennern, Reisenden, Kaufleuten u. a. aus allen Welt­teilen liefern den Beweis von der Brauchbarkeit derselben. Wir wollen nur ein Beispiel anführen: Leo Tolswi sagt: Ich habe geftmden, daß die Weltsprache Esperanto so ein­fach und so leicht zu erlernen ist, daß ich sie nach 2 Stunden Studium, wenn auch nicht schreiben, so doch fließend lesen konnte.Das kleine Opfer, das ein Mensch brächte, intern er etwas Zeit darauf vor« wendete, ist oft so gering, und die Re­sultate. die daraus entspringen können, find so bedeutend, daß niemand sich diesem Versuch entziehen dürft e. Da Esperanto allen

«TOMmMMSW^MBai^^ WIIHII »»»«M

Dec Mani! im Monde.

Dieser Sünder wider die Sonntagsruhe, der nach bet beut! -heu Sage für ewige Zeiten mit s iner Verbannung in den himml schen Lichikörper büßen muß, ist bei den Samo­aner» eine Fr m. Die samoanische Sage errählt hier» ü"er folgendes:Eine Frau saß mit ihrem Kin^e am j Strande und bear eitete mit einem Schlägel die Pflanzen« vn, aus denen die Eingeborenen ihre Kleider anfertigen. ' Da ging plötzlich, an Gestalt einer großen ©rotrnicht gleich, her Vollmond auf. Da das Kind glei bzeitig klagte, daß es junger habe, so bat die Frau den Mond heradzukommen, damit ihr Kind ein Stück von ih n essen konnte. Diese Zu­mutung, sich essen zu lassen, versetzte aber den Mond in gr- wtrugen Zorn, und ehe die Frau noch wutzte, wie ihr ge« 'chah, hatte er st* mit samt dem Kmde und dem Schlitze! verschlungen. Se idem ist ft? im Monde bis auf den heu« sigen Tag zn sehen. Die Sclischindiaver im Westen Nord­amerikas sehen in den Umrissen der Mondgebirge einer Kröte Bild, die in mondheller Nacht in den Himmelskörper sprang, um ft b den Nachstellungen dcs in Liebe zu ihr entbrannte« kleinen Wolf s zu entliehen. Auch der Grönländer behauptet, daß unerlaubte Liebe die Mondflecken verursacht habe. Der Mond, sagt er, liebte seine Schwester und liebkoste sie, un­erkannt von ihr, in einer dunklen Nacht. Aber die Schwester wusste Rai. Um den dreisten Liebhaber zu erkennen, schwärzte sie ihre Hände und fuhr ihm damit, als er sich ihr wieder näherte, ins Gesicht. Aehnlich sagen die Chassias in Hoch­asten dem Monde na.b, er habe seine Schwiegermutter ge­liebt. Diese aber, eine sittsame Matroue, habe die ue^ nicht erwidert, sondern ihm Asche ins Gesicht geworfen.

Womit natürlichn'ckt dieAstbe" zu verstehen ist, die heut- zmage der Schw egersohn von der Schwiegermutter entgegen- zunehmen kein Bedenken trägt.)