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SiertÄjLhrNch 1,80 Mk., monatlich 60 Pfg., für aus- wärtige Abonnenten mit dem betreffenden Postaufschlag, Die einzelne Nummer kostet 10 Pfg.

RetatieuLdruck und Verlag der Buchdrucker« des verein, cs, Waisenhause» tu Hanau.

Meneral-Auzeiger

Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Die [unfgefpaUeue Petitzeil« oder deren Raum 20 U^ im Reklaarenteil die Zeile 35 Psg.

Verantwort!. Redakteur: S. Schrecker tu Hanan.

Mk. 4 Fernsprechanschlntz Nr. 605,

Die Miiittaiwt mnfaM Mer d.N»tnh" J" i

14 Seiten.

Hus Ban au Stadt und fand.

Hanau, 4. Januar.

Vereins n. Vergnüstungsnachrichten

für GamStaq den 5. Januar.

Turnqemelnde: Von 2*/<—3'/« Ubr: Knaben-, 8—9: Juaenda^eilung. Turnverein : Vereinsabend im (Rasthaus „zur Kartbauneâ.

Gesanaverein „Eintracht*: Vereinsamend in den „3 Gbwrnen'. Evangeliscker Arbeiterverein : Vereinsabend und Mitgliederaufnahme im DereinSlokale sParadevlap Nr. 1.)

Gesangverein „frrohliihkeit": Vereinsabend im „Deutschen 6au3". Gesangverein „Germania" : Vereinsabend im „Löwenqârtchen". Gesangverein „Melomania": Vereinsabend in der „Karthanne". Gesanaverein „Sumier": Dereinsabend in der „Stadt Bremen". Gesangverein „Tonbluthe": Dereinsabend in der „Stadt Bremen". Evang. Minner- m. Jünglinqsverein: Unterbaltung (öd. DereinsbauS). Dergnügunas-Derein „Germania": Dereinsabmd im „gr. Kurfürsten". Vergnügungsoesellschaft „Fidelio": Dereinsabend „zum Anker". Gesellige verbind, mq „Melitla": Dereinsabend „zur goldnen Gerste". Kasino „Eintracht": Vereinsabend „zum Branstüb'l".

Verein „Ginigkeit": Dereinsabend in der „groben Krone". Verein „Fidelitas": Vereinsabend in der „Kartbaune". Klub „Eameratia" : Klubabend im großen Kurfürsten". Gesellige Verbindung „Arminia": Klubabend in der „Stadt Bremen" Gesellige Verbinduna „Hanovia*: Klubabend im „Bernh^rdseck^. Verein „strohsinn 1908": Dereinsabend im „Grafen Philiov ?udwig*. Athletenklub „â«mania": Vereinsabend im „groben Kurfürsten". Stemm» und Ringklub „Eiche : Dereinsabend „zum Saudhof". Hanauer Fußballgesellschaft 1899: Vereinsabend im „schwarzen Bären". Fußballklub .Melitta*: Klubabend im „Restaurant Weismantel". Radfahrer-Verein 1898: Vereinsabend „zur deutschen Eiche". Radsport „9111er": Dereinsabend im „Schützenhos". Radfahrer-Verein „Union": Dereinsabend im „Wilhelmseck^'. Kegelklub „Nachtschwärmer": Gasthaus „zur guten Quelle". Klub „Friendship' : Klubabend im Restaurant „zum Neubau". Kegelklub „Neuntöter*: Abends 9 Uhr: Kegeln im „Awengärtcheu*. Gesellige Verbindung „Hassonia*: DonstUhr ab Kneipe im „Röm.Kaiser*. Klub „Eoncordia* : Klubabend in der Brauerei WeiSmantel. Gesellige Verbindung „Patria* Derbinduuqsabend im „Ratskeller*. Humoristischer Musikverein ^Germania*: Vereinsabend „zur Harmonie". Vergnügungsverein .Edeltverß*: Vereinsabend im „WilhelmSeck". Lokomotivführer-Verein: MouatSversammIting in der „Centralhalle*. für Sonntag den 6. Januar.

Tischgesellschaft im „Nürnberger <S»f"t Do" 11—1 Uhr: Uebungsstunde. Lokomotivführer-Verein: Vormittags von 11—12 Uhr: Zusammenkunft im Vereinslokal („Ceniralhalle").

Nachmittags 2 Uhr: UebunqSspiele auf dein Exerriervlatz: „^anauer Fuß- ballqeiellschaft 1899" und Hanauer Fußballklub „Melitta".

Hanauer Fußballklub „Viktoria" 1894: Nachmittags 8 Uhr: UebungS- spiel auf seinem Gvorlplad an der stetpziaerstrabe.

Erster Hanauer Fußballklub 1898: Nachmittags 8 Uhr: UrbungSspiei auf seinem Sportplatz an der „Schönen Aussicht".

Feuchtes-Eck: Gasthaus „zur guten Quelle".

Verband deutscher Kriegsveteranm: Abends 5*/i Uhr: MonatSver- sammlung im Gasthaus „zum goldenen Faß".

Stadttheater in Hanau: NacknnittaqS ",4 Uhr: Vorstellung bei kleinen Preisen: .Der Abt von St. Bernhard*-, Abends 7 Uhr: »Die Welt in der man sich langweilt*.

Kathol. Arbeiterverein : Abends 8 Uhr: Zusammenkunft iiu Vereinslokale .zum Braustub'l*.

Guttempler-Loge zur Höhe, Paradeplatz 1: Abends: Freie Zusammenkunft. Gäste willkommen.

Verfteigernngs- re. Kalender ,

^: für Montag d en 7. Januar.

Holzversteigerung im Gräfs. Revier Meerholz; Termin vormittags 'M Uhr (s. Nr. 2 „Han. Anz.*).

* Veeliehen wurde dem pensionierten Kasernenwärter Wendelin Gadhof in Hanau das „Allgemeine Ehren- zeichen".

* Marienkirchencho*. Die regelmäßigen Uebungs­stunden beginnen wieder am nächsten Donnerstag den 10. b. Mts. Stimmbegabte Damen und Herren sind jederzeit willkommen.

* Kuuffindustrie-Berein. Der im Programm für Dienstag den 8. Januar vorgesehene musikalischeAbend ist auf Donnerstag den 10. Januar verlegt wor­den. Die beiden Künstlerinnen, Pianistin Fräulein Helene G o t t st e i n und Konzertsängerin Fräulein Paula Sichel, beide aus Mainz, haben folgendes Programm gewählt: 1. Klavier: 6-woll - Fantasie Nr. 3 von Mozart. Sonate F-moll, op. 57 (Appassionata) von Beethoven. Impromptu B-dur, op. 142 Nr. 8 von Schubert. Menuett, op. 29 von Zanella. Ungarische Rhapsodie Nr. 2 von Liszt. 2. Gesang: Arie aus „Messias" von Händel. „Allmacht" von Schubert. „Frauen, Liebe und Leben" von Schumann. Fräulein Gottstein mit ihrem künstlerischen verständnis­vollen Spiel und ihrer technischen Sicherheit ist bei uns rühmlichst bekannt. Ueber Frâul. Sichel und ihr Auftreten

Samstag den 5. Januar

im ersten Quartettabend des Rebner« Quartetts in Mainz vor wenigen Monaten schreibt das „Mainzer Tageblatt" u. a. folgender: „Was Fräulein Sickel uns geboten hat, war reinste und edelste Kunst. Die Dame besitzt eine ungemein ausgiebige Altstimme, deren sämtliche Register vollkommen ausgeglichen sind. In der tieferen Lage von vollem, sattem Klange, ist die Stimme in der Höhe von großer, breiter Tongebung. Dabei besitzt die Sängerin eine hochintelligente, künstlerische Auffassung, deren Stempel sie ihren sämtlichen Vorträgen aufdrückte. Großzügig sang sie die Händel'sche Arie „O Du, die Wonne verkündet" aus „Messias". Die erhabene Schubert'sche „Allmacht" konnte nicht wuchtiger und hoheitsvoller interpretiert werden, als Frl. Sichel dies tat; ihr majestätisches und doch hochauf jubelndes „Groß ist Jehova, der Herr", war geradezu hinreißend. In dem Schumann'schen „Frauenliebe und Leben" konnte die Künst­lerin ihre tiefe, reiche Empfindung und ihre ganze Seele entfalten. Geradezu staunenswert ist es, wie Fräul. Sichel ihr großes Organ beherrscht. Bald jauchzt es freudig be­wegt auf, bald klingt es hochdramatisch entfesselt, und sofort wird es wieder zu den zartesten Schattierungen abgedämpft, re." — Nach dem Gesagten haben wir am nächsten Donnerstag also einen sehr genußreichen Abend zu erwarten.

* Stadttheater. Das morgen Sonntag abend erst­malig zur Aufführung gelangende Lustspiel Edmund Pail- leron's: „Die Welt in der mansichlangweilt", ist in den Hauptrollen mit den Damen: Sarno, Holm, Berger, Anders, Jaida und Macdonald sowie mit den Herren P u st a r, H-a user, H o p k i r k, O. H. Müller, Kempf und G e h r m a n w besetzt. Die AuSstattun g und das dekorative Arrange­ment des Wintergartens im 3. Akte mit lebenden Pflanzen hat die Blumenhand- lun g von I. L. Jäger Söhne, Krämerstraße über­nommen. — Auf das nachmittags halb 4 Uhr letztmalig zur Aufführung gelangende Schauspiel Ohorn's: „Der Abt von St. Bernhard" sei nochmals aufmerksam gemacht. Vorverkauf für beide Sonntagsvorstellungen heute Samstag nachmittag von 4—5 Uhr.

* Hanauer Abonnements-Konzerte. Es sei hiermit, besonders für die verehrlichen Besucher des 8. Abonne­mentskonzerts darauf aufmerksam gemacht, daß dasselbe wegen der Reichhaltigkeit seines Programms pünktlich um 8 Uhr seinen Anfang nimmt und um Störungen zu vermeiden, die Saaltüre erst nack der ersten Nummer wieder geöffnet wird. Ausführliches Programm im Annonenteil.

* Vorführung lebender Bilder im Flotten- berein. Am nächsten Montag den 7. Januar finden in den Sälen der „Centralhalle" kinematographische Vor­führungen aus dem Bereich des See- und Marinelebens statt. Wer sich in dieses interessante Gebiet einen Einblick ver­schaffen will, der versäume den Besuch dieser Veranstaltung nickt, zumal derartige Bilder ihm kaum ein zweites Mal in solcher Vollendung geboten werden dürften. Nachmittags 2 Uhr findet eine Schülervorstellung, um 5 Uhr eine Familien­vorstellung und abends 8 Uhr eine Vorstellung nur für Er­wachsene statt., (Näh. s. Inserat.)

* Berufswahl. (Egs.) Was soll der Junge werden? Diese Frage wird in den nächsten Wochen im Familienkreise vielfach erörtert werden, wo ein die Schule verlassender Sohn vor die schwere Wahl eines Lebensberufcs gestellt ist. Es ist auch erklärlich, daß vielen Eltern die Entscheidung schwer fällt, denn von der peinlich gewissenhaften Behand­lung der Berufswahl ist unter Umständen die Gestaltung eines Lebensschicksales abhängig. Eine verfehlte Berufswahl bedeutet gar ein verfehltes Leben! In der Tagespresse werden vielfach aus einzelnen Berufen heraus Warnungen veröffent­licht, weil die Verhältnisse in diesen Berufen besonders un­günstig liegen sollen. Einen Erfolg haben solche Warnungen in der Regel nicht, weil eben heutzutage fast alle Berufe überfüllt sind und unter mehr oder weniger ungünstigen Verhältnissen zu leiden haben. Jedenfalls sollte aber die Entscheidung über die Berufswahl nicht auf die leichte Achsel genommen werden. So weit wir auch davon entfernt sind, der Schwarzmalerei das Wort zu reden, glauben wir doch darauf Hinweisen $u müssen, daß besonders vom kaufmän­nischen Berufe das Wort gilt: Es ist nicht alles Gold, was glänzt 1 Soll der Sohn dem Kaufiuannsberufe zugelührt werden, dann sollte man nie versäumen, den Rat des Lehrers einzuholen, der die geistige Befähigung seines Schülers genau zu beurteilen vermag. Denn wer nicht mindestens über eine rasche Auffassungsgabe verfügt, wird aus ein Aufsteigen und Vorwärtskommen im Kaufmannsberufe kaum ^u rechnen haben. Der deutsche Kaufmannsstand hat in unserer Zeit nur für einen geistig regsamen Nachwuchs dauernde Ver-

^ernsprechanschlutz Nr. 605» 1907

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wendnng. Für junge Leute mit guter Schulbildung, die mindestens die erste Klasse der Volksschule durchgemacht haben, hat neuerdings der Deutschnationale Handlungsge- Hilfen-Verband (Sitz Hamburg) die Vermittlung von kauf­männischen Lehrlingsstellen übernommen. Wir glauben, daß der Hinweis auf diese Einrichtung sowohl den selbständigen Kaufleuten, als auch Eltern und Vormündern junger Leute, die für den Kaufmannsstand geeignet sind, willkommen sein dürfte. Selbständige Kaufleute, oder gesetzliche Vertreter der angehenden Kaufmannslehrlinge können außerdem vom genannten Verband auch kostenfrei Lehrverträge beziehen.

* Zu der Besprechung der von der Karnevalgesell­schaft veranstalteten Damensttzung teilt uns der Rechtsbeistand des Herrn Fr. Haas - Kesselstadt mit, daß Herr Haas bei seinem Vortrage mit keinem Worte die hiesige Theaterkritik berührt habe. Unser Berichterstatter hat dem Hansischen Vortrage nicht beigewohnt, wir nahmen aber, veranlaßt durch das Referat der „Han. Ztg.", Stellung zu demselben, da in diesem Referat u. a. zu lesen war, Herr Haas habe bemerkt, nur dasjenige Hanauer Lokalblatt dürfe dem Publikum die zur Aufführung kommenden Premièren und Novitäten zur Kenntnis bringen, welches gute, wohlwollende Kri­tiken, selbst auch über etwaige Entgleisungen, ent­halte. Da das betr. Blatt kurz vorher öffentlich erklärte, daß ihm jene Mitteilungen nicht mehr zugingen, konnte Herr Haas selbstredend mit den angeführten verletzenden, die Selbständigkeit der Kritik in Zweifel ziehenden Aeuße­rungen nur unser Blatt im Auge gehabt haben. Daß hier eine scharfe Abfertigung am Platze war, lag auf der Hand. Wie uns Herr Haas nun persönlich mitteilt, hat die „Han. Ztg." jene ihm untergeschobenen Vortragswendungen s i ch aus den Fingern gesogen, was ja tief bedauerlich ist, uns aber bei den gewohnten fortgesetzten Anrempelungen von dieser Seite nicht Wunder nehmen kann. Bemerkt muß jedoch hierbei werden, daß ein Blatt wie die „Han. Ztg.", welches erst kürzlich den öffentlich erhobenen Vorwurf einer von Neid, Mißgunst und Gehässigkeit eingegebenen Kritik ruhig Eingenommen hat, sich wohl hüten sollte, auf diesen! Gebiete fortgesetzt gegen andere Blätter zu schüren und sich zum unberufenen Richter aufzuwerfen. — Daß nach Klärung der Sachlage der Vorwurf gegen Herrn Haas nicht 'mehr aufrecht zu erhalten ist, liegt auf der Hand.

* Parolemustk. Die Kapelle des Jnf.-Regts. Heffen- Homburg Nr. 166 spielt morgen mittag im Schloßgarten folgende Stücke: 1. „Kadetten-Marsch" von Eilenberß; 2. Ouvertüre „Vasantasena" von Hause; 3. „Valfe Louis XV." von Galimberti; 4. Liebeslied aus Wagner's „Walküre"; 5. Introduktion und Chor a. d. Op. „Carmen" von Bizet.

* Städtische Badeanstalt. Im Monat Dez ember 1906 wurden an Bädern abgegeben: Kl. 1: 70, Kl. 11: 152, Kl. III: 902, Douchebäder 25, Römisch-Irische Bäder 26; zusammen 1177 Bäder. Die größte Zahl der abge­gebenen Bäder betrug 125 am 1. Dezember, die kleinste Zahl 9 am 26. Dezember.

* Das Hahnenkammhans ist mit Sonntags geöffnet.

* Bon den Apotheken ist morgen nachmittag von 3—9 Uhr die Engel-Apotheke geöffnet.

* Grostes Konzert (Streichmusik) der gesamten Ulanen­kapelle in der Turnhalle. Wir weisen auf das morgen Sonntag abend in dem Saale der Turnhalle ftattfinbenbe Konzert der gesamten Ulanenkapelle hiermit nochmals hin mit dem Bemerken, daß die Saalöffnung 7 Uhr und der Anfang des Konzertes auf präzis 8 Uhr festgesetzt ist. Ein jedem musikalischen Geschmack Rechnung tragendes Programm, welches wir int lokalen Teil der gestrigen Ausgabe schon be­kannt gegeben, ist vorgesehen. Der Besuch fraglichen Konzertes ist sehr zu empfehlen.

* Der Verein Hanau der Bund der deutschen Militäranwärter hält morgen den 6. d. Mts., nachmittags von halb 5 Uhr ab in don Räumen des „Deutschen Hauses", wie im gestrigen Annoncenteil bekannt gegeben, seine dies­jährige Weihnachtsfeier ab. Da man eS von dem Vorstand des Vereins nicht anders gewöhnt ist, als daß er kein Mittel unversucht läßt, um seinen Mitgliedern und deren Ange­hörigen einige, mit nur geringen Ausgaben verbundene, ver- gnügte Stunden zu machen, so möchte auch hier an dieser Stelle nochmals darauf hingewiesen werden,, daß die Teil­nahme aller dienstfreien Vereinsmitglieder nebst Angehöttgen dem Vorstande gegenüber Dankespflicht ist.

* In der Wiener Spitze sind für die morgigen Vor­stellungen gute Kräfte gewonnen worden. Neben reizenden Gesangs- und Kostnmsoubretten u. a. auch ein Frankfurter Lokalhumorist.

* Im Orpheum (Brauerei Dörr) finden morgen wieder zwei Vorstellungen statt bei gutew, Abwechselung bietendem Programm.