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3. Aanita*.

DonnerStaa

Seki- 8

LiSgbrticke vom Bobnhof Pe^bötf weiter aeTänfèn, wo der Zug ^um Halten kam. Personen wurden nicht verletzt. Der Betrieb wird eingleisig aufrecht erhalten. Die Ursache der Entgleisung ist noch nicht aukneklärt.

Etfenackk, 1. 'Jan. Beim Remitieren entgleisten vor­gestern auf dem diesigen Hnup'babnbof zwei Guterwagen mit einer Maschine, wodurch die Hauvtgeleise für längere Zeit gesperrt waren. Die Aufrâumungsarbe'ten dauerten mehrere Ztunden. Die Züge aus Westdeutschland haben wegen Schneewehen nroße Verspätungen.

Eisenach, 2 Ian. Herr von Dreyse hat an den Ge- meinderat in Eisenach die Anfrage gerichtet, ob derselbe ge­neigt sei, die Anteile der Stadt Eisenach am Kurbade zu verkaufen. Herr von Dreyse beabsichtigt, sofern der Ge­meinderat einem Verkäufe zusiimmt, die Anteile zu kauten und bei den Gesellschaftern des Kurbades den Antrag zu stellen,^ eine große Aknenaesellschaft zu gründen, welche mt den nötigen Mitteln ausgerüstet, in der Lage sei, das Kur- bad Eisenach in ein großes Weltbad umzugestalten.

Drahtnachrichten

Zur Wlihlbeweffiing.

Berlin, 3. Januar. Zu der Wahlkundgebung des Reichskanzlers (siehe 2. Blatt), schreibt dieG er- mania": Wir gestehen von vornherein, dieser Brief gefällt uns gar nicht so übel. Das Zentrum kann in Anbetracht der Umstände damit sehr zufrieden sein. Alles in astem: die Kundgebung des Reichskanzlers wird uns die Wahlen nicht verderben. Sie ist ein gutes Zeugnis für das Zentrum, aber wenig geeignet, die Regierungsparteien zu begeistern und zu geschloffenem Vorgehen zu reizen. DieR n t i o- u al -Zeitung" meint: Zu den bevorstehenden Wahlen ist die Kundgebung des Reichskanzlers in ihren sachlichen Darlegungen von musterhafter Klarheit. Von besonderem Wert aber ist es, aus dem Schreiben deS Kanzler? zu er­sehen, daß die Regierung an einen Frontwechsel auch nach dem Eintreffen der günstigen Nachricht auS Südwestastika nicht denkt. Fürst Bülow erblickt auch heute noch im Zen­trum den Störenfried. DieFreisinnige Zeitung" ist der Ansicht, daß aus dem Schreiben nicht hervorgeht, ob die Absicht bestehe, eine Aenderung deS herrschenden Kurses herbeizulühren. Die Aeußerungen Bulows über die bisherige Haltung der liberalen Parteien seien nicht einwandsfrei. Die freisinnige Volkspartei, die in diesem Wahlkampfe auf seiten der Regierung steht, wird Maßnahmen der Regierung, die ihren Anschaurrngen nicht entsprechen, wie bisher, so auch in Zukunft entschieden be­kämpfen.

Beim Kaiser.

Berlin, 2. Jan. Heute abend fand beim Kaiser- p a a r eine Tafel für dw zur Zeit hier anwesenden komman­dierenden Generale statt. Zu 9 Uhr waren zu einem Thee dansante bei der Kaiserin Einladungen ergangen.

Sitzung des StaalsministeriumS.

Berlin, 2. Jan. Das Staatsministerium ist heute unter dem Vorsitz des Fürsten Bülow zu einer Sitzung zusammengetreten. -

Marokko.

Berlin, 3. Jan.' DieVossische Zeitung" meldet au? Tanger: Der Sekretär R a i s u l i's wurde in dem Annen- blicke, als er sich anschickte, die Flucht zu seinem Chef in Z i n a t zu erareifen, von dem bisherigen Kalifen Ben Mansur selbst und einigen* bewaffneten Leuten festae- nommen und als- Gewonnener nach Tanner obnesiihrt. Der Vorfall ist für die Aufrechterhaltung der Ruhe in Tanger nicht unwesentlich. Die Bevölkerung der Umgebung fährt fort, der Regierung ihre Unterwerfung anzubieten.

Paris, 3. Jan. Aus Tanger wird berichtet, daß Raifftli in seiner Feste in Zinat sich zum Widerstand rüste. Um seine Vorräte zu vervollständigen, habe er das Waren­lager eines Franzosen namens Lhermitte gepliindert.

Tanger, 3. Jan. R a i s u l i sandte die Gefangenen, welche er bisher in Zinat untergebracht hatte, nach Arzila und erteilte den Befehl, die Tore der Stadt für die Truppen des Machzen zu schließen. Daraufhin beschloß G e b b a s , 600 Mann mit drei Gebirgsgeschützen gegen Arzila zu senden. Es beißt, daß sie morgen abgehen sollen.

Die Oftensivtauchboote.

Paris, 3. Jan. Wie derMatin" meldet, hat der Marineminister den Bau von 4 Offensivtauchbooten ange­ordnet, welche ein Deplacement von 800 Tonnen, eine ober- fläch'iche Geschwindigkeit von 15 Knoten und eine Tauch- geschmindigkeit von 10 Knoten haben werden, und die 25 000 Seemeilen werden zurücklegen können ohne irgendwo anzulaufen.

Flüchtiger Dekrandant.

Dijon, 3. Januar. Der flüchtige Generalsekretär der Arbeiterbörse hat, wie nunmehr festgestellt ist, über 5000 Francs entwendet, indem er teils mittels gefälschter An­weisungen aus der Sparkasse Geld erhoben, teils Geld, welches für ausständige Arbeiter bestimmt war, ver­untreut hatte.

Aufgehobene Sperrmahreneln.

Trier, R. Jon. kVrlvnt.Teseorowm.) Wl? dem M<>sthänd, ler-Verein für den ReaierunaSbenr» Trwr von amUrcher Seite mitgeteilt wird, werden d'e in Anbetracht der Monk- nnb Klauen- Seuche ungeordneten Sverrmaßreaeln in einigen Taaen aufgehoben. Am 9. Januar findet in Trier wieder ein Vieh- markt statt.

Die deutsche Bübne in New-Bork.

New-Bork, 3. Januar. DasMoraenlournal" erfährt Conried habe seinem gesamten Berlonal für den Saisonschluß gelünd'gt, weil seine anaeariffene Gelundbeit ibm die weitere Fortführung der deutschen Bühne in New-Pork nicht gestalte.

Schadensersabklagr.

Berlin, 3. Januar. DemBerl. Lokalanr." zufolge haben 23 Werke, darunter Krunn-Effen wegen Explosion?» schadens eine oemeinscholtliche Schadenersatzklage gegen die Annen'sche Roburitfabrik eingereicht.

Freiaespz-ochen.

Paris, 3. Jan. Der 27iährige Werkmeister Albert Musch aus Ellen, der den Sohn seine? Pariser Arbeitgebers Denimel erschollen hatte, wurde freiaesprochen. Die Jurn nahm verminderte Zurechnungsfähigkeit an. weil Denimel sich rühmte, Musch's Geliebte oerführt zu haben.

Nkga, 3. Januar. In Libau überfielen Revolutionäre den Knffenboten der Firma Bühler. Zwei begleitende Poli­zisten wurden erschollen. Der Kallenbote und der Kutscher wurden schwer verwundet. 20000 Rubel wurden geraubt. Die Täter entkamen. . -

AuSstand.

Sofia, 2. Ian. Die Eisenbabnange stellten sind wegen N'chibewilligung der von ihnen geforderten Lohn­erhöhung, sowie wegen des Gesetzes, das die Sobranfe ange-- nommen hat, und das die Ausständigen mit Entlassung und Verlust der Pension bedroht, heute in den allgemeinen Aus­stand getreten. Die Regierung hat entsprechende Maßnahmen getroffen.

Die Staatsschuld der Bereinigten Staaten.

Mastzinaton, 2. Ian. Die Staatsschuld der Vereinigten Staaten hat im vergangenen Monat um Doll. 9 258 652 abg^nommen. Der Barbestand des Schatzes beträgt Tol 1,628,974,834.

Der Emir von Afghanistan ans britischem Gebiet.

London, 3. Jan. Wie dem Reuterschen Bureau aus L e n d i k o t a l gemeldet wird, erfolgte die Ankunft des Emirs von Afghanistan auf britischem Gebiet gestern nach­mittag. In dem Gefolge des Em rs befinden sich 75 Offnere und 1025 Mann, sowie mehrere Hervorraaende Persönlich­keiten aus Afghanistan. Auf eine Begrüßungsansprache er­widerte der Emir, daß es ihm große Freude bereite, Indien zu besuchen.

Vertretung.

Varis, 2. Ian. DasAmtsblatt* veröffentlicht einen Erlaß, in welchem der Ministerpräsident und Minister des Innern Clemenceau für die Dauer der Abwesenheit des Generals Piquart, der eine Studienreise nach Tunis ange­treten hat, mit der Vertretung desselben betraut wird.

Ne« errietet.

, Di ier, 3. Januar. Der hiesige Orden der Weißen Väter errichtet mit ministerieller Genehmigung ein 50 Zög­linge umfassendes Seminar in Nltkirch im Elsaß.

Vertzaftung einesProptzeten".

Paris, 3. Januar. Aus Conakry in Französisch- Guinea wird die Verhaftung eims Propheten gemeldet, der zu Gunsten des früheren Stammhauptes unter den Conakry- negern eine Verschwörung gegen die französische Verwaltung anzettelte. Handel und Verkehr in Guinea erhalten dadurch eine heute noch nicht behobene Stockung.

Die kirchlichen Vorgänge in Frankreich.

Paris, 3. Ian. Der Bischof von Montier (Departe­ment Savoyen) Msrg. Lacroix hat an den Kardinalstaats­sekretär Merry bei Val zwei Briefe gerichtet, in denen er mitfeilt, daß er mit Hilfe von Priestern und Laien eine St. Sigismundgesellschaft gegründet habe, die den Zweck habe, in seiner armen Diözese für die Unterkunft und den Unter­halt des Bischofs und der alten arbeitsunfähigen Priester so­wie der Pfarrer und ihrer Gehilfen zu sorgen. Bischof Lacroix richtet an Merry del Dal die Anfrage, ob er für die St. Sigismundgescllschaft die behördliche Ermächtigung als gemeinnütziger Verein und die Zuweisung von kirchlichen Gütern verlangen dürfe. Beide Briefe blieben bisher unbe­antwortet.

Bürgerlicher Sieg.

Leipzig, 3. Januar. Bei der gestrigen Wahl des Stadlverordnetenpräsidiums wurde das Amt des zweiten Vizevorstehers von den Sozialdemokraten heiß umstritten. Erst nach vier Wablgängen wurde der bürgerliche Kandidat Rothe wieder^ewäblt.

ftrgmrfseniragSdle.

S'bewnltz, 3. Januar. Ein 45sähriger Schlosser be­drohte, als er früh um 5 Uhr betrunfen nach Hause beim- febril, seine Frau und seine sechs im Alter ton' 12 bis 21 wahren steh-nden Kinder. Die Bedrohten sprangen au» Vngst aus dem Fenster und erlitten teilweise schwere Ver­letzungen.

RettttngSavparoke für Unterlerbote.

VarlS, 3. Ianliar. DemEclair* zufolge hat ein Taucher des Arsenals von Cherbourg namens Centyl einen Rettungsanparat für Uuter'eebote erfunden, dessen Plan die lebhafte Bewunderung des Marineministers erweckt habe. Cen'yl soll sich anbeischich gemacht haben, mit seinem Apparate Versuche in einer Tiefe von 30 Metern anzustellen.

Hus aller Meli.

Internationale Einbrecher raubten aus der Pfand­leihe in der Nähe des Stettiner Bahnhofs in Berlin 10000 Mark in bar, 5000 Mark in Papier, goldene Uhren und Kostbarkeiten. Die Verbrecher gelangten durch ein über der Pfandleihe gelegenes Hotel, in dem sie Zimmer mieteten, zu den Kaffenräumen. Die Diebe sprachen eine stemde Sprache und sind unermittelt.

Schiffsberichte.

(Mitgeteilt vom Vertreter des Norddent>'chen Lloyd in Bremen M. Schuster, Fabrskaße Nr. 1).

Der DampferKöln* ist am 1. Januar wohlbehalten in Dalitmore angekommen.

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3. 1 Vertikow, gegen sofortige Zahlung öffentlich meist­bietend zwangsweise versteigert werden.

Gerichtsvollzieher in Langenselbold.

Strchlke, Ksm.

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F. Hauser, Reg. u. Fm. Hanan.

L. Kloce, Kgl. Bergrat Schmalkalden

Israelitischer Gottesdienst.

Sabbatlffeier von Samstag, 5. Januar: Vorabend 4 Uhr 25 Min. Frühgottesd'mst 7 Uhr 15 Min., morgens 9 Uhr 15 M., nachm. 4 Uhr.

Sabbath-AuSgang 5 Uhr 25 Min.

Wochengottesdienst: Von Sonn­tag, 6. Januar an: morgens 7 Uhr 10 Min., nachm. 4 Uhr 15 Min.