Todes / Anzeige.
Am verflossenen Sonntage den roten d. M. gegen Abend von einem gest-, «den Mädchen entbunden, wurde meine innigst geliebte Gattin Cornekie Friederike Graf schon nach fünf Stunden im ^9|ten Lebensjahre das Opfer dieses sonst glücklichen Err ergnisses. Unter vielen Schlägen des Schicksals die mich beugten, ist dieser der härteste. Mit der Bitte im Süllen meinen unendlichen Schmerz zu theilen, empfehle ich mich mit meinen mutterlosen Waisen der Liebe und dem Andenken aller Verwandten und Freunden.
Joh. Martin Schott.
Den resp. Verehrern schöner ländlicher Naturgegenden glaubt man mit Recht einen angenehmen Dienst zu erweisen, wenn man ihnen den so reizend und anmurhig gelegenen Bäveorr Godesberg am Rhein mit seinen prachtvollen Umgebungen und seineist schönen, gum Vergnügen und wonnigen Aufenthalte ganz geeigneten Anlagen, empfehlet und.zu einem Besuche desselben sie ammuntert. Ihre Kaiserliche Hoheit Stephanie, Erbprinzessin von Baden, welche auf. Ihrer Reise nur daselbst zu übernachten gesonnen waren, fanden an de» manm'chsalngen dortigen schönen und anmutigen Naturgegenständen so viel Wohl« gefallen, daß Höchst Sie mehrere Tage daselbst zu weilen und mit Ihrem Gefolge im gcvf. sen Hotel bey. Herrn Blintzler das Absteigquarrier zu nehmen geruhten, welches zur Aufnahme hoher Herrschaften und Familien ganz geeignet und auch beste eingerichtet ist.
Godesberg liegt eine Stunde von Bonn am Rhein und hat außer einer sehr reizenden natürlichen Lage auch eine angenehme Lebhaftigkeit, indem die Poststraße von Maynz «ach Cölln durchgehet, und zur Curzeit stets Badegäste daselbst sich befinden.
Wenn sich eine angemessene Anzahl von Theilnehmern finden wollte, so wäre ich wohl nid)t abgeneigt, diesen Winter, vom iften Novemb. L I. an, in einer schicklichen Stunde Vorlesungen über
den Code Napoléon
zu eröffnen. Nach einer schicklichen Einleitung würde ich seine Geschichte, seinen Werth in unseren Zeiten, sein Verhältniß zum Römischen Rechte, sodann nach einer systematischen Tabelle, die Bestandtheile , die Grenzen und den Umfang seines Inhaltes, seiner Eintheilungen und Unterabtheilungen vortragen und entwickeln , endlich aber auch auf den Donrag seiner eigentlichen geftzzlichen Verordnungen selbst eingehen und mich darüber im Stückwerk verbreiten. Ich würde mich bemühen alles Vorzutragende in dem Geiste und »ach der Methode zu behandeln, die meine ehemaligen Vorlesungen an dem hiesigen Gymnasium über Encyklopädie , Propädeutik, RechtSgeschichten und Instituzionen, nicht ohne Erfolg gelassen haben.
Zu näherer Beredung erbiete ich mich jeden Sonntag von sechs bis acht Uhr Abends.
Fr. S. Feyerlein , b. R. Lzt.
auf der weißen Adlergaff« in dem Hause des Herrn Gayl.
Freytag den 22fkn July 1808/ Vormittags n Uhr, sollen in dem VerganthungS- Hause die zum Nachlaß des verstorbenen WeinhandlerS Pfeiffer gehörige Kleidungsâücke und sonstige Effecten, wobey auch eine goldne Repet^uhr vvrkpmmt, an den Meistdietrn-tk Öffentlich wntwft timten*