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23. Dezember

Samstag -

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wozu alle Freunde unb Gönner eingeladen sind. Hier kann man sehen, wie die Guttemvler auch ohne den Dämon Alkohol ihre Feste verschönern und sich freuen können. , Ich möchte den Herren Lehrern dringend ans Hen legen, uns an diesem Abend 31t besuchen. Ich bin "gerne bereit, tebe Auskunft über die Guttemplerarbeit zu geben. An­fang der Feier 5 Mr. Heinrich Hillemann, Kirchstraße 2\ IT.

* Das Ha^nenkammhaus ist Sonntags von 11 Uhr ab geöffnet.

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(!) Fechenheim, 22. Dezbr. (Gemeinderats­sitzung) In vorletzter Sitzung hatte die Gemeindevertretung eine Umsatzsteuerordnung angenommen, nachderen Wor tlaut u. a. der Ankauf von Grund und Boden seitens milder Stiftungen 31t Svelulatiouszweckm für steuerpflichtig erklärt morden war. Da indes der Speku'ationszweck wohl ausgeschlossen sein dürfte, die'er sich auch kaum feststellen läßt, so änderte die Gemeindevertretung gemäß einer Ministerialverfügung den Wortlaut dabin ab, daß milde Stiftungen in allen Fällen die Hälfte des fälligen Steuerbetrages 31t bezahlen haben. Im weiteren wurde die vom Kgl. Konsistorium bereits ge­nehmigte Friedhofsordnung beraten. Dieselbe bestimmt als Friedbofskommission den 1. evangl. Geistlichen als Vorsitzender, den Bürgermeister als dessen Siellvertreier und je 2 Mitglieder des Presbyteriums und der Gemeindevertretung, bestimmt im weiteren alle eingehenden Beträge als Einnahmen einer £ riebt'ofoli ff c und regelt endlich die Rechte der kirchlichen und politischen Gemeinde. Zuletzt ist der Rücktritt jeder der beiden Krontrakemen gewahrt und zwar nach zuvoriger halbjähriger Kündigung, in welchem Falle die Beträge der Friedho'skasse der ihr di eit fasse überwiesen werden. Sodann wurde die Kreierung einer weiteren Schulstelle an der hiesigen evaug. Schule und damit die 25. in unserer Gemeinde beschlossen, welche Ostern 1906 besetzt werden soll. Im Falle der An­nahme des Schulgesetzes wird damit die hiesige Gemeinde einen eigenen Schulverband bilden: Aus der Gemeindever­tretung heraus wurde endlich auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung:Gewährung einer Teuerungszulage für die Gemeindebeamten und Lehrer" gesetzt und schon jetzt die Erhöhung der Lohnsätze der Gemeindearbeiter genehmigt.

% K lianstäbten, 22. Dezbr. Gestern wurde beim Bahnbau der Strecke Vilbel-Stockheim in der Nähe von Oberdorfelden der Arbeiter Konrad Weismüller von Kilianstädten von nachrutschenden Erdmassen verschüttet. Er mußte in das Landkrankenhaus zu Hanau verbracht werden, doch ist sein Zustand nicht lebensgefährlich.

Die städtische Bibliothek

Gärtnerstraße 67 (alte Zeichenakademie) ist Sonntags, Mitt­wochs und Samstags "von 11 bis 1 Uhr zur kostenfreien Benutzung für das fßublifum geöffnet. Gesamtkata- loge sind in der Bibliothek zu haben.

TcltWHschcr Wettttkricht her itiiffiljtii Tttmrtt.

Telegramm aus Hamburg vom 23. Dezember.

9 Uhr 38 Min.

Ein Maximum über 773 mm lagert über der Alpen­gegend, ein Minimum unter 760 mm westlich von Irland, unter 755 mm über Nordosteuropa. In Deutschland ist das Wetter ruhig, mild, trübe, vielfach ist Regen gefallen.

Prognose für den 24. Dezbr.: Fortdauer der Herrschen­den Witterung wahrscheinlich.

Marktbericht.

Hanau, 23. Dezbr. (Lebensmittelpreise.) Geflügel: Tauben, das Pärchen 70 bis 1,00 Pfg.; ein Huhn 1,001,30 Mark; eine Ente. Mark; eine Gans 3,50 bis 5,00 Mark, Gans gerupft, das Pfd. 7580 Pfennig ; Fische:' gewöhnt. Sorte 35 Pfg., bessere Sorte 40 Pfg., Aal 90 bis"l,00 Pfg., Hecht,1,00 bis 1,20 M., Bresem 5060 Pfg., Barben 5060 Pfg., Barsch 60 Pfennig per ^3 Kilogramm; Gemüse: Meerrettich die Stange 820 Pfennig ; Blumenkohl, das Stück 3070 Pfennig, Kopfsalat, Stück 15 Pfennig, Endivien, das Stück 10 bis 15 Pfg.; Rettich, das Stück 3-5 Pfg., Ober-Kohlrabi, das Stück 5 7 Pfg.; Umer-Kohlrabi, das Slück 15 Pfennig ; Wirsing, das Stück 10 bis 20 Pfg., Weißkraut, Stück 1040 Pfg.; Rotkraut das Stück 2040 Pfennig, Sellerie, das Stück 10 15 Pfg., gelbe Rüben, das Pfund 10 Pfennig; Braunkohl, eine Portion 20 bis 30 Pfennig;. Rosenkohl, ein Pfund 30 Pfennig; Schwarzwurzeln, Portion 2030 Pfg.; Spmat, das Pfund 2025 Pfennig ; Schmalzkraut, eine Portion 10 bis 20 Pfennig; Kartoffeln, Doppelliter 1214 Pfennig; Obst: Trauben, Pfund 70 Pfennig., Aepfel, 1 Pfd. 2035 Pfg., Birnen, Pfd. 2030 Pfg., Nüsse, das Hundert 60 Pfennig, Citronen, das Stück 8 Pfg.; Apfelsinen, d. St. 410 Pfg., Paradiesäpfel, d. Pfund 70 Pfg; Verschiedenes: Butter, d. Pfd. 1,201,40 Mark ; Käse, 1 Stück 46 Pfg.; Eier, Stück 610 Pfg.; Gänseeier das Stück Pfennig : Zwiebeln, Pfund 10 Pfg.; Welschkorn, Doppelliter 30 Pfg.; Radieschen, das Bündel 810 Pfennig; Kastanien, Pfund 20 Pfennig; Weizenmehl, 1. Sorte 20 Pfennig; 2. Sorte 18 Pfg.; 3. Sorte 16 Pfennig; 4. Sorte 14 Pfennig st ^j Kilogramm.

Hus Hab und fern.

Frankfurt a. M., 22. Dezbr. Im Frankfurter Stadtwald wurde eine Diebeshöhle entdeckt, die mit einem Teppich, einem Waschtisch und sonstigen Geräten wohn­lich eingerichtet war. Ein Förster verhaftete vier Leute, schwere Verbrecher, die bereits vorbestraft waren und steckbrieflich verfolgt wurden. Sie gestanden ein, Einbrüche in Frankfurt, Hausen, Eschersheim und Isenburg verübt zu haben.

St? Frankfurt a. M, 23. Dezbr. Montag den 1. Januar (Neujahrstag) findet im großen Saale des Saalbaues zur Feier des 100 jährigen Geburtstages des Komponisten

Heinrich Neeb ein Konzert statt, dessen Reinertrag für die Hrch. Neeb-Stistung zur Unterstützung hilfsbedürftiger Ton- künstler, ohne Unterschied der Konzession, bestimmt ist. An dem Konert wirk-n hiesige Künstler und Gesangvereine so­wie als Orchester der Philharmonische Verein mit. Das A lbert Schumann-Theater veranstaltet an beiden Weihnachtstagen auch Nachmittags Vorstellungen.

A Obtt'-AbLsteinach, 23. Dezbr. Das Steinachtel- Bahnbauprojekt steht gegenwärtig im südlichen Odenwald im Vordertreffen des öffentlichen Interesses. ImLamm" zu Heiligkreuzsteinach wurde das bedeutungsvolle Projekt bei einer größeren Interessentenversammlung einer näheren Be­sprechung unterzogen. Die beteiligten Gemeinden, Fabrik­besitzer und sonstigen Interessenten mürben aufgeforderr, durch angemessene Leistungen die Realisierung des geplanten Balm- baues zu fördern und dadurch die Staatsbehörden für das Projekt zu gewinnen. Die Gemeinde Schönau bewilligte bereits eine bedeutende Summe für Geläudeerwerbung. Ihrem Beispiele werden sich voraussichtlich die übrigen Ge­meinden des in Betracht kommenden Steinachtales anschließen.

Aschaffenburg, 21. Dezbr. In letzter Zeit treibt sich in Unterfranken ein Schwindler herum, der unter der Angabe, Versicherungs-Kontrolleur zu sein, Versicherungen, insbesondere Haftpflichtversicherungen der Landwirte, entgegen­nimmt, die Polizen mit Nachträgen und Kontrollvermerken versieht und Prämien einkassiert, um dann schleunigst aus dem betreffenden Bezirke 311 verschwinden. Nach den Be­schreibungen handelt es sich um einen gutgekleideten, ungefähr 28 Jahre alten Mann, mit schwarzem, nach oben gedrehtem Schnurrbart, und schwarzem Haupthaar. Der Schwindler zeichnet bald alsBöltgen", bald alsBerkâ". Es ist zwar bereits bei den verschiedenen Gendarmeriestationen Anzeige erstattet, auch Ausschreibungen im Zentralpolizeiblatt erfolgt, allein bei der Gewandtheit des Schwindlers waren bisyer alle Nachsuchungen vergeblich.

Hus aller Mell.

In einem Tunnel gefangen. Ein merkwürdiger Unglücksfall wird aus New-Aort gemeldet: Dort wurde bei einem Tunnelbau für die Pennsylvania-Eisenbahn der Tunnel am Montag morgen um drei Uhr plötzlich überflutet. Gegen acht Uhr horten Arbeiter ein geheimnisvolles Klopfen, das augenscheinlich aus einer Luftkammer kam, die am Ende des Tunnels gerade über dem Niveau des überfluteten Teiles lag. Sie befindet sich etiva 75 Fuß unter der Oberfläche und ist mit der Außenwelt durch ein dünnes Rohr verbunden, durch das man das Klopfen deutlich wahrnehmen konnte. Sofort wurden Arbeiterabteilungen organisiert, die unauf­hörlich gruben, um die augenscheinlich in der Luftkammer eingeschlossenen Leute zu retten. Es war eine äußerst schwierige Arbeit, da man durch felsigen Boden und Beton dringen mußte; das Klopfen wurde allmählich immer schwächer. Zu Tausenden umstanden Menschen die Unglücksstelle. Am Dienstag früh gelang es Tauchern, durch den überfluteten Tunnel zu den Eingeschlossenen vorzudringen und nach mehreren vergeblichen Versuchen sie auch durch diesen zu retten. Es waren zwei Italiener, die ohnmächtig zusammenbrachen, als sie ins Freie kamen; aber man hofft, daß sie sich wieder erholen werden.

Zngentgleisnng. Vorgestern abend um 9 Uhr ist der mit beurlaubten Militärpersonen besetzte Sonderzug Nr. 116 auf Bahnhof Gardelegen gleich nach der Abfahrt auf einige im Gleis 1 stehende leere Güterwagen gestoßen, wodurch die Zugmaschine des Sonderzuges und zwei der vorgenannten Wagen zur Entgleisung gekommen sind. Perso­nen sind nicht verletzt. Das nördliche Hauptgleis war acht Stunden gesperrt. Die Schuld an dem Unfälle trifft den Fahrdienstleiter in Gardelegen.

Drahtuachrickten.

Die Vorgänge in Rußland.

Petersburg, 22. Dezbr. (Petcrsb. Telegr.-Agentur). Heute sind 8 2,0 0 0 Arbeiter,, die den Fabrik-Inspek­tionen unterstehen, ausständig. Dies sind 2 Drittel der Arbeiter dieser Kategorie. Gestern beendete der Ministerrai die Beratungen über die Wahlen zur Duma.

Berlin, 23. Dezbr. DieBerl. Morgenpost" meldet aus London: Der in Kiel eingetroffene englische Torpedo­kreuzerSaphire" und der deutsche TorpedokreuzerLübeck" erwarten stündlich Segeloidre, um gemeinsam nach Riga in See zu gehen.

Berlin, 22. Dezbr. DerBerl. Lok.-Anz." meldet aus Petersburg: Der hiesige Generalstrei k ist total mißlungen. Die Fabrikeit nahmen die Arbeit wieder auf. Eisenbahnen, Post und Telegraphie, sowie die Elektrizitätswerke funktionieren. Große Verwirrung herrsche im Lager der revolutionären Partei. Die Streikkassen sind leer. Sonntag wird das Manifest betreffend den Wahl­modus veröffentlich. Aus Moskau melbet dasselbe Blatt: Hier verfügte der Arbeiterdeputiertenrat die Schließung sämtlicher Bäckereien auf drei Tage wegen einer Verteuerung des Brotes. Bei dem gewaltsamen Schließen kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei.

Petersburg, 22." Dezbr. Ein Negierungskommunique fordert die Bevölkerung der Hauptstadt auf, sich durch die Ankündigung des G e ne r a l st r e i k s nicht aus der Fassung bringen zu' lassen. Alle Vorsichtsmaßregeln seien getroffen worden, um ernsten Unruhen vorzubeugen. Etwa entstehende würden im Keime erstickt werden. Den Gouverneuren aller Gouvernements, die sich nicht im Kriegszustände befinden, ist gestattet worden, aus eigener Machtvollkommenheit Ge­suchen von Großgrundbesitzern, auf eigene Kosten Polizei- wachen gründen zu dürfen, Folge 31t geben. Amtlich wird mitgeteilt, daß die beunruhigenden Meldungen derNowoje Wremja" über die gefahrdrohende Ausbreitung der Pest in der Bukejewsken Horde der Kirgiskosaken im Gouvernement Astrachan völlig übet finb. Seit dem 13. Dezbr. ist kein neuer Vestfall dy:. orgekommen.

Alexandrowa, 22. Dezbr. (Don einem Privatkorrespon- denken.) Im ganzen Königreich Polen ist der Kriegs- z u st a n d wiederhergestellt.'

Moskau, 22. Dezbr. (Petersburger Telegr. - Agentur.) Nach genauer Feststellung befanden sich in dem von den Truppen umzingelten Aquarium 10 000 Personen, von denen 70 verhaftet wurden, die nach Feststellung ihrer Identität und nachdem ihnen die Revolver abgenommen worden waren, wieder in Freiheit gesetzt wurden. Im Garten wur­den viele Dolche, Revolver und Messer gefunden. Zwei Per­sonen wurden aus Unvorsichtigkeit verletzt. Heute fanden auf mehreren Plätzen Ansammlungen um rote Fahnen statt, wobei Reden gehalten wurden. Kosaken und Dragoner zer­streuten die Menge. An einem Platze kam es zum Hand­gemenge. Die Polizei verhaftete 40 Personen, unter diesen Studenten und Studentinnen. Als diese nach dem Polizei­bureau geschafft, wurden, griff die Menge den Zug an und gab mehrere Revolverschüsse ab. Ein Polizist wurde verletzt. Die Ausständigen machen heute von Gewaltmaßregeln Ge­brauch, um die Schließung der Läden zu erzwingen. Der größte Teil der Bevölkerung leidet heute bereits Mangel an Brot. Der Post- und Telegraphenverkehr ist in Betrieb ; die Briefträger, die Zivilkleider tragen, versehen ihren Dienst. Das Bureau des Semstwokongresses beschloß, den Kongreß im Januar zn eröffnen.?

Ausstand.

Paris, 23. Dezbr. In der städtischen St. Paul-Turn halle hielten heute nacht die Angestellten der Spezereihand­lungen eine Versammlung ab und beschlossen, da ihre Forde­rungen: Sonntagsruhe, die Freiheit, außerhalb der Geschäfts­häuser zu wohnen und zu essen, nickt bewilligt wurden, heute tu den Ausstand zu treten. Die Ausständigen faßten ferner den Beschluß, die Nacht in der Turnhalle zu verbringen und dann Straßenkundgebungen vor den großen Spezereiwaren- Handlungen zu veranstalten.

Der italienische Kabinettswechsel.

Rom, 22. Dezbr. Der König hat heute das Ent- lassungsgesuch des Ministeriums angenommen und den Ministerpräsidenten FortiS mit der Neubildung des Kabinetts beauftragt.

Spionageverdacht.

Paris, 23. Dezbr. In Marseille wurden zwei Deutsche, Georg Wolf, angeblich Besitzer eines Patentes auf eine Strickereimaschine, und sein Sekretär Ludwig W i e g e r, unter dem Verdachte der Spionage verhaftet. Man soll bei Wolf Skizzen von Küstenbefestigungen und Notizen über die Dampfschiffahrtsverbindung zwischen Mar­seille und Nordafrika gefunden haben.

Paris, 24. Dezbr. In BeIf 0 rt wurde ein gewisser Karl Killian, Taglöhner aus Mülhausen, wegen Spionageverdachtes verhaftet.

Felsrutsch.

Clermont-Ferrant, 23. Dezbr. Auf Anordnung des Präfekten mußten sämtliche Bewohner des Dorfes R 0 cher- Bla n ch e ihre Behausungen verlassen, da das ganze Dorf durch einen Felsrutsch von einer Katastrophe bedroht ist.

Marokkokonserenz.

Madrid, 22. Dezbr. Wie hiesige Blätter melden, übernahm der frühere Ministerpräsident Montero RioS die Vertretung Spaniens auf der bevorstehenden Marokko-Konferenz.

Familientragödie.

Conradsthal, 23. Dezbr. Hier durchschnitt eine Bergmannsfrau ihren beiden Kmdern die Kehle.

Crschoffen.

Straßburg i. E., 23. Dezbr. Der Feldhüter Wilge wurde von einem Wilddiebe erschossen.

Weitbruck, 23. Dezbr. Der Sonnenwirt Peter er­schoß nach einem Wortwechsel den Maurer Bühl.

Postraub.

Marseille, 23. Dezbr. Gestern abend griffen zehn mit Revolvern bewaffnete Personen mitten in der Stadt einen Postwagen an, töteten den Kutscher und entflohen mit dem Wagen, der 25 Sâcke Briefsachen enthielt. Der Kondukteur wurde schwer verletzt. Der Umfang des Diebstahls ist noch unbekannt.

Urteil.

Cottbus, 23. Dezbr. In dem Prozesse wegen des Spremberger Eisenbahn-Unglückes wurde heute nacht nc i dreitägiger Verhandlung das Urteil ge­sprochen. Die Strafkammer erkannte gegen den Stations- Assistenten S t u l l g y s - Spremberg auf 1 Jahr 4 Monate Gefängnis, wovon 4 Monate als durch die Untersuchungshaft verbüßt erachtet werden ; gegen den Weichensteller Schmidt- Spremberg auf einen Monat Gefängnis. Der Weichensteller Wiedemann- Schleife wurde freigesprocheu.

Berlin, 23. Dezbr. Die Morgenblätter melden: Die Berliner Handelskammer beschloß, zur Förderung der Be­strebungen, die auf eine weitere Befestigung der zwischen der deutschen und der englischen Nationen bestehenden freundschaftlichen Beziehungen abzielen, eine Kundgebung zu veranstalten, welche zugleich eine Erwiderung auf die neuerdings in England zutagegetretenen deutschfrcundschaft- lichen Stimmungsäußerungen sein soll. Die Kammer gibt zu diesem Zwecke am 15. Januar 1906 ein Festmahl, zu welchem der englische Botschafter sein Erscheinen zugesagt hat. Die Vertreter deutscher und hervorragender englischer Handels­kammern sollen eingeladen werden. DieBerl. Morgen­post" will wissen, der Oberbürgermeister von Berlin beab­sichtige, den Lordmayor von London und andere Mitglieder der Londoner städtischen Körperschaften einzuladen, im Juni 1906 in corpore die Reichshauptstadt zu besuchen. Wahr­scheinlich werden auch Lord Avebury und Sir Barclay eine Einladung der Stadt hierzu erhalten.

Schiffsberichte.

fMitgeteilt von Agem 91b. Treu j ch - Hanau.)

Hamburg, 21. Dezbr. Der Dampfer Albin gia* von der Hamburg-Amerika-Linie ist gestern in Vera-Cruz und der DampferBosnia" vorgestern in Baltimore ringe- troffen.