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Einrückungsgebühr»
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Vierteljährlich 1,80 Mk., monatlich 60 Pfg., flh m* Wattige Abonnenten mit dem betreff enbeu PostaufjchtaA, Die einzelne Nummer kostet 10 Pfg.
Rotationsdruck und Verlag der Buchdruckerei orS vereiu. ev. Waisenhauses in Hanau.
Gtneral-Anzeigtr
Amtliihts Organ für 5taU- und Landkreis Kanan.
Erscheint täglich mit Ausnahme der S-nn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Die fünfgespalten« Petitzeil« oder deren Raum 15 Wp> im ateUaGicntril die Zelle 35 Pfg.
Verantwort!. Redakteur: G. Schrecker ta Ham»
Nr. 299 Fcrnsprechanschlxs, Nr. 605. DvIIIINstag tCH 21. Dezember
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Fernsprechanschluß Nr. 605» 1905
Amilichrs.
Stadtkreis Ranau.
Die Müllabfitür in benjenigen Bezirken, in welchen dieselbe planmäßig am 25. bezw. 26. d. Mts. und 1. Januar stattzufinden hatte, wird schon am 23» imt> am 30» d. M. und für den 26. am 27. d. Mts., von 3 Uhr nachmittags ab vorgenommen.
Hanau den 20. Dezember 1905.
Königliche Polizei-Direktion.
P 10786 I. A.: v. S ch lieben, Neg.-Assessor. ________
Stadt- und Landkreis Ranau.
Auf Gnind der Bestimmung unter Ziffer 174 der Aus- führungsanwei'ung zur Gewerbeordnung vom 1. Mai 1904 hat der Herr Regierungs-Präsident zu Cassel die Beschäftigung von Arbeitern im Bäckei'gewer'k»e in Hanau und Kesselstadt am Sonntag den 31. d, Mts. Von 1 Uhv morgens bis 6 Uhr abends gestattet. Diejenigen Arbeiter, welche auf Grund dieser Ausnahmebewilliaung beschäftigt werden, sind vom 3L Dezember 1905, abends 6 Uhr ab nnnnterbrochen bis nachts 12 Uhr zwischen L und 2. Januar 1906 von aller Arbeit sreiznlaffen.
Hanau den 20. Dezember 1905.
Der Königliche Landrat und Polizeidirektor.
P 10336 v. Beckerath.
Landkreis Ranau. BekMkmchwm des MtzAcii SstntJrafSamK
In Orb (Kreis Gelnhausen) ist die Rotlaufseuche erloschen.
Hanau den 9. Dezember 1905. V 8210
Handelsregister.
Firma Gekawerke Aktien-Gesellschaft, Hauptniederlassung in Mannheim, Zweigniederlassung in Hanau und Nürnberg: Die Prokura des Kaufmanns Anton Lechenich in Hanau ist erloschen.
Hanau den 28. November 1905.
Königliches Amtsgericht 5. 24776
Handelsregister.
Firma M. Kalbn & Co. Hauptniederlassung in Marburg, Zweigniederlassung in Hanau: Die Firma ist erloschen.
Hanau den 19. Dezember 1905.
__________Königliches Amtsgericht 5. 24808
Zwangsversteigerung.
Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in Ort und Gemarkung Langenselbold belegenen, im Grundbuche von da Blatt 2338 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen biâ Maurermeisters Konrad Winterstein in Langenselbold eingetragenen Grundstücke: Krtbl. 66 Nr. 28 1) Am Steinborn, Haus Nr. 20, 7,40 ar, a) Wohnhaus mit Hofraum und Hausgarten,
2) daselbst Haus Nr. 20 a,
a) Wohnhaus mit Hofraum und Hausgarten,
Krtbl. 65 Nr. 33/3 Acker auf der Steinkaute 2,97 ar Krtbl. 65 Nr. 34/3 Acker auf der Steinkaute 2,97 ar ' am 21. Februar 1906, vormittags 9^2 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht an der Gerichtsstelle versteigert werden.
Langenselbold den 13. Dezember 1905.
Königliches Amtsgericht. 24789
Hus Ran au Stadt und Land.
Hanau, 21. Dezember.
Beamten-Personalnachrichten.
Ernannt: der Pfarrer Volkenand zu Steinau, Kreis Schlüchtern, zum Kreisschulinsvektor über den Krcis- schulinspcktionsbezirk Schlüchtern (Land)' an Stelle des Pfarrers Kuh l zu Schlüchtern, zu Steuerinspektoren: die Katasterkontrolleure Müller in Fulda, Schulzin Frankenberg un Mosbach in Kirchhain.
Beauftragt: der Pfarrer Werner in Wippershain mit der Vertretung des Königlichen Kreisschulinspcktors, Pfarrers Dr. Bötte in Friedewald (Kreisschulinspektionsbezirk Hersfeld M), der Pfarrer extr. Horst mit der Vertretung des vom 1. Dezember 1905 bis 30. April 1906 nach Bologna in Italien beurlaubten Pfarrers Dr. Bötte in Friedewald.
B e st e l l t: der Hilfspfarrer Câstendy? in Fechenheim zum selbständigen Verweser der Pfarrei Hohenzell.
Versetzt: der Bezirksmeliorations - Banwart Zöller in Rotenburg a^F. zum 1. Januar 1906 nach Fulda und der Meliorations-Bauwart Latsch in Fulda unter Beauftragung mit der Beaufsichtigung der nicht schiffbaren Gewässer innerhalb des zweiten Flußaufsichtsbezirks zum 1. Januar 1906 nach Rotenburg a'F.
Entbunden: der ordentliche Professor in der philosophischen Fakultät der Universität Marburg Dr. Kißner von seinen amtlichen Verpflichtungen auf Antrag.
Entlassen: der Gerichtsassessor Fürst aus dem Justizdienste infolge seiner Zulassung zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht in München-Gladbach.
* Kirchliche Nachrichten. Da in diesem Jahre der heilige Abend auf einen Sonntag fällt, beabsichtigte man in der Marienkirche einem vielfach laut gewordenen Wunsche nach einem früheren Beginn des liturgischen Nachmittagsgottcs- dienstes durch Ansetzung desselben auf nachmittags 5 Uhr gerecht zu werden. Da die liturgische Weihnachtsfeier in der Johanniskirche um 8 Uhr beginnt, wäre jedem die Möglichkeit gegeben gewesen, einen solchen Weihnachtsgottesdieust zu besuchen, sowohl denen, welchen 8 Uhr zu spät ist, wie denen, welchen 5 Uhr zu früh ist. Leider zwangen unvor- hergesehen eingetretene Hindernisse das Presbyterium der Marienkirche, seinen Plan aufzugeben, und so wird die liturgische Weihnachtsfeier auch in der Marienkirche erst um 8 Uhr beginnen. Hierbei sowohl wie auch im Festgottesdienst des 1. Feiertags wird der Kirchengesangverein der Marienkirche mitwirken. — Die Vorbereitung zur Feier des hl. Abendmahls am 1. Weihnachtsfeiertag wird nun nicht, wie schon mitgeteilt wurde, im Anschluß an den Abendgottesdienst, sondern im Anschluß an den Vormittagsgottesdienst stattfindcn. Der Kindergottesdienst beginnt darum erst ’/4 nach 11 Uhr.
* Besuch. Der Herr Regierungspräsident Graf Bernstorff stattete gestern den Spitzen der kirchlichen und Justizbehörden Besuche ab und ließ sich dann im Krcishause die staatlichen Beamten Bor^cffcn.
* Bestanden. Die Prüfung als Zugführer haben bestanden die Schaffner Jean Berger von hier und Adam Schäker aus Großauheim.
* Der kürzeste Tag des Jahres. Heute haben wir den kürzesten .Tag des Jahres, der nur wenig -mehr wie acht Stunden beträgt. Die Sonne hat nunmehr ihren südlichsten Stand erreicht und ist wieder in aussteigender Richtung begriffen, jedoch beträgt die Zunahme des Tages bis zum Ende des Monats kaum 1 Minute. Zugleich haben wir heute .den kalendermäßigen Anfang des Winters. Hoffentlich regiert er nicht gar zu streuge.
* Stadttheater. Sudermann's Schauspiel: „Das Glück im Winkel" wird morgen, neu einstudiert, zur Aufführung gelangen. Den „Röcknitz" spielt Herr R. Schönau vom Stadttheater in Colmar und gibt ihm diese Rolle Gelegenheit, sein künstlerisches Können in vollem Umfange zu zeigen. — Der 1. Liebhaber, Herr Hauser, hat schon vor Antritt seiner hiesigen Stellung einen mehrjährigen Vertrag (ab 1. April 1906) mit dem Stuttgarter Residenztheater abgeschlossen. — SpielpIan an den Weihnachtsfeiertagen. 1. Weihnachtsfeiertag (UL Serie Nr. 5): Zum ersten Male, mit neuer Ausstattung: „D i e Nibelungen" von Friedrich Hebbel; f. Abt.: „Der gehörnte Siegfried", II. Abt.: „Siegfrieds Tod", Trauerspiel in 5 Auszügen. 2. Weihnachtsteienag (Außer Abonnement) : Zum ersten Male: „Stein unter Stein en", Schauspiel in 4 Akten von H. Sudermann. Mittwoch den 27. Dezember, nachmittags 3 Uhr: „Im Reiche der Weihnachtsfee", Kindermärchen von M. Hennig. Abends 7 Uhr (UI. Serie Nr. 6): „D e r Vetter", Lustspiel von Benedix; hierauf: „Das Versprechen hinter'm Herd", Singspiel von Baumann; Nand'l : Frau Antonie Steger-Leonn vom Stadttheater in Stettin als Gast. Vorverkauf für die Vorstellungen der beiden ersten Weihnachtsfeiertage am Samstag den 23. ds., nachmittags von 4—6 Uhr..
L. Born Reichsgericht. Wegen Unterschlagung ist am 2. Februar vom Landgerichte Hanau der Fahrbursche Wilhelm Weichkopf zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt
worden. Er war bei der Brauerei von D. eingestellt und hatte Gelder in Empfang zu nehmen und zu buchen. Er hatte häufig Fehlbeträge von etwa 1 Mk., die ihm beim Lohn abgezogen wurden. Schließlich nahm dies überhand und er wurde entlassen. Nachträglich meldeten sich dann viele Kunden, die bei ihm schon bezahlt hatten, ohne daß er das Geld abgeliefert hatte. Die Revision des Angeklagten wurde heute vom Reichsgericht verworfen.
* Erdbeben. Von verschiedenen Seiten geben uns aus der Umgegend Nachrichten zu, daß gestern abend kurz nach 6 Uhr kurze Erdstöße wahrgenommen worden seien. Sowohl in Bruchköbel als auch in Klein-Steinheim hat man dahingehende Beobachtungen gemacht.
* Viehseuchen. Im Regierungsbezirk sind zur Zeit folgende Ortschaften verseucht: Tollwut: Kreis Wolfhagen : Ehlen. Schweineseuche (Schweinepest): Stadtkreis Cassel : Cassel ; Landkreis Cassel : Sandershausen, Dörnhagen, Großenritte, Weimar, Vollmarshausen, Elgershausen ; Kreis Eschwege: Schafhof; Kreis Fritzlar: Dissen, Ermetheis, Geismar, Gudensberg, Haddamar, Besse, Großenenglis; Kreis Fulda: Opperz; Kreis Hersfeld : Hilperhausen, Tann, Leimbach; Kreis Hofgeismar: Immenhausen, Grebenstein, Holzhausen, Gewissenruh, Veckerhagen, Lippoldsberg, Udenhausen; Kreis Homberg: Niederbeisheim, Oberhülsa; Kreis Hünfeld: Nudolphshan, Obermannsbach; Kreis Melsungen: Deute, Beiseförth, Melsungen, Melgershausen; Kreis Rotenburg: Hergershausen, Hübenthal, Hornel, Ersrode; Kreis Schmalkalden: Steinbach-Hallenberg, Fambach, Barchfeld, Aue; Kreis Wolfhagen: Rittergut Hohenborn, Domäne Burghasungen, Domäne Rangen, Wolfhagen. Influenza der Pferde (A. Brustseuche): Kreis Schmalkalden: Brotterode; (B. Pferdestaupe): Landkreis Hanau: Dörnigheim.
* Gemeindeanstelegenheiten. Der Magistrat hat den nach der Städteordnung zu erstattenden Bericht über die Verwaltung und den Stand der Gemeindeangelegenheiten im Jahre 1904 den Mitgliedern der Siadtvcrordneten-Versamm-
Umg in einer Druckschrift zugängig gemacht. Wir entnehmen dem Bericht das Nachfolgende: Die Schätzung der Einnahmen und Ausgaben, welche bei der Vorlage des Etats
für 1905 vorgenommen wurde,
Steuerart Voranschlag < Einkommenst. 499,500 Mk. Grundsteuer 169,500 „ Gewerbesteuer 115,500 „ Hundesteuer 11,000 „ Umsatzsteuer 21,000 „ Reinertr.Gasw. 144,000 „ Es war somit mit einem Uebe: Mark. Die wirkliche Einnahm
ergab folgendes Resultat: leschätzt. Ertrag Mehreinn.
517,000 Mk. 17,500 Mk.
170,000 „ 500 „
125,000 „ 9,500 „
12,000 „ 1,000 „
21,000 „ —
165,000 „ 21,000 „
chuß gerechnet von 50,000 hat sich in folgender Weise
gestaltet:
Mehr-
Steuerart Voranschlag Jsteinnahme einnahmt Einkommensteuer 499,500 M. 526,100 M. 26,600 M. Grundsteuer 169,500 „ 169,830 „ 330 „ Gewerbesteuer 115,500 „ 125,028 „ 9,528 „ In den 9528 Ma k stecken 5618 M. Waren- hanèsteuer, die 1905 wieder zur Verausgabung
gelangen. Hundesteuer 11,000 M. 12,228 M. 1,228 M. Umsatzsteuer 21,000 „ 23,466 „ 2,466 „ Neinei trag des
Gaswerks 144,000 „ 155,372 „ 11,372 „ Der gesamte Ueberschuß des Jahres 1904 beträgt rund 7 7,200 Mark. Was den laufenden Etat (1905) anlangt, jo werden die Einnahmen in folgender Weise gestützt: . Geschätzter Gegen den Steuerart Voranschlag Ertrag Voranschlag Einkommensteuer 517,000 M. 535,000 M. — -fi 18,000 M. Grundsteuer 174,000 „ 1*2,000 „ — — 2,000 „ Gewerbesteuer 120,000 „ 125,000 „ = + 5,000 „ Hundesteuer 12,000 „ 12,500 „ — + 500 „ Umsatzsteuer 21,000 „ 30 000 „ — 4- 9,000 „
BiS 6. November waren 24600 Mark Umsatz
steuer eingegangen.
Reinertrag des
Gaswerks 150,335 M. 155,000 M. — + 4,665 M.
Reinertrag des
Wasserwerks 15,000 „ 19,000 „ = ^ 4,000 „
Der Ueberschuß des Jahres 1905 beträgt somit nach vorstehender Zusammenstellung voraussichtlich 39,000 Mark, wird sich aber durch Mehreinnahmen und Minderausgaben bei anderen Titeln voraussichtlich auf 50,000—60,000 Mk. erhöhen. Bezüglich des neuen Etats mag folgendes bemerkt werden: Die lieber schaffe der früheren Rechnungsjahre sind nicht festgelegt worden als Betriebs- und Reservefonds, noch