Erstes Mâ
mtnurr
vezvgS-reiSt
Vierteljährlich 1,80 Mk., monatlich 60 Pfg., für <mA» tö artige Abonnenten mit dem betreuenden Postausjchtag» Die einzelne Nummer kostet 10 Psg.
RotativnLdruck und Verlag der Buchdruckerei bd »ad«.
General-Anzeiger
Kmlliches Organ für StoM= NU) Fandkreis Kanan.
Zeiger
Eisrückupg-gebühr 1
Die fünf gespaltene PetitzeiU oder deren Raum 15 ^ da RecUunenteil die Zeile 35 Pf^ •
eo. Daisenhause» in Hanau.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
verantwort!. Redakteur: T. Schrecker in Hanau
Nl. 270 Nerntprechanschlutl Nr. 605.
^^.^^^^^^-^■^^^—^^^^^^^^^^^•^"^
Amtliches.
Stadtkreis Ranau.
Die Schweineseuche in dem Gehöft des Landwirts Franz Hoffmann, Gärtnerstraße Nr. 71 hier, ist erloschen. Die Gehöftsperre ist aufgehoben.
Hanau den 15. November 1905.
Königliche Polizei-Direktion.
r 9504 J. V.: v. Schlieben, Neg.-Assessor.
Landkreis Ranau.
Lkklimtmchiiiizcn des tofllidjtn SanbrntSamtS.
In Lieblos, Kreis Gelnhausen, ist die Schweineseuche auSgebrochen.
In Wolferborn ist diese erloschen.
Hanau den 13. November 1905. V 7384
Bekanntmachung.
DaS" auf den Namen des Unteroffiziers j^entitf) in Hanau lautende Sparkasienbuch Ni°. 3341 ist angeblich abhanden gegangen. Der etwaige Besitzer wird aufgefordert, seine vermeintlichen Ansprüche bei dem unterzeichneten Vorstand binnen 3 Monaren geltend zu machen, widrigenfalls das Sparkonto gelöscht und dem Verlierer ein neues Einlagebuch ausgestellt wird.
Hanau am 15. November 1905.
22549 , Der Vorstand der Kreissparkaste.
Königliche Zcichcnakadcmie.
Die im Wettbewerb um die diesjährigen Staatspreise sowie um die Preise der W. Behrens-, der Chr. Weishaupt- und der &♦ Zwernemann-Sliftung eingegangenen Entwürfe sind vom 16. bis 21. d. Mts. in der Aula zu unentgeltlicher Besichtigung von 9—12 und 2 — 5 Uhr ausgestellt.
Hanau den 15. November 1905.
Offterdinger. 22539 ---'___________________________________________________________________________________________________________
Zwangsversteigerung.
Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in der Gemeinde Langendiebach belegenen, im Grundbucht von Langendiebach Artikel 419 zur Zeit der Eintragung des Vcrsteige- rungsvermerkes auf den Namen deS Ackermanns Johannes May, Peters Sohn, zu Langendiebach eingetragenen Grundstücke:
Krtbl. 30 Nr. 21, Acker auf der Beune, 1,00,82 ha, Krtbl. 23 Nr. 135, Wiese in der Candwiese, 66,42 ar, Krtbl. 31 Nr. 38, Wiese im Forst, 6,03 ar,
Krtbl. 34 Nr. 7, Acker im Lohfeld, 24,00 ar,
Krtbl. 34 Nr. 5, Acker im Lohfeld, 22,96 ar,
Krtbl. 34 Nr. 6, Acker im Lohfeld, 64,80 ar,
Krtbl. 34 Nr. 9, Acker im Lohfeld, 13,43 ar
am 3. Januar 1906, vormittags 9 tthr, durch das unterzeichnete Gericht, gn der Gerichtsstelle, versteigert werden.
Der Versteigerungsvermerk ist am 13. Oktober 1905 in das Grundbuch eingetragen.
Es ergeht die Aufforderung, Rechte, soweit sie zur Zeit der Eintragung des Verstrigerungsvermcrkes aus dem Grundbuche nicht ersichtlich waren, spätestens im Versteigerungs- termin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des Versteigerungserlöses dem Ansprüche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden.
Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegenstehendes Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuschlags die Aufhebung oder einstweilige Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der Versteigerungserlös an die Stelle des versteigerten Gegenstandes tritt.
Langenselbold den 9. November 1905.
_____Königliches Amtsgericht. 22497 Gefundene und verlorene Genenstünde re.
Gefunden: 1 Kindergummiichuh, 1 weisses Spitzen- michemuch (Monogramm L. M. und mit der Aufzeichnung ;^ur heiligen Kommunion"), 1 Portemonnaie mit etwas über 6 Mk.. 1 unfertiger Pantoffel.
Donnerstag den 16. November
Verloren: 1 silberne Damenuhr.
Zugelaufen: 1 junge, gelbe schottische Schäferhündin mit weißerHalskrause und 4 weißen Pfoten, 1 kleiner brauner Spitzhund.
Hanau den 16. November 1905
Bandeiskammer Ranau«
Plenarsitzung
am Freitag den 17. November 1905,
* 5 Uhr nachmittags.
Tagesordnung:
1. Beeidigung von 4 Bücherrevisoren für Hanau und Fulda.
2. Wahlen für die Ernennung von Handelsrichtern.
3. Die diesjährigen Wahlen zur Handelskammer.
4. Sachverständige für Warenbeschädigungen auf der Eisenbahn.
5. Verzeichnis betr. die Beteiligung des Handelskammer- bezirks am Außenhandel.
6. Novelle zum Neichsstempelsteuergesetz.
7. Gerichtsvollzicherordnung.
8. Leihhausfragt.
9. Deutscher Verein für Wohnungsreform.
10. Abfertigungsverfahren im Güterverkehr.
11. Wünsche für den nächsten Spmmerfahrplan.
12. Mitteilungen, betr.
a) Erstattung von Gutachten und Benennung von Sachverständigen.
b) Probierer für Edelmetalle.
c) Vertretung von Handel und Industrie in den Kreistagen rc.
d) Entwurf einer Mast- und Gewichtsordnung.
e) Nahrungsmittelkontrolle.
f) Haftung der Schiffer für Mindergewicht.
g) Revision der Gründung einer Aktiengesellschaft.
h) Ausdehnung des >"ernsprechbereichcs.
Hanau den 16. November 1905.
Die Handelskammer. Der Syndikus.
22496 Canthal. Dr. phil. Grambow.
Hus Ranau Stadt und fand.
Kana«, 16. November.
* Poftfrachtstücke nach Ruhland (außer nach Orten des General-Gouvernements Warschau) werden österreichischerseits auf dem Wege über Podwoloczyska wieder zugelassen. Auf diesem Wege können daher auch aus Deutschland Postfrachtstücke befördert werden, deren Absender die Leitung über Oesterreich wünscht.
* Viehseuchen. Im Regierungsbezirk sind zur Zeit folgende Ortschaften verseucht: Tollwut: Kreis Esch- wege: Wellingerode (Verdacht); Kreis Fritzlar: Ober- vorschütz, Werkel. Schweineseuche (Schweinepest): Stadtkreis Cassel : Cassel ; Landkreis Cassel : Dörnhagen, Vollmarshauscu , Weimar, Wolfsanger, Sandershausen; Kreis Eschwcae: Schafhof; Kreis Fritzlar: Gudensberg, Zwesten, Dissen, Neue Herberge, Gleichen; Kreis Fulda: Opperz; Kreis Gelnhausen: Lieblos; Stadtkreis Hanau: Hanau; Kreis Hofgeismar: Immenhausen, Veckerhagen, Mariendorf, Holzhausen, Trendelburg, Niedermeiser, Hofgeismar, Meimbressen, Friedrichsthal, Langenthal, Ehrsten; Kreis Hünfeld: Rudolphshan; Kreis Rotenburg: Hergershausen, Hübenthal, Hornel, Braach, Ersrode; Kreis Grafschaft Schaumburg: Haste, Rinteln; Kreis Schmalkalden: Steinbach-Hallenberg, Auwallenburg; Kreis Wolshagen: Rittergut Hohenborn, Domäne Burghasungen, Domäne Rangen. Geflü gel.cho lera: Kreis Ziegenhain: Ziegenhain. Influenza der Pferde (Brustseuche): Kreis Fritzlar: Fritzlar.
* Durchschnittspreise. Der Durchschnitt der höchsten Tagespreise für Fourage beträgt mit einem Aufschläge von 5 vom Hundert für den Monat November 1905 in dem Stadt- und Landkreise Hanau für Hafer 8 Mark 69 Pfg., für Heu 4 Mk. 11 Pfg., für Stroh 2 Mk. 73 Pfg. pro Zentner.
*L»otteriegefellschaften. Das Berliner Polizeipräsidium teilt mit: „In neuerer Zeit wird von einer ganzen Reihe von Personen, die sich als Inhaber von Bankinstituten bezeichnen, hauptsächlich von Lübeck aus, aber auch aus anderen Städten, wie Hamburg, Braunschweig u. s. w., unter Entfaltung einer gewaltigen Reklame zum Beiirilt zu Serien-und Prämienlosgesellschaften aufgeforderl. Es handelt sich hierbei
Fernsprechanschlnh Nr. 605.
1905 myg
in allen solchen Fällen nicht etwa um vereinsähnliche Bildungen, sondern lediglich um einen Handel mit Anteilscheinen von Serienlosen. Die Teilnehmer, die zu Gruppen von 50 bis 100 Personen vereinigt werden und daher an der äußerst kostspieligen und von ihnen mitbezahlten Reklame gar kein Interesse haben, müssen an die Unternehmer oft das vierfache des Anschaffungswertes derjenigen Serien- und Prämienlose bezahlen, an welchen sie beteiligt werden sollen. Das Verfahren der Unternehmer ist als strafbar anzusehen und wird von den Staatsanwaltschaften strafrechtlich verfolgt. Hierbei wird gleichzeitig nochmals auf die holländischen und dänischen Prämienlosbanken hingewiesen, vor denen im „Neichsanzeiger" wiederholt dringend gewarnt wird. Bei diesen im Ausland befindlichen Instituten ist es nicht einmal möglich, eine Kontrolle darüber zu üben, ob sie die Papiere, für welche sie Beteiliaungsurkunden ausgeben, überhaupt zu ihrer Verfügung haben, nach bestimmten Vorgängen muß dies allgemein bezweifelt werden.
* Königs. Zeichenakavemie. Bei dem diesjährigen Wettbewerbe erhielten Preise:
I. Staatspreise:
Heinrich Büntemeyer, Preis v.
Emil Wörner, „ „
Pistor Saucerotte, „ „
Theodor Pörtner, „ „ Wilhelm Jung, „ „
Jean Naas, „ „
Frl. Lina Jacoby, „ „
Wilhelm G e r t e n b a ch, Belobung Konrad Gertenbach, „ Georg Köhler, „ Willi Schüler, „ Frl. Anna Koch, „
„ Else Schnell, 2 Belobungen „ Else Hahn, Belobung.
70
70
50
50
20
20
20
M.
„ u. Belobung
ff
ff
ff
ff
I»
II. Weishaupt'sche Stiftung:
Emil Wörner, 120 Mk.-Preis u. Belobung Karl S cb w a b, Belobung Theodor Pörtner, Belobung.
III. Dehrens'sche Stiftung:
Wilhelm Homburg, Preis v. 75 Mk. Wilhelm Jung, „ „ 50 „ u. 2 Belobungen
August S cb e l l, „ „ 25 „ Karl Gersin, Belobung.
IV. Zwernemann'sche Stiftung:
Karl Horst, Preis v. 60 Mk.
Er ch Friese, „ „ 50 „ Viktor Saucerotte, „ „ 50 „ Eugen Wühler, „ „ 40 „
Wilhelm Homburg, Belobung Georg L a n g h e l d, „
* Stadttbeater. Reuters „Onkel Bräsig*, Gastspiel Steinecke. Wer tennt nicht Fritz Reuter, den originellen Dichter in plattdeutscher Mundart. Wer hat nicht seine herrlichen, humorvollen Schöpfungen immer wieder mit innigem Behagen gelesen. Gerade in jetziger Zeit wirkt der gesunde ungekünstelte Humor seiner Schöpfungen mehr als je. Reuter ist gewissermaßen ein Moderner — einer unserer Neuesten, denn durch seine Werke geht der Zug des Naturalismus „Mecklenborgisch Land und mecklenborgisch' Lüd'", ihre großen und kleinen Sorgen, ihre Freuden und Leiden, wie trefflich — mit welcher urwüchsigen Originalität versteht Reuter sie zu schildern, erhellt durch die Strahlen eines sonnigen Hu ors, der erfrischend auf Herz und Gemüt wirkt. „Ut mine Stromtid" heißt der Roman, in welchem Reuter die prächtige Figur des „Onkel Bräsig" geschaffen hat und diese ist darin so plastisch, mit so wunderbarer psychologischer Einheit gezeichnet, daß sie ohne weiteres eine hervorragende originelle Bühnenfigur bildet. Aber nicht allein die Gestalt des „Onkel Bräsig" ist vortrefflich ausgeführt,
Koch in letzter Stunde
erinnern wir an Vie
Wahlpflicht
ver bürgerlichen Wähler. Bleibe nieiuanv zu Hause! Wer nicht wählt, unterstützt Sie Kandidaten Ver Tozialdemokraten angesichts Ves grotzen BarsprungS Ver für diese abgegebene« Stimme«.