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Fische 6-8 Mk. Acpfel, per 50 k^ itaL in Körben 10 bis 13 Mk., ungarische 712 Mk., tiroler 1540 Mk., hiesige 710 Mk., tiroler ^otbpormftnen im Faß 2632 Mk., tiroler Borsdorf I 1921 Mk., II 1416 Mk. Birnen, per 50 kg, 718 Mk., hiesige 315 Mk., tiroler Sommer-Zitronen l 2022 Mk., tiroler Sommer-Zitronen II 1416 Mk., Kaiser-Kronen 1316 Mk., Kaiser-Kronen, tiroler, 3032 Mk.

WMeWnb unö 6an$ Str VMmkheitni.

Hilus denBeröfsenUichungen drè Kaiserlichen Gesunvbeitsamts", Nr. 38 vom 20. September 1905.)

P e st.

Aegypten, $om 2. bis 9. September sind 11 neue Erkrankungen (und 6 Todesfälle) an der Pest zur Anzeige gelangt, ^davon 10 (5) in Alexandri en und 1 (1) in Port Said.

B r i t i s ch - O st in d i e n. Währelld der am 26. Aug. abgelaufenen Woche sind in der P r ä s i d e n t s ch a f t Bom­bay 2118 Erkrankungen (und 1427 Todesfälle) an der Pest zur Anzeige gelangt^ davon 39 (39) in der Stadt Bom- bay, 6 (5) im Stadt- und Hafengebiet von Karachi, 30 (1.) in demjenigen von Jamnagar, 10 (3) im Hafen von Pro bandar imb 5 (5) in dem von Br oa ch.

In Mo u lute in sind während der am 12. August ab­gelaufenen Woche 6 Pesttodessälle festgestellt; der Hafen ist am 6. August für verseucht erklärt worden.

Japan. Infolge einer Drahtnachricht vom 13. Sept, sind in Hiogo 13 Pestfälle festgestellt worden.

Mauritius. Vom 7. Juli bis zum 3. August wur­den 12 neue Erkrankungen und 11 Todesfälle an der Pest gemeldet.

B r i t i s ch - S ü d a f ri k a. In der K a p k o l o n i e ist in derZeit vom 6.12. August in Porl Elizabeth ein Pestfall festgestellt worden.

Ar g e n t i n i e n. Zufolge einer Mitteilung vom 14. ^ugust ist die Pest heftig und bösartig in dem Bezirke Choya der Provinz Santiago d e l E st er o aufgetreten, vornehmlich in den Ortschaften Los R alo s, Monte Re­dondo unb T u s c a.

E h i l e. Zufolge einer Mitteilung vom 7. August ist in V alparai^o der eine eingeschleppte Pestfall vereinzelt geblieben; dagegen sind in Taltal 13 Personen erkrankt und 3 gestorben. In Arica soll die Seuche Mitte Mai erloschen sein.

Pest und Cholera.

B r i t i s ch - O st i n di e n. In Kalkutta starben in der Woche vom 6. bis 12. August 9 Personen an der Pest und 15 an der Cholera.

Cholera.

Oesterreich. Außer in der Gemeinde Padew- n ar o I o w a ist auch in der Stadt Grodzisko des galizischen Bezirks L a n c u t ein Cholerafall laut amtlicher Erklärung beobachtet. Von den insgesamt 7 Krankheits­fällen haben 3 bis zum 5. September tödlich geendet; seit­her waren bis zum 12. September neue Fälle nicht ge­meldet.

Rußland. Nach den bis zum 7. September reichenden amtlichen Mitteilungen war in den Weichselprovinzen bei keiner der zahlreichen unter choleraverdächtigen Erscheinungen erkrankten Personen Cholera festgestellt.

Laut einer am 9. September veröffentlichten Erklärung der Kommission zur Bekämpfung der Pest sind innerhalb der Grenzen des russischen Reichs während des laufenden Jahres nur im Januar und Februar Cholerafälle im Gebiet des Kaukasus und am 19. und 21. April einzelne Er­krankungen an der Cholera in A s ch a b a d und Z a r i z y n beobachtet worden; seither sei im Reiche keine Cholera­erkrankung vorgekommen. Hinzugefügt wurde, daß im Weichsel­gebiet und in den Westgouvernements auch im vorigen Jahre die Cholera nicht aufgetreten sei.

umstanden das Bretterhaus der hessischen Husaren, wie sie sonst Goethes Statue umstanden hatten und sahen dem Putzen der Pferde oder des Lederzeuges ziemlich mit denselben Mienen zu, mit denen sie sonst die Erztafeln am Fußgestell der Bildsäule angeschaut hatten. Angenehm berührte, daß jetzt der Pöbel nicht mehr die Herrschaft auf der Gasse hatte, wie vor fünf Wochen. Von den dort noch immer üblichen Liedernes lebe die deutsche Republik" (oder die rote Republik),allgemeine Anarchie",die Aristokraten wollen wir braten" oder vom Heckerliede hörte man nichts mehr, von Ungeberdigkeiten und Schimpfen auf der Straße be­merkte man nichts mehr, und von Fenstereinwerfen sah man nichts mehr.

Ja, es war sogar der größte Teil der Bärte, der Demo­kratenhüte und Helme, es waren die roten Fächer, die roten Bänder, die roten Federn völlig verschwunden.

Ich wandte mich nach der Paulskirche, um der eben be­ginnenden Sitzung, der 19., beizuwohnen. Der erste Anblick war eine Kompanie Oesterreicher auf dem Paulsplatze, welche eben ihre Gewehre luden; klirrend fielen die Ladestöcke in die Läufe und der Ton dieses Klirrens wollte mich nicht verlassen, nachdem schon längst die Tür der Kirche sich hinter mir geschlossen hatte er hat mich auch jetzt noch nicht verlassen. Wie weit ist der Friede von Deutschland ge­wichen, daß seine Reichsversammlung durch geladene Gewehre geschützt werden muß! ich hörte nicht allein den schon vor­handenen, ich hörte mehr noch den zukünftigen, deutschen Bürgerkrieg in diesem drohenden Klirren!

Doch wir treten ein und erobern endlich nach längerein Suchen und Hin- und Herrücken einen Platz, der eher zum Sehen als zum Hören geeignet war; die für die Damen reservierten Plätze liegen auf der linken Seite und sollen besser zum Vernehmen des Gesprochenen geeignet sein; sie sind immer gefüllt, die Mehrzahl der Damen soll der republikanischen Linksten geneigt sein.

Die Augen überfliegen den weiten Raum: fern von uns,

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Britts ch-Ostinbi c n. Zuiolge einer Mitteilung vom 21. August hat sich die Cbolera in Madras sehr ausge- breitet; seit Mitte Juli sind dort 1471 Erkrankungen und 962 Todesfälle gezählt worden.

Gelbfieber.

Es gelangten zur Anzeige in bcu V e r- einigten Staaten v o n Amerika: in New Orleans vom 18. bis 23. August 426 Erkrankungen (und 54 Todesfälle), in einem ländlichen Bezirke des Staates Louisiana bis zum 16. August weitere 2 (0), in der ^tabt Mississippi vom 18. bis 22. August 10 (0). Ferner wurden gemeldet: in L i v i n g st o n vom 30. Juli bis 4. August 7 (2), in Puerto Cortez vom 1. bis 10. August 5 (2), im Bezirk Veracruz vom 6. bis 12. August 2 (5), in der Stadt Panama vom 30. Juli bis 7. August 4 (0).

Pocke n.

Deutsches Reich. In der Woche vom 10. bis 16. September ist je eine Pockenerkrankung in Pruchnow (Kr. Gnesen, Reg.-Bez. Bromberg) und in Altona (Reg.- Bez. Schleswig) zur Anzeige gelangt.

Oesterreich. Vom 3. bis 9. September ist in Galizien 1 neue Erkrankung an den Pocken festgestellt.

China. Seit dem Februar d. I. sind in Tientsin zitfolge einer Mitteilung vom 25. Juli den Pocken 2 Europäer erlegen, die wahrscheinlich in der dortigen russischen Nieder- lassung sich angesteckt hatten; auch war die Seuche in einem der englischen Regimenter Tientsins aufgetreten. Eine er hebliche Verbreitung der Krankheit unter den Eingeborenen war nicht bekannt geworden.

M a u r i t i u s. Vom 2. bis 29. Juli wurden 4 neue Pockenfälle gemeldet; seit dem letzten Ausbruch der Seuche sollen bis zum 29. Juli insgesamt 137 Personen an den Pocken erkrankt sein.

Chile. In Valparaiso und Vina del Mar waren anfangs August die Pocken noch stark verbreitet; neu ausgebrochen waren sie u. a. in Ligu a und Santa Rosa de l os An d es der Provinz Aconcagua, in 9 o t a, Coronel und Lautaro der Provinz Concepcion, in Curanilahue der Provinz Arauco und in Osorn o.

Fleckfieber.

Oesterreich. Vom 3. bis 9. September wurden in Galizielt 13 neue Erkrankungen an Flecksieber festgestellt.

G e n i ck st a r r e.

Oesterreich. Von: 3. bis 9. September wurden aus Galizien 2 neue Erkrankungen und 3 Todesfälle an Genickstarre gemeldet, darunter je 1 aus der Stadt Krakau.

Rußland. In der Zeit vom 14. bis 28. August ist je 1 Fall von Genickstarre im Kreise Nowgorod und in Pensa festgestellt worben.

Milzbrand.

Rußland. Vom 23. August bis zum 5. September sind im ®ouv. Wjatka 14 neue Erkrankungen an Milz­brand festgestellt worden, davon 10 im Kr. Wj alka und 4 im Kr. Slobodsk.

Tollwut.

Chin a. Die in Tientsin verbreitete Tollwut war dort gegen Ende Jlili b. J. noch nicht erloschen; u. a. war ihr ein Angehöriger des Deutschen Reichs am 31. Mai er- lcgen. In der beim Feldlazarett der ostasiatischen Besatzungs­brigade errichteten Tollwutstation sind während der ersten 7 Monate d. J. 50 Angehörige verschiedener Nationalitäten behandelt worden.

Verschiedene Krankheiten.

Pocken: Moskau 2, Konstantinopel (vom 28. August bis 10. September) 3 Todesfälle: Paris 18, Warschau (Krankenhäuser) 2 Erkrankungen ; Fl eck fieber: Warschau (Krankenhäuser) 11 Erkrankungen; R ü ck f a l l f i e b e r: St. Petersburg 3 Todesfälle, 12 Erkrankunaen; G e nick­st a r r e: Beuchen 2, New-Yort 15 Todesfälle; New-York

gegenüber, die äußerste Linke, Mann an Mann geschart, die Mehrzahl mit mächtigen Bärten die jedoch, beiläufig ge­sagt, zu unserer heutigen Kleidertracht in einem wunderlichen Kontraste stehen und den behafteten Personen nichts weniger als den Ausdruck einer frischen, kühnen Naturkraft, sondern vielmehr einer barbarischen Halbkultur geben. Näher die Linke, das linke, das rechte Zentrum durchgängig ziemlich gut besetzt, wennschon fortschreitend etwas mehr gelichtet, als die äußerste Linke, die übrigens zu­sammen nach unserer Zählung kaum 90 Köpfe auszumachen schien. Endlich, dicht vor uns, die Rechte auffallend dünn besetzt, mitunter nur drei und vier Personen auf einer Bank; ja Herrn Döllinger aus München sahen wir mit nur einem Nachbarn, Herrn v. Vincke aber und einen ge­wissen Herrn v. Wedemeyer jeden ganz einsam auf einer Bank sitzen. Die Gesamtzahl der anwesenden Reichstags­abgeordneten mochte 330340 nicht übersteigen.

Die Augen aller eintretenden Fremden richteten sich zu­nächst nach dem Präsidentenstuhle und suchten den Mann, welcher in den letzten Monaten einen so überwiegenden Ein­fluß auf das Geschick unseres Vaterlandes geübt hat. Auch unsere Augen nahmen dieselbe Richtung, um ihn wieder zu erkennen, wiederzufinden wiederzufinden die zusammenge­faßten, ernsten, fast finstern, aber entschlossenen Gesichtszüge des ehemaligen, anscheinend wenig bedeutenden Deputierten der darmstädtischen zweiten Kammer auf dem Präsidentenstuhle der deutschen Reichsversammlung. Welcher Umschwung der Dinge und welche Entwickelung der Charaktere im Laufe von kaum vierzehn Jahren! Gelegenbeit zu Taten schafft Männer der Tat, und Heinrich von Gagern man sieht, man hört es ihm an, fast bei jeder Bewegung, bei jedem Worte, ist ein Mann der Tat; er ist Herr seiner Stellung und Meister in der Leitung der Verhandlungen einer nicht allein überhaupt noch wenig disziplinierten Versammlung, sondern einer Versammlung, von der ein Teil, wie es schien, absicht­lich darauf ausqeht. jede Autorität, und vor allem die ihres

93» September

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14 Erkrankungen ; Bre ch b u r ch f a U : Nürnberg 69 Er­krankungen ; Rotlauf: Wien 22 Erkrankungen ; Infl n= e nza: Berlin 3, London 2 Todesfälle; Ankylosto- m i a f i 8: Reg.-Bez. Arnsberg 8 Erkrankungen. Mehr als ein Zehntel aller Gestorbenen starben am Keuchhusten: in Oberhausen Erkrankungen wurden gemeldet im Reg.- Bez. Schleswig 82, in Hamburg 38, Budapest 20, Kopen­hagen 32, New-York 28, Wien 117; desgl. an Sch a r - lach in Berlin 20, im Reg.-Bez. Arnsberg 111, in Buda­pest 33, Kopenhagen 27, London (Krankenhäuser) 443, New-York 54, St. Petersburg 31, Stockholm 28, Warschau (Krankenhäuser) 22, Wien 37; desgl. an Masern und Röteln in Breslau 29, Hamburg 23, Budapest 26, New- York 115, Paris 49, St. Petersburg 26, Wien 36; desgl. an Diphtherie u. K r u p p in Berlin 29, Budapest 24, Christiania 34, London (Krankenhäuser) 107, New-York 132, St. Petersburg 68, Stockholm 24, Wien 73; desgl. an T y p h u 8 in Berlin 38, in den Reg.-Bezirken Düsseldorf 31, Marienwerder 40, Posen 64, Stettin 34, Trier 51, in Budapest 42, Christiani« 22, New-York 329, St. Petersburg 123, Wien 26.

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Präsidenten zu brechen. Aber freilich, auf lange Zeit hinaus würde auch ein Riesenkörper und Riesengeist den fast über­menschlichen Anstrengungen, welche die Prâstdentenschaft er­fordert, nicht gewachsen sein, und Herr von Gagern sehnt sich, wie man sagt, von seiner Stellung entbunden zu wer­den. Kommt es dazu, dann ist sein Platz im Reichs­ministerium, und unser Vertrauen zu der Centralgewalt würde durch Gagerns Eintritt in das Ministerium nicht wenig Zu­wachs erhalten. Aber ein Präsident für die, wahrscheinlich noch längere Dauer der Reichsversammlung?

Der Oktober brachte die Herren Simson und Rieß et als Vizepräsidenten. Der Erste, mit den scharfen, kalten Gesichtszügen seiner Natton, hat durch die Weise, wie er in der folgenden, äußerst stürmischen 19. Sitzung das Amt des Vorsitzers führte, durch seine Ruhe, seine Festigkeit und über­legene Entschiedenheit, der Zweite durch sein Auftreten in der Diskussion über das sogenannte Hochverratsgesetz unser volles Vertrauen gewonnen.

Die endlosen Beratungen über die Grundrechte sind zu langweilig, um hier noch skizziert zu werden, wir gedenken ein anderes Mal ein Bild einer Parlamentssitzung nach den Aufzeichnungen unseres Gewährsmannes zu gehen.

Albumblätter.

Alles, was der Dichter uns geben kann, ist seine Indi­vidualität. Diese muß es also wert sein, vor Well und Nachwelt ausgestellt zu werden.

Das Größte, was dem Menschen begegnen kann, ist wohl, in der eigenen Sache die allgemeine zu verteidigen.

Die städtische Bibliothek

Gärtnerstraße 67 (alte Zeichenakademie) ist Sonntags,- wochs und Samstags von 11 bis 1 Uhr zur kostenfreien Benutzung für das Publikum geöffnet. Gesamtkata­log e sind in der Bibliothek zu haben.