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" dem Reichstage keine Kenntnis gegeben worben. Das ist wirklich alles Wesentliche aber diesen Punkt.
2. Die Konzessiou des Kamerun-Eisen- bahnsyndikates selbst. Sie war 1902 vergeben worden, allein nachdem das Syndikat eine Expedition auf seine Kosten ausgerüstet und die Finanzierung betrieben hatte, erhielt 3« seiner Ueberraschung eine Vereinigung von Banken dieselbe Konzession, nur waren darin neu eine Zinsqewähr des Reichs, eine Landungsstelle in Duala und eine Äergwerksgerechtsame. In der Budgetkommission wurde gefragt, ob mit dem ersten Syndikat über diese neuen Punkte verhandelt worden fei; es hätte ja unterbieten können. Der Vertreter der Kolonialabteilung antwortete, in den Verhandlungen mit dem Beauftragten des Syndikats sei auch die Frage einer etwaigen Vergrößerung der Landkonzessionen und Verleihung von Bergrechten verhandelt worden. Die „Köln. Volkszeitung" möchte das Datum die Verhandlungen und das betreffende Schriftstück kennen. Weiter erklärte der Vertreter der Kolonialabteilung, im Dezember 0. I. habe das Syndikat eine Sitzung mit Vertretern der Kolonialoerwaltung und der Finanzwelt veranlaßt, und das Ergebnis sei gewesen, daß ohne Reichsgewähr keine Finanzierung möglich sei; darauf sei dann mit der Banken- aruope verhandelt worden, und nach zwei Manaten schon sei der Konzesstonsentwurf fertig gewesen.
Demgegenüber stellt die „Köln. Volkszeitung" fest: 1. Unterm 6. Januar 1905 bezeichnete das Syndikat der Kolonialabteilung vier seiner Mitglieder, die mit ihr über die endgültige Gestaltung und Finanzierung des Unternehmens verhandeln sollten; 2. darauf erging keine Antwort. Am 13. Februar lud die Kolonialabteilung das Syndikat zu einer Sitzung ein, um zu dem neuen Konzesstonsentwurf Stellung zu nehmen. Das Syndikat lehnte ab, weil die neue Konzession andere Verhältnisse biete und das Syndikat vor Erteilung dieser Konzession gehött worden sei. 8. Auf Vorschlag des Syndikats fand am 17. Februar eine Sitzung mit der Kolonialabteilung statt, in der das Syndikat aufgefordert wurde, zu verzichten. Es kam eine Einigung zustande, u. a. unter der Bedingung, daß die neue Gesellschaft sich innerhalb dreier Monate zu bilden habe; in dieser sollte das Syndikat drei Aufsichtsratsstellen erhalten; dafür sollte sich die Kolonial- abteilung bei der neuen Gruppe verwenden. In einem Schreiben von demselben Tage gab das Syndikat seinen Verzicht kund; die Bedingungen des Verzichtes sind dann nicht enthalten. 4. Schreiben des Reichskanzlers vom 17. März, daß auf die dreimonatige Frist nicht eingegangen werden könne, weil sich noch nicht übersehen lasse, wie sich der Reichstag zu der Vorlage stellen werde. 5. Unterm 7. Juni bittet das Syndikat, ihm die Konzession in der Form der Vorlage (die der Reichstag nicht verabschiedet hatte), zu verlängern. Der Reichskanzler lehnt ab, das Syndikat solle nur seine Anfwendungen ersetzt erhalten. Unrichtig soll sein, daß mit dem Syndikat „über Verleihung von Bergrechten" verhandelt worden sei.
Endlich faßt die „Köln. Volkszeitung" ihre Beweisführung wie folgt zusammen: „Das Renösche Buch trägt halbamtlichen Charakter; das Projett der Weiterführung zum Tschad- See ist ist nicht mehr ein „rein pttvates". Die Konzession an die Banken muß deshalb ganz anders geprüft werden; eine völlig neue Situation liegt vor. Die zweite Unrichtigkeit erzeugt im Reichstage die Annahme, daß das Kamerun- Eisenbahn-Syndikat, das ohne Reichsgarantie bauen sollte, hierfür ganz unfähig war. Warum hat man nicht das Ende der Konzession desselben, 1. Juli 1905, abgewartet, sondern eine y^ue, total veränderte Konzession mit erhöhten Lasten für das Reich während der Gültigkeitsdauer der ersten Konzession verliehen? Die beiden unrichtigen Angaben sind somit von wesentlichem Einfluß auf die Stellung der Parteien zur Kamerun-Eisenbahnvorlage geworden!"
Das Wolffsche Telegraphenbureau verbreitet in derselben Sache folgende Mitteilung:
Berlin, 21. Septbr. Die Kölnische Volkszeitung bringt nunmehr über die angeblich unrichtigen Mitteilungen, die von Vertretern der Kolonialverwaltung gegenüber der Budgetkommission des Reichstages gemacht worden sein sollen, verschiedene Einzelheiten, jedoch ohne die von dem Kolanial- direktor erbetenen Belege. Hierzu geht uns von zuständiger Stelle folgende Erklärung zu: 1. Entgegen der Angabe des Kolonialdirektors, das Buch von Karl Renè über die Tschad- see-Eisenbahn sei eine reine Pttvatarbeit, behauptet die Kölnische Volkszeitung, zur Drucklegung des Buches seien Reichsgelder gegeben worden. Diese Behauptung ist gänzlich aus der Luft gegriffen. Für das Renèsche Buch ist kein Pfennig aus Reichsmitteln weder dirett noch indirekt ausgegeben worden. 2. Ferner bestreitet die Köln. Volkszig. die Angabe der Kolonialverwaltung, daß auch mit dem ersten Kamerun- Eisenbahn-Syndikat über die Verleihung von Bergrechten verhandelt worben sei. Demgegenüber steht fest, daß im Laufe der Bestrebungen zur Finanzierung der Bahn verschiedentlich Mitglieder des Syndikats an die Kolonialver- waltung wegen einer Erweiterung der Konzession, insbesondere auch wegen der Verleihung von Bergrechten, Heron- getreten sind, und daß die Kolonialverwaltung sich stets zur Erwägung eines jeden Vorschlags bereit gefunden hat, der die Finanzierung der Bahn ohne Reichsgarantie ermöglichen würde. 3. Die Kölnische Volkszeitung bestreitet schließlich die Richtigkeit der Mitteilung der Kolonialverwaltung, daß das erste Syndikat schon im Dezember 1904 sich ohne Reichsgarantie als außerstande zur Finanzierung der Bahn erklätt habe. Demgegenüber sei festgestellt, daß am 6. Dezember 1904 in einer Sitzung des Syndikats, der zwei Vertreter der Kolonial-Abteilung beiwohnten, Einverständnis darüber bestand, daß die Finanzierung der Bahn ohne Reichsgarantie für mindestens den größern Teil des Gesellschaftskapitals unmöglich sei. Das Syndikat bezeichnete noch in derselben Sitzung Vertreter, die auf der Grundlage einer partiellen Reichsgarantie mit der Regierung verhandeln sollten. Aus diesen Verhandlungen ist dem Reichstag als Anlage zum Gesetzentwurf über die Kamerunbahn mitgeteilte Konzessions- entwurf hervorgegangen. Der ganze Angttff der Kölnischen Volkszeitung gegen die Vertreter der Kolonialverwaltung basiert mithin auf leerem Gerede.
Endlich veröffentlicht auch die Norddeutsche Allgemeine Zeitung eine sehr ausführliche Darstellung.
Hus aller Mell.
Unverdienter Wertzuwachs. In der „Düsseldorfer Zig." lesen wir: „Das Gut, das die Stadt vor
Krettag
kurzem von Herrn Bollenschmalt in Ludenberg erworben hat, wurde von diesem im Jahre 1861 zum Preise von 63 000 Mark gekauft. Die Stadt hat ihm jetzt 380 000 Mark und für ein früher erworbenes Stück einige 70 000 Mark, zusammen also 450 000 Mark bezahlt. Der unverdiente Wertzuwachs, den Herr Bollenschmalt bei dem Handel eingestrichen hat, beträgt demnach etwa 390 000 Mk. Wir belegten diesen Gewinn mit dem in der Wissenschaft bekannten und allgemein gebräuchlichen Namen des unverdienten Wertzuwachses, weil der Besitzer des Bodens natürlich keinen Finger gerührt hat, um diesen gewaltigen Wertzuwachs zu verdienen. Den Wertzuwachs hat lediglich die Bevölkerung Düsseldorfs geschaffen, die sich in den verflossenen fünfundvierzig Jahren durch rastlose Arbeit so gewaltig ausgedehnt hat, daß ihre Bedürfnisse nach Licht und Luft schließlich an das Gut des Hernr Bollenschmalt heranreichten. Aber nicht nur hat sie diesen Wertzuwachs erarbeitet, sondern sie muß ihn auch bezahlen, und zwar bis auf den letzten Pfennig bezahlen. Hieraus mögen diejenigen Kommunalpolitiker und Stadtverordneten, die einer weitsichtigen und kühnen städtischen Bodenpolitik Hemmschuhe anlegen, ersehen, welches Unheil sie mit ihrem Bremsen anstiften. Sie sparen den Pfennig und werfen die Taler haufenweise zum Fenster hinaus. Weil unserer Stadtverwaltung vor vierzig Jahren das Verständnis für die Erfordernisse der Zukunft und für den Segen einer über die Nasenspitze hinausschauenden Bodenpolitik fehlte, deshalb müssen wir heute jährlich viele Hunderttausende für unverdienten Zuwachs bezahlen, Hunderttausende zum Fenster hinauswerfen, die wir für produktive Aufgaben, für Verbesserung der Wohnungsverhältnisse, für Ermäßigung der teuren Straßenbahntarife dringend notwendig hätten. —--"
Bei einer Tanzfeftlichkeit lebensgefährlich verwundet wurde in Grünefeld die Tochter des Regimenters Stiep aus Paaren. Während das junge Mädchen tanzte, brach es plötzlich zusammen. Bei näherer Untersuchung entdeckte man, daß es durch einen Schuß im Rücken verletzt worden war. Ein Musiker der zum Tanz aufspielenden Kapelle hatte ein geladenes Revolvertesching bei sich gehabt, aus dem aus unbekannter Veranlassung ein Schuß losgegangen war. Da die Lunge der Getroffenen verletzt ist, so ist ihr Zustand besorgniserregend. Die Untersuchung des Vorfalles ist eingeleitet.
Hus Hab und fern.
O Wächtersbach, 22. Sept. Ueber denUnglücks- fall, der sich vorgestern in der Wächtersbacher Steingutfabrik zu Schlierbach ereignete, ist folgendes ergänzend nach- zutragen: Der verunglückte Ludwig Wilhelm arbeitete an einer Formspindel, welche von einer unter dem Arbeitsplätze besindlichen Transmission angetrieben wird. Die Spindel mit dem Antriebsttemen ist von einer gitterartigen Schutzvorrichtung umgeben. Zur Zeit des Unfalls war Wilhelm mit Ausleeren von Untertassen beschäftigt. Gegen viertel 6 Uhr nachmittags hörte der rechts von dem Verunglückten arbeitende Jakob Ries aus Wittgenborn einen starken Schlag, der ihn veranlaßte, nach dem Wilhelm zu sehen. Ries bemerkte, daß Wilhelm um die unter seinem Arbeitsplätze besindliche Trans- miffion herumgezogen war. Die Maschine war inzwischen durch das von Christian Horst aus Hellstein gegebene Haltesignal zum Stehen gebracht worden. Ries in Gemeinschaft mit Horst zogen den Verunglückten unter der Transmission hervor. Der rechte Arm, sowie Schürze, Weste und Hemd hingen vom Körper getrennt, aufgerollt an der Transmission und zwar so, daß unmittelbar auf der Welle der obere linke Teil der Arbeitsschürze an der etwas hervorstehenden Stell- ttngsschraube festgehakt war. Demnach hat sich Wilhelm wahrscheinlich mit der linken Seite des Oberkörpers über die Transmission gebeugt und ist hierbei von der Stellttngs- schraube an der Schürze erfaßt und herumgeschleudert worden.
-r. Marburg, 21. Septbr. Die Obstverkaufs-Vermittlungsstelle für die Kreise Marburg, Kirchhain und Frankenberg begannen heute hier ihre auf 3 Tage bemessene Tätigkeit. Bei regem Verkehr wurden heute schon über 100 Verkäufe zum Abschluß gebracht. Es kosteten Tafeläpfel 15—20 Mk., Wirtschaftsäpfel 10-14 Mk., Tafelbirnen 12-16 Mk., Wirtschaftsbirnen 8—10 Mk. und Zwetschen 3—6 Mk. per Zentner je nach Qualität.
-r. Dillenburg, 21. Septbr. In der Grube Gttmbach bei Eiserfeld wurde der 18 Jahre alte Bergmann Sohn durch einen Sturz aus dem Förderkorb zerschmettert. Die Leiche fiel 400 Meter tief in einen Schacht. — In Herbornselbach erstickte in einer Ziegelei, in der er genächtigt hatte, der Arbeiter D a u s s i n g, ein Vater von 5 Kindern.
Gensungen, 21. Septbr. Ueber den Eisenbahnunfall in Gensungen, über den wir bereits gestern bettchtet haben, wird jetzt amtlich folgendes bekannt gegeben: Aus Station Gensungen fuhr am 20. d. M., um 6,12 Uhr nachmittags, der Eilgüterzug Nr. 6015 von Frankfurt, welcher bestimmungs- gemäß wegen der Abfertigung mehrerer Militärzüge auf genannter Station, abweichend von der Fahrordnung, in ein anderes Gleis geleitet werden sollte, auf drei leere Personenwagen, welche am Schluffe des im zweiten Gleis stehenden Militärzuges standen und in Gensungen zuttickbleiben sollten. Hierbei entgleiste ein Wagen und wurde am oberen Teile stark beschädigt. An her Lokomotive des Eilgüterzuges sind nur die Puffer beschädigt worden. Personen wurden nicht verletzt. Der regelmäßige Verkehr konnte aufrecht erhalten und der betreffende Militärzug planmäßig abgelassen werden. Die Aufgleisungsarbeiten waren gegen 12 Uhr nachts beendet. Die Untersuchung ist eingeleitet.
w. Wiesbaden, 22. September. Der Landrat Prinz Schönaich-Carolath in Wittlage ist zum Regierungsrat ernannt und in dieser Eigenschaft der Königlichen Regierung in Wiesbaden zugeteilt worden.
Homburg v. d. H„ 21. _ Septbr. Zum Geburtstage der Kronprinzessin war gestern infolge der Abwesenheit des Kronprinzen und mit Rücksicht auf die Kronprinzessin von einem offiziellen Empfang Abstand genommen. Um 10 Uhr nahm die Kronprinzessin vom Oberbürgermeister Blaß und vom Stadtverordneten-Vorsteher Dr. Rüdiger nur die Glückwünsche der Stadt Homburg entgegen. Um 1 Uhr bei der Frühstückstafel brachte die hiesige Bataillons-Kapelle ein Ständchen, nach dem die Kronvrin-
22. September
zessin dem Musikleiter ihre Zufriedenheit ansdrückte. Nachmittags fand im Schloßgarten Lawn-Tennis-Spiel von Damen und Herren des Gefolges statt, an welchem sich die Kronprinzessin wie bisher fast täglich beteiligte. Abends traf das Pttnzenpaar Friedrich Karl von Reffen von Schloß Friedrichshof hier ein, mit dem die Kronprinzessin gemeinschaftlich die Vorstellung im Kurhaus-Theater besuchte.
T. Aus dem Kreise Büdingen, 21. Sept. Zur Zeit findet in unserm Kreise durch den Pferdeoormusterungskom- missar Rittmeister de Neusville die Normusterung des Pferdebestandes unseres Kreises statt. — Mit der Apfelwein* kelteret wird in unserer Gegend in den nächsten Tagen begonnen. Infolge der geringen Ernte und des hohen Preises des Kelterobstes wird kaum die Hälfte des vorjährigen Quantums produziert.
w. Würzburg, 21. September. Vor dem Untersuchungs- ttchter ergriff der wegen Betrügereien zur Vernehmung vorgeführte Fttseurgehilfe Graf eine Scheere und verletzte sich tödlich durch einen Stich in die Herzgegend.
Bamberg, 22. Septbr. Der Kongreß für Denkmalpflege trat gestern unter dem Präsidium des Prinzen Rupprecht von Bayern zusammen. Der Pttnz begrüßte die erschienenen Konservatoren von Preußen, Hessen, Baden, Braunschweig, Sachsen, der Thüringischen Staaten und Württemberg und besprach mit ihnen die Fragen der Erhaltung der Altertümer Deutschlands. Auf der Tagesordnung steht u.a. die Erhaltung des Heidelberger Schlosses.
Mannheim, 20. Sept. Ein wütender Kampf entspann sich heute nacht zwischen einem Schutzmann und der 29 Jahre alten verheirateten Therese Heinlein, die namentlich mit Schiffern sehr rege Beziehungen unterhielt, im Jung- buschviertel. Mit beiden Händen fuhr die Heinlein dem Schutzmann wie eine Katze ins Gesicht und zerttatzte ihn bis zur Unkenntlichkeit. Der Schutzmann zog hierauf blank und schlug mit dem Säbel aus sie ein. Schwerverletzt mußte die Heinlein mittels Sanitätswagens ins Krankenhaus verbracht werden, wo als Folge eines Säbelhiebes ein schwerer Schädelbruch festgestellt wurde. Tödlich soll die Verletzung übrigens nicht sein.
Heidelberg, 21. September. Unter dem Verdachte, den feit dem 30. Juli vermißten und kürzlich mit einer Schußwunde im Kopfe verscharrt aufgefundenen Engländer ermordet zu haben, wurde ein Hausknecht des Hotels „Rhein- gold" und der Wirt Bier vom Heiderhof verhaftet. Der Ermordete, der 42 Jahre alte Engländer Thomas Reid aus Paisley, hatte zuletzt seine Wohnung im „Rheingold". Er unternahm von da einen Ausflug, von dem er nicht mehr zurückkehrte. Der Bruder des Ermordeten war mit zwei Geheimschutzleuten von England nach hier gekommen, um die Nachforschungen selbst zu leiten.
Vereins n. Vergnügnngs Nachrichten
für Freitag den 22. September.
Konzerthaus „Germania": Kon rett der Gesellschaft „D^Möllthaler".
Turn- u. Fechtklub: Abends 6—7*/« Uhr: Turnen der Damenabterluag 5 8y»—10 Uhr: Fechten.
Tmnverein: Abends von 7—9 Ubr: Turnen.
Turngesellschaft: Abends von 8—10 Uhr: Turnen der Augendabteilung.
Ev. Männer- u. Jüngliugsvcrein: Unterhaltungsabend (Ev. Vereinshatls.) Verein f. Homöopathie u. Nalurheilkunde: BereinSabend (Stadt Bremen.) Erster Hanauer Kellnerverein: Vereinsabend in der „Harmonie". Hanauer Kellnerarereiu (gegr. 1880); Vereinsabend bei Ulsamer. Erster Hanauer Kellnerbund 1905; Vereinsabend im „Elephanten*.
Klub „Amicüia": BereinSabend im Gasthaus „zum Elephanten". Gesangverein „Melomania": Singstunde in der „Karthauue", Sänger-Quartett: Vereinsabend in der Brauerei Orschler.
Klub „Schlaraffia": Vereinsabend in der „Allemania".
Klub „FralernitaS: Klubabend in den „3 Schwanen".
Katholischer Gesellenverein: Vereinsabend im „Braustübl". Freitags-Gesellschaft Carlsberg: Restaurant „Carlsberg". Gesellschaft „Scharfes Vereinsabend..
Merkes'scher Steno graphen-Verein: Fortbildungskursus „jur Sonne". Babelsberger Stenographen * Verein im Gasthaus zu den „3 Rindern"^ Abends von 9—10 Uhr: llebungssiunde: Redeschrift.
Bicycle-Klub 1896: Klubabend im „Kaiser Friedrich". Athleteirklub „Germania": Riegenstemmen und Ringen der 1., 2. unb & Klasse („zum großen Kurfürsten").
Stemm- und Ring-Klub „Eiche": Abends 9 Uhr: Stemmen, Ringen. Steinstoßen (Restauration „zum Sandhof").
Gesellschaft „Lustige Brüder" : Klubabend bei Heinrich Vowinkel.
Verfteigerungs- rc. Kalender
für SamStag den 23. September.
Angebote betr. Uebernahme auf Lieferung von Brot, Fleisch re. für das hiesige Landkrankenhaus für die Zeit vom 1. Oktober d. J. bis End« März 1906 sind bis nachmittags 5 Uhr an die Landkrankenhaus-Jnspâion einzureicheu (s. Nr. 207 „Han. Anz.').
Barometerstan
mittags 12 Uhr am 21./9. 22./9.
Sehr trocken Beständig
Schön
Veränderlich
Regen (Wind)'50
Viel Regen 74
^^Qa**«***' ,
Cholera.
Bromberg, 21. Sept. Unter dem Verdachte der Cholera ist in B r z 0 z 0 g a y (Kreis Gnesen) eine Person e r - krankt.
Rastenburg, 21. Sept. Wie die „Rastenburger Ztg." meldet, ist bei einem Kind der am 15. September verstorbenen Frau Scheffler Cholera festgestellt. Die Familie Scheffler ist vorsichtshalber noch nicht aus der Cholerabaracke Korschen entlassen.
Lodz, 21. Sept. Hier sind Todesfälle infolge von Cholera vorgekommeu. Durch die Untersuchung ist festgestellt, daß es sich um asiatische Cholera gehandelt hat.