1» September
. ^,.,. ,,Mj(«Wtf»t«-S.H’"«'‘’. •U»«rvn'.'n'<H<«.«>MHw.Mun^>i'i«KWRawVMMain«KaRaM*MNBHBmoMBfMk*M" beit Monaten wurden die Bahndäinme, die teilweise erst brückenartig in Holzfachwerk errichtet ivaren, fertiggestellt.
So dürfen wir jetzt die? fünfzigjährige Jubiläum feiern. Längst ist diese kleinste und älteste Pacificbahn durch neuere und größere Werke, durch die gewaltigen nordamerikanischen Pacificbahnen und durch die sibirische Bahn überholt, aber in der Kulturgeschichte der Menschheit bedeutet der Bau einen sichtbaren Merkstein, und es geziemt sich wohl, in diesen Wochen daraus zurückzuschauen.
Für Errichtung eines Anssichtsturmes ans -ent Bnchberge bei Langenselbold
gingen ein von
A. K., Hanau .....1 Mk.
Karl Michel, Hanau . - - • 3 „ Gastwirt Schweinberger, Langenselbold . 3 „ Gastw. Fr. Konr. Haupt, Niederrodenbach 3 „ Wilh.Pet. Lukas, Gastw., Niederrodenbach 3 „ Heinr. Haupt, Gastwirt, Niederrodenbach 3 „ Wilh. Schaaf, Gastwirt, Niederrodenbach 3 „
Weitere Spenden nimmt gerne entgegen die Redaktion des „Hanauer Anzeiger.-
Drahtnachrichten.
Offiziöse russische Auslegung über den Gang der Frievensverhandlungen.
Petersburg, 1. Septbr. (Petersb. Telegr.-Agentur.) Die russische Regierung veröffentlicht folgendes Kommunique über den Gang der Friedensverhandlungen: Ende Mat des laufenden Jahres geruhte der Kaiser den Vorschlag des Präsidenten der Vereinigten Staaten anzunehmen, betreffend die Zusammenkunft russischer und japanischer Bevollmächtigter zu dem Zwecke, die Frage klar zu stellen, in wie weit es für die beiden Mächte möglich wäre, sich über die Friedensbedingungen zu einigen. Diese wichtige Mission wurde vom Kaiser dem Präsidenten des Ministerkomitees und Staatssekretär Witte und dem russischen Botschafter in Washington Hofmeister Baron von Rosen übertragen, welche weitgehende Vollmachten empfingen, kraft derer sie in der Lage sein sollten, falls die japanischen Vorschläge annehmbar seien, zum Abschluffe deS Friedensvertrages nach erzielter beiderseitiger Einigung zu schreiten. Die Verhandlungen sollten auf amerikanischem Gebiete geführt werden. Die erste Zusammenkunft der Bevollmächtigten war am 25. Juli in Oysterbay. Die Konferenzen wurden in Portsmouth am 27. Juli eröffnet. In der zweiten Sitzung überreichten die japanischen Delegierten die in Toüo aus gearbeiteten Friedensbedingungen. In Anbetracht, daß mehrere dieser Bedingungen vollständig unannehmbar waren auf Grund der den russischen Delegierten erteilten Instruktion und daß die Abfassung anderer Bedingungen zum Nachteil der Interessen Rußlands auSge- legt werden konnte, schlug Witte den japanischen Delegierten vor, in eine eingehende Erörterung jedes Punktes einzeln einzutreten. Nachdem mehrere Sitzungen dieser Arbeit gewidmet waren, kamen die russischen Bevollmächtigten zu dem Schluffe, daß eine Einigung über vier Punkte der japanischen Vorschläge nicht erzielt werden könne. Infolgedessen erklärten sich die japanischen Delegierten bereit, von ihrer Regierung ergänzende Instruktionen einzuholen zu dem Zwecke, einen versöhnlichen Ausweg aus den ernsten Schwierigkeiten, die sich eingestellt hatten, zu finden. Nachdem die Dele- gierten nach Tokio berichtet hatten, erklärten sie, daß sie zunächst auf die von ihnen gestellte Bedingung einer Beschränkung der russischen Seestreitkräfte im Stillen Ozean, ferner auf die Auslieferung der in neutralen Häfen internierten russischen Schiffe verzichteten, daß sie aber ebensowohl auf die Abtretung Sachalins, als besonders auf die Zahlung einer Kttegsentschädigung bestehen müßten. ES entspräche dies den ihnen erteilten Weisungen. Die Ruffen lehnten die letzteren Vorschläge unbedingt ab und erklärten, daß sie die Prüfung der Friedensbedingungen nicht forl-
Nrettag
setzen könnten, solange Japan auf der Erstattung der Kriegskosten bestände. Mit Rücksicht darauf, daß eine solche Wendung der Dinge den Abbruch der Verhandlungen zwischen den Bevollmächtigten beider Mächte herbeiführen könnte, beschloß der Präsident der Vereinigten Staaten, auf dessen Anregung die Verhandlungen in Portsmouth geführt wurden, sich durch Vermittelung des Vertteters der Vereinigten Staaten in Petersburg an den Kaiser von Rußland' zu wenden, um diesen im Namen der Menschlichkeit zu bitten, aut Vermeidung weiteren Blutvergießens dem neuen Vorschläge der japanischen Regierung seine Zustimmung zu geben. Dieser Vorschlag bestand barin, daß Rußland mit Rücksicht auf den durch die Landung japanischer Truppen auf Sachalin den facto geschaffenen Stand der Dinge sich bereit erklärte, Japan die Herrschaft über den südlichen Teil der Inseln, welche ihm bis 1875 gehört hatte, zu überlassen, und den nördlichen Teil gegen eine Entschädigung von 1 Milliarde und 200 Millionen DenS zurückzukaufen. Der Kaiser sprach dem Präsidenten Roosevelt seinen Dank für den von ihm bekundeten Wunsch aus, an der Wiederherstellung des Friedens mitzuwirken, hielt es aber gleichwohl nicht für möglich, den genannten Vorschlag anzunebmen, der seinem Wesen nach auf die Zahlung einer Kriegsentschädigung an Japan hinauslaufe. Von dieser Entscheidung durch die russischen Bevoll- mächtiglen in Kenntnis gesetzt, erklärten die japanischen delegierten in der Sitzung vom 16. August entsprechend dem ihnen zugegangenen Auftrage ihrer Regierung, daß Japan auf jede bare Kriegsentschädigung verzichte, aber den von ihm tatsächlich besetzten südlichen Teil von Sachalin zurück-
«en wünsche, mit der Verpflichtung, auf diesem Teile
el keine militärischen Maßnahmen zu treffen, keine Festungswerke zu errichten und auch die Meerenge von La Perouse offen zu lassen. Nachdem die genannte Erklärung in das Protokoll ausgenommen worden war, einigten sich die Bevollmächtigten aus die vorläufigen Friedensbedingungen, die al? Grundlage für den endgültigen Friedensvertrag zwischen Rußland und Japan dienen könnten.
Waffenstillstand
Portsmouth, 31. Aug. (Reuter.) Japan gab durch Baron Komura seine Zustimmung zu dem sofortigen Waffenstillstand.
Portsmouth, 31. Aug. (Reuter.) Witte bat K o- m u r a, das Datum der U n 1 e r z e i ch n u n g des Vertrages festzusetzen, da er am 12. September abzureisen beabsichtige.
Poris, 1. Septbr. Nach einer Zeitungsmeldung wurde Witte vom Zaren beauftragt, Erkundigungen darüber einzuziehen, ob Marschal Oyama von Tokio den Befehl erhalten habe, sich mit General Linewitsch wegen des Waffenstillstandes ins Einvernehmen zu setzen. Diirfte ein solcher Befehl in Tokio beschlossen sein, so würden die entsprechenden Ordres von Petersburg aus auch an Linewitsch ergehen.
Ein Cholerafall in Hamburg.
Hamburg, 31. August. Die Polizeibehörde teilt folgendes mit: Am 28. ds. wurde ein an Lungenentzündung erkrankter russischer Auswanderer in das Krankenhaus St. Georg überführt, wo er am 29. August starb. Er war am 27. August aus Rußland mit der Bahn in Hamburg angekommen und in den Auswandererbaracken untergebracht worden. Bei der Sektton der Leiche fanden sich Anzeichen vom Vorhandensein der Cholera. Die weitere bakteriologische Untersuchung bestätigte diese Diagnose. Alle erforderlichen Sicherheitsmaßregeln sind getroffen; die mit dem Mann in Berührung gekommenen Auswanderer, die sämtlich gesund sind, wurden bis auf weiteres in der Quarantäneanstalt Groden bei Cuxhaven abgesondert. Weitere Erkrankungen sind nicht vorgekommen. Anlaß zur Beunruhigung liegt nicht vor.
Cholera.
Marienwerder, 81. August. Wie die „Neuen Westpreußischen Mitteilungen" melden, wurde als choleraver-
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dächtig bei Treul, Kreis Sch wetz, ein Schiffer angehalten und mit den anderen Mannschaften nach Graudenz gebracht. Bei Böslershohe wurde ein unter Choleraverdacht erkrankter Flößer ebenfalls nach Graudenz gebracht.
Raftenburg, 31. August. In den Orten Paaris und Swarnikeim sind einige Erkrankungen und je ein Todesfall unter choleraverdächtigen Erscheinungen festgestellt worden. Eine Regierungskommission begab sich der „Rastenb. 3*9-" zufolge heute an Ort und Stelle.
Lemberg, 31. August. DasAmtsblatt„GazetaLwowska meldet, daß m der Vorstadt Padew von Naredowa, Bezirk Mlyny, zwischen dem 22. und 30. d. Mts. mehrere Personen unter choleraverdächtigen Symptomen erkrankten. In der Familie eines Flußschiffers, der im Weichselgebiet in Preußen gearbeitet hatte und erst kürzlich heimgekehrt war, sind drei Personen erkrankt; von diesen ist eine genesen und zwei sind gestorben. Zu gleicher Zeit ist in demselben Ort ein wandernder Uhrmacher, welcher in der Familie des Flußschiffers verkehrte, erkrankt und gestorben. Weitere Erkrankungen sind nicht vorgekommen. Die bakteriologische Untersuchung ist noch nicht beendet. Hofrat Dr. Merunewic begab sich an Ort und Stelle, um den Tatbestand festzustellen und erforderlichenfalls geeignete Maßnahmen zn treffen.
Essen a. d. Ruhr, 1. Septbr. Das Friedensprotokoll und der Arbeitsvertrag für das Baugewerbe im Rheinland und Westfalen wurde gestern, abend vom Vorstand des Arbeitgeberbundes und von den Vertretern der beiden Bau- arbeiterorganisattonen unterzeichnet.
Hamburg, L Septbr. Der mit einer Kohlenladung nach New-Orleans bestimmte Dampfer Peconie sank an der Küste Floridas. 20 Mann der Besatzung ertranken, nur zwei Ueberlebende retteten sich.
Kiel, 1. Septbr. Der Polarfahrer Oibonna traf mit Mitgliedern der von Dr. Hacker-Wien geleiteten österreichischen wissenschaftlichen Polarexpedition hier ein.
Eichstätt, 1. Septbr. Bischof Leonrod ist gefährlich erkrankt.
Pola, 1. Septbr. Nach einem Manöver sank bai Torpedoboot 38 nach einem Zusammenstoß mit einem Torpedojäger. Bisher fehlen drei Mattosen. Die Leiche deS einen ist gefunden.
Salzburg, L Septbr. Der gestrige Wettersturz brachte auf den Bergen tiefen Neuschnee und empfindliche Kälte, die die Flucht der Gäste in der Umgebung, im Salzkammergut und Tirol veranlaßte.
Paris, 1. Septbr. Aus Tanger wird gemeldet, daß eine Anzahl Bewaffneter vom unabhängigen Adjera-Tribus gestern ben eine Stunde von Tanger entfernten großen Stadtmarkt besuchte. Sämtliche Marktleute, so heißt eS, feien zu Abgaben gezwungen worden, ohne daß die vom Sultan eingesetzten Marktaufseher es verhindern konnten. Der Markt von Tanger gehört gegenwärtig zum Amtsbezirk des bekannten Raisuli.
Paris, 1. Septbr. Minister Witte kündigte seine Ab» sicht an, Mitte September in Cherbourg einzutreffen und vor seiner Rückkehr nach Petersburg noch einige Tage in Paris zu weilen.
Tiflis, 31. August. (Petersb. Tel.-Agent.) Die Sagt in Schuscha und in den umliegenden Dörfern ist kritisch. Die Stadt wird von Tartaren, die stark bewaffnet find, belagert. Die Armenier werden von den Tartaren niedergemacht. Heute nachmittag wurde die telegraphische Verbindung mit Schuscha durchschnitten.
Reüfahrwafser, 1. September, 7 Uhr 45 Min. morgens Die englische Flotte wird soeben gesichtet.
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