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0kttq«-rkch 1,80 Mk^ monatlich 60 Pfg., für «* Uidti-e Abonnenten mit dem bekesienden Postausschla-, Die einzelne Nummer kostet 10 Pfg.

General-Anzeiger

n^nger

Mut« W» verlegt in dervuchdruckerei der verein. * Waisenhaus«» in Hanau.

Amtliches Organ für AM- und Landkreis Kanan.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

SinrülknngSgebü-o <

Die füvfgefpalten« Petitzeil« oder der« »mm 16 Wh» . im ArNmnnNtil die Zeile 88 Pf-

verantworü. Rtbeftentt < Schrecker t» H««.

$L 200 Fernsprechanschlutz Ne. 605

Samstag den 26. August

Fernsprechanschlutz Nr. 605

1905

Amtliches.

Candkreis Hsnau.

vekmtmchmW des Königliche» Lmdratsmts.

In SHeberifftafieim ist die Rotlansseuche (Dack- steinblattern) ausgebrochen.

Die Gehöftsperre ist angeordnet.

Hanau den 25. August 1905.

Der Königliche Landrat.

I. A.: Conrad, Kreissekretär.

Saatenstand

um die Mitte des Monats August 1905 im Kreise Hanau, Land.

Begutachtungsziffern (Noten): 1 = sehr gut, 2 = gut, 3 = mittel, 4 = gering, 5 = sehr gering.

Hanau 48 342 Mk., der Landkreis Hanau 47 865 Mk., Marburg 31 267 Mk., Fulda 29 355 Mk., Eschwege 23 721 Mk., Grafschaft Schaumburg 21 667 Mk., Geln­hausen 20 574 Mk., Hofgeismar 18 374 Mk., Gersfeld 15 451 Mk., Witzenhausen 14 938 Mk., Ziegenhain'14 731 Mk., Schmalkalden 13 698 Mk., Fritzlar 13102 Mk., Melsungen 12 402 Mk., Wolfhagen 11355 Mke, Schlüchtern 11 222 Mk., Rotenburg 10 848 Mk., Kirchhain 9369 Mk., Homberg 8919 Mk., Frankenberg 8229 Mk., Hünfeld 7245 Mk. und zuletzt der ärmste in der Rhön liegende Kreis Gersfeld 5085 Mk.

Landes-Versicherungsanstalt Hessen-Nassau. Mr den Kreis Hanau Stadt stellen sich die Ergebnisse der Bewilligung von Alters-, Invaliden- und Kr anten- Renten in der Zeit vom 1. Januar 1891 bis Ende Juni 1905 wie folgt:

IDavon sind erledigt

rledig durch

Bon den Renten­empfängern sind de-tv. waren beschäftigt

Fruchta nrn

Durch­schnittsnoten für den

3t tat

Regte, rmmk- be,ir, CaNe«

IBinterroeijen

26

2,5

Sommerweizen

2,6

2,9

Winterspelt .

2.2

2,8

Winterroggen

2,8

Sommerroggen

2,9

3,2

Sommergerste

2,8

3,1

Hafer . . .

28

3,2

Kartoffeln

2,4

2.4

Klee . .

2,6

3,0

Luzerne . . Bewässerung«-

2,4

2,7

(Riesel-) Wiesen

Rädere Wiesen

2,8

2,5

2,4

3,0

Anzahl der von den Vertrauensmännern abgegebenen Noten.

12

2 |23

8-41 4

4-5

Altersrenten 219 ISS 23

Wird veröffentlicht.

Hanau den 25. August 1905.

Der Königliche Landrat.

V 5471 I. A.: Conrad, Kreissekretär.

Festgestellt: Die Rotlaufseuche in Roth, Kreis Gelnhausen. Desgleichen in Edelbach, Bezirksamt Alzenau.

Erloschen: Die Rotlaufseuche in Birstein und Leisen­wald, Kreis Gelnhausen.

Stadtkreis Hanau.

Bekanntmachung.

Arbeitsuchende in der Zeit vom 19. bis 25. August 1905:

2 Arbeiter,

1 Ausläufer,

1 Fabrikarbeiter,

1 Fahrbursche,

1 Schlosser,

4 Tagelöhner.

Hanau den 26. August 1905.

Städtische Arbeitsvermittelungsftelle. 16417

Gefundene und verlorene Gegenstände re.

Gefunden: 1 Wechsel für Johannes Mohn aus Langenselbold, 1 ea. 34 m langer Treibriemen, 1 Nickel­uhrkette mit Anhänger, 1 gelb und weiße viereckige Gürtel­schnalle, 1 rotes längliches Portemonnaie mit 10 Pf. Inhalt.

Verlo ren: 1 silbernes Cigarren-Etuis, 1 goldenes Bröschchen mit weißen Perlen und einem Türkis, 1 Porte­monnaie mit 6 Mk. Inhalt.

Hanau den 26. August 1905.

Hus Hanau Stadt und Fand.

Hana«, 26. August.

Bezirks steuer. Der Landeshauptmann von Hessen hat nunmehr die Verteilung der Bezirksabgabe für dieses Jahr auf die einzelnen Kreise des Regierungsbezirks Cassel vorgenommen und den Fälligkeitstermin auf den 1. Oktober d. I- festgesetzt. Der Prozentsatz der vom Kommunallandtage beschlossenen Bezirkssteuer hat die respektable Höhe von 7,8°/o. die Verteilung der Bezirkssteuer ist nach dem aus dem Ver­hältnis des Gesamtsteuersolls des Bezirks zu der BezirkS- steuersumme sich ergebenden Prozentsätze erfolgt. Insgesamt beträgt die Bezirkssteuer für das Etatsjahr 1905 590 940

Hiervon hat die Stadt Caffel allein 170 172 Mk. aufzubrmgen, der Landkreis Kassel 83 470 Mk., die Stadt

Gesamt-

Jahre», betrag der bewilligten

Renten

30025

Jnval.-Reni 504 424 54 21 64593

Kranlenrenk. 26 26

4269 60

Rach Abgang durch Tod ic. bleiben noch zu zahlen

11425

29886

2679

Zusammen 749-638 77 29| 98888,40^ 285375' 33 IZ5|25|52|27Gj43990 60

Von der Landes-VersichernnqSanstalt Hessen-Nasiau, deren Bezirk die Regierungsbezirke Cassel und Wiesbaden, sowie das Fürstentum Waldeck nmsabt, sind seit dem 1. Januar 1891 überhaupt bewilligt -

9157 MterSreuten im Gesamt-Jahresbetrage von 1,262 878 60 M. 28679 Invalidenrenten , , 4,120.735.40 ,

1880 Krankenrenten 302 33210 ,

89716 Renten mit einem Gesamt-Jahresbetrage von 5,685,946.10 M.

Hiervon sind nach Berücksichtigung der durch Tod rc.

erfolgten Abgänge Ende Juni 1905 noch zu Zahlen.

2940 Altersrenten im Gesamt-Jahresbetrage von 484,278.20 M. 15993 Invalidenrenten , 2,849,462 80

856 Krankenrenten , , 135.892 70 ,

19789 Renten mit e-nem Gesamt-Jahresbetrage von 2,919 633.70 M.

Der von dem Reiche zu leistende Zuschuß beträgt 989.450.

Mithin bleiben Ende Juni 1905 aus Mitteln

der Landes-Berficherungsanstalt Hessen-Nasiau an Renten

zu zahlen lährlich ........... 1,930 183 70 M.

* Geschichtsverein. Im Kupferstichzimmer unseres Museums, 2. Obergeschoß, sind neu ausgelegt:

19 Abbildungen hessischer Volkstrachten und Teile solcher, von Justi;

18 Buchzeichen mit bildlichen, meist religiösen Darstellungen;

5 kolorierte Handzeichnungen, Ansichten aus Kesselstadt und 4 aus dem Schloßpark zu Schloß PhilippSruhe. Zeit: Ende des 18. Jahrhunderts.

1 Kupferstich von Ludwig GrimmKurfürst Wilhelm II. überreicht einer Casseler Deputation die von ihm ge- nehmigte Verfassung, 15. September 1830."

* Hanauer Geschichtsverein. Dee vom Vorstande in Aussicht genommene und vorbereitete Mitglieder-Ausflug nach Seligenstadt und Babenhausen muß für die nächste Zeit ausgesetzt bleiben, wegen der an ersterem Orte bestehenden Masernepidemie.

* Missionsvortrag. Die Vorgänge in Südwest­afrika beschäftigen fortwährend die Herzen aller Deutschen. Vielen Bewohnern unserer Stadt wird es deshalb gewiß auch interessant sein, einem Vortrag beizuwohnen, den Herr Metropolitan Reich aus Hochstadt über die Mission unter den R a m a s am Sonntag abend um 8 Uhr im evangel. Vereinshause (Nußallee 22) halten wird. Er wird dabei auch besonders eine Charakteristik des vielgenannten Hendrik W i t b o i geben, auf den man einst so große Hoffnungen setzte. Zu diesem Vortrag ist jedermann freundlichst ein­geladen. Der Eintritt ist frei.

* Zur Einweihung der Bismarcksäule. Nach­dem von verschiedenen Seiten angeregt worden ist, am Fest­platz eine Zuschauertribüne zu errichten, um insbesondere auch der Damenwelt Gelegenheit zu geben, an dem Festakt teilzu­nehmen, ist die Errichtung einer solchen Tribüne geplant. Näheres ist aus dem Inseratenteil ersichtlich. Es sei noch erwähnt, daß Herr Domänenpächter Rocholl, Wilhelmsbader Hof, in liebenswürdiger Weise den für die Tribüne benötigten Platz auf seinem an die Straße stoßenden Gelände zur Ver­fügung^ gestellt hat. Auch geht uns die Mitteilung zu, daß die Chemische Fabrik auf Aktien vorm. E. Schering Berlin dem Fest-Ausschuß 100 Magnesiumfackeln für den Fackelzug ohne Berechnung übersandt hat. Diese sehr dankenswerte Unterstützung ist insbesondere dem Direktor

der Fabrik, Herrn Dr. Reimarus, welcher früher mehrere Jahre Chemiker an der hiesigen Pulverfabrik war, zu banken,

* Bismartksäule. Der Gesamtausschuß für die Er­richtung der Bismarcksäule und der Festausschuß für die Feier der Einweihung hielten gestern abend noch eine gemein­same Sitzung ab, in der alle Einzelheiten der am Sonntag den 3. September vor sich gehenden Einweihungsfeier der Bismarcksäule eingehend durchberaten wurden. Es steht eine Volksfeier im besten Sinne des Wortes in Aussicht, die aus nah und fern sicherlich die Bewohnerschaft in Masten nach dem schönen Wilhelmsbad ziehen wird.

* Ruderseft. Die morgen nachmittag stattfindcnde sportliche Veranstaltung der Hanauer Rudergesellschaft 1879 verspricht einige interessante, angenehme Stunden. Die an den Rennen teilnehmenden Mannschaften liegen allabendlich fleißig im Training, die Auffahrt und die Rennen lasten sich bekanntlich vom Schwanengärtchen in Kesselstadt, wo wiede­rum der Festplatz sein wird, ausgezeichnet beobachten. Die Damen, sowie der Vorstand und verschiedene Mitglieder haben ansehnliche Preise gestiftet. Die Pausen zwischen den Rennen werden von unserer Ulanenkapelle auSgefüllt.

* Parolemusik. Die Ulanenkapelle spielt morgen im Schloßgarten folgende Stücke: 1)Der Mallwitzer - Marsch Sr. Majestät König Friedrich II/ ; 2) Ouvertüre z. Operette Die schöne Galathee" von Fr. v. Supp^; 3)Großherzogl. Hessischer Fahnen-Präsentier-Marsch"; 4)Komm o holdes Kindchen", altniederländisches Volkslied von Kremser; 5) Walzer aus der GavotteDie Jungfrau von Belleville" von Millöcker; 6)Althessischer Parademarsch Sr. Königl. Hoheit Landgraf Ludwig VHT. von Hessen.

* Hanauer Künstler auf der Gaffeler Jubi« läumsausstellung. In einer längeren Abhandlung schreibt dasCast. T." u. a.: Die unter der Firma L. Nowack, Bildhauer, Hanau, ausgestellten Photographien find Ent­würfe kunstgewerblicher Schmuck- und Tafelgeräte, die aus dem hierzu geeigneten Material, Ton, Wachs, Plastellin, ge­fertigt wurden. Die Modelle, deren technische Ausführung vornehmlich in Silber gedacht ist, dienen in erster Linie be­stimmten Gebrauchszwecken. Der Entwurf trägt dem jetzt vorherrschenden modernen Sttl Rechnung. Ein Teil dieser Entwürfe wurde bereits inDokumenten für modernes Kunstgewerbe", Herausgeber Dr. Pudor, Berlin-Wilmersdorf, zur Publikation gebracht. Unter den Entwürfen nimmt, was die technische Ausführung betrifft, eine Ausnahmestelle ein die Zimmerfontäne, die im Jahre 1900 nicht nur im Modell, sondern als Gebrauchsgegenstand in Stein, Holz, Glas und Me­tall auf der letzten Pariser Weltausstellung war. Ein Kleinplastiker von hervorragendem Können, Paul Fliegner, Hanau, ist im östlichen Flügel deS Orangerieschlofies vertreten, leider aber ebenfalls nur durch photographische Wiedergaben seiner Originalgipsmodelle. Danach freilich müssen es Werke von entzückender Feinheit der Linien sein, Schöpfungen eines Künstlers, bei dem sich die Gabe scharfer Charakteristik mit einer vornehmen Auffassung und einer regen Phantasie verbindet. In dem Relief, welches ein mit Anspannung aller Kräfte dahinjagendes Rennpferd darstellt, dem die Siegesgöttin voraneilt, zeigt sich die ganze kraftvolle Gestaltungsfähigkeit Fliegners.

* Neues Sommertheater Franz Merker. Mit der morgigen Borste llung schließt die diesjährige Sommer­saison unter Herrn Merkers Leitung und zwar mit dem Benefiz für Herrn Moritz Geisthövel. Herr Geisthövel, welcher hier zur Erholung weilte, wurde zuerst von Herrn Merker als Gast für einige Vorstellungen gewonnen und hat später seine Mitwirkung als Gast für die Saison bereit­willigst zugesagt. Wir haben manche schöne Rolle von ihm gesehen und er hat uns manchen hohen Kunstgenuß durch sein auf einer hohen Stufe stehendes schauspielerisches Talent

Die heutige Kummer umfaßt außer dem llnterhaltungKhlatt 14 Seiten

geboten. Seine Regie zeugte stets von großer künstlerischer Umsicht. So wird denn auch wohl morgen da» Haus zu seinem Benefiz bis zum letzten Platz gefüllt sein, als dankbare Anerkennung für sein Wirken. Zur Aufführung gelangt Die Macht der Jugend", ein von Herrn Geisthövel selbst verfaßtes Werk, welches schon anderweit großen Beifall ge­funden hat. Unter anderem wird über daS Werk berichtet: Fürstliches Theater Schloß Braunfels Herr Geisthövel interessierte nicht nur als Darsteller, sondern auch als Bühnendichter und Komponist. Die Handlung zeigt, waS ja in der bühnentechnischen Erfahrung liegt, einen geschickten Auf­bau. Die Stärke liegt in der Gabe der überaus anschau- richen Schilderung und Charakteristik. Lebendig und in sicherer Zeichnung erscheinen die Personen des Stückes vor uns, entwickeln sich die einzelnen Phasen der Handlung. Daß der Verfasser auch musikalisch und zwar ein tüchtiger Komponist ist, beweist dasTraumlied" des S Akte», ei«