Erstes Blatt-
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ifalrft und »triegt in der Buchdruckerei deS verein. ^ Waisenhauses in Hanau.
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Organ für Stabt- und Landkreis Kanan.
Die fünfgespaltene Püttzeile oder beten Raum 16 %u .. im Râneuteil die Zeil« 35 Pfg.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Verantwort!. Redakteur: 6. Schrecker in Hanau.
Nr. 147 Fernsprechanschlich Nr. 605.
Montag den 26. Juni
Fernsprechanschluß Nr. 605.
1905
—P
Amtliches.
Eandkreis F)anau.
Sefmtnfma^ungen des Königliche» Sanbtßfsamté.
Zur Ausführung von Straßenarbeiten werden die nachgenannten Landwegestrecken für die "dabei angegebene Zeit für den öffentlichen Fährverkehr gesperrt :
1. Landweg von der Bahnhofstraße in Großkrotzenburg bis zur Aschaffenburgerstraße für die Zeit vöm 27. d. Mts. bis einschl. 5. k. Mts.
2. Landweg von Hanau nach Großauheim und zwar von der Abzweigung der Annastraße am Ostbahnhof bis zum Anschluß an das Straßenpflaster in Großauheim für die Zeit vom 5. Juli bis einschl. den 12. Jnli er.
Hanau den 26. Juni 1905.
Der Königliche Landrat.
V 4127 I. A.: Conrad, Kreissekretär.
Stadtkreis Fjanau.
Bekanntmachung
Die teilweise Neudeckung der Dachfläche am Fürstenbau des Stadtschlosses soll unter Zugrundelegung der Bedingungen für die Bewerbung um Arbeiten und Lieferungen öffentlich verdungen werden.
Die Verdingungsunterlagen sind im Stadtbauamt, Abteilung I, Rathaus, Zimmer Nr. 17, vormittags von 10 bis 12^2 Uhr einzu sehen und von dort zu beziehen.
Der Verdingungstermin findet Mittwoch den 5. Juli 1905, vormittags 11 Uhr, im Beisein etwa erschienener Bewerber im vorgenannten Zimmer statt, wohin die Angebote versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zu dem genannten Zeitpunkt einzureichen sind.
Zuschlagsfrist 14 Tage.
Hanau den 23. Juni 1905.
Das Stadtbauamt.
Schmidt. 12253
Am Dienstag den 27. Juni 1905, vormittags von 9 Uhr ab, findet im unteren Sitzungssaale des Neustädter Rathauses, Zimmer Nr. 1, öffentliche Sitzung des Kaufmannsgerichts statt, in welcher Parteien etwaige Streitigkeiten, Klagen re. zur Schlichtung anbrinaen können.
Hanau den 24. Juni 1905.
Der Vorsitzende des Kausmannsgerichts.
Dr. G ebeschus. 12251
Verdingung.
Die Arbeiten zur teilweisen Neu- und Umpflasterung der Steinheimerstraße zwischen Römerstraße und Wallweg sollen unter Zugrundelegung der städtischen Bedingungen für die Bewerbung um Arbeiten und Lieferungen auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben werden/ Verdingungsunterlagen sind auf dem Stadtbauaint, Abt. II, Zimmer Nr. 19 einzusehen. Angebotsscheine können ebenda in Empfang genommen werden.
Verschlossene und mit entsprechender Aufschrift versehene Angebote sind bis zum Samstag den 1. n. Mts., vormittags 11 Uhr, bei vorgenannter Dienststelle einzureichen; zu dieser Zeit erfolgt die Eröffnung der Angebote Xi Gegenwart der etwa erschienenen Bewerber.
Hanau den 22. Juni 1905.
Das Stadtbauamt.
Schmidt. 12252
Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung
am Donnerstag den 29. Juni 1905, nachmittags 5 Uhr, im oberen Saale des Rathauses.
Tagesordnung:
1. Einladung zum XVI. Hessischen Städtetag.
2. Einladung des Gardevereins zu seiner Fahnenweihe am 2. Juli d. Js.
3. Uebertragung der Verwaltung der Stelle des besoldeten Beigeordneten der Bürgermeisterei Neunkirchen an Gerichtsassessor Wagner.
4. Wahl von 3 Mitgliedern zur gemischten Kommission für die Sammelwasenmeisterei.
5. Überschreitung des Titels II C 11 — Kranken- re. Versicherungsbeiträge.
6. Überschreitung des Titels VIII B i II 1 für 1904 um 690,90 Mk. — Für Beschaffung der Rohstoffe für Beköstigung der Kinder des Verwaltungspersonals der Schule und des Personals der Kinderkrippe.
7. Desgl. Titel VII C V für 1904 — Lehrmittel und Verbrauchsgegenstände — um 145,44 Mk.
8. Desgl. Titel II C 14 für 1904 — Porto — um 159,72 Mk.
9. Desgl. des Titel II C 18 — Insgemein — für 1904 um 265,28 Mk.
10. Desgl. des Titels VII D V für 1904 — Lehrmittel und Verbrauchsgegenstände.
11. Desgl. de? Titels VlI F II 7 für 1904 — Insgemein und zur Abrundung der gewerblichen Fortbildungsschule — um 438,02 Mk.
12. Desgl. Titel V A 4 für 1904 für einen Arbeiter des Hochbauamtes um 135,50 Mk.
13. Erstattung von 51,50 Mk. Umzugskosten an Lehrer Pfeffer.
14. Desgl. Titel II B 6 der Schlachthofkasse für 1904 um 117,29 Mk.
15. Desgl. Titel II B 10 der Schlachthofkasse — Feuerversicherung — für 1904 um 101,58 Mk.
16. Nachbewilligung von 72,22 Mk. auf Titel IV 1 der Schlachthofkasse für 1904.
17. Ueberschreitungen bei der Schlachthofkasse im R.-J. 1904.
18. Verpachtung der Grundstücke B 248, 250 und 282 der Gemarkung Groß-Auheim an Kaspar Schäfer für 7 Mk. jährlich.
19. Festsetzung des Mietwertes für die bisherige Wohnung des Gasarbeiters Wohlfarter in den Arbeiterwohnhäusern des Gaswerks.
20. Beschaffung eines Giesfasses.
21. Verzinsung der Gasleitung in der Waldstraße durch Bauunternehmer Rumpf.
22. Desgl. der Gasleitung nach Nußallee 13 durch R. Löwie.
23. Desgl. der Gasleitung in der Antoniterstraße durch Bauunternehmer Knoll.
24. Desgl. der Wasserleitung in der Waldstraße durch Ban-- unternehmer Rumpf.
25. Desgl. der Wasserleitung nach Nußallee 13 durch Löwie.
26. Desgl. der Wasserleitung in der Frankfurter Landstraße durch I. C. Jäger u. I. M. Rumpf.
27. Desgl. der Wasserleitung in der Antoniterstraße durch Bauunternehmer Knoll.
28, Pesgl. der Kabelleitung Vor der Kinzigbrücke durch die Firma Gebr. Lieber.
29. Desgl. in der Bruchköbelerlandstraße durch Metzgermeister Schlingloff.
30. Desgl. in der Jahnstraße durch den Fabrikanten Kirchner.
31. Gesuch des Fabrikanten Kreuter um Verlegung des Kabels bis zu seinem Hause Bogenstraße 6/8 und Verlängerung dieses Kabels bis zur Wilhelmsstraße.
32. Vermächtnis der Witwe des Rentners Friedr. Ziegler über 1000 Mk. für die Armen. '
33. Unbeitreibliche Rückstände des Elektrizitätswerks.
34. Desgl. des Gaswerks.
35. Desgl. an Wassergeld.
36. Abrechnung des Ausschusses sür Volksvorlesungen für 1904,1905.
37. Erhebungen über die Versetzungsverhältnisse der Oberrealschule.
38. Erstattung von 385,20 Mk. Umzugskosten an den Lehrer Teupel.
39. Wahl eines Armenpflegers anstelle des verstorbenen Meyer.
40. Entlassung des Armenpflegers Jassoy und Wahl eines anderen Armenpflegers.
41. Wahl eines Armenpflegers anstelle des Heran Emil Hirschmann.
42. Erhöhung der Vergütung für die Kehrichtabfuhr an Domänenpächter Rocholl.
43. Erhebung von Baugebühren.
44. Anderweite Beschaffung eines Warmwasserbereitungsapparates in der Kleinkinderschule und Kinderkrippe.
45. Eingabe der Brauereiarbeiter wegen Aufhebung der Biersteuer.
46. Nachbewilligung von 141 44 Mk. auf VIII B 2 VII für 1904.
47 Aufhebung der 3 untersten Klassen der Mittelschulen und der Vorschule der Oberrealschule.
48. Rechtsgutachten in Sachen betr. Branntweinsteuer. Hieran anschließend Geheime Sitzung.
Am Donnerstag den 29. Juni 1905, nachmittags 48M Uhr, Sitzung der Wahlvorschlagskommission, dazu die Nummern 4, 39, 40 und 41.
Hanau den 23. Juni 1905.
Der Stadtverordneten-Vorsteher.
Canthal. 12259
Gefundene nnd verlorene Gegenstände re.
Gefunden: 1 runde Doublö-Brosche in der Mitte einen Zweig mit 6 weißen Perlen und 1 blauem Steinchen, 1 goldner Trauring gez. M. H. 28. 3. 00, 1 goldne Damen- Zylinder-Uhr, 1 Kinder-Schirm, 1 gelbes Portemonnaie mit 12 Konsummarken und 2 Pfg. Inhalt, 1 schwarzes kleines Portemonnaie ohne Inhalt.
Verloren: 1 Militärschirmmütze, 1 neues gelbes Portemonnaie mit 2,31 Mk. und mit einer Fahrkarte der Kleinbahn Hanau-Langenselbold, 1 Damenuhr.
Entlaufen: 1 schwarzer Rehpinscher mit gelben Abzeichen m. Geschl.
Hanau den 26. Juni 1905.
Hus Hanau Stadt und Eand.
Hanau, 26. Juni. -
* Sedanseier und Einweihung der Bismarcksäule. Es dürfte noch erinnerlich sein, daß das frühere Sedanfeier-Komitee f. Z. den Beschluß gefaßt hat, in Zukunft alle fünf Jahre, und zwar zunächst wieher im Jahre 1905, eine größere Feier zu veranstalten. Da nun für den 2. bezw. 3. September d. Js. auch die Einweihung der Bismarcksäule vorgesehen ist, lag es nahe, beide Feiern zu vereinigen. Eine am Samstag in der Centralhalle abgehaltene Komiteesitzung stimmte der Vereinigung beider Feiern zu. Ein größeres Komitee wird sich demnächst mit einem Aufrufe an die Einwohnerschaft wenden, ein engeres Konntee wurde mit der Erledigung der Einzelheiten der Feier betraut. Die Einweihung der Bismarcksäule soll am Sonntag den 3. September unter Beteiligung der Schulen, Vereine K. vor sich gehen. Im Anschluß an den Festakt wird dann in den Anlagen des Kurparkes zu Wilhelmsbad ein großes Volksfest stattfinden. Einzelheiten folgen später.
* Zugehörigkeit zur Handels- oder Handwerkskammer. In Ausführung des in voriger Plenarsitzung gefaßten Beschlusses zur Frage der Zugehörigkeit zur Hanoels- und zur Handwerkskammer hat die Handelskammer Hanau an den Herrn Regierungspräsidenten eine Beschwerde über das Vorgehen der Handwerkskammer in Cassel gerichtet. Sie hat zu dem Zweck teils aus schriftlichen Berichten, teils durch persönliche Augenscheinnahme seitens ihres Syndikus ein zutreffendes Bild von Art und Umfang derjenigen Betriebe zu gewinnen gesucht, welche die Handwerkskammer rreuerdings zur Beitragsleistung aufgefordert hatte, und hat ihrer Eingabe eine genaue Darstellung der betteffenden Gewerbebetriebe beigefügt. Die beiden schon früher hervorgehobenen Klagen über "bie ungerechtfertigte finanzielle Mehrbelastung und über Belästigungen mit Ansprüchen einer ihnen völlig fernstehenden Korporation, diese selben Klagen sind es, welche auch diesmal seitens der beteiligten Unternehmer gegen das Vorgehen der Handwerkskammer geltend gemacht werden, und nach der:Ueberzeugung der Handelskammer handelt es sich gerade in den neuerdings vorgekommenen Fällen ausschließ- Lid) um solche Betriebe, welche keineswegs zu den „gemischten" gehören oder bezüglich ihrer Zugehörigkeit zu Handels- oder Handwerkskammer sonst fraglich erscheinen können, sondern um solche, die zweifellos industrielle Großbetriebe bezw. ausgesprochene Fabriken kaufmännischer Organisation darstellen; infolgedessen scheint in allen diesen Fällen die Handwerkskammer schlechterdings unberechttgter Weise die Firrnenin- haber zu Beiträgen herangezogen resp, dies versucht zu haben. Wenn nun, so berichtet die Handelskammer in ihren Mitteilungen, bedauerlicherweise der gegenwärtige Stand der Gesetzgebung auch Ungewißheit und Hätten zuläßt oder doch schwer vermeidbar erscheinen läßt, so muß dieser Nachtest aber durch das bezeichnete Verfahren der HandwerEkammer in ganz unnötigem Maße nach potenziert werden und chr Verfahren sebst geeignet sein, die ohnehin schon schwer empfundenen Belästigungen und Mehrbelastungen der gewerblichen Kreise auch solchen Firmen aufzubürden, welche nach dem Wortlaut der gesetzlichen Bestimmungen unzweifelhaft nur der Handelskammer angehören und daher bei nötiger Behandlung von jenen Beunruhigungen verschont sein sollten: Um die beteiligten Firmen vor ferneren unberechtigten Anforderungen zu bewahren, hat die Handelskammer daher den Herrn Regierungspräsidenten gebeten, die mitgeteilten Fälle untersuchen lassen und für die Folgezeit einem derartigen Verfahren der Handwerkskammer Enrhalt tun zu wollen.