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GHmrkt und verlegt in der Buchdruckern deS verein, eo. WatsmhauseS in Hanau,
General-Anzeiger
Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Hanan.
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DerantivorÄ. Redakteur: <S. Schrecker in Hemru,
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Fernsprechattschltttz Nr. 605, 190.1
NnltlicheZ.
Von ©einer Majestät dem Kaiser und König zuu: Ober- Präsidenten der Provinz Brandenburg ernannt, scheide ich heute aus meinem hiesigen Amte. Ich kann dies nicht tun, ohne für das Wohlwollen und die Unterstützung, die nur während meiner hiesigen Tätigkeit in reichem Maße zuteil geworden sind, hiermit herzlichst zu danken. Zrtgleich bitte ich hierdurch meinen wärmsten Dank sagen 311 dürfen für die mir aus jenem Anlasse so zahlreich zugegangenen Zeichen freundlicher Gesinnung, die alle besonders zu beantworten mir schlechterdings nicht möglich ist. Gott schütze unser schönes Heimatland. Auch in der Ferne werde ich mit ihm verbunden bleiben.
Cassel den 27. Mai 1905.
11. Trott z u Solz,
V 3533 Ober-Präsident der Provinz Brandenburg.
Stadtkreis Hanau. Bekanntmachung.
Die 3hkh$m»9 der Steuer-Beitel für vas laufende Rechnungsjahr wird in den nächsten Tagen erfolgen.
Steuerpflichtige, welcher» infolge Wohnuugs- wechfels 11. dgl. der Steuerzettel bis zum 10, Juni er, nicht zugeht, werden in ihren» eigenen Interesse ersucht, Dies unter genauer Angabe ihrer Adresse alsbald nach beut 10. Juni er. der Steuerfaife mitzuteilen.
Der Richtempfang des Stenerzettels begründet rein Recht zur Hinausschiebung der Steuerzahlung, hält auch die Lostenpstichtige Zwangs- -eitreibung nicht auf.
Die Beträge an Steuern und Schulgeld für April/Juni 1905 fml> alsbald nach Empfang der Steuerzettel zu entrichten.
Der Zahlungsterutin für alle Steuerpflichtige» läuft mit dem 25. Juni er. ab unv wird hieran anschliessend mit der Zwangsbeitreibung begönnet».
Die Steuerkasse Veftuvet sich Markt 16, Zimmer Nr. 3, zu ebener Erde.
Hanau den 27. Mai 1905.
Stadthauptkasse. 10539
Bekanntmachung.
Am Mittwoch de» 31. Vs. MLs., vormittags 9 Uhr, findet im Hofe der Kanalmühle eine öffentliche Versteigerung von altem Baumaterial (altes Eisen, Bau- und Brennholz, Zink, Blei, Türen, Oefen u. s. w.) statt.
Die Bedinguugen werden im Termin bekannt gegeben. Hanau den 29. Akai 1905.
Stadthauptkaffe. 10540
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Aus dem Jahresbericht der Pforzheimer Handclskamnier für 1904.
Der Jahresbericht beginnt nnt einem-kurzen Hinweis auf den Abschluß der neuen Handelsverträge, die nach ihren Tarife::, wie nach manchen Bestimmungen über den gegenseitigen Verkehr in der Aiehrzalfi weMgftens für die Edel Metall-Industrie günstiger ausgefallen fmu, als man nach den pessimistischen Stimmungen in industriellen Kreisen er- wartet hatre. Nack Oesterreich-Ungarn indessen ist künftig der Export erschwert, da der Vertrag erhöhte Zollsätze bringt, die besonders bei Silberwaren und goldenen Ketten ins Gewicht fallen.
Die Hauptindustrie des Pforzheimer Kammerbezirks, die Schmuckwarenindu stvie, darf sowohl für den Inlands- als für den Auslandsabsatz das Berichtsjahr als ein befriedigendes bezeichnen. Auf dem deutschen Markt wurde das Jahr 1903 nicht unwesentlich übertroffen. Das Geschäft drängte sich aber wieder derart aus die paar Herbsimonale zusammen, daß die Fabrikanten nur unter Anspannung aller Kräfte und unter Inanspruchnahme von Ueb erstunden dem Bedarf ge- nügen konnten. Es wird deshalb wiederum dafür euige- treten, daß der hiesigen Industrie die Vergünstigung des Par. 139a Ziff. 4 der Gewerbeordnung — Behandlung als Saffonindnstrie — durch den Bundesrat zuteil werde. Trotz des lebhaften Geschäfts sind aber die Preise der meisten Artikel hmcb Unterbietungen und -sunahme der l^eschäsü-' Unkosten nicht lohriender geworben. Es wird deshalb der
Bildung weiterer Speziälitäten-Konventionen das Wort geredet und dafür auf die Tatsache verwiesen, daß die Kön- vention der Doublekettenfabritanten eine Besserung des Preis- verhältnisses Herbeigeführt habe. Die Reform der Zahlungs- weise und von deren Mißständen hält die Kammer nur für ganz allmählich erreichbar. Im einzelnen sagt der Bericht:
Silberne Ketten wurden ziemlich viel abgesetzt. Die niedrigen Verkaufspreise sind aber nicht besser geworden. In goldenen Ketten war das Geschäft nur im Spätsommer lebhaft. Die Doublekettenbranche ist mit bem Ergebnis des Berichtsjahres recht zufrieden. Dank der Konvention sind hier auch die Preise besser geworden. Auch die Kettenbijouterie war mit Aufträgen gut versehen. Die Ringfabriken erzielten zwar den gleichen Umsatz wie 1903; sie klagen aber über die besonders für billige Ringe zu niedrigen Fassonpreise. In Bijouterie feineren Genres und Juwelen war der Umsatz beträchtlicher als in den vorhergegangenen Jahren. Der träge Eingang der Ausstände wurde aber umso mehr beklagt. In fefnen Gebrauchsgegenständen aus Gold rind Silber, Crayons, Federhaltern, Messern, Stock- und Schirmgrisfen,' Sojen, Zigarten- und Zigarrettenspitzen war die Konkurrenz, namentlich in Silber, so groß, daß nur ein gar bescheidener Nutzen blieb. , Der Verschleiß kuranter Bijouterie in Gold, Silber und Double hielt sich auf der Höhe des Vorjahres. Nach Emailbijouterie besseren Genres herrschte rege. Nachfrage, ebenso war sie für Boutons, Nadeln und für modernen Silberschmuck lebhafter, geringer dagegen für kurante Curiail- bijouterie und Phantasieartikel.
Auf dem außerdeutschen europäischen Markt war auch im letzten Jahr das englische Geschäft noch wenig befriebigenb. In Italien war die Nachfrage nach unserer Bijouterie infolge der guten Ernte etwas lebhafter: indessen ist die heimische Industrie inzwischen so erstarkt, daß die früheren Absatzmöglichkeiten unwiederbringlich verschwunden sind. Oesterreich- Ungarn zeigte zwar ' größeren Bedarf, doch blieb dèr Nutzen nach wie vor beschriften. In der Zahlungs- weife will. man eine kleine Besserung beobachtet haben. Balgens Bedarf entsprach dem des Vorjahres. Nach Holland ging das Geschäft etwas zurück. Daß Rußland in feinen Bestellungen gegen früher zurückblieb, ist angesichts der Kriegslage nicht zu verwundern. Der Verkehr mit. der Schweiz wird als recht befriedigend geschildert. Minder an- üenehm war infolge schlechten Enueausfall der Geschäftsgang in Rumänien. Günstiger ließ sich das Geschäft uütBulgarien an, Der Absatz nach Frankreich wäre jedenfalls nicht unbefriedigend gewesen, wenn der November nicht den Konkurs der bekannten Pariser Firma gebracht hätte, wodurch dem Platz ein empfindlicher Verlust zugefügt wurde. Jyr Verkehr mit Spanien haben sich Preis und Zahlungsverhältnisse sehr verschlechtert. Mit der Türkei hielt sich das Geschäft auf der Höhe des Vorjahres. $m Hinblick auf die Unmöglichkeit, auf gerichtlichem Weg eine Forderung hereinzubringen, empfiehlt 'die kammer größte Vorsicht bei der Wahl dèr Kundschaft, wie der Vertreter. Aus Griechenland tarnen nur wenig mehr Aufträge, als in den Vorjahren. Dagegen hat sich nach Sänemarf, Schweden und Norweger: der Absatz im allgemeinen besser gestaltet.
Auf bem überseeischen Markt kommt Argentinien in erster Reihe in Betracht. Dank der guten unb reichen Ernten ist es sowohl für kurante als für teure gefaßte Waren wieber ein guter Abnehmer geworden. Bach" Brasilien, besonders Nordbrasilien, war der Absatz bedeutend größer als in ben zwei vorausgegangenen Jahren. Auch nach Chile war das Geschäft lebhafter, dasselbe gilt im Verhältnis für Bolivien, Peru und Ecuador, zum Teil auch für Kolumbien. Minder- günstig lag es in Uruguay infolge der dort auSgebroebenen Revolution, in Panama und in Venezuela. Für Mexiko würben große Warenposten von hier bezogen; das Land ist infolge seiner politischen Stabilität und seines wirtschaftlichen Aufschwungs ein guter Abnehmer geworden. Auch der Verkehr mit den zentralamerikanischen Ländern erfuhr wieber eine kleine Zunahme. Nach den Bereinigten Staaten von Nordamerika war der Versand belanglos. Eine Besserung ist nur dann zu erwarten, wenn Deutschland zu einen: festen Handelsvertrag mit ganz bedeutend ermäßigten Zollsätzen gelangt. Die günstigere Lage der Zucker und 5ab ntp co duktion auf Kuba belob ie das Geschäft nach Habana, das schon lange nicht mehr so bedeutend war, wie im abge lausenen Jahr. Ostindien war namentlich Abnehmer für feine Waren mit echten Steinen. In Südafrika zeigte sich erst gegen Ende des Jahres eine müßige Besserung, den größten Teil des Jahres lag es fast ganz danieder. Dem Absatz nach Australien stehen die hohen Eingangszölle hindernd im Weg und ganz ähnlich liegt es bei Kanada, wohin das früher nicht unbedeutende Geschäft in goldenen Ketten, Ringen und mrderen Artikeln, wo das Gold den Hauptwerk bildet, infolge de» Zollzuschlages für. deutsche Waren fast ganz aus gehört habe. Aegypten war auch voriges Jahr ein gutes ^Absatzgebiet, aber die Zahlungsverhültnisse konnten nicht de- fricbigciL In Ostasien (woyl dos.ostasialisthe Rußland) war anfangs des Jahres eine lebhafte Mchftage m^j hiesigen Artikel«, doch war der Absatz nach Obhut unb Japan von nicht sehr großer Bedeutung. Nach den Philippinen war das Geschäft gleich null, .ums aus den hohen Zoll und bk Aenderung bar Währung zu rückgeführt wird. Für ©überwärm
steht zwar Zollherabsetzung in Aussicht, doch leider nicht auch für Goldwarcn. Entsprechend der größeren Nachfrage nach! Fertigfabrikakten war auch der Geschäftsgang der Roh-, material und Hilfsgeschäfte für die Schmuckwarenindustrie > sehr gut; troßdcm wird über die Preise geklagt, weil sie, immer weniger Nutzen ließen. In Galerien war indessen' der Umsatz auch nicht befriedigend, besser dagegen in Gha-- tons, von denen besonders Platinchatons guten Absatz^ hatten. Die Gekrätz-, Scheide- und Probieranstalten waren; sowohl am Anfang wie am Ende des Jahres gut beschäftigt, etwas ruhiger lag das Geschäft im zweiten Jahresdrittel. Der Edelsteinhandel glich im allgemeinen dem des Vorjahres; er konnte ungefähr befriedigen. Doch hatte er unter der Preissteigerung für Rohdiamanten und unter zeitweiliger Knappheit zu leiden. Das Geschäft in Farbsteinen war lebhafter denn je, and) Boutons und Rundperlen waren sehr gefragt, weniger Barockperlen. Die Stein- unb Diamant- schleiferei klagt über Mangel an tüchtigen gelernten Schleifern» und Lehrlingen. Im übrigen glich das Geschäft dem des Vorjahres. Wie ein roter Faden zieht durch alle Berichte- fast neben der Genugtuung, daß der Absatz auf der Höhe gehalten ober gar erweitert werden konnte, das Bedauern, daß die Preise dagegen nicht lohnender und die Zahlunbs- weise nicht besser geworden sei. Indessen läßt sich eine Behebung des Gesamtwohlstandes der PforzheimerSchnnrckwarer:-'. industrie saunt in Abrede stellen.
Hus Hanau Stadt und £and.
Hanau, 29. Mai.
* Die «Tiieuiiitnfl des Regierungsprässventen von Tvott zu Solz zum Oberprnsidenten der Provinz Branbenburg wird jeßt im „©taatSan^cigcr" ami(icf) besannt gegeben. Gleichzeitig gibt das amtliche Blatt die Ernenmmg des Polizei-Präsidenten von Potsdam Grafen v. Bernstorff zum Regierungspräsidenten in Cassel bekannt.
* Kaiseimanöver. Wie aus gut unterrichteten militärischen Kreisen verlautet, steht die Anlage und in ge- wi|)em Sinne auch die Durchführung der diesjährigen Kaiser hi a n 5 v er, an denen bekanntlich auch d i e bayerische Ulaneubrigade teilnimmt, bereits fest. So werben die eigentlichen Kaisermanöver durch eine große Auf- kl ciruugsübung der beiden am Manöver teilnehmenden Kavallerie - Divisionen eingeleitet werden , wobei von neuen Gesich t s punkten, die aber selbstverständlich geheimgehalten werden, nusgegangei: werden soll. Hierzu wäre zu bemerke::, daß der Krieg im Oftasieu trotz dem Versagen der russischen Kavallerie, unb trotz den: immerhin wenig für die Oeffentlichkeit sich be= merkbar machenden Auftreten der japanischen Kavallerie, biej in der strategischen Aufklärung aber doch Erhebliches geleistet' hat, manchen Wirik für die Fortentwicklung der strategische::j Ausgabe der Kavallerie gibt. Und so soll beim auch kurz vor und während der diesjährigen Kaisermanöver so recht- in dir Erscheinung treten, wie groß und bedeutungsvoll die- auftlärende Tätigkeit der Kavallerie ist. Fürwahr auch, fast ausschließlich sind die Entschlüsse des Feldherrn in strategischer Hinsicht im Kriege von der Täägteit der Kavallerie im Äufklärnngsdienst abhängig. Sichere Nachrichten über den Gegner, frühzeitig beigebracht, sind von großer Wichtigkeit für die rechtzeitige Vereinigung am entscheidenden Punkte sowie für die numerische . Ueber- legeuheit in der Schlacht. Die richtige Verwendung der Reiterei in dieser Richtung ist ein überaus wichtiges Mittel der Kriegführung, sie ist die Vorbedingung für die strategische Offensive wie auch für die offensiv geführte Verteidigung. Nur wenn man über einen Ausklärnngs- dieust verfügt, der bem des Gegners überlegen ist, wirb man durchschlagende Erfolge erringen können. Richtige, ansreichend und schnell gebrachte Meldungen sind, das beweist auch der Krieg in O st a s i e i: und unsere diesjährigen K a i f e r m anöver werden davon Zeugnis ablegen, in ihrem Wert enorm gewachsen, sie sind, wie schon betont, von außerordentlichem Einfluß auf die Entschlüsse des Feldherrn, der dadurch in die Lage verfett werden kann, dem Gegrler mit löblicher Sicherheit die Schlinge um den Hals zu werfen.
* Errichtung neuer HufvejchlKgleyrjchmieHen in bussei und Kirchvaitt. Dec .Herr Landwirtschafts minister hat für die Errichtung von Hufbeschlag-Lehr schm:ederr in Cassel und Kirchhain 7100 Mi. bewilligt.
: Prämiiert. Aus der am 27. und 28. bs. Mts. ttbgehaltencn großen internationalen Hundeausstellung in Dresden erhielt Herr Ernst N a g c ( in Kessel stadk für seinen Colli wiederum zwei 1. und zwei Ehrenpreise.
Dir tätowiertc Schönheit Miß Carri ist naw Anslaus einer gehörigen Zech schuld mit ihrem Impresario von/ hier verschwtmden.