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Vmtetjâhrlich 1,80 Mk^ monatlich 60 Pfg., für au8* »artig« Abonnenten mit dem betreffenden Postausschlag, Die einzelne Nummer kostet 10 Pfg.

Gedruckt und verlegt in der Buchdruckern verein, ev. Waisenhauses in Hanau.

Mr. 105 Fer»sprccha»ichl«tz Nr. 605

General-Anzeiger

Amtliches ©raun fut Statt« und Landkreis Kanan.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Einrückungsgebühr:

Die sünfgespaltene Pâtzeile oder deren taw 15 ^^ im Mlarrtenteil die Zeile 35 Pfg.

Verantwort!. Redâur: G. Schrecker in Hanau..

Freitag den 5. Mai

Ferttsprechanschltch Nr. 605

1905

Amtliches.

Bekanntmachung

Auf Grund des rechtskräftigen Planfeststellungsbeschlttstes des hiesigen Bezirksausschusses vom 10. Juni v. J. B. A. 2283 sollen zunl Zwecke des Baus der Nebenbahn Vilbel- Hochst a. d. Nidder-Stockheim von den nachbezeichneten Gnmdstücken in der Gemarkung Niederdorfelden die dabei angegebenen Flächen enteignet werden.

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Des Grundeigentümers

Bezeich­nung des Grund­stücks

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Wohnort

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qm

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qm

1

a. (tU>«bech Klecß, geb. Roß, Wwe. desHciurichKlccß, Johannes Sohi:

b. Johann Philipp Stellt, Ackermann

Nieder­dorfelden

ebenda

11

129

Acker

46

1

34

2

Ludwig Mullers 9 Kinder:

o. Jakob Müllcr b. Wilhelm Müller

c. Kaspar Müller

st Elisabeth Müller

o, Heinrich Müller, Wembindcr

k. Johannes Müller

g. Anna Decks

(Decks) geborene

Müller (Pfleger ist der unter e genannte Bruder) b.KatharmaMüller

i. Maria Seibel, geb.Müller, Ehe­frau des Reinhard

Seibel

Seckbach Nicder- dorfelvcu Effolder­bach

Frankfurt a. M. Nieder­dorfelden

Dübel imbefaiint

Nieder­dorfelden Bischofs­heim

9

150/31

Acker

6

83

28

Maria Groß, geb. Schott, Ehefrau des Metzgers August

Nieder­dorfelden

9

121/37

Acker

13

38

05

4

Groß Dieselbe

9

123/37

Acker

13

34

1

30

5

a. Jakob Friedrich Vetter

b. Philipp Wilhelm Heinrich Vetter, je

Nieder­dorfelden daselbst

9

172/81

Acker

77

28

17

6

zu x/a. Dieselben

9

173/81

Acker

1

13

93

28

40

7

a, Witwe des Wil­helm Philipp Wiegand, Wil­helms Sohn (Statutarerbin)

b. Wilhelm Philipp Wiegand Wilhelm Philipps Sohn, Weißbinder

c. PhilippWiegand, Milchhändler, Wil­helm Philipps

Sohn

d. Philipp Wilhelm Wiegand, Sohn der verstorbenen Büglerin Juliane Marie Wiegand, minderjährig.

unter Vormund­schaft des zu b.

Nieder­dorfelden

Nieder­dorfelden

daselbst

daselbst

9

12

Acker

5

1

46

8

Genannten a. Philipp Wörner

VH. Ackermanri b. dessen Kinder: s.JohannesWörner b. Susanne Wörner c. Philipp Wörner, sämckich minder­jährig, unter elterlicher Gewalt ihres zu a ge­nannten Vaters

daselbst

daselbst dase'dst daselbst

9

Acker

22

50

Von dem Herrn Regierungs-Präsidenten zum Enteignungh- kommissar ernannt, habe ich jiir kommissarischen Verhandlung mit den Beteiligten zwecks Feststellung der Entschädigungen für die zu enteignenden Grundflächen gemäß $ 25 Absatz 1 pes., Enfeignungsgesvtzes vom 11. Juni 1874 Termin auf

Samstag den HL Mai d. I., vormittags 11 Uhr, - Zusammenkrrnft im Gemeindehause zu Niederdorfelden anberaumt.

Zu diesem Termin werben alle Beteiligten gemäß § 25 Absatz 4 a. a. O. mit der Aufforderung geladen, ihre Rechte im Termin wahrzunehmen.

Diese Ladung erfolgt unter der Verwarnung, daß beim Ausbleiben der Geladenen ohne ihr Zutun die Entschädi- Hungcir werden festgestellt werben, und wegen Auszahlung ober Hinterlegung der Entschädigungen verfügt werden wird.

In dem Termin ist jeder an den zu enteignenden Grnnd- stückcn Berechtigte befugt zu erscheinen und sein Interesse an der Feststellung der Entschädigungen, sowie ihrer Allszahlung unb Hinterlegung wahrzunchmen.

Auch etwaige Anträge auf vollständige Uebernahme der Grundstücke sind von den Beteiligten in dem Termin anzu­bringen. Spätere Anträge dieser Art sind unzulässig.

Ueber ben Besitztitel haben sich die Beteiligten in dem Termin auszuwcisen.

Eine Besichtigung der zu enteignenden Flächen wird, falls erforderlich, zu Beginn des Termins vom Terminlokale aus vorgenommen werden.

Castel den 2. Mai 1905.

Der Enteignungskomnii ssar.

A. II. 4335 Schn m a n n, Regierlmgsrat. 8918

Bekauntmachung.

Die vierprozentige Schlckdvcrschreibnng Lit. D Nr. 42t über 200 Marl Zweihundert Mark der vierprozeuligen hypothekarisch sichergestellten Anleihe der Hosbicrbplrucrcr HanMt Mien'Gcsellschaft (norm. Gg. K o ch) zu Hanan, im Betrage von 400 000 Mk. nebst den in der Zeit vom 1. September 1900 bis zum 1. September 1 928 fällig ge­wordenen und fällig werbenben Zinsscheilten wird für fritfis los erklärt.

Hanan den 31. März 1905.

__ Königliches Amtsgericht 2. 8922 Gefundene und verlorene Gegenstände re.

Gefunden: 1 weißer Karton mit Inhalt, 1 Porte- inonnaie mit 27 Pfg. Inhalt, 1 goldener Ring mit rotem Stein.

Verloren: 1 alter Schlüssel mit Verzierung, 1 dunkelrotes Portemonnaie mit 79 M. Inhalt, 1 schwarz- seidene Schürze, 1 Legitimationskarte für Hermann Frankl, 1 goldene Halskette mit angehängtem, mit einem roten Stein besetzten goldenen Herz.

Zugelaufen: 1 Bulldogge, männl. Geschl., weiß gelben getigerten Flecken unb Halsband mit Hunde­marke.

Hanau den 5. Mai 1905.

Hus Fjanau Stadt und £and.

Hanau, 5. Mai.

* Einführung. Am nächsten Sonntag wirb Herr Generalsupermtenvent Pfeiffer aus Cassel den neu ernann­ten Herrn Superintendenten Fritsch in sein Amt als erster Pfarrer ber^ Marienkirche im Morgengottesdienst einführen und Herr Superintendent Frttsch seine Äntrittspredigt halten. Auch der Kirchenchor der Marienkirche wird bei dieser Feier mitwirken.

15 Tascheu-Kahrplau. Der heutigen Ausgabe unseres Blattes liegt als Gratisbeilage der sich bekanntlich großer Beliebtheit erfreuende Taschen-Fahrplan bei.

Fernsprechverkehr. Der Sprechverkehr von Hanau ist auf Scheveningen, Goor, Voorburg, Weesp, Vielsalm (Gruppe Verviers, an Spaa angeschlossen) ausgedehnt wor­den. Auch ist der Sprechverkehr mit Freiburg (Breisgau) von jetzt ab unbeschränkt.

* Stellenwechsel im Zentral - Ausschuß für JrtNöve Mikron. Mitte April hat der geschäftsführende Sekretär des Zentral-Ausschusses für Innere Mission, Pastor F r i t s ch, sc in Amt verlästert, um nach Hana u überzu ­siedeln, wohin er als Superintendent durch das Vertrauen seiner heimatlichen Kirchenbehörde berufen worben ist. Die ihm zu Ehren veranstaltete Abschiedsfeier gab beredten Aus­guck von der hohen Wertschätzung und Liebe, deren sich der Scheidende in den Kreisen der Inneren Mission unb der ihr a »geschlossenen Vereine erfreut. Der Präsident des Zentral- Ausschusses, Präsident beo WeichsvetsicheruNgsamtes Gaebel, schilderte die großen Verdienste, welche sich der Gefeierte auf dem Gebiete derBeeinflussung der politischen Tagespresse im christlichst Sinne und durch die Gründung des Unter-

stützungsvereins der Berufsarbeiterinnen der Inneren Missio erworben hat, und Wirklicher Oberkonsistortalrat Profestor D. Weiß dankte in tiefempfundener Rede für all die treuen Bemühungen, durch welche Pastor Fritsch die deutsche event« gelische Seemannsmission im In- und Auslande förderte. Die Vereinsgeistlichen der Provinzial- und Landesvereine für Innere Mission ließenin dankbarer Erinnerung an ge- meinsame Arbeit" eine Lutherstatue überreichen, und der Vor- ständeverband der evangelischen I u n g f r a u e n= vereine Deutschlands sowie der Stadtausschuß für Innere Mission in Berlin überraschten den Scheidertden durch beson­dere Geschenke. Möchte der Wunsch, der in Zeitungen und Zeitschriften vielfachen Ausdrnck fand, sich erfüllen undSup. Fritsch noch recht lange unserer Kirche und ihrer Inneren Mission mit seiner reichen Erfahrung und gründlicher: Sach­kenntnis erhalte: bleiben. Sein Nachfolger ist P. Scheffer aus Danzig geworben.

* Konkurse. Jr: bent Konkuräverfahrei: über fm* Vermögen des Hotelbesitzers Fritz Heike, Inhabers der Firma Fritz Heike, Hotel Bristol in Castel, soll die Schluß- verteilung erfolgen. Die verfügbare Maste beträgt 2151.99 Mark, die hierbei zu berücksichtigenden Forderungen betragen 122 667.09 Mark.

* Die Vertilgung der Raben «uv Rabeuhorfte in den Gemeindewaldungen von Nieder- und Oberdorfelden so­wie Rüdigheim erfolgte abweichend gegen frühere Jahre diesmal in der Weise, daß mit den Ortsdienern von Wachenbucheu und Rüdigheim Vereinbarungen dahin getroffen würben, daß diese gegen eine Pauschalentschädigung sich verpflichteten, während der ganzen Brutzeit März bis Mai sämtliche Nester mit Eiern und jungen Raben völlig zu zerstören. Es wurde hierdurch ein wesentlich größerer Erfolg erzielt, dabei die lästige Ablieferung der Eier und Rabcufüßc, insbesondere aber anch die Bezahlung der Prämien für in anderen Kreisen gesammelte Eier verm^oen. Es sind ca. 8000 Nester zer-, stört und durch die Jagdpächter bezw. bereit Beauftragte 311: alte Raben abgcschosten worden. Die von der Kreisverwaltung dafür aufgewendeten Kosten betrugen 546.65 Mk., wozu aus Staatsmitteln eine Beihilfe von 300 Mk. gewährt wurde. Für die Nabenvertilgung würben vom Landkreise Hanau bis­her aufgew endet:

1898 ~ 2101.44 Mk.

1899 = 1181.40 1900 = 853. 1901 = 1223.85 1902 = 1520.31 1903 1667.72 1904 = 546.65

Sa. 9094.37* Ä

^ Nationale Krmrkenkaffe der deutschen Golv- und Silberarbeiter u. v. B. Nach den: jetzt von dem Vorstand der Nationalen Krankenkasse der deutschen Gold- und Silberarbeiter u. v. B. angegebenen Jahresbericht für 1904 hat die Kasse verhâlttusmäßig günstig abgeschlossen. Die Einnahnlen betragen Mk. 466 986.79, die Ausgaben Mk. 407 999.54, unb würbe somit ein Uebcrschuß von Mk. 58 987.25 erzielt. Dem Reservefonds konnten 54 000 Mark zugeführt werben, sodaß er nun Mk. 345 360 beträgt. Die Mitgliederzahl hat um 623 zugenommen und ist auf 16 050 gestiegen. Die Verwaltung Hanau zählt 1085 Mitglieder.

* Der Sommer soll « werden. Man stützt sich dabei auf die alte BauernregelKommt die Eiche vor der Esche, gibt es eine große Wäsche!" Aber wo wäre ein Mensch, der nicht doch hoffte, daß es anders komme?

* Allgemeine Schillerseier. Ein Schillerfreund gibt in derKöln. Ztg." die Anregung, daß am 9. Mai die Glocken im ganzen deutschen Lande zur selben Stunde' und zwar in der Todesstunde Schillers : 56 Uhr nach­mittags 4^ geläutet werden. Der Gedanke ist ausgezeichnet;, seine Verwirklichung ergäbe eine würdige Huldigung für ben' Dichter des Liedes von der Glocke: ein vieltausendstimmiger Preis aus ehernem Niunde- ein Meer gewaltiger Klang- wogen brauste über ganz Deutschland hin ihn: zu Ehren.

* SamMelwafenmeistner. Im 2. Betnebsjahre sind laut Verwaltungsbericht des Kreisausschusses her Anstalt überwiesen worben die Kadaver von 91 Pferden (89), 11 Fohlen (1), 2 Ponies, 216 Kühen und Mnder über 1 Jahre (231), 53 Rinder unter 1 Jahre (52), 244 Kälbern unter 3 Monaten (273), 3 Schafen (2), 176 Ziegen (191),; 7 Lämmern (16), 24 2 Schweine:: (220), 7 7 Ferkeln (134). D>ese Kadaver, und die im hiesigen Schlachthof verworfenen, Tiere und Fleischteile, im Gewicht von' 136 534 Kilo (15L»20), in 197 Ehargen (217) verarbeitet, brachten 12 207 Kilo Fett (14 367) und 29 164 Kadavermehl (41 301)4 Der erhebliche Unterschied in ben GewichtsmenAen des^n--