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Dienstag
2.
(Knllaffungsgesuch avgelehnt. Uebercinftimmcnb wirb aus Oldenburg gemeldet: Minister Ruhstrat hat den: Groß- Herzog seine Demission eingereicht. Das Gesuch wurde ab- gelehnt.
Die marokkanische ^tage» Der Berichterstatter des Temps in Tanger hatte mit dem englischen Gesandten Gerald Lowther eine Unterredung, worin der Gesandte erklärte, er werde in drei Wochen, sobald die Begleitmannschaften aus Fes eingetroffen seien, nach Fes abreisen. „Ich unternehme," fuhr er fort, „die Reise auf die ausdrückliche Weisung meiner Regierung. Die Reise hat nicht nur den Zweck, mein Beglaubigungsschreiben zu übergeben; sie steht auch im Zusammenhang mit bem englisch-französischen Ab kommen, worin die beiden Vertragsmächte einander versprochen haben, sich gegenseitig diplomatische Unterstützung zu leisten für die Durchführung des Uebcreinkommens. Meine Regierung ist um so geneigter, diese Pflicht zu erfüllen, als die Vorschläge, die Frankreich dem Sultan gemacht hat und die dem Geiste des Abkommens vom 8. April vollkommen entsprechen, die Interessen keiner dritten Macht verletzen, die Sicherheit in Marokko verbürgen und diesem Lande helfen sönnen, sich stufenweise und ohne Erschütterung zu entwickeln."
F)andel, Gewerbe und Verkehr.
Rheinisch-Westfälisches Kohlen-Syndikat. Den „Leipz. N. Nachr." wird aus Essen gemeldet, daß die von mehreren Blättern gebrachte Meldung über eine geplante weitere Preiserhöhung der Kohle jeder Begründung entbehre. Es sei seine weitere Steigerung in Erwägung gezogen. Dahingegen berichtet der „B.-E." aus Düsseldorf vom 29. April, nach zuverlässiger Erfahrung wird im Kohlensyndikat eine weitere Preiserhöhung erwogen, doch ist es fraglich, ob die Steigerung im 4. Quartal beginnen soll. Die günstige Lage der Eisenindustrie und die schlechte Lage der kleineren Zechen rechtfertigen eine Preiserhöhung, die allerdings in engen Grenzen bleiben würde und sich hauptsächlich auf Jndustrie- tohle beschränken wird.
Hus aller Sielt.
An der Hochzeitsgabe der preutzischett Städte für VaS Kroaprinzenpaar beteiligen sich, wie die neueste Zu- sammensteltung ergeben hat, 300 Gemeindewesen der Monar- <tm\ Während zu dem Hochzeitsgeschenk für unser jetziges Ku iserpaar nur die großen Kommunen beigetragen haben, sind diesmal auch die kleinsten Städte mit einem Scherflein vertreten. Auf diese Weise sind 410000 Mk. für die Hvch- zeitsgabe zusanuueugekommen, 311 welcher Summe Berlin, seiner Größe und Bedeutung entsprechend, mit 90000 Mk. den höchsten Beitrag geleistet hat. Bekanntlich wird, wie dies auch bei den kaiserlichen Eltern der Fall war, die Gabe der preußischen Gemeinwesen in einem Tafelaufsatz bestehen. Erst drei Jahre nach der Hochzeit konnte dem bamaligen Prinzen Wilhelm und seiner Gemahlin das Geschenk selbst überreicht werden. So langer Zeit hatte es bedurft, bis die Gold- und Silberschmiede ihre kunstvolle Arbeit vollendet hatten. Am Hochzeitstage hatte man damals nur die Modelle aufgestellt, und so wird es auch diesmal geschehen. 'Auch jetzt wird es jahrelanger Weit bedürfen, bis alle die von Meistern der Plastik ersonnenen Geräte nach den Zeichnungen und Modellen auch im Edelmetall Gestalten gewonnen haben werden. Ein aus sechs Herren bestehender Arbeitsausschuß leitet, überwacht und prüft diese Arbeiten, die von vier Künstlern entworfen und nach der Begutachtung durch den Ausschuß modelliert werden. Die Arbeiten werben so gefördert, daß die Hochzeitsgabe im Modell am 6. Juni dargebracht werden samt.
Mordprozest Klein in Wien. Das Gericht beschloß, Franziska Klein, die wegen Mordes, wie bereits mitgeteilt, zum Tode durch ben Strang verurteilt wurde, zur Begnadi- •gitng zu empfehlen.
Ein Briefträger ermordet. Ein unverheirateter Stadtbriefträger wurde gestern erschlagen und beraubt bei Trier als Leiche aus der Mosel gelandet. Am Samstag abend wurde er- zuletzt gesehen, als er den Vorort Pallien passierte.
Barrgewerbetaris. Im Verlage von Löber u. Co. in Frankfurt ist eine neue Ausgabe des Baugewerbetarifs erschienen. Er enthält alles Wissenswerte über Materialpreise und Arbeitslöhne.
5. daß sie den Schmutz leicht löst;
Die Bedentung der Seift im Haushalt.
Ein wissenschaftlicher Beitrag zur Wirt- s ch a f t s - O e k 0 n 0 m i ei
FuftuS von Liebig sagt in seinem elften chem. Brief 1859: „Die Seife ist ein Maßstab für den Wohlstand und die Kultur der Staaten. Diesen Rang werden ihr freistes) die Nationalökonomen nicht zuerkemren wollen ; allein man nehme es im Scherz oder Emst, soviel ist gewiß: bei Vergleichung ßweier Staaten von gleicher Einwohnerzahl wird man mit positiver Gewißheit denjenigen für den reicheren, wohlhabenderen und kultivierteren erklären, welcher die meiste Seife verbraucht, denn der Verkauf und Verbrauch der Seife hängt nicht von der Mode, nicht von dem K'itzel des Gaumens ab, sondern von dem Gefühl des Schönen, des Wohlseins, der Behaglichkeit, weldjes aus der Reinlichkeit entspringt. Wo dieser Sinn neben den Anforderungen anderer Sinne be- rücksichtigt und genährt wird, da ist Wohlstand und Kultur zugleich."
„ Aus den Ausführungen dieses berühmter! Chemikers ist ersichtlich, welch' hohe Bedeutung dem fleißigen Gebrauche einer guten Seife für den Haushalt und für die Pflege des Körpers zuzuschreiben ist.
Von der Seife tarnt wohl gesagt werden, daß sie im praktischen Leben unter all' den vielen täglich gebrauchten Gegenständen am wenigsten nach dem wahren Wert geschützt unb erkannt wird. Aeußeres Aussehen, Härte, Struktur be- ftimmen keineswegs allein die Güte des Artikels. Was beni 'Auge der erfahrensten Hausfrau auf den ersten Blick nicht erkennbar ist, das zeigt sich erst bei analytisch-chemischer Prüfung. Entspricht aber eine Seife bei der wissenschaftlichen Prüfung den an eine prima Haushaltsoife zu stellenden An- j forderungen, dann lehrt die praktische Verwendung der Seife, | daß nur einer guten Seife dw höchsten Wirkungsefiette beim 1
Ein Denkstein für Kentnant von Rosenberg, der im Kampfe gegen die Herero den Heldentod fand, ist in Gegenwart des Generalleutnants von Trotha vor einiger Zeit errichtet und in würdiger kirchlicher Feier geweiht worden. Dies Ereignis ruft die Erinnerung an jene ernsten und aufregenden Zeiten des Vorjahres wach, wo nach langem, bangem Harren endlich die ersten wuchtigen Schläge gegen die Herero geführt werden konnten. Leutnant von Rosenberg erlag am 25. April 1904 den im Gefecht bei Ongandjira erlittenen Verwundungen.
Der Alkoholgehalt des Brotes. In der jüngsten Nr. der „Enthaltsamkeit", Organ des „Deutschen Vereins abstinenter Lehrer", finden sich darüber folgende Bemer- kungen: Bon Gegnern der Enthaltsamkeit wird gelegentlich betont, daß auch das Brot Alkohol enthalte und daß es daher gar nicht möglich sei, ihn zu meiden. Wie lächerlich dieser Einwand ist, bestätigt die kürzlich im Laboratorium des approbierten Nahrungsmittel-Chemikers Dr. Hefelmann in Dresden vorgenommene Untersuchung von 14 kg ver- kaufsfertigen Roggenbrotes. Es ergab sich ein Alkoholgehalt von 0,0036 v. H.
Ein furchtbares Kamiliendrama hat in Hamburg- Barmbeck fünf Opfer gefordert. Der in der Marschner Straße wohnende Klempnermeister Krusse tötete in der vergangenen Nacht sich und seine vier Kinder durch Leuchtgas. Die Leichen wurden heute früh in der Kellerwohnung aufgefunden. Das Motiv 31t der entsetzlichen Tat sollen Nahrungssorgen gewesen sein. Er selbst war ein Trinker und hat am Karfreitag seine Frau verloren, die wahrscheinlich infolge von Mißhandlungen verstarb. Anscheinend plagten den Mann Gewissensbisse und hat er infolgedessen die Tat verübt.
Genickstarre. 9ladj amtlicher Feststellung sind in Königsberg vom 21. bis 28. v. M. vier Erwachsene und 17 Kinder an Genickstarre erkrankt. Gestorben ist niemanb.
Sechs Kinder verbrannt. Bei dem Brande eines Bauernhofes in Lierstrand verbrannten die sechs Kinder des Besitzers.
Das Alkoholmerkblatt des Deutschen Vereins abstinenter Lehrerinnen will in 12 Punkten die Mütter über die Schädigungen des Alkoholgenusses ausklären. Es ist bis jetzt in 6000 Exemplaren von Privatpersonen gekauft. Auf ein Anschreiben an die Magistrate von 300 deutschen Städten sind 12 000 Exemplare bestellt worden, unter anderen von den Städten Bielefeld, Kottbus, Kolberg, Erfurt, Freiburg i. B., Gotha, Hana u. 100 Stck. kosten 1,50 Mk., lOOÖ Stck. 10.- Mk., 10,000 Stck. 75.— Mk. Sie sind zu beziehen durch Else Röhn, Berlin N. 54, Lothringerstr. 112.
Sonbrettenkrieg in Prag. Zwischen den beiden Soubretten des Vorstadttheaters in Smichow bei Prag herrscht, wie der „N. Fr. Pr." geschrieben wird, schon seit längerer Zeit eine Rivalität, die schließlich derartige Formen annahm, daß sich die Direktion bemüßigt sah, eine davon, nämlich Fräulein Marie Groß, zu entlasten. Das war den Anhängern und Freunden der letzteren nicht recht, und sie veranstalteten im genannten Theater der Gegnerin der Entlassenen, dem Fräulein Marie Fiegler, eine lärmenbe Demonstration, welche sich nach Schluß der Vorstellung auch auf die Straße fortpflanzte, indem etwa 200 Anhänger des Fräuleins Groß dort das Fräulein Fiegler erwarteten und ihr eine ohrenbetäubende Katzenmusik darbrachten. Erst das Einschreiten der Polizei, welche einen der Hanpträdelsführer, einen 20 jährigen Burschen, verhaftete, machte der Demonstration ein Ende.
Der elektrische Widerstand Des menschlichen Körpers ist, wie die „Technische Woche" in Nr. 9 des laufenden Jahrganges schreibt, nach Untersuchungen von E. K. Müller bei den einzelnen Individuen verschieden, obgleich er meistens ungefähr 3000 Ohm beträgt. Auch bei einer einzelnen Person bleibt der Widerstand nicht gleich, sondern wechselt mit jeder inneren Erregung und mit fast jedem von der Außenwelt herrührenden Eindruck. Bei nervösen Menschen, außerdem bei starken Rauchern und Trinkern ist der Widerstand im allgemeinen auffallend gering.
Waschen zukommen. Was verlangt man nun von einer Haushaltungsseife?
Die Erfordernisse einer besten Haushaltungsseife für jedermann sind nachstehende; in chemischer Hinsicht:
1. daß nur beste, frische Oele und Fette des Tier- und Pflanzenreiches zur Herstellung genommen werden, denn nur Produkte guter Provenienz bieten die Gewähr für die Güte des daraus fabrigierten Artikels;
2. daß der Verseifungsprozeß unter strengster Kontrolle durchgeführt ist, denn fehlerhaftes Sieden verursacht schlechtes Aussehen der Seife:
3. daß keine Füllungen (minderwertige Fremdkörper) dem Produkte der Verseifung zugesetzt werben; diese sind immer nur darauf berechnet, den Käufer hinsichtlich der Gewichtsinengen zu täuschen und zu benachteiligen ;
4. daß sich kein unverseiftes Fett in dem fertigen Artikel befindet, denn dieses bedingt das schnelle Ranzigwerden der Seife und den üblen Geruch der mit einer solchen Seife behandelten Wäschestücke;
5. daß die Seife keine fremden scharfen Bestandteile enthält, weil diese das Gewebe angreifen und eine zersetzende Veränderung desselben heroorbringen;
6. daß die Seife die größtmöglichste Neutralität besitzt unb kein freies Alkali b. h. keine Schärfe aufweist, denn Schärfe wirkt unbedingt zerstörend;
7. daß der Seife höchster Fettgehalt eigen ist, denn dadurch wird ihre Ausgiebigkeit im Verbrauche und das Maß der Reinigungsttaft bedingt;
in ökonomischer Hinsicht:
1. daß sie einen guten Schaum gibt;
2. daß sie ausgiebig im Verbrauche ist;
3 daß sie die höchste Reinigungskraft besitzt;
»- saß sie die Wäsche schont und nicht zerstörend auf das Gewebe wirkt;
Himmls-ErschcimmM im Mai.
Der Frühling hat sich eingestellt; rings prangt in frischem Grün die Natur, die zarten Blättlern schießen hervor und neben ihnen leuchten die duftigen Blüten! Feld und Wald schmückt sich in reicher Farbenpracht, und von den Zweigen, aus den Lüften schallen die holden Lieder der muAteren Dögelein, die sich mit uns über das Ende des Winters und die Wiederkehr der guten Jahreszeit freuen! Höher steigt die Sonne am Himmel empor. Sie steht am 1. Mai 15 Grad nördlich vom Aequawr, erhebt sich also am Mittage bis zu reichlich 52 Grad über unsern Horizont. Sie geht um 4^2 Uhr auf und um 7^2 Uhr unter, verweilt also 15 Stunden bei uns. Am 31. Mai befindet sich das Tagesgestirn bereits 22 Grad nördlich vom Aequator und steigt daher bis zu einer Höhe von mehr als 59 Grad an unserm Himmel herauf. Sein Aufaang erfolgt um 33/* Uhr, sein Untergang erst um 8^'4 Uhr; der Tag dauert dann also 16^2 Stunden — nur 7^2 Stunden währt die Nacht! Und eigentlich dunkel wird es dann überhaupt nicht mehr. Selbst um Mitternacht steht die Sonne nur 15 Grad unter dem Horizonte, und da die Dämmerung bei einer Tiefe der Sonne von 18 Grad unter dem Horizonte beginnt, so herrscht selbst um Mitternacht noch mildes Dämmerlicht. Es ist die Zeit der hellen Nächte, die von Mitte Mai bis Ende Juli bauert.
Unser Mond ändert seine Lichtgestalt in altgewohnter Weise. Bei Beginn des Monats steht er als schmale Sichel am Morgenhimmel, um dann bald in den Strahlen der Sonne zu verschwinden. Am 4. Mai steht er zwischen letzterer und uns — es ist Neumond. Dann kommt er an den Abendhimmel, zuerst wieder als schmale Sichel. Er nimmt zu, zeigt sich am 12. im ersten Viertel und steht am 18. als Vollmond der Sonne gerade gegenüber. Dann nimmt unser Trabant wieder ab und zeigt sich am 26. Mai im letzten Viertel.
Von ben Planeten finden wir den innersten, Merkur, im Sternbilde des Widders am Morgenhimmel. Er geht am 1. Mai um 4 Uhr, am letzten Tage des Monats schon um 3 Uhr auf, entfernt sich also nicht allzuweit von der Sonne. Er steht am 21. Mai in größter westlicher Elongation zur Sonne und ist dann 25^2 Grad seitlich von ihr entfernt. Auch Venns steht am Morgcnhimmel im Widder. Sie ringt sich langsam aus den Sonnenstrahlen los; ihr Ausgang erfolgt zuerst vor 4 Uhr, zuletzt bereits um 2^/2 Uhr. Mars in der Wage strahlt jetzt hell am Himmel die ganze Nacht hindurch. Er erhebt sich am 1. Mai um 8 Uhr, am letzten Tage des Monats bereits am hellen Tage über den Horizont. Der Planet gelangt am 8. Mai in Opposition zur Sonne und kulminiert dann um Mitternacht. Er ist dann von der Erde nur 65 Millionen Kilometer entfernt und erscheint daher unter einem Durchmesser von 171/2 Bogensekunden. Aus diesem Grunde ist auch seine Helligkeit recht bettächtlich, sie ist etwa fünfmal so groß, wie die des hellen Sterns Wega in der Leyer. Für uns steht der Planer trotzdem nicht sehr günstig, weil er sich ziemlich weit südlich vom Aequator befindet und daher nur wenig höher als 20 Grad an unserm Himmel emporfteigt. Jupiter, im Widder, gelangt am 4. Mai in Konjunktion zur Sonne unb geht dann an den Morgenhimmel über. Hier kann er am Ende des Monats, wo er kurz vor 3 Uhr aufgeht, vielleicht schon gesehen werden. Saturn im Wassermann ist ebenfalls am Morgenhimmel 311 finden, wo er sich zuerst um 2l/s Uhr, zuletzt zwei Stunden früher über den Horizont erhebt. Er steht am 24. in Quadratur zur Sonne. Uranus int Schützen geht fast drei Stunden vor Saturn auf, während Neptun in den Zwillingen bereits in den späten Abendstunden unter den Horizont hinabsinkt.
Von den Fixsternen finben wir um diese Zeit das wohlbekannte Bild des großen Bären hoch über unserm Haupte. Im Süden strahlt etwa 30 Grad über dem Horizonte ein heller Stern im bläulichen Lichte, Spika in der Jungfrau. Im Südosten glänzt ein goldgelber Stern, Arktur im Bootes, einer der hellsten Sterne des Firmaments. Im Osten haben wir das Bild des Herkules, das zwar keinen Stern erster Größe, aber doch eine ganze Anzahl zweiter und dritter Groß
16. daß sie die mechanische Beanspruchung der Krüste auf das Mindestmaß einschräntt;
in hygienischer Hinsicht:
daß durch sie die Gegenstände des Gebrauches und die Haut gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Natürlich ist es für die viel beschäftigte Hausfrau kein leichtes, unter den vielen im Handel befindlichen Seifensorten die richtige, ihren Zwecken dienlichste Seife gleich herauszu- finben. Es folgt bann ein Probieren, bis die rechte Seife gefunden ist; und wenn nun gar ein Wechsel des Wohnortes stattfindet, dann beginnt wieder das lästige Suchen und Versuchen. Am sichersten geht deshald die Hausfrau, wenn sie eine Spezialseife verwendet, die in stets gleicher Qualität und Güte überall zu haben ist. Ich habe nun in der Ausübung meines Berufes mit vielerlei Seisenfabrikaten zu tun gehabt und dabei tausende von Proben gemacht; von allen besseren Seifettmarfen ist mir die unter dem Namen Sunlight Seife in den Handel gebrachte als diejenige erschienen, welche den gestellten Erfordernissen am meisten ent- , sprechen dürfte. Die hervorragenden Reinigungseigenschaften, ‘ ihre Neutralität, d. h. das gänzliche Fehlen scharfer Bestandteile macht sie nicht nur für die Wäsche, sondern auch für die Körperpflege vorzüglich geeignet.
Wenn ich also der sorgenden Hausfrau empfehle, bei der Beschaffung der für den Haushalt nötigen Seifen vorsichtigste Umschau zu hatten, so möchte ich das oben erwähnte Zitat des berühmten Chemikers dahin ergänzen, daß die Höchst- kultur der Völker nicht allein auf der Menge des Seifen- verbrauches, sondern auch auf der Qualität der verwenderon Fabrikate beruht. Diese Wahrheit bezieht sich dann auch im engeren Sinne auf die einzelne Familie; da, wo gute Seife, d. h. Seife, welche die höchste Reinigungskraft besitzt, Ver- wenbung findet, werden die kulturellen und Hygienischetl Vorbedingungen am besten gewahrt. ~ Dr. S.