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«ierlchähclich 1,80 M^ monatlich 60 Pfg für an*» W&tip Abonnenten mit dem betreijenden PsftLujjchlgL.

General-Anzeiger

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Ochmckt md »erlegt in der Buchdruck«« der »«li«, ä tSarfachaules in Hanau.

Al. 100 Kernsprechanschlutz Nr. 605,

Amtliches Grgen für LtaLl- and Landkreis Sana».

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Snmstag den 29. April

Vuavtrvâ Stedaktmrr 6. ScherÄ-r i- §4m '

Aernfprechanschlutz Nr. 605

"1905

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Amtliches.

Eandkreis 15 an au.

WMtmlichmW des NüizliA» Äuölslsuils.

Betr. Jnvalidenverftcherttng.

Der Herr Minister für Handel und Gewerbe hat durch Vrlaß vom 24. März d. Js. die Quittungskarten-Ausgabe- stellen ermächtigt. die von ihnen in Verwahrung genommenen Aufrechnungsbeslyeinigungen ein Jahr nach Ablauf des Kalen­derjahres, in dem sie eingegangen sind, zu vernichten.

Hanau den 26. April 1905.

Der Königliche Landrat.

J 346 y. Beckerath.

An die Herren Bürgermeister des vormaligen Amts Bücherthal.

(Bruchköbel, Dörnigheim, Hochstadt, Kesselftadt, Kilianstädten, Mittelbuchen, Niederissigheim, Niederrodenbach, Oberissigheim, Oberdorfelden, Noßdorf, Rüdigheim und Wachenbuchen.)

Sie wollen nach vorherigem Benehmen mit dem Herrn Geistlichen binnen 8 Tagen diejenigen bedürftigen und wür­digen Personen mir namhaft machen, welchen eine Unter­stützung aus der Schlmgloss'schen Stiftung zugewendet wer­den kann. Es wird hierbei darauf aufmerksam gemacht, daß zur Unterstützung nur im Amt Bücherthal geborene im Sinne der Armengesetzgebung hilfsbedürftige Personen und nach der Stifttmasurkunde aus jedem Haushalt nur ein Armer in Vorschlag kommen dürfen.

Hanau den 27. April 1905.

Der Königliche Landrat.

V 2807 v. Beckerath.

Festgestellt der Bläschenausschlag in der Gemeinde Altenhaßlau, Kreis Gelnhausen.

Hanau dm 28. April 1905.

Der Königliche Landrat.

I. A.: Conrad, Kreissekretär.

Stadtkreis Hanau, Bekanntmachung.

Arbeitsuchende in der Zeit vom 22, dis 28. April 1905:

1 Fahrbursche,

3 Hansburschen,

1 Maschinenschlosser,

3 Tagelöhner.

Hanau den 29. April 1905.

Städtische Arbeitsve^mittelnngsftelle. 8460

Handelsregister.

Firma Heinrich Bohmn in Großauheim: Unter dieser Firma betreibt der Bierbrauereibesitzer Heinrich Eduard Botz um in Großauheim ein Handels­geschäft als Einzelkaufmann.

Hanau dm 25, April 1905.

Königliches Amtsgericht 5. 8461

Bekanntmachung.

Der Gemeindeweg Karte N 187 = 96 qm, sowie die WegeparHelle Karte a A 116 F = 1 ar 81 qm sollen eingezogen werden.

Gemäß § 57 des Zuständigkeitsgesetzes vom 1. August 1883 wird dieses mit bem Bemerken zur öffentlichen Kennt­nis gebracht, daß Einsprüche hiergegen innerhalb 4. Wochen hei dem Unterzeichneten angebracht werben können.

Groß-Auheim, 27, April 1905.

Die Wegepolizeibebörde,

Grün. 8462

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Hus Hanau Stadt und fand.

Hanan, 29, April.

20. WèWWNNluU te KM» Backs m 8tt- ms WchrfchmSmen.

(Fortsetzung und Schluß.)

In der Reihe der vorgesehenen Vorträge und Mitteilungen sprach zuerst Baurat Ruck- Amberg über eine mit sehr gutem Erfolge vorgenommene Reinigung eines 7,6 km langen Zu- leitungsrohrstrangks des Wasserwerks in Amberg.

Den zweiten Vortrag hielt Herr Direktor K o ß-Eger über Erfahrungen bei Wasserleitungen und Betonkanälen. Dieser Vortrag eines bekannten tüchtigen Fachmannes auf dem Ge­biete des Wasserversorgungswesens dürfte ein allgemeineres Interesse beanspruchen, weshalb wir nachstehend einen größeren Auszug daraus veröffentlichen:

Erfahrung bei Wasserleitungen und Betonkanälen.

Rohrleitungs-Anlagen für Wasser, Gas, Dampf u. s. w., sowie Betonkanäle für Wasserleitungs- und Kanalisations­zwecke haben in den letzten Jahrzehnten in den Großstädten und selbst in den kleinen Landstädten und Ortschaften, sowie bei allen industriellen Werken, so gewaltige Ausdehnungen angenommen, daß es kein Wunder ist, wenn die Fachwelt auf diese sehr wichttge Sache mehr und mehr ihr Augenmerk richtet. Die Flüssigkeiten, welche durch die Leitungen be­fördert werden, sind bekanntlich sehr verschieden. Trinkwasser R. B. kann klar, farb- und geruchlos, sowie von vorzüglicher Beschaffenheit sein, und trotzdem kann es, wenn auch fil­triert, vielfach feste Rückstände enthalten, welche in den Rohr­leitungen verbleiben, und hier im Laufe der Jahre bedeutende Inkrustationen erzeugen. Dadurch werden die Rohrquer- Ichnitte mit der Zeit so verengt, daß die Leitungen das ent­sprechende Wasserquantum nicht mehr fördern können. Der Druck resp, die Wassersäule wird so reduziert, daß an ent­fernten und hochgelegenen Punkten, bei starker Entnahme kein Wasser mehr läuft. Dabei sind die Ab­lagerungen im Rohrnetze in den meisten Fällen o hart und fest, daß eine Entfernung durch ms bekannte und beliebte kräftige Durchspülen, ein- äch nutzlos ist. Die Meinung, daß Leitungen, welche stark n Anspruch genommen werden, geringere Ansätze erhalten, als wenig benutzte oder sog. tote Stränge, ist irrig, denn nach meinen langjährigen Beobachtungen und Erfahrungen ist gerade das Gegenteil der Fall.

Aus den interessanten Mittellungen des Herrn Stadt- baurat Ruck-Amberg entnahmen Sie bereits, daß im ver­gangenen Herbste beim städttschen Wasserwerk in Amberg ein gußeiserner Zuleitungsrohrstrang von 250 mm I. W. und ca. 8600 Meter Länge, der in ca. 12 Jahren gewiß perma­nent viel Wasser durchließ, vom anhaftenden Eisenocker be- freit werden mußte. Die Durchflußfähigkeit war um 47« Sekundenliter zurückgegangen. Durch die mit meinen vaten- tierten Apparaten vorgewonnene Reinigung wurde bekannt­lich ein Mehrdurchfluß von täglich 432600 Liter erzielt, somit die 4 Sekundenliter wiedergenommen. Für eine Rohr- netzreinigung können die Entfernungen der Putzkästen jetzt 4001000 Mtr. betragen, außerdem kann man die neuen Appatate bei den Schieberöffnüngen einführen. Unter Um­ständen also Putzkäften entbehren.

Nun gibt es aber sehr viele Rohrnetze, welche gleiche Uebelstände aufweisen trotz Enteisenungsanlagen und man hat erst in den letzten Jahren Mittel und Wege gefunden, lange Rohrleitungen auf mechanischem Wege, ohne Aus­grabung mittelst besonderer Apparate durch den vorhandenen Wasserdruck zu reinigen. Hierzu war aber bei harten An­sätzen ein Druck von 4 bis 10 Atmosphären erforderlich. Da die meisten Werke aber nur ca. 24'/- Atm. haben, so mußte man zur Erzeugung eines höheren Druckes einen Loko­mobilkessel mit Worthington-Pumpe aufstellen, was aber die Arbeiten sehr verteuerte.

Die Wasserversorgung der Stadt Eger, welche seit ca. 51'« Jahren in meiner Obhut liegt, wurde bis zum Jahre 1881 82 von hochgelegenen Quellen durch hölzerne Röhren bewerkstelligt! Die dann verlegten gußeisernen Muffenröhren sind im Verlaufe von ca? 22 Jahren, trotzdem das Wasser nach den vorliegenden Analysen schon damals von vorzüglicher Beschaffenheit war, stark mit Eisenocker in« krustiert worden, und ebenso das gleichzeitig angelegte guß- eiferne Stadtrohrnetz. Schon im Jahre 1898 dachte man daran, wenigstens die Quellenleitungen gegen neue Rohre auszuwechseln, weil Quellwasser genug vorhanden war, aber die Röhren zu den Reservoiren das erforderliche Quantum nicht mehr durchließen. Es trat bereits empfindlicher Wasser­mangel in der Stadt ein, und es wurde konstatiert, daß im Jahre 1902 in Sa. tatsächlich 5,19 Sekundenliter für die Stadt nutzlos verloren gingen. Da das Wasser mit natür­lichem, aber sehr geringem Gefälle, also ohne Druck durch die Röhren in die Reservoire lief, so war eine Reinigung sehr schwierig und vermittelst einer Pmnpe rc. sehr kost­spielig. Nach angestellten Versuchen habe ich das Problem gelöst, und die ganzen Leitungen mittelst eigenen dlvparaten, welche ohneDruck" funktionieren, tadellos gereinigt. Nach der Reinigung floß wieder das ursprüngliche Quantum durch und die 5,19 Sekundenliter waren wiedergewonnen. Seit dieser Zeit, trat trotz der abnormen Trockenheit im Sommer 1904 kein Wassermangel ein. Eger hatte Wasser in' Hülle und Fülle wie kaum eine Stadt in Mittel-Europa. Da 1 Sekundenliter Wasser beim Preise von 2 Heller per Hekto­liter pro Jahr eine Einnahme von Kr. 6300. bedeutet, so macht der Nutzeffekt bei Bezahlung des wiedergewonnenen Wassers pro Jahr 5,19X6300«^. 32697.- resp. Mark 28,000. aus. Die Apparate sind in Deutschland, Oester- mmjg umkaLL auker dem Uârhaltupgsbl

reich rc. patentiert und wurden mit denselben in Eger ca; 12000 Meter von 25 bis 250 mm [. W., in Amberg ca. 86000 Meter von 250 mm l. W., in Ems a d. Lahn ca.

11200 Meter von 80, 104, 156 und 184 mm L W-, iir Weizenrodau in einer Zuckerfabrik, Röhren von 200 und. 250 mm [. W., sowie in Bayreuth gußeiserne Röhren non 120, 180, 140 und 150 mm l, W. bei einer Länge von ca. 5500 Meter, tadellos ohne und teils mit Druck g^ reinigt, worüber Atteste vorliegen. Wie stark und fest diese Inkrustationen sind, ersehen Sie aus dem Beweismaterial. welches hier auf dem Tische des Hauses liegt. Es sind ge«, reinigte und ungereinigte gußeiserne und schmiedeeiserne Rohr» cmsscknitte, sowie Ockermuster aus den Leitungen der vorer-, wähnten Städte. Ferner findet sich interessantes diverses Rohmaterial von Gasleitungen aus Eger und Franzensbad vor und zwar gußeisernes und schmiedeeisernes, sowie sogen. Mannesmann-Material. In Kürze möchte ich auch noch über einen Betonkanal berichten, welcher im Jahre 1894 angelegt! wurde. Derselbe hat eine Länge von ca. 5000 Meter und eine birnenförmige lichte Weite von 230X290 mm und dient als Wasserleitung. Oben ist dieser Kanal, der in Wiesen, Feldern imb Waldungen bis zu 3 Meter Tiefe in der Erde verlegt ist, mit gefalzten flachen Beton- resp. Zementdeckelni abgesthlossen. Auf der ganzen Strecke befinden sich 22 Ein- steige- resp. Ueberlauf- und Entlcecungsschächte mit verschließ­baren gußeisern-n Deckeln. Im Verlaufe von 67 Jahren: machte man die Wahrnehmung, daß der Durchfluß, welches ca. 22 Sekundenliter Wasser betrug, mehr und mehr nach-- ließ. Es lagen Verstopfungen vor, aber man konnte die Ur» fachen nicht ergründen. Im Jahre 1890/91 wurde unter, meiner Führung die Entdeckung gemacht, daß in ben; Waldungen, von Bäumen und Sträucher» herrührend, un-j zählige Wurzel sich ben Weg in den Kanal gebahnt hatten; und hört naturgemäß in der üppigsten Weise weiterwuchsen.! Alle 200400 Meter wurde der Kanal bort wo man V«- stopfungen vermutete, geöffnet, und bann die schwammartigen! langen Zöpfe resp. Gewächse mit besonderen Vorrichtun^m entfernt. In einer Strecke von 220 Meter befanden sich seiner Zeit ca 60 Stück solche Gewächse von 17* Meter b:s, zu 6 und 8 Meter Länge bei einer Stärke von 80 bis M 250 mm. Es wurde konstatiert, daß diese Wuseln nichts nur bei den Kanaldeckeln, fonbem auch durch die 120 bis' 140 mm starken Wände, und sogar stellenweise durch die ca. 150160 mm starke Sohle eingewachsen waren. Zur Jllu- ftration habe ich ein kleines Exemplar von diesen Gewächsen mitgebracht; dasselbe ist in 94 Tagen entstanden, was genau bei einem Sammelschachte beobachtet wurde. Obgleich man nun erfahrungsgemäß weiß, daß Beton resp. Zement im! Laufe der Jahre vom Kohlensäuregehatte des Wassers an­gegriffen werden kann, so ist doch anzunehmen, daß dieser: Kanal s. Z. nicht gerade tadellos und nicht nach allen Regeln: der Kunst ausgefuhtt worden ist! Die Verhältnisse werbet selbstredend von Tag zu Tag schlechter, weil man auch mit; eindringendem Tagwasser und mit der Schneeschmelze zu, rechnen hat. Aus diesen sehr wichttgen Gründen beabsichtigt.' man auch, den Kanal durch gußeiserne Wkuffenröhren ehe-, baldigst zu ersetzen. Solche Rohrleitungen eignen sich meiner! unmaßgeblichen Meinung nach am besten. An den Hiervorliegen- den Musterstücken von diversem Rohmaterial ersehen Sie ganz deutlich, daß das Gußeisen den von außen und innen kommenden Angriffen am besten wiedersteht. Die ausge-, schnittenen gußeisernen Rohrstücke sind von Eger und lagen in der Erde von 1864 bis 1905, also ca. 41 Jahre. Eins von diesen Stticken wurde, um die Sache zu veranschaulichen,i mit meinem Apparate von der sehr starken Ockerinkruftatiorss zur Hälfte befreit, und man sieht, daß nicht einmal die fest; anhaftende Asphaltierung durch die Reinigung beschädigt! worden ist. Die sogenannte äußere Gußhaut und eine tadel^ lose Asphaltterung geben den Röhren eine unverwüstliche- Haltbarkeit, was bei schmiedeeisernen Röhren bis dato nicht- der Fall war. In meiner langjährigen Praxis bei der Ge«! sellschastEisen- und Stahlwette Hoesch" in Dorttnmch,. den Gas- und Wasserwerken der Firma Thyssen & Cie. in* Mülheim a. d. Ruhr, bei den städt. Gas- und Wasserwettstt: in Saarlouis, ferner bei den Gas- und Elettrizitätswerkeu! in Pisa und Reggio-Emilia (Italien), sowie bei ben stöbt * Gas- und Wassermotten in Eger, habe ich immer mit Röhren! aller Att zu tun gehabt, und da ich mich seit einigen Jahren' mit Reinigung gcmzer Stadttohrnetze befasse, so bekomme ichj den Zustand vieler Erd-Leitungen zu sehen. Erfahrungsge­mäß oxidieren schmiedeeffene Röhren bald und bei Äsen-' halttgem Wasser setzen sie Inkrustationen im Innern sehr statt an. Bei unsicheren Bodenverhältnissen wird von Fall Si Fall zu entscheiden sein, ob man der größeren Bruchsicher eit wegen Röhren aus Schmiedeeisen von großen Dimm^ anen in die Erde verlegt, da alle sogenannten Rostschutz­mittel, welche bis jetzt angewendet wurden, keine SühLchs gegen Zerstörung boten.

Ueber bk Tätigkeit der für die Errichtung einet' Gas» meisterschule eingesetzten Kommission berichtet Herr Gasdirektor Ries-München. Aus seinen Mitteilungen ist zu entnehmen, daß das vorhandene Meistermatettal allgemein von allen Seiten als höchst mangelhaft bezeichnet wird und dre Errichtung von Gasmeisterschulen sich als dringende Rot- 4t 14 Leiter.