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20. April

Dorme^Stag

Ä.

schloß die Gründung eines Landesausschusies zur Errichtung ÄNG Denkmals König Georgs in Dresden.

Arbeitsniederlegung.

Düffeldoef, 20. April. Infolge der angeb rotten Aus- ipemtng legten sämtliche sozialdemokratischen Orgamsationen angeh vrenden Brauarbeiter die Arbeit nieder.

Genickstarre.

Stettin, 20. April. In Lippehne starben drei Kinder an Genickstarre.

Schmuggler.

Lindau, 20. April. Hier wurde eine, von der Schweiz imende Sacharin-Schmugglerin verhaftet; sie ist vermut- lich ein Mitglied der Sacharin-Schmugglerbande.

Varis, 20. April. Die gestrige Kammerdebatte hat'die Anschauungen in der Presse über die Politik Deleassps nicht geändert. Die Mehrzahl der Blätter mit Ausnahme der als offiziös geltenden sprechen sich über die Darlegungen Delcasses abfällig aus. So schreibt der Senator Clemenceau in seiner Furore": Herrn Delcasse bleibt nach seiner mit allgemeinem Achselzucken aufgenommenen Erklärung nichts anderes übrig, als sein Amt niederzulegen. Er würde sich auch genötigt

gesehen haben, dies zu tun, wenn nicht Ministerpräsident Rouvier es für seine Pflicht gehalten hätte, ihm eine brutale Verurteilung durch die Kammer zu ersparen. Rouvier mußte aber bei dieser Gelegenheit Herm Deleassö Stöße versetzen wie ein Taucher, der einen Ertrinkenden rettet. Dank der Intervention Rouviers ist Deleasse noch offiziell Minister des Auswärtigen. Aber, wenn Herr Rouvier am Ruder bleiben will, dann muß er unverzüglich einen Nachfolger für Delcass^ suchen. DerGaulois" schreibt: Die gestrige Sitzung der Kammer hat einen peinlichen Eindruck hinterlassen. DerEclair" sagt: Die gestrige Debatte beweist, daß das Ende Delcasses ge­kommen ist. Jaur^s hingegen lobt in seinerHumanite" die Verdienste Delcasses um die Annäherung Frankreichs an Italien und England und hofft, daß es ihm ohne Ver­ringerung des nationalen Stolzes gelingen werde, das zwischen der französischen und der deutschen Diplomatie entstandene Mißverständnis zu beseitigen.Gil Blas" sagt: Rouvier wir sagen ausdrücklich Rouvier wird in dem von ihm in seiner Rede gekennzeichneten Geiste die Verhandlungen mit dem Grafen Bülow zu führen wissen.

©fat^^tti, 19. April. Der Kaiser verblieb am Vor- mittag an Bord derHohenzollern". Oberhofmarschall Graf Eulenburg hat die Rückreise nach Sizilien angetreten; Hoff marschall Graf Zedlitz hat seinen Dienst übernommen.

Malta, 19. April. Der englische KreuzerVerntls" ist heute nach Kreta abgegangen. Der KreuzerDiana" wird morgen mit derselben Bestimmung von hier abgehen. Die Fahrt der beiden Schiffe steht in Zusammenhang mit den Unruhen in Kreta.

Algier, 19. April. Zu dem Diner, das der König von England an Bord seiner Jacht gab, waren der Gou­verneur von Algier und Vertreter der Zivil- und Militär­behörden geladen. Bei dein Diner brachte der König einen Trinkspruch auf Frankreich aus.

Paris, 19. April. Der Gemeinderat nahm eine Tages­ordnung an, durch welche den Opfern in Limoges Teilnahme ausgesprochen wird. Zugleich spendete er für dieselben 5000 Francs.

Warschau, 19. April. In dem Vororte Powonsti nahmen Polizei und Militär in der Nacht 200 Personen fest. Bei den Verhafteten wurden zahlreiche Revolver ge­funden.

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