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Montag
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kann einer deswegen in die langwierigsten Prozesse verwickelt werden und darüber schließlich sein ganzes Vermögen verlieren. So sehr also der betreffende Mann auch heimlich wünschen mochte, seine Ehehälfte möge einmal mit ihren Versuchen Erfolg haben, so wagte er diesen Gedanken doch gar nicht mlszudenkeu, weil er fürchten mußte, die Verwandten her Frau würden ihn bei den Mandarinen sofort anklagen, daß er sie durch fortdauernd schlechte Behandlung in den Tod getrieben habe. Er beeilte sich also jedesmal, seine Frau wieder ans bem Wasser herauszuholen. Da kam ihm nun eines Tages ein jüngerer Bruder, der einen auschtägigen Kopf hatte, zu Hilfe. Als feine Schwägerin es sich wieder einmal beifommen ließ, in den Dorfbrunnen zu springen, in der Hoffnung, sofort wieder emporgezogen zu werden, warf er ihr zwar ein Tau hinunter, aber als er sie dann beinahe bis an den Drunnenraud herausgezogen hatte, ließ er sie wie aus Versehen wieder fallen, so daß ihr das Wasser über dem Kopf zusammenschlug. Dies wiederholte sich mehrmals, wo? bei sie eine gute Portion der keineswegs einladenden Flüssigkeit schlucken mußte, bis sie endlich aufs Trockne sommert durfte. Die Kur hat geholfen, denn seitdem hat die Frau die Vorliebe für den Brunnen völlig verloren.
Vou einem Eisenbahnzug überfahren und gelodet wurde gestern auf dem Bahnhöfe Fangfchlense der Hilfsweichensteller Kotzahn, der Schrankendienst zu versehen hatte. Der um 1 Uhr 45 Miu. mittags fällige Peudelzug Erkner-Fürstenwalde hatte die Station passiert unb der Wärter überschritt das Geleise, um die Barriere zu öffnen. Dabei dachte er nicht daran, daß zu derselben Zeit der Berliner Schnellzug fällig und bereits signalisiert sei. Er betrat fast unmittelbar vor dem heranbrausenden Zuge die Schieneri, wurde von der Lokomotive erfaßt unb zermalmt. Der Körper des Unglücklichen würbe völlig zerrissen.
Märsche und Tänze schnell einen Namen gemacht; das vorliegende Sieb, ein Schlager ersten Ranges, wird zweifellos in'§ Volk dringen und bald überall gesungen werden. Die Melodie, zu tvelcher der neuerdings vielgenannte Herausgeber der „Neuen Deutschen Dichtung^ Hugo Ganske-Karlshorst einen tiefempfundenen Text geschrieben hat, klingt anmutig, originell, einschmeichelnd und verliert sich nicht mehr aus des Hörers Ohr. Die Begleitung ist voll, klangrein und dabei doch leicht spielbar. Zu beziehen ist das Tonstück zum Preise von 1,20 Mk. durch alle Musikalienhandlungen sowie direkt durch den Komponisten K a r l Rassel, Berlin, Treskowstraße Nr. 43.
Verlosungen.
Obligationen des EreDit ^onckr Egyptien vom Jahre 1886. Ziehung vom 15. März. Auszahlung am 1. April 1905. Hauptvreise: Nr. 104710 zu 50 000 Fr. Nr. 2207 17 645 21282 23498 32719 35222 68815 104957 144802 169573 178667 180462 204216 217451 218034 245579 249668 302504 308322 322025 333202 353920 356525 370092 396187 je 1000 Fr. ^ Obligationen vom Jahre 1903. Nr. 662691 zu 50 600 Fr. Nr. 421970 433195 446369 449092 450760 je 1000 Fr. (Ohne Gew.)
Schiffsberichte.
(Miigetellt irv Äg?m Ad. Treus ch-Hanau.) Der Hamburger Dampfer „AKemannia" is
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13.
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Aus ein ungleiches Liebespaar
schlagung von 8000 Mk. flüchtig geworden ist, fahnden die
das nach Unter
April wohlbehalten in New-Park angekommen.
Hamburg, 13. April. Der Dampfer „Albano" der Hamburg-Amerika-Linie ist gestern in Philadelphia getroffen.
von i em- '
Zur Karwoche.
Wenn auf der Bahn der Schmerzen Verzagend säumt mein Schritt, Sprich du zu meinem Herzen, Du, der vor allem litt; .
Vor dessen hohem Bilde Mein Mut sich neu errafft, Erschein' in deiner Milde, In deiner Stärk' und Kraft?
Laß mir vom Weltgetriebe Voll Streit und falscher Lust Ermatten nicht die Liebe Fn qualbedrängter Brust! Für Kreuz und Dornenkrönung, Du Heil'ger, gab dein Mund Var Worte der Versöhnung Aus größern Herzen kund.
Durch eine Welt von Sünden Gingst du mit reinem Mut, Das Heil ihr zu verkünden, Und strömtest hin dein Blut!
Von Wundengual zerrissen, Sahst du der Feinde Spott Und sprachst: „Vergib, sie wissen Nicht, was sie tun, o Gott!"
So will ich in den Tagen Der großen Andachtzeit, Da du, ans Kreuz geschlagen, Einst schiedest aus dem Streit, So will ich mich erheben Aus meines Kleinmuts Bann Zum Licht, das mir dein Sebou, Das mir dein Tod gewann!
Berliner und Leipziger Polizeibehörden.
Student der Medizin Ernst I. aus Riesa
Der 22]eifrige in Sachsen, der
an der Berliner Universität ftubiertc, hatte in Leipzig die 40 Jahre alte verheiratete Frau Marie G. kennen und lieben gelernt. Das an Jahren so ungleiche Paar hatte in den letzten Tagen des März mehrere Zusammenkünfte in Berlin und Leipzig unb ist feit vier Tagen verschwunden. Frau G. hat ihrem Gatten, einem Kaufmann in Leipzig, 5000 Ml„ I. seinen Eltern, die er kurz vorher besucht hatte, 3000 Mk. für die gemeinsame Reise entwendet. In Berlin hat das Pärchen eine Anzahl postlagernder Briefe abgeholt und ist seitdem spurlos verschwunden. Die Angehörigen haben die Polizei um Ermittelung der Flüchtigen ersucht. J. ist vou kleiner Statur, sehr hager und hat über der Stirn und dem Schädel zahlreiche Mensurnarben. Seine bedeutend größere Freundin trägt meistens Reformkleider.
„Prosit, Herr Schultheis;!" Wegen Freiheitsberaubung hatte sich der Schultheiß Wunsch in Laichingen vor der Strafkammer in Ulin zu verantworten. Der Angeklagte befand sich an einem Dezember-Abend v. J. im Gasthause des Ortes, rvo sich and) der Schmied Bauer aufhielt, der etwas angetrunken war. In seiner feuchtfröhlichen Stim-
Bremen, 12. April. Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd „Helgoland" in vorgestern in Montevideo eingetroffen.
Ermissiirlcr Theater
Opernhaus: Montag, 17. April, abends 7 Uhr. Vorstellung
bei ermäßigten Preisen.
Abonnement.
lüßer
Dienstag, 18. April, abends 7 Uhr. „Margarethe". Im Abonnement. Gewöhnst Preise. — Mittwoch, 19. April. Geschlossen. — Donnerstag, 20.
Avril, abends Abonnement, schlossen. — Zauberflöte."
7 Uhr. Neu einstudiert: „Othello". Jin 65r. Preise. — Freitag, 21. April. Ge- Samstag, 22. April, abends 7 Uhr. „Die
Im Abonnement. Gewöhnst Preise. — Sonntag, Ist April, nachmittags halb 4 Uhr. Vorstellung bei ermäßigten Preisen. „Alessandro Stradella".
mung erhob sich Bauer bei einem frischen Glase Bier und mit den Worten: „Prosit, Herr
trank dem Schultheiß
nahm den Spaß sehr übel auf, verließ sofort das Lokal, ließ Bauer durch den Amtsdiener nach dein Rathause sistieren und • dem Polizeigewahrsam zu- jühren. Nach einer Internierung von etwa 15 Minuten wurde Bauer auf Intervention seiner Frau wieber freigeiassen. Er erstattete Anzeige und der Schultheiß wurde jetzt wegen Mißbrauchs der Amtsgewalt bczw. Freiheitsberau- bung zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. In der Urteilsbegründung würbe die völlige Grundlosigkeit eines solchen willkürlichen unb brutalen Vorgehens seitens des Schultheißen hervorgehoben und dabei betont, daß dieser sich mcht in amtlicher Eigenschaft im Gasthause befanden habe. Als strafverschärfend fam in Betracht, daß der Allgewaltige sich schon wiederholt Ucbergriffc erlaubt habe.
Schultheiß!
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Iltmm^iea.
Tann sagt' ich Hir, wie innig ich Dich liebe. Lied für eine Singstimme mit Klavierbegleitung von Karl Rassel. Der Komponist hat sich durch seine beliebten
Außer Abonnement. Abends 7 Uhr. „Carmen". Im Abonnement. Große Preist. — Montag, 24. April, nach- uükkags halb 4 Uhr. Vorstellung bei ermäßigten Preisen. „Die Fledermaus." Außer Abonnement. Abends 7 Uhr. „Tannhäuser." Außer Abonnement. Große Preise.
Schauspielhaus: Montag, 17. April, abends 7 Uhr. Zum ersten. Mal: „Altner Dienst." Vorher: „Zehntausend Fuß hoch". J'.u Abonnement. Gewöhnliche Preist. — Dienstag, 18. April, abends halb 7 Ubr. Vorstellung bei kleinen Preisen. „Faust." 1. Teil. Im Abonnement. — Mittwoch, 19. Avril, abends 7 Uhr. „Außer Dienst." Vorher: „Zehntausend Fuß hoch." Im Abonnement. Gewöhnt. Preise. — Donnerstag, 20. April, abends halb 8 Uhr. Vorstellung bei ermäßigten Preisen. „Faust." 2. Teil. Außer Abonnement. — Freitag, 21. Avril. Geschlossen. — Samstag, 22. April, abends 7 Uhr. Vorst Runa bei kleinen Preisen. „Faust." 2. Teil. (2. Abend.) Im Abonnement. — Sonntag, 23. April, nachmittags halb 4 Uhr. Vorstellung bei ermäßigten Preisen. „Medea." Außer Abonnement. Abends 7 Uhr. „Der Hüttenbesitzer." Inc Abonnement. Gewöhnliche Preise. — Montag, 24. Amil, nachmittags halb 4 Uhr. Vorstellung bei cr= mäßigten Preisen. „Alt-Heidelberg." Außer Abonnement. Abends 7 Uhr. „Die große Leidenschaft." Vorher: „Das Fest des St. Matern." Im Abonnement, Gewöhnliche Preise.
Knifer-Bornx ein vortreffliches Hautpflege- und Rei- nigimgëmitteL Unter den vielen trefflichen Neuheiten, welche das 20. Jahrhundert bereits zu Tage gefördert hat, ist eine der nützlichsten und beliebtesten der in letzter Zeit so viel genannte Kaiser-Borax, welcher eine so vielseitige, wohltätige unb nützliche Verwendung in jedem Hause finden» kann, wie fein anderer Bedarfsartikel. Bekanntlich besitzt Kaiser-Borax die Fähigkeit, das härteste Wasser weich zu machen und je weicher bas Wasser, desto verschönender seine Wirkung auf die Haut. Tägliche Borax-Waschungen ■ des Gesichtes wie auch des Körpers entsprechen nicht nur der sanitären Reinlichkeit, sondern sie verleihen der Haut auch jene Zartheit und Frische, die bei der Damenwelt so sehr gesucht und beliebt ist. — Da Kaiser-Vorax zugleich eine heilende Wirkung auf die Haut ausübt, ist er namentlich auch für Damen geeignet, welche unreine, gerötetete oder rauhe Haut haben. Ein warmes Bad mit Kaiser-Borax ist infolge seiner antiseptischen, bleichenden unb verschönenden Wirkung sowohl in hygienischer als kosmetischer Beziehung für Erwachsene unb Kinder sehr zu empfehlen und dürfte dies speziell Damen interessieren, welchen daran gelegen ist, schöne weiße Hände oder überhaupt weiße Haut zu bekommen. Auch zur Pflege des Mundes und der Zähne leistet ein Gurgelwasser mit Kaiser-Borax vortrefflich Dienste als antiseptisches Reinigungsmittel und als Heilmittel gegen Heiserkeit und leichte Entzündungen im Halse. Ganz unbegrenzt ist jedoch die Verwendung des Kaiser-Borax als Reinigungs- und Waschmittel im Haushalt. Nähere Anleitung gibt die jedem Karton beigegebene ausführliche Gebrauchsanweisung. Beim Einkauf (in Drogerien, Apotheken oder Kolonialwarenge- schäftens verlange man ausdrücklich den echten Kaiser-Borax. Zu dieser patentamtlich geschützten Bezeichnung ist nur die Firma Heinrich Mack in Ulm a. D. berechtigt, welche Kaiser- Borax niemals lose, sondern nur in roten Kartons zu 10, 20 und 50 Pfg. liefert. Auch die von derselben Firma in den Handel gebrachte Kaiser-Borax-Seife, welche wegen ihres herrlichen Veilchenduftes so sehr beliebt ist, kann zur Hautpflege angelegentlichst empfohlen werden.
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