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* Hanauer Tierfchrrtzvsreirr. Heute abend S1^ Uhr findet die Jahres-Hauptversammlung im Vereinslokale (Restauration Mohr) statt.
O Hanau-Büdingen. Zn der Samsiagsfitzung des preußischen Abgeordneteilhauses befürwortete bei der Beratung des Kleinbahngesetzentwurfes unser Abgeordneter Herr Emil Junghenn auch die Linie Hanau-Büdingen.
Deutsche Maler der Gegenwart. Der morgen Abend 7^4 Uhr in der Allla der Zeichenakademie stattfindende Vortrag des Herrn Dr. Ouilling über dieses Thema wird durch zahlreiche farbige Lichtbilder erläutert werden und etwa 20 moderne Maler behandeln, ohne die Zeit einer Stunde zu überschreiten. Die Lichtbilder werben mittels des neuen 'Projektionsapparates hergestellt und zwar nicht in der gewöhnlichen Weise, daß kleine Glasphotogramme durchleuchtet werden, sondern durch mehrfache Spiegelung farbiger Original* Vorlagen. Die Bilder werden bei dieser Art der Projektion viel weicher und zarter in der Wiedergabe und Kommen daher den Originaler: näher als bei der Durchleuchtung kleiner Glnskopien. Eintrittskarten zu Mr. 1 in den beider: Hof- buchhandlungen.
C. K. ZeniAmres-Wahlverein Hanem. Wie schon, vor einigen Tagen an dieser Stelle angekündigt, findet morgen Dienstag abend ^O Uhr im unteren Saale der „Centralhalle" politischer Abend statt, worin Herr Kaufmann J. Geis au3 Frankfurt a. M. das Referat übernommen hat. (Siehe heutiges Inserat.) Da der letzte politische Abend sich eines so überaus starken Zuspruches erfreute, jo ist mir Gewißheit anzunehmerl, daß auch dieser Abend nicht hinter dem früheren zurückstehen wirb. Alle katholischer: Männer Hanaus sind freundlichst eingèladen mit der Bitte um pünktliches Erscheinen.
* BolksvorsteUrmg. Wir werben gebeten, daraus aufmerksam zu madjen, daß die morgen abend stattsindendt Aufführung „Die Räuber" von Fr. v. Schiller pünktlich um 3/sä Uhr beginnt.
" .shanbei'*iNMUier zu Ha renn. Heute Alontag den 3. April, abends pünktlich 8’/» Uhr, im Stadtschloß (Eingang von der Marienstraße): Vortrag des Herrn HandclSkarntner- Synditus Dr. phil. G r a in ü v w - Hanau: Die Entwickelung der Handels- und Wirtschaftspölikit in ihren Grund- zügen". (Schluß).
* KarrsMätmische ^ortbil-ungHschule. Bei der vorgestern im Stadtschloßsaaie nbgehaltenm Entlassungsfeier wurde die von der Haudclsiainmcr gestiftete Prämie dem Handlungsgehilfeit Heinrich I a f 0 b überreicht, während mit den vom Kaufm. ©ereilt gespendeten beiden Werken bie Handlungsgehilfen Lorenz Winkle r uitb Gustav H ä m* m c r l i n g prämiiert wurden. Belobigt würbe wegen vor* züglicher Leistungen bic bisherige Schülerin der Mädchen- abteilung Else Ecker t.
* Kreistmirtag. Gestern vormittag 11 K* Uhr fand in dem Saalbau zu Saarbrücken der 67. Kreisturrnag des Alittelrheinkreisis statt, der von 304 Vertretern der den ÄreiS bildenden 23 Gauvcrbände beschickt war. (886 Vereine» 87 350 Mitglieder.) Oberbürgermeister Feldmann begrüßt uamenS der Bürgerschaft die erschienenen Vertreter und gibt seiner lebhaften Freude darüber Ausdruck, daß die -Turner des iX. Kreises Saarbrücken als VerjammlungSort gewählt haben. Kreisvertreter Schmuck-Darnistadt berichtet in ^lHuNdiger Rede cingcbenb über den Stand und den Betrieb der Vereine und Gaue, während Kreisturnwart
Dolze-Franksurt
bic turnerisch:
^rauenabteilimgen bestehen im Kreis
Tätigkeit berichtet» 36 mit 1063 Mit-
gliedern (in Hanau 2 mit 144 Mitgliedern), ferner turnen im Kreis 2704 schulpflichtige Knaben und 824 Mädchen unter Leitung der Vereitle (in Hanau 54 Knaben und 68 Mädchen). Kreisgeschäftsführer Kaminsky - Pfungstadt erstattet den Geschäftsbericht, aus welchem ersichtlich, daß sich die Einnahmen aus Mk. 8883,50, die Ausgaben auf Mk. 8750,95 belaufen. Der Bestand der Kreiskasse ist Mk. 132,50, der Untersti'itzlin Masse für Turilhallenbauten (Rvth- ermelstiftnug) Mk. 2331,41, der Unterstützungskasfe zurAus- bildung von Turnwarteit und Vorturnern Mk. 923,89, m3-
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Montag
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gesamt Mt. 3387,82. Der Antrag des qeschüftssührensen Ausschusses (dauernde Erhöhung der Kreissteuer um 1 Pfg. Don diesem Betrag wirb je die Hülste der Rothermelstiftung tind der Kaffe zur Unterstützung bei der Ausbildung von Turnwarten unb Vorturnern überwiesen) wirb einstimmig angenommen, ebenso der Antrag Kleber-Biebrich (a. Der geschäftsführende Ausschuß wird um 1 Mitglied vermehrt, das die besondere Aufgabe hat, eine werbende ^Tätigkeit durch die Presse zu entwickeln, b. Für den Fall der Annahme sofortige Wahl.) Gewählt wird Prof. Wamser-Butzbach. Um eine bessere Erledigung der Geschäfte desBercchnungsalls- schusses bei den Kreisturnfesten 311 ermöglichen, werben aus den einzelnen Gauen geeignete Rechner zugezogen. Die Anträge der Turnerschaft Frankfurt aus Abänderung der seitherigen Kreisturnfeftordnung werden zur nochmaligen Bearbeitung an den Turnausschuß und bie KreisvorMrner- schaft verwiesen. Der von den Vereinen des Saargebiets eingebrachte Antrag, alljährlich auf den Höhen des Spicherer Bergs ein Volks- und Spielfest abzuhalten, wirb ange- nonnneu. Dem Turntag ging ein Besuch der Spicherer Höhen voraus, bei welcher Gelegenheit Kreisvertreter Schmuck mü entsprechenden Ansprachen Kränze an den Denkmälern niederlegte. Aus der am Vorabend stattgehabten Kreisrus- sitzung ist zu erwähnen, daß den Turnvereinen in ©Umar, Ruweil, Idstein unb Kesselstadt je 200 Mk. als Beihilfe für ihre Turnhallenbauten überwiesen wurden.
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51 Erfreulich, Es dürfte hier von Interesse sein, erfahren, daß das Werk eines Hanauers, das Rathaus in Stuttgart, ein Prachtbau im mittelalterlichen Stil, am 1. April
im Beisein Sr. Mas. des Königs von Württemberg feierlichst eingeweiht .wurde. Als Ancrkeiumng wurde beut Erbauer, Herrn Oberbaurat Prof. H. Jassoy, das „Ritterkreuz des Ordens der würiw': K Zischen Krone" verliehen.
* Am* Schttlenthr^ tUi). Alle in das gewerbliche Leben als Lehrlinge, Lehrinädchen, Arbeiter, Arbeiterinnen re. cimremibcii minderjährigen Personen müssen mit einem Ard eiw buche versehen sein, die in Städten durch bie Polizeibehörden, in Landgemeinden durch die Bürgermeisterämter unentgelrlich ausgestellt werben. Die Anträge auf Ausfertigung der Arbeitsbücher haben bestimmungsgemäß durch den gcs etz I ichen Vertreter (Vater beziv. Vormund) des Miltderjährigen zu erfolgen. Bei Stellung des Antrags ist nnckzuweijen, daß bic Betreffenden zum Schulbesuch nicht mehr verpflichtet sind. Es empfiehlt sich daher die Vorlage der Schulentlassungszeugnisse oder der Konfir- mationdf^eine, sowie auch ferner, daß diejenigen Kinder, für die ein Arbeitsbuch ausgestellt werben soll, gleichzeitig mit zur Stelle erscheinen.
* StadMeaier. (Woche n sp: elp I a n.) Mittwoch : Benefiz für Frl. Wehn: „Das Stiftungsfeft", Lustspiel in 3 Akten von G. v. Moser. — Freitag: .Letztes Gastspiel der Großh. Hofschauspielerin Frl. Frieda Eichels- Heim: Neu cinstuoiert: „M onna Ban na". — Sonntag: Letzte Vorstellung der Spielzeit: Benefiz Zeitz: „Im weißen Rotz l" und „Als ich w i e b e r f a m".
" Beerst,; Wehr». Da Fräulein Wehn infolge längerer Erkrankung noch nicht im Stande ist, eine so überaus anstrengende Rolle wie die „Therese Krones" zu bewältigen, so hat sie als Benefiz-Vorstellung das seit längerer Zeit nicht gegebene hübsche Lustspiel „Das Stiftung sfest" von G. v. Moser gewählt. Sicherlich ist auch diese Wahl eine recht günstige und wünschen wir der beliebten Benefiziantin zu ihrem Ehrenabend ein volles Haus.
* Arts der' Haft errtlaffett. Kürzlich wurde in auswärtigen Blättern die Nlachricht verbreitet, der Kasernenwärter Trarel, welcher unter dem Verdacht, bic gewaltsame Oeffnung des Kassenschranks in der Ulanenkantine verübt zu haben, in Untersuchungshaft genommen wurde, wieder aus derselbe:: entlassen worden sei. Wie uns rc. Trapel mitteilt,
WlW8«^DA^^ McU'chrn haben erkannt, da» cs für die Ec'undheits- und Schönheitspflege nichts ‘‘''“Inb^iMtii^l'Sé Hlyrrheliiiseife.
3. April
erfolgte feine Haftentlassung bereits am 28. Dezbr, v. Js., nachdem sich feine Unschuld ergeben habe.
* 25nf D-m HeiMwo §. Als gestern abend Mitglieder eures Hanauer Vereins non Großauheim Zurückkehrten, fuhr ch: Mit Hanauern besetzter unbeleuchteter Wagen, der gleichfalls aus der Richtung von Großauheim kam, direkt in bie Fußnmnwrgesettkchaft hinein. Hierüber waren die Mitglieder des Vereins wohl mit Recht ungehalten, es kam Zu einem Wortwechsel, der damit endete, daß die Wageninsassen heruntersprangen, Latten von den Zäunen rissen und damit auf die Gegner einschlugen.
Fnhrm-die-stah!. Als heute vormittag ein Vereins« Bote im Landgericktsgebüude einen Vereinsbeitrag erhob, wurde ihm ivährend dieser Zeit fein unterdessen aS die Tür gestelltes Fahrrad entwenden
0 Fechenhrim, 2. April. (E rsol g.) Die Bemühungen unseres Landtagsabgeordneten Herrn I u ll g h e n n im Lank« tag und bei dem zuständigen Viinisterium in Berlin betr. Erlaß dezw. Ermäßigung des Brückengeldes sind nun von weiterem Erfolg. Das hessische Ministerium hat nämlich die Erhebestelle auf der Offenbacher Brücke beauftragt, ein Ver zeichnis derjenigen Arbeiter aufglsteUen, welche ständig in Offenbach arbeiten und so .genötigt sind, die Brücke mit oder ohne Fahrrad täglich regelmäßig zu benutzen. Für die Erhebung sind 2 Tage angesetzt.
0 Fe Hentze m, 3. April. (K irchenkvnzer t.) Am gestrigen Nachmittag veranstaltete der Kirchenchor der Pauls- kirche 31t Frankfurt unter Leitung des Herrn Musikdirektors Mack, Organist der gen. Kirche^ dahier ein Konzert, dessen Ertrag für den Bau eines evangelischen Gemeindehauses in Rumpenheim bestimmt ist. Die' Darbietungen des'über 100 Mitglieder starken Vereins waren ganz hervorragende, namentlich bei Gesang der „Dorologie,, von Bortnranski ferner der Chöre: „O du, der du die Liebe bist" von Gade und „Ick hebe meine Augen aus" von Lützel. Als Solisten wirkten hierbei mit: Frau Ai a ct, bie fidi als gewandte Orgelspielerin erwies, sowie als guter Tenorist Herr Gernhardt, der das schöne Lied „Mache midi selig, 0 Jesu" von Backus so gemütvoll vortrug und Herr Mack, der auch auf der Geige sich musterhaft bewährte. Nach dem Konzert fand mbanu im „Kaiser Friedrich" eine Nackversammlung statt, bei welcher neben dem Paulkrrchcnchor und Posaunenchor auch der hiesige Kirchen- und Posaunenchor durch ihre Darbietungen sehr angenehm unterhielten und die Herren Pfarrer Stoppet von hier, Wolf von Rumpenheim, Werner und U t f p tu ch von Frankfurt Ansprachen hielten.
Der Kreistag des Landkreises .Hana«
war am 1. April d. Js
versammelt.
zu einer Sitzung im Kreishause
Bei Eröffnung derselben widmete der Vorsitzende
den seit der letzten Tagung des Kreistages verstorbenen verdienstvollen Mitgliedern Landwirt Peter Slem-Hochstâdt und Bürgermeister Wilh. Joh. Scrob-Marköbel einen Nachruf, worauf bereit Andenken durch Erheben von den Sitzen geehrt wutbc.
In die Tagesordnung cintretend wurde zunächst Bericht erstattet über die für die verstorbenen Herren Bauinert, Stein und Stroh erfolgten Ersatzwahlen in den Kreistag, aus denen, wie bereits früher mitgeteilt, die Herren Georg D u i l l - Fechenheim, Wilhelm E m m c r i ch - Wachen- buchen unb Bürgermeister Wilh. Stroh- Marköbel als gewählt hervorgegangen sind; die Wahlen wurden für gültig erklärt und die Gewählten in ihr Amt alsbald eingeführt.
Unter Zuziehung zweier Vertreter der Stadt Hanau wm'dc die Ersatzwahl in die L andw irisch aftskammcr vorgcnommen, als deren Ergebnis die Wahl des Bürgermeisters K ü m m e l in Niederissigheim zu verzeichnen ist.
Als K 0 in in u u allandtags ab geordneter für Herrn Stroh wurde Herr Gutsbesitzer Wilhelm K 0 äC Bruderdiebacherhof gewählt, welcher auch als Mitglied in den' Kreis« u s s ch u ß gewählt wurde.
Es erfolgten noch verschiedene Kommissionswahlen, so bie Vertrauensmänner für die Auswahl der Schöffen und Geschworenen, der Mitglieder der 4 Körungskommifsionen, eines Stellvertreters in die Eiukommcnsteuer-VeranlagunM komMission, der Mitglieder in die Pferdeaushebungskommission
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geben von betenden Engeln. Unten am Fuße des Kreuzes die Mutter Gottes, ebenfalls mit Engeln zur Seite. _ Eine Komposition von sinnreicher Auffassung und eine geschickte Lösung der gestellten Aufgabe. Weiter unten Zeigt sich beut Beschauer ein Bischofsstab, von sehr ruhiger, romanischer Form. Der Drachen, in welchen der Stab ausläust, trägt ein Oval mit einem segnenden Christus in Relief. Der Stab ist reich altsgelegt mit vielfarbigen Grubenschnrelzen, Steinen amb Filigranarbeit. Durch diesen sein und sauber durchge- ! ährten, den ganzer: Stab überziehenden Ornamentschmuck mürb die prunkvolle Ausstattung aufs höchste gesteigert, doch hat sich der Künstler von schwerfälliger Ueberladung fern izu gehöriges Pekt 0 ralkreuz zeigt dieselbe romanische Ausführung mit ebenso reichlicher und zu- gleich verständnisvoller Verwendung von Filigran, Email sind Steinen, Außerdem sind ausgestellt eine große Reun i s s a n c e -, eine kleinere Stra h l c n m 0 nstra n z, 15 5 t e l ch z e i ch n u n g e n in allen (Stilarten, ein r 0 m an i s ch er Leuchter und ein Ciborium, sämtlich Arbeiten, b'e auf derselben Höhe wie die vorsteheird beschriebenen stehen und gleich diesen der künstlerischen Erfindungsgabe und der Vertrautheit ihres Meisters mit den Erfordernissen der technischen Ausführung das beste Zeugnis auëftellcn.
gehalten. Ein da
Kunst und Leben.
Ein Theaterstreik in Erfurt. Der Direktor des Er- mrter Stadttheaters, Hofrat Koebke, ist auf sein Ansuchen oon seinem Vertrage mit der Stadt vor Ablauf desselben entbunden worden. Koebke fühlte sieb an seiner ferneren Direltionsführung durch die Erfurter Presse ~ in Betracht Iommen in erster Linie der „Allgemeine Anzeiger" und die „Thüringer Warte" — behindert. Die Sache wurde jetzt auch in der Erfurter Stadtverordnetellversammlung zum Gegenstände der Beratung gemacht. Hierbei bemerkte Stadt- uervrdn.-Vorsteher Döhler u. a.: „Ich gebe zu, daß Koebke eine breitere Angriffsfläche geboten hatte, ich gebe auf ^n, daß umnches besser sein sonnte; aber das kommt bei den besten Theatern vor. Im Übrigen hat er uns auch gute Vorstellungen geleistet. Die Sache wäre auch ganz gut weitet-
gegangen, wenn nicht mit Beginn der Saison eine Kritik einsetzte, die das Gegenteil von Wohlwollen war. Und so hat and) Herr Koebke Zusehen müssen, wie die Abonnenten unzufrieden gemad)t worden sind, und es war sein Wunder, daß er schließlich den Mut verlor und mit ihm seine sämtlichen Schauspieler. Sie behaupten, daß Erfurt in dieser Beziehung schon einen gewissen Ruf hat. „Geh nicht nach Erfurt," heißt es in Schanspieterkreisen, „da ist eine ganz ungerechte Kritik!". Stadia. -Möller betonte demgegenüber, daß sich die Presse in Uebereinstimmung mit dem Urteile des Publikums befunden habe und daß ein Mitglied der Theaterkommission auf Grirnd genauer Beobachtungen vor einiger Zeit mit einem Exposö eine viel schärfere Kritik an den Leistungen des Stadttheaters geübt habe, als sie jemals in einer Zeitung gedruckt worden sei. Bürgermeister Lange führte aus, Direktor Koebke habe bis zu dieser Saison sein Theater durchaliS bestiedigend geführt. Er habe in Bezug auf die Oper sogar häufig besseres geleistet als seine Vorgänger. Die Kritik habe einen viel zu großen Maßstab angelegt und versäumt, die historische Ent- wrdelung des Erfurter Zunftwesens ins Auge zu fassen. Es seien nicht so sehr die Rezensenten schuld ms der Verlag. Der Bürgermeister sprach dann von einem „Kesseltreiben". Stadto. Justizrat Dr. Ludewig schlägt vor, daß der Theaterlommission in Zukunft amtlich die Befugnis erteilt werden soll, Kritiken, die nicht Zutreffen und von falschen Voraussetzungen ausgehen, richtig zu stellen. — Der „Allgemeine Anzeiger" verteidigt sich in einem längeren Artikel gegen die ihm und der Enurter Presse gemachten Vorwürfe. Es heißt da u. a.: „Es ist ein ganz einzigartiger Vorgang, daß die städtischen Kollegien in Erfurt über die Kritik barmn zu Gericht sitzen, weil sie sachlich und rückt genügend wohlwollend war; es ist ein unerhörter Vorgang, daß bie Zur Kontrolle des städtischen Theaters berufenen Körperschaften die öffentliche Kritik zu verdächtigen, statt sie zu beachten und auf bie Abstellung der getilgten Mängel hinzuwirken suchen. Ich behaupte geradezu, daß Herr Hofrat Koebke manchen von der Kritik gerügten Mangel abgesteckt haben würde, wenn er nicht immer wieder im Rathaus und bei gefälligen Freunden einen Rückhalt gefunben hakte, der ihm bic Kritik so
gleichgültig werden ließ, daß er sie nicht beachtete und sie nicht einmal las! Die Forderung des Herrn Bürgermeisters, daß der Verlag auf die Gestaltung der Kritik hätte hinwirken sollen, zeigt, wie wenig man im Rathaus die Aufgaben der Kritik begreift. Ein Verlag, der den Anspruch erhöbe, seine Rezensenten beeinflussen zu wollen, würde n i ch: m e h r m i t Persönlichkeiten r e ch n e n dürfen, für ihn wären die Schmocks die einzige Rettung."
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mittags 12 Uhr (
Slln trocken , Beständig
Schön .Veränderlich
Siegen (Wind)
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Sturm
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Telegramm aus Hamburg vom 3. April.
9 Uhr 37 Min.
Prognose für den 5. April: Unbeständiges, böiges, ziemlich kaltes Wetter wahrscheinlich.