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Geneml-Auzkiger
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Amtlichts Organ für Mt- nab Landkrtis Kanan
SksückunsSgeSLHr
Kür Stâ» «ab Landkreis Hanau 10 Wg, dir $8#» tzHraÜWr Kstüzeile ad« deren Raum, für AuSwLUSld Pfg^ fa Aeüameuthrii die Zeit» SS Wg»
Laijochauje» ia Hanau.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, wü belletristischer Beilage,
NÄreatsorL KÄaktarrr G. erregte in Hamm,
Nr. 34. RemfJreiioiiMifuB Nr. 605.
Donnerstag den 9. Februar
FtrârtchmsMilß Nr. 605
1905
Amtliches.
Candkreis ßanau.
Bekann<machun<ie» des Mnlgl. Landratsamtes.
Die Schweineseuche ist in Breitenborn A. W. (Kreis Gelnhausen), in Bonames (Landkreis Frankfurt), sowie in Alzenau und Wasserlos (Bezirksamt Alzenau) festgeßellt worden.
Hanau den 7. Februar 1905.
V 846,847,874 Der Königliche Landrat.
J. A.: Conrad, Kreis'ekretâr.
Stadtkreis ß a n a u.
Bekanntmachung.
Für die Wahl der Beisitzer und Ersatzbeisitzer für das Kaufmannsgericht sind folgende Vorschlagslisten einge- gangen:
DorfchlaqslMe I.
(Handlungsgehilfen.)
Beisitzer: Ersatzbeisitzer:
Charles Ferd. Joseph, Hermann Schüler, Konrad Helbig, Heinrich Loßberger, Friedrich Heil, Heinrich Sandberg.
Wilhelm Waltber, August Brachmann, R chard Dießner, Karl Albach, Jos. Jovry, Christian Stoll.
Vorichlaaslifte II.
(Kaufleute.)
Beisitzer: Julius Berlizbeimer, Ernst A mmermann, Bruno Clauß, Ernst Döring, Hch. Kaiser, Alb. Deines.
E rsatzbeisitzer
Adolf Almeroth, W. Kämmerer jun., Max Mainzer, Hch. Deines, Paul Lauler, PH. Müller.
Vorschlagsliste III.
(Handlungsgehilfen)
Beisitzer: Jo^n Jo^bua, Karl Kalkboff, Jean Lohfink, Ferd. El'aß, Konrad Schmidt, Friedrich Bierbrauer.
Ersatzbeisitzer:
Sally Fürst, Paul Richter, Jean Stock, Emil Arnold, Adolf Sinsheimer, Karl Sommer.
Feuilleton.
Stadttheater in Hanau.
= Hanau, 9. Februar.
Der gestrige Benesizabend unseres Heldenvaters Herrn yans Fink machte uns mit einem Stück Lit-ratur vertraut, die im Rep-rtoir unserer Bühne im allgemeinen ein sehr begrenztes Feld aufweist, indem das Zakt'ge Schauspiel „Der Richter von Zalamea" von Calberon de la Barca, einem der größten dramatischen Dichter Spanien's, zur Aufführung gelangte. Die U-b-rsetzungen seiner Werke ins deutsche stellten sich W. v. SHl-gel und Fr. Kries zur Aufgabe, wâhrcnd kein Geringerer als Wolfgang v. Goethe bemüht blieb, dies-lb°n auf die deutsche Bühne zu bringen. Schon in seiner Jugend, zur Zeit, da er sich für den geistlichen Stand vorbereitete, verriet er ein auffallendes Talent für Poesie, das, mit seiner idealen Phantasie gepaart, ibn zu mehreren geistigen Erzeugnissen veranlaßte, die ihm damals die Gunst deS Hofes und Volkes in hochachtbarer Ver-hrunq sicherten. Sein gestriges Charakterbild zeichnet sich besonders durch psycholoqilch- 1 giften Gebalt aus, das durch die eigenartige Sprache sowie die interessante Szenen« liederung den Zuschauer in ununur» l^ochener Spannung hält, und durch den logisch berbeiqefâhrten Schluß das Schauspiel zu einem gewissen Tendenzwerk erhebt, ^on Alvaro de A'«yde, ein spanischer Hauptmann, entführt in gn Sender Liebe Isabell, die Tochter deS reichen Ban-rn "Pedro / "spo, und übergibt letzteren selbst wegen seines W'verstandeS Verbannung. Entehrt und dem Spiel des SchickialS über» '“Hen, findet Isabell ihren in schmachvoller Weise dem Marterpfahl ^"''gegebenen Vater wieder, den sie, mit der Absicht des @nt» ’^enS, befreit. Da, in diesem heiklen Augenblick, wird Crespo einem Boten die rühmliche Botschaft zu teil, daß man ihn r« Zalame, zum Richter erwâhU habe, und der Hauptmann,
Vorschlagsliste IV.
(Handlungsgehilfen.)
Beisitzer: Ersatzbeisitzer
Charles Ferd. Joseph, Heinrich Sandberg, Herm. Schüler, Konrad Hekbig, Heinrich Loßberger, Friedrich Heil.
Hanau den 8. Februar Der Vorsitzende 1 J. V.:
Wilhelm Walther, Christian Stoll, August Brackmann. Rickard Dießner, Karl Albach, Jos. Jodry.
905.
es Kausmannsgerichts. Wagner.
2730
Beaufsichtigung der
Aleischbelchauer und Trichinenbeschauer durch den Departements-Tierarzt und die Kreis-Tierärzte.
Auf Grund des § 48 B. B. A. vom 30. Mai 1902 und S$ 75 und 77 der 91. B. I. vom 20. März 1903 bestimme ich nachstendes:
I. Die fachmännische Kontrolle der gesamten Tätigkeit der Fleischbeschauer wird vorgenommen
1) soweit e8 sich um die nicht tierärztlichen Beschauer handelt, von den Kreistierärzten innerhalb ihrer Amtsbezirke ;
2) soweit es sich um die tierärztlichen Beschauer (einschließlich Schlachthofrierärzte) handelt, von dem Departementstierarzte.
Letzterer ist berechtigt, auch die nichttierärztttchen Beschauer einer Kontrolle zu unterziehen.
II. Die Revisionen sind mindestens alle 2 Jahre, obne besondere Veranlassung nicht Läufiger als jedes Jahr einmal, jedenfalls — es sei denn in einem besonderen Austrage — nicht öfter als 2 Mal in jedem Jahre, und zwar tunlichst bei Gelegenheit anderer Dienstreisen, oder, falls dies nicht zu ermöglichen ist, nur auf Rundreisen auszuführen.
Dabei ist insbesondere zu prüfen, ob
a) die nichtNerärztstchen Besckauer noch die Befähigung zur Ausübung der Beschau besitzen;
b) die Ausrüstung des Besckan-rs (Mikroskope, Messer, Beschaustempel re.) sich in vorschriftsmäßigem und gutem Zustande befindet;
c) die Beschanbücher (§ 47 b. B. B. A. vom 30. Juni 1900) ordnungsmäßig geführt sind und die statistischen Ausammenstellttngen mit den Eintragungen in den Be- schaubückern übereinstimmen (vergl. meine Verfügung vom 19. Januar 1904 A TT 394):
auf Befehl Don Lope's, eines Generals, zur Rechenschaft gezogen sei. Cr-spo, der, wie er sich auSdrückt, die Ehre für das höchste Eigentum der Seele ansiebt, bittet nun Aloar», tiefzerschmettert, kniefällig, seine Tochter als eigen zu betrachten, einem Verlangen, dem sich Alvars aus Standesrückstchlen »Geriest. Bei dieser Offenbarung ist nun der letzte Funke Mitleid Crespo's erloschen, er wacht von seinem R'ckteramt Gebrauch unb läßt Alvara zum Galgen führen. Dadurch bat er abw von seiner Stellung ein zu weit gehendes Recht geübt, indem er ferne Machtbefugnis über einen Krieger sich erlauben durfte, weshalb man ibn darüber zur Verantwortung ladet, die der erschienene König zu Gunsten Crespos zu entscheiden gembt, da selbiger in Gefahr seiner eiqenenVerson der Gerechtigkeit Genüge leistete, um den Ruf seines HauseS hoch zu halten.
Herrn Fink könn-n wir das Lob spenden, daß er das Werk in hochbefriedigender Weise, in seiner Eigenschaft als R-qiffkur, inszenierte. Sein Pedro Crespo war eine iabeltoie Leistung. Der Künstler verstand diese Figur markig, überzeugend und voll tiefer Empfindung, besonders im letzten Akte, zur Schau zu bringen. Stramm, sowie glaubhaft in seinem schwärmerischen LiebeSwabn prä entierte sich Herr Schneider als „Don Alvaro", während Frl. H e i d e n f e! s die tief gebemütigte, verzweifelnde „Isabell" zur vollsten Zufriedenheit gestaltete; die Erzählung im 3. Akte müßten wir als besonders gelungen bezeichnen. Der durch seine Zttjâhriae Knegtzsübrung in Flandern halbinvalide gewordene „Don Lope" fand durch Herrn Römer einen sehr qeeign*ten Vertreter, der sich aber noch ab und zu vor einigen Uebertreibungen baue bewahren müssen, die sich bei dem Ausdruck deS Schm-rzes geltend machten. Vorteilhaft im äußeren Auftreten und sympathisch in der Darstellung bewies sich Herr Hoffmann als der von glühenden Racheplänen durchdrungene „Juan", dem sich mit der Darstellung der „Rebolledo" Herr O s k a r s e n bestens in Sprache und Auffassung anzüschließen verstand. Sehr gut gefiel uns der Sergeant des Herrn Neruda, Zwei interessante
j d) in den Fällen, in denen der Beschauer die ihm zu« stehenden Gebühren selbst erhebt oder seitens der Gemeinde mit der Erhebung betraut ist, die Gebührm-Er- Hebung ordnungsmäßig erfolgt ist;
e) die sonstigen Vorschriften über die Schlachtvieh- und Fleischbeschau sowohl seitens der Beschauer als auch der Tierbesitzer eingeboren werden.
Der revidierende Tierarzt hat, soweit irgend möglich, der Ausführung einer Schlachtvieh- und Fleischbeschau durch den Beschauer beizuwohnen oder ein von diesem untersuchtes Tier nachzuuntersuchen.
ITT. Die beamteten Tierärzte haben, abgesehen von der unter Nr. TT vorgeschriebenen regelmäßigen Revision bei jeder sich außerdem bietenden Gelegenheit, insbesondere auf ihren Dienstreisen und bei sonstiger BnWe^nbeit am Wohnorte eines Beschauers, sich von der ordnungsmäßigen Ausführung der Beschau rc zu überzeugen.
TV. Die beamteten Tierärzte haben über die von ihnen zu beaufsichtigenden Beschauer Listen zu führen, die durch Eintragung aller Veränderungen stets auf dem Laufenden zu kalten sind, und in welche das Datum der von ihnen vorgenommenen Revisionen, sowie die wichtigeren dabei gemachten Beobachtungen zu vermerken sind.
V. Werden bei den Revisionen Mängel vorgefunden, welche einer beschleunigten Abhilfe bedürfen, so ist hiervon dem zuständigen Landrat, in Städten mit mehr als 10000 Einwohnern der Ortspolizeibehörde unverzüglich Anzeige zu machen.
VI. Die vorstehenden Bestimmungen finden auf die Revision der Trickinenschauer sinngemäß Anwendung mit der Maßgabe, daß die Revisionen tunlichst und, so weit nicht aus besondern: Gründen Abweichungen geboten erscheinen, mit den Nachprüfungen der Trichinenschauer zu verbinden sind.
Haffes, 23. Januar 1905.
Der Regierungs-Präsident. Tritt zu Solz.
Wird veröffentlicht.
Hanau den 2. Februar 1905.
Der Magistrat.
Dr. Gebeickn8. 2719
Hus ßanau Stadt und Cand.
Hanau den 9. Februar.
V-aânperional-Nachrrcht en.
Ernannt: der Pfarrer ertr. Walther aus Harle zum Pfarrer in Laudenbach, Klaffe Lichtenau, der Hilfsyfarrer Clermont in Zennern auf erfolgte Präsentation zum Pfarrer in Völkershausen, Klaffe Elchwege.
Figuren, die ihre einwandsfreie Erledigung fanden, stellten dk Herren Gehrmann und Na u en d or f als „DonMendo" und „Nuno" auf die Bühne. Auf sehr tr-ff-mde Art wußte Herr D e r z b a ch in der kleinen Partie des „König v. Spanien" in Bezug auf Sprache und Aussehen zu w rken. Die Marke» tenberin „Chispa" wurde durch Frl. I a i d a natürlich wiedergegeben. Ferner waren noch beschäftigt Herr Krug (Gerichtsschreiber), Frl. Keppler (Ines). Daß man im 1. Akt von dem 2 Treppen hohen Zimmer bei offener Türe den Waldessaum als Hintergrund erblicken konnte, ist wohl ebenso auf ein Versehen der zu raschen Verwandlung zurückzuführen, als wie wir im letzten Akte eine Wald- kulisse in einem Zimmer zu beobachten Gelegenheit hatterr
Frankfurter Theater.
OpekN^aus. Freitag den 10. Februar 1905 : Geschlossen. Schartspteiharrs. Freitag den 10. Februar 1905, abends 7 Uhr: „Der Pfarrer von Kirchfeld". Schauspiel in 4 Akten (her erste Akt in 2 Bildern) von L. Anzen-' gruber. Wurzelsepp: Herr Oskar Hofmeister vom Deutschen Theater in Berlin a. G. Abonnement D 14. Vorstellung. Gewöhnliche Preise.
TeLegraphlschee Wetterbericht der deutschen Seewarte.
Telegramm aus Hamburg vom 9. Februar.
9 Uhr 95 Minuten.
Ein Maximum von 779 mm lagert über Böhmen, eine Depression unter 750 mm über Nordeuropa. In Deutschland ist die Witterung ruhig, teils heiter, teils neblig, stellenweise ist etwas Niederschlag gefallen.
Prognose für den 10. Februar: Nebliges Wetter, ohne
erhebliche NDerschläge Md wenig WärmeândemnA wahrscheinlich.