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V«W Abonnenten mit das bearfseildeo Poftaugchla-,

General-Anzeiger

rSmseahause» in Harum.

Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Kana«.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Vellage.

HespaWuePahMle »da OerenRouie. für SuSsâMhS Pfg., ta Ktilamentbal bw Zeit« 26 Wg,

9tf* 24» Fernsprechanschsnß Nr. 605»

Samstaa den 28. Mannar

Fernsvrechtmscklnß Nr. 605»

1905

Amtliches.

Candhrete Ranau.

Bekanntmachili>"eu des KSnil>l. Landratsamtes.

3m hiesigen Scklackthofe wirb der Schlacht-direkt or in der ^eit vom L bis 28. Februar einen Ausbilvungs- fursus für Scklacktmeb- nnd Fleisebbeltauer und vom 28. Februar bis 8 März einen solchen für Trichinen- benyauer abhallen. Die Teilnehmer müssen täglich im Schlackt- Hofe anwesend sein. Die Gebühren für die Teilnahme am ,turfu3 für Schlachtvieh- und Fleiichbeschauer beträgt 30 Mk. Md für den Kurans für Trichinenbeschauer 25 Mk. , Teil- mhwer an beiden Kursen zahlen tm ganzen 50 Mk. Gebühren.

Meldungen zur Teilnahme sind an den städlisben Scklackt- Hofdirektor, Herrn Becker hier, zu richten. Die G.bübren sind vor Beginn des Umerrickts an die hiesige Schlachthof­kasse zu entrichten. Eine Rückerstattung bei Rücktritt vom Kursus erfolgt nicht.

Die Herren Bürgermeister ersuche ich auf diese Ausbildungs­kurse aufmerksam zu macken.

Hanau den 26. Januar 1905.

Der Königliche Landrat.

V 631 v. Beckerath.

Gefundene nnd verlorene Gegenstände re,

Gefunden: 1 schwarze Kinderpelzkappe, 1 weiße Damen- Nacktjacke (qez. K. E.), 1 röil'che Herren-Unterhose, 1 schwarzer Gliedergârtel, 1 Kinder-Filzsckuh mit Pelzbesatz, 1 Protokoll­buch eines scheinbar neu gegründeten Vereins, 2 Taschentücher, das eine gez. J. R., das andere K. R., 1 kleiner Sckinss-l mit Eiienschild mit der Nr. 194, 1 Portemonnaie mit 1.23 Mk., 1 brauner Pelzkragen.

Verloren: 1 schwarzseidener Damenaürte! mit Stahl- spange, 1 schwarzes Notizbuch mit Notizen für Milchlieferungen,

1 oxydierte Damenuhr, 1 Vundeholsband, 1 altdeutsche silberne Bro che in Form eines Rechtecks mit roten und weißen Stein­chen, 1 Spazierstock mit Silbergriff.

Zugelaufen: 1 gelber schottischer Schäferhund mit weißer Halskrause m. Gechl.

Hanau den 28. Januar 1905.

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Hue Ranau Stadt und Cand.

Hanau den 28. Januar.

Kaisers Geburtstag ist auch diesmal in unterer Stadt w'-der in würdigster Weise gefeiert worden. Ueber die Veranstaltungen deS Vormittags haben wir bereits berichtet.

Am Nachmittag vereinigten sich 108 Herren (Offizierskorps Md Bürgerschaft) zu dem offiziellen Festesten in der Cntral- Halle, bei dem Herr Oberst T v l f f in markige Worte ge­kleidet den Kai'erwast ausbrachte. Das Mahl nahm den anregendsten Verlauf, umsomehr als auch Herr Restaurateur Leipold es . an nichts hatte fehlen lassen. Die am Abknd in den verschiedenen Lokalen abaebaltenen Mann­schaftsfeiern nahmen gleichfalls den gewohnten besten Verlauf. Die einzelnen Truppenteile hatten in bisheriger Weile alles en^tBoten, die Feierlichkeit besonders würdig zu arrangieren.

Fürst Karl von Hanau f. Gestern früh 3 Uhr verschied in Cassel nach kurzem Krankenlager an den Folgen der Influenza Seine Durchlaucht Fürst Karl von Hanau und zu Horiowitz, Graf von Schaumburg, im 65. Lebensjahre. Fürst Karl von Hanau war geboren zu Castel am 29. Noobr. 1840 als der drittälteste Sohn Sr. Königlichen Hoheit des Kurfürsten Friedrich Wilhelm I. von Hessen und seiner Gemahlin Gertrude Furoin von Hanau, Gräfin von Schaum­burg. Der damalige Prmz Karl trat bei der kurbessi cken Arnllerie ein und war 1866 Pren.ierleutnant. Am 11. November 1882 vermählte sich Prinz Karl von Hanau zu Hannover mit Hermine Gräfin Grote aus dem Hause Breeie. Er nahm seinen Wohnsitz auf dem von ihm angekaulten Gare Hohenborn bei Zierenberg und zog später nach Castel, wo er eine Villa auf 'dem Müncheberg bewohnte und im vorigen Jahre eine Villa auf der Terrasse ankau te, welche in elegantem Si le ausgebaut wurde. Nack dem Tode seines Bruders, des Fürsten Wilbelm, trat er in den Besitz des Fürstentiiels und des Fürstlichen Majorates, welches die Fideikommiß-Herr- schaften Horowitz und Jinee mit Dezdeditz in Böhmen umfaßt. Doch behielt Fürst Kar? seinen Wohnsitz in Cassel. Fürsten- Mel und Majorat gehen nunmehr auf den zweitjânasten Sohn des Kurfürsten, den Prinzen Heinrich, geb. zu Castel am 8. Dezember 1842, über, welcher unvermählt in Berlin lebt.

"Bezüglich -er Erhebung vonKanaltsatlons- gebnhren hat soebendas Oberoerwaltungsgericht eine wichtige Entscheidung gefällt. Nach dem § 4 des Kom«

Die heutige M

munalabgabengesetzes vom 14. Juli 1893 können die Ge­meinden für die Benutzung der von ihnen im öffentlichen In­terests unterhaltenen Veranstaltungen besondere Vrrqütunaen erbeben. Auf Grund des § 4 ist für eine Stadt eine Ord­nung ergangen, nach der nicht nur die Eigentümer, sondern auch die Mieter zur KanalilatisnSgebübr beranznzieben sind- Als eine solche Gebühr von einem zur Miete wohnenden Re- gierunqkrat gefordert wurde, strengte er auf Freistellung von ihr nach fruchtlosem Einspruch Klage an. Er behauptete, daß daS Gesetz nur gestatte, die Hausbesitzer mit den Kosten der Kanalifaton zu belasten. Der Bezirksausschuß wies die Klage ab. Er führte an, daß die Gemeinden mit der Ein­führung der Kanaliiation nickt nur den Zmeck verkolg'en, den Hauseigentümern die Beseitigung der Abwässer zn erleichtern, sondern auch und zwar an erster Stelle, die gesundheitlichen Berhâltn ffe im Interesse der Gesamtheit der Bevölkerung zu fördern, insbesondere der Ausbreitung ansteckender Krankheiten zu begegnen. Die Einführung der Kanalisation habe zur Folge, daß die Straßen in einem reineren Zustande erbali-n würden. So könnten sich die Mieter nicht beschwert fühlen, wenn auch sie für die Kosten der Kanalisation in Anspruch genommen würden. Der Kläger legte gegen die Entscheidung deS Bezirksausschusses Revision ein. Das Oberverwaltung-- gerickt hat sie mit der Begründung zurückgewiesen, daß kein gesetzliches Hindernis besehe, neben den Hausbesitzern auch den Mietern eine Gebühr bet Benutzung der städtischen Kanalisation anfzuerleqen.

(Frkf. N.)

* Kollekte für die Kkn-erheilanstalt in Ba- Orb. Gegenwärtig wird die von dem Oberpräsidenten für die Kinderheilanflalt in Bad Orb genehmigte Kollekte in un­serer Stadt erhoben. Sie soll mit diesen Zeilen unseren Mit­bürgern auf8 Herzlichste empfohlen fein. Gleichzeitig sei darauf hingewiesen, daß in umflossenem Jahre aus der Stadt Hanau nicht weniger als 150 Kinder an den versriedenen Pflege- kursen der Anstalt beteiligt waren, für die unter allen Teil- ne^m-rn der qetimfte Pflegesatz bezahlt wurde. Es darf des­halb dem freundlichen Wunsche Ausdruck geoeben werden, eS möchten bei der Begonnenen Sammlung sowohl der Privat- wo")llâtiak°it nicht allzuknoppe Schranken gezogen, als ar$ der Anwalt des ö'teren in besonderen Geschenken, Vermächl- niss'N rc. gütigst gedacht werden, woran eS seither gerade von Hanau aus ganz und gar ge^lt hat. De Anstall hat es in ihrer nunmehr 20jährigen Tâliokeit um das Wohl der leidenden K'nderwelt Hanaus nachweislich reichlich verdient, daß sie ganz besonders freundlich und entgegenkommend in unserer Stadt unterstütz wird.

* Ein ErknnentttsiSzerchen für Elsenbahnbe- amtr. Der Kaiser hat an seinem Geburtslage in Aner­kennung der ho'zen Bedeutung der Staatsei'enbahnverwallunq für das gesamte Staa's- und Versehr*leben und zum Ansporn fernerer treuer Pflichterfüllung den Bediensteten der StaatS- e'senbabnverwaltunq einen Gnidenbeweis durch Verleihung eines Erinnerungszeichens für vorwurfS'reie 25« und 40jährige Dienstzeit zuteil werden lassen. Die Abzeichen sind nach einer vom Kailer eigenhändig entworfenen Hand Zeichnung anzufertigen.

BefSr-ert. Major o. Besser, aggregiert dem In- fauierie Reyimknt Hessen-Homburg, wurde unter Versetzung in daS Jnsanterie-Reqiment Nr. 51 (Breslau) zum BataillonS- Kommandeur (3. Bataillon) ernannt. Zu Leutnants be­fördert die Fähnriche Bothe im W anen - Regiment Nr. 6, Heyser im Jn'anterie-Regiment Hessen-Homburg Nr. 166.

Die Erbamtng der freireliqiö en Gemeinde findet, wie uns milgetk'it w>rd, morgen nicht statt.

* Lratorienverein, Wir machen die verehr!. Mit­glieder auch an dieser Stelle auf die heute abend präzis 71/» Uhr im Stadtschlost stattfindende Probe oulmerkiam.

Parolemttfik. Die Infanterie« Kapelle spielt morgen mittag folgende Stücke: 1)Monibt-^, Marsch von A. Trenk­ler; 2) Ouvertüre z. Op.Tie weiße Dome" von Boildieu;

3)Fächerspiele", Walzer von J. Klein; 4) Intermezzo a. d. Op.Cavalleria Rusttcana" von Mascagni; 5) Fantasie aus N. WagnerSLobengrin" von Schreiner.

9 Stadttheater. Der morgen Sonntag nachmittag zum letzten Male in Szene gehende Schwank:Der Kilometer« fre f fer" von Kurt Kraatz wird bei bedeutend ermäßig­ten Preisen gegeben: Fremdenloge 1 Mk., I. Rangloge, Parkett, Parterreloge und I. Sperrsitz 75 Mg., II. Sperrsitz 70 Pfg., Stehparkett 60 Pfa., Parterre 50 Pfg., Amphi­theater 40 Pfg. und Gallerie 25 Pfg. Das überaus luftige Stück wird sicher auch morgen nochmals seine Zugkraft be­weisen. Abends geht Otto Erick Hart'.ebens Osfiziers- tragüsie:Rosenmontag" mit Herrn Karl Becker aI8 Gast in der Rolle desHanS Rudorff" in Szene und möch­ten wir auf dieses ergreifende Werk nochmals besonders hin- weisen. In Haupirollen sind beschäftigt: Frl. Helliot als Mmer rrmkakt aMev dem Unterbaltuna^

'Traute", ferner die Herren Merker (Harold Hofmann), Zeis (Grobitzsch), Fink (Schmitz), Osearsen (Peter> Hoffmann (Paul), Derzbach, Krug und Nauen­dorf. Der Vorverkauf findet h-ute Samstag nachmittag von 45 Uhr an der Theaterkasse statt.

* Sumker-Maskenball. Der durchaus gute Verlaus des vorjährigen Sumiel-Maskenballes veranlaßt daS Ver gnügungSkomitee, auch in diesem Ja^>re ein Maskenfest zu ver^ anstalten und zwar soll dasselbe, wie wir erfahren, in dem Rahmen einet internationalen Bauernfestes mit großen Ueber- Waschungen abgehalten werden, jedoch ohne Kostümzwang. Wir sind jedoch noch nicht in der Lage, näheres hierüber zu ver­raten. Dasselbe findet SomStag den 25. Februar in der Sälen herCentralHalle" statt. Liste zirkuliert.

* Christlicher Holzarbeiterverband. Die hiesige Zihlstelle hält am Sonntag den 29. Januar im Lokale zum Braustübl, nachmittags V<4 Uhr eine öffentliche Versammlung ab, in welcher Herr A. Kempf, Gauvorstand, daSReferat bat. Freie Diskussion nach dem Referat läßt erwarten, daß die hiesige christlicke Arbeiterschaft dieser Versammlung ein reges Interesse entgegen bringt.

* Schneefall. In verflossener Nacht trat Schneefall ein, der Feld und Flur mit einer leichten weißen Decke über« zogen bat.

Unfall. In der Wohnung des Kaufmanns W. in der Bruckkâbelerlandstraße fließen gestern abend die Kinder die Petroleumlampe um, wodurch Petroleum auf den T'sch floß und in Brand geriet. Die Hausfrau wollte schnell mit .her Sckürze dos Fm»r dämpfen, jedoch fingen dabei die Schürze und das Kleid Feuer und' die Frau selbst erlitt an den Armm schwere Brandwunden.

KonzerthausGermania". Eine neue Sehenswürdigkeit, nämlich einen Riesen im Ge­wicht von 372 Pfund, bietet morgen der rührige Restaurateur Herr S ck e m b e r seinen Gästen im KonzerthausGermania^ nm Paradeplatz. Ueber den Besuch diesergewichtigen" Per­sönlichkeit in Cassel schreibt dieC. A. Z." u. a.:Wirklich ein Prachtmensch, ein Rete!" hörte man gestern nachmittag in der Wilhelmshöher-Allee und der Königstraße die Passanten ausrulen, als ein anscheinend noch junger Mann von kolossa­lem Körp-rumfang, aber mit schönen, einnehmenden, nur ein wenig weiblichen Gestüt- zögen, in einer offenen Equipage sitzend, auf einer Spazierfahrt die genannten Straßen passierte.

Auf Befragen erfuhren wir, daß dieser junge, erst neunzehn­jährige Mann, der so daS Wohlgefallen aller, Damen wie Herren, erregte, ein junger Ungar, Varadi Peter, ist, der das ansehnliche Gewicht von 372 Pfund täglich auf seinen zwei Beinen umherzutragen gezwungen ist, welch letztere dafür nv dessen auch von ganz besonderem Umfange sind. Wie ferner auS Bern Annoncenteil ersibtlich, tritt zugleich auch die beliebte Damenk'velleGitela" auf.

Wiener Spitze. Im Dariötö- Md Konzertbaus Wiener Spitze" tritt morgen in zwei Vorstellungen das be­liebte Duettistenpaar Geschwister Sck adt auf. Zur Auf­führung gelangt u. a. die lustige Posse:Doktor Kutelkraur und der unbekannte Bräutigam."

* Frankfurter Bau. Wir empfehlen auch an dieser Stelle einen Besuch der morgigen Damenkonzerle. (Näheres siehe Jn'erat.)

* Brauerei Dörr. Bei dem für die morgigen Vor­stellungen vorgesehenen hübschen Programm ist heitere, ange­nehme Unterhaltung sicher zu erwarten.

* Im Kaiser Frie-rich findet morgen große must- kalische Unterhaltung statt. Wie auS dem Inserat ersichtlich ist, findet man eine genügende Abwechslung, und dürfte^ alle die Veranstaltung daS Ziel vieler Familien und Spaziergänger sein. Der Benyer deS Restaurants Hr. Ernst hat es sich an­gelegen sein lassen, gute, hiesige Musiker zu engagieren, das Lakal ist durch Anbau eine- schönen Sälchens vergrößert.

* Das Hahuenkamruharrs ist Sonntags von 11 Uhr ab geöffnet.

Die stä-tifche Bibliothek Gärtnerstraße 67 (alte Zeichenakademie) ist SonniagS, Mit­wochs Md Samstags von 11 bis 1 Uhr zur kostenfreien Benutzrmq für das Publikum geöffnet. Gesamtkata­loge sind in der Bibliothek zu haben.

Aanauer Vereins- n» Vergnüg,rng«machrichte« für SamStag den 28. Januar.

Oratortuwereln: Abends 7'/. Uhr: Probe im Saale *>e8 Stadt'chlosscs, Lerem Mâr: Abends 8 Uhr: MaStu.ball in den Sälen du e4en. tr-lhalle".

Damen-Orckester^orizertGisela".

KonzerthalleFrankfurter Bau': D^men-Kou-iert.

89,7» Uhr: Turnen aer Jugendabtriluna.

AVatteetifa?« Arbeiterverein: Beremtrodend unv Mitgiiederaüfnahm? im BeremslotaleBrauerei Wewmavtel^

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