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Hanauer

ej^eg8>ttilt

visteliShrlich 1,80 Mk., mouarlich 60 Pfg., für E- «âru-r LLonnemen mit dem betresiendeo Poftauffchteg.

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tot emzeUu Nummer lsstet 10 Wg.

General-Anzeiger

Wümckt uab verlegt in der Buchdruckern bei verein. w. VmjachaujeL in Hamm.

J, Grgan für Stadt- und Fandkreis Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Bellage.

MsrückusßSgeSLHe

Für Stadt- «ab Landkreis Hamm 10 W& die süsf» gesPattWe Petitzsl» ob« been Raum, für AuSwÄrg 15 Pf^., 40 MÜamsulheü die Zeile 22 M-v

für Auswärts 86 Wg.

LKaâsrü. RSaktmrr 6. Schreâsr 6t Heuru

Nr. 8.

Ferusprechanschluß Nr. 605»

DienStaa den 10. Januar md«»««^ Nr. eos. 1905

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Amtliches.

Konkursverfahren.

Ueber das Privatvermögen der beiden Gesellschafter der offenen Handelsgesellschaft in Firma BeiSler & Reis hier nämlich:

1) deS Kaufmanns Ferdinand Deisler von Kesselstadt, T) deS Kaufmanns Karl Reis von Hanau z. Zt. unbe­kannten Aufenthaltsortes,

ist heute am 7. Januar 1905, mittags 12 Uhr 10 Minuten, das Konkursverfahren eröffnet. Der Rechtsanwalt Dr. Nußbaum in Hanau ist zum Konkursverwalter er­nannt. Offener Arrest und Anzeiqepflicht sowie Termin zur Anmeldung bis zum l. Februar 1905. Erste Glâubiqer- veriammlung am 1. Februar 1905, vormittags 10 Uhr. Prüfungstermin am 15. Februar 1905, vormittags 10 Mr, vor dem Königlichen Amtsgericht, Abt. 5 hier, Marktplatz 18, Zimmer Nr. 5.

Hanau den 7. Januar 1905»

Königliches Amtsgericht 5. 665

Holz-Verkauf.

Königliche Oberförsterei Wolfgang.

Am Dienstag den 17. Januar d. Js. von vor­mittags 10 Uhr ab, soll in dem GasthofZum Forlt- hauo" bei Hünou nachstehendes r-olz auS dem SLutzbezirk Neuwirtshaus, Jagen 94 b Sckutzbenrk Lamboybrück Jagen 100 b, 101b c, 103 a, 112 c, 122, 129, 130,134 und zwar: Eichenr 276 Stämme IV., V. Kl. = 75,29 fm, 11 Iw Nutzscheit I., II. Kl., 23 rm Nutzknüpvel, 129 rm Scheit, 96 rm Knâpvel, 40 im Siockholz I. Kl., 16,50 Hdt. Reis IH. Kl.

Buchen (Hainbuchen, Rotbuchen, Eichen, Aborn, Rüstern): 172 Stämme IV., V. Kl. 42.22 fm, 7 rm Nutzscheit I., I[. Kl., 0 6 rm Nutzknüppel, 31,5 rm Scheit, 39 rm Knüppel, 10 rm Stockholz I. Kl., 13,30 fSbt. Reis III. Kl.

And. Laubholz (Erlen rc.): 3 Stämme V. Kl. = 0.98 fm. 81 rm Scheit, 56 rm Knüppel, 23,00 Hdt. Reis III. Kl.

Rudelholzr 2 Stämme V. Kl. 0,18 fm, 62 Stück Stangen l./lH.Kl., 5,80 Hdt. Stangen IV./VIII. Kl., 2,5 rm Scheit, 14 rm Knüppel, 3,00 Hdt. R-iS III. Kl.

öffentlich meistbietend zum Verkauf auSaebolen werden. 680

Feuilleton.

Zur Wiedertröffnnng der Himaucr Siiifonickoiizerte.

Nächsten Donnerstag den 12. Januar b. I. findet im hiesigen Stadttheater das erste der drei Sinfoniekonzerte statt, welche der Kapellmeister des hiesigen Infanterieregiments, Herr Karl Schmidt, für dielen Wmter geplant hat. Vor einigen Jahren schon war von derselben Seite der Versuch ge­macht worden, in die regelmäßigen musikalischen Veranstaltungen, welche die Wintersaison dem Hanauer Publikum bringt, einen Zyklus von einigen Sinfoniekonzerten einzu'ügen. Dies-r Versuch ist damals leider mißglückt und zwar hauptsächlich ba» durch, daß die mit Musik ja allerdings reichlich versehenen Hanauer Konz-rrh-s«cher jenem neue« Unternehmen gegenüber eine gewisse Zurückhaltung beobachteten. In dieser Beziehung scheint sich aber nunmehr ein Wandel der Meinungen vollzooen zu haben ; denn die Wiederaufnahme der Sckmidt'schen Sinfonie- konzerte ist überall einem lebhaften Interesse begegnet. Die Aste der Abonnenten reicht bereits annähernd soweit aus, um in ihrem finanziellen Effekt die nötige pekuniäre Unterlage zu schaffen für die Lebensfähigkeit der bew. Konzerte. Hoffentlich finden dieselben noch eine vermehrte tatkräftige Unterstützung durch weitere Abonnements und durch eine recht rege Benutzung von Tageskarten, damit die mühevolle und in ideeller Hinsicht verdienstvolle Arbeit der beteiligten Musiker sich auch in ge- Wifser anderer Beziehung wenigstens einigermaßen verlohne und dadurch der Fortbestand der Sinsonirkonzerte auch für die Zukunft gesichert sei. Dies zu erreichen, wäre für das musi­kalische Lkben in unserer Stadt kein geringer Vorteil, und der in der breiten Masse unserer Einwohnerschaft stark ausgeprägte Sinn für gute Musik verdient es auch, daß man ihn erhalte, leâie «ud erMfiero durch dje Sicherstâng s-lchrr lokaler

SflntoirWilidjtr Aeisverti» Smu.

Nächste Versammlung Samstag den 14. d. Mts., nachmittags S1^ Nhr, im Gasthaus zum goldenen Löwen hier.

. Tages-Ordnung:

1. Geschäftliche Mitteilunaen.

2. Vortrag des Herrn Oekonomierats G e r l a u d üßer Viebversicherungen/

3, Ausnahme neuer Mitglieder.

4. Betrifft die hiesige Kornhausgenosienschsst.

5. Sonstige Mitteilungen.

Die Herren Bürgermeister wollen die vorstehende Bekannt­machung des landwirtschaftlichen Kr-isvereins in den Ge­meinden wiederholt in ortsüblicher Weise bekannt machen.

Hanau den 6, Januar 1905.

Der Köniqliche Landrat.

D. Beckerath.

Hus Hanau Stadt und Cand.

^anau den 10 Januar.

Vereinfachtes Abfertkgnngsverfabren im Eiienbabngttterverkehr. Die große Vereinfachung im Ablertiaungswelen des Eisenbahn-Güterverkehrs, welche am 1. F-bruar 1904 aus den Preußisch-Hessischen Staatkhabnen zur Einführung gelangte, bar sich gut bewährt und ist infolge» dessen am 1. Januar 1905 mit geringen Aenderungen von sämtlichen deut 'chen Eisenbahnverwaltungen übernommen und zur Einführung gebracht worben, Die Vereinfachung besteht bekanntlich im wesentlichen in der Beseitigung der Güterfracht- karlen und in der Verw-ndunq von Frachtmarken und bedeutet für die Eisenbahnverwsltunnen eine große Arbeitsersparnis, die wieder einer beschleunigten Abfertigung, Verladung, Ent­ladung und Aushändigung der Güter zu gute kommt. Die Geschäftswelt wird durch das Verfahren nach wie vor nicht berührt. Nur werden abweichend vom seitherigen Verfahren die Frachtmarken nicht mehr an die Geschäftswelt verkauft, sondern nur noch von den Eisenbahn-Abiertignngsstellen selbst als Verrechnun^smittel benutzt. Veranlassung zu dieser Maß­nahme war der Umstand, daß seitens der Geschäftswelt von den Marken fast gar kein Gebrauch gemacht und kein Wert auf die Einrichtung gelegt wurde.

* Das Ausfuhrverbot für Futtermittel in Oesterreich-Ungarn kam in der letzten Vorstandssitzung der Casseler Landwutichoslskommer zur Sprache. Bei bietet Gelegenheit wies Oekonomierat Rexerodt darauf bin, daß durch

Musikaufsührungen, die in gediegener Weist auch dre sogenann­ten großen Formen der Orchestermusik borbieten.

Für das erste Sinfonukonzert am nächsten Donnerstag ist Herr Kapellmeister Schmidt bemüht oeweseu, sein neues Unternehmen aufs beste einzuMren : Das vorliegende Programm eröffnet in seiner Vielqestaliiakett einen Ausblick auf die mannigfachsten musikalischen Genüsse. Im Mittelpunkte des Kon?°rt"8 siebt Beethovens F-dur- Sinfonie Nr. 6. Sie gibt eine musikalische Schilderung des Landlebens und wurde deshalb vom KomponistenPastoral ^Sinfonie" genannt. In der äußeren Form umfaßt die Pastoral-Sinfonie 5 Teile (Sätze):

1. F-dur, Allegro ma non troppo, 3/* Takl.

Das Erwachen heiterer Empfindungen bei An­kunft auf dem Lande wird ae'childert.

2. B-dur, Andante molto moto, 13/s Takt. Stellt eine Srene cm Bache dar.

3. F-dur, Allegro, eU Takt.

Die Landteule sind bei fröhlichem Tänze in Aist und Heiterkeit versammelt.

4. As-dur, Allegro, */< Takt.

Ein Gewitter zieht herauf, Simm und Wetter- branstn erbebt sich.

5, F-dur, Allegretto, 6/s Takt.

Das Unw-tier ist g'ücklich vorübergezogeu, Hirten­gesang ertönt (K'arinetten-Solo, Horn rc.) und bringt frohe und dankbare Gesü^le zum Ausdruck. Außer der Pastoral-Sinfonie verzeichnet das Programm an Orchesterwerken noch Mendelssobn-Barthoidy's OuvertüreMeerstsstille und glückliche Fahrt" und eineTarantella" von Brase. Die Form der Ouvertüre ist genuq'am bekannt. Ueber dieTaran­tella" ist zu bemerken, daß dieselbe ursprünglich ein süv- italienischer, heißblütiger Nat'oralianz war. Im Ausbau erweitert und oft mit kleiner thematischer Arbeit versehen, ist sie eine beliebte Form der Konzertmusik geworden. Der NameTarantella" wird vonTarantel" hergeleitet, le»,er BogchpjlM, besen nach dem V-zk^glMben eine

die vorgekommenen Uebertreibungen der Futternot die deutsche Lütidwirtschaft um Millionen geschädigt worben sei, indem die Futtermittelpreise über Gebühr in die Höhe getrieben worden seien. Redner empfahl deshalb, den Landwirtschaftsminister zu ersuchen, bet berartiaen Nolsiändm auflauchende Klagen ein­gehend prüfen zu lasten, bevor die Berhältniste als wirklicher Notstand anerkannt und Notstandsmasireyeln getroffen würden,

* Zollbehanhliing von ausländischen Waren­mustern in Mexiko. Laut Zirkulars deS Generalzoll- direktors vom 4. August 1904 dürfen gemäß den vom Finanz­minister erlassenen Erläuterungen zu Artikel 217 der Zoll­ordnung Schmuck gegenstände auS Gold, Silber ober Platina, mit ober ohne Steine, als Muster im Sinne deS genannten Artikels nicht betrachtet werden; sie können demnach nur nach endgüstiaer Entrichtung des Eingangszolles über die Zollämter zugelasten werden.

* Stiftungen. Die Witwe des Vizebürgermeisters Heraeus, Frau Katb. Heraeus, bat der Stadt drei Sttstungeu im Geiamtbetraie von 63,000 Mk. zugewendet. Weiteres über den Zweck der Stiftungen wird die nächste Stadtver- ordnetensitzung erbringen, doch kann jetzt schon mirgeteilt werden, daß die Zinsen einer 50 000 Mk. betragenden Stif­tung zur Unterstützung unverschuldet in Not geratener Familien, 7000 Mk. für ein Freiheit im Diakomstenh im und 6000 Mk zur Erweiterung eines Fonds für Unterstützung Hinterbliebener städtischer Beamten bestimmt sind. Der WohltätigkeitSsinnder Familie Heraeus bat sich hiermit neu bewährt.

Kalauer Tierschuhverein. In seinem Vereius" lokale (Restaurant Mohr) dielt gestern abend der Tierlchutz- verein seine erste Vorstandssttzung im neuen Jahre ab, die in gewohnter Weise mit einem einfachen gemeinscbafilichen Abend- esten verbunden war. Auch Freunde der Tierschutzsache hatteri sich auf Einladung zahlreich kistgefunden. Der Vorsitzende des Vereins Herr Pfarrer Hufnagel hielt eine in markige Worte gekleidete Ansprache, die als besonders erfreulich die Tatsache hervorhob, daß die Bestrebungen der Tiersckutzvereine immer nachhaltiger in das Volk einbringen, stets weitere Kreise ziehen, auch die Staatsregierung Hand in Hand mit den Tierschutz vereinen gehe, so namentlich in der Angelegenheit be? Vogelschutzes.

StadLIheatev. In dem morgen neu einstudiert zur Darstellung gelangenden erfolgreichen Lustspiel:Im bunten Rock" wird Frl. bi Ranucci wiederum Gelegenheit habe», sich in der ihr besonders zusagenden Partie der Amerikanerin Miß C!ark'on" vorteilhaft zu betätigen. DenWiedebrecht" wird Herr Fink geben, denHans" Herr Schneider, Viktor" Herr Merker und dieBetiy" Frl. Urban, so­daß eine prächtige Wiedergabe des hübschen Stückes zu er­warten ist.

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tolle Tanzwut erz°ugt. Auch die Verbindung des Wortes Taran'ella" mit der apulischen StadtTarent" ist ge­bräuchlich. Den s s l i st i s ch e n T e i l deS Abends hat Herr Adolf Müller übernommen. Als erste Nummer wird er die Arie des Tristan (ausJestonda" von Spohr)Der Kriegeslust ergeben" fingen und zwar unter Be­gleitung des Orchesters. Für die übrigen Gesänge ist die Klavierbegleitung deS hier bestens bekannten Herrn Gustav Altvater vorgesehen. Herr Müller hat sich für sein zweites Auftreten am Donnerstag drei sehr hübsche Lieder gewählt: Traum durch die Dämmerung" von Richard Strauß (Weite Wiesen im Dämmergrau"),Ganz leise" von Hans Sommer (Ich habe ein kleines Lied erdacht") undDas Stelldichein" von Schu> mach er (Das ist die richtige Stelle").

Hanan den 10. Januar 1905.

Karl Fr. Appel.

* Letztes Gastspiel. Als Abschiedsvorstellung des sberbayerl'Len Bauern-Thealers bot man gestern abend Ludwig Auzen -ruber's BauernkomödieDer G'wiffenswurm". Das Eniemble hat dadurch den Beweis erbracht, daß eS auch literarisch wertvolle Genregemälde ohne Tadel zur Darstellung zu bringen imstande ist. In ganz besonderer Weise zeichnete sich Michael Dengg alsDusterer" auS, der Mann, der nött trinkt nur sauft" und welcher einen starken Reiz' durch seine Komik auf die Lachmuèkeln der Zuschauer ausübte. Ebenso können wir von Anna Dengg alS die fescheHor- lackerliks" nur das Günsiigfte berichten, die im Verein mit Herrn Greiner ein melodiös anheimelndes Duett zu Gehör brachte. Die Zithervortrâge in den Zwischenakten, sowie die erngeschgberrm Dchubplattlertänze bewiesen eine außergewöhn­liche Routine und Fertigkeit der Schauspieler. Der Krsamt- emdruck der Gastspiele war für die Gesellschaft in jeder Weise ein Äußerst künstlerischer und wurden die Leistungen gestern aveud wiederum durch daS zahlreich erschienene PMikum mit stUkem ApylWs^belohnt.