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Mittwoch

25. November

* Trichinenschau. Der Herr Regierungspräsident macht imRegierungs-Amtsblatt" darauf aufmerksam, daß die bestehenden Polizeioerordnungen, soweit sie den Trichinenschau- zwang für Hausschlachtungen vorschreiben, ihre Geltung be­halten. Hiernach ist die Bestimmung in den §§ 1 und 9 der für den Umfang des Regierungsbezirks Cassel unter dem 15. August 1894 erlassenen Polizeiverordnnng (Amtsblatt S.186 ff.), wonach Schweine und Wildschweine auch dann einer amtlichen Untersuchung unterliegen, wenn deren Fleisch im Haushalt des ' Besitzers verwendet werden soll, in Kraft geblieben.

Bürgerliche Wühler!

Die Wahlen der 3. Klasse gehen heute abend

8 Uhr zu Ende.

Jeder säumige bürgerliche Wähler komme seiner Wahlpflicht sofort noch nach!

** Vortrag im Alpenverein. In die Olkupations« lânder der österr.-ung. Krone, dahin, wo Occident und Orient ineinanderfließen, führte gestern abend Herr Alfred Ebe­ling aus Braunschweig in einem Vortrag im Alpenverein seine aufmerksamen Zuhörer. In packendem, lebendigem Vor­trag schilderte er die wunderbaren Waldlandschasten, die teils lieblichen, teils wildromantischen Täler im nördlichen, die großartigen Kalkgebirge im südlichen Teile jener mit Natur- schönheiten so reich gesegneten Länder. Nach allgemeinen Be­merkungen über jene südslavischen Länder mit ihrer bunt­gemischten, aber überaus kulturfähigen Bevölkerung begann Redner die Schilderung einer Reise durch Kroatien, Bosnien, die Herzegowina und Montenegro, durch zahlreiche Lichtbilder den Bortrag noch besonders interessant und verständlich ge­staltend. Von Agram, der Hauptstadt Kroatiens, ausgehend, schilderte er die Fahrten durch Bosnien nach Banjaluka und nach der alten Krönungsstadt Jaicze. Das bunte orientalische Leben in jenen reizvollen Städten, die wildromantischen Täler und Berge mit ihren Wäldern und Flüssen wurden in ihrer ganzen überwältigenden Schönheit wârilich und bildlich vorge­führt. Hier, wo noch der Islam vorherrschend ist, kann der Reisende die Macht bewundern, welche der Islam über seine Bekenner ausübt, der aber neben den guten Eigenschaften auch Untugenden zeitigt, welche die Türken zu jeder höheren Kultur unfähig machen. Ueberall geben die türkischen Moscheen mit ihren schlanken Minarets den hochromantischen Städtebildern ihr Gepräge, schaffen die malerischen Volkstrachten der christ­lichen Bevölkerung und tiefvermummte Türkinnen wunderbare Kontraste. Von Jaidze führt ein Wagenauèflug an die Ufer des romantischen Sees Jezero mit herrlichen Katarakten, dann geht die Fahrt weiter nach Sarajewo mit den großartigsten Hochgebirgstouren, weiter nach Jlidze, Jablanika, Mostar, Gravo-a, Ragusa, Castelnuovo, Cattaro und Cettinje im Lande der schwarzen Berge. Von dem ritterlichen wafiènknndigen Volk der Montenegriner und seiner wlldzerklüfteten Heimat wie von den herrlichen Gestaden der blauen Adria entwarf Redner an Hand der zahlreichen Lichtbilder ein besonders fesselndes Bild. Reicher Beifall lohnte den Redner für seinen interessanten Vortrag.

* Stadttheater. Heute geht Günther's beliebtes Lust­spiel:Der neue Stiftsarzt" zum letzten Male in Szene und dürfte das Stück nochmals seine Zugkraft bewähren, um so mehr, als das gesamte Damenpersonal in entsprechenden Rollen beschäftigt ist. Die bedeutendsten Novitäten jüngster Zeit, nämlich:Zapfenstreich" von Franz Adam Beyerlein undDer Strom" von Max Halbe, welche bei den Urauf­führungen durchschlagenden Erfolg erzielten, sind von der Direktion erworben worden und gehen in den nächsten Wochen in Szene.

* Waldfest. Es unterliegt keinem Zweifel, daß man allseitig höchst erstaunt diese Spitzmarke lesen wird, denn bei der gegenwärtigen naßkalten Witterung ist doch wahrlich an

Blick, mit einem Blick! O! Ich hatte ihr bereits erzählt, daß ich im speziellen Auftrag meines Vaters nach Paris fahre, doch hatte ich ihr von dem Ring kein Wort gesprochen, ebenso wenig hatte sie denselben gesehen. Bevor ich den Zug in Dover verließ, hatte ich meine Handschuhe angezogen und trug sie noch immer.

Als wir in Calais landeten, gestand mir die Dame, daß sie hungrig sei und später gern eine Kleinigkeit zu sich nehmen möchte. Während sie nun ihre Besorgung machte, nahm tdj einen Wagen und fuhr nach dem Hotel Dessin. Da der Speisesaal dort überfüllt war, so ließ ich mir rin Kabinett geben und bestellte ein Diner. In etwa einer halben Stunde kam die Dame an.

Nun kann man aber nicht gut in Handschuhen an einem Diner teilnehmen. Es war also die Frage, ob ich mit dem Ring an dem Finger dinieren oder ob ich den kostbaren Schatz in das Etui legen und in die Rocktasche stecken sollte. Wer einigermaßen Menschenkenner ist, wird einsehen, zu wel­chem Entschluß ich al» 21jâhriger Mensch angesichts dieses hübschen Frauchens gelangte. Die Dame nahm hier und da eine Kleinigkeit, aber kaum mehr als ein Sperling. Wie schnell die Minuten verflogen! Ich hätte in diesem kleinen Zimmer mich ein Jahr aufhalten können.

Plötzlich fragte die Dame:Rauchen Sie denn nicht, mein Herr?"

O gewiß, bedeutend mehr noch, als mir gut ist," er­widerte ich.

Dann rauchen Sie doch jetzt, bitte sehr, ich habe es sehr gern, wenn Herren rauchen."

Ich stand aus, um meine Zigarrentasche aus meinem Ueberzieher zu bolen. Meine Gefährtin legte ihre Hand leicht auf meinen Arm ach, eine reizende kleine Hand und sagte:Wissen Sie, mein Herr, ich habe Ihnen ein Geständ­nis zu machen. Ich rauche auch, aber Zigaretten. Ich lebte mehrere J«re in Spanien, wo fast alle Damen rauchen. Der Gedanke, daß eine Dame raucht, ist Ihnen doch nicht unangenehm?"

Unangenehm? O, ich bitte."

die Abhaltung eines derartigen, gar manche schöne Erinnerung wachrufenden Festes absolut nicht zu denken. Und doch hat die bestens bekannte V. Riege der Turngemeinde eine glück­liche Lösung dieser Aufgabe gefunden, indem sie die prächtigen Räume der Turnhalle nächsten Sonntag künstlich in einen Wald verwandelt und daselbst inmitten herrlich duftender Tannen und Fichten ein frohes Fest abhält. Mit Vergnügen erinnern sich wohl manche unserer Leser der im vergangenen Jahre so schön verlaufenen ähnlichen Veranstaltung und gerne werden sie die Gelegenheit benutzen, auch dem diesjährigen November-Waldfest beinlwohnen.

* Deklamatorische Soiree. Die Wintwsaison hat der Kaufmännische Verein bereits durch eine Reihe vorzüglicher Veranstaltungen würdig eingeleitet, sichtbar von dem Bestreben geleitet, formvollendete Unterhaltungsabende seinen Mitgliedern und Freunden, wie den Familienangehörigen zu bieten. Gestern abend trat Herr Carlichulz, nach dem Programm Hofopern« sänger und Voriragsmeister für Gesang und Deklamation, in der Centralhalle auf. Die Mitwirkung der Klaviervirtuosin Fedora Petrowska mußte wegen Erkrankung derselben ausfallen. Das Programm, das Herr Carlschulz bot, war ein vielseitiges, einzelne Nummern fanden reichen Beifall, doch kann nicht ver­schwiegen werden, daß der Gesamteindruck der Darbietungen wohl geeignet war, eine gewisse Enttäuschung heroorzurufen, denn zu berücksichtigen bleibt, daß man hier in Hanau doch gewohnt ist, einen stärkeren kritischen Maßstab an ähnliche Veranstaltungen anzulegen, als vielleicht in anderen Städten gleicher Größe.

Stadtvcrordiietclllliahlcil!

Wem die gesunde Weiterentwicklung unseres städtischen Gemeinwesens am Herzen liegt, wähle zu Stadtverordneten der 3. Klasse Jean Förster, A. Hock, A. Hohn, J. Felder.

Der Wahlakt geht heute um 8 Uhr zu Ende.

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* Castan's Panoptikum in Frankfurt a. M. hat die Einrichtung getroffen, daß während der noch bis zum Ende des Monats dauernden Anwesenheit der Tunesen-Kara- wane jeder erwachsene Besucher das Recht hat, an den Wochen­tagen ein Kind frei einzulühren.

* Elektrisches Licht. Seit gestern abend prangt der Nordbahnhof nun auch in elektrischem Licht.

* Ein Freundesdienst. Ein aus einem Kranken­hause zur Entlassung gekommener Mann erhielt von seinen bisherigen Milpatienten den Auftrag, für ihnen übergebenes Geld einige Kleinigkeiten zu holen. Die Patienten hatten das Nachsehen, da der gute Mann bas Geld derselben als will­kommene Beute betrachtete.

Hus Nab und fern

Lieblos, 24. Moobr. Ein Bild menschlichen Elends bot eine Zigeuuergesellfchast, die in der Nähe der Kinzigmühle schon seit einiger Zeit kampiert und deren Mitglieder nicht in, sondern unter den Wagen schlafen. Auch die stürmische Nacht haben sie so hingkbracht. Angeblich sind sie deshalb schon so lange dort, weil sie über die einzuschlagende Reiseroute nicht einig sind.

Fulva, 23. Novbr. Die Bahnhofswirtschaft in Fulda ist vom 1. Januar 1904 ab an den Hoflieferanten Herrn Wilhelm Fritz, Inhaber desCM Paris" in Mainz, für den jährlichen Vacktpreis von 10,500 Mk. einschl. Beleuchtung und Heizung verpachtet worden. Der seitherige Pachtpreis soll etwa die Hälfte weniger betragen haben.

Aus dem Kreise Kirchhain, 22. Novbr. Dem Vernehmen nach wird die lang ersehnte Einführung der Ohm­talbahnzüge in den Main-Weser-Bahnhof Kirchhain nunmehr bestimmt vom 1. Dezbr. ab stattfinden. Damit würde endlich dem Publikum der namentlich bei nassem Wetter und zur

Nun ja, Sie sind eben dazu zu sehr Weltmann und über solche Vorurteile erhaben. Nun, Sie sollen eine von meinen Zigaretten rauchen."

Mit diesen Worten nahm sie aus ihrer Reisetasche ein kleines Etui und bat mich, eine Zigarette herauszunehmen. Dann steckte sie mit ihren eigenen zarten Fingern ein Streich­holz an und setzte ihre wie auch meine Zigarette in Brand. Bei dieser Gelegenheit mußte sie meinen Brillantring bemerken. Sie werden den Geschmack etwas eigentümlich finden", sagte die Dame, nachdem sie einige Züge geraucht hatte.Diese Zigaretten werden aus parfümiertem Tabak gemacht; ick rauche nie andere, hoffentlich ist Ihnen der Geschmack nicht allzu un­angenehm."

O! Im Gegenteil, gnädige Frau, ich finde die Zigaretten ganz entzückend. Der Geruch ist allerdings, wie Sie sagen, etwas eigentümlich, aber dabei aromatisch und angenehm, sogar sehr angenehm." Wenn ich aufrichtig sein soll, so sand ich dies durchaus nicht, aber Ich hâtie nicht um die Welt ein anderes Urteil abgegeben.

Wir rauchten schweigend einige Zeit.

Was würde diese« reizende Geschöpf wohl sagen, fragte ich mich, wenn ich ihr gestände, daß ich mich rasend in sie verliebt hätte? Würde sie mich mit Entrüstung abweisen oder würde sie . . .

Plötzlich fuhr ich empor und fand zu meinem größten Ent­setzen, daß ich geschlafen hatte. Das Zimmer war dunkel, mein Kopf tat mir furchtbar weh. Ich stand auf und wankte ans Fenster, dann blickte ich mich um. Aber wo war die Dame? Weshalb hatte ich so lange geschlafen? Ich stürzte auf die Klingel v- und wenige Minuten darauf erschien ein Kellner Mit civu V'i^i'J.

n£?o ist MadglUt?" fragte ich.

«Wi 'j1, ai.l^icce der Kellner ist, vor ungefähr drei SE'. .7 s.« sagte, sie hätte noch einige kleine

S?>r.r-.^ ja :. ache und wurde in kurzer Zeit zurück I sein. 2ns feiner ^a, meinte sie, sollte ihr Bruder, der schrecklich er ;f: Lcekr. nkheit litte, gestört werden. Bis jetzt

Winterszeit äußerst unangenehme Weg von dem einen Kirch­hainer Bahnhof zum andern erspart werden. Diese Ver­besserung wird gewiß allseitig mit Freuden begrüßt werden.

r.- Marburg, 24. Novbr. Mit dem heutigen Tage scheint die Reihe der Preßprozeffe, welche die diesmalige Reichstagswahl zeitigte, endlich ihr Ende gefunden zu haben. Einige Tage vor der Hauptwahl brachte die national-soziale Hessische Landeszeitung" eine Notiz des Inhalts, daß der für den konservativen Kandidaten agitierende Redner des Bundes der Landwirte, der Genossenschaftsbeamte Hestermann, sich auf

Der Vorsprung der sozial­demokratischen Stimmen

kann nur durch ein Aufraffen der noch lässigen wahlberechtigten Bürger eingeholt werden. Beeile sich ein jeder, zum Wahllokal zu schreiten !

den Dörfern überall als Landwirt aufspiele und garnichts von der Landwirtschaft verstände. Angefügt war noch, daß H. ein salit gegangener Kaufmann sei, über seine Vermögenslage könne man auch noch Auskunft geben. Diese Notiz veranlasste den Angegriffenen zu einer Erklärung in derOberhessischku Zeitung"; er fügt hinzu, daß man sich der Diebe erwehren, könne, nicht aber der Verläumder und Ebrabschneider. Die Folge waren natürlich gegenseitige Beleidigungsklagen. In den Schöffengerichtsverbandlungen wurde festgestellt, daß Herr v. Gerlach durch Vermittlung des Handelsvertragsvereins in Berlin eine nicht ganz der Wahrheit entsprechende Auskunft über H. bezogen hatte, denn letzterer wies nach, daß er lange Landwirt gewesen war. WaS die Widerklage anbelangt, so war H. mit seinen Ausdrücken ebenfalls zu weit . gegangen. Der Angeklagte Redakteur Ruschke von derLaudeszeitung" wurde zu 80 Mark und Westermann zu 15 Mark Geldstrafe und in die Kosten verurteilt. Das Landgericht bestätigt heute das erstinstanzliche Erkenntnis.

FC. Bad Nauheim, 24. Nov. Hier wird etn^ Ge­richtsvollzieher gesucht, der der englischen und sranzöüschen Sprache mächtig ist. Wenn er dazu noch etwas Russisch kann, dann um so bester.

FC. Gießen, 24. Nov. Der Jmmobilienagent Abraham Jakob hatte dem Wirt Kübler aus Frankfurt a. M. den An­kauf der WirtschaftZur Germania" in Lollar zum Preise vin 55000 M. vermittelt und sich dabei 2 pCt. Provision ausbedungen. Später kam Klüber dahinter, daß Jakob von dem Vorbesitzer der genannten Wirtschaft, der diese erst kurz vorher für 46 500 Mk. gekauft hatte, 3000 Mk. versprochen worden waren, wenn er die Liegenschaft für 55 000 Mk. au den Mann bringe. Klüber klagte daraufhin beim Landgericht auf Herausgabe der von ihm gezahlten Provision in Höhe von 1100 Mk. und hatte auch Erfolg. Die Strafkammer aber verurteilte heute den Jakob wegen Beirngs^d Gefängnis, weil er verschwiegen hatte, daß er von dem Wer-^ käufer 3000 Mk. erhalten.

Bandel, Gewerbe und Verkehr.

KonknrscröfsllMlgcu.

E ----- ErössmmgStermin; A. Anmeldefrist-Ablauf.

Andreas Fingas, Restaurateur, Berlinchen (Amtsgericht Berliii- chen); E. 19. November, A. 20. Dezember. A. Fr. Carl DiersÄ (Gebr. Diersch), Bremen (Amtsgericht Bremen); E. 20. November, A. 31. Dezember. Adam Laier, Bäcker, Oestringen (Amtsgericht Bruch­sal); E. 17. November, A. 30. Dezember. G. V. LommatzfÄ, ; Fuhrwerksbesitzer, Chemnitz (Amtsgericht B. Chemnitz); E. 19., November, i A. 21. Dezember. Gust. Nexin t (H. W. Spindler Nachf.), Danzig (Amtsgericht 1t. Danzig); E. 17. November, A. 8. Januar. August Schoch, Uhrmacher, Gerstheim (Amtsgericht Erstein); E. 18. November, ; A. 18. Januar. Erich Müller, Kaufmann, Gr.-Wartenbrg. (Amts- I geeicht Gr.-Wartenbrg.); E. 19. November, A. 19. Dezember. E. Th. I A Behrends, Wirt und Landgebr., Schenum (Amtsqericht I. Jever); E. 19. November, A. 1. Januar. Skaskaer Kohlenwerke «Nd

( ist Madame", fügte der dienstbare Geist bei,noch nicht zurück- ! gekommen."

Vor drei Stunden fortgegange«, seekrank ihr Bruder! i Was soll das heißen! Ich setzte mich nieder und unwillkürlich drückte mein Arm auf das kleine Etui, das sich in meiner Tasche befand, gleichzeitig blickte ich auf meinen Finger. Was war das, der Ring war verschwunden. Wie vom Schlage ge­rührt, sprang ich auf, rannte im Zimmer hin und her, dann fiel ich wieder auch den Stuhl und verbarg mein Gesicht in den Händen.

Am nächsten Morgen um neun Uhr stand ich vor meinem Vater und erzählte ihm mein Abenteuer. Während ich vor Wut und Scham Tränen vergoß, lächelte er in ganz eigen« tümlich spöttischer Weise. Als ich geendigt, ging er zu seinem Schreibsekretär, öffnete ein Geheimfach in demselben und sagte: Sei nur ruhig, Ned, hier ist der Ring, ganz unversehrt." Ich konnte vor Verwunderung kein Wort herausbringen. Als die Dame Dich verließ", fuhr mein Vater fort,war es gerade Zeit, um mit dem letzten Boot nach Dover zurück­zukehren. Der Ring war also schon vor 10 Uhr abends in meinen Händen."

Aber, aber," stammelte ich,ich begreife nicht. Wenn sic den Ring besaß, warum brachte sie ihn denn Dir zurück?" Weil sie dafür bezahlt wurde. Die Dame ist von Berus keine Diebin, sondern eine DiebeSfängerin. Du hast Dich neulich so großspurig benommen, mein Junge, hattest eine so hohe Meinung von Dir und Deinen Fähigkeiten, daß ich 3« der Ansicht gelangte, eine kleine Lehre könne Dir garnichts^ schaden; ich glaube, ich habe Dir den Beweis geliefert, daß es noch klügere Leute gibt, als eS ein gewisser Kiek-in-die-Welt von 21 Jahren ist."

Ein oder zwei Stunden später sagte ich zu meinem Vater: E8 war aber doch eine gewagte Sache mit einem Ring, der fünfhundert Pfund wert war."

Mein Vater schlug mir auf die Schulter und erwldertc lachend:Mein guter Junge, wofür hältst Du denn Deinen alten Papa? Die Diamanten waren ja nur Simili l"