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vierteljährlich 1,80 Mk., monatlich 60 Pfg., für aus- zyärtige Abonnenten mit dem betreffenden Postausschlag, Die einzelne Nummer kostet 10 Pfg.

Gedruckt und verlegt in der Buchdrucker« des verein, ev, Waisenhauses in Hanau.

Nr. 263

Wiaer

General-ANzeiger.

Amtliches OrM für Stadt- md Landkreis Sam

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Einrückungsgebühr:

Für Stadt- und Landkreis Hanau 10 Pfg. die fünf« gespaltene Petitzeile oder deren Raum, für Auswärts 15 Pf^, im Reklamentheil die Zeile 25 Pfg., für Auswärts 35 Pfg.

SeranhöortL Redakteur: 8. Schrecker in Hanau,

Fernsprechanschluß Nr. 605

Dienstaa ven 10. November

Fernsprechanschluß Nr. 605

1903

Amtliches.

An die Herren Wahlvorsteher.

In dem Vordruck (Anlage B) zum Protokoll für die Wahl der Wahlmänner ist ein Satz enthalten, der, wie ich aus. einer Anfrage entnehme, geeignet ist,-Mißverständnisse herbeizuführen.

Es heißt in dem Vordruck an verschiedenen Stellen

die Zahl der gültigen Stimmen beträgt also. , . und ist mithin die absolute Mehrheit . . .. . Ich mache ausdrücklich darauf aufmerksam, daß bei Wahlen, bei denen mehr als ein Wahlmann zu wählen ist, die. absolute Mehrheit nicht, wie nach dem Vordruck anzunehmen wäre, nach der Zahl der gültigen Stimmen, sondern gemäß § 16 des Reglements vom 14. März 1903 nach der Zahl der StiM' Menden zu berechnen ist.

Hanau den 9. November 1903.

D"r Wahlkommissar.

v. Beckerath, Landrat.

Landkreis öanau.

Bekannlmachllnsten des Kömql. VanbratéamteS.

Die Herren Bürgermeister und Gutsvorsteher ersuche ich um sofortige Einreichung der unterm 8. November 1899 übersandten Nachweisung der von der Königlichen Kreiskasse gezahlten Gehälter rc. zwecks Berichtigung und Vervoll­ständigung.

Hanau den 7. November 1903.

Der Vorsitzende

der Einkommensteuer-Veranlagungs-Kommission für den Landkreis Hanau.

St 5319 I. A.: Lehfeldt, Reg.-Assessor.

Stadtkreis Danau.

Bekanntmachungen des Oberbiirgermeisteramtes. Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung

am Ur eitag den 13. November 1903, abends 5 Uhr,

im oberen Saale des Rathauses.

II.

1. Mitteilung betr. Benachrichtigung der nach einem Ein­kommen von 420 bis 660 Mk. steuerfrei veranlagten Personen. (Stadtv.-Sitz. von 15. Oktober 1903 Nr. 327).

2. Mitteilung betr. Ausdehnung des Schulzwanges aus

3.

. weibliche Gehilfen und Lehrlinge im Handelsgewerbe. (Stadtv.-Sitz. vom 15. Januar 1903 Nr. 9. und F.-A.- Sitz. vom 11. Dezember 1902 Nr. 5).

Wahl der Beisitzer und Stellvertreter für den Vorstand bei den Stadtv.-Wah'en.

4. Abrechnung über die Sammelwasenmeisterei.

5. Erwerb von Grundstücken an der Bruchköbeler Landstraße für rund 40000 Mk.

6. Betr. Wohnung des Verwalters des Althanauer Hospitals.

7. Versehung der Magisiralsasfessorstelle.

8. Anstellung des Feldhüters Merz auf Lebenszeit.

9. Anstellung des Feldhüters Winkler auf Lebenszeit.

10. Versetzung des Wegebauaufsehers Werkmann in den Ruhestand.

11. Zuwendung des Reinerlöses aus den Freischütz-Auffüh­rungen an die StiftungKindererholungsstätte" Er­mäßigung des Gaspreises für diese Vorstellungen.

12. Gemeindebeichluß betr. die Dienstverhältnisse der ständigen städtischen Arbeiter.

III.

Feststellung von Rechnungen unter Entlastung der betr. Rechnung? sührer.

13. Sparkasse Errechnung für 1902.

14. Begräbniskassenrechnung für R.-J. 1902.

15. Rechnung der gewerbl. Fortbildungsschule für R.-J. 1902.

16. Rechnung der kaufm. Fortbildungsschule für R.-J. 1902.

17. Rechnung der Stadtkasse IIA für R.-J. 1902.

18. Rechnung der Stadtkasse IIB für R.-J. 1902.

19. Rechnung der Badeanstaltskasse für R.-J. 1902.

Um 4 Uhr Sitzung deS Rechnungsprüfungsausschusses, dazu die Nrn. 1319 vorstehender Tagesordnung.

Hue Stadt und Land,

Hanau, 10. Novbr.

Historische Gedenktage.

10. November 1792 trafen die aus der Champagne zurück­kehrenden hessischen Truppen wieder in der Heimat bei Marburg ein, in dessen Umgegend die im Lande ver­bliebenen und neu errichteten neuen Truppenteile unter des Landgrafen eigenem Oberbefehle bereit- versammelt waren.

Ernannt: Stationsdiâtar Blick in Hanau-Nord

zum Stations-Aiustenien.

Verbrauchsabgaben. Im Laufe des Monat- Oktober 1903 wurden im hiesigen Schlachthause geschlachtet 109 Ochsen, mehr gegen den Monat Oktober 1902 9 Stück

140 Kühe,

34 Rinder, weniger 1080 Schweine, mehr 354 Kälber, 223 Hämmel, weniger

2 Lämmer, mehr

2 Ziegen,

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14

31

145

17

62

2 1

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Tagesordnung

Ersatzwahl für die verstorbenen Magistratsmitglieder Stadträte Dr. Bulle und Koch.

Feuilleton

Stadtthcater m Hanan.

^ Hanau, 10. November.

Das Andenken Schillers feierte unsere Bühne diesmal durch eine Aufführung vonWallensteins Tod", des letzten Teiles jener gewaltigen Trilogie, die der Deutsche mit Stolz zu den edelsten Schätzen seiner Literatur zählt und der ein volles Jahrhundert nichts von seinem mächtigen Reize rauben konnte, l m Charakterbild von packender Gewalt und ergreifender Wirkung, aus dessen stolzem dramatischen Gefüge Reichtum der Gedanken und Schönheit der Formen uns entgegenstrahlt, so steht die Wallenstein-Tragödie noch heute unerreicht da. Die scharf umrissenen Gestalten einer vergangenen Zeit treten mit packender Deutlichkeit uns vor die Augen und der mächtige Cyarakier des Wallenstein als Krieger und Mensch mit all ben Leidenschaften, die ihn bewegen und leiten, tritt klar und bestimmt und vor allem menschlich wahr und begreiflich in dem weiten Rahmen der Dichtung uns entgegen. Wenn Ludwig ^ick von dem ersten tiefen Eindruck, den die Dichtung bei ihrem Erscheinen auf das Gemüt der Nation machte, in be­geisternden Worten berichten konnte und ausgesprochen, daß der Deutsche aus dem tiefsinnigen und reichen Werke wieder den mächtigen Klang seiner herrlichen und schönen Sprache ver­nehmen konnte, so braucht dem heute nichts Hinzugefügt zu werden. Indem nun unsere Direktion dieses Werk zur Er­innerung an den Geburtstag des Dichters wählte, stellte sic das Personal unserer Bühne vor eine hohe Aufgabe, einer Aufgabe aber, die über dessen Kräfte gegangen. Selbst große Bühnen werden ja diese Aufgabe nicht restlos zu lösen im Stande sein, die an die darstellerische Kraft des Einzelnen wie der Gesamtheit so große Anforderungen stellt. Denn indem Schiller dem historisch Feststehenden ziemlich genau zu folgen bestrebt war, gab er auch den Figuren seines Dramas die

Hanau den 7. November 1903.

Der Stadtverordneten-Vorsteher.

Canthal.

20225

Gefundene und verlorene Gegenstände rc.

Gefunden: 1 weiße Kleiderbürste mit Monogramm F. K., 1 Portemonnaie mit 8,10 Mark Inhalt, 1 Schippe,

1 Kontobuch mit dem Namen Herkert; im Schloßpark Regenschirm (abzuholen bei der Armenverwaltung).

Verloren: 1 Mantel mit Monogramm W. L., Brille mit Futteral, 1 Serviette gez. L. F. 25.

Entlaufen: 1 grauer Wolfsspitz w. Geschl.

Hanau den 10. November 1903.

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scharfe Ausgestaltung des Charakters und die historische Treue. Unsere Bühne besitzt in Herrn Fink einen äußerst sympathischen Darsteller, aber für den Wallenstein eignete er sich nicht. Gerade daS Sympathische seiner Darstellungsweise ward in dieser Aufgabe zum Fehler, es fehlte die scharte Charakterisierung der Rolle im ganzen wie in den Emzelzüzen. Schiller hat sich über den Charakter seines Wallenstein in Briefen selbst aus­gesprochen, von dem wir bieH anführen möchten:Rachsucht und Ehrbegierde von der kältesten Gattung sind die Leiden- schäften, die ihn bewegen, sein Charakter ist niemals edel und darf es nicht sein, und durchaus kann er nur furchtbar, nie eigentlich groß erscheinen !" Die dankbarste Aufgabe war Herrn Becker geworden, der in dem Max Piccolomini die Vorzüge seines schönen Talentes ganz verwerten konnte. Der junge Tarsteller gab der Rolle aber auch alles, was sie erforderte, überschäumendes Temperament, Gefühlswärme, Leidenschaft und das Ritterliche der Darstellungsweise. Der Buttler des Herrn Knauth, der Octavio des Herrn Römer, der Terzky des Herrn Heinemann, der Wrangel der Herrn Krug und der Gordon des Herrn Nauendorf zeigten das Bestreben nach charakteristiicher Ausgestaltung. Zn der prägnanten Zeichnung der Charakleure stehen die Frauen in der Tragödie zurück, ihre Wiedergabe am Sonntag konnte befriedigen. Frl. Burchard gab die energische Gräfin Terzky zufriedenstellend, Frau Zirsak als Herzogin und Frl. Zaid a als Neubrunn waren am Platze. Fräul. Serben gab die Thekla mit Anmut und Wärme und wußte der Rolle die Poesie zu wahren, die ihr der Dichter gegeben. Von den weiteren Mitwirkenden läßt sich nur sagen, daß sie auch das Bestreben zeigten, sich gut dem Ganzen einzusügen. Der Regie des Herrn Knauth sei noch anerkennend gedacht.

Kunlt und Leben.

Musikalisches. ^Jch kann ja ohne dich nicht leben!" Von dem Komponister OttoRechlin ist unter obigen Titel soeben

Die Accis-Einnahme hiervon beträgt .

An eingeführten Fleischwaren rc. wurden versteuert: 27 279 Kilogramm, wenioer gegen dm Monat Oktober 1902: 188 Kilogramm.

Mk. 4664.50

Mk. 879.64

Hiervon die Accis-Einnahme mit .___

Summa Mk. 5544.04

Gesamt - Accis - Einnahme im Monat Oktober 1902 .

Mithin mehr gegen den Monat Oktober 1902 ....... Accis - Einnahme vom 1. April 1903 bis 31.

Oki ober 1903 .

Accis - Einnahme vom 1. April 1902 bis 31.

Oktober 1902 .....

Mithin mehr gegen die gleiche Zeit des Vorjahres ......

5266.08

Mk.

Mk.

w

277.96.

35 961.09

35 857.45

Mk. 103.64.

Preisverteiluug ist bet Königl. Zeichen' Akademie. Am vergangenen Sonntag, vormittags 11 Uhr, wurde in der Königl. Zeickenakademie die Preisverteilung für die besten Arbeiten vorgenommen, welche im Wettbewerb um die Staatspreise, die Weishaupt-, Behrens- und Z wer ne mann-Stiftung einzegangen waren. Mitglieder der Direktion, des Lehrerkollegiums sowie die Schüler und Schülerinnen der Zeichenakademie, Vertreter der städtischen Be« ein neues Lied im Musikalienhandel erschienen, zu welchem Paul Großmann, der Dichter des bekannten LiedesZwei dunkle Anoen," die Worte geschrieben hat. Text und Musik sind im Volkston gehalten, die Melodie ist einschmeichelnd und tief empfunden, die Instrumentation einfach und überaus klang­reich. Das für Klavier mit einer Gesangstimme und für Orchester eingerichtete Tonstück ist durch alle Musikalienhand­lungen sowie direkt ivon Otto Rechlin, KarlShorst, Treskow- Allee 65, zu beziehen. Ein Schlager ersten Ranges dürfte es schnell populär werden.

Falsche Zähne in Amerika. In der zahnärztlichen Ge'ellschaft der Stadt Newyork machte Dr. Patrick folgende Mitteilungen: Es gibt in den Vereinigten Staaten von Nord­amerika 12,000 Zahnärzte b. H. einen auf je 3000 Männer, Wsiber und Kinder die sich durch Ausziehen, Besichtigen, AusSessern und Ergänzen schlechter Zähne ihren Lebrn-unter- Halt erwerben. Sie plombieren jährlich in kranke Zähne nicht weniger als eine halbe Tonne reines Gold im Werte von 500,000 Dollar- und viermal soviel billigere Metalle, wie Silber und Platin, im Werle von weiteren 100,000 Dollars. Die Amerikaner plazieren also mit zwei und einer halben Tonne Metall im Munde einher ! Jährlich werden dort 3,000,000 fal'cke Zähne angefertigt und eingesetzt. Geflickte^ und aus- gebesserie Zähne sind gar nicht in Betracht gezogen, ebensowenig die zahlreichenStummel", die der Beachtung nicht "»ertötn - Das Schlimmste ist, daß Dr. Patrick meint, die Zähne wuroen statt besser immer schlechter und die nächste Generano in der Zahnentwicklung noch übler dran sein als w

Humoristischrs.

«sl» W-ttslr-it. ®nS*^ Ä sxäM^

machen? Vor Ihnen behält jeder die Mütze^auf dem Kopfe, vor mir nimmt sie auch der König Heruvter.