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Montag
August
* Buntes Theater. Zu dem am 1. und 2. Sei t m- 6er in der „Centralhallc" statifindenden Gaüipiel des „Bunten Ensembles" unter Leiluna des Herrn Max Monaio wird uns geschrieben: „In der Maiennacht", dramatisches Sümmnngs- bild von M. Monats, erzielte kürzlich bei seiner Erstaufführung in Darmstadt einen durchschlagenden Erfolg. Der graziöse Einakter v»n Peter Nansen „siochzeilè-Abmd" bildet das ständige Repertoirstück von „Schall und Nauck". — „In der Redaktion der Luna", Vandeville mit Gesang und Tanz, sind folgende Einlagen: „In diesen heiligen Hallen", gesungen von Herrn Opernsänger Bauer, „Träumerei" von Schumann, Violinsolo von Herrn Steiger und der „Fledermaus-Walzer", getanzt von Fräul. Marie Wolter. — Das in Berlin über 200 Mal aufgeführic „20 Minuten im Berliner Tingel- Tan gel" wird sicherlich auch hier seine Wirkung nicht verfehlen. — Alles in Allem voraussichtlich ein vielversprechender Abend.
* Stand und Erfolge des genofienschastlichen Getreideverkaufes. Zn der letzten Vorstandssitzung der Landwirtschaftskammer berichtete Herr Oekonomierat Rexe« rodt über die Ergebnisse der hessischen Kornhâustr im letzten Jahre. Die klingenden Erfolge seien nicht groß gewesen, insbesondere habe das Kornhaus in Hofgeismar im letzten Jahr einen erheblichen Verlust erbracht. Bei den Kornhäusern in Cassel und Hanau sei im Laufe der 5 Jahre, seit diese bestehen, ein annehmbarer Gewinn zu verzeichnen, bei den Korn- häusern in Zierenberg und Hoheneiche ein kleiner Verlust. Sehr groß seien jedoch die indirekten Vorteile der Kornhâuser in allen Jahren gewesen, indem sie insbesondere dem kleinen Landwirt eine Stelle geboten hätten, wo er jederzeit sein Getreide zu angemessenem Preis hätte los werden können. Das letzte Jahr, dessen Witterungsverhältnisse insbesondere im Bezirke deS Kornhauses Hofgeismar außerordentlich ungünstig gewesen seien, habe jedoch auch Lehren gegeben, die für die Zukunft wertvoll seien. Jedenfalls sei kein Grund vorhanden, die gute Sache nicht weiter zu verfolgen. Die Pachtverträge wegen der Kornhäuser seien provisorisch auf ein Jahr verlängert, da eine volle Einigkeit sich nicht habe erzielen lasten, geeignete Kräfte seien nunmehr angestellt. Es sei dringend erwünscht, daß das bestehende Provisorium in Bezug auf die Kornhäuser möglichst bald in einen endgiltigen Zustand übergeführt werde. Verschiedene Herren sprachen sich noch dafür aus, daß man mit den Gesamterfolgen der Kornhäuser durchaus zufrieden sein könne und dieselben zu Weiterarbeiten anfpornten. Es wurde beschlosten, beim Herrn Minister zu befürworten, daß möglichst bald in Verhandlungen wegen Abschluß neuer Pachtverträge eingetreten und daß die Verträge auf einer Grundlage durchgeführt werden möchten, welche den heutigen Verhältnissen entspreche und die Genossenschaften nicht unnötig belaste.
* 7t Verbandstag süddeutscher Futzball- verelne. Gestern tagte in unserer Stadt, in deren Mauern der Faßballsport bekanntermaßen schon lange eine würdige Pflegstätte gefunden hat, der Verband süddeutscher Fußballmreine. Wie in unserer Samstagsnummer bereits dargelegt wurde, hat sich der Verband aus kleinen Anfängen in der verhältnismäßig kurzen Zeit seines Bestehens zu einer starken, über 3200 Mitglieder zählenden Korporation entwickelt, die tatkräftig die idealen Ziele des Sports verfolgt. Die Aufnahme, die die Vertreter des Verbandes in Hanau fanden, war eine überaus herzliche, auch hatten es die hiesigen Vereine sich angelegen sein lasten, nach Getaner Arbeit für Geist und Gemüt erfrischende Stunden Sorge zu tragen. Samstag abend fand i t, den Brauerei Kaiser zunächst eine Vorstandssitzung statt. Gestern vormittag 9 Uhr versammelte man sich dann im Sayle des Hotels zum Riesen, woselbst eine
Vertreter-Versammlung
abgehalten wurde. Vertreten waren 44 Vereine mit 63 Stimmen. Die Versammlung eröffnete der Vorsitzende Herr F. W. N o h ö - Wiesbaden mit kernigen Begrüßungsworten an die Erschienenen. Darauf ergriff Herr Geiß von dem Fußballklub „Viktoria"-Hanau das Wort, um seinerseits im Namen der hiesigen Fußballklubs die Vertreter des Verbandes herzlich . zu bewillkommnen. Der Vorsitzende Herr N o h ö erstattete hierauf den Jahresbericht. Es gereichte ihm, wie er mitteilte, zu hoher Freude, von einer weiteren Erstarkung und Festigung des Verbandes berichten zu können. Die Zahl der Verbandsvereine hat im abgelaufenen Berichtsjahre eine ganz beträckt- liche Zunahme erfahren, sie ist von 41 auf 65 gestiegen. In der gestrigen Vorstandssitzung wurde neu ausgenommen der Fußballklub Germania - Gelnhausen. Herr I. Roth- Frankfurt a. M. ist in Würdigung seiner Verdienste um den Verband zum Ehrenmitglied ernannt worden. Der Vorsitzende schloß seinen Bericht mit der Versicherung, daß der Verband unstreitig im Zeichen deS Fortschritts stehe. — Der Main- gau ist in einen Ost- und einen Westgau mit selbstständigen Spielausschüssen geteilt worden. In diesem Gau waren bisher allein 32 Vereine vereinigt.
— Die nun folgende Beratung der vorgeschlagenen Satzungsänderungen nahm längere Zeit in Anspruch. Entgegen der bisherigen Fastung werden für die Folge die Satzungen in zwei Teile zerfallen. Der 1. Teil umfaßt innere Verbandsund Vereinsangelegenheiten, der 2. Teil Spielangelegenheiten: In allen Fällen wurden für die Namen „Komitee für Spielangelegenheiten" die Bezeichnung „Verbandsausschuß für Spiel- angelegenheiten" gesetzt. Der dem Vorstand vorgelegte Entwurf wurde im großen ganzen genehmigt. Die „Spiclan- gelegenheiten" werden nunmehr durck folgende neu beschlossene Paragraphen geregelt: 8 1 lautet: Von dm fünf Beiräten, welche den „Verbandsausschuß für Spielangelegenheiten" zusammensetzen, bilden drei den eigentlichen Ausschuß und wählen unter sich einen Schriftführer. Die zwei anderen Beiräte sind Ersatzleute, die nur dann im „VerbandsauSschuß für Spielan- gelegenheiten" in Tätigkeit treten, wenn ein von einem Ausschußmitglied vertretener Verein bei Streüigketten m Bewacht kommt, wobei das Mitglied bis zur Erledigung dmer Angelegenheit ausscheiden muß. — § 2: Der „VerbaudsauZchug für Spielangelegenheiten" hat zu Beginn des Getchustsja^es den Termin festzusetzen, bis zu welchem die Verbands mniten v ^th-
WcOipiele in den einze'uen Gauen auZcuwaxcn sein müssen.
Er bestimmt dann b;p Termine für d e Wett viele der Gau- vkkbands Meisterickaslömreine unter einander, sowie die Plätze, wo dieselben au?gttragen werden sollen und übernimmt von dielen Wettspielen a'i alle Arbeite« und VerpflickwlNtzin der „Guiansschüsse für Spielanqelegeuheiim" (s. § 4). Laufen keine Reklamationen innerhalb von 8 Tagen gegen diese Festsetzungen ein, so sind di-se Bestimmungen endgiliig und können nur vom Verbindsausichuß allein' in den allerdringendsten Fällen umgestoßen werden. Eine solche Umftoßuni darf jedoch nicht später als drei Tage vor dem betr. Termin den betr. Vereinen bekannt gegeben werden. § 3: Der „Verbandsausschuß für Spielangelegenheiten" fungiert bei allen Steitjgkeiten und Protesten in Sachen von PerbandsmeisterschaftS-Wetl- spielen, die ihm von den Gapausschüssen und deren Urteil mitgeteilt werden müssen, als Schiedsgericht . . . Neuer Schluß- Satz : Alle anderen Vergehen und Streitigkeiten in Spielan- ge'egenheitcn werden vom Verbaudsausschuß genau unter ucht, die Urteile eingeholt und bi sbezügliche Strafanträge beim Vorstand gestellt, der sich darüber schlüssig zu macken hat. — § 4 : Jeder V.'rbandsgau erhält zur AuSsechiung der betr. Gaumn'ter- schansweuspiele einen „Gauansschuß für Spielangelegenheiten", bestehend aus drei Mitgliedern, welche möglichst 3 Städten angehörend, auf der jährlichen ordentlichen Vertrelerversamm- luug zu wählen sind und drin „Verbandsausschuß für Spiel- angklegenhciien" nicht angeboren dürfen. Der Gauausschuß hat die Verpflichtung, die betr. GaumeisterschafisweUsplkle bis zu dem vom Perbandsausschuß festgesetzten Termin zu erledigen, fordert dir Spielerlisten ein (L § 6) und sendet diese, sowie den betr. Schiedsrichterbcricht Über ein stattgesundeneS GauverbandSmeisterschastswsNspiel dem Schriftführer des Verbandsausschusses zu. Jeder GauauSschuß bildet zugleich das Gauschiedsrichterkollegium, welches die Schiedsrichter für die Gaumeisterjchaftswetlspiele aus den Gau Verbands» Mitgliedern auswählt und dem Schriftführer des Verbandsausickusses mitzu teilen hat rc. § 9: Der Verb. südd. F.-Vereine läßt Meisterschaftswettspiele für eine I., II. und III. Klasse auSfechten; jeder Verein kann nur eine Mannschaft für eine Klasse melden. Die Einreihung einer für die II. und III, Klaffe gemeldeten Mannschaft wird durch den Gauanèschuß verfügt werden, Ein Spieler der II. und III. Klasse kann höchstens aushilfsweise zweimal für die I. ober II. Klasse sp'elen; spielt er mehr als zweimal für eine höhere Klesse, so gehört er für bas ganze Geschäftsjahr der höheren Klasse an. Ein Spieler einer höheren Klasse darf niemals für eine niedrigere Klasse spielen. Ein Mißbrauch . dieser Vergünstigung wird bis zu 50 Mk. bestraft. Die gemeldeten Mannschaften müssen möglichst am gleichen Tage spielen.
§ 10. Nachsatz: Ein Verzicht auf ein festgesetzlesVerbandsmeister- schafiswettjpiel muß mindestens 24 Stunden vor Beginn des Wettspieles bei dem Gegner anzezeigt sein, widrigenfalls der verzichtende Verein in eine Geldstrafe von 20 Mk, verfällt.
S 21: Der in der I., JI. und III. Klasse der betr. Gaumeisterschaft siegende Verein erhält ein Diplom; dem endgiltigen Sieger unter den Gaumeisterschaftsvereinea in den drei Pfaffen fällt ein Wanderpreis mit Diplom zu. § 22: Der Verband stiftet für die I., II. und III. Klasse je einen Vertands- Meisterschastspokal; dieselben sind Wandelpreise, müssen jedes Jahr ausgespielt werden und gehen nach drei Hintereinander- olgenden Siegen in den Besitz des betr. Vereins über. - - Mr die Gaumeisterschafts-Wettspiele soll die Punktwertung ein» zesührt werden.
Als Ort der nächstjährigen Verbandstagung wurde Mannheim gewählt. — Die Rechnung ergab ein recht erfreulich zu nennendes Bild, das Saldo stellte sich über 1000 Mark. — Es gelangten hierauf noch verschiedene Anträge zur Verlesung und Beratung. Wir erwähnen daraus den zur Annahme gekommenen Antrag der Offenbacher Verbandsvereine, wonach vor der Entscheidung über die Aufnahme der sich meldenden Vereine bei den verbandsangehörenden Ortsvereinen anzu- fragen ist. — Die Vorstandswahl ergab Wiederwahl der bisherigen Mitglieder mit Ausnahme des 2. Vorsitzenden van Delden-Darmstadt, der eine Wiederwahl wegen Ortswohnungs- wechsel ablehnte. — Gegen 21 /» Uhr nachmittags wurde die Vertreterversammlung geschlossen.
Wettspiele.
Bei den nachmittags abzehaltenen Wrttlpielen siegte in dem Wettkampfe zwischen 1. Hanauer Fußballklub 1893 und dem Mannheimer Fußballklub „Union" Hanau mit 4:2 Goal, in dem Wettkampf zwischen Hanauer Fußballklub „Viktoria" und „Wiesbadener Fußballklub" Hanau gleichfalls mit 5:0 Goals. Eine zahlreiche Zuschauermenge wohnte der schönen sportlichen Veranstaltung bei.
Kommers.
Den Abjchluß der festlichen Veranstaltungen bildete ein Kommers in der Turnhalle, bei dem der Gesangverein „Ton- blülhe" und die Turngemeinde mitwirkien und durch ihre Leistungen den auswärtigen Gästen zeigten, daß auch Gesang und Turnern hier in Hanau eine besondere Pflegstätte gefunden haben. Dazu wurden verschiedene Reden vom Stapel gelassen, Humoristen und Sänger traten solistisch auf, lebende Vitderwurden gegeigt und bergt, m. Die Hanauer Vereine können mit berechtigtem Stolz auf den Verbandstag zurück- blicken, aber auch die Auswärtigen werden mit dem Bewußsein die gastliche Stätte verlassen haben, daß ideale Bestrebungen hier stets eifrige Förderer und Freunde finden.
* Bürgervereitt. Heute abend um halb 9 Uhr gelangen in den Räumen des Bürgklvweins Musik» und Gk- sangèvorträge auf dem Konzert Grammophon der Herren Gebr. Raabe, hier, zur Aufführung. Ausführliche Prügremme wecden verteilt.
* BaUott'A»rMLg. Kâlhchen Paulus, die gestern nachmittag vom Zoologischen Grrten in Frankfurt aus auf ihrem eigens konstruierten Luftballon einen Aufstieg gemacht hatte, wurde auf ihrer Luftfahrt von allen Orlen aus mit dem lebhaftesten Interesse verfolgt, lamsiam schwebte sie in der 6. Stunde über DörnIghelm-Hochstadt dahin, es schien, als hätte sie die Absicht, in diesem Gelände zu landen, denn allmählich
senkte sich der Ballon, sodaß er, von Hochstadt aus gesehen. Hinter den Häusern verschwand, sie muß wohl doch kein gutes Terrain zum Landen getroffen haben, denn plötzlich stieg der Ballon wieder in die Höbe und schwebte nach Hanau zu, um dann in der Nähe des Kesselstädler Schlosses auf der Chaussee zu landen. Die Landung ging glatt von statten.
• Aeisftell littst. Am Restaurant „Carlsberg" hat Herr M. Brückner, Hammerstraße 13 wohnhaft, wieder einige neue Schreibproben ausgestellt, auS welchen zu ersehen ist, wie sich eine schlechte Handschrift durch die von Herrn Brückner eingeführte Methode nach wenigen Stunden so schön verbessern läßt, daß jede, selbst die unleserlichste Schrift, nach Beendigung eines Schrcibknrsus dauernd schön und geläufig bleibt. Ebenso sind die Buchsührungskurse für die betreffenden Kursteilnehmer von großem Erfolg, denn das beweist das ebenfalls dort ausgestellte Empfehlungsschreiben eines Schülers, der in kurzer Zeit die doppelte Buchführung bei Herrn Brückner so gründlich erlernt hat, daß er nach Schluß des Lehrkursus sofort. Stellung als Buchhalter in einem Fabrikgeschäft annehmen konnte. Wir empfehlen deshalb jedermann, sowohl Herren wie Damen, die sich eine flotte Handschrift ober die Kenntnisse der kaufmännischen Buchführung gründlich aneignen wollen, sich bei Herrn Brückner möglichst bald zu melden. Näheres besagt das Inserat der heutigen Nummer.
* Besitzwechsel. Das Hotel Lindenhof ist käuflich zum Preise von 210 000 Mk. in den Bcsitz des Hoteliers Dickmeis in Mcrzig übergegangen, somit hat ein Tausch, wie früher berichtet, nicht fiattgefunben.
* Grobe Ausschreitungen haben sich in unserer Nähe auf der Fahrt Berlin-Frankfurt a. M. begriffene Automobilisten zu schulden kommen lassen, die sicherlich nicht beitragen, diesem neuen Sportzweige neue Freunde zu-, zuführen. Zwischeit Rückingen inib Hanan, nahe der Abzweigung der Straße nach Langendiebach, begegnete ein Automobil einem Bauerngefährt aus Mittelgründau. Beide Wagen streiften einander; auf welcher Seite die Schuld lag, konnten wir nicht feststellen. Der Besitzer des Automobils, ein Fabrikant aus Stettin, sowie dessen Heizer kehrten nun um und mißhandelten den Bauer in gröbster Weise, sodaß dieser neben anderen Verletzungen auch einen Armbruch erlitt. Angeblich haben die beiden Automobilisten den Bauer zwischen seinen eigenen Wagen geworfen und ihn dann seinem Schicksal überlassen. Des Weges kommende Leute nahmen sich des schrecklich mißhandelten Landwirts an. Die von dieser Ausschreitung benachrichtigte Gendarmerie konnte den Namen des Fabrikanten und seines Helfers hier im Hotel zum Adler feststellen.. ES ist ja eine bekannte Tatsache, daß manche Automobilisten in der Annahme begriffen sind, die Landstraßen seien nur für ihre Zwecke da. Selbst mögen sie sich die Köpfe einrennen, über andere Leute solle» sie ungefährdet lassen. — Auf der Landstraße zwischen Mainkur und Dörnigheim begegnete ein Automobil einem Hanauer Fuhrwerk. Das Pferd desselben ist ein geduldiges Tier, das sonst vor Kraftfahrzeugen nicht scheut. Im Augenblicke der Begegnung ließ der Führer des > Automobils seine schrille Pfeife ertönest, baa ^ einen Seitensprung, ging durch und der Führer deS Wagens wurde in den Straßengraben geschleudert, die Automobilisten aber suchten schleunigst das Weite. Leider gelang eS in diesem Falle nicht, die Namen dieser Helden festzustcllen.
Schiffsberichte. ~
Der Hamburger Dampfer „Phsenicia" ist am 27. August wohlbehalten in New-Dork eingetroffen.
Hamburg, 28. August. Der Dampfer „New Mounk^. von der Hamburg - Amerika - Linie ist vorgestern in Montreal eingetroffen.
Bremen, 27. August. Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd „Brandenburg" ist gestern in Baltimore und der Dampfer „Hohenzollern" vorgestern in New-York eingetroffen.
Drahtnachrichten.
Explosion.
Berlin, 31. Aug. Am Sonntag Abend erfolgte in der Akkumulatorenfabrik und den Elektrizitätswerken, vormals Böse u. Comp., in der Köpenikerstraße eine Explosion im Waschraum, wahrscheinlich infolge Selbstentzündung von Celluloid ober Säuren, wodurch die innere Einrichtung zerstört wurde. Es wurde ein großer Sachschaden angertchtet aber niemand verletzt.
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Paris, 30. August. „Libre Parole" meldet den in Sedan erfolgten Tod deS Generals Giovannimelli, des ehemaligen Mitgliedes des obersten KriegSrates.
Paris, 30. August. „Epoque" will aus guter Quelle erfahren haben, daß die Reise des Präsidenten Loubet nach/ Rom Ende Februar näcksten JahreS stattfinde. ES sei nicht zu bezweifeln, daß der Papst den Präsidenten empfange.
Petersburg, 29. August. Großfürst Michael Nikolajewitsch verlor infolge eines Schlaganfalls die Sprache.
Petersburg, 30. August. Gestern wurde über das Befinden des G r oßfü r st en Mi ch a e l Nikolajewitsch folgendes Bulletin ausgegeben: Um sieben Uhr morgens; trat ein Gehirnschlag in Begleitung von weniger scharf ausgeprägten Lähnmngserscheinungen ein. Trotz der Schläfrig-, fett ist das Bewußtsein klar.^ Die Herztätigkeit ist befriedigend, der Puls 60 und gleichmäßig, die Temperatur normal.
Petersburg, 29. August. Im Beisein des Kaisers; und der Kaiserin, der Kaiserin-Witwe und des Thronfolgers fand heute der Stapellauf der kaiserlichen Jacht „Alexandria" und des Geschwaderpanzerschiffs „Slawa" statt. Ein von einem Russen konstruiertes, für 12 Mann berechnetes Unterseeboot wurde heute vom Zaren besichtigt.
Athen, 30. August. Hier wurden fünf Bulgaren oer# haftet, welche zwei Fässer mit Dynamit nach Dedeaghatsch schicken wollten. 1