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6. Juni.

Samstag

Seit« 7

Litte lesen i>. llliWcken!

Hochgeehrte Dame« n. Herren Hanaus «. Umgegend!

Ich habe während der Messe in Hanau in meiner Bude, wie bekannt er­kenntlich an der

Nummer 25, an der gelben Mauer, folgende Waren zu kaum dagewesenen Preise« zu verkaufen und bitte um ge­neigten Zuspruch.

Posten Herren-Chemisetts, Leinen, Stück 5 Pfg.

Posten Kragen, Leinen, Stück 10 Pfg.

Posten Kravatten, auch für Damen, Stück 10 Pfg.

Poste« schwarze Manschetten für Damen u. Herren, Paar nur 10 Pfg.

Poste« Weiße Manschette« für Damen, Paar 5 Pfg.

Posten Rester Spitze«, Rest nur 6 Pfg.

Posten Damenschleifen, Stück 20 Pfg.

Grotzer Posten Einsteckkämme (Partie), Stück nur 10 Pfg.,sonst 1—3 Mk.

3 Meter Hut-Gummiband 10 Pfg.

Gummiband zu Sttumpfbänder, Meter 10 und 20 Pfg.

Posten Erstlings Häubchen, Stück 5 Pfg.

3 Stück Weitzes Einziehband 10 Pfg.

Monogramme Kupfer und Messing, Stück 10 Pfg.

Poste« Kinderkragen, Stück 5 Pfg.

2 Stück Aluminiumfiugerftüte 5 Pfg.

4 Stück gute Patentkragenknöpfe 10 Pfg.

Posten Chemisettes Brustknöpfe, Stück 1 Pfg.

4 M

Stück sehr gute Bleistifte 10 Pfg.

3 Stück Zimmermannsstifte 10 Pfg.

2 Stück Poststifte, rot und blau, 10 Pf, 6 ------ ----

ö.

Stück starke Rocknadel« 10 Pfg.

Stück sehr guten Radiergummi 10 Pfg.

Posten Wachstuch -Küchenspitze, Meter 5 Pfg.

Poste« seidene Bänder, Meter 10 Pfg.

2 Kisten Herren-Papierkragen, auch für Kinder, Dtzd. im Karton ««r tv Pfg.

u. f. w. 10131

W Bitte, Bude 25, an der gelben Mauer.

4

Frisches

Stühle

bessere Sorten, um zu räumen, bedeutend

unter Preis.

10143

Möbellager A. Reuss. Sternstr. 24.

MM iiiii 84

10119 Predigerstratze 16, Altstadt.

Grotzauheimer Inserate.

GtMMmFmoM

-= Feier =-

des 60jährigen Jubiläums

auf dem Grundstücke des Huruklubs an der Weuwirtshäuftrstraße und in der Turnhalle

dortselbst.

und hinab, an dem von einem Pferdekopf gekrönten Dachfirst, kn nimmer rastender Eile. Mit ihren flinken roten Händen umfaßten sie da einen Giebel und dort ein Türmchen und hüllten endlich düs Haus in ein leuch­tendes Gewand. Ein Harzgeruch verbreitete sich in der schwülen Luft, unter dem Druck der Hitze quollen die gelben Tropfen aus den Brettern hervor. Ein dicker grauer Qualm lagerte wie eine plumpe Wolke über dem Feuermeer. Die Menschen standen um das Feuer scheu zusammengedrängt und sahen die Flammen auflodern, zucken, weitertreiben.

„Wo ist denn Basse?" fragte Feierabend..

Keiner wußte es. Eine große Unruhe bemächtigte stch der Maler. Wo konnte er nur sein? Da hörten sie schreien, in der Ferne. Die Stimme war halb verweht durch den Ge- wittersiurm, aber sie kam näher, näher. Basse stürzte in wilder Hast heran, barhaupt: „Wo ist mein Bild? Habt Ihr mein Bild gerettet?"

Feierabend hielt ihn fest: „Es brannte schon lichterloh, als wir herkamen. Es war schon zu spät."

„Es ist nicht zu spät!" schrie Basse, stieß die Hände, die ihn hielten, fort und stürmte ins Haus.

Er sprang die Treppen hinauf, deren Geländer schon Feuer gefangen. Er hielt den Atem an. Er lief über brennende Dielen unb schwelendes Holz. Er riß die Tür zu seinem Zimmer auf. Oben in der rechten Ecke züngelte ein Flâmm- chen, oder wars das Opferfeuer auf seinem Bild? Es ging ihm wirr durch den Kopf. Er hielt sich an der eisernen Bett­statt. Da sprang eine große Flamme vom Dach herein und stürzte sich auf sein Werk. Mit zitternder Hand und schwan­kenden Beinen ging Baffe auf das Bild zu. Der Qualm bc- tâubte ihn. Der Rauch biß ihn in die Augen und umnebelte seinen Kopf. Er warf einen letzten Blick auf das Werk, dann verschwamm alles vor ihm und er sank zu Boden. Unb die Flammen stiegen langsam zu ihm herab.

10157

heiWs-Verknns

AllemMia

Mittwoch, deu 10. Juni d I, vormittags 9 Uhr soll das Hengras in den Anlagen zu WichelmSbad in Par- <DÄm Ä _ _

zellen meistbietend verkauft werden. 1b1S8 . Nomerstr. J-L . g^^L g

Zusammenkunft: kleine Wirtschaft. ' “♦ C Iäi

Wilhelmsbav den 6. Juni 1903.

J. Bauer.

*- * Ä

Mittwoch de» 10. Juni, abends 9 Uhr

Monatsversammlung

im Vereinslokal „zum Löwengärtchen".

Tag esordnung:

. Mitgliederanfnahme. Verschiedenes.

Zwecks Neuordnung der Biblio­thek wird ersucht, sämtliche auSge« liehene» Bücher abzugebe«. 10149

Der Vorstand.

Mingen.

Einer geehrten Einwohnerschaft von Hanau, Vereine« re., erlaube ich mir meine schöne, geräumige

bestens zu empfehlen. Für gute Speisen (eigene Schlachterei) und ein vorzügliches GlaS Kaiserbräu ist bestens gesorgt.

Zahlreichem Besuche entgegensehend zeichne 10168

Hochachtungsvoll

Fm E. Dietz Wwe.

zum goldenen Löwen.

Weiß. Cheviotrock z.verk.Langür. 57, 10144

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C. Schwellenberg.

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Osakka-Sakka

Spezial-Kousitüren-Lager 1. Ranges ist wieder eingetroffen.

Wir bieten unserer geschätzten Kundschaft aus Stadt und Land wie immer eine reiche Auswahl köstlicher frischer Schokoladen und Desserts in allen seinen Füllungen. Negerküffe, Kokosnüsse, ss. Marzipane und Mandel«.

Vom Guten das Beste.

Wik" Zur freundlichen Beachtung. -^W Der Verkauf unserer berübmten Mikado- Vergoldung, bestes Bronzierungs­mittel der Welt für Spiegel und Bilderrahme«, Lampe«, Figuren rc. (auch Grabsteine) findet wieder statt. Mikadogold ist wetterfest und hat herr­lichsten Glanz. Preis * 20, 30 und 50 Pfg. Wasservergolduug â 15 und 25 Pfg., Kristall-Kitt, 25 Pfg., Fleckeustifte 10 Pfg. 10162 Ad. Jukes aus Dresden, Osakka-Sakka, Heibs Mauer.

NB. Der Osakka-Sakka-gerftmf beginnt von morgen Sonntag.

Gesangbücher ^ä^m^^

Kunst und Leben.

Aitgenverletzitttgen durch Blitzschlag. Die Be­rührungen mit einem starken elektrischen Strom sind sehr häufig gerade für das Augenlicht verhängnisvoll. Es sind Be­obachtungen in dieser Beziehung sowohl bei Unfällen durch den industriellen elektrischen Strom wie besonders über solche bei Blitzschlag angestellt worden. Dr. Topolanski macht in der „Wiener Klinischen Rundschau" eine Mitteilung über Augen- blutungen infolge von Blitzschlag und berichtet zunächst über mehrere Fälle dieser Art. Bei einem Gewitter gingen zwei Bauern in etwa vier Schritt Abstand von einander über freies Feld in strömendem Regen. Ein niederfahrender Blitz streckte beide gleichzeitig zu Boden. Der eine der Männer vermochte sich bald wieder aufzurichten, der andere jedoch sank, wie sein Begleiter beobachten konnte, nach rückwärts in sich zusammen und blieb auf der durchweichten Ackererde bewußtlos liegen. Der Arzt konnte, als er am nächsten Tage den Verunglückten zu sehen bekam, keine äußere Verletzung feststellen, weder im Gesicht, nach am Hinterhaupt, noch an sonst einer Stelle des Körpers. Nur an den Augen waren bedenkliche Veränderungen wahrzunehmen. Die Lider, Binde« und Hornhaut waren an beiden Augen unbeschädigt, jedoch war am rechten Auge die Kammer trübe und von unten her bis in die halbe Höhe der Pupille mit Blut gefüllt, sodaß der Augenhintergrund überhaupt nicht zu sehen war. Am linken Auge war die vordere Kam­mer und die Linse gleichfalls normal, jedoch war im Glas­körper eine ausgedehnte Blutung sichtbar. Da der erst 22 Jahre alte Patient sonst völlig gesund war, so konnte eine anderweitige Ursache für die Augenblutung, wie die Wirkung des Blitzes, als ausgeschlossen betrachtet werden. Die Behand­lung bestand in einer Schwitzkur und im Elektrisieren beider Augen. Aus dem rechten Auge war die Blutung schon in 10 Tagen verschwunden und die Sehkraft völlig wieder hergestellt; in dem anderen Auge ging die Besserung sehr langsam von ftoHen, weil Blutungen im Glaskörper überhaupt monatelang

bestehen bleiben können. Hier war nach eingetretener Wieder­herstellung eine Art von Narbe in einer Ader erkennbar, während bie Herstammung der Blutung bei dem anderen Auge garnicht ermittelt werden konnte. Wie diese Wirkung des elektrischen Stroms eigentlich zustande kommt, ist noch unauf­geklärt, zumal beim Fehlen irgendwelcher äußeren Verletzungen oder Beulen am Kopf der Einfluß eines Rückschlages ausge­schlossen erscheint. Immerhin muß der Arzt in der Beur­teilung von Augenblutungen vorsichtig sein, da leicht Irrtümer vorkommen können, wie ein zweiter Fall beweist. Ein Mann wurde während eines Gewitters unter einem Baum vom Blitze getroffen und bewußtlos aufgefunden. Am nächsten Tage war eine leichte Lähmung in beiden Beinen, sowie eine Blitzfigur auf der Innenseite des linken Oberschenkels zurückgeblieben. Im rechten Auge bestand eine Blutung unter der Bindehaut in der Vorderkammer, im linken Ange eine Rißwunde am äußeren Winkel der Lider. Bei einer genaueren Untersuchung aber fand der Arzt in der Hornhaut ein 3 Zentimeter langes Holzstückchen, das jedenfalls die Blutung im rechten Auge ver­anlaßt hatte. Durch den Blitz waren Aeste des Baumes ab­geschlagen und offenbar mit Gewalt auf den Mann geworfen worden. Auch die linke Wunde war mit Baumrinde verun­reinigt. Hier war die Augenblutung also keine unmittelbare Folge des Blitzschlages, sondern die einer mechanischen Ver­letzung.

Die städtische Bibliothek

Bangertstraße 2, erster Stock, ist Sonntags, Mittwochs und Samstags von 11 bis 1 Uhr zur kostenfreien B mtzung für das Publikum geöffnet. — Gesamtkataloge sind zu 1.20 Mk., die neuesten Nachträge Nr. 15 und 16 zu je 20 Pfg. in der Bibliothek zu haben.

Albuwbtätter.

Die Achtung der Welt kann man erschleichen, aber eigene Achtung muß man verdienen.