5. Juni.
Freitag
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Kananer Vereins- «. UergnSgungsnachrichten
filt Freitag den 5. Juni.
Kunstverein: In der Aula der Königl. Zeichenakademie: Ausstellung von Gemälden rc.
Verein für gemeinnützige Zwecke in Hai au: Nachmittags 4 Uhr'- Gene- ralversammlnug im Restaurant Mobr.
Sommertheater aus Beck's Felsenkeller: „Der Fiakeibaron oder Pcpt und Muckt"; Anfang 8 Ubr.
Kv. Männer- u. IünalingSvereiu: NnterbaltunaSabend (E». Vereinsh.). Erster Hanauer Kellnerverein: Vereinsabend im „Falken". Hanauer Kellnerverein ' Vereinsabend in der Restauration Ulsamer. Turn- u Fechtklub: Von '/-9—10 Uhr: Fechten uno Turnen. Verein f. Homöopathie n. Naturbeilkun^e • Vereinsabend (Stadt Bremen.) Klub „Amicitia": VereinSaSend im Gasthaus „zum Elephanten". Klub der „Harmlosen": Gemüts. Zuiammenkuntt im „Frankfurter Bau". Klub „Schlaraffia": Vereinsabend in der Restauration -All mania". Klub „FraternitaS": Klubabend in den „3 Schwanen" (Kirchstraße). Sänger-Quartett: Vereinsabmd in der Brauerei Orschler. Bicy-leklnb „Hanovia" • Klubabend in der „Restauration Carlsberg". B!chcle-Wub 1896: Klubabend im .Kaiser Friedrich". Gesellschaft „Scharfes Eck": Monatsversammluug.
Athletenklub „Germania" : Riegenstewmen und Ringen der 1.. 2. und 8. Klasse (Restauration Wagenbach, ParadeplatzA Merketz'scher Stenoaravhen - Verein: Fortbildungskurs»? „zur Sonne" Kege.klub »Neuntöter": Abends 9 Uhr: Gasthaus „zur guten Quelle". Stemm- u. Ring-Klub „Eiche" : Abends von 9—IC Uhr: Ehrenpreis- stemmen, von 10—11 Ringen (Restauration „Wiener Spitze".
Hue J^ab und fern.
L Wächtersbach, 5. Juni. (Todesfall.) Der hochbetagte hier residierende Fürst Maximilian verstarb heute morgen infolge eines Unglücks bei einem Zimmerbrand.
Marburg, 3. Juni. Im „Fronhof" tagte heute eine Versammlung, welche sich mit dem Projekt der Erbauung einer Eisenbahn in der Richtung Marburg-Alsfeld, gewissermaßen als Fortsetzung der im Bau Begriffenen Eisenbahn Marburg- Dreihausen, befaßte. Es waren etwa 80 Herren aus den Kreisen Marburg, Kirchhain und Alsfeld anwesend. Zum Schluß wurde ein Gesamtkomitee gewählt, das die Angelegenheit weiter verfolgen soll.
St. Frankfurt a. M., 4. Juni. Der Festausschuß des Sänger-Wettstreites hatte auf heute die Vertreter der Presse zum Frühstück im Aegir geladen, wobei die heiterste Stimmung herrschte. — Herr Adolf Müller, welcher im BegrüßungsKonzert so erfolgreich die Partie des „Frithjof" durchführte, wird auch im Benefiz - Konzert des Herrn Kapellmeisters Kaempfert am 9. ds. im Palmengarten, neben Frau Kernic von unserer Oper den soliftischen Gesangsteil des Programms übernehmen, wodurch ein ganz besonderer Genuß geboten wird.
Gießen, 4. Juni. Eine lustige Entführungsgeschichte wird dem „G. A." berichtet. Vor einigen Tagen begleitete ein Kindermädchen seine Mutter, die abreisen wollte, nach einer Station der Oberhesstschen Bahn. Das Mädchen ließ den Kinderwagen mit dem darin liegenden Baby stehen, um an den Wagen heranzutreten, in dem die Mutter Platz genommen hatte. Aber o Unglück! Der Kinderwagen, der vor dem Packwagen stand, wurde indessen für Eilgut angesehen und etwas eilig, ohne daß man den darin schlummernden kleinen Weltbürger bemerkte, in den Zug gebracht. Dieser fuhr ab, ohne daß die fürsorgliche Wärterin den Verlust gleich bemerkte. Zwischen Gießen und Großen-Buseck erst gewahrte der Pack- meister, daß das Reisegut nicht bezettelt war. Aber erst, als infolge dessen das Wägelchen in Großen - Buseck ausgesetzt wurde und zugleich ein dringendes Telegramm einlief, merkte man, daß in dem Kinderwagen auch ein kleines Menschenkind ruhte. Die Rückreise verlief dann ebenso glücklich wie die Herfahrt und die besorgte Bonne wurde unter mancherlei Kundgebungen von allen Seiten a if das Wärmste beglückwünscht.
Q Seligenstadt, 3. Juni. Am 17. Dezember 1902 wurde Herr Bürgermeisirr Nover dahier als Mitglied zur Handelskammer Offenbach mit 39 von 67 abgegebenen Stimmen gewählt, starb aber schon am 21. Februar 1903. Bei der mit ministerieller Genehmigung heute vollzogenen Ersatzwahl machten unter 83 wahlberechtigten Handels-Firmen aus dem sich mit dem Amtsgerichtssprengel Seligenstadt deckenden engeren Wahlbezirke 66 Firmen von ihrer Befugnis Gebrauch. Hiervon vereinigten sich 43 Stimmen auf Herrn Kaufmann Hermann Frank dahier, während auf Herrn Brauereidirekior Ludwig Michel in Babenhausen 23 Stimmen entfielen. Herr Frank ist somit als Handelskammermitglied mit überwiegender Majorität gewählt. — Der seit etwa 13 Jahren ununterbrochen bestehende Betrieb der hiesigen amtlichen Verpflegungsstation für durchreisende Handwerksburschen wurde neuerdings auf behördliche Weisung für die Zeit vom 1. Juni bis 1. Oktober d. I. sistiert. Die Maßnahme verfolgt den Zweck, die weniger arbeitswilligen Elemente während der Sommermonate zur Arbeitsübernahme anzuregen. Gar manche arbeitsscheu umherlungernde „arme Reisende" dürften sich jetzt zur regeren Tätigkeit bequemen, namentlich wenn die Bevölkerung bei der Bekämpfung des Hausbettelns getreulich mitwirkt.
O Seligenstadt, 4. Juni. Die hiesige Sparkasse gewährt auch in diesem Jahre aus ihren Ueberschüssen würdigen Dienstboten, welche mindestens 4 Jahre lang ununterbrochen bei einer und derselben Herrschaft dienten und in dieser Zeit Spareinlagen in die Kasse abführten, namhafte Geldprämien. — Rn Stelle des verstorbenen Sparkassendirektors Herrn Bürgermeister Nover wird gelegentlich der demnächstigen Generalversammlung ein Nachfolger gewählt.
)!( Aus dem Odenwalds, 4. Juni. In unserer gernbesuchten Gebirgsgegend rüstet man sich allgemach zur Aufnahme der Sommerfrischler. Die Neben- Und Oberstuben der schlichten Bauernhäuser werden für die Kurgäste hergerichtet. Seit eines Dezenniums ist der Fremdenbesuch zur heißen Sommerzeit in lebhaftem Aufschwung begriffen. Hervorragend bevorzugte Sommerfrischen sind die Gemeinden Lichtenberg, Lützelbach, Meßbach, Neunkirchen, Nonrod rc. geworden. Diese hocherfreuliche Erscheinung ist vorwiegend der Tatsache zu verdanken, daß Buchenwälder in einer Ausdehnung und Ueppigkeit, wie in genannten Gegenden, wohl höchst selten zu finden sind. Rundum eröffnen sich die herrlichsten Fernsichten. Die überraschend schnelleZunahme der Kursremdenzahl hat auch ihre Ursache
in der aufmerksamen Verpflegung und der einfachen Bedienung. Vom Gastwirte bis zu den bei der Sasel aufwartenden Mädchen bemerkt man keine einzige der vielen Modetorheiten, denen man anderwärts so häufig zu begegnen pflegt. Die Leute sind einfach, freundlich, schlicht, gefällig und bewahrten tro^ber großen Zahl der vornehmen Gäste in Kleidung und Sprache den Charakter des urwüchsigen, biederen Odenwälders, der den Fremdem in der Sommerfrische so herzlich anmutet. Wenn Monate hindurch in der Großstadt das Trinkgelderunwesen, die vielfach damit zusammenhängendeUnfreundlichkeit, die Unnatur in Mode und Benehmen anekelte, dann wird der Aufenthalt im stillen, sagenumwobenen Bergwalde unter den einfachen, natürlichen Gebirgsbewohnern zum ganz besonderen Genusse.
Hue aller OTelt.
Verdorbenes Pferdefleisch. Von den nach dem Genusse von verdorbenem Pferdefleisch in Neunkirchen erkrankten Personen ist noch ein Mädchen gestorben. Der Pferdemetzzer und sein Geselle in Neunkirchen sind verhaftet.
Mißverständnis mit furchtbaren Folgen. Ueber die blutige Szene zwischen den beiden Forstleuten, die sich im Forstrevier bei Rautenkranz (Sachsen) gegenseitig für Wilddiebe hielten und aufeinander schossen, leien wir im „Leipziger Tagebl." noch folgende Einzelheiten: An der Grenze des Schönheider und Georgengrüner Forstreviers war am Freitag abend ein Schuß gefallen, der, da gegenwärtig volle Schonzeit ist, darauf schließen ließ, daß Wilderer dort ihr Unwesen trieben. Der Waldwârter Röder von Vogelsgrün begab sich daher mit dem Forstgehilfen Bergmann aus Grünheide am Samstag abend gegen 9 Uhr zur Beobachtung in den Wald, in die Gegend, wo tags zuvor der Schuß gefallen. Röder stellte sich etwa 10 bis 12 m hinter dem Waldrande im Walde auf, von wo aus er die auf drei Seiten von Wald umgebene Waldwiese, wo das Wild zu wechseln pflegte, überblicken konnte; der Forstgehilfe etwa 100 m davon. Zur selben Zeit unternahm auch der Forstassessor Härtel, ohne daß er von Röders Aufstellung, und ohne daß Letzterer von seines Vorgesetzten Dienstgange etwas wußte, einen Kontrollgang auf derselben Reviergrenze immer am Waldsaume entlang. Unglücklicherweise blieb er gerade unterhalb des Standortes Röders am Waldiaume stehen, also nur 10 bis 12 m von Röder entfernt. Durch eine Bewegung Röders mag nun Härtel auf diesen aufmerksam geworden sein und ihn für einen Wilderer gehalten haben. Er hat dann, um für alle Möglichkeiten vorbereitet zu sein, jedenfalls das Gewehr in Anschlag gebracht. Röder hat nun umgekehrt seinen Vorgesetzten im Dunkeln für einen Wilderer gehalten und, als der Assessor anschlug, Feuer gegeben. Sein Schuß zerschmetterte dem Assessor die Kinnlade. Unmittelbar darauf gab der Assessor ebenfalls Feuer. Sein Schuß traf den Waldwärter tödlich in die linke Brust. Beide Schützen haben jedenfalls ohne vorherigen Anruf geschossen, da sie sich sonst bei der großen Nähe an der Stimme erkannt hätten. Der Forstgehilfe, der auf die Schüsse sofort zu Röders Standorte eilte, fand diesen noch lebend vor und wollte Hilfe holen. Er sah auch den angeschossenen Assessor am Waldsaume liegen, den auch er in der Dunkelheit für einen Wilderer hielt, und sagte mit bezug auf ihn zu Röder: „Der hat genug." Röder antwortete, mit ihm werde es auch aus sein, er möge daher lieber bei ihm bleiben. Auf den Wunsch des Verwundeten holte er ihm Wasser im Hute, und als Röder nochmals um Wasser bat, ein zweites Mal. Bei seiner Rückkehr war Röder bereits besinnungslos und lag im Sterben. Er ist verschieden, ohne die schreckliche Wahrheit über die furchtbare Personenverwechslung erfahren zu haben. Der Forstgehilfe eilte nun nach Rautenkranz, um dem Forstassessor Meldung zu machen. Wie entsetzlich war aber die Ueberraschung für ihn, als man inzwischen den schwerverwundeten Assessor, den vermeintlichen Wilderer, auf einem Wagen nach seiner Behausung brachte. Forstasssssor Härtel hatte sich mit Aufbietung aller Kräfte über die Wiese bis an die Straße zum letzten Hause geschleppt, wo er um Hilfe rief, soweit seine furchtbare Verletzung ein Rufen überhaupt ermöglichte. Zwei Aerzte bemühten sich um den Verwundeten. Sein Zustand ist nicht hoffnungslos. Als er später erfuhr, daß er den Waldwärter fälschlich statt eines vermeintlichen Wilderers erschossen, schrieb er, da er wegen der Wunde nicht sprechen konnte, auf ein Stück Pappe: „Röder hat geschossen, ich wieder." Der er* fdioffene Röder stand etwa in der Mitte der dreißiger Jahre und hinterläßt Frau und sechs Kinder; Härtel ist ein Vierziger und hat zwei Söhne.
Bandel, Gewerbe und Verkehr.
Für die Aktionäre der Leipziger Bank sind die Aussichten nach wie vor schlecht. Im Gegensatz zu der Meldung, daß eine größere Summe zur Befriedigung von Sonderinteressen gewisser Aktionäre der Leipziger Bank zur Auszahlung bereit liege, erfahren die „Leipz. N. N." auf Befragung von der Konkursverwaltung, daß sie nach wie vor auf dem Standpunkt steht, daß Aktionäre der falliten Bank als solche überhaupt keine Ansprüche gegen die Konkursmasse erheben können und daß aus Mitteln der Masse auch nicht ein Pfennig zur Befriedigung solcher Ansprüche verwendet worden sei oder bereit liege. Auch aus zwei soeben in erster Instanz vom „ Leipziger Landgericht entschiedenen Prozessen, welche Aklionäre gegen die Konkursverwaltung angestrengt hatten, geht hervor, daß die Aktionäre weder einen Anspruch auf den Reservefonds haben, noch die Konkursmasse für schuldhafte Handlungen der früheren Organe der Leipziger Bank verantwortlich machen können.
Die Große Berliner Straßenbahn hat ihren „größten Tag" am Pfingstmontag erreicht. Zum ersten Male feit ihrem Bestehen hat sie an ihm mehr als eine Million Fahrgäste befördert. Während der Pfingstsonntag nur knapp eine Million Fahrgäste und 96 500 M. Einnahme brachte, wurden am Pfingstmontag 1115 000 Personen befördert, die 100 400 M. Fahrgeld entrichteten.
Briefkasten der Redaktion.
Fechenheim. Nein! Besten Dank.
Drahtnachrichten.
Nordlandsreise des Kaisers.
Berlin, 5. Juni. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Kiel: Der Kaiser tritt die diesjährige Nordlandsreise am 6. Juli an.
Chemischer Kongreß in Berlin.
Berlin, 4. Juni. Die Nachmsttaqssitzung des chemischen Kongresses wurde durch Sektionssitzungen ausgefüllt. Besprochen wurde die Neueinführung bestimmter Abkürzungen und chemischer Maßeinheiten. Ferner die Elektrolyse in ihrer trennenden und verbindenden Eigenschaft. Moisson-PariS sprach über nengefundene Carbide zur Acetylenbereitung. Goldschmidt-Essen über Stahlerzeugung in elektrischen Oefen unter Anwendung gepulverten Aluminiums zur Erzeugung höchster Hitzgrade. Heute abend erfolgte zum ersten Male die feierliche Verleihung der goldenen Hoffmann-Medaille, die alle fünf Jahre für hervorragende Verdienste auf experimentellem Gebiete der Chemie verteilt werden soll. Da seit dem Tode des Stifters bereits 11 Jahre verstrichen sind, gelangten zwei Medaillen zur Verteilung, die an Moisson-Paris und Ramsay- London verliehen wurden. — Das von der Stadt Berlin gegebene F e st m a h l vereinigte am Abend in den Räumen des Rathauses mehr als tausend Personen, darunter die Minister Frhr. v. Hammerstein, Studt und Budde, Professor Adolf Menzel und Polizeipräsident Borries. Oberbürgermeister Kirschner begrüßte die Gäste und wies auf die doppelten Ziele der Chemie hin, die in der Berliner Bürgerschaft seit Jahrzehnten das größte Interesse gefunden hätten. Die führenden Geister, u. a. Hoffmann, Runge, Mitscherlich und Marggraff, gehörten unserer Gemeinde an. Das Fest verlief sehr animiert.
Die Wirren in Marokko.
Beni-Uttif, 4. Juni. (Havas). Hier werden bereits Truppen zusammengezogen. Die Marokkaner in Z e n a g a verbreiten die Nachricht, sie hätten eine Schlacht gewonnen und rüsteten sich zum Kampfe mit den Franzosen. — Ein aus der Oase F i g i g entkommener israelitischer Kaufmann . berichtet, die Einwohner der Oase treffen große Vorbereitungen und erwarten bedeutende Verstärkungen.
Madrid, 4. Juni. (Havas). Ministerpräsident S i l- v e l a teilte dem Könige mit, der A u f st a n d in Marokko sei fast vollständig erloschen.
Waldbrände.
Halifax (Neuscotia), 4. Juni. Gestern wurde die Kleinstadt Musquasch in Neubraunschweig durch einen Waldbrand zerstört. 200 Personen sind obdachlos. Zur Bekämpfung des Feuers wurde Hilfe entsandt.
Montreal, 4. Juni. Die Waldbrände nehmen eine beunruhigende Ausdehnung an. Die Verluste sind schwer. Die kanadische Pacificbahn hat den Verkehr auf einem Teile ihrer Strecken einstellen müssen, da die Brücken von den Flammen zerstört sind. Die Jnterkolonialbahn hat den Zugverkehr zwischen Quebec und Montreal ebenfalls einstellen müssen.
New-Nork, 4. Juni. Ueber Neuengland, die Staaten von New-Dork und New-Jersey gehen beständig Wolken von Aschestaub infolge der großen Waldbrände nieder, die in vielen Landesteilen wüten.
Blitzschlag.
Berlin, 5. Juni. Der „Lokalanzeiger" meldet aus Cassel: Bei Schmalkalden wurden auf dem Felde zwei Personen durch Blitz getötet.
Orkan.
Berlin, 5. Juni. Der „Lokalanzeiger" meldet aus London: Bei dem Orkan in der Nähe von Valparaiso sind insgesamt mutmaßlich 20 Schiffe untergegangen.
Ausschreitungen wegen der Ladenschlußfrage.
Berlin, 5. Juni. Der „Lokalanzeiger" meldet aus Budapest; In Thcresiopel kam es wegen der Ladenschlußfrage zu Ausschreitungen. Die Menge zertrümmerte die Schaufenster. Die Polizei ging mit der blanken Waffe vor und zerstreute die Tumultanten. Einer wurde verletzt und mehre.e verhaftet.
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Berlin, 5. Juni. Das „Berl. Tagebl." und der „L.- Anz." melden: v. Hülsen wurde definitiv zum General- Intendanten des Berliner Hoftheaters mit dem Prädikat Exzellenz ernannt. Dichter Laufs erhielt den Roten Adlerorden dritter Klasse mit Schleife.
Colberg, 5. Juni. Heute nachmittag stürzte ein Neubau ein. Zwei Maurer und ein anderer Arbeiter wurden verschüttet. Die Bergung der Verschütteten ist der Feuerwehr bis heute am späten Abend noch nicht gelungen.
Wien, 4. Juni. Bei der heutigen Nrmee-Steeplechaise um den Ehrenpreis des Kaisers stürzte das von dem Oberleutnant Heintschl gerittene Pferd. Hcintschl erlitt anscheinend einen Bruch der Wirbelsäule und wurde ins Spital gebracht.
Newyork, 4. Juni. Die Streitigkeiten, welche den Ausstand der Maschinenbauer der Union Pacificbahn hervor-- riefen, sind beigelegt.
Washington, 4. Juni. Der Gouverneur »on Kwangsi erließ durch den amerikanischen Konsul in Kanton an die Amerikaner einen Aufruf zn gunsten der notleidenden Bewohner von Kwangsi, von denen eine Million an Hungersnot leide.
Colukbia (Ohio), 4. Juni. Der republikanische Konvent des Staates Ohio spracht sich für die Wiederaufstellung Roosevelts als Präsidenten aus. Der Konvent erklärte, die Entwickelung der Handelsmarine zu fördern und ihr jede Unterstützung zu teil werden zu lassen, sprach sich jedoch gegen die Revision des Zolltarifs aus, es sei denn, daß man mit den fremden Mächten ein Gegenseitigkeitsabkommen treffe.