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Publikums möglichst zu oerbüten. Die Kurpimchtr Mümmmi sich selbst um die Anzeigepflicht nicht und suchen den Wert anerkannter Verbaltungs-Maßregeln berabznsetzen, insbesondere den Pocken gegenüber durch falsche Belehrung über den Wert der Impfung.

Mehr Schaden entsteht dadurch, daß die Kurpfuscher nicht imstande sind, ansteckende Krankheiten zu erkennen. Sie fühlen auch nicht die Verantwortung, welche sie durch Unter­lassung der Anzeige auf sich nehmen. Der Bericht gibt mehrere Beispiele wieder, wo Syphilis, Blattern, Scharlach, Diphtherie und Typhus verkannt worden sind. Schlimmer als diese Unterlassungssünden ist die direkte Uebertragung von anstecken­den Krankheiten durch Nichierkennen oder durch Unreinlichkeit, von Syphilis, Wochenbettsieber, Blutvergiftungen u. a. Eine wesentliche Gefahr besteht, wenn Kurpfuscher ansteckende Krank­heiten für nicht ansteckend erklären. Ein weiterer Schade liegt auf dem Gebiete der Hygiene der Schwangerschaft. Die Aerzte bemühen sich, die Frauen über die Gefahr und die Folgen einer vorzeitigen mutwilligen Unterbrechung der Schwangerschaft aufzuklären. Eine Reihe von Kurpfuschern kommt derartigen verbrecherischen Wünschen entgegen. Die weibliche Bevölkerung läuft Gefahr, von den Kurpfuschern zu persönlichen Zwecken mißbraucht zu werden.

Auf dem Gebiet der Fürsorge für Kranke und Gebrechliche erschweren die Kurpfuscher eine Unterscheidung zwischen Aerzten und sich durch die wahrheitswidrig zugelegten Titel, durch Ver­sprechung sicherer Heilung, durch oft gefälschte Danksagungen. Manche lassen sich solche Schreiben durch einen Notar be­glaubigen, welcher feststellt, daß ihm diese Schreiben vorgelegen haben, ohne damit über den Inhalt ein Urteil abzugeben. Damit betreiben die Kurpfuscher dann eine großartige Reklame. Beim Publikum macht die materielle Beglaubigung natürlich Eindruck.

Unter diesen Umständen wird man die Klagen darüber zu würdigen wissen, daß sich nur selten gesetzliche Handhabungen zum Einschreiten gegen die unberufenenHeilkünstler" bieten und daß die zuweilen verhängte kleine Strafe für die Pfuscher nichts Abschreckendes hat, sie vielmehr in den Augen des ver­blendeten, finanziell und gesundheitlich geschädigten Publikums alsMärtyrer" erscheinen läßt.

Politische Rundschau.

Nachfolger für den Herzog zu Trachenberg. Als Nachfolger des Breslauer Oberpräsidenten Herzog zu Trachenberg wird der frühere Landtagsabgeordnete Regierungs­präsident von Jagow in Marienwerder genannt.

Aussperrung in Bremen. Die Maurer und Zimmer­leute weigern sich, die ausständigen Klempnergesellen zur Auf­gabe ihrer Forderungen zu veranlassen; infolge dessen wurde gestern seitens der Baugewerksmeister die Aussperrung sämt­licher Maurer und Zimmerleute und anderer Bauarbeiter be­schlosten. Von der Maßregel werden zunächst 4500 bis 5000 Personen betroffen.

Die Lage in Marokko. Aus Fez werden folgende Einzelheiten über einen Abfall des Zemmursstammes gemeldet: Am 16. Mai fiel eine Abteilung des Zemmurstammes vom Sultan ab und griff Fez an. Die Truppen des Sultans machten einen Ausfall und warfen die Kabylen auf Mekinen zurück. Auf dem Wege dorthin wurde den Zemmurs der Rückweg abgeschnitten. Sie gerieten zwischen zwei Feuer und verloren gegen 100 Tote und zahlreiche Verwundete. Weitere Nachrichten aus Fez besagen, der Kriegsminister Menebni sei mit einer starken Truppe nach Tazza ausgebrschen. Die Zemmurs wurden wenige Meilen von Fez von dem Sultan freundlichen Kabylenstämmen angegriffen und hatten ungefähr 250 Tote.

Die Lage in Makedonien. Die Auffassung der Pforte, daß das Vorgehen gegen die albanesische Opposition im Vilajet Uesküb nach dem Einmarsch,in Ipek als beendet an­zusehen sei, scheintnicht zutreffend zu sein. Scheust Pascha mußte mit seiner Brigade in das Gebiet des Stammes Reka, westlich von Djakowa, abgehen. Eine gleiche Expedition dürfte

Eine solche Weltanschauung, eine Weltanschauung des kraftvollsten Individualismus, bedarf eines Regulativs, soll sie nicht in Zuchtlosigkeit entarten. Dies Regulativ ist bei Emer­son die tiefinnige Religiosität, die jeden seiner Sätze gleichsam durchtränkt. Sie steckte ihm tief im Blute; denn Emerson war ein in der Wolle gefärbter New-England-Puritaner, seit acht Generationen hatten seine Vorfahren Pfarrämter bekleidet, und auch Emerson selbst bildete sich zum Geistlichen aus. Er erlangte früh ein angesehenes Pastorat in Boston; allein er legte es nach wenigen Jahren nieder. Den äußeren Anlaß bildete seine abweichende Auffassung über die Abendmahlslehre; die innerliche Ursache, die ihn zum Bruche mit der Kirche trieb, war seine Abneigung gegen all' und jeden leeren For­malismus, gegen alle Formen, die sich nicht ganz mit ihrem Inhalte deckten. Von ihm galt, was er selbst von Milton gesagt hatte:Der andächtigste Mann seiner Kirche besuchte keine Kirche; in seinem Tun und Denken erweist er sich als ein konsequenter Spiritualist, der an die Allmacht geistiger Gesetze glaubt." Eben das war auch seines Glaubens Kern und Gehalt. Man werfe einen Blick auf die Männer, die er alsVertreter der Menschheit" vorführt. Er vergötterte Plato, den Schöpfer der Jdeenlehre, den König im Reiche der Geister; er ist der Apostel Swedenborgs geworden, jenes Mystikers, der mit der Geisterwelt Fühlung zu haben behauptete und der auch unseren Kant interessiert hat. Gerade Sweden­borgs Mystik, das Ahnungsreiche, Uebersinnliche, rein Ideelle in feinem Denken und Empfinden, berührte eine verwandte Seite in Emersons Wesen. Allein dieser selbe Mann, der mit schauernden Ahnungen in die Nebel der Welt und des Lebens blickte, war zugleich ein echter Amerikaner, im Besitze eines sehr praktischen und nüchternen Verstandes. Sein Bio­graph Holmes hat ihn in dieser Hinsicht sehr glücklich charak­terisiert: wenn er auch in die Luft stieg und dort hin- und herzuschweben schien, so wußte er wohin er wollte und ver­stand seinen Ballon gut zu lenken; übrigens warf er nie so viel Ballast des Conunon sense hinaus, daß er in Regionen

Sam^taa

in das Gebin der Stämme Hau, im Süden von Djakowa, und Som im Süden von Prizrend notwendig werden, trotz­dem die Unt rwkrfimg aller drei Stämme angezeigt war. Mit den bei dem orthodoxen Kloster Detichani versammelten oppo­sitionellen Albanesen wird verhandelt. Wegen entsprechender Beschützung des Klosters Delschani wurden seitens Rußlands bei der Pforte Schritte unternommen.

Allsstan!» in China. In Peking wurde ein kaiser­liches Edikt bekannt gegeben, in dem es heißt, der Vizekönig von Dunnan, Kweitschou, meldete, daß die Aufständischen die Präfelturstadt Linanfu genommen haben. Der Vizekönig er­hält in dem Edikt den Befehl, den Aufstand unverzüglich zu unterdrücken.

Alts Japan. Einer Meldung ans Söul zufolge ließ der russische Geschäftsträger den Einspruch der koreanischen Re­gierung gegen die Abholzung des heiligen Berges in Anwesen­heit der Russen in Jongampo, südlich des Jalufluffes, unbe­achtet. Der Geschäftsträger erklärte: 1896 wurde die Kon­zession zur Bauholzfällung verliehen und diejenigen, die sie ausüben, müßten seitens Koreas geschützt werden.

Zus aller Aelt.

Schnktsturm. Im Süden des Bezirks Alberta in Montana wütet der heftigste Schneesturm, der seit vielen Jahren vorgekommen ist. Der Schnee liegt im Weideland 18 Zoll hoch. Die Viehzüchter schätzen den Verlust an Vieh auf fünf Millionen Dollars. Es ist kein Anzeichen für einen Wetter- umschlag vorhanden.

ZitM Automobil« »glück in Niederingelheim bringt derRheinh. Beob." noch folgenden Bericht: Der schwere Unglücksfall mit allen seinen Begleiterscheinungen bildet hier das Tagesgespräch aller Bevölkerungsschichien haben sich doch Tatsachen hinzugesetzt, die den verhängnisvollen Freitag noch lange Zeit auf die Tagesordnung stellen werden. Das Verhängnis wird noch ein Nachspiel haben. Zur Stunde be­schäftigt sich die Staatsanwaltschaft mit folgenden Fragen: 1. Wo sind die vielen französischen Banknoten des verunglückten Albert hingekommen? 2» Liegt ein Raub au dem auf der Landstraße mit dem Tode ringenden Albert vor? und 3. wenn ja, welche Hyäne hat diesen Raub ausgeführt?

Todesmutige Seeleute. Der Aberglauben der See­leute ist sprüchwörtlich geworden. Man mag also den Mut der Seeleute ermessen, die folgende Heldentat vollbracht haben: Ein Dampfer von Glasgow reiste von Clyde am 13. De­zember ans; er hatte 13 Engländer unter seiner Besatzung und es war die 13. Reise, die das Schiff unternahm. Von Liverpool nach Port-Said brauchte es 13 Tage. Nachdem es einen Hafen angelaufen hatte, letzte Ueberfahrt von Kolombo nach Kalkutta noch 13 Tage, wo es einige Zeit blieb. Und schließlich dauerte auch die letzte Ueberfahrt von Kolombo nach Kalkutta noch 13 Tage. Und trotzdem ist dem Schiff und seinen Insassen nicht das geringste passiert. Im Gegenteil, ein Mann von der Besatzung erfuhr bei der Ankunft, daß er eine reiche Erbschaft gemacht hatte.

Daß ein Spitzbube ins Gefängnis springt auf seiner Flucht, ist wohl noch nicht vorgekommen. Im Horel Märkischer Hof" in Recklinghausen war nachts ein Dieb ge­rade damit beschäftigt, auf des Kellners Zimmer dessen Koffer zu erbrechen, als er plötzlich gestört wurde. Reißaus nehmend eilte er die Treppen hinunter und zu einem Fenster, wo er ohne weiteres hinaussteigt. Doch, o Graus, der Spitzbube sprang in sein eigenes Grab! Neben dem Märkischen Hof liegt nämlich das Amtsgericht und dahinter das Gefängnis. Und auf dem Gefängnishof landete unser Sanner,, wo er so­fort gefaßt und in liebevollen Schutz vor seinen bösen Ver­folgern genommen wurde.

Verlosungen.

Jo Sziv-Lose. Ziehung am 15. Mai. Hauptpreise : Serie 4209 Nr. 27 zu 20 000 Kr. Serie 1118 Nr. 48, Serie 7242 Nr. 17 je 2000 Kronen. Serie 3263 Nr. 96, Serie 5735 Nr. 47 je 1000 Kronen.

MMMMBMMBMMMBntMMeaM»BMBHPHgägtt^a6W8aMWfl^gPaiWaM8aBBg8M gelangte, wo ein vernünftiges Wesen hätte nicht mehr atmen können. In solchem Sinne war er ein praktischer Mann; was man aber in seiner Heimat einen praktischen Mann nennt, all' jene Tätigkeit, die darauf hinausläust, to make money, und all' jene hohle politische Scheingeschäftigkeit, das bat er mit schneidender Schärfe gegeißelt. Er hat seinen Lands­leuten das Wort zugerufen:Die Sklaverei ist möglich, weil das amerikanische Leben gemein ist." Ein glühender Hasser alles Gemeinen, ist er an vorderster Stelle in der Antisklaverei- Bewegung tätig gewesen, und der Ernst seiner Ueberzeugung, sein Wahrheitsmut und seine Menschenliebe haben seinen Vor­trägen über die Sklavenfrage einen unermäßlichen Einfluß erworben.

Emerson lebte, nachdem er auf die Kanzel zzxrzichtet hatte, als lecturer. Er hielt Vorträge, die durch bi* vollendete Ausarbeitung, durch die natürliche Würde, mit der er sie vor- trag, und durch seine ausdrucksfähige, wohllautende Stimme eine große Anziehungskraft besaßen. Diese seine Vo^räge oder Essays umfassen oft nur wenige Seiten und sind dabei das Resultat jahrelanger Arbeit. Er trug sich mit seinen Ideen, er ließ sie wachsen und. reifen, er lebte und web^ in ihnen. Als er jung verheiratet war, wachte seine Frau ein­mal erschreckt darüber auf, daß sie ihn im Zimmer auf- und abwandern sah.Was ist's?" fragte sie. Nur eine Idee," antwortete Emerson. Er wohnte in Concord, einem kleinen, von seinen eigenen Vorfahren gegründeten Landstädtchen, dessen Szenerie uns ein Freund, der es besucht hat, dahin kenn­zeichnete, daß man sich hier in den deutschen Wald versetzt glaube. Um ihn sammelten sich geistesverwandte Freunde, wie jener tiefe Kenner und innige Freund der Natur, Henry David Thoreau; in Amerika bezeichnet man diesen ganzen Kreis gewöhnlich als die Schule von Concord. In seinem Heim war er ein Mann von großer Freundlichkeit und von natürlicher Würde; Acht und Wärme schienen von ihm aus­zugehen; er legte kein Gewicht darauf, ein prunkvolles Heim, ein prächtiges Mahl zu bieten, Dinge, wie er geringschätzig

_______ 23.Mai.

Stadt Marseille 400 Fr.-Lose vom Jahre 1877. Zlebung am 15. April 1903. Hanpipreife : Nr. 188328 m 100 000 FrcS. Nr. 91768 132287 195501 2043804 je 10 000 Frcs. Nr. 36047 49711 59489 73258 75976 76947 82609 120227 397 202553 j- 1000 Frcs.

Serbische Staats Tabaklose. Ziehung am 15. Mai. Haupipreise: Serie 1429 Nr. 22 zu 25 000 Frcs. Serie 2618 Nr. 75 zu 250 Fr. Serie 249 Nr. 66, Serie 2895 Nr. 98, Serie 6884 Nr. 85, Serie 7099 Nr. 79, Serie 7641 Nr. 43 je 100 Frcs.

Serbische Prämken-Lose von 1881. Ziehung am 15. Mai. Gezogene Serien: 66 203 326 330 515 1109 1301 1434 1579 1611 1650 2072 2101 2193 2324 2586 2845 3137 3380 3620 3670 3746 3753 3781 3969 4162 4188 4687 4699 4843 5427 5570 5610 5677 5807 6087. Hauplpreise: Serie 5677 Nr. 33 zu 80 000 Frcs. Serie 5807 Nr. 50 zu 8000 Frcs. Serie 4188 Nr. 2 zu 4500 Frcs. Serie 326 Nr. 20 zu 1000 Frcs. Serie 2072 Nr. 14, Serie 5570 Nr. 25, Serie 5677 Nr. 20 je 500 Frcs. Serie 2586 Nr. 38, Serie 3380 Nr. 31 je 275 Frcs.

(Ohne Gew.)

Schiffsberichte.

Hamburg, 19. Mai Der DampferBrisgavia" von der Hamburg - Amerika - Linie ist gestern in New-Orleans und der DampferHispania" vorgestern in St. Thomas einge- trofien.

New - Nork, 20. Mai. Der DampferStatendam" von der Niederländisch-Amerikanischen DampfschiffahrtS- Gesellschaft ist gestern hier eingetroffen.

Der PostdampferSwitzerland" derRed Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 19. Mai wohlbehalten in Philadelphia angekommen.

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meinte, die man für einen Taler überall erhalten könne; aber das wollte er geben und gab er in seinem Heim, was zu suchen eine Reise von fünfzig Meilen und mehr wohl wert sei: den Adel seiner Seele, den Ernst seines Denkens, die Kraft und die Wärme seines Wollens. So war es bei ihm, wie bei allen wahrhaft großen Menschen: es deckte sich sein Leben, sein Denken und sein Schreiben.

Kunst und Leben.

Entsetzliche Grausamkeit. Ein in Kalkutta er­scheinendes Blatt enthält folgende Mitteilung: Mr. G. W. Lees, Sekretär des Vereins zur Verhinderung von Grausam­keiten gegen Tiere, in Kalkutta sandte an alle dortigen Ex­porteure von Häuten ein Zirkular, worin er diese Geschäfts­leute auffordert, sich zur Beseitigung des Gebrauchs zu ver­einigen, wonach den Ziegen das Fell bei lebendigem Leibe ab­gezogen wird. Diese Grausamkeit hat den Zweck, den Fellen eine etwas größere Länge im Halse und damit im allgemeinen zu geben und wird, wie Mr. Lees behauptet, in letzter Zeit besonders bei Deckung des nordamerikanischen Bedarfes geübt.

Gesetz beLrâ-»war diese Scheußlichkeit mit 6 Monaten Gefängnis und einer Geldstrafe von 200 Rs., doch behauptet Mr. Lees, daß es unmöglich sein dürfte, die grausame Sitte auszurotten, es sei denn, daß die Käufer der Felle Hilfe leisten, z. B. dadurch, daß sie jedes Fell zurückweisen, das Teile des Kopfes oder des Gesichtes enthält. Mr. Lees fürchtet jedoch, daß wenig Aussicht vorhanden sei, Hilfe von feiten der Käufer zu erhalten. Diese Vorkommnisse beweisen, wie verrottet die Polizeizustände in Kalkutta sein müssen, wenn solche entsetzliche Grausamkeiten ungeahndet bleiben, ja sich sogar in letzter Zeit vermehren.