4. Mai
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nicht in engem Rahmen festlich begehen, sondern daß wir dieses seltene ErcignisalseinFest von allgemeinem Interesse betrachtenund deshalb unsere Sangesbrüder und Freund.e eingeladen haben, daran teilzunehören. Gilt es doch hier in unserer Stadt, in der das gesangliche Leben sich zur schönsten Blüte entfaltet, einem der eifrigsten Förderer der edlen Gesangesknnst allseitige Anerkennung und Hochachtung entgegengnbringen. Daß dies für viele ein Herzensbedürfnis gewesen davon leg! der von Freunden und Verehrern des Jubilars übenüllte Festsaal ein glänzendes Zeugnis ab. Wiederholt herzlichen Dank Ihnen allen, denn durch Ihren Besuch ehren Sie nicht nur den Jubilar, sondern auch unsern Gesangverein „Eintracht", der durch die ersprießliche Tätigkeit des Gefeierten sich eine geachtete Stellung errungen hat. Werfen wir einen Rückblick auf die Zeit vor 95 Jahren, so finden wir, daß das damals sich langsam entwickelnde „Gèsanzkränzchen Eintracht" in seinem ersten Dezennium einen 4-maligen DirigeNteNwechsel zu verzeichnen hatte, und naturgemäß können derartige Umstände einer gedeihlichen Entwicklung nicht zum Vorteil gereichen. Es war Ende April 1878, als der vorletzte Dirigent W Gesangkrâ 'zhen Hwr Hausmann, sein Amt niederlegte, und eine Existenzfrage bildete es, für dm damals aus 20 aktiven Sängern bestiheudèti Verein, daß dieser Posten wieder in geeigneter Weise besetzt wurde. Die mit Herrn Lehrer Wilhelm Hamburger eingeleiteten Verhandlungen führten zu einem günstigen RestsiM, indem er gelang 'denselben als Dirigent zu ge binnen. Dâtz diese Wahl als eine äußerst glücklich? bèzkiWkk werden tonnte, das soilitN die Mitglieder gar bâ!d empftiibéh, denn eine neue Zèit, ebenso fleißiger â$ anregender Tätigkeit, b'gKNN, sbdüß das AkiM GesangkrâNzchen, dessen Mitgliederzahl sich nunmehr neiig steigerte, sichtbare Fortschritte machte und dadurch ermuntert seine Kräfte auch ih den Dienst der Allgemeinheit stellte. In Treue fest hat Herr Hamburger zu unterem Vereine, das ihm bald ein lieber Wirkungskreis geworden, g-hatleN, er hat erfüllt, was er bei blwerNahme seines Postens gelobte, nämlich in der Eintracht der GesangKlünst eine èchw und wchtè Pflanz- und Pfleoèstätte zu bereiten. W e wèlt die? unserm allver- ehrièn Jubilar gelungen, wie hoch seine Tätigkeit auf gesanglichem Gebiete anziischlagèN und inwiefern dieselbe von Erfolgen gekrönt, das Meine Herren überlasten wir JhrèM freimütigem Urteil, das, ohne Selbstüberhebung darf iâls wdbl agm, ein in allen Teilen günstiges frn wwd. Unsere SüNger âver und unter ihnen eine statiliâe Zahl solcher, die sccö t 25 Arbre unter Leistung des Jubilaren gelernt Und gerohh, sie erkennen dankerfüllt an, daß Herr Hamburger während dieser langen Zeit gleich wie von Anfang au Bti auf den heutigen Tag mit nimmer rastendem Fleiße die Zwecke des Vereins zu erfüllen und seine Leistungsfähigkeit zu steigern suchte. Für unsern Jubilar mitß es aber auch ein beseligendes Gefühl sein, sein Herz muß sich hoch erheben und mit Befriedigung erfüllen, daß die Früchte seines emstgen Schaffens nicht allein einem engen Kreise begeisterter SäNaer zu Gute gekommen, sondern daß er damit zugleich aemiiiorredelnd aus wNiere Krei'e eingewirkt, die'elben durch die Veihniv schar erfreut und beglückt und den Sinn für das Erhabene und Schöne geweckt hat. Jederzeit trat Herr Hamburger gerne bohlt ein, wenn cs galt die. G-sangekkunst in den Dienst gemeinnütziger und wohltätiger NlUern-hmnnM zu stellen oder befreundete Vereine damit zit unterstützen, unentwegt war er bemüht, die Ehre unteres Vereines bochzuhâlten und das Ansehen derselben zu befestigen. Schon im Jahre 1889 nahm deshalb der Gesangverein „Eintracht" Veran- attlasiung, einen kleinen Tni seiner Dankesschuld abzutragen, indem er den Jubilar in Anerkennung seiner unschätzbaren Verdienste zu seinem Ehrcnmitglirde ernannte und auch die heutige F ier, sie gipfelt nur darin, Herrn Hamburger aufs neue weitere Beweise der Liebe und Verehrung entgègenzu- bringen. In lüfempsnndenen Worten hat bereit! unser Vorsitzender dem Gefeierten den herzlichsten Dank des Vereines übermittelt, ich weiß mich eines Sinnes mit Ihnen allen, wenn ich diesem Dank wiederholt Ausdruck gebe und den Wunsch ausspreche, daß Herr Hamburger unserer „Eintracht" in gleicher Rüstigkeit und Schaffensfreude wie bisher noch recht viele Jahre erhalten bleiben möge. Gerne entledige ich mich noch eines ehrenvollen Auftrages, indem ich namens seiner Sängerschar als einen weiteren Beweis ihrer unverkennbaren Dankbarkeit dem Jubilar den wohlverdienten Lorbeerkranz überreiche. Geben Sie diesem Akt die richtige Weihe und besiegeln Sie die Wünsche all, wie sie dem Jubilar heute abend entgegengebracht werden, indem Sie in den Ruf einstimmen : Unser hochverdienter, treubewährier Herr W. Hamburger, er lebe hoch!
Nach diesem weihevollen Akte ergriffen Vertreter verschiedener Vereine das Wort. Der Vorsitzende des Gesangvereins „Tonblüthe", Herr Chr. Weißbrod, überreichte dem Jubilar unter entsprechenden Worten ein Erinnerungsblatt. Herr Rektor Dietrich, Vorsitzender des Lehrer - Sângerchors, erinnerte, daß der Jubilar auch seit 15 Jahren den Lehrer- Sängerchor leite, mit selbstloser Hingabe und reich an Erfolgen für die Hebung und Pflege der Musik, des deutschen Männergesangs eingetreten sei. Aus dieser Veranlassung widme ihm der Lehrer-Sängerchor das Werk: „Musikgeschichte von Riemann". Namens deS W-ins'schen Gesangvereins, der schon am Tage gratuliert und ein Andenken gestiftet hatte, sprach Herr Glaser; Herr I. Bauer vom homöop. Verein überreichte ein Porträt Hahnemanns unter Glas und Rahmen; Herr Wilh. Ruth-Langendiebach gratulierte namens des dortigen Gesangvereins „Liederkranz". Auch einige Glückwunschtelegramme waren eingelaufen. Zum Schluß ergriff Herr Jean Gleis, Vorsitzender des festgebenden Vereins, das Wort und zeigte ein wohlgelroffencS, aus dem W. Schultz'schen Künstleratelier hervorgegangenes Porträt des Jubilars, das in dem Vereinslokale Aufstellung finden soll, hieran anknüpfend herzliche Worte des Dankes an die Vertreter Per Vereine für die gespendeten herrlichen Worte, die sicherlich gute Früchte tragen würden. Für alle ihm gewordenen Ehrungen dankte der Jubilar Herr W. Hamburger in längeren Ausführungen, dabei einen interessanten Rückblick werfend auf die zurückgelegten 25 Jahre als Dirigent und die Anfänge seines Amtes. Den Beschluß der Ansprachen bildeten die Worte des Herrn
Moutag
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Otto Schatt, der die mannigfachen Beziehungen zwischen dem Gesangverein „Einiroät" und der „Turngemeinde" beleuchtete und sein Hoch der Pflege deS GesanaS und der Yutnerei brachte. Zwischendurch batte bet Gesangverein schon entsprechende Chöre zum Vortrag gebracht, denen noch im LauT des abends verschiedene folgten. Ein näheres Eingehen würde unseren Berich: unnötig verlängern, doch sei erwähnt, wie auch dieser Abend zeigte, daß ber Gesangverein Ennracht Nach einstimmigem Urteile aller Mttsikkenuer den Forderungen der Gegenwart an die besten unserer Gesangvereine entspricht und hoffnungsfreudig in seiner Numeri wen Stärke und unverkennbar tüchtigen Schulung der Zukunft enlgegenbiicken darf. Auch die Solisten trugen ihren guten Teil zum Gelingen des Ganzen bei. Titelte für Tenor und Bariton sangen die Herren Engelhardt und Weißen stein, Lieder für Bariton Herr Goldbach, ein Sieb für Tenor Herr Engelhard!. Herr Rohde brachte ein Melodram zum Vortrag die Herren Oberländer Und Müller warteten mit humoristischen Darbietungen auf, während die Turngemeinde ihre besten Kräfte entsandt hatte, um zu zeigen, daß auch auf dem Gebiete der Turnerei Hanau mit an ber Spitze marschiert. Es wurden p ächtige Leistungen im Reckt unten gezeigt, wie in der Stellung von Pyramiden. D^e Infanteriekapelle leistete gleichfalls Vorzügliches. So verlief die Jubiläumsfeier in der anregendsten Weise bis zum Schluss. Uster Wunsch geht dahin, daß sich HaitSu dir Pflege edler Wangeßkunst dauernd alS kostbares Eigentum Skwürrs, der PülMlag ihres musikalischen L ben? sich von Jahr zu Jabr heben möge, auf daß es vstch weiterhin berttfeN sei attdeieN SlädlkN als lkUchieNtzes Vorbild zu dienen, und bn* es null stets die rechnen Männer für den rechten Platz si d'g möge.
* SdhMthtfttetL Gleich wir die Frau in geistiger Beziehung immer mehr nach Glkichsirllttnq mit dem Maune strebt, so sucht sie auch in Bezug auf körperliche Ausbildung sich den ihr zuköNMnden Platz zu erringen, die a'ten Vskürtsiie zu Heftigen und die Segnungen des Turnens, dtetks besten Mittels zur Ausgleichung der brruflichen Anstrengungen, sich Hibafiin zu hüten, und das mit Recht, denn gerade dèm weiblichen Geschlecht mit seinen meist sitzenden Beschäftigungen ist dieser Ausgleich doppelt von nöten, ganz abgesehen von dem lMvStk'gètlden Einfluß, den die Turnerei auf Krästtgunq und Stärkung des Körvers, auf schöne, freie Haltung und natürliche Grazie anSÜkt. Um nun diesen so berechtigten Bestrebungen auch ihrerseits gerecht zu werden und die noch sehr beschräukie Gelegenheit der Damen zur Ausübung der Turnkunst zu vermehren, gründete die Turngemeinde, wie b'kannt, im vorigen Jahre eine Damenturnabteilnug, die sich bal- eines recht regen Zuspruches nrd unter der sachkundigen Leiiüng des Herrn Bolze- Friinlfnrt a. M. auch einer git en Entwickelung erfreute. Das gestrige Schauturnen zeigte uns, welch schöne Resultate wäbkènd der verhältnismäßig kurzen Zeit ihres Vesikdens diese Abteilung bereits erzielte. Nach dem ?M Auge entzMenLen WÂW der anmuffg-n Turnerinnen hielt Herr ÖHö Schatt eine kurze Begrüßungsansprache, ansfübren»: Zum erstenmale seit dem Bestehen unserer Frauen- abttiiung sind deren Angehörige hier vereinigt, um Zeugnis ihres ernsten Streheni abzulegen. und nehme ich gerne Ver- anlsssung, unsere verehrten Gäste namens des Vorstandes berhtben auf das herzlichste zu begrüßen und Unserer lebhaiten Freude darüber Ausdruck zu geben, daß Sie sich so zahlreich hier eingefunden. Zu ganz besonderer Freude gereicht es uns, den verehrten Kreisvertreter des Mittelrheinkreises, Herrn Turninipèktor Schmuck ans Darmstadt, bei uns zu leben, der im Oktober vorigen Jahres durch seinen lichtvollen Vortrag die Einsübrung des Frauenturnens so wesentlich förderte, ebenso begrüße ich die Herren Direktoren und Rektoren bet hiesigen Schulen sowie die Herren Aerzte mit ihren Damen. Sie alle werden ohne Zweifel die Ueberzeugung mit nah Hause Nehmen, daß es uns ernst ist mit unserer Ausgabe, das Turnen der Frauen und Mädchen unserer Stadt mit allen Kräften zu fördern. Einen gewaltigen Aufschwung hat daS Interesse für körperliche Bewegung in den letzten Jahren genommen, Touristenvereine und Sportvereine sorgen für körperliche Bewegung ihrer Mitglieder, keiner derselben vermag jedoch eine derartig allseitige Durchbildung des Körpers zu erzielen, wie dies seitens der Turnvereine geschieht, auch ist es mit Freuden zu begrüßen, daß man endlich den veralteten, gänzlich verfehlten Standpunkt aufgegeben hat, das Turnen sei nur Privilegium der männlichen Jugend. Jedermann ist befähigt zu turnen, ja es ist sogar eine ernste Pflicht der Frauen und Jungfrauen, durch geeignete körperliche Uebungen einen Ausgleich herbeizuführen zwischen der vorwiegend sitzenden Beschäftigung und Lebensweise, um den Stürmen des Lebens, die ja leider bei niemand ausbleiben, gekrästigt an Geist und Körper ins Auge sehen zu können. Deshalb war eS die erste Aufgabe der Turngemeinde Nach Fertigstellung dieser Räume, die schon lange gehegte Absicht, das Frauenturnen in den Uebungsplan aufzunehmen, durchzuführen, und beweist die zahlreiche Teilnahme aus allen Kreisen unserer Einwohnerschaft, daß wir hierdnrch einem Bedürfnis abgeholfen haben, unbeschadet der Tätigkeit deS hiesigen Turn- und FechiklubS, der bekanntlich seit Jahren mit Erfolg auf diesem Gebiet tätig ist. Und so hoffe und wünsche ich denn, daß unsere heutige Veranstaltung dazu beitragen möge, etwa noch vorhandene Vorurteile gegen das Frauenturnen zu beseitigen und unserer Sache neue Freunde zu erwerben und bitte unseren Turnlehrer, Herrn KreiSturnwart Bolze, nunmehr mit den Uebungen zu beginnen." — Das folgende Keulenschwingen nach Befehl und' Musik wurde ganz vorzüglich und präzise auSgeführt, das Geräteturnen aber erbrachte geradezu verblüffende Resultate, denn wohl niemand hatte derartig dargebotene Uebungen erwartet, die in ihrer graziösen Form alle Erwartungen übertrafen. Den dritten Teil des Schauturnens bildeten Stabübungen und zum Schluß folgte noch einmal ein Geräteturnen, das wiederum daS Auge aller derer, die Freude an gesunden körperlichen Uebungen besitzen, zu erfreuen vermochte. Mit sichtlichem Interesse folgten alle Anwesenden den mit vollendeter weiblicher Anmu
gebotenen Vorführungen und spendeten nach jeder Abteilung reichen Beifall. Sicherlich hat das Schauturnen dèr D.imen- abtkilnnq befruchtend auf bereit Weitereni wickelnna eiNqewlrki, gleichen,g ober ant bèwiis N daß ein vorzügli M Lehrer an der Spitze st'hf. Daß die Bestrebnngèü der Leiter Uns'rer unswer Titrngcmeinde, die Turnerei in immer weitere Kreis' zu tragen, von segensreichem Erfolge begleitet fein mögètl, ist ein Wunsch, in dèm wohl alle EinstchtSböllen mit uns einig sein werden.
* Hanauer Geschichisvereiu. W e dort vorige Woche an bteu r Stelle zu lesen war, steht die Eröffnung des 11. Teiles des Mineums im 2. Obergeschoß des Altstädter Nathauiks uahe bevor, und wird günstiges Wetter voruis- gesetzt, bald nach der Jabresversammtung stattsinden. Letztere ist auf uächfleU Freitig anberothnt (h Inserat) und dürste des Interessanten genug bringen. Vor allem d n Dortrag über einen neuen, in Hanan noch nicht öffentlich behandelten Gegenstand. Viele Leser erinnern sich gewiß des Aussehens, das vor vielen Jahren SchliemattN erregte, welcher auszog, die Stadt Troja auszugrabeu, und welcher an der Stelle des alten IInun die Ueberrefte mehrerer Städte übereinander fand, fimnW Z inen ebenso Dielet, durch Jahrhunderte voneinander gdrennter Perioden. Die ganze gebildete Welt nahm damals Ant-il an Schliemanns Entdeckung, und diese gab den Anstoß zu weiteren Nachforschungen auch an anderen Orten. S. M. b-r Deutsche Kaster ward ebenfalls zum Protektor eines solchen Uniernehwe is, besten Ergebrnsst, gerade in letzter Zeit, sehr bedeutend? gewesen sind. Und darüber soll uns nächsten Freitag näheres milgeleilt werden. Der Vortrag, der um T^/a Uhr beginnen wird, ist öffentlich in dem Sinne, daß alle Freunde des Ge^chichis Vereins, ob Mitglieder ober nicht, Damen und Herren, willkommen sind. — Nach dem Vortrage findet ein gemeinschaftliches Abendessen statt, bei welchem auch Ver« ein?ange!egenheilen zu ausführlicherer Besprechung kommen werden, z. B. der für btn Sommer geplante Ausflug nach der Saalburg. Es hätte nahegelegen, gelegentlich der Eröffnung des neuen Mistenms eine feine Feier abzuhalten, doch ist ans mannigfachen Gründen davon abgesehen worden. Hoffentlich findet jedoch die Sympathie, deren sich der Verein in Hanau erfreut, in einem sehr regen Besuche am Freitag ihren Ausdruck. Der Schreiber dieses hat noch eine alle Mitglieder und Freunde des Vereins lebhaft interessierende Mitteilung zu machen kann biehlBe jedoch erst im gemütlichen Seil, d. h. bei oder nach dem Esten vorbringen. Zu letzterem sind bereits mehrere Anmeldungen eingelaufen, doch bittet der Herr Restan- rateur, um in der Lage zu sein, den Gästen ein ordentliches Abendessen vorsetzen zu können, um baldigst mögliche Angabe der Zahl, derselben. Es wird daher freundlichst ersucht, die Anmeldungen bis allerspätestens übermorgen, Mittwoch früh, an den Schriftführer des Vereins, Herrn Pfarrer N è ß l e r, Kirchsiraße 20, gelangen zu lassen; geschieht ts jedoch früher, so ist es noch viel besser. Der Vorstand des Vereines hofft, daß ihn die Damen zahlreich wit ihrer Gegenwart beehren wèrden.
* Im Kaiserhof. Es war eine
welche sich am gestrigen Tage in den herrlichen Räitmen des Restiulcaul zum Kaiserhof eingefunden hat e. Der Frankfurter Poüunt<rbeamtenv?rein gab seinem hiesigen Brudcrverein in Gestalt ein s großen FamilicnausflngeS ein Rendezvous. Nachdem die Frankfurter Kolleg-N mit Musik am htesi M Wei- bahuhof abgeholt waren, entwickelte sich, begünstigt von b:m herrlichsten Frühlittgswetter, ein vom Geiste der bellen ßöll gialilèU getragenes Fell, welches bei Konzert, Vorträgen und Tanz He Brudeevere'ue bis zu vorgerückter Stunde beisammen h'elt Die Frankfurter schieden mit dem Bewußtsein, wieder einmal einige recht frohe und heitere Stunden in Hanans Mau-rn verlebt zu haben. Nicht unerwähnt wollen wir lassen, daß die ganz vorzügliche Bewirtung des Herrn Restaurateur Kilian nicht wenig zur Hebung der festlichen Stim rUng beigetragen hat.
* Kreishaus-Nettbart. Die engere Submission zur Vergebung der Rolljalousien zum neuen KreiShaus vom 2. d. Mis. hatte folgendes Ergebnis: C. ScinS & Co., Stuttgart, Mark 2243.-, C. Schließmann, Mainz, Mark 2102.50, Bayer & 'Leibfried, Eßlingen, Mark 1883.—, Gebr. Kimmich, grantfort a. M., Mark 4792.-.
* Leichettländttttg. Heute morgen wurde bei Hainstadt auf Großkrotzenburger Gemarkung die Leiche eines zirka 60 Jahre alten Mannes aus dem Main gelândet, die etwa 6 Wochen im Wasser gelegen haben mochte. Der Mann trug einen grauen Bart und war nur mit Hose und einem Tricothemd bekleidet. Schuhe und sonstige Kleidungsstücke fehlten. Die Leiche wurde auf den Großkrotzenburger Friedhof gebracht.
* Wiener Spitze. Heute abend treten die beliebten Leipziger Sänget zum letztenmale auf.
* Wettspiel. Gestern nachmittag fand das Wettspiel des Hanauer Fußballklubs „Wacker" gegen den Offenbacher Fußballklub „Viktoria" statt. Dasselbe endigte mit einem Siege HanauS mit 2:1 Goal. Darauf spielte eine gemischte Mannschaft, bestehend auS der 1. und 2. Mannschaft „Wackers" gegen die 1. Mannschaft des Offenbacher Fußballklubs „Eugenia", welches ebenfalls mit einem Siege „WackerS" mit 6 : 0 Goal endigte.
Hue stak und fern.
X Altenmittlau, 4. Mai. Vorigen Donnerstag verunglückte in unserem Orte der Fuhrmann M. G u t m a n n aus Somborn. Gutmann fiel vom Wagen, als sein Pferd stürbe, so daß ihm die Räder über beide Beine gingen, außerdem erhielt der Unglückliche noch einen Hufschlag ins Gesicht. Trotzdem sind die Verwundungen nicht derart, daß schlimme Folgen zu befürchten sind.
r.- Marburg, 3. Mai. Heute nachmittag wurde hier oberhalb der Weidenhäuser Brücke aus der Lahn die Leiche des seit Anfang Februar d. J. vermißten Schulreiters Wallner auS Laasphe gelândet.
Bad Nauheim, 3. Mai. Der Beigeordnete Kaiser I von Worms wurde einstimmig zum Bürgermeister von Bad Nauheim gewählt.