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16. April.

LonnerStag

762362 773194 802726 824821 834342 836998 856752 946261 958709 991194 je 1000 Fr. — Kommunal - Obli­gationen vom Jahre 1880. Nr. 633854 zu 100 000 Frcs. Nr. 95083 zu 25 000 Frcs. Nr. 70634 129415 361660 578126 666052 916738 ff 5000 Frcs. Nr. 5453 11981 29742 34146 65721 74776 83940 86135 87603 94894

100467

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je 1000 Frcs. — Kommunal-Obligatio"en vom Jahre 1891. Nr. 168956 zu 100 000 Fr. Nr. 201510 zu 10 000 Fr. Nr. 888892 zu 5000 Frcs. Nr. 140027 294384 348697 369460 386726 426320 456762 458337 504357 594264 612804 672204 700518 784193 824019 824568 921763 961184 968192 973714 je 1000 Fr. - Kommunal-Obli-

gaUonen vom Jahre 1899. Nr. 399996 zu 100 000 Frcs. Nr. 94966 zu 25 000 Fr. Nr. 123318 zu 5000 Fr. Nr. ----- ------------ ------ für 112070

3108 13275 19183 20165 24092 48415

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je 1000 Frcs.

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(Ohne Gew.)

zukam und ihn aufforderte, mit zur Wache 31t gehen. Auf mein Zureden ging »err Hartmann mit; ick faßte ihn mit der linken Hand unter den rechten Arm, Hüssener faßte ihn am linken Oberarm. So ging Hartmann ungefähr 20 Schritte mit, als er auf einmal Anstalten machte, nicht weiter zu gehen, den Fähnrich von sich abschüttelte, sich von mir iâiß und fortlief. Hüffenèr wendete sofort, lief hinter Herrn Hartmann her, rief ihm „Hall" zu und zog blank. Herr Hartmann beachtete den Haltruf nicht, worauf Hüssmer von hinten auf den Fliehenden mit seinem Stilet ein chlug und ihn am Kopie verwundete. Herr Hartmann lief weiter; da versetzte ihm Hüssener von hinten einen Stich. Herr Hartmann blieb nun plötzlich stehen, ich sprang hinzu, nahm ihn in meine Arme, sodaß er sich halb umwendete. Mit einem Schlage brach Hart­mann znsammmen; ich legte ihn auf meine Kniee und nach kaum 2 Minuten war er tot. Nach meinem Dafürhalten ist der ihm hinterrücks beigebrackte Stich der tödliche gewesen. Ich betone, daß Herr Hartmann und ich den Hüssener nicht eher gesehen haben, als bis er zur Arretiernng des Herrn Hart­mann schritt. Für diese Arretierung war meines Erachtens kein Grund vorhanden, da Herr Hartmann sich gar nichts hatte zu Schulden kommen lassen, sagte doch Hüss ner auf der Wache nur, Hartmann sei ihm gegenüber „plumv vertraulich" gewesen. Auf der Flucht war Herr Harimann, W derstand zu leisten, nicht im stände, da er, im Fliehen begriffen, Hüssener den Rücken zuwendete.

Seite 7/'

Zn der Bluttat in Essen, über die wir bereits eine Meldung brachten, bringt die „Essener Volkszeitung" den folgenden eingehenden Bericht: In der Nacht vom Samstag auf Sonntag wurde hier nach einem Streite der 22 jährige Sohn August des Hotelbesitzers Hartmann (Berliner Hof), der bei der 6. Kompagnie des Fußartillerie- Regiments Nr. 7 zu Deutz diente und sich hier auf Oster- urlaub befand, von dem ebenfalls hier auf Ost er urlaub weilen-

den 19-jährigen Fähnrich z.

Hüssener, einem

Sohne des unlängst verstorbenen Fabrikdirektors der Kohlendestillationswerke in Bulmke erstochen. August Hartmann war nachmittags mit einem Bekannten, namens Ewald Lütscher von hier ausgegangen und befand sich an­scheinend auf der Rückkehr nach Hause. Beide wollten noch in der Wirtschaft Müllers, Ecke Brandstraße und 3. Hagen­straße einkehren, als Hartmann dort von dem Fähnrich Hüssener angeredet und aufgefordert wurde, mit zur Wacke zu gehen. Hartmann ging denn auch eine Strecke mit, entriß sich ihm dann aber und lief etwa zehn Schritte weit. Hüssener folgte ihm und schlug ihn mit seiner Waffe von hinten über den Kopf, sodaß er ihm eine blutige Wunde beibrachte. Dann stieß er ihm die Waffe in den Rücken. Das Stilet durch­drang die Lunge und kam auf der Brust wieder zum Vor­schein. Hartmann brach in den Armen seines Freundes Lüt­scher tot zusammen. Inzwischen hatte sich eine große Men­schenmenge angesammelt, die den Mörder zu lynchen drohte. Hüssener rief in seiner Bedrängnis den Schutz eines vorbei­kommenden Unteroffiziers an, der ihn zur Wache geleitete. Hier bekannte er, daß er Hartmann erstochen habe. Am Ostersonntag wurde er nach dem BezEks- kommando gebracht, wo er sich jetzt noch in Haft befindet. Die Leiche des Gelöteten wurde nach dem Ostlriedhof gebracht, wo auch die Leichenöffnung vorgenommen wurde. Die Unter- suchung führt das Bezirkskommando. Herr Kaufmann Paas stellt Herrn Hartmann, der fünf Jahre in seinem Engros- Geschâft tätig war, das denkbar beste Zeugnis aus. Herr Hartmann sei ein sehr ruhiger, gewissenhafter und besonnener junger Mann gewesen. — Der schon erwähnte Begleiter des Erstochenen, Ewald Lütscher, gibt dem genannten Blatte über den Vorfall einen Bericht, dem wir Folgendes entnehmen: „Samstag den 11. April, gegen HV4 Uhr abends, verließ ich mit dem beim 7. Artillerie-Regiment in Köln stehenden, zurzeit auf Osterurlaub hier weilenden Herrn August Hartmann und dem Unteroffizier der Reserve Schröder das Restaurant „Zum Aschinger"; wir hatten die Absicht, uns zum Restaurant Müllers beim Landgericht zu begeben . . . Wir standen schon am Eingänge der Wirtschaft und waren im Begriff hineinzu­gehen, als der Portepeefähnrich Hüssener auf Herrn Hartmann

Hue aller Melt.

Der Deutsch - nationale Handlimasgehilfen- Verband mit dem Sitze in Hamburg, dem gegenwärtig 725 Ortsgruppen und Zweigvereine mit insgesamt 46 112 Mit­gliedern angeschlossen sind, hielt während der Osterfeiertage in Köln seinen achten allgemeinen Verbandstag ab. Das Thema der Kaufmannsgerichte behandelte der Verbandsvsr- sitzende Kaufmann Schack - Hamburg. Auf seinen Antrag stimmte der Handlungsgehilfentag folgender Entschließung zu: 1. Kaufmannsgerickte müssen überall obligatorisch eingerichtet werden; 2. ihre Wirksamkeit muß auf alle Handlungsgehilfen und Lehrlinge ohne Unterschied des Gehalts erstreckt werden; 3. für Streitigkeiten aus Konkurrenzklauseln und Konventional- stralen müssen die Kaufmannsgerichte zuständig werden; 4. die Zuständigkeit dieser Gerichte darf nicht biird) Verträge ausgeschlossen werden; 5. das aktive W hirecht muß auf das 21., das passive Wahlrecht auf das 25. Lebensjahr scstgesttzt werden; 6. bei dem Wahlveriahren GH der Grundsatz der Linenwahl ausgestellt werden; 7. die Berukungsgrenze darf erst bei einem Wertgegenstände von 500 Mk., mindestens jedoch 300 Mk. festgesetzt werden; 8. den Kaufmannsgerichten muß die Befugnis erteilt werden, auch als Einigungsamt zu wirken; 8. die begutachtende Tätigkeit dieser Gerichte ist auf alle handelsgewerblichen Fragen auszudehnen." Zu der Frage der Handelsinspekioren unterbreitete der Referent Kausnann von Pein-Altona d-m Handlungsgehilfentage folgenden Antrag zur Annahme: „Der achte deutsche Handlungsgehilfentag hält die Schaffung einer HandelsaufsichtsbeLörde für dringend not= wendia, da die zum Schutze der Angestellten des Handels­gewerbes erlassenen Gesetze sehr mangelhaft durchgesübtt werden. Die HandelSaussicht ist zweckmäßig an die bewährte Organi­sation der Gewcrbeausstcht anzugliedern." Auch dieser Antrag gelangte zur Annahme. Ferner wurde zu der dem Reichstage vorliegenden Novelle zum Krankenoerstcherungsgesetz beschlossen, den Reichstag zu ersuchen, in der Krankenkasselmovelle zu be­stimmen, daß der Versicherungszwang auch auf die Handlungs­gehilfen und Lehrlinge mit weniger als 2000 Mark Gehalt ausgedehnt werde.

Ueber die Bonuetslhe 800 Milliorren-Erb- schaft schreibt ein Pariser Korretpondent dem „Berl. Lok.- Anz." noch folgende Einzelheiten: Die Kaiserlich Deutsche Botschaft in Paris, sowie die Bayerische Gesandtschaft sind eben dabei, im Interesse deutscher Staatsangehöriger, welche ihre Abstammung von dem „großen" Bonnet Nachweisen können, ein wenig mehr Licht in die Angelegenheit zu bringen. Es handelt sich in der Hauptsache darum, ob in dm Archiven des französischen Ministeriums des Aeußern und der Kolonien

MWH

bie Akten noch auszufinden sind, aus denen die Ergebnisse der pemubungen früherer französischer Regierungen in dieser Affäre zu ermitteln wären. Ganz besonders interessant wäre es, den Bericht eines französischen Schiffskapitäns, welcher in den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts aus Mada­gaskar ganz bestimmte Nachrichten über den Umfang deS Bonnelschen Nachlasses nach Paris brachte, heute zu prüfen. Es war der Kapitän des „Niius", welcher von der damaligen Negierung beauftragt war, auf Madagaskar nachzuforschen, was der Franzose Bonnet dort an beweglichem und unbeweg- I.wem Vermögen besessen, und wie viel er nach seiner Ver- treibung durch die Hovas — Bonnet soll eine Art König auf seinem Grund und Boden gewesen sein — nach Kalkutta ge- r-<tet. hat. Man weiß, daß der „Niius"-Kapitän sehr aus- suhrllch berichtete . . . Außerdem aber hoffen die Interessenten aus den sranzömchen Archiven zu erfahren, wie weit die Korre­spondenz zwilchen den Kabinetten von Son ton und Paris ge­diehen war, bevor man alles einschla-en ließ. Festgestellt ist,

-tn n Grundbentzerl'Uen der Ostindischen Kompagnie sich der Name eures Sonnet befindet. Was aus 'einem Nach­lasse Geworben .ist, ob es sich tatsächlich um die enorme Summe von 800 Millionen handelt — wer vermag dies zu sagen? Höchstens Mr. Chamberlain. Die französischen Interessenten wollen, um auf England einen sanften Druck auszuüben, nun anläßlich der bevorstehenden Pariser Anwesenheit des Königs Eduard diesem eine Petition unterbreiten.

Eisenbahnidyll. Bromberg, 12. April. Ueber ein Euenbahniayll berichtet das „Bromb. Tagebl.": Ms am vergangenen Freitag nachmittag der Schubiner Zug den hie­sigen Bahnhof verlassen und eine kurze Strecke zurückgelegt hatte,^ hielt er plötzlich auf freiem Felde. Erschreckt blickten die Passagiere aus den Fenstern, um die Ursache des unfrei- w'lligeu Aufenthaltes zu ersähen. Bald aber zeigten die er­regten Gesichter ein freundliches Lächeln, denn die Paffagiere sahen, wie der Zugführer spornstreichs am ^uge entlang sciuer Dienstmütze nachlief, die ihm der Wind vom Kopfe geweht hatte. Nachdem die „desertierte" Kopfbegleitung glücklich wieder eingefangen war, setzte der Zug nach kurzem Aufent­halte die Fahrt fort.

Der Aberglaube ungarischer Bauern hat, wie die „B.tdapesti Hirlap" meldet, bei einem Leichenbegängnis infolge eines Zusammenstoßes mit der Gendarmerie mehrere Opfer getostes.- Der Bauer Paul Varjas aus Nosztany war nach dem Städtchen Kurd zu Markte gefahren und dort einem Herzschlage erlegen. Seine Verwandten wollten die Leiche nach seinem Heimat Sorte bringen; doch als sie mit dem Leichenwagen den Ort Jbaros passieren wollten, schnitten ihnen etwa 25 Männer des Dorfes den Weg ab, weil der Durchzug einer fremden Leiche unermeßlich Unglück über den Ort bringen müsse. Der Leichenzug wurde absolut nicht durchgelaffen und mußte nach Kurd zurückkehren. Der Richter ordnete am nächsten Tage die Ueberführung unter Gendarmerie-Bedeckung an, der Zug fand aber diesmal die Straße zum Dorf schon dicht mit Männern und Weibern besetzt, die mit Heugabeln und Sensen bewaffnet waren. Als die Gendarmen den Durch­zug erzwingen wollten, wurden sie mit Gewalt zurückgedrängt und angegriffen. Die Gendarmen gaben jetzt zwei Salven ab, worauf die Menge zerstob. Zwei Männer blieben lödtlich verwundet auf dem Platze liegen, während viele leichte Ver­letzungen davontrugen. Dann erst konnte der Leichenzug seinen Weg fortsetzen. Gegen die Ortsbewohner wurde eine Unter­suchung wegen öffentlicher Gewa'ttäiiqkeit eingeleitet.

Die Ersolge eines Löwenbändigers. In London erregt gegenwärtig die großartige Löwengruppe des bekannten und beliebten Bändigers J. Seeth großes Aufsehen. Mr. Seeth hatte sich vor einigen Tagen eines hohen Besuches zu erfreuen: die Königin Alexandra erschien in Begleitung der Prinzeß von Wales mit großem Gefolge, um die Raubtier­gruppe zu bewundern. Schon Königin Viktoria war eine Gönnerin Seeths, welcher als Zeichen ihrer Kunst eine kost­bare Busennadl erhielt. König Eduard VII. schenkte als Prinz von Wales dem Dresseur einen werthvollen Brillant­ring. Seeth zählt auch König Christian von Dänemark zu seinen Gönnern. Der König "ließ sich im Jahre 1896, als der Dresseur im Zirkus Schumann in Kopenhagen engagiert war, junge Löwen in die Hofloge bringen.

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Aufgaben werden unter Aufsicht der Lehrer in der Anstalt gemacht. Tas neue Schuljahr beginnt Dienstag den 21. April.

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