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16. Avril._______________________ betrifft, io ist es dasselbe wie früher geblieben. Es kommen je 2 Flach-, Hindernis- und Jagdrennen (Steeplechases) zur Entscheidung. Die Nennungen sind infolge. des anhaltend kalten Wetters nicht ganz so zahlreich ausgefallen als sonst, aber trotzdem steht guter Sport in Aussicht und jeder wird befriedigt von seinem Ausflug nach der Rennbahn zurückkebreu, Der Beitrag für außerordentliche Mitgliedschaft beträgt 30 M. und erhält jedes Mitglied eine Damenkarte gratis.

Telegraphischer Wetterbericht der deutschen Seewarte.

Telegramm ausHamburg vom 16, April.

9 Mr 47 Min.

Ein Maximum über 772 mm lagert westlich Schottlands, ein Minimum unter 750 mm über Mittelschweden. In Deutichland wehen schwache Winde aus westlichen Richtungen. Das Wetter ist veränderlich, kühl, allenthalben sind Nieder­schläge gefallen.

Prognose für den 17. April: Im Westen abnehmende Niederschläge, sonst Fortdauer der herrschenden Witterung wahr­scheinlich.

Kauunsr Vereins- n. Wrguügungsnachrichtett

für DsnnerSiaa den 16. Avril.

In der Könial. Zeichenakademie: Drucksachen - Ausst llur g; geöffnet von vormittags 9 bis abmds 7 Uhr.

Turm u. FechlkMb: Ab-nds 67 Uhr: Turnen ^er Damsnaüteilung. Turngemeinde: Abends/tS/<9 Uhr: Turnen der Damenabteilun«. Evan» Männer- und Iiinalingsverem: Bibeluunde (Ev. Vereinshau?.) Turn- u. Techtklub: Fechten«

Turngesellschast: Abends von 810 Uhr: Turnstunde.

Katholischer Männerverein: Vereinsabend in oer.Restauration Mohr*. Dramatisch-literarischer VereinMelvomene* .^m Sonne": Lesung. Gabelsberger Stenographen-Verein im Gasthaus zu acn ,3 Rindern": UebunpSabünd für Korresvöndenzschriit.

Arends'scher Stenogravben-VereinConcordia": (Restaurationwr Alleinania"): Abends 89*/a Uhr: Uebung, dann Vereinsabend. Nationalstenographen-Verein: Lehr- u. Uebnngsstunde (Lokal:Zur großen Krone", Steinbeimerstraße 26).

KlubBavaria": Klubabend in der RestaurationAllemania". Techniker-Verein: Vereinsabend in der Restauration Mohr. GesangvereinFröhlichkeit": Singstunde im Vereinslokale.

Erster Hanauer Fußball-Klub 1898: Klubabend in der Brauerei Kaiser. Erste Hanauer Vaulegesellschaft- Preisivier imDeutschen Haus* RadsahrervereinVorwärts* Zusammenkunft im Gastbau»s. Sonne*. Radfahrerverein Hanau 1885: Klubabend in derCentralballe«.

Konsulat Hanau der Allgemeinen Radfahrer-Union, D. T. C.: Abends 9* 3 Uhr: Versammluna im Restaurant Carlsberg".

KegelklubTipp, Tipp": Abends 9*/3 Uhr: Rest. z.Gnt n Quell ". Spesjart-Touristenverein: VereinSabend im Gasthaus?. Elephanten .

Rerlleigernngs- etc. Kalender

für Freitag den 17. Avril.

Holzversteigerung in der Königl. Obe'sörsterei fianau; Zusammen­kunft vormsttaas 10 Uhr aus '«er Bahnlinie zwischen Herrnwald und Heldenber^er Gemeindewald (s. Nr. 86Han. Anz.").

Mus p^ab und fern,

-r. Marburg, 15. April. Zwischen Reservisten aus Schröck und Bauerbach entstand gestern abend nach der Kon­trollversammlung in Weidenhausen eine gebörige Schlägerei, wobei den einschreitenden Polizeiseraeanten Widerstand geleistet wurde. Man entriß ihnen sogar die Verhafteten. Ihre goldene Hochzeit feiern am nächsten Freitag die Eheleute Kreitcr in Moischt.

Frankfurt a. M., 15. April. Fünfzigtausend Mark auf die Straße geworfen hat am ersten Offeriere ein plötzlich irrsinnig gewordener Berliner Kaufmann F, der sich seit eini­gen Tagen, auf einer Geschäststour begriffen, hier aushielt. Als der Bedauernswerte die Niddastraße pausierte, riß er plötz­lich unter wirren Reden den Ueberzieher auf und warf zum nicht geringen Erstaunen der Passanten sein ganzes Geld, das er auf der Reise einkassiert hatte, auf die Straße. Die Summe bestand aus 40 000 Mark in Wertpapieren und Kupons, 2000 Mark in Hundertmarkscheinen und einem mit Gold­stücken gefüllten ledernen Beutel. Im ganzen an 50 000 Mk. Sofort herbetgeholte Schutzleute sorgten für Bergung des aus- gestreuten Geldes und brachten den Irrsinnigen zunächst nach dem Polizeigewahrsam, von wo aus er später einer Anstalt zugeführt wurde. Vorgestern abend um halb 9 Uhr wurde der von Sablon bei Metz stammende 19 Jahre alte Schreiner­geselle Anton Detroit, der am 1. April in Sponsheim bei Mainz die frühere Oberin der Niederbronner Krankenschwestern ermordet und beraubt hatte, auf der Kaiserstraße von der hiesigen Kriminalpolizei verhaftet. Der nunmehr Verhaftete hatte sich hier in ein Hotel am Hauptbahnhof unter einem falschen Namen einlo ziert. Ter Verhaftete, der die an seiner Tante verübte Tat nach kurzem Leugnen unumwunden ein­gestanden hat und noch im Besitze von ca. la00 Mark war, wurde gestern vormittag der Staatsanwaltschaft in Mainz zu­geführt.

W. Homburg v. d. H., 16. April. Der Kaiser läßt in Homburg Aufnahmen von der Saalburg anfertigen, die er bei seiner Reise nach Rom dem Könige als Geschenk über­reichen will.

Dettelbach, 13. April. Am gestrigen Ostersonntag passierte im hiesigen Staatsbahnhof ein bedauerlicher Unglücks­fall. Abends halb 7 Uhr wurde der auf dem Heimweg be­griffene 42jährige Dienstknecht Bartel von Biebergau auf der durch Schranken geschlossenen Ueberfahrt vom Nürnberger Schnellzug erfaßt und ihm der rechte Fuß total abgefahren. Außerdem erlitt er noch Verletzungen am Kopfe. Der Verletzte wurde mittelst Tragbahre in dem genannten Schnellzug nach Würzburg verbracht und unterwegs von einem im Zug be­findlichen Arzt verbunden. ,

Hann. Münden, 14. April. Vom Sturme in die Werra geweht wurde heute ein 7jâhriges Mädchen, als eS im Begriffs war, über einen Steg hinzuschreiten. Ein hiesiger Forstakademiker, der das Kind in den Strom stürzen sah, warf sich ihm nach, um es zu retten. Bei der starken Strömung an jener Stelle wurde es dem jungen Maune unmöglich ge­macht, sein Rettungswerk auszuführen, vielmehr schwebte er

Donnerstag

selbst in höchster Lebensgefahr und mußte vermittelst einer zugereichien Stange aus dem Wasser herausgezogen wcryin. Das Kind ertrank.

Hue aller Mett.

Mit Mann und Maus untergegangen. Das SegelschiffMetti Heilkelina" aus Westrhauderfehn mit Kohlen von En-iland nach Deutschland bestimmt, ist mit der Besatzung in der Nordsee untergeaangen.

Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich, wie man aus München meldet, vor den Augen des Prinzregenten von Bayern. Dieser besichtigte den gegenwärtig in München statt- findenden großen Pferdemarkt. Unter anderem wurde auch ein Rassepferd gezeigt, das bei der Vorführung sehr unruhig war. Ein Schutzmann eilte hinzu, um das Pferd zu halten, wurde aber von den Hufen des Pferdes derartig gegen Brust und Unterleib getroffen, daß er auf der Stelle tot zu Boden fiel.

Im Zuge erschossen hat sich vorgestern abend der 29 Jahre alte Postprakiikant Paul Kerkhoff, der aus Lingen stammt und in Charlottenburg in der Hardenbergstraße ein möbliertes Zimmer bewohnte. Der junge Mann war seit fünf Jahren in Berlin bei der Post beschäftigt. Am Samstag bekam er Urlaub und fuhr nach Lingen, wo sein Vater wohnt. Während er ursprünglich dort bis Donnerstag bleiben wollte, kehrte er unerwartet schon vorgestern nach Berlin zurück.

Eine Revolte entstand vorgestern abend in der Er­ziehungsanstalt Martinistift bei Nottuln. Knaben mißhandel­ten auf ein gegebenes Zeichen die Wärter und eine barm­herzige Schwester und demolierten Tische, Bänke und Fenster. Von den 100 in der Anstalt untergebrachten Zöglingen ent- flohen dann 16, die aber teilweise bereits wieder eingefangen worden sind.

Der Fall Hüssener. Der Marinekrieasgerichtsrat Debary ist gestern mit dem Gerichtsschreiber der ersten Marine- infpeftion von Kiel nach Essen zur Untersuchung des Falles Hüssener abgereist und bereits dort eingetroffen.

Briefkasten der Redaktion.

21. A. in G. Stellvertretender Kreisarzt ist Herr Dr. Selig­man n- Hanan.

Schiffs-Nachrichten.

Der PostdampferSwitzerland" derRed Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 12. April wohlbehalten in Philadelphia angekommen.

Hamburg, 14. April. Der DampferBengali«" von der Hamburg-Amerika-Linie ist gestern in Boston eingetroffen.

Bremeu, 13. April. Der Dampfer des Norddeutschen LloydKronprinz Wilhelm" ist gestern in New-Dork einge­troffen.

New - Nork, 14. April. Der DampferSiatendam" von der Niederländisch - Amerikanischen Dampfschiffahrts- Gesellschaft ist gestern hier eingetroffen.

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Drahtnachrichten.

Zum Verzicht der Kaiserin auf die Romreise.

Berlin, 16. April. DieNat.-Ztg." erfährt: Der Verzicht der Kaiserin auf die Mitreise nach Nom sei nickt zu deuten, als ob gesundheitliche Besorgnisse gehegt werden müßten, vielmehr sei der Unfall gut überwunden, nur eine sorgsame Schonung des Armes notwendig.

Angeblich auf französischem Boden.

Berlin, 16. April. DerLok.-Anz." meldet aus Paris: Die Nancyw Präfektur erstattete angeblich die Meldung, daß eine Schwadron Metzer Dragoner bei Arnaville auf franzö­sischem Gebiet topographischen Unterricht durch ihren Ritt­meister erhielt.

Flüchtiger Dampfer.

Rom, 16. April. Der griechische DampierHaghiastrias", der konfisziert werden sollte, da er wegen Schulden aus Triest durchgebrannt war, flüchtete vor der Beschlagnahme in der Richtung nach Bari.

Trinkipruch des Herzogs von Teck.

London, 16. April. Auf dem 58. Jabresfestessen des deutschen Hospitals brachte der Herzog von Teck einen Trink­spruch auf Kaiser Wilhe'm aus. Die Sammlungen betrugen 3298 Psd., darunter 200 als Gabe des deutschen Kaisers, 50 vom Datier Franz Josef.

Beorderung vor den Untersuchungsrichter.

Grenoble, 16. April. Der Redakteur desPetit Dau- phinois", Bcsson, der Verfasser des Artikels über dm Sohn des MinisterpräsidentenEdgar Combes und die Karthäustr", wurde telegraphisch ersucht, Freitag vor dem Untersuchungsrichter zu erscheinen.

Arbeitseinstellung.

Danzig, 16. April. In der heutigen Versammlung der S ch i f f s st a u e r wurde einstimmig die Einstellung der Arbeit beschlossen.

Die Weltausstellung in St. Lonis.

. Bochum, 16. April. Von 18 von der Handelskammer befragten großen Firmen lehnten 17 die Betheiligung an der Weltausstellung in St. Louis ab.

Dementi.

Sofia, 15. April. (Wien. Korr.-Bur.) Von maßgebender Stelle wird versichert, daß die Gerüchte von einer Demmission des Kriegsministers unwahr sind.

Nene Kämpfe.

Newhork, 15. April. Nach einem über St. Thomas eingegangenen Berickt des franzönscken KreuzersTroude" aus eanto Domingo fand in der Nacht von Sonntag auf Montag und Montag früh wiederum ein Kampf um den Besitz der Stadt statt. Einige Personen wurden getötet, viele

Seite 3 verwundet. Die Negierungslruppen wurden nach anfänglich gewonnenen Vorteilen wieder geworfen und auch aus dem Fort San Carlos wieder heraus getrieben.

Präsident Loubet in Algier.

Algier, 15. April. Präsident Loubet ging um 2 Uhr nachmittags unter dem Salut der fremden Krieqssch ffe an Land und fuhr, von der Volksmenge lebhaft begrüßt, mit einer Eskorde von 30 arabischen Scheiks nach dem Winterpalais. Nackmittags empfing Loubet die algerischen Behörden. Der Erzbischof, der die Geistlichkeit vorstellte, wies dabei auf die Hingabe der Priester hin, die fern von ihren Familien als Qpfer der Pflicht sterben. Der Präsident beglückwünschte die algerische Geistlichkeit dazu, daß sie, indem sie sich von den politischen Kämpfen fernbalte, doch an der Größe und dem Gedeihen der Republik Anteil nehme. Der Präsident der Finanzdelegation sprach sein Bedauern darüber aus, an der Seite des Präsidenten Loubet nicht den Gouverneur Revoli begrüßen zu können, dessen unerwarteter Rücktritt große und berechtigte Erregung hervorgerufen habe. Redner hob rühmend die Hingabe Revoli's für die Interessen Algeriens hervor sowie seine Treue und mutvolle republikanische Gesinnung. Um 5 Uhr empfing Loubet die Befehlshaber der fremden Geschwader. Admiral Krieger, der Befeblshaber des russischen Geschwaders, erklärte, er sei glücklich darüber, daß Kaiser Nikolaus ihn auseriehen habe, den Präsidenten Loubet zu begrüßen. Der Präfiveut erwiderte, er sei sehr gerührt über das freundschastliche Gedenken des Kaiser-, daß er zu den anderen Flaggen auch diejenige der befreundeten und verbündeten Nation entsandte. Abends gab der Präsident im Sommerpalais zu Ehren der frewden Abgesandten und hohen Beamten Algeriens ein Festmahl. Bei demselben brachte Loubet ein-n Trinkipruch aus, in welchem er seiner Freude darüber Ausdruck gab, daß die Vertreter der Flotten von vier fremden Mächten zugegen seien. Er danke den Monarchen, w'lche die Flotten entsandt hätten. Diese Beweise von Sympathie ehrten in^ gleicher Weise Frankreich und seine große Kolonie und würden in der gesamten Nation einen Widerhall finden. Der Präsident sprach sodann die Hoffnung aus, daß seine Anwesenheit in Algerien der Periode der Versuche ein Ende machen und den Beginn eines auf gerechter Einigkeit be­gründeten Regiments bedeuten werde. Sein Wunsch sei, zu prüfen, was das Interesse des Landes ersordere. Loubet trank hierauf auf die Größe Algeriens, die in der Einheit seiner Geschickte mit derjenigen Frankreichs beruhe.

Algiev, 16. April. Bet dem Festmahl, welches Prä­sident Loubet abends im Sommerpalais gab, versicherte der Großrabbiner in einer Ansprache den Präsidenten der Treue der algerllchen Israeliten für die Republik, welche ihre Eman­zipation der Republik verdanken. Am Schluffe überreizte die marokkanische Gesandtschaft dem Präsidenten eine Adresse, in welcher der Sultan den Präsidenten zu feiner Ankunft be­glückwünscht. Loubet's Besuch in Algier werde zum Gedeihen Algiers, welches Marokko benachbart sei, beitragen und ein Merkzeichen dafür sein, daß die Freundschaft zwischen Frank­reich upb Marokko aufrecht erhalten werde und Fortlchritte mache. Loubet erwiderte, auch er wünsche gleich dem Sultan, daß die Freundschaft zwischen Frankreich und Marokko aufrecht erhalten werde.

Jugendlicher Messerheld.

Berlin, 16. April. DerLok.-Anz." erfährt aus Elbing: In der Pangriß-Kolonie versetzte infolge eines Streites ein neunjähriger Schulknabe einem etwas älteren Mädchen einen Mefferstich und verletzte dasselbe lebens­gefährlich.

Verurteilter Bankbeamter.

Berlin, 18. April. Der Bankbeamte Gollnow wurde wegen der bei der Bank für Handel und Industrie verübten Unlerschleife zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt.

Kampf mit Schmugglern.

Berlin, 16. April. DieVoss. Zig." meldet aus Bern: Bei einem Kampfe zwischen italienischen Grenzwächtern und Schmugglern in den Bergen des Lago Maggiore wurden zwei italienische Schmuggler durch Gewehrschüffe schwer verletzt und gefangen.

Mkllionendiebstahl.

Zürich, 16. April. In Lugano wurden zwei Haupt­schuldige an dem vor vier Wochen verübten Drei-Millionm- Diebstahl verhaftet. Die Polizei erhofft die Beibringung des gestohlenen Geldes.

Selbstmord.

München, 16. April. Der in Meran vermißte Kur­gast Baron Horn, Eskadronschef der Münchener Jäger, beging Seibsimord. Briefe ergaben, daß Horn daS Opfer von Er­pressungen geworden ist.

Flüchtig gegangener Betrüger.

Berlin, 16. April. DerLok.'Anz." meldet aus Neichenberg: Der Kaufmann Kindt aus Trautenau ist nach Verübung großer Betrügereien und Wechselfäljchungen flüchtig geworden.

Absnnements

und Insevate

für den täglich in großen: Umfange erscheinenden

Neue» ElH-Atzkimtt Zittriger

nimmt entgegen Herr Hch. Jörg sen,,

Auktionator.