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in welchem die Firmen sämtlicher in Frankfurt um etwa 1850 bestandenen Druckereien eingeschnitten sind und zwar in allen damals modernen Schriftarten wechselnd. Vielleicht diente derselbe als „handliche" Schriftprobe eines Schriftgießers, mit der er allerdings einen „durchschlagenden" Erfolg erzielen konnte.
* Landes Ausschuß. Der Landes-Ausschuß ist am gestrigen Tage zu einer Sitzung in Cassel zusammengetreten. Aus den Beschlüssen und Verhandlungen ist folgendes zu entnehmen: Der Landesausschuß hatte dem K a i s e r, der aus Anlaß der diesjährigen Manöver in Cassel anwesend sein wird, ein F e stil ine r angeboren. Se. Majestät hat mit dem Bemerken dankend abgelehnt, daß er grundsätzlich keine von den Kommunal- ständen aus Anlaß der Manöver dargebotenen Festessen mehr annehme und bemerkt, daß er die Mitglieder des Landtages an der kaiserlichen Tafel sehen werde. Dieselbe findet voraussichtlich am 29. August in Cassel statt. Die näch st e Sitzung des L a n d e s a u 8 s ch u s s e s , die am 16. Juni und den folgenden Tagen stattfinden sollte, ist der Reichstagswahl wegen auf den 9. Juni und die folgenden Tage verlegt. — Die Zahl der Kommunallandtags-Abgeordneten ist von 57 auf 59 erhöht und zwar schickt Cassel statt 4 Abgeordnete deren 6 in den Landtag, da durch das Wachsen der Bevölkerung und Eingemeindung die Seelenzahl auf über 100,000 gestiegen ist. — Der Landesausichuß wählte sodann zum Oberbibliothekar für die Landesbibliothek Herrn Dr. Hoelcher aus Göttingen, der an den verschiedensten großen Bibliotheken beschäfiigt war und längere Zeit einer Universitätsbibliothek vorstand, auch als Historiker sich durch eine Reihe wissenschaftlicher Schriften einen Namen gemacht hat und in der Gelehrtenwelt sich hohen Ansehens darob erfreu!.
* Hanart-Verlin. Der frühere Mitinhaber der hiesigen Firma Abr. Schwab & Co., Herr Abr. Schwab, welcher vor etwa 10 Jahren von hier nach Berlin übersiedelte, wurde am 17. März zum dortigen Stadtverordneten vereidigt.
* Fleischer-Bezirkstag. Der Bezirksverein „Beide Hessen und Nassau" im Deutschen Fleischer-Verbände hält am 26. ds. in Eschwege seinen diesjährigen Verbandstag ab. Die Tagesordnung hierfür ist folgende: 1. Jahresbericht des Vorstandes; Referent: Rud. Ochs-Frankfurt. — 2. Das neue Gewerbe-Unfallyersicherungsgesetz uud die Pflichten gegew die Fleischerei-Berufsgenoffcnschast; Referent: I. Falk-Mainz. — 3. Der Ausbau der Sprechmeisterämter und die Errichtung von Zentralarbeitsnachweisestellen; Referent: C. Lautz-Darmstadt. — 4. Die Umbildung der allgemeinen Fortbildungsschulen in sachliche Fortbildungsschulen und die Unterstützung von Fachschulen für das Fleischergewerbe; Referent: Gg. Schwarz-Fulda. — 5. Kassenbericht; Referent: PH. Kröcker- Offenbach. — 6. Wahl eines Delegierten in den Verbandsvorstand. — 7. D e Wirkung des Gesetzes, betr. die Beschäftigung von Kindern auf das Fleifchergcwerbe; Referent: I. Falk-Mainz. — 8. Die Gesellen- und Meisterprüfungen; Referent: C. Schnell - Cassel. — 9. Die Zuständigkeit des Marktortes für Klagen rc. Referent: C. Marx-Frankfurt. — 10. Die Abänderung des Schlachthausgesetzes; Referent: Gg. Schwarz-Fulda. — 11. Ergänzungswahl des Vorstandes. — 12. Die Entsendung von Delegierten zum Verbandstage in Potsdam. — 13. Die Bestimmung des Ortes für den nächsten Bezirkstag. — 14. Verschiedenes: Fleischbeschaugesetz und Währschaft, Schlachtviehversicherung, Virhproduktion, Konservierungsmittel, Handwerkerorganisation und Genossenschaftswesen.
* Deutsches Turnfest. Aus Nürnberg wird uns geschrieben: Auf viele Anfragen hin gibt der Preßausschuß für das 10. D e u t s ch e T u r n f e st in Nürnberg bekannt, daß die Festschrift nur nach erfolgter Einsendung des Festbeitrages an Teilnehmer am Fest abgegeben, nicht aber an einzelne Interessenten, auch nicht an Buchhandlungen verkauft wird. Der ziemlich umfangreichen Festschrift ist ein Verzeichnis der Straßen und der Sehenswürdigkeiten Nürnberg's beige- legt, deren Eigentümer zum größten Teil die Erlaubnis zum unentgeltlichen Besuch gegeben haben. Dieses Verzeichnis kann ebenso wie der Stadtplan herausgenommen werden. Die Ke-
den 30ern und 48ern Flugblättern, so zahlreich, daß man ganz gut eine Flugblätter-AuSsteÜung hätte machen können. Man mußte sich aber auf einige Stichproben beschränken.
Nachdem wir nun mit dem Buchdruck zu Ende, besichtigen wir die bildlichen Darstellungen und zwar nun in der Reihenfolge der Schauschränke A bis 0, zunächst beginnend mit den Hanauer Arbeiten. Wir sehen zwei Porträt- stiche von Paul de Zelter, der von 1620—1642 in Hanau arbeitete, viele Lundkarten, Pläne, Zunftbriefe und einige Kostümfiguren des fleißigen Kupferstechers Joh. Jakob Müller (arbeitete ca. 1770—1811). An der Stirnseite des Schrankes finden wir drei kleine Stiche, Schülerarbeiten des damals 45jâhrigen Prinzen Wilhelm (später Kurfürst Wilhelm I.) aus 1757 und 1758, die von Talent zeugen. Aus dem Besitz des Geschichtsvereins, sind diese nie in den Handel gekommenen Blättchen ziemliche Seltenheiten. Auf der anderen Seite finden wir schöne Stiche von Prof. Westermayer, meist in Punktiermanier, namentlich schöne Hanauer Porträts: Wilhelm IX., der Botaniker Gärtner, Medizinalrat Leisler, Neg.-Rat P. Ruth, der Stifter unterer Stadtbibliothek, ferner die Diplome der Zeichen-Akademie und der Wetterauischen Gesellschaft u. s. w. Es folgen die technisch und lokalgeschichtlich interessanten Darstellungen der Schlacht bei Hanau, verschiedener Ereignisse von ca. 1830, Exerzitien der Bürgergarde rc. von dem vielseitigen und rührigen Kupferstecher, Buchdrucker und Schriftsteller Joh. Heinrich Fiedler in Punktier- und Linienstich, Aquatinta, Äetzung rc. mit und ohne Handkolorit hergestellt. Hiermit schließt die Reihe der Hanauer Kupferstecher (s. Katalog, S. 29-32.
In Schrank B folgen alle Hanauer Lithographien (die älteste Steinzeichnung von Hundeshagen 1812 liegt im Schrank A aus). Ziemlich mäßige Blätter ' der ersten Hanauer Lithographen Leuttner und Steimer, bessere von Wörrishoffer und Pohl, Notendrücke von Gertig. Aus der Anstalt von W. Kuhl sehen wir einige gute von ihm selbst auf Stein gezeichnete Kreideporträts, auch Genreszenen
Donnerstag
schäflsstclle hat in der letzten Woche mit den fonftken Druck schritten auch die Einladung des Preßausschusses zum Bezug der Festzeitung an alle zur deutschen Turnerschatt gehörenden Vereine versandt. Die Geschäftsstelle richtet an sämtliche deutschen Turner die dringende Bitte, darauf zu abonnieren, um sich dadurch eine bleibende, wertvolle Erinnerung an das Jubiläumsfest zu verschaffen. Auf dem Fesiplatz herrscht schon reges Leben, da die Handwerksmeister, denen die Ausführung der Bauten übertragen worden ist, bereits mit den Arbeiten begonnen haben. Es wird sicherlich als ein Vorzu z des Nürnberger Festplatzes empfunden werden, daß er ein geschloffenes Ganzes ohne die weite Ausdehnung wie in Hamburg bildet. Der Verkehr zwischen den einzelnen Abteilungen ist dadurch erleichtert und der gemütliche Teil des Festes, der sich besonders in den Abendstunden entwickeln wird, dürfte sich anziehender und einheitlicher gestalten. Abseits vom großen Getriebe und doch in unmittelbarem Anschluß an den Fesiplatz ist ein großer Probeturnplatz vorgesehen. Um auch den Angehörigen der Turner, die mit diesen das Fest besuchen wollen, die erwirkten Vergünstigungen, wie Frbrpreisermäßigung, unentgeltlichen Eintritt in die Sehenswürdigkeiten, zukommen zu lassen, wird es sich empfehlen, daß auch für sie der volle Fest- beiirag eingesandt wird, da der Vorweis der Festkarte überall verlangt werden wird und für die Einzelnen nicht unwesentliche Ersparungen dadurch sich erzielen lassen.
* Meßplähe - Versteigerung. Gestern vormittag wurden die Plätze für die diesjährige Frühjahrsmesse versteigert. Der erste Karussellplatz erzielte 151 M., der zweite 126 M., der erste Schiffsschaukelplatz 180 M., der zweite 100 M. Im ganzen wurden aus den zur Versteigerung gekommenen Plätzen 812 M. erzielt gegen 957,50 M. bei der vorjährigen Frühjahrsmesse. Der Mindererlös ergibt sich daraus, daß das Lamboyfest in die Meßwoche fällt, demzufolge verschiedene Schaubudenplätze keine Liebhaber faân, also unbesetzt blieben.
* Herrenloses Fahrrad. Vorgestern früh 9 Uhr bemerkten Passanten in der Nußallee ein Herrenfahrrad ange« lehnt an einen Baum, das auch 4 Stunden später sich noch am selben Platze befand. Da es anscheinend herrenlos war, wurde es an Polizeistelle gebracht. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß das Rad gestohlen worden war. Dasselbe ist amerikanischen Systems und besitzt schwarzen Nahmenbau.
* Wettspiel. Das am 1. Osterfeiertage siattgefundeue Wetispiel des Süddeutschen Fußball-Klubs „Stuttgart" gegen d:n Hanauer Fußball-Klub „Viktoria 1894" fand unter Beteiligung einer großen Zuschauermenge statt. Schon in der ersten Hälfte gelang es „Stuttgart", mit dem Winde spielend, ein Goal für seine Farben zu treten, welches Resultat auch vor Halftime sich nicht änderte. Nach Halftime spielte „Viktoria", mit dem Winde im Rücken, und bald konnte „Viktoria" unter großem Beifall des Publikums gleichziehen. Kurz darauf gelang es den Hanauer Stürmern noch einmal, unter tadelloser Zuspielung der Hintermannschaft ein zweites Goal für seine Farben zu treten, dem „Stuttgart" bis zum Schluß, trotzdem es seine ganze Kraft einsetzte, nichts mehr entgegen setzen konnte. Hanau siegte somit mit 2 zu 1. Das Publikum verfolgte das Spiel mit steigendem Interesse. Daß das Resultat für die „Viktoria" ein sehr günstiges ist, bewies sich durch das Wettspiel am 2. Osterfeiertage, indem „Stuttgart" gegen die beste Frankfurter Mannschaft, den Fußball- Klub „Germania", mit 1 zu 0 siegte.
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) -( Kesselstadt, 16. April. (Goldene Hochzeit.) Morgen den 17. April feiern der Landwirt Herr Johannes Fischer und Gemahlin das seltene Fest der goldenen Hochzeit. Die Jubilare stehen im 81. Lebensjahre und sind beide noch rüstig.
â Rüdigheim, 15. April. (Bürgermeisterwahl.) Für den verstorbenen Bürgermeister Köhler wurde bei der heutigen Wahl der Landwirt Peter Schmidt V. einstimmig zum Bürgermeister unserer Gemeinde gewählt.
SB
nach Teniers u. s. w., Hanauer Ansichten u. dergl. Auf der anderen Seite des Schrankes zeichnen sich die Künstler-Lithographien, namentlich die von dem Maler Phil. Ad. Ott direkt auf Stein gezeichneten und meist auswärts gedruckten Porträts von Schuppius, Rödiger u. s. w. aus, dabei auch eine Steinzeichnung von Katharina Karolina Luja (Best Herr Akademielehrer Zimmermann). Ueber die älteren Hanauer Lithographen (s. Katalog S. 32—34). Von den hessischen Lithographien — wir müssen hierzu naturgemäß auch die in unserer Nachbarstadt Frankfurt hergestellten Blätter rechnen — heben wir drei zusammengehörige von Schertlè auf Stein übertragene Kreidelithographien hervor: Es sind die Figuren Schärttners, von Hausmann gezeichnet, und Röttelbergs, von G. Cornicelius, in der Uniform der damaligen Turnerwehr bezw. des Freischaren-Korps, und wohl vielen Hanauern bekannt. Selten ist jedoch das zugehörige Bildnis Jabns von Cornicelius, dessen Original nach dem Hamburger Museum gekommen und dort leider verschollen ist. Ein Gegenstück, Jahns Frau, damals auch von Hausmann gemalt, hängt jetzt im Jahn-Museum zu Freyburg a. d. Unstrut.
In Schrank C haben wir eine Sondergruppe, die reizvollen Radierungen von Ludwig Emil Grimm, vor uns. Dieser liebenswürdige Künstler, geb. zu Hanau 14. März 1790, gest, zu Cassel 4. April 1863, ist in Hanau fast unbekannt, seine berühmteren Brüder stellen ihn zu sehr in den Schatten. (Nebenbei bemerkt steht Katalog S. 31 „G e brüder Grimm" gedruckt, im Manuskript stand aber „Brüder".) Wir sehen hier die ganze Grimm'sche Familie, den Urgroßvater Prediger Friedrich Grimm, den Künstler selbst mehrmals, seine Brüder Jakob, Wilhelm, und Karl Wilhelms Kinder, ferner den ganzen Grimm'schen Freundeskreis: Clemens Brentano, Bettina von Arnim, den Rechtslehrer Friedrich Carl von Sa- vigny, Gunda von Savigny, die Göttinger Professoren Blumenbach, Benecke u. a. m., den Publizisten Görres und Dichter Maler Müller, den Maler Rösel, den Kunstfreund Canonicas Speth, Grimms Lehrmeister Kupferstecher Heß, Heinrich Heine
16. Avril.
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Sprrchsaai.
fair Die unter dirter Rubrik eingejandten Notizen übernimmt die Redaktion dem Publikum nenenüßet keinerlei Verantwortung.
Der Lokomotivschuppen
an der neuen Anlage steht zum Abbruch. Ein Blick in denselben zeigt, welch kolossaler Raum vorhanden ist, der sicherlich recht nutzbringend Verwendung finden könnte. Obgleich unsere städtischen Finanzen derzeitig nicht ein besonders ermutendes Bild bieten, dürfte trotzdem die Anregung am Platz sein, ob sich nicht der Erwerb des Schuppens städtischerseits ermöglichen ließe. Mit Vorschlägen, auf welche Weise ein derartiges, für größere Massen Raum bietendes Gebäude seitens der Stadt zu verwerten sein dürfte, wollen wir vorläufig noch zurück- halten, da diese Anregung nur dazu dienen soll, zu Meinungsäußerungen Veranlassung zu geben, eine gute Gelegenheit nicht unbenutzt vorübergehen zu lassen.
Aus dem Gerichtskaaj.
Sitzung der Strafkammer II vom 15. April.
Verschiedenes.
Die in ärmlichen Verhältniffen lebende Wittwe Koch zu Kempfenbrunn ist der fahrlässigen Tötung angeklagt. Sie hatte ihr kleines Kind in einem Korb mit einem Federkissen in die Nähe des gebeizten Ofens gestellt und war ihrer Arbeit nach- gegangen. Als sie fort war, geriet eine bei dem Ofen stehende Kiste mit alten Lumpen in Brand, was einen solche r Rauch entwickelte, daß das Kind erstickt war, bis die Nachbarn das Unglück merkten und Hilfe brachten. Ein älteres Kind war fort und die Mutter hatte gealaubt, es werde bald zurückkehren und dann das Kind beaufsichtigen. Wider Erwarten blieb die ältere Tochter aber länger aus und bis sie heimkam, war das Unglück geschehen. Die angeklagte Mutter wird freigesprochen, weil nicht festgestellt ist, inwiefern sie ein Verschulden an dem Jnbrandgeraten der Sachen trifft, sie auch der Meinung sein konnte, ihre Tochter komme gleich nach Hause und werde die Aufsicht übernehmen. — Unter Ausschluß der Oeffentlich- keit wird gegen den Bauer und Gastwirt Seelig von Fischborn verhandelt, der beschuldigt ist, in der Gemarkung Fischborn ein öffentliches Acrgernis gegeben zu haben. Der Angeklagte erhält 2 Wochen Gefängnis. — Ebenfalls in nichtöffentlicher Sitzung wird gegen den Taglöhner Noll von Ulmbach und dessen Stieftochter, die ledige Justina Link, verhandelt, welche eines Vergehens im Sinne des § 173 beschuldigt sind. Die L., die augenscheinlich nicht ganz zurechnungsfähig ist, wird freigesprochen, der N. erhält 9 Monate Gefängnis.
Sport.
Auf der Nennbahtt in Frankfurt a. M. regen sich zur Zeit viele fleißige Hände, um die Bahn für den nächsten Sonntag, an welchem die diesjährige Saison eröffnet wird, in ordnungsmäßiaen Zustand zu setzen. Herrlich prangt der Rasen in irischem Grün und malerisch h ben sich fitzt vier stattliche Tribünen von demselben ab. Kein anderer Rennplatz Deutschlands verfügt über eine solche AnzahlprächtigerTrivunen sowohl was Größe, Sitzplätze sowie sonstige Bequemlichkeiten anbetrifft, und Frankfurt darf sich rühmen, nach dieser Richtung an der Spitze der deutschen Städte zu marschieren. Ganz besonders ist heute auf die Fertigstellung der neuen Sattelplatztribüne hinzuweisen, welche an Stelle der früheren ungenügenden 2. Tribüne entstanden ist. Hier finden die Besucher bei einem Eintrittspreis von nur 2 Mark alles genau so wie auf den besten Plätzen. Auch die Wettmaschine, der Totalisator, fehlt nicht und nimmt sogar Einsätze von 5 M. auf Sieg und 10 Mark auf Platz an. Die 3. Tribüne, deren Eintrittspreis 1 Mk. beträgt, ist an einer der schönsten Stellen der ganzen Rennbahn unter hohen Bäumen errichtet. Sie hat auch ihre gedeckte Restauration und prachtvolle Sitzplätze unter den alten Bäumen. So hat der Nennklub Raum für alle geschaffen, die sich in frischer Luft angenehmen Aufenthalt und Militär- Konzert an den frischen, fröhlichen und sportlichen Kämpfen ernöben wollen. Was das Programm des ersten Tages an- ffiJ^M^^M'MI|^dB■BMSM»■a>rodr■hHMw'i■w^HHB^K8WWW^g»■EMg^^
(1827 nach dem Leben radiert). Weiter finden wir hessische Persönlichkeiten, so Grimms Gönnerin Kurfürstin Augusta, den Oberst Dörnberg, hessische Trachtenbilder aus Gosfelden und Willinghausen, die „Märchenfrau" oder die „alte Viehmännin" aus Niederzwehren, das „Preusje von Schlüchtern" (ein alter Handelsjude, 1815 bei einem Besuch in Steinau gezeichnet), sodann viele 1816 auf seiner Reise in Italien aufgenommene Blätter. Grimm radierte seine Porträts vielfach direkt nach der Natur und arbeitete die Platte nachher weiter aus. Dies verleiht seinen Bildnissen etwas Unmittelbares, was auf dem Umwege der Bezeichnung leicht verloren geht. Auch zwei von ihm auf Siein gezeichnete seltene Bildnisse, Wilh. Grimm 1815 und Prediger Ernst 1824, sind als vorzügliche frühe Künstler- lithographien zu erwähnen.
(Schluß folgt.)
Barometerstand
mittags 12 Uhr am 15./4. 16./4.
Sehr trocken
Beständig ' =
Schön
Veränderlich —^ Regen (Wind)^O-M
Viel Regen 740„^s|
Sturm — ^i - ■
710 ^F