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Samstag
* Die Herbfimanöver des 18. Armeekorps. Nach den nunmehr qetroffenen Dispositionen werden die diesjährigen Manöver des 18. Armeekorps zum größten ^" im Gelâfide des Regierungsbezirks Wiesbaden siüttsi rden. D-e 25. Division manövriert im nördlichsten Teile dr8 Nkgitrungs bczirkS, in den Kreisen Biedenkopf und Dillenburg, und berührt auch die Kreise Wetzlar und MarSurg. Das Gelände wird umschlossen im Süden durch die Linie Aumenau? nnb= oberttdorf-Kleeberg, die südliche Grenze des Kreises Wch!« - im Osten durch die preußisch-hessische Landesgrenze, im Na ^en durch die Linie Münchyausen-Batienberg-Berleburg, im W *n durch die Linie Berleburg - Danse - Dillenburg und Katzensu 5 Biskirchen, die Lahn bis Aumenau. Der 21. Division, wr^ auch die Hanauer Garnison gehört, ist das Gelände im mittleren Teile des Regierungsbezirks Wiesbaden zugewiesen. Das Gelände wird eingeschloffen im Süden von der Lahn (Nassau bis Aumenau), im Osten durch die Lahn von Aumenau bis zur Einmündung des Ulmbaches, von dort durch die Linie Biffettberg-Greifenthal-Edingen, die Dill bis Dillenburg, im Norden durch die Dill bis Haiger und die Linie Haiger-Siegen- Wiffen, im Westen durch die Linie Wissen-Hachenburg-Wirges- Nassatl. — Ueber die Zeiteinteilung ist bestimmt, daß als letzter Manövertag^der 23. September zu gelten hat.^ An diesem Tage findet Korpsmanöver gegen einen markierten Feind statt. Am 21. und 22. September manövrieren Division gegen Division. Vorher finden viertägige Divisions- und dreitägige Brigademanöver statt. Im Manövergelände halten die 42. und 50. Jufanteriebrigade das Brigadeexerzieren ab, ebendaselbst finden die Regiments- und Drigadeübunqen der 21. und 25. Feldartillerikbrigade, verbunden mit Scharfschießen^ statt.
* Die Aitszeichnunsi dcks ihürlng. Ulanen-Re- giments Nr. 6. Die an das thüring. Ulanen - Regiment gerichtete Allerhöchste Kabinetisordre vom 8. d. Mts. lautet: „Ich habe bestimmt, daß das Regiment fortab den Namenszug seines erhabenen Chefs, des Königs Christian IX. von Dänemark Majestät auf den Epaulettes, Achselstücken und^Schulter- klappen trägt. Ich erwarte, daß das Regiment sich dieser Auszeichnung als eines Beweises Meines Wohlwollens jederzeit würdig erzeigen wird. Berlin 8. April 1903. (gez.) Wilhelm. D." — Nach Einlauf dieser Kabinettsordre wurde am 8. ds. alsbald ein Telegramm an Se. Majestät Köm- Christian IX. von Dänemark abgesandt, lautend: „Das Offi- zierkorps des Regiments wagt es, mit seinen ehrfurchtsvollsten Glückwünschen zum heutigen Geburtstage bun Stolze un) der Freude, nunmehr den teuren Namenszug Eurer Majeffät führen zu dürfen, ehrerbietigsten Ausdruck zu geben. Das neue Band, welches das Regiment mit seinem allergnädigsien Chef verbindet, wird demselben ein weiterer Ansporn fein, sich dieser hohen Auszeichnung stets würdig zu erweisen, (gez.) Wilhelm Herzog von Urach, Graf von Württemberg." — Am Abend des 8. April lief dann an den Kommandeur des hiefißkn Ulanen-Regiments Major Herzog v. Urach Graf von Württemberg folgendes Antworttelegramm ein: „Kopenhagen, 8. April 1903. Se. Majestät mein aUergnabiafter König und Herr haben geruht, mir zu' befehlen, Allerhöchst seinen herzlichsten Dank für die freundlichen Glückwünsche zum heutigen Tage Ew. Durchlaucht und den Offizieren des Regiments aus-u- spreche». Die Gefühle der Freude und der Genugtuung, deren Ew. Durchlaucht anläßlich der Chifferverleihung so ^beredte» Ausdruck geben, erwidert Se. Majestät mit der Versicherung, daß es Allerhöchstdemselben zur besonderen Freude gereicht, sein Ulanen-Regiment durch die Gnade Sr. Majestät des deutschen Kaisers mit Allerböchstseinem Namenszug beliehen zu sehen. Im Allerhöchsten Auftrage: (gez.) Kauffmann, Flügeladjutant Sr. Majestät des Königs."
* Zur Sonntagsruhe. Am ersten Oster fei erlag ist a) der Handel mit Back- und Konditoreiwaaren, mit Fleisch und Wurst, Vorkostartikeln und mit Milch von 5 Uhr morgens bis 12 Uhr mittags — jedoch ausschließlich der für den Hauptgottesdienst festgesetzten Unterbrechung — zugelassen, b) der Handel mit Kolonialwaaren, mit Blumen, Tabak, Bier und Wein, Zigarren während zweier Stunden vor Beginn der Pause für den Hauptgottesdienst und nick! über 12 Uhr mittags hinaus, die Zeitungsspedition aber wie an sonstigen Sonn- und Festtagen gestattet. Für den Milcy- handel ist außerdem im ganzen Regierungsbezirk an soun- und Festtagen noch die Nachmittagsstunde von 6 bis > Uqr freigegeben. Für den zweiten Osterseiertag gelten die für einen gewöhnlichen Sonntag zutreffenden Bestimmungen.
* Parolemustk. Am 2. Feiertage spielt die Infanterie- Kapelle im Schloßpark folgende Stücke: 1. „Mit Lanz n j und Schwertern", Marsch von A. Schneider: 2. Ouvertüre z. Op. „Maurer und Schlosser" von I. Buber; 3. „Valse 'espagnole" von Metra ; 4. „La Paloma", spanische Serenade von Yradier; 5. Vorspiel z. Op. „Die Meistersinger von
* Wiener Spihe. In dem bekannten Konzertlokal 1 zuk Wiener Spike gastiert cm 1. Osterseiertag das seit 2 | Mmwtttt im Kolossen ul zu »vvdnHnil engagierte Var^ö^- nno
‘ " Die iMgèn Wiener". Die Gesellschaft wuroe vis jr^i uvriau pimünoicrl» ?lm 2. und 3. Feiertag wird das hier so schnell beliebt gewordene Tiroler Gesangs- Quartett „Süddeutsche Bauern" mit munteren Gesängen die Gn'te zu unterhalten wissen.
* Hanauer Ferienkolonie. Der Vorstand der Hanauer Ferienkolonie beabsichtigt, auch in diesem Jahre eine Anzahl kranker Kinder im Monat Juni zu einer vierwöchent- lichen Solbadkur in die Kindttheilanstalt zu Orb zu entsenden. — Diejenigen Eltern, deren Kinder an dieser Wohltat leiB nehmen sollen, haben dieselben ton ihren Aerzten unlersuchen zu lasten und die Bescheinigung des Arztes ist der ersten Schulwoche nach Ostern vom 20.—25. April, täglich um 11 eher 4 Uhr, an den Leiter der Ferienkolonie, Herrn Lehrer H r b e b r a n d, im Lokale des Knabenhortes (Knabenvolks- sch« e) abzugeben, woselbst ihnen weitere Auskunft erteilt wird, spät re Anmeldungen können nicht berücksichtigt werden.
* Brauerei Dörr. Bezüglich des während der Feier-
Die Poskri - Ciukml^' „Die ticken ta^ wurde Bi3 jetzt überall prolongiert
jage zur Durchführung kommenden Programms verweisen wir auf den Inseratenteil.
N ar sinterte Schwindelmanöver führte am ver- aanzeneu Mittwoch an verschiedenen Stellen ein gewandt und sicher anst ratender, hier zugereister Mann aus. Derselbe begab sich in eine Waffenhandlung und legte einige handschriftliche feilen eines hiesigen höheren Beamten, als besten Neffen er sich ausgab, vor, in diesem Schreiben ersuchte der Beamte um Uebergabe einiger Revolver zur Auswahl. Der Händler war vorsichtig und gab an, daß er die Waffen selbst hinbringen werde. Dort angekommen, erfuhr er auch, daß ein Schwindler sein Unwesen getrieben hatte. Von dem Waffenhändler begab sich der Unbekannte in eine Kleiderbandlung der Römerstraße und verlangte hier ebenfalls für den vorbezeichneten Beamten einen Radsahreranzng. Da er hier wegen der Anwesenheit vieler Kunden länger warten mußte, ging er weg und hinterließ den Auftrag, den Anzug an die bezeichnete Adresse zu senden. In einem Tuchgeschäft am Marktplatz verlangte er Stoffproben für einen Radfahreranzug und kam kurz darauf wieder wit einem Brief, in welchem zu lesen war, daß der betreffende Beamte sich für einen Stoff, der seinem vorsprechenden Neffen übergeben werden möge, entschieden habe. Dies geschah auch. AMnld b'gab sich der Mann mit seiner Beute nach tiem Lihhaus und versetzt? dieselbe für 4 M. Anscheinend hat man es mit einem gewissen Kaufmann Küllmer aus Cassel zu tun, der auch an anderen Plätzen ähnliche Schwindeleien verübt hat.
Die historische Abteilmig der Drulksachcil- AusstÄung.
Wegweiser für die Historische Abteilung.
Litographien. Stahlstiche.
Bolks- bücher uni» bergt.
^ââitNikMiMEâMiMOâ.
_ 11. April.
â^MaNaMtaM^^
kleine Planikizze, welche die Anordnung derselben veranschaulicht. Die historische Abteilung umfaßt 1. Zncunabeln (Frühdrucke bis off. 1520) alte Druck- und Holz'chnittwerke, 2. Drucke aus fast allen in Hanau bestandenen Buchdruckereien, nach den Olsizineü chronologisch geordnet, 3. Blätter von allen früheren Hanauer Kupferstechern, Lithographen und Steindruckern, 4. Radierungen von Ludwig Emil Grimm (ein jüngerer Bruder von Jakob und Wilhelm Grimm), 5. deutsche, niederländische und französische Kupferstiche und Radierungen, 6. ältere Lithographen, 7. Schabkunstblätter, Aguatintablätter und Farbstiche, 8. historische Darstellungen auf Hanau und Hessen bezüglich, 9. ältere Hanauer Zeitungen, Flug- und Extrablätter, Hanauer Spielkarten, Lândkalender, Glückwünsche u. a. m.
Es empfiehlt sich, in der Mitte an Schaukasten D und E die Besichtigung mit bett ZttcUttâbeln zu beginnen, dann in den Schränken C B A bie unten liegenden Hanauer Buchdrucke des 17., 18. und 19. Jahrh, und die älteren Hanauer Zeitungen zu besichtigen. Hierauf besehe man die oben ausgehängien bildlichen Darstellungen und dabei die kleineren Schaukästen in den Fensternischen. Die Reihenfolge wäre nun folgende: Schrank A. B. (Hanauer Stiche und Lithographien), 0. (die Grimmschen Radierungen). Die chronologische Anordnung ist in dieser Reihenfolge stets von links nach rechts rund um den Schanschrank herum. Es folgt hierauf das kleine Schränkchen F. (Karrikaluren, alte Briefköpfe, Vexierbilder, Volkswandschmuck u. dgl.), dann Schrank 6-. (deutsche Holzschnitte des 16., Stiche und Radierungen 16.—18. Jahrh.). Nach Schrank H. (ältere Lithographien) geht man links nach I. K. (Niederlând. Stiche 17. u. 18. Jahrh.) und L. (Französ. Stiche). Es bleibt nun noch die andere Seite von L. (Aquatinta-Blätter und Farbstiche) und M. N. (Schabkunst- blâtier). Mit Schrank 0. (historische Darstellungen) ist dann der Rundgang beendet.
Wir werden in nächster Nummer auf die Bestände der historischen Abteilung näher eingehen und bemerken für heute nur, daß dieselbe außer den mehr lokales Interesse bietenden Hanauer Buchdruck eine große Seltenheiten unter den Jncunabeln enthält, z. B. ein Blatt aus dem Fuft-Schöfferischen Psalter, Druck von Ulrich Zell (aus Hanau) erstem Drucker in Cöln, die Koelhoffiche Cölner Chronik (in welcher die berühmte Stelle, das Zeugnis Zells aufgeschlagen liegt), alte hochinteressante Drucke (Venedig 1484, 1493, Cöln 1483, Ulm 1486). Auch das Liber chronicanmn (Augsburg 1497) und der Theuerdank (Augsburg 1510) sind ebenso wertvoll als interessant. Unter den Stichen befinden sich Kupferstiche und Holzschnitte von Albrecht Dürer, Lucas van Leyden, Marcantonio Raimondi, Originalradi-rungen von Rembrandt, viele gute Blätter der niederländischen Schule Paul Pontius, Ant. van Dyk, Wenzel Hollar, A. van Waterloo u. a. Technisch höchst wichtig ist ein Werk von Le Blon mit den Anfängen des Farbendrucks, sowie ein Daguerotypbild von 1840. Erwähnt sei noch eine Anzahl schöner Farbstiche Aquatinta- und Schabblätter. Auch das Menu, welches für Kaiser Wilhelm t. bei seinem' Besuch in Hanau 1868 gedruckt und von ihm benutzt wurde, ist ausgelegt.
Eine eingehende Besichtigung der historischen Abteilung sei daher bestens empfohlen.
1 K
Niederländische Stiche und Radierung.
Franz. Stiche.
I
Aquatinea und Farbstiche.
Schab- kimst- bläit.r.
'^cu yche Holzscbnilte lil ZÄrßV Qiivfermrfie u qtabieningen 16.48.3
Ai'Swärtiae intet weife.
Alte Drucke und Holjschitittwerke.
I>
Aupfrivverh.
Historische SarjMhUtgen ' Hanau und Hessen.
Varia.
Incu- ——‘— ---------—
nabeln Silber verschiedener
Radierungen 3. Lud. Smit Grimm. Hnna «n Drn^c 17, ftttbfl).
Hanauer n. Hessische Lithsgriephien.
Hcttraner ^üli^ 18. Jâhrh.
Hanauer üruie Ä1 Iatzrh. Sanauer ZcjluiMH.
Ari.
1"
Gliick- ivllnsche ii. bergt.
Land- talenbtr 1750-1820
^picl- larten v. Jasioy Sann,»..,
Nürnberg" von R. Wagner.
• Saalbau zum deutsche» Haus. Morgen abend (1. Osterfeiertaa) von 8 Uhr ab findet im deutschen HauS großes Milit â r - Streichkon zert der gesamten Ulanenkapelle unter Leituna des Kgl. Musikdirigenten Herrn Urbach mit vorzüglich gewähltem Programm statt, worauf wir hiermit noch empfehlend Hinweisen wollt n.
.)r- ^ifUi» Abteilung.
AüMattkss 1848
Extrablatt.
, 1870.
Z ir besseren Orientierung pusaer V^er, die sich für die bistoris^e Abteilung interâ^.n, b ^vKM ui» heute eine
Lokomotiv-Schuppeil- T^ZT™'
Prima Rheinlachs Ger. Aale
Seehasen
Seelachs Lachsherlttge Kronenhnmmer
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* Kurort Milhèlmsbad. Am I.Uttd 2.Fekertsg von 4 Uhr ab findet zu Wilhelmsbad Konzert der Infanterie-Kapelle Nr. 166 statt.
* Bestrafte Vogelfänger. Einen gesalzenen Denkzettel erteilte das Langenselbolder Schöffengericht in feiner letzten Sitzung zwei Vogelfängern aus Rückingen. Die ledigen Fabrikarbeiter August Schmidt und Friedrich Neumann von dort wurden nämlich jeder wegen Einfangens von Singvögeln zu 4 Wochen Haft verurteilt. Recht so!
Ist die Dolksversicherung Lebensversicherung? „Selbst- ^Hsâydlich" tagt lebet um efangene, „nein" sagen manche Lebensversicherungs- Geie.lschanen, welche die Volksversicherung nicht betreiben. Sie sprechen F regelmäßig wiederkehrenden Zahlcnzusnmmenffellungen und Ausführungen der Vicloria die Berechtigung ab, die VoUsversichernng als Lebensversicherung zu rechnen. Und warum? Weil die Victoria — gan, abgesehen ron ihren sonstigen VersicherungSzweigèn ~ mit der Vol sverffcherung sie in bet Lebensversicherung schon lange weit überflügelt hat! Wenn es der Vicioria gelungen ist, für eine unter den verschiedensten Namen schon langer bestehende Lebensversicherungsform ein packendes Schlagwort zu schaffen, so beweist das ihr geschäftliches Geschick, aber deshalb bleibt doch sie Volksversichtmng Lebensversicherung, denn genau wie in der großes Lebeusvelsicherung wird die Versicherungssumme beim Tode des Versichertest oder nach Ablauf der Versicherlingsdauer gezahlt. Der ganze Unter|c^/^ bestellt beeilt, daß in der Volksversichetung die Aufnahme auch ohne Untersuchung erfolgt und WocheNbeilräge znlässig sind. Hat der kein „Leben", der sich nur gegen Wochenbeiträge verstchern kann ober will? Ist er kein Mensch, wie jeder andere? Es ist doch wohl sehr unmoder! Menschen erst bei einem bestimmten Zahlungsmodus beginnen zu ..ue Volks Versicherung ist die umfassendste Lebensversicherung, Lebenspersicherung für Jedermann, für Mann, für Frau, für Kind, arm und reich! Seit Einführung der Volksversicherung (1892) hat bie großen Lebensversicherung und in der Dolksversicherung ze >0d Millionen Mark Versicherungsbestand geschaffen, zusammen also ^M k’F Mistionètt Mark Lebensversicherungsbestand, während die nachstgroßte Deutsche Gesellschaft, die Gothaer (gegründet 1827) über einen Bestand von 830 Millionen Mark verfügt. 6726
wweewwee»aie6«ei8eee«eewew™mwBeweeawwve»*eBeetteaeB«e6Bei«e«iw.
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