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wurden. Sein Auftreten war wirklich wieder einmal ein musikalisches Ereignis für Karlsruhe und wog. ohne Uebertreibung kann man es sagen, eine nanze Reihe von Konzerten so mancher anderer Künstler auf. Ondricek's technisches Können wirkt förmlich faszinierend. Mit einer Leichtigkeit, als ob es ein Kinderspiel wäre, gelingen ihm die schwierigsten Virtuosen- stäckchen, Doppelgriffe, Flageolettöne usw. Das offenbarte sich gestern der staunenden Zuhörerschaft zumal in dem mit unvergleichlicher Bravour gespielten „Teufelstriller", der bekanntesten Komposition Tartini's (y 1770) und in der „Tarantelle" von Wieniawski. Da steigerte sich der enthusiastische Beifall, den Ondricek mit der glänzenden Wiedergabe des Konzerts für Violine G-moll von Mox Bruch und dem Vortrage eines eigenen anmutigen „Nocturno" errang, in stürmische Begeisierungskundgebungen.
* Evangelischer Arbeiterverein. Der hier jeit 11 Jahren bestehende, in erfreulicher Entwicklung sich befindende evangelische Arbeiterverein begeht in diestm Jahre zum ersten Male die Feier seines Stiftungsfestes in etwas erwei- tnter Form. AIs Tag für diese Feier ist Sonntag der 29. d. M. bestimmt. Nachmittags ist gemeinschaftlicher Besuch des Gottesdienstes in der Jobanneskirche vorgesehen, nachmittags 5 Uhr eine Nachfeier in der „Centralballe". Der Verein wird nicht nur von hier, sondern auch von auswärts auf Zuspruch zu rechnen haben, da er dem mittelrheinischen Verbände evang. Arbeitervereine angebört und von dieser Seite bereits viele Brudervereine die Absendung von Vertretern zugesagt haben. Wir werden noch Gelegenheit nehmen, auf die Veranstaltung näher einzuaehen.
* Volks Konzert. Der Ausschuß für Volksvorlesungen veranstaltet nächsten Dienstag den 17. d. M., abends 8 Uhr, im Stadttheater ein Volks-Konzert, bei dem mitwirken werden die Sopranistin Frâul. Mary Neuendorf fer (New Dsrk), der Gesangverein „Germania" (Dirigent: Herr Lehrer Georg Wagner) und die Kapelle des Infanterie-Regiments Nr. 166 (Dirigent: Herr Kapellmeister K. Schmidt). Der Gesangverein „Germania" wird als Eingangschor „Das deutsche Lied" von Altenhofer zum Vortrag bringen. Weiter folgen noch die Chöre „Sehnsucht nach der Heimat" von Jsemann, „In der Heimat ist es schön", von Breidenbach, „Schlaf wohl" von Pauli, „Ja, schön ist mein Schatz nicht" von J. Schwartz, „In der Ferne" von Silcher, „Phyllis und die Mutter" von Bühren. Nach dem Programm zu urteilen, steht ein wirklicher Kunstgenuß zu erwarten.
* Klub „Cameratia". Wie uns mitgeteilt wird, begeht der Klub „Cameratia" am 29. März im Saale des Ganhauses „zum Elephanten" sein II. Stiftungsfest, verbunden mit Abendumerbaltung und Ball. Die hierzu getroffenen Vorbereitungen lasten auf einen vergnügten Abend schließen und wünschen wir dem noch jungen Verein ein gut besetztes Haus.
* Verein der Bayern. Zur Feier des Geburtstages Sr. Kgl. Hoh. des Prinzregenten von Bayern veranstaltet der hiesige „Verein der Bayern" in seinem Vereinslokale „zur Sonne" morgen Sonntag den 15. d. Mts. einen Familien« abend, für dessen würdige Gestaltung bestens Sorge getragen ist.
* Neues aus dem Frankfurter Zoologischen Garten. Während viele Institute während der wirtschaftlichen Stille im vergangenen Jahr zu klagen hatten, schließt der Zoologische mit einem Ueberschuß ab; die Einnahmen haben He der vorangehenden Jahre übertroffen und die ersten Monate des neuen Jahres zeigen einen gewaltigen Zuwachs an Abonnenten. so ist denn das Programm des Instituts für 1903 ein sehr umfangreiches und die Thierankäufe haben mit einigen „dicken Nummern" begonnen. AIs ein Unikum steht das am 8. März eingetroffene gelbe Riesenkänguruh aus Nordaustralien da, das noch niemals lebend nach Europa gelangt ist und selbst den großen Gärten von Berlin und London fehlt. Die bereits seit einigen Monaten probeweise eingestellte männliche Giraffe ist jetzt definitiv erworben. Besonders zeigen das Vogelhaus und das Hous für kleine Säuge-
Von Frühlingshimmeln, himmelblauen,
Und bläulichen Vergißmeinnicht.
Gleich ipräch der Milchmann unverhohlen;
Das find ich — bei Apoll! — nicht schön!
Den Vers habt Ihr bei mir gestohlen.
Aus meinem Cyclus „Frühlingsweh'n".
Und wollt' ich gar elegisch werden
Und schlüge düst're Töne an,
Lon Alltayslasten und Beschwerden,
O Weh, wie ichlimm erging mir's dann.
Die Köchin käme, eh' ich's dächte
Und setzte meiner Kunst ein Ziel:
Herr! Ehrt Ihr so die Autorrechte?
Habt Ihr denn gar kein Rechtsgefühl?
Es ist fatal, doch nicht zu ändern,
Hoch schwillt die Überproduktion,
Selbst in den schönsten Volkskalendern,
Verrammeln sie die Tore schon.
Darum, o Men'ch, laß' unverrichtet
Was du nicht dringend machen mußt
Und trage lieber ungedichtet,
Die Lieder in der Männerbrust!
Das ist auch ein Standpunkt und vielleicht nicht einmal einer von den schlechtesten. Es ist eben eine Kunst, sich seine Standpunkte so zu creieren, daß sie. sich an den Spitzen und Ecken der wirklichen Alltäglichkeit nickt die Seilen einstoßen.
Klirr! macht es da im Fenster und nach kurzem, erbittertem Kampfe hat etwas kleines, hartes den Sieg über die schwächere Scheibe davon getragen und fällt vor meinen erstaunten Augen zu Boden.
Was meinen Sie, was es ist?
Der Dopp! Genau und auf's Haar der Dopp, dem ich durch Erleichterung meines Geldbeutels aus träger Untätigkeit zum Dasein eines wirklich brauchbaren Doppes ver- holfen habe. Und ein Stück abgerissener Peitsckenschnur hat sich wehmütig um seine Taille geschlungen. Offenbar ein Charakter-Dovp, der sich in seiner Eigenschaft als Symbol des Menschenschicksals gegen die Tyrannenhiebe der Ehrgeizpeitsche auflehnte. Schade! -1-
Samsta-
tiere neueingezogene Pfleglinge. Mit den ersten Frühlingstagen soll mit den Neubauten begonnen werden. Ein elegant ein-ierichtetes Reptilienbous wird nach seiner Eröffnung die seither im Affenhaus untergebrackten Kriechtiere in einer Reichhaltigkeit zeigen, die andere Gärten des Kontinents nicht auf» zuweisen haben. In dem dadurch freiwerdenden Flügel deS Affenhauses werden dann weitere Affenkäfige aufgestellt. Für die S e e l ö w e n wird ein Weiher mit einer Felsengrotte hergestellt, von deren Dach die Tiere sich bei der Fütterung ins Waffer stürzen. Den Elefanten ist ein 8 Meter im Durchmesser messendes Badebassin zugedacht und das Elefantenhaus selbst wird durchaus renoviert. Verschiedene kleine Erweiterungen vervollnändigen die Liste der diesjährigen Neuerungen, nach deren Ausführung der zoologische Garten einen wesentlichen Schritt vorwärts gemacht heben wird.
* In dem Restaurant „Kaiserhof" findet morgen nachmittag von 3'/, Uhr ob wiederum Konzert der Ulanenkapelle statt. Die letzte derartige Veranstaltung hatte bekanntlich sich großen Anklangs zu erfreuen.
* Garde-Verein. Wir werben ersucht auch an dieser Stelle darauf hinzuweisen, daß die morgen abend im „Schützendes" statlfindende Familien Feier vorgenannten Vereins um 7 Uhr ihren Anfang nimmt. (S. Inserat).
* Vergnügnngsvereln Germania. Wie bekannt, feiert vorgenannter Verein in den Sälen zum Deutschen Haus Sonntag den 22. d. M. sein zweites Stiftungsfest. Außer dem schon erwähnten Programm wird das Gesangsquartekt des Gesangvereins Fröhlichkeit durch einige schöne Lieder den Abend verherrlichen helfen. Wir können daher den Besuch des Festes empfehlen.
* Silberne Hochzeit feiern heute Herr Julius Kellner und Frau, Langstraße wohnhaft.
♦ In der Wiener Spitze wird die Damenkapelle „Wanderlust" noch kurze Zeit Konzerte geben. Bezüglich der heutigen und morgigen Darbietungen verweisen wir auf den Inseratenteil.
* Brauerei Dörr. An erheiternder Unterhaltung dürfte es morgen nicht fehlen, indem das erste Frankfurter Humoristenguartett das Füllhorn seines reichen Repertoirs über bie Besucher ergießen wird.
* In der „Allemania" gibt morgen der Leipziger Bandonionverein „Arion" ein großes Konzert.
* Kurort Wilhelmsbad. Morgen Nachmittag von 4 Uhr ab findet zu Wilhelmsvad Konzert der Infanterie-Kapelle Nr. 166 statt.
• Das Hahnenkammhaus ist morgen Sonntag geöffnet.
* Die Kaffeepreise. Für die Hausfrauen sei bemerkt, daß der deutsche Konsul Dr. Falcke zu Rio de Janeiro in Brasilien «int, vorläufig könne auf eine wesentliche und dauernde Besserung der Kaffeepreise im lausenden Jahr kaum gerechnet werden. Mit anderen Worten: der Kaffee wird vorläufig nicht teurer werden; die Ernte 1902 bis 1903 ist anscheinend übertrieben ungünstig geschätzt worden. Der brasilianische Kaffeehandel stellt annähernd ’/* der Welterz-uqnng dar' Im Jahre 1901 sind 2 263 982 Sack ober 15,1 Prozent der gesamten brasilianischen Kaffeeausfuhr nach Deutschland verschifft worden. Nächst Nordamerika, das mit 6 856 690 Sack Hauptabnehmer brasil an.schen Kaffees ist, ist Deutschland der bedeutendste Abnehmer.
^« Hochstadt, 14. März. (Geflügelzucht.) Auf der Geflügel-Ausstellung zu Groß-Umstadt, die zahlreich von Fremden besucht war, erhielten folgende Mitglieder des Geflügelzuchtvereins Hochstadt Preise: Peter Lind II., Hochstadt: 1 Ehrenpreis, 2 zweite, 1 vierten Preis für Tauben, 1 vierten Preis für Hühner; F. W. Zeh, „zum Adler", Kilianstädten : 3 Ehrenpreise, 1 ersten, 1 zweiten, 3 dritte und 1 vierten Preis auf Hühner.
Telegraphischer Wetterbericht der deutschen Seewarte.
Telegramm aus Hamburg vom 14. März.
9 Uhr 38 Min.
Ein Hochdruckgebiet über 765 mm lagert über dem Ozean und Rußland und erstreckt sich bis Mitteleuropa, niedrigster Luftdruck meist unter 760 mm vom norwegischen Meer bis zum Biskayasee. In Deutschland ist das Wetter trocken, mit geringen Wärmeveränderungen, im Osten trübe, sonst heiter.
Prognose für den 15. März: Im Westen Trübung, sonst Fortdauer der herrschenden Witterung wahrscheinlich.
Barometerstand
mittags 12 Uhr am 13./3. 14./3.
Sehr trocken
Beständig
Schön
Veränderlich
Regen (Mnd)^O-M
Viel Regen 740—===
Sturm —
730»=
Marktbericht.
Hanau, 14. März. (Lebensmittelpreise.) Geflügel: Tauben das Pärchen 70 Pfg bis 1 Mk.; ein alter Hahn 1,20-1,50 Mk.; ein Huhn 1,30-1,50 Mk.; Fische: gewöhnliche Sorte 30 Pfq., bessere Sorte 35—40 Pfg., Hecht 1 —1,10 Mk., Barsch 60 Pfg., Barben 60 Pfg., frische holl.
_________14. März.
Schellfi che 48 Pfg., Kabliau, im Ausschnitt 45 Pfg. = 7» kg; Gemüse: Meerrettich die Stange 10—20 Pfg., Blumenkohl das Stück 20—30 Pfg., Kopfsalat das Stück 12—15 Pfg., Endivien das Stück 10-15 Pfg., Rcttich das Stück 8-10 Pfg., Unter-Kohlrabi das Stück 10—15 Pfg., Wirsing das Stück 15—60 Pfg., Weißtraut das Stück 15—30 Pfg., Rotkraut das Stück 15-35 Pfg., Sellerie das Studs 5—20 Pfg., gelbe Rüben das Pfund 15 Pfg., Rosenkohl die Portion 30—40 Pfg., Schwarzwurzeln die Poruon 20—30 Pfg., Spinat die Portion 40—50 Pfg., Lattig die Portion 10 bis 20 Pfg., Schmalzkraut die Portion 10—20 Pfg., Kartoffeln das Doppelliter 10—20 Pfg.; Obst: Aepfel das Pfund 12 — 30 Pfg.; Citronen das Stück 5—8 Pfg.: Apfelsinen das Stück 4—10 Pfg.; Paradiesäpfel das Stück 10 Pfg.; Verschiedenes: Butter das Pfund 1,10—1,25 Mk., Käse das Stück 4—5 Pfg., Eier das Stück 5—8 Pfg., Gänseeièr das Stück 15 Pfg., Zwiebeln daS Doppelliter 15—18 Pfg., Welsch körn das Doppelliter 22 Pfg., Radieschen das Bündel 15-20 Pfg., Kastanien das */* kg 15-18 Pfg.; Weizenmehl 1. Sorte 18 Pfg., 2. Sorte 16 Pfg., 3. Sorte 14 Pfg., 4. Sorte 12 Pfg. = 7« kg.
Simarrer Vereins- n. Uergnügungsnachrichten
für Samstag den 14. März.
Kunstverein: In der Aula der König!. Zeichenakademie: Ausstellung von Gemälden rc.
Turngesellschaft: Abends von 7—9 Uhr: Lorturneruunde.
^vang. Männer- u.Jüng'ingSverein: Unterhaltung <Ev. Bercinshaus). Evangelischer Arbeiterverein: Vereinsabend und Mitgliederaufnahme im VeiietnSlokale zur „ Brauerei Weismantel'.
VergnügungS-Verein „Germania": Vereinsabend im „schwarz. Bären". Turngemeinde: Kürturnen und Vorturnerstunde.
Gesangverein ..Sums.r": Vereinsabend in der „Stadt Stenten". Gesangverein „Tonblüthe": Singstunde in der „Stadt Bremen". Gesangverein „Ge'mama*: Vereinsabend im „Löwenaärtch n". Gesangverein „Melomanie" : Vereinsabend in der „Karthaune". Klub „Saxonia": Klublokal „Franksurter Bau". Klub „Cameratia": Klubabend in der «gold. Gerste". VeronügnniSaksellschaft „Fidelio": Vereinsabend „zum Teich". Gesellige Verbindung „Melitta" Vereinsabend .zur Kartyaune". Kasino „Eintracht" (Vereinslokal „zum Branstüb' "): Vereinsabend. Verein „Einigkeit*: Vereinsabend in der „großen Krone". Athletenklub „Germania": Vereinsabend (Restauration WaaenvaS). „Hanauer Fußballgesellschast 1899 ’; Vereinsabend in der „Allemania". Fußballklub „Viktoria": Vereinsabend m der „Brauerei Weismantei". Hanauer Fußballklub „Hanovia*: Vereinsamend i.d. Rest. „z. Eisenb ahn". Radfahrer-Verein 189t: Vereinsabend auf Beck's Fesienkell r. Stammtisch „Bürgerbräu": Jeden Samstag Abend: U^mta. Kegel-Klub „D. H. V." „zur guten Quelle"; Anfang 9 Uhr.
für Sonntag den 15. März.
Vormittags von 11—1 Uhr: UebungSsiunde der Tbchgesellschaf en im „Nürnberger Hof" und auf Beck'S Felsènkellcr.
Nachmittags ’’ Uhr: Uebungssviele auf dem Er^rziervlatz: Fußballklub „Viktoria", „Hanauer Fußballgeiellschatt 1899", Hanauer Fußballklub .Wacker" und Hanauer Fußballklub „Hanovia*. Erster Hanauer Fußballklub 1893: Nachmittage 3 Uhr: Ueoungssprel auf unserem Sportplatz an der „Schönen Aussicht".
Versteigerungs- rle. Kalender
für Montag den 16, März.
Holzverstei-eruna^n: 1) in der König:. Pulverfabrik bei Hanau; Termin vormittag V» 10 Uhr ö'. Nr. 51 „Han. Anz in der nönial. Oberjörsterei Hanau; Zusamm-n^unst vormittags 10 Uhr beim Nü^igheimer Steinbruch (s. Nr. 57 „Han. Am.'); — 8) in der Kel. Oberförsters Marjoß ; Termin vormittags von 10 Uhr ab in der Rüfs-r'schen Wirtschaft zu Stsinau (f. Nr. 45 „Han. Anz.").
Vormittags 10 Uh* in in das Geschäftszimmer i er Garnison- Vermattung, Schloßstraße 9, Termin für di Verpachtung der Abfuhr der Latrinensässr^ auf Wagen aus der Infanterie-Kaserne und Ent- lceiung der Latr-nencrube der Sckießstandswache für die Zeit vom 1. April 1903 bis Ende März 19C4 anberaumt <s. Nr. 56 „Han. Anz.*).
Die städtisch- Bibliothek
Bangertstraße 2, erster Stock, ist Sonntags, Mittwochs und Samstags von 11 bis 1 Uhr zur kostenfreien Benutzung für das Publikum geöffnet.
Gesamtkataloge sink' zu 1.20 Mk., die neuesten Nachträge Nr. 15 und 16 zu je 20 Pfg. in der Bibliothek zu haben.
Hue l^ab und fern.
Castel, 13. März. Der Großhändler Karl Has. Stadtrat, Mitglied b?§ Gläubigerausschuffes der Trcb?rtrocknungs- gesellschaft, Aufsichtsrat verschiedener Aktiengesellschaften und Inhaber zahlreicher Ehrenämter, ist heute an einem Schlag- anfall gestorben.
-r. Marburg, 13. März. Die Strafkammer verurteilte heute einen Gutsbesitzer aus Jesberg, der einem in der Ausübung seines Dienstes begriffenen Gendarmen in beleidigender Weise entgegengetreten war, zu 120 Mk. Geldstrafe.
Schmalkalden, 12. März. Im benachbarten Möckers kam es gestern vormittag zwischen zwei Frauen zu einem Streit, in dessen Verlauf die eine einen Topf mit heißem Waffer nahm und der anderen über den Körper goß, so daß die Frau schwer verbrüht wurde. Ihr Zustand ist sehr ernst.
X Wertheim a. M., 13. März. Das Mainufer bei Wertheim war an einem der letzten Abende der Schauplatz einer aufregenden Szene. Der Steinhauer Fürst wollte nämlich von der Taubermündung nach Kreuzwertheim übersetzen. Dabei stürzte er aus femmt Nachen in den Main, konnte sich aber wieder dem Fahrzeuge nähern und am Kahnrande krampfhaft anklgmmern. Unter unausgesetzten Hilferufen trieb er eine weite Strecke zu Tal, bis ihn bei Besteheid der Postoberschaffner Götzelmeier aus seiner gefährlichen Situation befreite. Fürst war bereits völlig erschöpft und wäre wohl verloren gewesen, wenn die Rettung noch einige Augenblicke aus sich hätte warten lassen.
Schtstsberichte.
Der Hamburger Dampfer ^Blücher" ist am 11. März wohlbehalten in New-Jork eingetroffen.
Hamburg, 12. März. Der Dampfer „Frisia" von der Hamburo-Amerika-Linie ist gestern in Coion und der Dampfer „Assycia" vorgestern in Boston emgetroffen.