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Hasenpfote" zum ersten Male in Szene, die überall ganz eminenten Lachcrfolg erzielte und somit einen heiteren Abschluß des interessanten Abends bilden wird.

* Prämiiert. Auf der Geflügel-Ausstellung zu Bonn, welche vom 6. bis 8. März stattfand, erhielt Herr H. Göbel in Oberissigheim, Mitglied des Hanauer GestSgelzucht- vereins, für ausgestelltes Geflügel die silberne Medaille, einen Ehrenpreis, einen ersten, fünf zweite sowie vier dritte Preile.

Marianische Jünglingskongregation. Nach­dem unser verehrter Präses durch das Vertraue« des boch- würdigsten Herrn Bischofs nach Fulda an die Stadtpfarrlirche berufen worden ist, so daß er in der nächsten Woche schon aus unserer Mitte scheiden wird, beeilt sich der Vorstand zu der heute abend Vs 9 Uhr stattfindenden Abschiedskonferenz alle Herren Ehrenmitglieder und Mitglieder freundlichst cin- zuladen. Nach derselben, von 9 Uhr ab, ist imCarlsberg" gesellige Unterhaltung.

* Wiener Spitze. Kolossal ist der Andrang zur Wiener Spitze", wohl ein Beweis dafür, daß das Damen- OrchesterWanderlust" es immer noch versteht, seine Gäste durch ein täglich wechselndes neues Programm zu erheiter nud zu fesseln. Da bis auf weiteres noch täglich Konzerte stati- finden, so ist jedem Gelegenheit geboten, sich nach des Tages Last und Mühen angenehm zu unterhalten.

Ehrenvoller Auftrag. Die Stadt Karlsruhe i. B. übertrug der hiesigen Bausirma Jäger & Rumpf Rohbau- arbeiten des großen städtischen Krankenhauses. Der Umfang dieser Arbeit läßt sich daraus ermessen, daß die Gesamtkosten dieses Krankenbausneubaues 4 Millionen Mark betragen.

Vergiftungsvcrsuch. Ein in Bergen bedienstetes Mädchen namens Joiephine N. aus Göblich bei Fulda ver­suchte sich durch den Genuß von Essigessenz zu vergiften, wurde in das hiesige Landkrankenhaus gebracht, befindet sich aber jetzt außer Lebensgefahr.

* Zusammenstoß. Zn der Hammersiraße gerieten gestern mittag die Pferde zweier Milchwagen aneinander, zer­brachen in dem Durcheinander die Scheren und verarbeiteten sich gegenseitig, wobei die Schaufenster eines größeren Geschäfts in Gefahr schwebten,

* Unfall. In Miitelbuchen war ein 40jâ)riger Knabe mit Holzhacken beschäftigt und ein vierjähriger Junge saß daneben. Letzterer verlor das Gleichgewicht und stützte sich mit der Hand auf den Hackklotz. In demselben Augenblick sauste auch das Beil hernieder und trennte dem Kinde 3 Finger von der Hand.

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2 Hüttengesâtz, 9. März. (Fahnenweihe.) Der GesangvereinEintracht" hat beschlossen, mit Unterstützung hiesiger Frauen und Jungfrauen eine Fahne zu beschaffen, deren Weihe am 21. und 22. Juni d. I. erfolgen soll.

Aus dem Gerichtstag!.

Sitzung des Hanauer Schöffengerichts vom 10. März.

Am 1. Januar war der Zimmermann H. von BischosS- ?e«n in Hochstadt, woselbst er sich ein wenig bezecht hatte und in einer bekannten Aepfelweinwirtschaft die Leute belästigte. Als in dem Hause der Milchhändler St. von Bischofsheim erschien, um die Milch abzuholen, verlangte H. von diesem, er solle ihn mit nach Bischofsheim fahren lassen. Der Milch- händler lehnte dies ab, worauf H. denselben eineneinge- plackien Fulder" nannte und auf der Straße mehrfach ver­suchte, auf den Wagen des Milâhändlers zu steigen, trotzdem es dieser verboten hatte. Der Milchhändler half sich schließlich gegen die Zudringlichkeiten und Beleidigungen des H. dadurch, daß er denselben mit seiner Milchkanne znrückitieß, wobei er ihm eine blutende Verletzung am Kopf beibrachte. Beide haben gegenseitig Strafantrag gestellt und es erhält der Milchhändler wegen Körperverletzung 10 Mk., der H. wegen Beleidigung ebenfalls 10 Mk. Geldstrafe. In einer Holzschneiderei geriet der Schlosser H. mit dem Heizer R. in Streitig­keiten, weil ersterer sich unbefugt im Kesselhaus aufhielt. Dabei warf der Heizer dem Schlesier ein schweres Stück Holz nach, das diesen so unglücklich traf, daß er eine Aderverletzung am Bein erhielt und 14 Tage arbeitsunfähig war. Der Heizer ist der gefährlichen Körperletzung angeklagt, kommt aber in Anbetracht der yorausgegangenen Reizung mit 10 Mk. Geldstrafe davon. Der Taglöhner E., der sich unterstandslos in der Stadt umhertrieb, erhielt von der Kgl. Polizeidirektion eine Aufforderung, sich innerhalb einer be­stimmten Frist ein geeignetes Unterkommen zu suchen und der Polizei Meldung zu machen. Da er dieser Aufforderung nicht entsprach, erhält er 3 Tage Haft. Die Taglöhner V. und S. entwendeten auf einem Grundstück Rosenkohl. Als ein Feldhüter sie dabei betraf und die Nennung ihrer Namen for­derte, antwortete der V. mit einem Ausdruck, der aus dem Götz von Berlichingen bekannt ist. Es erhält jeder 3 Tage Haft, der V. auch wegen Beleidigung 5 Tage Gefängnis. Der Gastwirt W. von Mittelbuchen soll dadurch unbefugt die Jagd ausgeübt haben, daß er mit einem Steine einen in das Feld niedergegangenen Fasanenhahn zu werfen suchte. Der Beschuldigte bestreitet dies und behauptet, er habe nur vor Schrecken eine Bewegung gemacht, als der Fasan so dicht vor ihm aufging. Weiter kann der Zeuge auch nichts sagen. Der W. wird freigesprochen. Zwn Bettler, welche hier gebettelt haben, erhalten 1 bezw. 3 Wochen Haft. Im Herbst v. I. wurde von dem Dienstherrn eines hiesigen Kinderfräuleins in das Beschwerdebuch am Westbahn- Hof eine Beschwerde eingetragen, in welcher folgender Sach­verhalt vorgetragen wurde: Das Fräulein sei mit den beiden Kindern des Beschwerdeführers am 2. September von einer Elsenbahnfahrt nach Wilhelmsbad in aufgeregtem Zustand zurückgeksmmen. Auf Befragen hätten dieselben angegeben, sie hätten in Wilhelmsbad keine Zeit mehr gehabt, Billets zu lösen. Auf dem Westbahnhof seien sie dann alle drei von dem Stationsvorsteher sehr grob und barsch behandelt, das Kinderfräulein auch in ganz ungehöriger Weise mitDu" an­geredet worden. Der Stationsvorsteher bestritt bei der an­gestellten Untersuchung ganz entschieden, irgendwelche Ver-

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fehlung in Bezug auf sein dienstlickes Verhalten und strengte gegen das Kinderfräulein als die Urheberin der betr. Angaben Privaiklage wegen Beleidigung an. DaS Gericht billigt der mchierschienenen Privalbeklagten den Schutz des 8 193 zu und erkannte auf Freisprechung.

Sprechfaul.

Mr die unter dieser Rubrik einqeiandten Notizen übernimmt die Redaktion dem Publikum aeamüber keinerlei Verantwortung. .

In der vorletzten Stadtverordneten-Versammlung am ver­gangenen Donnerstag hat Herr Stadtverordneter Müller über ei»re Brücke über den Mainkanal gesprochen und die Zweck­mäßigkeit dieser Brücke damit begründet, einen näheren Weg nach Steinheim zu erhalten*). Dieses Projekt wäre, wenn es zur Ausführung gelangen würde, doch nur für die auf der Aue wohnenden Bürger für ihren Sonntagsspapergang von Nutzen, denn die Bürgerschaft der Innenstadt würde doch nie­mals den Umweg über die Brücke, welche Herr Müller vor­geschlagen hat, machen. Vor etwa 3 Wochen haben einige Bürger der nordwestlicken Außenstadt und der Borstadt an den Magistrat einen Vorschlag über eine Fußwegverbindung zwischen dem Salisweg und von der Kinzigbrücke, rechtes Kinzigufer, nach dem Westbahnhof eingereicht, dieses wurde jedoch den Herren Stadtverordneten nicht vorgelegt; daß dieses Projekt wohl notwendiger wäre als der Vorschlag deS Herrn Müller, wird wohl jedem Mitbürger einleuchten. Die sämt­lichen Anwohner der Frankfurter- und Bruchköbeler Landstraße und Vor der Kinzigbrücke, welche in Frankfurt a. M. beschäl- tigt sind, müssen den weiten Umweg nach dem Bahnhof täglich zwei- bis viermal machen. Es wäre sehr angebracht, wenn unser Vorschlag zur Ausführung gebracht würde, denn diese Verbindung ist der ganzen Bürgerschaft von Nutzen, ebenfalls auch Herrn Müller. Wir müssen auch unsere Steuern be­zahlen, ebenso wie Herr Müller auch, unser Geld ist auch kein Blei. Höftenilich kommt unser Vorschlag zur Ausführung.

Mehrere Mitbürger.

*) Anm. der Red.: 9ta$ unseren Informationen hat Herr Müller diese Begründung nicht gegeben, vielmehr erfolgte die Bekämpfung dieses ProjeklS mit dem Hinweise, daß jedenfalls nur ein bequemer Weg nach Tieinhciin geschaffen werden sollte.

Telegraphischer Wetterbericht der deutschen Seewarte.

Telegramm aus Hamburg vom 1t. März.

9 Uhr 35 Min.

Ein Maximum über 770 mm lagert über Nordwest­rußland, ein Minimum von 748 mm < nordwestlich Schott­lands. In Deutschland ist daS Wetter ruhig, meist trübe, trocken; wenig Wärmeänderung, meist herrschte Nachtfrost.

Prognose für den 12. März: Fortdauer der herrschenden Witterung wahrscheinlich.

Barometerstand

mittags 12 Uhr auf 10./3. 11./3*

Sehr trocken

Beständig

Schön

Veränderlich

Regen (Wind)

Viel Regen

Sturm

Sau,; . -reins- «. Nergnügungsnachrichten

für Mittwoch den 11 März.

Kunstverein: In der Aula der Königl. Zeichenakademie: Ausstellung von Gemälden re.

Stadttheater in Hanau:Herbst'.Abschied vom Regiment* undDie Hasenpiote"; Anfang 7 Uhr.

Ev. Männer, u. Mnalinâerein : Volaurenblaim /Ev. VereinShauS.) Kaufmännischer Verein Hanau: VereinSabend im Restaurant Mohr.

Turn- n. Fechtklub: Gemeinschaft ichcS Turnen der Männerriegen von Turngem ewde und Turn- u. Fechtklub.

Turngesellfchaft: Abends von'/,910 Uhr- Turnen der Männeradteil. Gewerbe- und Handwerker-Verein: VereinSabend in derAllemania'. Thaler-Klub: Zusammenkunft in den .3 Hasen*.

Radfahrerverein Hanauer Radsport 1895: VereinSabend tat, Restaurant zur Stadt Bremen*.

ArendSsicher StenographenvereinApolloLund* (Gasthausz. Grafen Vbilipp Ludwigs : VereinllLbenb.

National-Stenographenverein: U-LunaSstunde jür die Praktiker-Ab­teilung lLokal;Zur großen Krone').

Zimmerstubengesellschaftzur Mainlust' -Keffelstadt; Abends S Uhr Zimmerstutzenschießen.

Hanauer Schüßenverein: VereinSabend imRestamant Mohr.*

Freiwillige Feuerwehr: 1. Komp. imgoldnen Herz* - Steiger-Kor-L in derBrauerei Beck'.

Hanauer FußballklubWacker*: VereinSabend (Restaur, Carlsberg.)

Versteigerung-- etc. Kalender

für Donnerstag den 12. März.

Holzversteiaerungrn: 1) in der König!. Oberiörsterei Hanau: Ter­min vormittags von 9 Uhr ab imKaistrbof' zu Hanau (f. Nr. 53 .Han. Anz.'); im Lannenbergheimer Gemeindwalde: Zusammen« kuuft vormittags 10 Uhr am Eingang des Wildes (f. Nr. 56Han. Auz. im Gemein Mald zu Neuses; Zulammenkuuft vo. mittags 10 Uhr im Abtrieb, Distr. 14 (s. Nr. 52 .Han. Anz.').

Vormittaps 10 Uhr sollen auf dem ProviantimtSgrundstück eine Parti« altes Eisen, Lumpen re meiftbiet rb verkauft werden.

Hue JMab und fern°

W. Marburg, 10. März. Unter ganz bedeutendem Andrang des Publikums, besonders der Studentenschaft, fand heute in einer bis in die späten Abendstunden hinein dauernden

11. März.

Sitzung vor der hiesigen Strafkammer die Studenten-Zu- sammenroftung, welche in der Nacht vom 14. bis zum 15. De­zember v. I. ruf dem Marktplatz' staitfand, ein gerichtliches "Nachspiel. Auf der Anklagebank saßen 9 Studenten, welche sich wegen Ruhestörung, Unfug, Widerstand gegen die Staats­gewalt uiw. zu verantworten haften. In jener Nacht zogen bekanntlich etwa ein Dutzend Studenten singend auf den Markiplatz. Als ein Polizeibeamter einichriit und Verhaf­tungen vorgenommen wurden, kam es zu einem großen Menschenauftaufe. Es wurde gesungen, gejohlt und sonstiger Unfug verübt. In umfangreichen Erklärungen machten die Studenten später bekannt, daß die Polizei zu streng vorge­gangen sei und sogar einen der ihrigen gefesselt habe. Auch heule stellten die Angeklagten es so her, als wenn sie gereizt worden seien. Das Gericht ließ nack Vernehmung einer großen Anzahl Zeugen einige Avklagepunkie fallen und ver­urteilte fünf Angeklagte zu je 5 Mk., zwei zu 30 Mk., einen zu 45 Mk. und den letzten zu 90 Mk. Geldstrafe. Der Ver­handlung wohnleu höhere Regierungs- und städtische Be­amten bei.

D Volkmarsen, 10. März. Durch einen Schweine­biß empfindlich verletzt wurde der Maurer G. in N. bei Volk- marsen, als er bei Gelegenheit eines größeren Schadenfeuers als Mitglied der Orisfeuerwehr aus einem brennenden Stalle ein Muttersckwein retten wollte. Das Tier biß ihn so heftig in den linken Daumen, daß zunächst das Endglied und sodann noch vom Stumpf ein Stück entfernt werden mußte. Der in seinem Maurergewerbe durch die Verstümmelung behinderte Mann beanspruchte von dem Besitzer des Schweines, dem Landwirte G-, neben Ersatz der Heilungskosten eine Entschädigung von 2000 Mark. G. war auch zweifellos auf Grund der scharfen Bestimmung deS bürgerlichen Gesetzbuches über die Ersatzpflicht der Tierhalter für die von ihren Tieren angerichteten Schäden in erster Linie haftpflichtig, obwohl die Rettung des Schweines von dem Feuerwehrmann auf Anordnung des ebenfalls an­wesenden Bürgermeisters des Ortes unternommen worden war. Wie uns mitgeteilt wird, hat nun der Stuttgarter Versiche­rungs-Verein, bei dem der Landwirt gegen Haftpflicht versichert ist, die Abfindung des Geschädigten durch Zahlung von 1200 Mark und Uebernahme der Kurkosten vermittelt.

St Frankfurt a. M., 10. März. Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen, und wenn man in den Blinden Passagier" geht, muß man sich amüsiwen. Das muß man den Autoren des hübschen Lustspiels, den Herren Blumenthal und Kadelburg, unbedingt bestätigen. Mit alten und neuen Witzen zugestutzt, haben sie ein Elaborat fertig gebracht, welches meist auf dem VergnügungsdampferViktoria Augusta" spielt und nicht nur den Passagieren dieses Schiffes, sondern auch dem Publikum volle Freude gewährt. Der blinde Passagier es ist Gott Amor, der auf derVikioria Augusta" sein Wesen, treibt wird ein vorzügliches Kassenstück werden.

Hue aller Mett.

Leipziger Bankprozetz. Exner wurde wegen Ver­schleierung und versuchten Betruges zu 2*/a Jahren Gefängnis und 20,000 Mark Geldstrafe, eventuell noch ein Jahr Ge­fängnis unter Anrechnung von 15 Monaten Untersuchungs­haft verurteilt. Die Kosten des Verfahrens wegen betrüge­rischen Bankerotts und die Hälfte der Kosten des Revisions­verfahrens werden der Staatskasie, die anderm Kosten dem Angeklagten auferlegt.

Zum Prozetz Kohler. Wie ein Telegramm meldet, hat das Oberkriegsgericht zu Wilhelmshaven als Berufungs­instanz vorgestern abend nach Wiedereintritt in die Beweis- aufnabme und nach Protokollierung der ärztlichen Gutachten beschlossen, den Matrosen Kohler zur Beobachrung seines Geisteszustandes an eine Irrenanstalt zu überweisen. Die5 Verhandlung wurde darauf abgebrochen und vertagt.

Der fahnenflüchttge Gefreite Stern vom Bautzener Regiment war festgenommen worden und sollte von einem - Sergeanten per Eisenbahn nach seiner Garnison zurücktrans- portiert werden. Kurz vor der Station Bautzen stand der Deserteur auf und machte sich unbemerkt an der Coupeetür zu; tun. Urplötzlich riß er dieselbe auf und sprang aus dem noch > in voller Fahrt befindlichen Zuge auf den Bahndamm. Der, begleitende Sergeant hatte ihn nur noch am Rock fassen, aber nicht halten können. Er gab das Noisignal und der Zug) wurde zum Stehen gebracht. In entsetzlichem Zustande sah ) man den Flüchtling neben den Schienen liegen: das linke. Bein war ihm unterhalb des Knies glatt abgefahren; außer­dem blutete er aus einer gefährlichen Stirnwunde und hatte auch noch sonst schwere Verletzungen davongetragen. Man) brachte den Unglücklichen, der erst kürzlich kapituliert hatte, im Siechkorbe nach dem Garnisovlazarett in Bautzen.

Selbstmord verübte am Freitag in einem Anfalle von Schwermut Amtsgerichtsrat Lerche in Posen. Derselbe war erkrankt und hatte eine Operation überstehen müssen. Er war infolgedessen schwermütig geworden. Der Kranke stieß sich mit einem Taschenmeffer die Halsschlagader durch. Der Tod trat unmittelbar ein. 8. war früher Kreisrichter in Gostyn und; Amtsrichter in Tremessen.

Eine gerechte Strafe. Das Naumburger Schwur- gericht verurteilte den Nachtwächter Hübner, einen notorischen, Trunkenbold, der seine Frau durch Beilhiebe und Halsdurch­schneiden tötete, zu 15 Jahren Zuchthaus.

Mord in einer Erziehungsanstalt. Ein grauen­hafter Mord wurde in der Erziehungsanstalt Leschnitz in Ober- schlesien verübt. Der 17jährige Zögling Scholz tötete die be- reiis 10 Jahre an der Anstalt amtierende Lehrerin Maria Bartsch, indem er ihr mit einem Messer den Hals durchschnitt. Der Bursche setzte darauf das Zimmer, welches die Lehrerin bewohnte, in Brand und beteiligte sich mit Eifer an den Losch-: arbeiten. Die blutbefleckien Sachen wurden ihm jedoch zum Verräter und er gestand sein Verbrechen ein.

Eisenbahnunglück. In der Nähe von Ole an im Staal New-York trennien sich gestern abend eine Anzahl Wagen eines hauptsächlich aus Petroleumwagen bestehenden Eisenbahnzuges von dem Vorderteil des Zuges und liefen auf diesen auf. Beim Zusammenstoß geriet der Zug in